Indiana Tribüne, Volume 29, Number 279, Indianapolis, Marion County, 19 July 1906 — Page 7
Jndiana Tribune 19 Juli 190G
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In den Abgrund $ l 0 m a n von Adolf Htt KCK)-K!0CK(X (Fortsetzung.) tt TTrtrri nurr VniiffcTT MrnJmrA Ins Wtt Trmtm trhnh st sm??f?illig der Zigeuner. Er sah sein Ziel ooi s'ck. aber in versSwommenen Umrissen Wüh itnh meitt f Afrbhfe er stA nat dem Hofe zurück. Dort empfing ihr heller Jubel. Der Herr war noch nicht heimgekommen, und deswegen tollt! h3 TUtt' Nolk na Herzenslust. Sik merkten 'kaum, daß der Geiger nachlassig und zerfahren spielte; darauf kam e? ihmn in nickt an. wenn man mit darnacki tanzen konnte. ysn Wem feblte es nickt, und allseitiz wurden den Krügen fleißig zugesprochen. Zu Janosch hatte sich ein junqel Nuri'cke gesellt, der wobl selbst die - I - 0-1 ' , Geige zu handhaben pflegte und nun aufmerksam Griffe und Spiel des Meisters verfolgte. Er tanzte wenig und hatte deswegen mehr Zeit zum Trinken. Bald bemerkte Janosch, daß der Bursche ansina. mitteilsam zu werden, und nur hielt er es an der Zeit, auf Umwegen mit seinen Fragen herauszurücken: - Ist Herr Deiniges verheirathet? meinte er so nebenhin. . Der andere machte ein schlaues Gesicht, zuckte die Achseln und sagte: Davon spricht man nicht gern." Janosch wartete geduldig die Wirkun.1 eines weiteren kalben Krua Wcines ab. bis er wieder fragte: Hab ich gesehen Tuch von Zigeunermadl. was ist aus dem Fenster gehanaen. Hat er Zigeunerin bei sich?" er Nurscke nickte und raunte dem Janosch in's Öhr: J ' .. .' I Bruder! Ein sehr schönes. Abn trnlh tote eine jtcfcc. SSat Nel! aebraucht, bis sie zahm war! Jetzt, jetzt m m I tjt Ite gut. dauert Mich, das arme Madl! 'Sieht fein aus und hat wohl viel aushalten müssen, bis sie willig war. , wie gut haben's die Herrn! Fanaen fi ein sckones Madl. sverren ue ein, bis sie zahm ist und leben dann sc lultia wie die Enael im Simmel. .Wenn ich nur auch so ein Herr wär' nur ein Jahr lang!" Der Bursch prallte zurück; die Auaen des Slowaken brannten in so wildem Feuer, daß er glaubte, der andre sei närrisch geworden. rv, . . n rrv.. V . VI ja, was qai ju oenn, namcravz Sckaust mick an. als ob iü Dir Dein Madl genommen hätt!" O 7:,, SCl f Erraff inS I 'cct 0lacuuti lut)iC llu7 lyiin uu. 1 gewaltsam. Ach was! Dummes Zeug. Hab ich nur aedackt. könnt einem auch vassiren. Herren haben Geschmack verfluchtiges und fragen Nicht lange nacy arme Äurschen." er iunae Unaar batte sich wieder beruhigt und langte nach dem Kruge,
Weißt Du, Bruder, wenn das um Roßhirten und dess yund angefreunpassirte, ich wüßt nicht, ob so ein det zu haben. Daöei erfuhr er von Mensch lebendig blieb, obgleich es eine dem geschwätzigen Menschen, was er Sache ist, wenn dann der Mann in über die Eigenschaften der Pferde zu Arad einem die Schlinae um den Hals wissen nötbia batte. Er konnte also
legt." Er machte eine schaudernde Beweauna mit dem Halse, als ob es bereits so weit wäre, dann mischte er sich unter die Tanzenden, wie um sich gewaltsam diese Gedanken zu vertreiben. Der iunae Bursche hatte wohl auch einen schönen Schatz, für den er bangte. Bis tief in die Nacht währte das Tanzen und Trinken. Janosch erhielt r.' n f JC . ...u.!. icxix Jiagcc in ciucc otycuuc uaytunc fen. Und er wartete. Es mochte zwischen ein und zwei Uhr Morgens sein, da stieg er. gewandt wie ein Baummarder zu einer' Luke hinaus, weil er durch das Knarren der alten Thüre kein Geräusch machen woÄte. Unweit des HofthoreZ hatte er unter Tais eine Leiter bemerkt, welche der Gärtner zum Pflücken von Spalierobst verwendete. 'Wenn er sie an das Haus stellte, mochte sie gerade so hoch reichen, daß er in das Zimmer des ersten Stockwerkes, an dem das bunte Tuch gehangen war, hineinsehen konnte. Er ergriff die Leiter - ein leises Geräusch entstand - an den Ställen schlug ein Hund an. Athemlos lauschte Janosch. Wird er entdeckt, hält man ihn für einen Dieb. Aber das Thier beruhigte sich bald. Auf bloßen Füßen, so leise, daß er seinen Tritt selbst nich? hörte, schlich nun Janosch im iiefschwa?zen Schatten der Mauern gegen das Herrenhaus. , .n., IX c nJ
merkt. bÄd lag die Leiter unter dem- lZe Mache und dars,r,n nur L hm ttxnn nickt obn. auf sch.echt behandelt woiden.
selben, aber auch das ging nicht ohne Geräusch vor sich. Wieder bellte der Hund, aber diesmal heftiger und anhaltender als zuvor Nach einer Zeit hörte man die schel tende Stimme eines Knechtes, dem die Störung zu viel geworden war. und der derselben im Interesse seines Schlafes ein Ende machen wollte. Mit einem Schmerzensaufschrei fuhr der Hund, der jedenfalls emen derben Schlag tx halten hatte, in seine Hütte Für Janosch war es ein Glück geWesen, daß der Mond von dunkeln Wolken bedeckt wurde. So lag auch h2 Rtfrinfiniiä in CrbrtHnT fT V"l uaj fcjv ,..".., h't sich auf die Erde geworfen und stn hit Wrti!?r srri rff ' .
Hätte der Knecht den Hund losge-
lassen, er wäre verloren gewesen. Von nun ab schwieg der verschuchterte Hund. Er mochte denken: Was geht's mich an. Wenn, Ihr nicht aufmerkjam gemacht werden wollt, so rewacht Euch selbst. sHnrfirFitm rrhrth Feh rtrrnssf nh stieg leise und langsam. Sprosse für Sprosse die Leiter hinauf. Wie er. hfn 9?f f.ft nn hio Wnuir ntbr'ucii mif her stank fnnnl s?kN Ssfffrn nernf 3 Stenst tTTixtktn. Je höhe? er stieg, desto mehr schnürte isim blt furÄtbare Aufreairna. in der er s:sf Mnr.h h? Keble aiifsttnmen. Wenn er auch gewollt hätte, es wäre ihm unmöglich gewesen, einen Laut hervorzubringen. Fast unmerklich beruhtin seine Mnaer das da ins nete sich der nur angelehnte Fensterflügel und ein weißes Frauenantitz beugte s!ck an ihm nieder. Er war also erwartet worden. ..anosck?" flüsterte Marusckka. .n willst mir die Freiheit bringen. Ich werde Dir folgen, doch nicht jetzt und auf diesem Wege. Wir würden nicht über den .fiof kommen, obne entdeckt ZU werden. Denk an die Hunde und Knechte!" Kut': wie Du willst." ab der ?ia I ' . 7 ygeuner zurück. Sein Flüsterton klang rauh und gepreßt. .Sag' mir. wie Du zu diesem Mann in dieses Jm3 gekommen bist'" In fliegenden Worten erzählte ihm Maruschka ihr Geschick. Sie verschwieg ihm nichts. ' Kannst Du schwören, daß Du die Wahrheit sprichst?" flüsterte Janosch drohend. .Lei den Gebeinen meiner Mutter! Nachdem Du nun alles weißt, willst Du mick nock retten?..." klana es halb bittend, halb trotzig zu ihm nieder. Der Zigeuner kämvfte bei den Worten Maruschkas einen furchtbaren Kampf mit sich selbst. Er hatte einen Auaenblick. wo er nack dem Messer faßte, um es dem verlorenen Weibe in's ' " ' . . . I Herz zu stoßen. Tann aber wirkte die mate der so nzadnsinni Nenekrten derart auf ihn, daß er zitternd den Stahl 1 fl - .r m in cie scheide zuruaschOO und wie irr vor sich hinmurmelte: Nein, nern! nicht jetzt! jetzt kann ich nicht." Aber fort mußte sie von hier; der Mann dürfte seine Hände nicht noch einmal nack idr ausstrecken. Aber wie? Den Weg mußte ihm Maruschka zeiaen. Sie batte sich ihren Blau bereits ausgedacht. Janosch hatte nur für Pferde zu sorgen und damit im Parke. dessen Tbür stets offen stand, moraen von Mitternacht ab zu warten. Zugleich reichte sie ihm einen kleinen Pack !i , V an" . mir icivungsnuaen. Der Äiaeuner war damit einverstanden. Die edelsten Pferde befanden sich ln:t SP GCP ! ftuvtaf CZ- I umt;cii kvs yut 111 cuici Vil 1 müßte nicht dem braunen Volke angHort haben, wenn er es schwer gefunden hätte, ein vaar der besten zu steblen. Die weibliche . Gestalt verschwand, Janosch glitt lautlos zur Erde und brachte die Leiter wieder an ihren Vlatz. Nack Sonnenaufaana brack er auf, nicht ohne sich vo- ,:r noch mit dem seine Auswahl treffen. Dem Hunde steckte er ein Stück Brot in's Maul, das er-vorher präparirt hatte. Ein Mausfallcnhändler führt ja stets Arsenik mit sich, um Mäuse und Ratten zu vergiften. Er bemaß die Menge so. daft voraussichtlich das Thier erst am Abend oder in der Nacht verendete. Hielt dieser Wächter die Augen zu. vor dem menschlichen hatte er sich nicht zu y i v i.YI.C XTjc n.l ..t yuicicn, uznn uct üciiicjj iuj licia au seinen Hund und schlief wie ein Murmelthier. Nemzek war anderen Tages in der besten Laune, denn Maruschka sagte ihm. daß sie sich nicht länger sträube, an dem zu erwartenden Gelage theilzunehmen. Der Unaar hatte darauf gemeint, so vernünftig hätte sie schon gestern sein können, dann wäre ihm und ibr eine unangenehme Stunde erspart geblieben, Nun solle sie sich bis acht Uhr bereit halten, denn bis dahin käme.i di: Gäste. .Warum bist Du heute so bleich? . ... t vm ? Lege n n 8tot $ aus. Man soll JfL1 5 X"J "'hr noch zu. als er Nch wieder ent ernte. M&nifchta hatte sich den stärksten Zwang anthun f.lf. scheinen Das Gelingen 'hr luch war mcht , unmog I ch, ab r d grnng ste Kleinigkeit konnte es zum Scheäern Tzxuiairll Vc Fluchtversuche gemacht und eben o o i Diesmal lagen die Dinge anders. Sie waren zu zweien, hatten Pferde lauter Umstände,- die vorher fehlten. Ihr Plan war einfach der: Sie wollte möglichst unauffällig ar ccr.r R.ifimi Ts crn. vct llJCUlltWUltlU -ÜU -JUilUCll ton seinen Seinen und Champagne! r,r,J, ..n hr,,nr -s f?n dauern, daß männliche und weibliche Gäste - wie es der Brauch ist - tnent IV V VV'V r V p V VV oder minder schwer ietrunken' sind, Nwürde wm. XMÄSS m..?;,.,. h Wohnraume zene benutzen. . f , Or, ; v. M V B8 " Uw iiDi bD Q.rlUU
spielen, wenn ihr hier jemand im Wege
wäre, da die Hausoienerschast in der Küche und beim Serviren beschäftigt ist. Dort, unter den dichtbelaubten Ulmen, wartet Janosch mit den Pferden. Waren diese gesattelt oder nicht, als ungarisches Zigeunermädchen machte sie sich darüber keine Gedanken. m tr . . r.i v - . r.. js. 1 la Als sie vermißt und gesucht wnd bis die Nachforschungen sich über das Haus hmaus erstrecken bis dahin war ihr Vorspruna so groß, daß sie nicht mehr eingeholt werden konnte. Ist erst Szegedin oder eine andere Stadt erreicht. 1 war 1 uwioaupi vor auen ucniuu akten geschützt. Das abendliche Fest verlief in der herkömmlichen Weise. Zuerst benähmen sich Damen und Herren anständig und gemessen wie vornehme Leute. Als aber der Wein seine Wirkung äußerte. was zuerl cei oen tarnen lieg zu ich nen gab. wurde der Ton äußerst unge gebunden. Gewagte Witze und Scherze zagten sich: mehrere der Madchen wech selten ihre Kavaliere, was diese weder übel nahmen, noch daß sie die geringste Eifersucht zeigten. . Maruschka war angeekelt von diesem wujien reiven. öic iicb es mo avn nicht merken und Nemzek war deshalb sehr zufrieden mit ihr und stolz auf . r, ?, . ? t'.r. .r r. JL fr, denn das schönste der Mädchen beB öocy er. Mitternacht war schon vorüber Maruschka verzehrte sich vor Ungeduld. denn die Gelegenheit, sich zu entfernen, wollte sich immer noch nicht zeigen. Schon den ganzen Abend hatte sie bemerkt, und es war ihr sehr aufgefallen. daß die Herrn Nemzek immer Niamizecki nannten. Ein Verdacht, em Mißtrauen beschlich sie. Sollte auch der Name falsch sein, unter welchem sie ihn kannte? Nemzek hatte auf einige Minuten das Zimmer verlassen, um draußen den Dienern Befehle zu ertheilen. Da wendete sie sich an ihren Nachbarn. den schon schwer bezechten Grafen Höis. was es zu bedeuten hätte, daß i . m' . i n . 1 1 m 4 zerren mim$n uaii nci ge vrauaen. Weißt Tu baX nicht, braunei Schatz? Wie lange bist Du doch bei irrn? iEii munt cos tot cn wie er heißt. Dein Herzencrobcrcr und Ee waltb:rr!" cab dieser lachend zurück. Maruschka hatte bin Nemen Nia mizecki nie gehört. Auf der Reise kam st nur mit dem Heiducken in Berühr runz, und hier im tos: war ihr einZiger Umgang eine alte, fast taube Person. ihre Dienerin. Doch, doch!" Scheint mir aber nicht. Niamizeck heißt er. wenn er sich auch Nemzek nannte, als er nach der Revolution in's tVT.. Pf ..S ff'P. " uuouu iuy. Und warum ist er geflohen? t Weil der Meister in Arad für ihn !ti (ArtfftnS f?rti fitlf sftn stn "'" iyuviu wv. vv... dere hatte der Mann schon für seinen aler verbraucht, Ein ' jäher Schrecken befiel Ma ruschka; sie mußte sich an dem Tische aniiammern, i.?ni,i wuroe 11c umgeun ken sein, Graf Höis merkte ebensowenig da von. als die zu sehr mit sich beschäftigte Tischgesellschaf!. Weißt Tu." fuhr er fort, Dr kleine braune Katze, dazumal wurde kurzer Prozeß gemacht drei Generale in Arad gehenkt, zehn erschossen Deinem Schatz, dessen Vater mit des Seilers Tochter Hochzeit machen mußte, blühte es auch und deswegen verduftete er in's Ausland. Ist ihm auch gar nicht übel zu neh men. Hängen oder erschießen läßt sich niemand gern. Aber der Kaiser ist auch gnädig Nach einem Jahre begnadigte er die armen Teufels die in steter Todesangst sat-.lar riM 3rT?afrl n Vrr Sa irX St wvi. uu3wifcvn wunni uuv vu war der Niamizecki. oder wie er abgekürzt hieß. Nemzek. so vernünftig. Dich mit heim zu bringen." In Maruschkas Kopf wirbelten die Gedanken. Blitzschnell hatte sie ihren Entschluß gefaßt und ungesäumt wollte sie ihn zur Ausführung bringen. Niamizecki trat ein. Sorglos mischte er sich in das Gespräch und die Scherze. Plötzlich blieb sein Auge auf Ma ruschka haften, die aufgestanden war und mit drohenden Augen, geisterbleich im Gesicht, ihm entgegenstarrte. Unwillkürlich erschrak er. Was war das, was veränderte das Mädchen so Es blieb ihm keine Zeit zur Frage, emzek. oder Niamizecki. wie Du Du. wer vor Dir steht?" dete sich nach dem Mädchen. denn der Ton ihrer Stimme und Aussehen hatte die Wirkung des ekel. das jene unsichtbare Hand l fe Belage des Nebukadnezar an die Gelage des Nebukadnezar Wand schrieb. Ein Schrecken begann die Gesellschaft zu erfassen; die Ahnung von etwas Fürchterlichem. Ich will es Dir sagen: Ich bin Maruschka, die Tochter des Henkers von Arad, der Deinen Vater mit dem Stricke gerichtet hat. Nun wirst Du mich gehen lassen. Ich glaube nicht. vr. ... fl, X'Aty A 8er. Seltsam m Deinem Hause zu cy .Ä a( Iav r - A-i J fKySÄatStS& des ".!!?, w's.Dchnanvn. uzi egenuer unv loccnuct um.nufn ?nnnt. r011"'"1"1 uuuu uiiyuutu üHatufchla den Saat Detlaffen. ,,,,. V.M W
Im Parke unter den Ulmen hatte
Janosch mit den Pferden gewartet. Vom zweiten Stockwerke, aus den geöffneten Fenstern, drang Reden, Singen, Glaserklirren bis zu ihm. Seme Phantasie malte sich aus, wie es dort oben zuging, und Maruschka war miten darunter. Aber nicht lange mehr! Das war der einzige tröstende Gedanke. Die Zeit verging ihm, weil er zu thun hatte, die Pferde ruhig zu halten, die bereits Zeichen von Ungeduld gaben. Da vernahm er plötzlich die Summe Maruschkas, scharf und schneidend wie von Metall, und er verstand mit seinen charfen Ohren, was sie sagte: Ich bin Maruschka, die Tochter des Henkers von Arad!" Ein Schauder überrieselte ihn. Jetzt oder nie war der Augenblick der Befreiung gekommen. Vorsichtig führte er die Pferde gegen das Haus hinan. Schon nahte sich ihm laufend eine weiße Gestalt, die er alsbald als die Erwartete erkannte. , Athemlos kam sie an: die Aufregungen der letzten Minuten hatten ihre Kräfte fast erschöpft bei den Rossen sank sie zusammen. Janosch schien das Nicht zu sehen. Mit einem Rucke warf er dem Mädchen die Zügel zu. ,Warte auf mich die Rechnung ist noch nicht abgeglichen!" Tann stürzte er davon, denselben Weg. den Maruschka gekommen war. Halb bewußtlos blieb das Madchen zurück. Sie blickte dem rasch Verschwundenen nach, als ob sie gar nicht weiter an die Flucht dächte. Das Verhangniß der letzten Stunde hielt sie noch in ihrem Banne. Sie überhörte den gräßlichen Aufschrei, der in die Nacht hinausgellte und vernahm nicht das Toben, welches darauf folgte. Wie aus der Erde gewachsen stand plötzlich Janosch vor ihr. Fort! Fort!" keuchte er und hob die fast Willenlose auf ein Pferd. Ein Hieb mit der Peitsche und was die Rosse laufen konnten, flohen sie durch den Park und von dort au querfeldein. Verfolgt wurden sie mcht. Die Ueberraschung, als plötzlich die wilde Gestalt des Slowaken im Saale erschien, sich mit einem Tigersprunge auf Niamizecki warf und diesem das Messer in's Herz stieß, hatte viel zu lahmend auf die Menschen gewirkt, die an und für sich ihrer Sinne mcht mehr recht mächtig waren. Wortlos zagten die beiden weiter; der Schaum stand auf den Thieren. aber Janofch trieb sie mit Peitsche und Zurufen zu immer größerer Eile an. Der scharfe Ritt, die kühle Nachtluft. hatten belebend auf Maruschka gewirkt, und sie begann ihre gegenwartige Lage freier zu überblicken. In der Hetze, in der sie über die Ebene rasten, mußten sie ein großes Stück Weg gegen Süden zurückgelegt haben, wie das Mädchen nach einem raschen Blick auf die Sterne erkannte. Sie wendete sich nach den Seiten und rückwärts nn gends war im -klaren Mondlichte ein Verfolger wahrzunehmen. Die Pferd: gaben deutliche Zeichen ihrer Erschöpfuna und es war zu befürchten. daß eines derselben stürze und damit die Flucht aufhalte. Man .mußte die edlen Thiere verschnaufen lassen. Janosch!" Er hörte nicht, sondern peitschte auf sein keuchendes Pferd em. Janosch!" Umsonst, er drängte wie wahnsinnig weiter. Da züaelte Maruschka ihr Thier. das mit zitternden Knieen stehen blieb. Auch davon hatte der Zigeuner nichts gemerkt, sondern war vorbeigeschössen und erst vielleicht hundert Schritte weite? kam ihm zum Bewußt sein, daß seine Vealeiterin zurückgeblieben war. Erschrocken riß er seinen Gaul herum und galoppirte zu ihr heran, die abaesprunam war. Weiter! fort. Maruschka!" stieß er keuchend hervor, drängte sich mit seinem Pferde näher, packte sie roh am Oberarme und wollte sie wieder in den Sattel heben. Die Zigeunerin machte sich gewalt sam los. Was willst Du? Bis der Morgen araut und wir auker aller Wtfnhr ,n Szegedm, wenn wir vernünftig retten. Noch zehn Minuten m solcher Hetze. dann brechen die Thiere zusammen. Wir werden nicht verplgt Janosch lachte schrill auf.' Nach Szegedin! Glaubst Du. ich reite dem. Teufel in den Rachen? Weißt Tu. warum ich nicht nach Szegedin will? Schau her!" Dabei riß er sein langes Messer aus dem Gürtel und hi:lt es Maruschka vor die Augen. Mit Entsenen nabm sie dunkle Flecken an dem Stahle wahr, der im Mondlichte funkelte. Blut!" kam es über ihre bebenden Lippen. Blut. Blut! mein Schatz. 'Rothes, warmes Herzblut," grinste der Zigeuner und wischte das Messer über die Mahne seines Pferdes. Morder! schne caruichla m furchtbarer Erkenntniß d:3 Geschehenen auf und prallte zurück. Mörder? Ja Mörder, wenn Du so willst. Du könntest jedoch ebensogut sagen: Janosch hat mich an dem Manne, der mich verrathen und geschändet hat, geracht. Das würde des
ser klingen. und wahrer . sem ... (Fortsetzung folgt.)
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