Indiana Tribüne, Volume 29, Number 297, Indianapolis, Marion County, 9 August 1906 — Page 4

Jndiana Tribüne, S. August looa

Indiana Tribüne. Hnaulgkgcien von Itx VtNd?g C. Indianapolis, Ind. Vany O.THudium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. niertd &t the Pott Office ot Indianapolis at sccond clai matter. itarfKnfraße und Volksverein.

Auf dem Katholikentage in Buffalo machte das Deutschthum seinen Einfluß in sehr lobmöwerther Weise geltend und haben die von der katholischen Fö deration angenommenen Beschlüsse große Bedeutung für alle deutsch. amerikani schen Bürge? in den Vereinigten Staa ten. Zwei Beschlüsse, welche sür das Wachsthum und die Stärkung nicht allein der katholischen Organisation, sondern auch für das ganze Deutsch, thum deö Landes von hervorragender Wichtigkeit sind, da fiedle S pr ach en frage und den V o l k S v 1 1 1 i n betreffen, wurden mit Einstimmigkeit angenommen. In Bezug der Sprachensrage erklärte die Föderation, daß sie den müch tigen Einfluß der Muttersprache aus die Erhaltung deö Glaubens und der Charakterbildung anerkenne; daß sie jeden Versuch, die Einwanderer und ihre Nachkommen zum Ausgeben ihrer Mut tersprache zu zwingen, als ungerecht und lächerlich ansehe; daß sie feierlich verspreche, niemals den gerechten Wün schen der katholischen Einwanderer in Bezug auf die Erhaltung der Mutter spräche sowie der .edeln und herrlichen Traditionen ihrer Helmathlünder zu nahe zu treten, und daß sie alle Katholiken und katholischen Vereine dieses Landes zum Eintritt in die Föderation einlade, ohne einen Unterschied in der Sprache zu machen, in der sie zu Gott beten. Die Föderation wünscht zwar, die verschiedenen Nationalitäten friedlich zu einigen, will aber die Vermengung aller hier gelandeten Racen in eine ho mogene Nation dem langsamen und natürlichen Gange der Dinge über lassen. Der zweite Beschluß, welcher Haupt sächlich dem deutschen Einflüsse zu der danken ist, bezieht sich auf die Einführung deö Volksvereins. Derselbe be zweckt die Möglichkeit, alle Katholiken des Landes, auch die, welche nicht zu katholischen Vereinen gehören, in die katholische Bewegung hineinzuziehen. Der Plan hat bekanntlich die Approba tion des Papstes und wird zur Stär lung der Organisation bedeutend bei tragen. ES. ist der Plan, welchen Windhorft in seinem letzten Lebensjahre zur Ausführung brachte und welcher die CentrumSsraltion zu einer mächtigen VolkSorganisatlon herausbildete. Ein jeder Katholik soll durch entsprechende Literatur, durch populäre Schriften und Pamphlete über den Zweck der Födera tion unterrichtet und für dieselbe begei ftert werden. Die Verwirklichung deö Beschlusses wird natürlich eine längere Zeit in Anspruch nehmen, doch wurde ein Comite ernannt, das schon dieses Jahr das Erscheinen eines Vierteljahr lichen Bulletins, welches über die Ar beiten und Fortschritte der Föderation berichten soll, in Angriff nehmen wird. Jede Pfarrei und jeder Verein soll 53er trauenZmänner ernennen, die in der Verbreitung der Literatur hilfreiche Dienste leiüen werden. Sollte irgend eine wichtige Frage kommen, zu deren Lösung alle Katholiken beitragen müf sen, so würde eS hierdurch möglich ge macht, durch Vertheilung von Schriften und durch Abhaltung von Müssender fammlungen, in welchen die Schriften erklärt werden, alle Katholiken deö Lan des zu unterrichten und zur thatkräftl. gen Beihilfe anzuspornen. Ein Erfolg" der Prohibition. Vor bxcl Monaten wurde HülfS Generalanwalt Tricket auf seinen Po ften gerufen und seit der Zeit, kann er sich brüste, eine der größten Leuchten der Prohibition im Staate Kansaö zu sein. Seit feiner Amtsführung führt er den Kampf gegen den Genuß gkifti ger Getränke mit einem Elfer, der ihm die Bewunderung und den Beifall aller Wasserfanatiker im Lande sichert. Durch seinen Eifer hat er eine blühende Stadt an den Rand deö wirthschaft lichen Ruins gebracht und hierfür wird er bis in den Himmel erhoben und ge lobt.

Kansas Eity, KansaS, mit seinen 56,000 Einwohnern ..die größte Stadt des SonnendlumenstaateS, treibt dem Bankerott zu imSchritte von S3000 den Tag, $21,000 die Woche und S109. 500 das Jahr. Diesen Stand der Dinge hat die zwangsweise Durchfüh rung des ProhlbitionSgesetzeö heraus beschworen. Vor der Ernennung Herrn Trickett'S erfreute sich keine Stadt in KanfaS so großen Wohlstandes wie KansaS City. Polizei, Feuerwehr, Straßenwesen und alle anderen Zweige der Verwaltung konnten sich getrost mit denen jeder doppelt so großen Stadt messen. Jetzt hat die Polizei auf die Hälfte der Mannschaft herab gesetzt, die Feuerwehr verringert und das Straßenamt fast ganz aufgehoben werden müssen. Das ist aber noch nicht einmal das Schlimmste. Die im Dienste verbliebenen Beamten vermögen ihre Gehaltschecks nicht an den Mann zu bringen." Das sind thatsächlich Erfolge, auf die Herr Trickett und seine GesinnungS genossen stolz sein können wenn sie wollen. Jedenfalls lehrt die Noth der einst blühenden Stadt ttanfas City von Neuem recht klar und deutlich, welch' Unheil das Prohibitionsjoch für jedes größere Gemeinwesen bildet. Wer die

Prohibitionsfanatiker nach ihrem wah ren Werthe einzuschätzen lernen will, der bemühe sich, sie an ihren Früchten zu erkennen. KansaS City bildet ein sehr lehrreiches Beispiel. Gesetzlosigkeit in den Wer Staaten. Die große Zunahme von Mord und Todtschlag innerhalb deö Gebietes der Vereinigten Staaten hat schon zu zahl reichen Erörterungen gesührt, wie die sem wunden Punkte am geeignetsten abzuhelfen wäre, ohne daß die? bis jetzt zu irgend welchen wirksamen Maß nahmen in den verschiedenen Staaten geführt hatte. ES ist daS unbedingt eine Schattenseite unseres Landes, wel cheö, wenn es auch sonst in Handel und Wandel die Führung in der Welt über nommen hat. leider in der Mordstatiftik an der Spitze fleht, wie folgende Zah len beweisen : Mordsälle Per Million vi Jahr der Bevölkerung Canada 15 3.00 Deutschland 224 4.85 England 322 10.15 Frankreich 526 14.22 Belgien 94 16.00 Ver. Staaten 9829 129.30 Diese Verbrechen vertheilen sich, den Zahlen gerr'.äß. wie sie vom TimeS Democrat" in Nett Orleans entnom men find, auf die verschiedenen Theile unsere Landes wie folgt : Zahl Per 100,000 der Morde der Bevölkerung Neuengland 254 4.63 Mittelstaaten 1688 8.60 Centtalstaaten 2843 9.98 Südstaaten 3914 22.30 Pacifische Küste 1191 29.42 Die Mehrzahl der Morde in den Südstaaten werden von Negern an Negern verübt, wie sich aus genauen Statistiken, die von den Staaten Mif fisfippi und Louisiana geliesert wurden, ersehen läßt. Da jedoch das farbige Element in den Pacific Staaten nicht dominirt, ist es die weiße Rasse, welche, wenn auch nur in einem Theile des Landes, den größten Procentfatz liefert. ES mag sich dieser Umstand da mit erklären lassen, daß die Paclstc Küste noch heute daS Dorado verwege ner Abenteurer bildet, denen zuweilen ein Menschenleben nicht mehr gilt wie ein Vogel aus dem Dache. G r o ß s e u e r. Chicago, 8. Äug. In dem Fabrikgebäude von E. A. Delano & Co., 5052 Clinton Str., entstand durch schadhafte elektrische Drähte ein Feuer, welches einen Schaden von $100,000 anrichtete. Außer der Fabrik von Delano uur den noch die lGebäude der Firmen E. G. T. Coles & Co., C. F. StoreS und I. McDonald fast ganz zerstört. Fünf Kinder verbrannt. Omaha, Nebr., 8. Aug. Fünf Kinder des Farmers Thomas O'Da nielS in Seymour Park, einer Vorstadt Omaha'S, verbrannten heute Abend in einem Feuer, durch welches daS Wohn Haus O'DanielS' zerstört wurde. 0' Daniels selbst und seine Frau wurden durch Brandwunden schwer verletzt; die Frau wird jedenfalls sterben. Drei werthvolle Pferde kamen ebenfalls in den Flammen um. SchissSnaJriSten. Cherbourg: Kaiser Wilhelm II." nach New Bork.

Die Göttin Cpona.

Ali Vatroui der Zug und Rcitthlere vo den Callrcr verehrt. In Gallien stand einstmals FuhrWesen und Pferdezucht in hoherBlüthe. Die öaflter verehrten eine cizcne Schutzzöttin der Pferde und verwandten Zug- U7.d Neitthiere, Epona. Die engere Heimath dieser Göttin war aber das Metzer und Trierer Land. AIS Reiter waren besonders die Trierer von jeher berühmt. Gallische Erabdenkniäler enthalten noch Abbildungen der (5pona. Die ältere Darstellungswcisc zeigt die Göttin zu Pferde, meist nach Frauenart reitend, d. h. beide Beim nach einer Seite gekehrt, öfters aber auch rittlings nach Männersitte. Als Göttin der Pferdezucht ist ihr manchmal ein Füllen beigegeben, daS an der Reitstute saugt oder der Göttin als Fußschemel dient. Auf verschiedenen Bildern dient auch der Göttin ein Brett als Fußschemel. Als Cegensgöttin trägt die reitende Epona Früchte in einem Behälter oder ohne einen solchen im Schooß. Statt dessen trägt sie auch ein Füllhorn, d. h. ein Sinnbild, das offenbar der römischen Vorstellungsweise entlehnt ist. Dieser römische Einfluß hat denn auch eine besondere Vllderreihe geschaffen, welche die Göttin auf einem Sessel thronend oder aufrecht stehend darstellt. Auch in diesen Bildern trägt sie gewöhnlich Früchte im Schooß,.mit welchen sie ihre Pflegebefohlenen. die sie umstehen, füttert. Daß diese Göttin Epona heißt, lebrt ein Altar des Metzer Museums, den ein an einem Straßenpunkt im militärisch nicht besetzten Hinterland zu Zwecken der Reichspost stationirter Gefreiter" (beneficiarius") nach dem Jahre 210 n. Chr. der Göttin geweiht hat. Dazu kommt noch ein zweites Denkmal aus einem Limeskastell (Kapersburg), welches den Namen der Göttin mit ihrem Bild verbindet und welches vermuthlich einen Postreiter der hier unterbrachten Truppe zum Urheber hat (202 n. Chr.). Weit häufiger sind urschriftliche Denkmaler ohn? Beigabe eines Bildes. Die Stifter sind berittene Truppenthcile und Soldaten. deren Heimathland theilweise nachweislich Gallien gewesen, oder gallische Bauern oder Fuhrleute. Auch ein Bauernkalender aus Oberitalien, also aus einstmals gallischen Landen, nennt die Göttin und gibt ihren Festtag an. Daß auch nichtgallische Kreise an der Verehrung der gallischen Pferdeund Stallgotnn, sich betheillgten, machen die Fundorte verschiedener Denkmäler (z. B. Unter-Mösien an der Tonaumündung) wahrscheinlich. Offizier und Schauspielerin. Lotte Witt, das beliebte und angesehene Mitglied des Wiener Hofburg theaters, hat sich mit dem Hauptmcinn des Generalstabes Livius Borotha von Trstcnica vermählt. Die Vermählung ist insofern geeignet, Interesse hervorzurufen, als ihr ein Akt besonderer Gnade des Kaisers voranging. Nach den strengen Vorschriften, welche für die Mitglieder der österreichisch-ungarischen Armee Ufa hen, darf nämlich kein aktiver Offizier der Gatte einer gleichfalls aktiven" Schauspielerein oder Sängerin sein. Seit seiner Regierung hat der Kaiser nur in einem einzigen Falle die Heirath einer aktiven Künstlerin einer Konzertsängerin mit einem Offizier qestattet. Der Fall jedoch, daß ein Mitglied des Burgtheaters oder des Hofoperntheaters, auch als Offiziersgattin dem Verbände einer dieser Bühnen noch angehören darf, steht ganz vereinzelt da. Der Kaiser hat bei dem Generalstabshauptmann v. Trstcnica und bei Lotte Witt die erste Ausnahme gemacht. Die jüngst verstorbene Gräfin Luise Schönfeld, die vom Wiener Publikum gefeierte Naive des Burgtheaters Luise Peumann. mußte von der Bühne scheiden, um den General Grafen Schönfeld heirathcn zu können. Ebenso mußte die Gattin des nachmaligen Landeskommandirenden von Ungarn, FreiHerrn v. Edelsheim-Gjulay, die unvergcssene Friederike Kronau, der Bühne entsagen und das Carltheater verlassen. Ein Mann mit starkem Rückgrat war der unlängst verstorbene Oberhofperdiger A. D. Schaubach in Meiningen, der von feiner Ueberzeugung selbst seinem Landes Herrn gegenüber um keinen Deut abging. So weigerte er sich im Jahre 1873, die Trauung des Herzogs Georg II. mit der jetzige Freifrau von Heldbürg morganatisch zu vollziehen. Die Ehe seznete dann ein anderer Geistlicher ein. Der Herzog hat dem HofPrediger diese Handlungsweise niemals nachgetragen. Bei der Beerdigung ließ sich der Landesherr durch seinen Flügeladjutanten Obersten v. Kutzleben vertreten. Reform in Afghanistan. Der Emir von Afghanistan hat eine bemerkenswerthe Bekanntmachung über Erziehung in seinem Reiche veroffentlicht. Er erklärt, die Erziehung mache Rückschritte, aber der Fehler liege nicht bei den Lehrern, sondern bei den Regierungsbeamten, welche den Unterricht entmuthigten. weil sie seine Wirkungen fürchteten. Der Emir .läßt den hochgeborenen Beamten die Warnung zugehen, sie müßten entweder ihre Haltung in dieser Hinsicht ändern oder selbst gehen. Fortan werde die ErZiehung der alleinige Pfad zum Staatsdienst sein. '

E l n jähes Ende nahm

der Fesiesjubel auf dem Kriegerfest zu Oelde in Westfalen. Gegen 6y2 Uhr Abends pfiff plötzlich eine Kugel vom Schießstand her dicht an den Köpfen mehrerer sich auf einer Wkse mit Vogelschießen beschäftigenden Krieger vorbei. Gleich darauf brach der in ihrer Mitte stehende Gutsbesi tzer Wilhelm Schulze, durch eine Zweite Kugel ins Herz getroffen, zusammen. Beide Kugeln waren an einer eisenharten Eisenschwelle abgeglitten und so aus der Schußlinie gekommen. Der Getroffene war sofort todt. Ordensauszeichnunaen für hervorragende Verdienste um den Staat oder besondere Leistungen auf anderen Gebieten sür Chinesen waren bisher in China unbekannt. Verdienten Männern wurde ein Beamtenrang oder die ein-oder mehrfache Pfauenfeder verliehen! Auszeichnungen, die aber auch gekauft werden konnten. Der chinesische Drachenorden ist dagegen bisher nur an Angeqonge sremoer Staaten verliehen worden. Jetzt ist von hohen chinesischen Würdenträgern dem Throne eine Eingabe unterbreitet worden, in der vorgeschlagen wird, in Zukunft auch Chinesen, die sich um den Staat, die Wissenschaft oder das Volkswohl verdient gemacht haben, mit Orden auszuzeichnen. Dieser Vorschlag soll beim Thron Anklang gefundn?! haben. Die Statuten des Ordens bleiben in ihrer alten Fassung bestehen; sie erhalten nur den Zusatz, daß die Verleihung des Drachenordens fortan in seinen verschiedenen .Massen auch an die Söhne des himmlischen Reichs erfolgen kann. Eine verwegene Flucht hat ein Kölner, der Heizer Freese vom Linienschiff Weißenburg, unternommen, als die Schlachtflotte in der Nacht zum 5. Mai den Kaiser WilHelm - Kanal durchfuhr. Freese, der bereits wegen Unbotmäßigkeiten und des Rufes an Bord: Ich schwöre zur rothen Flagge! im Kölner Festungsgefängniß eine längere Strafe verbüßt hatte, stand vor einer neuen Verurtheilung. Er hatte Nachts zwei Maschinistenmaate überfallen und geschlagen. Als die Weißenburg sich Rendsburg näherte, glitt Freese unbemerkt vom Achterdeck in's Wasser. durchschwamm denKanal und erreichte barhaupt, mit seinem Kleidersack beladen, die Stadt. Die auffallende Erscheinung erweckte die Aufmerksamseit eines Schutzmannes. Der Beamte verhaftete' den Flüchtling und brachte ihn nach der Militärwache. Dort setzte Freese seine Widersetzlichkeit fort. Das Gesclwaderkriegsgericht verurtheilte ihn wegen thätlichen Angriffs auf Vorgefetzte in drei Fällen und wegen Fahnenflucht ' zu 3 Jahren 4 Monaten Gefängniß. Ueber den plötzlichen Tod zweier Freundinnen wird aus Berlin ' berichtet: Seit drei Jahren wohnten ' im Hause Liebigstraße 46 die eheverlassene ' Frau Wilhelmine Kühne, "66 Jahre alt, im dritten Stock und die 63jährige unverehelichte Minna Kuhnke im zweiten Stock. Die erstere , Frau verrichtete noch Spularbeiten für Weber, die letztere handelte auf den Straßen mit Blumen. Beide erhielten Almosen von der Stadt, und beide hielten eng zusammen und halfen sich gegenseitig aus. Bor einigen Tagen- erhielt die Kuhnke keinen Einlaß, ließ die Wohnung gewaltsam öffnen und fand 'die Gesuchte todt in ihrem Bette liegend auf. Dies übte eine so starke Wirkung auf die Stimmung der Blumenhändlerin aus, daß sie ganz gebrachen war. Gestern fiel den Nachbarn auf, daß sie sich nicht sehen ließ. Man .fand sie dann gleichfalls als Leiche in ihrem Bette. Wahrscheinlich hatten in beiden Fällen Herzschläge dem Leben der Frauen ein Ziel gesetzt. Beide Leichen wurden dem Schauhause überwiesen. Drei gut erhaltene Saurierskelette sind kürzlich in einem mächtigen Buntsandsteinblock in einem Dorfe bei Koburg gefunden worden, dessen Umgebung überhaupt reichere Ausbeute an solchen Funden bietet. Sind doch in dem benachbarten bayrischen Schlosse Banz -bei Stasfelstein mächtige autochthone Jchthyo- und Plesiosaurier zu sehen, deren Fahrten durch die Schachtelhalme Scheffel so gelungen besungen hat. Der neue Fund sieht in seiner Art in Deutsch land einzig insofern da, als der Buntsandstein sonst arm an Petrefakten ist. Ganz vereinzelte Funde wurden im Schwarzwald und in Frankreich gemacht. Der 'Koburger Fund zeigt große Aehnlichkeit mit dem im Schweizer Buntsandstein gefundenen Labyrinthodon Ruetimeyeri." Man hofft, aus den drei Skeletten ein; einwandfreie genaue Rekonstruktion der urweltlichen Eidechse zu gewinnen. Da die Skelette nicht plattgedrückt, sondern der Schädel z. B. in Steinausguß erhalten ist, wird es sogar wahrscheinlich möglich sein, aus dem Abgub der Hirnhöhle ein Bild zu gewinnen von der Größe und der Gestatt des Hirnes des alten Sauriers, eine Möglichkeit, die sich nur höchst selten bei einer VerstSlnerung jener uralten Erdperioden findet. Der Finder. Lehrer Büttmr in Mtttelderg, hat die Skelette bei einem Schulneubau entdeckt und sie den nawrwissen schaftlichen Sammlungen ans der Feste Zdoburg überlassen.

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Sine wissenschaftliche Gefahr. Der große Aufschwung der engli schen Marine hat es mit sich gebracht, oaß die älteren Bezeichnungen des Merwians nach sserro oder Paris verlassen worden sind, und daß die ganze Erde den Meridian Greenwich als Ausgangspunkt für die geographische Länge nimmt. Damit ist die Sternwarte zu Greenwich zu einem Denkzeichen britischen Nationalstolzes herangewachsen. Nun besteht eine mit 3000 PferdeZraften arbeitende Erzeugungsstätte elektrischer Kraft seit nicht langer Zeit 2600 Fuß von der Sternwarte, und gerade in der Richtung des Meridians erheben sich ihre Kamine. Diese soll von der Grasschaft London auf 52,000 Pferdekräfte verstärkt werden und den gesammten Straßenbahnbetrieb von London bedienen. Die Erschütterung des Bodens wie das Aufsteigen der warmen flimmernden Luft über dem Werke stellen den ganzen Betrieb der Sternwarte in Gefahr. Mit Recht konnte der berühmte Physiker Lord Kelvin in einer der lehren Sihunaen des Oberhauses sagen, die ganze gevildete Welt, innerhalb wie außerhalb des britischen Reiches, würde es bettagen. wenn irgend eine Störung der großen und guten Arbeiten von Green wich eintreten sollte. Beide Häuser sollten sich zum Schutze vereinigen. Die bisher von der Grafschaft cmsgegebene Summe von einer halben Mil lion Pfund, sagte Earl Cawdor, sei gering in Anbetracht der Wichtigkeit der Sache. Eine Verlegung der Sternwarte von ihrem jetzigen Platze, der zum Fixpunkte für den ganzen Erdball geworden ist, sei im höchsten Grade unerwünscht. Der Erste Lord der Admiralität suchte zu beschwichtigen, aber Visrount Goshen sprach offen aus, es seien Fehler geschehen, die Sache betreffe die ganze Welt. Eine seltene Thierfeundschaft hat man in Rosenberg, Oberschlesien, beobachtet. Eme Glucke hatte ein einziges Küchlein ausgebrütet. Nach ewigen Tagen gesellte sich zu diesem ein junger Sperling, der kaum flügge war. Beide Thiere haben innige Freundschaft geschlossen und werden mit gleicher Sorgfalt von der Glucke gefüttert und beschützt. Auch die Nächte verbringt der Sperlinz unter den Flügeln der Henne. Die durch die Brand, katastrophe vernichtete Michaelis kirche in Hamburg wird an derselben Stelle in ihrer alten Gestalt wieder aufgebaut werden. Das Präsidium der Bürgerschaft und 'etwa 100 Bürgerschaftsmitglieder haben die Jnltiative ergriffen und einen Antrag gestellt, wonach eine aus Senats- und Bürgerschaftsmitgliedern zu ernennende Commission die baldige Wiedererrichtung der Michaeliskirche :n die Wege leiten soll. Der Wiederaufbau der Kirche in der alten Form ist der allgemeine Wunsch der Hamburger. 'Die Möglichkeit ist vorhandn, da die alten Baupläne noch existiren. Wie sehr der große Kirchenbrand das Interesse im In- und Auslande hervorgerufen hat, geht daraus hervor, daß die Branddirektoren aus Berlin, Dresden, Leipzig, Hannover, München, Kiel, Wien, London, Paris, Kopenhagen, 'Antwerpen, Amsterdam und viele Feuerwehroffiziere aus anderen Städten in Hamburg eingetroffen sind, um auf der ausgedehnten Brandstätte Studien zu machen. Der Senat will aus dem Kupfer und den übrigen Metallresten der abgebrannten Kirche Gedenkmünzen, deren Ertrag für den Neubau der Kirche verwendet werden soll, prägen lassen. Im Jahre 1842 nach , dem großen Brande prägte Hamburg aus dem Glockenmetall ähnliche Münzen. DerPerguelenköhl (Pringlea Antiscorbutica) ist die einzige endemische Pflanze, welche auf Erden keine näheren Verwandten aufweist. Die Bewohner von Kapstadt können nach Belieben kalt im Atlantischen oder nach kurzer Fahrt warm im Indischen Ocean baden. Im Jahre 1659 wurde der Syrische Scheich Abu Nansal il Chazin für sich und seine Nachkommen in fcen französischen Adelstand erhoben.

John Perrin, Präsident. H. A. Tchlotzh.uer, Schatzmeister. Capital und Uebcrschuß 8 2,000,000.00 Depositen über 5,000,000.00 Hilfsquellen 10,000,000.00

National Bank wird in da alte Postgebäude die RenovirungZ- und UmänderungS-Arbeiten 324 W. Maryland. Erstklassige ffarailicnwäsche. Beide elevhon ,, Ausbildung von Schiffs jungen. Washington, D. C., 8. August. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres, welche mit dem 30. Juni abschlössen, nahmen die drei Manne schulstationen deS Bundes 5387 Schiff-, jungen an. Von diesen wurden 2646 in Newport, 2153 in Norfolk und 583 in San Francisco angeworben. Hin sichtlich der Desertionen steht San Francisco mit 12 Procent an der Spitze, eS folgen Norfolk mit 6 Procent und New Port mit 4 Procent. Die große Zahl der Desertionen in San Francisco wird damit erklärt, daß verschiedene Jungen, welche sich im Westen hatten anwerben lassen, darauf gerechnet hat ten, nach dem Osten gesandt zu werden, und der GeftellungZordre nach San Francisco einfach nicht Folge leisteten. Von den Schiffsjungen, welche während der berichteten sechs Monate angewor ben wurden, sind bereits 1849 als Leichtmatrosen, 878 als Kohlenzieher und 63 als Handwerker, Schreiber oder Musiker den im aktiven Dienste stehen den Schiffen überwiesen worden. 237 wurden als ungeeignet und uner wünscht, 77 wegen physischer Dienst untauglichkeit und 19 wegen schlechter Führung entlassen. Fahnenflüchtiger Arzt. E a r m i , Jll., 8. Aug. Es ist hier ein Schreiben von dem Augenarzt Dr. A. Weinberg eingetroffen, welcher Anfangs dieses Frühjahrs in aeheim nißvoller Weife aus Grayville ver schwand. Er schreibt, daß er sich in London befindet und die Heimreise an treten werde, sobald er daö Geld dazu aufgebracht hat. Er sagt, daß er bei einem Besuche, welchen er seiner Hei math in Deutschland machte, abgefaßt und in das Milktür gesteckt wurde, jedoch spater seine Flucht bewerkstelligt habe. Dr. Weinberg hatte sich vor seiner Auswanderung nach Amerika der Militärpflicht entzogen. GMmMs DWrtement, Wechsel, Kreditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. Nn- und Verkauf ausländi scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. O jllyUt t"UUlUl, iVttlt UllWtlt. QUiUl l.rr hon Keldanlaaen Sie BöBn. fn 1 f$ f. X l V4 . T lt it sollten Sie doch ebenfalls ein Spar-Conto mit dieser starken Gesellschaft besitzen. Ein solches Conto bedeutet ein Mittel für eine konservative Anlage jeder Art mit der Versicherung eineö hübschen Einkommens und absoluter Sicherheit deö Kapitals und Zinsen. Zögern Sie nicht weil die Summe, die Ihnen zur Verfügung steht, klein erscheint ; ein Dollar wird Ihnen ein Conto eröffnen und Sie können nach Wunsch hinzufügen. Unsere unübertrefflichen Facilitäten zum Sparen stehen Ihnen zu Diensten. Beginnen Sie heute noch. TUE WM TRUST GIOAI1Y, avital $1,000,000.00 Neterschuß 325,000.00 '

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