Indiana Tribüne, Volume 29, Number 296, Indianapolis, Marion County, 8 August 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 8! August 1906

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-fc I r -tt t -K X x -K x MW! Der Licbc S tf U l o rn a n von Dietrich Chcdcn S irtrkrkiticrkictticr I l Xf (Fortsetzung.) I Auch der Stäatsanwalt schloß sich . ri i i I aus Grunoen oer iseNmnqtett, wenngleich nick.t ohne Einschränkungen, an. und nack nur kurzer Beratbuna verkündete dann der Vorsckende den athemlos Aufhorchenden, daß der An- " . I

trag durch den Gerichtshof zum Be- uno man mun enenen. oan aus meie u mir. Herr Schott?" fragte er. schluß erhoben sei; Weise durch die an sich unerquickliche Ja, alter Freund. Sie haben naUnd weniae Augenblicke später zer- Aff'ire in die Chronik des alten Han- türlich schon erfahren, was sich nun

streute sich die erregte Zuhörerschaft delshauseL nur ein neues Nuhmesblatt wieder ereignet hat und es ist nothnach allen Richtungen der Himmels- eingefügt ist. Noblesse oblige der wendig, daß ich mit gerade mit Ihnen rose und trug die fensationelle Kunde stolze Kaufmann hat den Grundsatz abermals ausspreche. Ich komme

mit Windeseile durch die ganze Stadt, 11. K a v i t 1 1 ie arökeren Taaesblätter der y 3 alten Hansestadt brachten bereits in den Abendausgaben mehr oder minder ausführliche Berichte über die Aufsehen erregende Unterbrechung des Prozesses Stoltenberq. in denen natürlich die dunkle Weckselaeschickite und das Berhalten des Kaufherrn Gerhard Willens einen breiten Raum einnabmen. Telle hatte es nicht über sich ge brackt. am zweiten Berbandlunastaae. an dem er als Zeuge nicht mehr nöthig war, freiwillig nochmals fein Tuskulum vi verlassen und im Gerichtssaal den Anblick des Angeklagten. der ihm schon alkin eine Pem war. zu ertragen. Mit Svannuna sah er aber den Abendblättern entgegen, aus denen er zuverlässig den Schuldspruch der Geschworenen und die Beurtheilung des Verbrechers zu ersehen hosfte. und er fühlte sick nicht wenia enttäuscht. als

fchon. die Ueberschrift in seinem Leib- hatt?, wenn er einmal hatte grübeln lassen Sie mich mal ruhig sprechen, blatte: Prozeß Stoltenberg un- oder ein Ruhestündchen in einem Halb- alter Freund. Ich bin nicht hergekomterbrocken!" ibm eine Abnuna von schlummer verträumen wollen. Nur men. um Sie auch noch unnöthia zu

einem ungewöhnlichen ' Ausgang beibrachte. Unterbrochen?" fragte er sich, Was, nicht verurtheilt?" Er nahm in der ersten Ueberraschung fast eine Auaentäuschuna an. bockte ficki mit einem Blatte in einen versteckten Winkel des schönen Gartens und überfloa die ersten Zeilen des Berichtes wieder und wieder in zitternder Erregung. Dann las er nochmals langsam und bedächtig von vorn an und verstand allm'aliz. daß ihn nicht ein wirrer Traum narrte, sondern daß in vollem Ernste

die Verhandlung eine unvorhergesehene oer avgeiegenen ae. uno es yane sar Heerstraße der Menge oft nicht mitWenduna aenommen hatte, durch die den Anschein, als würde diese auch wollen .. . Und in unserem speziellen

abermals das Handlungshaus Wilkens & Sohn in Mitleidenschaft geZioaen und das Vedrückendste der todte Neffe wiederum entehrendem .. ' . I

Verdachte ausgesetzt war. Er faßte stch vucie oesyaio oer nrumer aus. ai dachtes. Ich schaue und strebe seitan die Stirn und fühlte eine Blei- eine vlötzliche Verdunkelung des Ein- wärts ab ja, und wir wollen dock fchwere in Kopf und Gliedern. Das gangs ihm bemerkbar, machte, daß er zusammen wägen, ob wir da wirtlich

Blatt zitterte in den arbettsyarten öänden. und die schwarzen Druckzeilen zogen und schoben sich ihm durcheinander. Der Junge, der Arme, den er schon über jeden Sckein einer Verfehlunz erhaben geglaubt hatte, abermals m me Erniedrigung gezerrt ab. und in einen Verdackt. der eine l fatale Begründung zu haben schien, der nach den Daten des aufgetauchten PaPiers und des Todestages auf einen Zusammenhang fast zwingend hinwies eine schleichende, tödtende Furcht bemächtigte sich im ersten Anprall des erschütterten Alten, und immer wieder las er die 5)auvts!ellen des Berichtes durch und zermarterte sich mit einem ar r i -- ,

Grübeln nach ihrer unmißverständ- Todten für Sie wieder lebendige Nehmen wir einmal an: ein Angestelllichen Auffassung. Er nickte nur bekümmert. ter irgend eines großen Hauses ent-

Aber was da stand, das blieb unverrückbar und 'wurde auch ihm immer klarer, je länger er sich in den Wortlaut, der zudem einfach genug war. vertiefte. .Auch ein Vertheidiger vom Rufe des iunaen Dr. Bebrend hieß es da gleich nach dem Eingang in einer durck

Sperrdruck hervorgehobenen stelle, wenn ?ie wühlen, oasz es auaj anoere. und Zweck hatte denn der grobe Ver.hatte dem Staatsanwalt nicht so außer Ihnen, gibt, die an die Schuld irauensbruch überhaupt? 3ch meine,

recht mit überzeugenden Einwänden beaeanen können, und die Situation hatte sich für den Angeklagten zu einer höchst gefahrvollen zugespitzt. Da erstand ihm in dem Chef des nach der Anklage ermordeten, ehemaligen Kassirers Lange ein Retter, dessen Auftreten ebenso unvermuthet kam, wie es von einschneidenden olaen war. Ein Falschwechsel! Ein solcher von ganz erheblicher 5)öhe! Und mit dem merkwürdigen Dtfum des Ausstellungstages! Die Aussetzung der Verhandluna so nake vor.ibrer allerseits vor ausgesetzten Beendigung war eine nicht zu umgehende Nothwendigkeit..." Und ein paar Zeilen tiefer kurz und trocken: Es ist nicht zu leugnen: dieses Vavier svrickt im Augenblick wieder gegen den Todten und damit vielleicht entlastend für den Angeklagten." ' .Gegen den Todten." wiederholte Telle wild gequält. Gegen ihn . . . So ganz selbstverständlich, so ganz objektiv und fühllos war das hingestellt. Gem . o! ob die That durch N lazon erwiesen war, ais oo weiiei gar trfrfsf mrfir h?r tntttk waren. Was noch umständlich sein, was noch schonm, den. der nicht mehr war und den, der diesen Herren fern stand. der sie nichts anging. Der keine Men schenseele auf der Welt mehr hatte, die tr Uimn nfr Ttrfi rn tfrn fnraen konnte, der ein Alter. Einsamer und Verlassener war. - ' , An einer Stelle, an die er bis dahin

noch nicht gekommen roar, fiel ihm der arRt fce3 CKefs ein: .Lebhafte? An- , , c

erfeimima wird über die Grenzen Hamburgs hinaus die Generosität des Kaufherrn Gerhard Willens begegnen, s. t m.v ss rn I u:c oyue ;oucuuu ta -puyicn cuiyciui hat. obwohl es sogleich als Falsifikat erkannt war. Taß der Chef des anger c r - . n I eyenen Hanoeisyauies reiaz genug. , um den Verlust mit Leichtigkeit derschmerzen zu können, nimmt seiner .iT,.3i;r 4U2 fenti Sav fmif, I JJUUUimmsJiUCi c uiuus vuu vii iuu ' männischen Großzügigkeit, die lieber rc. . ? rrjc.Ti I ein sjprer aus vie eigenen ca'uucui übernahm, als andere in Mitleidenf XTl -. . CZ . wtl iasi zu n-uy mu;i, nach dem Gesetze die Folgen des Betruaes zu tragen hatte: für ihn entschied allein die Wägung. was dem guten use leiner irma oiemicq )ei. . m r r n,i .... T I einfach und imponirend in die That umgesetzt! a, ja ja. m , hauchte der Alte gedankenverloren vor sich hin und suchte sich auszumalen, welche Szene sich da in den alten Geschäftsräumen abaespielt haben mochte. Ader valo verschwammen ihm doch wieder die Bilder mit den Kontorräumen und den Menschen darin, und das Schreckgespenst von der Schuld des Nesren beherrschte ihn wieder alleim Schuldia der schuldig . . . Nein, nein! Es wollte ihm nicht in den alten Kopf! Er wollte und konnte den Glauben an den zur Ruhe Gegangenen nicht aufgeben, der ein Unglücklicher gewesen sein konnte, aber kein Verbrecher. Der sich gegen sich selbst. gegen icine naven uno seine esunoheit versündigt haben mochte, aber nicht gegen andere und das, was denen gehörte ... Telle saß in einem stillen Winkel zwischen blühenden Syringen. in den er sich schon häufiger zurückgezogen ein schmaler Eingang führte in das lauschige Versteck, das nur eben breit genug war. um einem einzelnen Menschen von normaler Figur Durchlaß zu gewähren. Von drei Seiten bildeten das grüne Laubwerk und die duftenden lila Vlüthen dichte Schutzwände, und von oben konnten nur die Vögel und ein in den Bäumen des Parkes heimisches Eichkätzchenpaar den Träumer oder Schläfer beobachten. Von der Villa aus verirrte sich nur selten ein Fuß nach ohne besondere Verabredung stillschweigeno ai- ein oem mien oeoorreqicier Ruhcwinkel geachtet. Mit einer um so unerklärlicheren Verwunderung i . n r .! oeq aucu :n oem rielnen igenwiniei einmal, gestört wurde. Und sein Staunen wuchs, als er in der hellgekleideten schlanken Gestalt in dem Durchlaß die Tochter des Hauses erkannte. Telle?" hörte er sich fragend angerufen. Ja Er stand mühsam auf und schob seine Zeitung in eine Seitentasche der groben Arbeitsjoppe. Herr Telle. Sie haben gelesen?" Die Stimme klang weicher, meinte er. als er t ms oaym geporl yane. Ja. Fräulein ... Ja," bestätigte er schleppend. " . . Und nun i die alte (borge um ven as 'caocycn griff mit einer yano

IN oas oiuyenoe uicnweri uno UM- chen Fälschuna eine für ihn unverhältschloß einen der kräftigeren Stämme. nißmäkia bobe Summe an sick zu

Herr Telle. Sie zweifeln an Ihrem Neffen?" fragte sie drängend. 3ch ich ach. Fräulein wenn ich das och erleben sollte " Telle. wäre es Ihnen ein Trost, Ihres 'dessen nicht glauben r An dere V stotterte er, zweifelnd. ob er recht gehört habe. Herr Telle, ich glaube nicht daran." Er sah in ihr schönes, krankhaftes. farbloses, starres Antlitz. Ns:? nein?" stammelte er bewegt. . ' .Nein." wiederholte sie ernst. Ud ich wollte es Ihnen sagen. Verlieren Cie den Muth nicht. Es muß und wird einmal klar werden!" Ein Rascheln im Laube sie hatte die Hand zurückgezogen, nickte dem Alten noch einmal zu und entfernte sich rasch nach dem Hause hin. O. es 'gab doch noch Menschen, die ein Mitempfinden für andere hatten! Die nicht brutal nach dem Schein urtheilten, sondern die ein Herz hatten für die Geknechteten, für die Verachte tm und die Verleumdeten, für die Mißhandelten und ganz Armen, wett auch noch um ihren Nschruf Geschmälerten und Vetroaenen. Und es aab nock TO. .5 n. W, , cn Muty yatten. lieg mazi nur zu lyrer Mn?rfmmm innerlick zu enticklieken. sondern auch ehrlich und offen zu außern! . Und um so weniger er die rückhaltlos bethätigte Ueberzeugung von dem immer reservirt gewesenen Fräulein erttvrrtf hnHt um so mhfsltirrltrfr tnnr er für ihr impulsives Aussprechen seines eigenen, innersten Hoffens und Glaubens. (

Er Hatte keme Zeit mehr, ihr einen! lauten Dank nachzurufen; aber in sei1 .

nein treuen alten Serzen schlugen die lammen des Keiften Gelöbnisses hoch empor, und auf das Haupt der Jungen, , . ... P VY. cyonen uno 'cUlyigen rcunicaie er in bochaehender Walluna der Empfindunoen eine Ueberfülle alles Guten. . 1 . . . m m t J)as Austauchen Schotts m mejem Moment innerer Gekzobenbeit berührte ihn unangenehm. Aber es unterlag - r. ir.f . V. V. TJ 1 1 1 ICUICIII SlDCITCi: CCl UU UN ÜCl VylllClpforte Einlaß begehrte, war der Kom- ! , ? . r , mmar. uno euc aale ten orme roeneres. daß wahrscheinlich nur ihm der r- r i unwmrommene eiuco aenen rönne. Er ging langsam nsch der Straß.' m und zwana sick. den Störer. der immer freundlick m ihm aewesen war. ohne Unmuth zu begrüßen. ' . ' Ihnen hoffentlich nicht ungelegen?" vl ein, Herr Schott. Bitte, können wir im dreien bleiben?" .Ganz nach Ihren Wünschen." Telle führte den Beamten nach seinem Lieblingsplatze, nöthigte ihn auf das selbstgezimmerte Bankchen nieder und harrte gespannt, was da kommen würde. Schott schob seinen Schlapphut in das Snrinqenaebüsch und soa mit Behagcn den Duft des Blüthenflors ein. .Ein 5Zaubereckchen. lieber Qerr Telle. Und ein Paradies der große, schöne Garten. Ich beneide Sie. daß Sie an der Pracht der herrlichen Gottesnawr sich freuen und aufrichten können. Ich habe ein paar Blumen auf dem Balkon es ist recht armselig dagegen ... Ist Herr Willens schon daheim' .Nein, noch nicht." jft, auch sein Eden ist von der rauhen Außenwelt nicht ganz abgesondert. und was er heute an Trübem erlebt hat. das maq ihm. dem Verwöhnten, dovpelt'bäßlich erschienen sein... Nein. quälen; ich glaube eher, daß ich ein nxnig mit zu Ihrer Beruhigung beitragen kann. Sehen Sie sich mal das. was heute entbüllt worden ist. ganz ruhia und furchtlos an. und Sie finden vielleicht gleich mir, daß da wohl der Name 5bres lieben Todten wieder mit in den Strudel gezogen wird, daß wir aber von der Antwort auf die Frage, ob das auch mit Recht geschieht, mindestens noch recht weit entfernt sind. Und vielleicht ich habe fo meine eige. nen zwei Füße, die auf der großen Fall, gegen Ihren Verstorbenen. Telle ja. ich stehe da und mag mcht vom lecke, maa nickt nack vorwärts marschirm in der Richtung des neuen VerI .. ' ' . . . .. nicht einen noch verborgenen Pfad aus finden können .. . Der Ausstellunas tag des Wechsels gewik. es ist nicht zu leugnen: er muß auffallen und kann immerhin eine Veiebuna andeuten. Aber er allein beweist doch noch nicht. Uno was die Handschrift auf dem Pa vier anaebt ick kann mir nickt belfen. ich habe sie 'Mit einer Reihe von Schriftstücken Ihres Neffen verglichen. und eine zwingende Ähnlichkeit will mir nicht einleuchten - Gott fei Dank.- murmelte Telle dankbar dazwischen. .Und dann tch habe noch meine anderen Fragezeichen. Vor allem: die Werthhöhe des Papiers stört mich. schließt sich, durch den Coup einer solbringen, und der Plan glückt ihm auch. ja. geht denn der am nächsten oder zweitnäckste Taae. bin. und brinat fick durck den Revolver um ieden Kenuft seiner Beute? Was für einen Sinn die Erfahrung hat oft genug bestätigt, dak solcke Leute alles daran seken. nach gelungenem Raub sich und ihre Beute auch möglichst rasch und weitab Zn Sicherheit zu bringen. Sie betrügen und stehlen doch, um zu genießen. und nicht, um mit dem Reichthum hinzugehen und zu sterben. Und hätte 55br Neffe das arone Bermöaen Zn Händen gehabt, hätte er den Treubruch skrupellos über sich gebracht da sollte ex gleich darauf, noch immer im Taumel. einer vernichtenden Reue unterlieen? Es aebt nickt. Telle: eä will nicht in meinen Kopf hinein. Wenn aber schon diese große, alles kezwingende Rei: über ihn gekommen sein sollte: ja. da sollte er nicht zunächst versuckt baben. die Sckandtbat selbst st noch gutzumachen, den Mammon dem rechtmäßigen Eigenthümer zu erhalten, ihm auf irgend einem Wege wieder zuzustellen? Da sollte er den Schatz sinnlos weggeworfen oder achtm4m "ÄS 7" " , .AvwT Nicht zuZLMmen. Es reiht sich Widerspruch an Widerspruch. Und damit Sie mich ganz verstehen ... Telle: ich mag mich auch mcht zu der Annahme verstehen daß Ihr Neffe : spekulrrt haben und des Geldes zur Deckung snnes Verlustes venothlgt gewesen sttN sollte. Daß er es dazu thatsachlich verwende ijornt Senn tocrnt doch einmal "ne. Seite geschädigt und doch einmal

ein Ende gemacht werden mußte: wozu

dann noch das aanz uberflusnae. aefahrvolle neue Verbrechen, wozu dann auch nur noch die Umstände mit dem Ausstellen und dem Jnumlaufbringen des falschen Papiers, ja, warum dann ausgesucht die Schädigung des ganz unbeteiligten Chefs an Stelle der andern, der Glaubiqer, der Bedränger und Verfolger, vielleicht gar der Versuhrer und Mitschuldigen? Es geht nicht, ich traue einem Menschen von den Anlagen Ihres Neffen eine solche Sinnlosigkeit nicht zu und ja. kurz und offen. Telle: den Selbstmord als die Folge der Veruntreuung scheide ich aus meinen Betrachtungen einfach aus. Und nun wir fo weit sind, wollen wir auch gleich die zweite Frage heranziehen, ob die Veruntreuung etwa den Mord zur Folge hatte, oder ob sich wemgstens mit diesem das Verschwinden des Geldes erklaren lassen sollte. Ich schätze so: Hätte Ihr Neffe das Vermögen im Besitz gehabt, so hätte er sich wohl kaum den Sonntag sorglos und ausgelassen auf dem Tanzboden aufgehalten, sondern diesen wichtigen Tag und auch schon den vorhergehenden vom Feierabend an wohlbedacht zu? Flucht in's Ausland ausgenützt. Zum mindesten hätte er aber doch nicht die Dummheit begehen können, das unrechte Gut noch anderen und gar dem zweifelhaften ehemaligen Bekannten zu verrathen und diesen Heruntergekommenen zu einer Gewaltthat förmlich anzuregen. Uno zu allerletzt hatte es ihm beifallen können, mit dem großen Besitz in der Tasche sich gar noch in eine ode Geaend zu trauen oder dorthin verleiten zu lassen. Solche Werthe machen auch einen ruhigen und rechtmaßigen Eigenthümer vorsichtig und besorgt, wieviel mehr denn einen Menschen, der den Schatz eben selbst erst durch einen Frevel an sich gerissen und kaum einen anderen Gedanken hat als den einen angstlichen, nur rn erst mit Person und Gut recht weit fort zu sein. Verstehen Sie mich, Telle? Ich meine: verstehen Sie mich dahin, daß ich an eine Ermordung Ihres Neffen wegen seines vorgeblichen Reichthums auch nicht glaube?" Ja. rn Herr Schott Schön. Nun haben wir weiter zu bedenken: Wir sind nicht unfehlbar und die außer uns. die sind es auch nicht. Treffen wir also allesammt in unserer Logik doch vorbei, müssen wir trotz allem damit rechnen, daß Ihr Verwandter alle Vorsicht beiseite geschoben und hirnlos einem Verbrecher vertraut hat ja, wo ist dann in diesem Falle die Baarschaft geblieben? Im Besitze des Verhafteten ist sie nicht gefunden worden, und ich sträube mich gegen die Annahme, daß er sie irgendwo versteckt haben sollte. Mein gesunder Menschenverstand und meine langen Erfahrungen fagen mir, daß gerade ein geriebener Gauner von der Qualität Stoltenbergs sich nicht mit den verrätherischen Bagatellen abgegeben haben würde, wenn er daneben einen solchen Baarschatz vorgefunden hätte, und sie fagen mir ferner, daß, wenn nicht Lange, sicher aber diefer mit allen Gefahren und Schlichen vertraute Weltenbummler schleunigst in die Nerne abgedampft Ware." Schott stützte die Arme auf die Kniee und starrte vor sich auf den Boden. Erst nach einer Weile begann er. sem Gedanken wieder laut zu äußern, ohne daß er seine Stellung veränderte. Ja ia. Dieses Stück Papier. So lange das nicht da war. so lange hielt ich Stoltenberg doch des schwersten schuldig. Nun hat sich das Bild wieder verschoben, und nun zweifle ich. Zweifle ich an der Blutthat. An der durch ihn. War ihm ein anderer zuvorgekommen, hatte der den Hauptfrevel begangen und ihm nur die kleine Beute gelassen? Die Fäden verwirren sich leider immer mehr, und der Fall reiht sich nachgerade den schwierigsten an, die mir in meiner Laufbahn vorgekommen stnd. Die beiden festen Punkte sind da: die Ausstel lung des Papiers am 17. Februar und der Todesfall einen Tag fpater Aber wo und wie liegt der Zusammenhang ? Und ist überhaupt einer da muß er unbedingt vorausgesetzt werden ?" Er richtete sich wieder auf und sah Telle in die Augen. I (Fort etzung folgt.) Abaealittene Kugeln. Ein jähes Ende nahm jüngst das Kriegersest in Oelda, Westfalen. Gegen Abend pfiff plötzlich eme Kugel vom Schießstand her dicht an den Köpfen mehrerer sich auf einer Wiese mit Vogelschießen beschäftigenden Krieger vorbei. Gleich darauf brach der in ihrer Mitte stehende Gutsbesitzer Wilhelm Schulze, durch eme zweite Kugel in s Herz aetroffen. zusammen. Beide Kugeln waren an einer eisenharten Eichen schwelle abgeglitten und so auS der Schußlinie ntfomm?. Wuthende Bienen.' In oer Nähe von Waidhofen. Oesterreich, war wi ! t t.rCKU em ötneazl mn ttieemaycn uc,uiuji, als vloklickz die Bienen ucy zu einem dichten Schwärm zusammenzogen, den Knecht sowie die in der Dlaty seyen den Pferde überfielen und ihnen zahl lose Stiche beibrachten. Der Knecht mußte das Krankenlager ausjuchen, das eine Vferd aina infolge der Anschwelluna der Luftwege zugrunde. wahrend das andere mit Mühe gerettet werden konnte. -

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