Indiana Tribüne, Volume 29, Number 280, Indianapolis, Marion County, 20 July 1906 — Page 4
Jndtana Trihüne, 20. Juli 1900.
Indiana Tribüne. Htraulztzedea von Itt Guttatet a 8s. Indianapolis, Ind.
garry O. Thudium Präsident. VeschäftSlocalt ßo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. EnUr..' Rt the Port Office ol Indiantpolii , ccond ditc inttter. Das nordwestliche Kanada Von der außerordentlich schnellen Entwicklung deS kanadischen Nord weftenS ist jetzt in allen Zeitungen zu lesen. Der Aufschwung scheint sich schneller und in größerem Umfange zu vollziehen, als seinerzeit der der Dako tas, als die wunderbare Fruchtbarkeit der das Land bedeckenden mächtigen Humusschicht bekannt wurde. In grö ßerer Zahl a( damals nach den beiden Tenifomisjnxmsti jetzt die Einwan derer, darunter maffenhafl aus den Ver. Staaten, in die Provinzen jen seits von Winnepeg und in den östlichen Provinzen befürchtet man bereit, daß sich das neu besiedelte Gebiet nicht nach kanadischer Form entwickeln könne, das heißt nicht in den dominialen Tradi tionen englischer Loyalität, sondern von amerikanischem Geiste derart erfüllt werde, daß die Zeit nicht allzusern sein könnte, wo sich die Gleichartigkeit der charakteristischen Eigenschaften in einem Gravitiren nach den Ver. Staaten be husö politischer Gemeinsamkeit mit dem selben kundgäbe. Wie eZ sich damit verhält, müssen wir der Zukunft zu entscheiden überlassen. Von amerikanischer Seite läßt sich nur sagen, daß man hier nicht auf diese künftige Gestaltung brennt; aa tiren wird man nicht für einen An schluß, wie das noch vor etwa fünfzehn Jahren diesseits und jenseits der Grenze der Fall war. Hier begnügt man sich mit der Sicherheit, daß die wirthschaft lichen Interessen der" beiden Nachbar länder mit der Zeit sich doch immer mehr einander nähern müssen, so daß man auf die politische Illusion schon verzichten kann. Aber ist die Entwickelung auch wirk lich so großartig? Diese Frage wird von einem englischen Fachmann aufge worfen, der kürzlich eine Studienreise durH die Gebiete diesseits und jenseits der Grenze gemacht hat. Er behauptet, daß da viel mehr Schein als Wirklich kelt vorhanden ist, mehr spekulatives Element mitwirkt, als sich auf der Ober fläche zeigt. Thatsächlich habe man eS mit einem Boom" zu thun, wie man mit solchen in den Ver. Staaten reich lich Erfahrungen gehabt hat. Der Ge wührZmann meint, die Landspekulan ten seien m nicht aerinaem Theile als Sauerteig dieses Aufschwunges zu bj trösten. Ais Beweis oafur luvrt er an, daß soviel Land aus Abzahlung gekauft wird. Landgesellschasten kau fen eS auf diesem Wege von den ursprünglichen Eigenthümern und schla aen eS dann weiter an Ansiedler oder andere los, die es ebenfalls auf Zeit" nehmen, vielleicht um es selbst zu kulti Viren, oder aber eS wieder, nach theil weise begonnener Kultur, auf Andere abzuladen, die dann zusehen mögen, ob eS ihnen, gelingt, den aktuellen Werth zur Höhe des WasserftandeS hinauszu bringen, wie daS bekanntlich heute noch die Aufgabe vieler Korporationen, be sonders der Eisenbahnen und Trust gesellschaften ist.. Die Kanadische Pacificbahn hat Land zu verkaufen.so auch die Hudson Bai Gesellschaft. Die kanadische Regierung verfügt über immense Ländereien. Käu fer dafür zu finden, ist allen gemein same Aufgabe und deshalb meint der Sachverständige, daß die zur Zeit so lebhast betriebene Anfiedlung in gro ßem Maße künstlichen Ursprunges ist. daß ohne den inszenlrten Boom bei weitem nicht so viel Land aufgenommen werden würde, als geschieht, daß hier auf ein Zusammenbruch kommen müsse, bei dem der letzte bona fide Käufer als . das geschorene Lamm auf kahler Weide hängen bleiben werde. Der Mann mag recht haben. Ohne Zweifel ist bei den massenhaften Land kaufen viel Spekulation thätig. Wo fände man sie nicht, wenn sich günstige GeschäftSgeleaenheiten bieten? Der professtonelle Boomer mag auch in den kanadischen Provinzen am Werke sein. Indessen, wenn man von den großen Emten lieft, von den zahlreichen Far meru, die mit Hab und Gut nach dem neuen Gebiete ziehen und von dem gro ßen Absatz landwirtschaftlicher Maschinen dorthin, wird man doch berechtigt 'fein, einen soliden Untergrund der
Entwicklung anzunehmen, der eine sichere Zukunft verspricht. Der pesfi miftische Beobachter wird Wohl man cherlei Grund für seine Behauptungen gefunden haben, der Optimist freut sich der Gelegenheit neuer Hoffnungen für die Zukunft. Auswanderung nach Kanada.
Die Auswanderung von NebraSka, Iowa, Wisconsin, Illinois und Minne sota nach dem benachbarten Kanada hat einen solchen Umfang angenommen, daß speziell in Minnesota diese Ange legenh:it an Wichtigkeit alle anderen größeren TageSsragen in den Hinter gründ gedrängt hat und man nach Mitteln Umschau hält, um dem Exo duS, durch welchen speziell die Land Distrikte entvölkert werden, einen Damm entgegen setzen zu können. Daß sich auch die Politiker dieser Frage bemäch. tigt haben, ist nur natürlich, und so wurde denn der republikanische Gouver neurS. Kandidat Albert S. Eole von Minnesota unter der Verpflichtung no minirt, die Auswanderung nach Ka nada möglichst zu verhindern und dem Staate die Arbeitskräfte zu erhalten. die zum Gedeihen des dortigen Acker baueö so nothwendig sind. Ein langer und dicker Stock wäre angebracht, um die ruppigen central amerikanischen Republiken zur Ruhe zu bringen. Im Thaw'schen Mordprozeß wird der öffentliche Ankläger jedenfalls leinen leichten Stand haben. An seiner Mutter und an ihren Dollars hat Harry Thaw mächtige Bundesgenossen gefunden. Tom Taggart will nächstens ans den Stump gehen. Hoffentlich vergißt er nicht den Knobelbecher und die ande ren zur Gämbrfrf" gehörigen Para phernalien mitzubringen, damit'S nicht an Unterhaltung fehlt. König Friedrich August von Sach fen muß in einem Punkte wenigstens zu den verständigsten und aufgeklärte ften Fürsten seiner Zeitt gerechneter den, denn, obgleich Soldat mit Leib und Seele, ist er doch ein abgesagter Feind des Duells. Ein Ehebruchöduell in der sogenannten feineren Gesellschaft gab ihm neulich Veranlassung, in ei nem kleinen Kreise von Ossizieren zu erklären, er verabscheue den Zweikampf ebenso wie sein verstorbener Vater, Kö nig Gearg, und er werde stets das Seine thun, den mitteralterlichen Schutt aller veralteten Standeövorur theile beiseite räumen zu helfen. Man sieht, schreibt dazu ein Berliner Blatt, daß der Kreis der Duellgegner in der besten und vornehmsten Gesellschaft Deutschlands immer mehr anschwillt. Wenn die Aeußerung König Friedrich Augusts thatsächlich so gefallen ist, wie berichtet wird, so hat sich der Monarch um die Sache wahrer Ehrenhaftigkeit und Sittlichkeit ein großes Verdienst erworben. Jleisch Prozess: in Polizei gericht verschoben. Die neben den im Kriminalgericht schwebenden im Polizeigericht anhängig gemachten Prozesse wegen Verkaufs von .gedoktertem- Fleisch gegen die Flei scher Walter Williams, Jacob Krae mer, Harry Bills, Frank Schueßler, Otto Boettcher und Edward Raymond wurden gestern zur Verhandlung auf gerufen. Da jedoch der MatzkeProzeß im ttri minalgericht nicht den Erwartungen der AnklageBehörde entsprechend ausfiel und deshalb das Resultat eines zweiten Prozesses abgewartet werden soll, wurde die Verhandlung gegen die Oben genannten auf Antrag der städtischen GesundheitSdehörde, auf deren Betrei ben die Anklage erhoben wurde, bis zum 13. September vertagt. Sollten die Geschworenen in einem weiteren Prozesse im Kriminalgericht zu der Annahme gelangen, daß So dium Sulphit kein Gift ist. so wäre auch gegen die im Polizeigericht beschul digten Fleischer kein Grund zur An klage vorhanden. Der Neger George Warfield, 26 Jahre alt, 440 Eora Straße, wurde gestern von den Geheimpolizisten T l gan und tturtz hinter Schloß und Ale gel gebracht, da die Polizei vermuthet, daß er tn einer anderen Stadt wegen BummelnS und Betheiligung an eine ; Schlägen! gewünscht wird.
Grundeigenthums Nebertragungen.
Thomas M. Ruft an Gordon E. Dickson, Lot 25, Ällen'S :c. Nord Addition, 40 bei 155 Fuß, verbessert. Westseite von Delaware Str., nördlich von 17. Straße. $5000. Harry I. Milligan an Harry M. Johnson, Theil des nordwestlichen Viertels von Sektion 24, Township 16, Range 3, Center Township, $2581.30. Derselbe an denselben. Theil dessel ben, Viertels und derselben Section, $2446.21. LewiS Wallace, Receiver, an Conrad JenningS, LotS 33, 40, 49, 55, 57, 61, 77 und 86. Northern HeightS Add., 50 bei 132 Fuß jede, vacant, an Ruckle Str. und Central Ave., nördlich von 40. Str. $2620. Sarah E. Ryan an Ella Thurfton, Lot 83, ttletcher's Woodlawn Add. 40 bei 187 Fuß, verbessert, Südseit Pleasant Str., westlich von Laurel 62700. Edwin I. Armstrong an Sallle L. Williamson, Lot 111, Keystone Park Add., 40 bei 146 Fuß, vacant, Nord' eite Congreß Äve., östlich von Cliston Straße. $700. George F. McCulloch an Efta F. Culbertson, dasselbe Eigenthum. $1, 350. Frederick A. Likely an Jra D. Lam bertson, Lot 7, OSgood'S Washington Boulevard Add., 50 bei 131$ Fuß, vacant, Oftselte von Delaware Str., südlich von 33. Str. $1,750. Indianapolis Really Company an Philip Kiley, Lot 9, Bruce'S Subd. Theil von Bruce Add., d0 6el 182 Fuß, vacant, Ostseite von Central Ave. südlich von 24. Straße. 82,000. Joseph W. Buchanan an Arthur V. Brown, westliche Hälfte von Lot 9, Outlot 64, 17.6 bei 186 Fuß, ver bessert. Nordseite der Washington Str. östlich von Liberty Str. $3.875. Samuel D. Gibfon an Arlington L. Binford, Lot 143 in Bradley u. A. Oft Washington Str. Add., 37 bei 183 Fuß, verbessert, Westseite der Denny Str., südlich von New Aork Straße. $1,100. Leatha M. Paddock an Louise M Closser, Theil vom nordwestlichen Vier tel von See. 24, Tp. 16, : Range 3 in Center Tp. $1,200. Alice H. Heath an Hugh H. Hanna, Lot 7, Ray'ö Subdivision, Theil von Lot 1, St.' Clair'S Addition, des 165.3 Fuß, Verb.. Westseite der Penn sylvania Str., südlich von 17 StraßeI $5500. John W. De BuSk an Edward L. Donahue, Lot 185, Allen Boot'S Nord Addition, 40 bei 156 Fuß, Verb.,' Ostseite der New Jersey Str., nördlich von 17. Str. $5000. Susan E. Howe an Maurice I. Barry, Lot 23, Miley'S Addition, 40 bei 160 Fuß, Verb., Nordseite der Mc Cormick Str., westlich von Miley Ave. $900. PreZley O'Colliver an Quinton Broadftreet u. A.. Lots 15 und 40, Highland Place Ado., 30 bei 150 Fuß jede, östliche Seite von Highland Place, südlich von 21. Str. $6000. Frank H. Wheeler an Ella R. Wil' son, Theil vom nordwestlichen Viertel, Sect. 24, Township 16, Range 3, Center Township. $3500. Reason D. Sanders an William Ei Stevenson u. A., Theil von Lot 23 in Young'S Subd. und Outlot 180 und angrenzend, 40 bei 180 Fuß, verbes sert, südwestliche Ecke 10. Str. und Paek Ave. $3,000. Reinhard Krebs an Charles Cole, Jr., nördliche Hälste von Lot 17 in Sa?. 3 in der Southeastern Add., 33 bei 181.6 Fuß. Westseite der Linden Str., nördlich vot. Cottäge Avenue. $953. Susan E. Howe an Charles L. Varrtz, Lot 27. Mlllevs Add., 40 bei 100 Fuß, nördliche Seite von McCor mick Str., westliche Seite von Miley Ave. $900. John Frelberg an Myrtle A. Red ding u. A., Lot 5, Schuman'ö Park Place Add.. 35 bei 170 Fuß. nördliche Seile von 27. Str., wtftlich von Jlll nois Str. $2400. Ella JoneS an Charles C. Perry, südliche Hälfte, dieselbe Lot. $1.600. George 23. Pottor an Denselben Lot 6. dieselbe Add.. 40 bei 209.6 Fuß, verbessert, Westseite MillS Str., süd lich von 19. Straße. $1.900. JameS H. Adlson an Denselben, nördliche Hälfte, Lot 7. $1,600.. Central Trust Co., Trustee, an die Indianapolis SavlngS & Jnveftmen Co., LotS 43 und 155, Block 2, Nord Brookefide Park Addition, . 40 bei 135 Fuß jede, vacant, an Adams und La
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Was die NATIONAL BISCUIT COMPANY bedeutet Die wissenschaftliche, neuaufgebaute Vack-Jndustrie, wodurch die Güte und der Nährwerth von Biscuit und Crackers wunderbar erhöht werden. Die neue Methode der Vorsicht, durch welche aller Staub, Schmutz und Feuchtigkeit vollständig vom Packet ferngehalten werden; Frische und Güte des Inhalts aber in vorsichtigster Weise bewahrt bleiben. Dies ist die Schutzmarke welche m roth und . weiß an jedem Ende des Packcts m ersehen r X fi 1 t . y . I .
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Salle Str.. nördlich von 20. Straße. 8550. Elizabeth H.Trenck an Amelka Selb, westliche Hälfte von Lot 2, Harsch's Addition. 50 bei 200 Fuß. verb., Nord, seite der 30. Str., .westlich von Senate Ave. $4250. Unfalls. Wm. Hanamy, 44 Jahre alt, 50 Süd West Straße wohnhaft, wurde gestern bei der Arbeit an einer Eiser. brücke in der Nahe von Bateöville, Ind., verletzt. Der Verunglückte war beim AuSgraben beschäftigt, als sich plötzlich die Erde über ihm lockerte, und aus ihn herabstürzte. Fast eine Stunde lag der Verletzte im Wasser, bevor er gefunden wurde. Derselbe wurde mit einem Zuge der Big 4 Eisenbahn znr Stadt gebracht, worauf er in der städtischen Ambulanz nach seiner Woh nung gebracht wurde. Anna Rose, 37 Jahre alt, 107 N. New Jersey Straße, fiel gestern an der Ecke der Meridian und Washington Straße von einer Straßenbahn -und zog sich eine Verletzung am Knie zu. Sie wurde in dem städtischen Ambu lanzwagen Inach ihrer Wohnung trans portlrt. Der Neger Wm. LucaS, 79 Jahre alt, 343 West 12. Straße, stürzte ge. ftern von einer Northwestern Avenue Straßenbahn, wobei er sich die Schul ter verrenkte und mehrere andere Ver letzungen zuzog. Der Verunglückte wurde von der städtischen Ambulanz nach seiner Wohnung befördert. Rene Inkorporationen. Die folgenden neuen Gesellschaften ließen sich beim Staatssekretär inkor. porlren: Die Farmers' Mutual Telephone Co.", Moorefield. Ind., Capital S5000; Direktoren, Clarence B. Cot ton, Scott Danner. John M. W. Riley, Cyrenius W. Brown, George W. Sharp, JameS H. Crandall, A. K. Smith. Royal Club Association", Terre Haute; Direktoren, Jsseph BurnS. Jay Aarrett, John Miller und William Retz. Jr. MatthewS Commercial Club", MatthewS, Ind., Capital 510,000; Direktoren, Octave Jacqmain, Ire mont Wllson, Luther C. Harris, R. I. CairneS, Ccesar Deffy, Charles DaviS, Joseph Smiley, nfon WeeZ. ner, Evert W. Trook. Mexico German Baptist Church", Mexico, Ind.; Jncorporatoren. Frank FiNer. Jrvln Fisher, SllaS T. Fisher. John F. Apple. ' Achtzehn Kilometer von Rom an der V:a Salana wue em Denkmal aus den Zeiien der xcmx sehen Republik ausggraben. Es .hat die Form emesPortalS. dessen Durch messer 34 Meter und dessen Höhe vier Meter beträgt. Das Bauwerk ist aus Travertiner Blöcken hergestellt.- Der an Ort und Stelle gesandte Regle rungscommissär vermuthet, dak daS grandiose Portal ein Denkmal für die Gefallenen in der Schlacht bei Allia (13. Juli 390 v. Chr. gegen Brennus) ist und auf dem Schlacht feld selbst errichtet wurde, da es sich aanz in der Nahe des Alliaflusseö be finper",' der' heute Fosso della bettina jttßl. ; .
ist. &te Dient als Bürgschaft für die Quali-täts-Vorttefflichkeit des Gebäcks, und für die äußerste Sauberkeit der Verpackung. Man versuche z.V. GBAHA1I CBACKEBS-fo ganz verschiede von den gewöhnlichen Graham Crackers verschiedenartig ge, fitfcnT"rant)etÄ von Geschmack anders verpackt. Ja, auch lchmackhafter. zufriedenstellender nahrhafter. Sie werden aus dem besten Weizenschrormehl zubereitet und tn einer Weife gebacken, wie eS ruu die National Biscutt Company" zustand ormgen kann.
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Rundfahrt... Spezialzug. Verläßt Indianapolis 7 Uhr Vorm. Retoursahrt Cincinnati 7 Uhr Abds. Edelsinniger Ausflugl e r. Auf einem Kölner Bahnhöfe wurde einer armen Frau, die mit zwei i Kinderchen eingetroffen war, um nach ! Belgien weiter zu fahren, das Portemonnaie mit ihren einzigen Mitteln gestohlen. Die Frau weinte und klagte. Plötzlich trat ein Herr an. die Bestohlene heran mit dem Bemerken, er habe vorgehabt, einen Ausflug zu machen; das dazu bestimmte Geld sei aber desser angebrocht,, wenn er es der bestohlenen armen Frau gebe. So, Frauchen," bemerkte der Mann, indem er der Frau ein Zwanzigmarkstück überreichte, fahrt Ihr nach Belgien, und ich gehe wieder heim. Renitenter Assessor. In einem Prozesse wegen ZollhinterZiehung rn Mulhausen, Elsaß, wurde als Vertreter der Zollbehörde ein jugendlicher Assessor vernommen. In gleicher Sache hatte ein älterer Zollsekretär vom deutschen Zollamt in Basel auszusagen, der nicht in Uniform erschien. Während der Verhandlung stellte nun der Assessor den Sekretär Hierwegen laut $ur Rede, in dem er dem Gericht den Rucken zuwendete. Trotz der Ermahnung des Vorsitzenden fuhr er in der störenden Unterredung fort, und als er deswegen gerügt wurde, verwahrte er sich dagegen. Das Gericht erkannte gegen den Assessor wegen Ungebühr auf 50 Mark Geldstrafe. Arsenik stakt Natron. In einem Gasthause zu Apfelstedt. Thüringen, waren an emem Tage, auker dem Wirthe, fünf Gaste anwesend. Der Wirth, dessen Frau verreist war, kochte für stch Erbsensuppe, welcher er etwas Natron zusetzte. ' Bald nach dem Genuß der Mahlzeit, an welcher sich auch die fünf anderen Personen betheiligten, stellten sich bei allen Erbrechen und Uebelsein ein, und im Laufe des Nachmittags starben die Landwirthe Härtung und Ritter. Bei der elsbald vorgenommenen Obduktion ergab sich, daß der Wirth aus Versehen dem Essen, statt Natron, Arsenik zugefügt hatte. Der Wirth und die drei übrigen Gäste schwebten in Lebensgefahr. Wegen Eiöesverweiger u n g b e st r a f t. In einer Ge--richtsverhandlung in Hamburg verweigerte ein Zeuge als Atheist die Eidesleistung; er wurde zu den Kosten der Verhandlung und 50 Mark Geldstrafe verurtheilt und gleichzeitig wcgenZeugnißverweigerung in Zwangshaft genommen. Auf- oder Durch liegen. Bei langer Krankheit entferne- man die Federbetten und lege unter das Bettiuch ein Fell oder weiches Leder. Die Stellen des Körpers, welche dazu neigen, muß man öfters kühl abwaschen; auch kann man als Zusatz zum Wasser Essig oder Citrone nehmen. Die wunden. Stellen suche man vor Druck zu bewahren, indem man einen Gummiring darunter lest und zwar so. daß die Wunde rn die Höhlung des Ningcö paßt. Dre Wunden spüle man tag lich drei- bis viermal ab und bedecke sie in der Zwischenzeit Mit Kokosnußbut ter und einer den. ganzen Wrpertheil bedeckenden Packung, welche öfter ge wechselt werden muß.
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