Indiana Tribüne, Volume 29, Number 280, Indianapolis, Marion County, 20 July 1906 — Page 7
Jndkana Tribune, 20 Juli 1906
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! rtiMt It(11ttf x ci uvu viujiuuu g - 6 L? w rt t von n v f x x $ ? & v v f vy j GO-0-,0000 c (Fortsetzung.) Und jetzt ist eZ genug der Worte. Auf Tein Äoß! Ich willden Schergen nicht in die H'ände fallen, denn ich fürchte den Kerker und " Es schüttelte ihn wie im Fieberfrost. Ohne Hilfe anzunehmen schwang sich die Zigeunerin wieder auf und unaufhaltsam weiter qing wortlos die Flucht. Feuchte Morgennebel begannen emporzusieizen; sie hatten sich der Theiß wieder genähert. Zwischen Szegedin und dem Orte, wo sie sich befanden, konnten sie nur auf einer Fähre den Flup, übersetzen. Vorher aber mußte sich die Ziaeunerin ihrer Kleider entledigen und sie mit denjenigen wechseln, die in einem Bündel hinter dem Sattel aufgeschnallt waren. Das war in wenigen Augenblicken, in einem Weidenebüsche des Uferrandes geschehen. Mit Steinen beschwert, versenkte Jinosch den abgelegten Anzug im tiefen Wasser. Er selbst konnte vorläufig nichts an seinem Aeußeren andern. Auch in Maruschka war eine trei-! bende Eile gekommen. Das Blut war um ihretwillen vergossen worden und sie fühlte einen Theil der Schuld auf sich lasten. Jetzt konnte sie Janosch nicht von sich stoßen und seinem Schicksale überlassen. Also weiter, weiter! Der Fährmann blickte erstaunt, als ein Slowake und eine Zigeunerin, auf edlen Pferden, die Ueberfährt verlangten. Cesindel," murmelte er, Roßdiebe!" Aber er hätte viel zu thun gehabt, wenn er sich um jeden Mann und jeden Caul hätte kümmern müssen, den seine Fähre an's andere User trug. Solche Leute zahlten besser, als diejenigen, denen vielleicht die Pferde rechtlich gehörten. Um nicht aufzufallen, schlug das Paar in gemäßigter Eile die Richtung nach Westen ein. Im nächsten kleinen Städtchen machten sie in einer, von einem schmutzigen Juden gehaltenen Schenke Halt. Der alte schlaue Mauschl betrachtete sich die Leute und die Pferde und dachte sich seinen Theil. Er meinte bei sich: Vielleicht geht e Geschäfte!" Und darin irrte er auch nicht. Janofch batte im Stalle des Juden zwei der kleinen billigen, aber ausdauernden Steppenpferdchen bemerkt. Ein leichter, dafür passender Blähenwagen stand in einer Hofecke. Das war, was sie brauchten, um ganz unauffällig weiterzukommen. Ein Wink mit den Augen und der Hebräer ging siegesgewiß auf eine kleine Thüre zu, die sich alsbald hinter den beiden schloß. Eine halbe Stunde später verließ Janosch in einem weißen ungarischen Leinenanzug, mit abgenommenem Varte. nachlässig den Schafpelz, wie ihn Knechte und Hirten tragen, über die Schultern geworfen, die Kammer, und begab sich nach dem Stalle, wo er die kleinen Pferde schirrte und vor den ) Wagen spannte, in welchen der Jude einige Decken warf und einen Korb mit Eßwaaren stellte. Einige Minuten darauf rollte das Gefährte im scharfen Trabe die Straße enilana. Vtun brauchten die veloen Mcht vor einer Entdeckung zu bangen. Der Jude war seelenvergnugt. Ein so gutes Geschäft hatte er schon lange nicht mehr gemacht. Wo er mit den edlen Pferden hinmußte, wußte er ja. In seinem Stalle konnten sie natürlich nicht bleiben. Gegen Nachmittag begann Maruschka sehr unwohl zu werden. Die ausgestandene Angst, die Aufregung und die Strapazen der letzten Nacbt, war zu viel für sie gewesen. Ohnmacht folgte auf Ohnmacht. Der Zigeuner war in Verzweiflung denn er hatte kein Mittel, ihr zu helfen. Eine Todesangst stieg in ihm auf. Maruschka jetzt auf diese Weise zu verlieren. Ein rascher Entschluß er bog von der Straße, ab und hielt auf ein alleinstehendes, aber wohlhabend aussehen des Gehöft zu. Hier gab er sich für einen aus Slldungarn kommenden Bauern aus, dessen Frau auf der Fahrt erkrankt sei und bat, gegen Geld, um ein Nachtlager. Wenn jemand zahlt, gehört er 'auf dem Lande selten zu den unwmkom menen Gästen. Und der Äauer ?ablte gui, oarur ivnnie man Gjon an einem Weibe ein übriges thun. Maruschka verfiel in einen tiefen Schlaf der Erschöpfung. Janosch da ae?en hatte eine ruhelose Nacht. Ihn peinigte der Gedanke, soviel Vorsprung vor seinen Verfolgern, die sich ihm jedenfalls auf die Fersen heften wur den, verloren zu haben. Morgen mußte es einaeholt werden. Hoffentlich wird ihm Maruschka keinen Strich durch die Rechnung machen. Wenn sie morgen aber noch krank ist?" Eine finstere Entschlossenheit lag auf seinen Mienen als er dachte: Ich nehme sie mit und wenn ich mit ihrer Leiche fabren munte. Am Morgen befand sich Maruschka wirklich besser, Ihre zunge, starke Na
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tur hatte den Sieg über die krankhaften Anfälle davongetragen Was die Pferdchen laufen konnten, ohne zu rasch zu ermüden, ging es weiter. Das landesübliche Fuhrwerk wurde kaum beachtet. Größere Orte vermieden sie. Einmal mußten sie anZspannen und dies geschah an einer von der Straße abseits gelegenen Schenke. Es ging gegen Abend des dritten Tagest da kamen ihnen auf der Landstraße bei Jankovacz zwei berittene Gendarmen entgegen. Tarin lag nichts Auffallendes; sie hatten heute fchon mehrere passirt. Diesmal gerieth Janosch in Angst; ein unbestimmtes, unheimliches Gefühl begann in ihm aufzusteigen. Nimm, Maruschka!" sagte er. und schob ihr seine wohlgefüllte Geldtasche zu. Weißt Tu. es ist für alle Fälle." Die Gendarmen kamen näher, lachten und plauderten miteinander und als sie an dem Fuhrwerke vorüberkamen,' rief der eine dem schönen Mädchen einen Scherz zu, während der andere Pserde und Wagen musterte. Die Fliehenden athmeten auf. Sie hatten sich wieder umsonst erschreckt. An solche Dinge muß man sich eben gewöhnen," dachten sie sich. Sauberes Madl!" rief der eine Gendarm. Viel zu fein für den schmutzigen Bauer; wär' was für un-
sereinen." Ter andere aber blickte nachdenklich darem. An dem Funrwerke war ihm etwas aufgefallen, es war ihm bekannt vorgekommen. Richtig! Jetzt hatte er es. Wagen und Pferde sah er schon dutzendmae in Sabozrk, wo er früher in Station lag. Damals war der zudische Schenkwirth deren Besitzer. Es war ja möglich, daß er sie verhandelt hatte, aber fast ebenso oft hörte man von frechen derartigen Diebjtahen. Des Nachsehens wäre also die Sache schon werth," meinte er und drehte seinen Gaul um. Der zweite Gendarm folgte anfangs etwas mißmuthig, dann fiel ihm ein. daß in dem Steckbriefe, der beute Mittag angekommen war, außer dem Mörder des Vane Niamizeäi auch eine junge Zigeunerin beschrieben steht, die mit dem Slowaken vom Thatorte entflohen 'st. Wenn die beiden das gesuchte Paar wären?" Sofort theilte er seine Vermuthung dem Kameraden mit. Beide setzten ihre Gäule tn scharfen Trab, um dem Eefahrt?, das schon emen großen Vorsprung hatte, nachzukommen. Tu mußt kalter sein, Janosch, sagte Maruschka zu ihrem Gefährten. Deine Aufregung verräth Dich." Ja, ja," nickte dieser, fuhr aber im gleichen Augenblicke schreckhaft zusammen. denn sein scharfes Ohr vernahm hinter dem Wagen raschen Hufschlag. Er beugte sich über die Wagenblahe, um besser zurücksehen zu können, prallte aber aschfahl im Geuchte zurück und hieb wie wahnsinnig auf die Pferde ein. Aber auch die dem Wagen folgenden Gendarmen hatten ihre Rosse die Sporen fühlen lassen und fegten, was diese laufei. konnten, hinterdrein. Ter Stampf war natürlich nur von kurzer Dauer, denn die kleinen Wagenpferdchen konnten gegen die Berittenen keinen Vorsprung' gewinnen. Die wilde Flucht gab dem gehegten Verdachte volle Berechtigung, deswegen setzten die Gendarmen alles daran, um die gluckenden zu stellen. mi verglichen verzweifelten Menschen ist nicht gut Kirschen essen, das wußten sie aus Erfahrung. Sie griffen deshalb zu einem Gewaltmittel. Während nämlich der eine mit aespannter Pistole an die vordere, rechte Seite des Wagens ritt und dessen Infassen zum Halten und zur Ergebung aufforderte, hatte sich der andere auf derselben Seite an die Pferde gedrangt und diese, mit einigen flachen Säbelhieben, auf die linke Straßenseite ge jagt. Noch einige wilde Sprünge, Flüche, weibliches Schreckensaufkreischen. und der Wagen stürzte mit den Pferden in den Straßengraben. Bevor aber die Gendarmen von ihren Rossen gesprungen waren, schwang sich Maruschka qewandt wie eine Katze aus dem umgestürzten Karren und war in wenigen Augenblicken in den großen Maisfeldern verschwunden, mt auf bei den Straßenseiten, soweit das Auge reichte, dieselben einsäumten. Janosch hingegen hatte -sich in den Zügeln verwickelt, konnte nicht schnell genug loskommen und war, eh? er nach seinem Messer greifen konnte, von den Gendarmen überwältigt und gefesselt. Wen haben wir denn da? 'Laß fchauen?" ri:f der eine Gendarm, während er den Zigeuner genauer betrach Mt. her scbäumend und jnlWfmr Mno, 0.5er oyne wemren Moernano zu legten, dastand. Höre! Tu kommst mir bekannt vor. Hast Dich auch erst frisch rasirt vor wenig Tagen glaube ich. habe ich Dich dock mit einem großen Varte in der Nahe von (-?zeged:n getroffen! Der andere Gendarm zog das Mes ser, das Janosch im Gürtel getragen hatte, wie spielend aus der Scheide. Ah! Frisch eingetrocknetes Blut! He?" dabei -hielt er den Stahl vor die Augen des Zigeuners. Dieser wandte sickchaudernd zur Seite. - Weißt Du. Kamerad, wen wir gefangen haben? . Den Mörder des Bane Nlamizeckl. Das heißt Glück, Bruder! Ich freue Mich auf unsere Gratifikation und der Mann in Arad kann sich einen neuen Strick dreyen lassen, uerst wollen wir den. Kerl noch etwaö sester
binden; dann schaffen wir das Wern aus dem Graben, machen die Gäule fest und bringen dann dem Stuhlrichter in Jankovacz einen lieben Gast. Das Weibsbild können wir im Kukuruz nicht fangen." Die beiden Gendarmen lachten roh auf. Brennenden Auges sah Janosch nach der Stelle, wo Maruschka in das dichte, fast undurchdringliche Maisstengelgewirre eingedrungen war. Er lachte gellend auf. Das war also das Ende! Und alles, alles, für was? Für nichts!" Lustiger Herr!" sagte der Gendarm und band ihm einen langen Riemen um den Hals, an dem er zwischen den zwei Reitern, gefesselt, seinem finsteren Verhängniß entgegcngeführt wurde. 11. Kapitel.
ke Buchen werden wieder füret," der Ahorn goldgelb, das Grün der Wiesen stumpf die Natur ist müde ihres Sommerfestes. In den Thälern benützen die Bauern jeden Sonnenstrahl, um die zweite Mahd, das Grummet, trocken in die balkengezimmerten Heustadl zu bringen, die allerorts auf den Wiesen stehen. Da ist nichts zu vernehmen von dem freudigen Jubel, wie er während der Heumahd zu hören war. Heumahd! Das Sommerfest des Gcbirgsbauern, wo er mit dem ganzen Hausstand auf die hochgelegenen Almwiesen zieht und dort den Segen einheimst. Nächtlich schimmern die rothen Feuer in's Thal, die oben vor den Hütten, in welchen gehaust wird, zum Warmen und Kochen angezündet werben. Zltherklanqe, Jucoschreie, alle die verschiedenartigen 5iundgcbungcn fröhlicher Menschen, hallen durch den Wald oder an den Hängen hin, hinter denen die Felswände emporsteigen. Im Herbste ist nichts davon zu vernehmen. Sei es. weil viele der Grasflecke Nicht zweimal geschoren werden können, sei s deswegen, weil der Frost schon eingezogen ist und den Menschen den Aufenthalt im Freien verleidet. Dann aber schreit der Verahirsch, und die Jäger ziehen aus, theils um ihn zu schützen, theils um ihn zu erlegen. So war auch der Franzl einem guten Zwölfer" nachgestiegen; er konnte aber den schlauen alten Herrn nie schußmäßig vor das Rohr bekommen. Drohnend und von anderen Hnschschreien wohl unterscheidbar, rollte der tiefe Vaßton desselben an den Wänden hin oder wurde spottend vom Echo zurückgeworfen. Aber immer m stärksten Dickicht und an den unibezsamsten Stellen. Das dauerte schon einige Tage, daß der Hirsch den Jäger tretzte" und nun beschloß dieser, nicht eher wieder vom Berge zu steigen, als bis die Graneln" des Hochgewelhten sich rn seinem Besitze befänden. Der Franzl saß schon drei Tage in der Diensthütte am Höllenthalboden und war nicht wenig ärgerlich wegen seiner vergeblichen Bemühungen. Erst vorhin kam er von einem Pürschgange zurück und machte sich nun daran, sein einfaches lassen m locken. In der letzten Zeit war sein Gemüthszustand ein , sehr gedrückter geworden. Daß Midei einen falschen Eid hätte schwören können, um ihren Vater und damit ihn selbst zu retten, wollte ihm nicht aus dem Sinne. Sein einfacher Geist haßte alle Winkelzüqe und Ausflüchte. Wenn man schon ein Unrecht gethan hat soll man in Gottes Namen auch die Strafe da für hinnehmen. Freilich, er wäre dadurch um Ehre. Amt und Srot aekommen; aber lieber das, als eine solche Last mit sich herum schleppen. Würde es sich nur um ihn allein gehandelt haben, mcht angestan den hätte er. sich selbst bei dem Förster anzugeben. So aber ging es auch um Midei und die Ihrigen, und deswegen konnte er den Entschluß mcht fassen und nicht ausführen. Ein Elend, ein Jammer. Und seine Liebe zu dem Mädchen? Seit jenem Tage fühlte Franzl. daß er ihr gegenüber nicht mehr der Alte war. Wenn sie sich trafen, da war es, als ob etwas Zwischen ihnen läge, das sie beide auseinanderhielt. Nicht, daß Midei ihn unter Kalte leiden ließ nein, sie that zärtlicher als je. Ob es ihr aber aus dem Herzen kam? Franz meinte bei sich: auch sie müsse die richtige Achtung vor ihm verloren haben, weil er so ganz in ihrem Banne liege, und ihm wollte es nicht aus den Gedanken, daß echte Liebe und ein Meineid zwel grundverschiedene Dinge waren, die nicht in einem ehrlichen Herzen beieinander wohnen konn ten. In den rächsicn Wochen schon konnte seine Ernennung zum Forstwart erfolgen. Der Forstmeister selbst hatte es ihm mitgetheilt und bei dieser Gelegenhelt wiederholt betont, daß er den Ja nosch für einen ganz verleumderischen Halunken halte. Ter Forstgehilfe solle sich aber nichts daraus machen, er kenne ihn gut genug, um zu wissen, daß der Fischhaber zu etwas derartigem mch fähig sei und von einer Untersuchungs einleitung sei gar nicht die Rede. Wie hatte Franzl damals vor dem wohlwollenden braven Mann gestanden? In den Boden hätte er hincinsinken mögen aus Scham und Reue. Wenn er Forstwart wurde, mußte er sein Versprechen einlosen und dl
Gwandtnertochter heirathen.
Etwas anderes gab es Nicht. Statt eines WonneschauerZ überriesclte ihn ein kalier Schrecken. Wie würde sich auf eine? solchen Grundlage seine Zukunft gestalten? Er sah klar vor Augen, was folgen würdet Im Anfange würde es wahrscheinlich gehen. Tann kann aber eine Zeit kommen, in der dem einen oder dem andern ein unvorsichtiges Wort entfährt und damit ist der Zauber gebrochen, dann ist alles, alles aus. Aber was dann? An eine unzerreißbare Kette aeschmiedet, waren sie beide kein Gott konnte ihnen mehr helfen. War ein solches Leben, eine solche Zukunft überhaupt werth gelebt zu werden? Seine Blicke glitten über die Büchse hin, welche an einem Nagel an der Hüttenwand hing. Soll er das Ding herunternehmen? Ein Druck mit dem Finger auf den Abzug und die Kugel, die durch das Gehirn saust, hat allen bösen Gedanken ein jähes Ende bereitet. Unten würden sie ihn erwarten. Er kommt aber nicht. Dann werden sie ihn suchen. Schließlich denken sie an die Tiensthütte am Höllenthalboden. Oder scll er s lieber IM Walde thun so zufällig, als wenn er über eine Wurzel oder über einen Stein gestolpert wäre, wobei sich das Gewehr entlud? In der Diensthütte müssen aber auch die braven, die ehrlichen Kameraden wohnen; die werden die dunkeln Flecke aus der Diele anstarren und denken: Taherin hat sich der Forstgehilf Fischhaber erschossen. Das ist noch von seinem Herzblut. Warum er sich erschoß, weiß niemand." Aler sie werden des Nachts von ihm träumen und trotzdem sie beherzte Männer sind, wenn sie können, die Hütte meiden. Ja, so wird s kommen. Wenn es aber so kommt, so ist das noch lange nicht das Ende. Gerade, weil man anfangs nicht weiß, warum der bluijunJe Mensch sich eine Kugel durch den Kopf jagte, wird man nachforschen, bei allen Leuken nachforschen, mit denen er in irgend einer Beziehung stand. Auch an das Midei wird man kommen. Wird die nun schweigen oder reden? Wird sie nicht hinausschreim müssen: Ich hab' den Menschen auf dem Gewissen! Durch mich ist er in den Tod getrieben worden, weil ich eine Schlechtigkeit von ihm verlangt hab'." Und dann? Dann wird sein Andenken gerade so besudelt sein, als es jetzt sein Gewissen war. Kein Ausweg, kein Ausweg! Nicht einmal der Tod kann ihm helfen. Mit einem Aufstöhnen tiefsten Seelenschmerzes sank Franzl aus die Holzbank neben dem Herde und schlug wie in heißer Scham die Hände vor das Gesicht. So saß er lange. Seine Gedanken verursachten ihm geradezu körperlichen Schmerz. Er wollte sich aufraffen, sich bezwingen aber sie liefen immer wieder im selben Rinae. Die Witterung hatte einen raschen Umschlag erlitten, wie das oft in den Verqen vorkommt. Schwarz kamen d:e Wolken über das Gebirge und legten sich m dicken Schwaden an die Sckron und Steilwände. Kein Laut in der ganzen Natur, als ein fernes, leises Dröhnen: das Gestöhn des Sturm windcs, der schon hoch oben um die Firnen und Kuppen brauste. Unten regte sich noch kein Blatt. Aber nicht lange dauerte diese heimtückische Ruhe, da begannen die höchsten Wipfel der Fichten leise zu erzittern, die Spiken der Buchen bewegten sich unruhig und unregelmäßig; oft wurde nur ein kleines, nzelnes Aestchen ge schüttelt. Auch das erstarb wieder und eine athemhemmende Schwüle lag über dem Walde. Plötzlich sauste es heulend von den Schrofcn Nieder. Einzelne Wirre! winde fuhren in die Fichten, hoben kleine Holzstücke und dürre Blätter hoch über deren Spitzen und ließen sie nachlässig, wie weggeworfenes Spielzeug wieder fallen. Dann aber brauste der Sturm mit gesammelter Kraft majestätisch daher, bog die Bäume, daß sie ächzten und krachten, warf mit Wucht die dürren Aeste herunter, dan sie splitterten. .uns fegte mit gewaltigen Stoßen die UJra ben und SÄlünde. Düster blickte Franzl in diesen Aufrühr der Elemente; wie ein ihm Verwandtes empfand er den Sturm. Da traf sein Auge einen Baumstumpf, der vielleicht fünfzehn Schritte von der Hütte entfernt war. Auf dem Stumpfe saß eine weibliche Gestalt, fest, wie fröstelnd in einen braunen Lodenmantel gewickelt. Nur ein Theil deZ bleichen Gesichtes und ein Paar schwarze Augen die sich heiß auf ihn gerichtet hielten, waren sichtbar. Zu jeder anderen Zeit würde er von einem solch unvermutheten Anblick überrascht gewesen sein, heute, hatte er nur ein dumpfes Staunen dafür, das ihn selbst an seinem Sitze festhielt. Den Blick konnte er aber doch nicht davon wenden. Ein langes gegenseitiges Anschauen unL, Schwaigen. (Fortsetzung folgt.)
lf? vandalia Abgang St. LouiZ Spcl., ttzl s d.. 1 503at Tapilal Exprek tägl t d. 7 05 3a St Louiö Ac tag! ........ 7 30Lm Efsingham Acc, nur Sonnt. . 7 30Vm t sutö Ltn taglt d 6z blO 30öni Ch St L Ezpreß täglich d s.12 S0m Vom Erpreß tägl .. 1592 r y & CZftngysm Aee tägl. i 00 Nm t L ffaft Mail täaliS... 8 lOBte St Louis Svecial täaliö s..li Vincennes airo & vineen Expr täglich 3 050 3ft M fS r 1 f T -m n. kenne, szprep iagt...12 aoxrn Oa rv r - w m w Vseacer grency na ne, kg: 4 öö?tm
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