Indiana Tribüne, Volume 29, Number 297, Indianapolis, Marion County, 9 August 1906 — Page 5

Indiens Tribüne, S August 1906-

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Jntcrurban Zcit-Tabcllc. I. N. T. System. 3 Äraft Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. Muncie & Marion Division. arorence, Fortville,' Pendleton, Anderson, Z)orktown, Muncie, Middletomn, Alezandria, Lummitville, Fairmount, GaZ City, Jenes

,ro und Marion. 4 00 2m. 1 05 Nm. 5 05 Vm. 2 00 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. Ö 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 8 00 Nm. 12 00 MttzZ. 9J05 Nm. 11 30 Nm.

Limited. LoganSport & Peru Division. Marmel, Noblesville, Cicero, Arcadia, Atlanta, Tipton, Kokomo, Galveston, Oalton, LoganZxort, Miami, Bunker Hill, Peru und Elwood. 5 00 93m. 1 45 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nm. 7 00 Vm. 3 43. Nm. 7 45 Vm. 5 00 Nm. 9 00 Vm. 5 45 Nm. S 45 Vm. 7 00 Nm. 11 00 Vm. 7 45 Nm. 11 45 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nm. 11 30 Nm. Limited. JCer Zug um 11:30 AbendS der Jndiana poUS-LoganSport lDioision geht nach Peru Anstatt LoganSport. eue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Züge verlassen Indianapolis um 7:00 und 11:C0 Uhr Vormittags und 3:00 und 7:00 Uhr Nachmittags, machen die Fahrt nach Ut. Wa?ne in 4 Stunden und 40 Minuten. euer Zug Marion Flyer Verläßt Zvkarion 7:55 Vormittags und 1:55 Nach ittagZ ; Verläßt Indianapolis 11:00 Vor ittagS und 5:00 Nachmittags; hält bloS in nderson und Alezandria an. Anschließende Linien erreichen Dayton, Ohio, Ft. Wayne, Huntinzton, Wabash, asontaine, Swayzee, Greentown, Hartford ity, Montpellier, Bluffton, Winchester, Union City, Greenville, O., und Zwischen ftationen. Fracht, und Passagier.Ossice Termin Oartezimmer. Telephon M 175. ' Indianapolis & Eastern. Limited Züge für'Richmond und allen Punkten in Ohio, welche verbunden sind mit eiektrischm Linien, um 8:10 und 11:10 Vor ittags, 2:10 und 5:10 Nachmittags und 3:10 Abends. Locale Züge sür Richmond nd Zwischenstationen von 6:00 Uhr Vor iUags an und dann jede Stunde, ausge nommen die Limited Zeit. biS19:00 AbendS (7:00 Uhr Abends ausgelassen). Letzter Zug räch Gremsield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & Martinsville. Erste Mcrgen-Car um 5:10 Uhr Morgen?. Dann von 6:30 Uhr Morgens jede runde lZ 11:30 Uhr AbendS ; ausgenommen die Stunden SSO und 10:30 Uhr Abends. Indianapolis Coal Traetion Co. Züge laufen stündlich von Indianapolis ach Plainsield von 6:00 Uhr MorgenS bis 11:00 Uhr AbendS ; ausgenommen die Stun tn 8:00 und 10:00 Uhr AbendS. Indianapolis & Nortywestern. Lüge laufen stündlich von 5:00 Uhr Mor gens biS 9:00 Uhr AbendS. Anschluß in Lebanon sürThorntownund'Crauzfordsville. Der Zug um 10:00 Uhr Abends fährt blos iiS nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr AbendS sährt biS nach Frankfort, Anschluß in Lebanon für CrawfordSville; derselbe sährt in der Sonn tag Nacht bloS bis nach Lafatzette. Limited Züge für Lafayette fahren ab um :10 und 11:10 Uhr Morgens, und 2:10, 6:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für Trawfordsville um '10:45 .VprmittagS und 4:25 Nachmittags. Y -5 y. G. Sponsel, Bäckerei. irr?r k. - Zt- 1.1 ä. f Jä. UJ ILlLli T 1UUU VU II U-UbC. 5 Butterringe 10c. j Echter Pumpernickel. $ Feinstes Roggenbrod. 3r 9TrtTfirnS lVVl MarltSand 56 und Columbia vrccciq uu. ! Neuer Telephon 9361 tr -kkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkk IIIDIAIIÄPOLIS BREVlliG GO. Düsseldorfer... DaS Bier, welches auf der Weltausstellung zu St. LouiS den Preis erhielt als Der Welt Standard Für Bollkorlnenheit In Pints und Quartö, Flaschen Dep't. Tel. 578 und 690. Indianapolis Brewing Co.

gto ftder ifjut-ftlne VDcht. Skize von Alfreds. Heöenstittncr. Nicht einmal in dem kleinen Land städtchen galt es als ein besonder? Ereignis, als Kassierer Jonssön von der Mühlengesellschaft wegen Altersschwäche den Abschied und sünshundert Kronen PensiiTn im Jahr erhielt. Die raar kleinen EijenbahnzUge, die- den Vcrkchr zwischen Krickebo und der Außenwelt vermittelten, verließen nach ic v?r das ileine Stationsgebäude. ütr.t daß es irgend jemand aufgefallen wäre, daß die Frachtzettel der Mühlengescllschaft jetzt mit anderer und sicheitr Hand geschrieben waren. In der Mühle selbst wurde man mit einer jüngeren Kraft schneller und besser fer1I3. und wenn man im Städtchen von der Veränderung auf derMühle sprach, so war man sich allgemein darüber einia. baß die Gesellschaft sich höchst anbändig benommen hate, indem sie tfrern alten Kassierer eine so hohe Pcnsion zahlte. Die Gesellschaft hat nie melir als fünf Prozent gegeben. Ionssons Gehalt hatte zwölfhundert Kro ren nicht überstiegen und er war nicht länger als .:bhn Jahrs im Dienst gewesen. Aber zu Hause bei Jonssons rief der Ausfall von siebenhundert Kronen im Jahre eineurchgreifende Umwälzuug hervor, selbst die bescheidensten alten. Leute in dem einfachsten Landstädtchen vermögen nicht sich und ihren schwachsinnigen, erwachsenen Sohn in 365 Tagen mit 500 Kronen zu ernähren. Glücklicherweise waren JonssonS übrige Kinder bereits selbstständig. Sie hatten keine weitere Ausbildung erhalten als wie sie die klein? Privatschule des Städtchens vermitteln konnte, die die Knaben im glücklichsten Falle bis ?v.x dritten KlaSe vorbereitete. Aber Jäter und Müller Jonsson sowie ihre Kinder waren sich dessen vollauf bewußt, daß sie arme Menschen seien, die sich nur auf Gott und auf sich selbst verlassen durften, und deshalb waren sie redlich bemüht.gewescn. es zu etwas zu bringen. Axel, der älteste Sohn, war denn auch der geschickteste Schuhmacher in Krickebo. Er unterstützte seine Eltern dadurch, daß er ihnen einen Theil der Miethe zahlte, und wenn er am Sonntag mit den Seinen zum Essen kam. so pflegte -er am Tage vorher einen großen Kalbsbraten, zwei Würste oder ein Pfund Vutter zu schicken. Johanna, .die einzige Tochter, war Telephonistin in 5hickebo. Sie aß zu Hause bei den Eltern, begnügte sich mit dem Allernolhwcndlgsten und lieferte fast ihr ganzeö Gehalt an die Mutter ab. Außerdem saß sie noch die halben Nächte und an SonntagNachmittagen undähte Blasen sür ein Geschäft. Karl, der zweite Sohn, war Schreiber am Bcrhnho) in Krickebo. Er widerstand erfolgreich allen Verlockungen der Hotelwirthe, -aß ebenfalls bei den Eltern und bezahlte der Mutter eine für ine Verhältnisse recht hohe SummeMr thr bescheidenes Mittagessen. Schließlich war da noch Jvhann?s, der zweiundzwanzig Jahre alt und halb idiotisch war. m'd Epilepsie behastet und einem Appetii. begabt, der sich von Jahr zu Jahr'immer mehr inö Ungeheuerliche steigerte Älsder Abschied und das -Gnaden-broi kamen, mußte -Jonsson sich den bescheidenen Genuß seines billigen Tabaks versaa? und-anfangen, die Zeitung des W'lchmachers zu lesen, wenn der sie gelesen hatte, so daß die Wöltereignisse ihn direkt nichts kosteten, und die drei ältesteninder waren bemübt, dietEstezn noch kräftiger zu unterstützen als vordem. Der Schuhmacher schickte statt des Kalbsbratens und dersButter groHe Stücke amerikaNischen Rauchfleisches, weil man damit weiter reichte, er verehrte seiner Mutter Zeug zu einem Sonntagskleid und predigte jeden Sonntag bei Tisch, dech es schwere Zsiten seien und daß ein .jeder seine Pflicht thun müsse. Es kostete unendliche Mühe, sich durchzuschlugsn. obwohl die Miethe nur hundert Kronen betrug und als Brennmaterial nie etwas anderes verwandt wurde als'Abfälle von der Sägemühle. Aber in mancher Beziehung begann man selbst in Krickebo zu fühlen, daß die Zeiten theurer wurden. Sowohl Karl als auch Johanna erhielten Gehaltserhöhung, die sie ohne Zögern unverkürzt an die Eltern ablieferten. ie Eisenbahn gab zehn und die Post fünf Kronen im Monat mehr als sonst, und dann wurde der alte Jonsson von Zeit zu Zeit von kleinen Goschäftslcuten beim Rechnungsschrciben angestellt, ns ihm auch immer ein paar Kronen eintrug. Aber die Schuhfabriken überschwemmten die Welt mit ihren billigen Erzeugnissen, und Meister Axel redete ernster denn je von den schlechten Konjunkturen und davon, daß jeder seine Pflicht thun müsse, wo?in natürlich alle eifrig einstimmten. Nur der arme Johannes starrte die Geschwister bei solchen Gelegenheiten blöde an, als wollte er sie fragen, was in aller Welt er denn thun könne. Zitternd zog er das Messer vom Buttertcller zurück, wenn der große Bruder etwas Beachtenswerthes gesagt hatte, und die Furcht vor Karls Witzen über seinen Heißhunger ließ ihn zuweilen seine Finger beherrschen, wie gierig auch der halberloschcne Blick das, was von der Mahlzeit übriggeblieben war, verfolgte. Zuweilen fühlte er dann Mutters sanft, streichelnde Hand auf seinem Knie, und es kam vor, daß sie ihn nach . dem .Essen - mit sich in die Speisekammer nahm, um ihm noch eine

Butterstulle- oder einStückchen Wurst zuzufielZeNMltteuchen Augen kannte sie ihm "dann Vlsehen.wie er gleich einem hungri !,Hund die Bissen herunterschlang. Aber seit er einmal von Schwester Johanna bei solch einer Eztraabfertiounc ertavvt toöibpn war nd r faste jagen hören: Aber Mutter, es ist ja überhaupt kein Ärund und Boden mehr in ihm! seitdem ging er nur noch scheu und widerwillig mit der Mutter in die Speisekammer. Niemand wußte recht, wieviel Johannes verstand oder nicht verstand und in wie hohem Maße seine Geistesschwäche angeboren war oder durch die ständigen epileptischen Anfälle verursacht war. In stmer Kindheit hatte er. wenn auch unvollkommen, Schreiben und Lesen gelernt. Aber nun las er schon langte nichts anderes mehr, als was auf den 'Heringsdosen stand, und seit vielen Jahren hatten ihn die Seinen keinen Buchstaben mehr formen sehen. Dann ließ si chem zweiter Schuhmacher in Krickebo nieder, der eigentli chnur Schuhwerk flickte und im übngen das allerschlechteste und billigste Fabrikschuhzeug verkaufte. Meister Axel mußte einen Gesellen ablohncn und konnte den Eltern nur noch ein Tönnchen billige Heringe geben, auch blieb er des Sonntags immer häusiger fern. Gleichzeitig "wurde der alte Jonsson krank und mußte sich verschiedene kleine Nebenverdienste entgehen lassen. Wenn man nur würßte. wie man sich eine Oere absparen oder sich einen kleinen Extraverdienst verschaffen könnte! rief der sonst nicht so leicht verzagte Karl eines Morgens beim Frühstück aus. Ja. es sieht wirklich aus, als könnte es alles nichts -helfen, wenn auch ein jeder thut, was er irgend kann! seufzte Johanna. Die Eltern -schwiegen. Beide errötheten leicht. Es warija nicht zu vermeiden gewesen, daß die Kinder, die täglich immer deutlicher suhlten, daß sie es waren, die die Familie aufrechthielten, allmählich auch das meiste im Hause zu sagen hatten. Nicht unehrerbietig, nicht mit Streit und harten Worten httm sie das Zepter an sich gcnommen, aber als eine Sache, die sich von selbst versteht, hatten sie es betrachtct, nachdem sie es soweit gebracht hatten, daß sie die Brotherren ihrer Eltern waren. War es wirklich m'cjglkch, daß über Johannes' nichtssagendes Gesicht eine plötzliche Blässe huschte, während er sich tiefer auf seinen Teller hinabbeugte? Ich nein, Johannes verstand ja nichts. Es war im Januar und die Abende waren dunkel. - Johannes hatte wie g:wähnlichMasser und'Holz hereingetragen. Das war ja fcas einzige, was der arme Junge ttisten konnte. Aber sann war er hinauZeZang?n und nicht wieder zurückgekommen, und erst am andern Borm!ttag fand man ihn auf dem Kopf stehend in dem Schlamm neben dem Steg, der unter dem Mühlenfall über dieÄu führte. Niemand war erstaunt darüber, natürlich hatte er einen Anfall seiner Epilepsie gehabt. Und . niemand betrauerte ihn. denn er war ja eine Last für seine Familie gewesen. Niemand außer der Mutter. Denn das Mutterherz ist ja so wunderbar beschaffen, daß es das reichste seiner unrndlichen Liebe gerade dem Kinde gibt, das es am meisten braucht, auch wenn dieses Kind nicht im geringsten schön, begabt oder lieb ist, ja selbst dann, wenn es nicht einmal die FähiÄeit hat, von dieser wunderbaren Mutterliebe mehr als einen geringen Bruchtheil in sich aufzunehmen. Während all Äe übrigen FamilienMitglieder dieses Ereigniß mit einer Ruhe aufnahmen, die schon her wie Erleichterung aussah, strömten Mutters Thränen so reichlich, als sei es Meister Axel, Ksrl vom Bahnhof oder Telephon Johanna, die ihr der Tod entrissen, nachdem sie viele Jahre liebevoll für ihre alten Eltern gesorgt hatten. Als sie Abends in ihrem Andachtsbuch las, was sie in ihrer Angst am Abend vorher seit dreißig Jahren zum erstenmal verfäumt hatte, fand sie zwischen den Blättern des Buches einen schmutzigen Papierlappen. griff hastig danach und stairle lange Zeit darauf nieder, während ihre Hand bebte. Dann zog sie sich aus und löschte das Licht, und als sie dann ins Bett gekrochen war, biß sie in das grobe Laken hinein, damit Johanna, wenn sie mit dem Nähen fertig war und hereintrat, es nicht merken sollte, daß sie weinte, die ganze Nacht hindurch weinte. Am andern Morgen stand sie nicht eher auf, als bis sie allein im Zimmer war, warf einen letzten, von Thränen verdunkelten, unendlich zärtlichen Blick auf das schmutzige Papier und verbarg es dann sorgfältig in der Tiefe ihrer Kommodenschublade. Dort wurde es erst nach ihrem Tode gefunden. Auf dem Papier stand: ajö Libe Muter. Joannes." , . , Kassierer Jonsson war vorher gsiorben. Aber Meister Axel, BahnhofsKarl und Telephon - Johanna begriffen. daß selbst das Sorgenkind der Familie mit seinen stumpfen Gedanken in der schweren Zeit einen Ausweg gefunden, auf welche Weise auch es dazu beitragen konnte, armen . Eltern ihre Sorgen zu erleichtern. .

Die Compagnie - Ehre. Aus Glogau in Preuß. - Schlesien wird berichtet : Der Grenadier Seidlich. der beim. KönZgsgrenadierreginnnt No. 7 in Liegnitz diente, hatte viel unter den Mißhandlungen der alten Kerls" zu leiden. Als er wieder einmal in der Stube durch einm alten Kerl" gestellt wurde, nahm er den Schemel und warf ihn nach seinem Peiniaer, wodurch dieser geringfügig verletzt wurde. Eines Abends nach 11 Uhr versammelten sich nun zehn Mann auf der Stube des Seidlich, der bereits zu Bett gegangen war. Man warf dem Schlafenden zwei Decken über den Kopf, hielt ihn fest, und nun hieben die zehn Mann etwa fünf Minuten lang mit ihren Klopfpeitschen auf den entblößten Körper Seidlich's ein. Der .Mißhandelte wurde erheblich verletzt und mußte etwa zehn Wochen im Lazareth ärztlich behandelt werden. Die zehn Helden" wurden auf erstattete Anzeige ermittelt und hatten sich vor dem Glogauer'Knegsgericht der neunten Division zu verantworten wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit hinterlistigem Ueberfall. Der Bertreter der Anklage beantragte, ihnen mil dernde Umstände (!) zuzubilligen, weil sie die Ehre der Kompagnie" (! !) hochgehalten hätten. Der Anführer erhielt 14 Tage und die Anderen je eine Woche Gefängniß. Herr Miller aus Chic a g o. Wie Prager Zeitungen ierichten, wird von der dortigen Polizei nach einem HeirathsschwiMer gefahndet, der sich auf Grund angeeigneter Legitimationspapiere zuletzt mit denen eines Todten mehrerunal trauen lieh. Bon seinen Frauen sind bis jetzt drei eruirt worden : Aor fünfzehn Jahren hatte er unter dem Namen Josef Miller in Chicago eine gewisse Liebek geehelicht, mit ''er er dann nach Wlaschim übersiedelte, wo sie jetzt lebt; vor zwei Jahren heirathete er unter dem Namen Wenzel Novak eine Mar'.e Honezlik ausRaudnitz und im Februar d. I. heiratheie er als Wenzel Bore! die Gattin, die jetzt die Anzeige gegen ihn erhoben hat. Dieser gegenüber hatte er sich als Eisenbahnbedienstcter ausgegeben, sich mehreremale in Uniform gezeigt und ist Nachtdienst vorschützend jede zweite Woche weg, geblieben, wahrscheinlich, um bci einer anderen Gattin zu sein, oder ein neues Verhältniß anzuknüpfen. Dreijährige ertrankt Schwestcrchen. Als sich in Woolwich in England eine Mutter für einen Augenblick auö der Küche entfernt hatte, in der sich ihr dreijcchrigss Töchterchen mit dem sechs Wochen alten Schwesterchen befand, benutzte das Kind die Gelegenheit, das Baby, aus der Wiege zu nehmen und in eine WaschbUtte zu legen. Es. ging dann zu -der .Mutter, legte Lieser die Aermchen den Hals und sagte: thu,: mir teid, Vuppe im Wasser, kaH' neue Puppe.- Alle Wiederbelebungsversuche erwiesen sich als erfolglöS. L u c ch e n Z. Der Mörder der Kai serin Elisabeth, Luccheni, soll, wie ver schiedene Schweizer Blätter zu melden wußten, sein Bedauern darüber ausgesprachen haben, daß bei dem Madrider Attentat nicht die gesammte spanische Dynastie zu Grunde gegangen wäre. Wer die Verhältnisse kennt." so schreibt man aus Genf, wird auch ohne das offizielleDementi des PolizeiDirektors Rehfuß wissen, daß diese Meldung den Stempel der Erfindung an der Stirn trägt. Nur seine Wärter, die Gefängnißinspcktoren und ein Priester bekommen Luccheni, der in dem Genfer Stadtgefängniß eine gcgenüber dem Eingange zur Kathedrale gelegene Zelle inne hat und Tag und Nacht bewacht wird, zu Gesicht, und es ist ausgeschlossen, daß eine der genannten Persönlichkeiten dem gefährlichsten Anarchisten Kunde von dem Madrider Bombenanschläge hat zukommen las sen. Nach Aussagen der GefängnißWärter ist Luccheni stets verbissen und mürrisch und mit einem wilden, ungczähmten Thiere zu vergleichen. Keiner vermag ihn zu bändigen, und es ist noch gar nicht lange her, daß er gegen einen der Gefängnißdirektorcn einen heimtückischen Ueberfall versuchte. Auf irgend eine Weise war es ihm gelun gen. in den Besitz einer alten Sardinenbllchse aus Blech zu kommen und aus dieser hatte er sich eine Art von Stilett verfertigt. Während einer Unterredung mit dem Direktor stürzte er sich nun plötzlich auf seinen Besucher und hätte ihn zweifellos mit der improvisirten Waffe erdolcht, wenn nicht ein Wärter rasch dazwischen gesprungen und den Rasenden hinweggerissen hätte. Für die That wurde Luccheni auf 10 Tage in eine der dunklen, sonst selten mehr benutzten unterirdischen Zellen internirt. Als er nach Verbüßung der Disziplinarstrafe das Tageslicht wieder zu sehen bekam, bemerkte er nur ironisch: Wirklich ganz famos. ich komme mir vor w:e betrunken." Luccheni steht im Alter von 26 Jahren und erfreut sich ausgezeichneter Gesundheit. Sein Unterhalt dürfte den Genfer Steuerzahlern noch lange zur Last fallen." i DaS Schreckenskind. Vater (mit Btsuch im Korridor): War in meiner Abwesenheit Jemand da?" Fritzchen: Sin falscher Soldat, der wollte waö an die Möbel pappen ich hab' ihm aber gesagt, er sollte wiederkommen, . wenn. Du da warst!- .

Ueber hundert ffälle von

Typhus sind in der Gegend von Jpswich, S. D., angemeldet worden als Folge des Genusses von Limonade bei einer Feier in Evarts, S. D. Das zur Erzeugung der Limonade verwendete Wasser wurde von einem alten Brunnen genommen, der seit Jahren nicht benützt wurde. Nach fünfundzwanzigjähriger Trennung und ohne Kenntniß der Thatsache, daß sie Brüder seien, sind Frank Senfs und Wrn. Zimmermann in Menominee, Mich., wieder vereint worden. Die Mutter der beiden Kinder starb, als diese noch sehr jung waren, und der Vater verließ sie. Frank wurde von Frau Albert Senff von Menominee adoptirt, während William und seine Schwester in Chicago aufwuchsen und dort auch geheirathet haben. Ein Japaner Namens Shunzo Takaki begab sich kürzlich in St. Paul, Minn., mit mehreren Bekannten auf ein Boot, um zu angeln. Als man ungefähr die Mitte eines Sees erreicht hatte, fiel ein Angelstock in's Wasser, und da derselbe von Stahl war, sank er sofort auf den Grund.- Ohne sich auch nur einen Augenblick zu besinnen, entledigte sich Takaki feiner Kleider und tauchte in den See. Er blieb nahezu Vo Minuten unter Wasser und brachte dann den Angelstock an die Oberfläche. Seine Freunde waren etwas ungehalten darüber, daß er sein Leben wegen eines Angelstocks aufs Spiel setzte, aber er erklärte ihnen lachend, daß derartige Spielereien in Japan ganz gewöhnlich seien. Bei einem Brande der Scheune des Farmers White in der Nähe von Riverhead, N. F., wurde der zwei Jahre alte Julian Beck vermißt. Ununterbrochen wurde nach ihm in den Wäldern gesucht, da Tony White und sein Bruder Frank, welche sechs resp, vier Jahre alt sind, gesagt hatten, daß Julian mit ihnen nach dem Walde gegangen sei, sich dort von ihnen getrennt habe und weiter in den Wald hineingelaufen sei. Die Suche war vergeblich, aber bei den Aufräumungsarbeiten auf dem Brandplatz fand man die verkohlte Leiche eines Kindes, und Tony und Frank, in ein scharfes Verhör genommen, gestanden ein, daß sie am Tage des Brandes Julian in die Kornkiste gesetzt, dann Heu um ihn her aufgehäuft und die Kiste in Brand gesteckt haben, um zu sehen, was schneller brenne, das Heu oder das Baby. Als Julian dann anfing zu schreien, sind sie fortgelaufen, weil sie die Flammen nicht mehr löschen konnten und der Rauch so erstickend war. Wahrscheinlich werden gegen die Kinder keine gerichtlichen Schritte unternommen werden, weil sie sich der Folgen ihrer Handlungen nicht bewußt waren. Es scheint, daß die amerikanischen Behörden doch nicht das richtige Verständniß für Herzensangelegenheiten anderer Leute haben, denn sonst hätte es nie und nimmer geschehen können, daß man Marie Jeskwitsky, einer bildschönen, verheiratheten Polin, den Zutritt in's Land der Freiheit verwehrt und sie genöthigt hätte, mit dem Dampfer Westernland", auf dem sie herüber gekommen, wieder heimzufahren. Mariechen hatte daheim einen recht liebevollen Gatten, dem aber das Unglück passirte, daß er gegen die Japaner zu Felde ziehen mußte; blühend und von Kraft strotzend war er nach dem Osten gezogen, als Krüppel kehrte er wieder heim, ein Auge ausgeschossen, die Wange zerfleischt, die Brust von tiefen Narben durchzogen und mehrerer Finger beraubt. Da nun Mariechen zarte Nerven hat, konnte sie so viel Leid nicht ertragen und ging mit einem ebenfalls drüben verheirateten Manne durch. Letzterer, der sich als Grubenarbeiter hier verdingen will, wurde natürlich zur Landung zugelassen, während die Jeskwitsky mit Thränen in den Augen wieder ihre Koje im Zwischendeck beziehen mußte. An Bord eines Dampfers des Norddeutschen Lloyd trafen kürzlich auf der Fahrt von New Fork nach Bremen zufällig beinahe ein Dutzend Mitglieder verschiedener deutsch - texanischer Gesangvereine zusammen. Es ergab sich von selbst, daß sie sich zusammenschlössen und zur Veranstaltung von Concerten u. s. w. einen Gesangverein gründeten, der viel zur Unterhaltung und Erheiterung der Passagiere beigetragen hat. Der Verein erhielt den Namen Sturmglocke" und wählte sich nachstehende Beamten aus folgenden texanischen Orten: F. Hensel, Präsident. St. Antonio; Geo. Henkel, Vizepräsident, Austin; Jakob Härtung, Schriftführer, Houston; H. W. H. Zapp, Schatzmeister, Fayetteville; Prof. Edw. Voigt. Dirigent, San Antonio. Dazu: Oscar Bertram, Austin; Heinrich Märki. Austin; Wilhelm Ulitt, Austin; Franz Mazel. Fayetteville. Der Verein ließ es nicht an dem nöthigen Eifer und Fleiß fehlen, und das Publikum an Bord ließ es nicht an dem nöthigen Beifall fehlen. Die Sturmglocke" will sich, obgleich sie in Texas in verschiedenen Städten zerstreut ist, um Aufnahme, in den Deutsch - Texanischen Sangerbund ' bewerben.

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