Indiana Tribüne, Volume 29, Number 278, Indianapolis, Marion County, 18 July 1906 — Page 6
Jndiana Tribütt, IS. Juli 1906 0
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S. G. Sponstl
Auswahl von Grabsteinen yry 1 . f unb (fr Monumenten gWjl
Europäische Nachrichten. Frovinz Wellpreußen. D an zig. Der Arbeiter Hermann Wischnewski aus St. Albrecht fuhr Mit- demGefährt des Kaufmanns Franz Reichenberg von hier in die hiesige Forst, um Brennholz zu laden. Von dem beladenen Wagen fiel Wtschnewski so unglücklich, daß er überfahren wurde und bald darauf starb. Er hinter läßt seine Frau und meh rere unversorgte Kinder. Alt- Summin. Kürzlich ging über unsere Gegend ein heftiges Ge Witter nieder. Der Blitz schlug in ias Wohnhaus des hiesigen Besitzers Stuschek ein. Das Gebäude brannte vollständig nieder; von dem Jnventar konnte .nur wenig gerettet werden. Graudenz. Kurzlich konnte der Maschinist Ludwig Schmidt aus eine 26jährige ununterbrochene Thätigkeit bei der hiesigen Firma M. Schulz, Ziegelei und Dampfsägewerk zurückblicken. Die Firma ehrte den Jubilar durch Ueberweisung einer namhaften Gabe, und die Handelskammer ließ ihm unter ehrenden Worten für seine langjährigen treuen Dienste durch ihren Syndikus Dr. Ezold ihre Silberne Ehrendenkmünze überreichen. K ü ch e . Hier brach in einer großen Scheune Feuer aus. Zwei große Scheunen mit allen Futtervorrathen wurden ein Staub der Flammen. Glücklicherweise gelang es, den großen Viehstall mit 120 Stück Vieh zu
erhalten, und auch am V:eh ist lern Schaden entstanden. Beim Retten des Viehes ist jedoch der Knecht Schweizer lade? schwer verletzt worden. Konitz. Kürzlich starb der einzige Ehrenbürger unserer Stadt, Gymnasialprofessor a. D. Heppner, im Alter von 82 Jahren. Er war zu Mehlsack geboren. Dem hiesigenGymnasium gehörte er von Ende 1852 bis Ende 1893 an. Marienwerder. Im nahen Mariensee wurde die Leiche eines Mannes gesunden, welche als die des seit längerer Zeit verschwundenen Partners Adolf Geglin von hier erkannt worden ist. Wahrscheinlich liegt ein Unglückssall vor. S u b k a u. Der domizillose Bäcker Johann Reschke, der kürzlich hier als Taubstummer gebettelt hatte, trat später in einem hiesigen Gasthause mit großer Zungenfertigkeit auf, fo daß er, da sich die Gäste belästigt fühlten, aus dem Lokal gewiesen wurde. Da er nicht gutwillig ging, brachte ihn der Arbeiter Korinth hinaus. Hierbei fiel Reschke zwei Stufen hinab nd zwar so unglücklich auf den Kopf, daß er kurze Zelt darauf verstarb. Treul. Mn alter, verdienstroller Niederungsbewohner, der Rentier Gustav Bunk von hier, wurde meser Tage bestattet. Er hatte die Feldzüge 1866, 1870-71 mitgemacht. Zeisaenvorf. Kürzlich wurde der Zimmergeselle Karl Weicht von hier, welcher in Kl.-Gartz gearbeitet haue, rm lyautteegraven zwijcacn Kl.-Schanz und Kl.-Gartz todt aufgefunden. Der Verstorbene wurde nach Dirschau gebracht, wo ein Arzt Schlagfluß feststellte. Frovinz "gfommero. Stettin. Der SchutzmannsWachtmeister Fritz Orth, ein bekannter und beliebter Beamter, konnte kürzlich die Feier seines 2Jiahngen Jubiläums als Schutzmann begehen. Todt aufgefunden wurde m seiner Wohnung Schnellstraße 2 Ux frühere Gutsbesitzer Max Kölpin. Er hat Selbstmord -durch Erschießen verübt. Busch Witz. Auf dem hiesigen Gute amaen dem Knecht Baumgar ten die Pferde plötzlich durch, er stürzte vom Wagen und wurde über fahren. Nach ärztlichem Befund hat er schwere innere Verletzungen ernt ten. Gurvitz. Die Büdnerstelle von Lindeauift. bestehend aus zwei Wohn hausern, Scheune und Viehstall, brannte letztens gänzlich nieder. Kühe und Pferde wurden gerettet. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Daö Besitzthum ist erst kürzlich an das Kloster' St.'Jürgen am .Strande verkauft worden, um die Wohnhäuser als Arbeiterwohnungen für das Gut Breefen zu verwenden. Sieben Familien sind Durch den Brand obdachlos geworden. GreifZwald. Unlängst kletter te der 8jähriae Knabe A. Scheel in der Bleichstraße auf einen mit Sand beladenen Wagen, Von diesem fiel er seitwärts herunter und wurde dabei von dem Rade des Fuhrwerks berat tiq schwer am Arm gestreift, daß ihm das Fleisch theilweise völlig heruntergequetscht wurde. 'KasimirS bürg. Todigefahren wurde der 23 Jahre alte, unverheiratbeie. Arbeiter Winkel. Er war vom beladenen Wagen gefallen und unter die Rader gekommen, die seine Glieder, zermalmten. K u m m e r o w. Vor kurzem wuthete hier eme erhebliche, Feuersbrunst Es wurden eingeäschert die Wohn Häuser von " Rosenkranz und . .Päple nebst Stallgebäuden. Volzin. Die 53 Mit. alte j Wtttwe Bertha . Schuhmacher, stürzt
bei Benukuna eines Fahrstuhles und
wurde so unglücklich geklemmt, daß der Tod infolge Gemckbruchs auf der Stelle eintrat. S t o l p. Gvmnasialdirektor Siebert, der Leiter des hiesigen Gymnasiums. ist von den städtischen Vehörden in Aschersleben, fexner Vater stadt, einstimmig zum Direktor deS dortigen Gymnasiums gewählt worVt.ll. ÄiillÄow. Unlängst verun glückte "der hier Schloßstraße 6 wohnhaste, auf dem Vulcan" beschäftigte Nieter Dittmann tödtlich. indem er einen Fehltrttt that und von einem etwa 10 Meter hohen Gerüst absturzte. Er wurde mittelst Krankenwagens ins städtische Krankenhaus nach Stettin befordert, gab jedoch bald darauf seinen Geist auf. Der Verunglückte hinterläßt eine Wittwe und drei Kinder, von denen zwei noch schulpflichtig sind. Provinz Schleswig-Kolstein. Schleswig. Dieser Tage verstarb unerwartet der Wärter der Jdstedter,Waffen!kammer, Jürgensen. Er war erst seit wenigen fahren Dem aiten Wärter gefolgt und war ern Kampfgenosse von 187071, da nach dem Abgang des Alten ein 48er sich nicht mehr fand, der rüstig genug war, die Sache anzufassen. Die Waffenkammer 'ist seit Kurzem in städtischer Verwaltung. Altona. Das drenahrrge Kind -des Arbeiters Wegner stürzte aus dem Fenster der ersten Etage des Hauses Sandverg 34 aus d;e Straße herab und erlitt einen chaoeldruch. Was Kind wurde nach dem Krankenhause gefahren. Dasselbe befand sich allein in der Wohnung und hat sich das. Fenster selbst geöffnet. Vrordors. Vor einiger Zeit feierten hier die Eheleute Hans Ewald das Fest ihrer goldenen Hochzeit. G ade land. Hier schoß der Arbeiter Schöttler beim. Hantiren mit einem geladenen Gewehr seinen 2jahrigen Sohn in den Kops. Aus Anrathen des Arztes brachte der unglückliche Water das schwer verletzte Kind sogleich in die Klinik nach Kiel, wo es aber alsbald seinen Verletzungen erlegen ist. Heide. Stationsassistent Holst auf hiesiger Station blickt auf eine 25jährige Thätigkeit Ui der Eisenbahn zurück, aus welchem Anlaß ihm die Erinnerungsmedaille verliehen wurde. Kiel. Der bei der Ervlosion auf der alten Gasanstalt schwer verletzte Arbeiter Henschel ist in den Akademisehen Heilanstalten gestorben. Der bedauerliche Unfall hat somit zwei Todte gefordert. Moyrrlrchosteryolz. Kurzlich ist die neben dem Bahnhofe gelegene WagensabrrZ von Lassen total niedergebrannt. Da .große Holzvorrathe vorhanden waren, griff das Feuer so schnell um sich, daß wenig gerettet werden tonnte. Die Bewohner mußten sich durch die Fenster in Sicherheit bringen, wobei emer der Gesellen ein Bein brach. Neustadt. Der frühere Hausdiener in .Benns Gastbof". Götsch. tonnte vor Kurzem kas Fest der goldenen 'Hochzeit begehen. 'Provinz Schlesien. Are öl au. Wor Kurzem beaina der im Zoologischen Garten angestellte Futtermeister Gustav Döring sein 40Mrlges Dienstubilaum. Der vierjährige Sohn des Maschinisten Jerchel wurde auf der Schulgasse durch emen Bierwagen überfahren. Das Kind erlitt hierbei so schwere Verletzungen am Kopse, daß der Tod sofort eintrat. Kürzlich feierte die Ober - Aufseherin Fräulein Hedwia Alngler ihr 2kiahrlges Dienst - Ju oilaum an der hiesigen Strafanstalt. Värzdorf.' Vor Kurzem stieß dem 15jahrigm Dienstjungen Ernst Deutsch hierselbst bei der Fahrt nach der Mühle ein schwerer Unglücköfall zu. Der vordere Schieber des Kasten Wagens fiel herauS, wodurch die Pferde scheu wurden und schirf anzo gen. Dabei stürzte .der Junge vom Wagen und schlug so heftig mit dem Kopse auf die Straße, daß die Hirn schale zertrümmert wurde. Von den Rädern wurde er am Genick verletzt. Flämischdorf. Der 31 Jahre alte Arbeiter Paul Girschner von hier trank infolge einer Wette einen halben Liter unverdünnten Spiritus. Den Weg von dem Lokal, in welchem die Wette zum Austrag gelangte, nach seiner Behausung vermochte er noch zurückzulegen. Bald darauf jedoch verstarb er an den Folgen seiner unsin nigen That. Groß - Wartenbeg. Unlängst wurde die Feuerwehr alarmirt, um das in Brand gerathene WohnhauS des Maurers Lichy in der Töpferqasse b'.erselbft zu löschen. Das Gebäude, -ein altes 'Holzfachwerk, brannte bis auf die Umfassungsmau ern nieder.' Die Bewohner 'des Hau ses wurden von dem Branoe überrascht und konnten nur einen kleinen Theil ihrer Habe va Slchertitrinsen. ' 'LaziSk. Ein noch Nrchr schul pflichtiqeS (ct-irfd des hiesigen Mühlen besitzers Wollny erlitt durch herausfallende brennende Kohlen aus dem Küchenofen so schreckliche Brandwunden, dah es nach kurzer Zeit, verschied. Qiegnitz. Dieser Tage trat der Hanptlehrer der hiesigen Taubstum- ' ' . . V tar . menanitatt, swalv. Hanei, naq d4 jähriger Dienstzeit in. den Ruhestand.
Bedeutungsvolle Blumen.
Die Blume im Knopfloch, die ein paar Jahre hindurch nicht mehr recht fair gewesen war, kommt wieder in Mode. Aber die schöne Sitte, durch Blumen feine Anschauungen und Sympathien auszudrucken, verschwindet mehr und mehr. Zum erstenmal ist wohl in den Kriegen der weißen und der rothen Rose eine Blume zum Symbol feindlicher Parteien und politischer Prinzipien gemacht worden. In der französischen Revolution nahmen die Republikaner das grüne Laub als ihr Emblem in Anspruch, nachdem Eamille Desmoulms von ememBaum des Palais Royal einige Blätter aögerissen und sich damit geschmückt hatte. Die Anhänger Boulangers hatten sich die rothe Nelke als äukereZ Zeichen ihre: Gesinnung ausgewählt.' Die Veilchen sind wahrend der Restauration zum Wahrzeichen der Bonapartisten geworden. Dadurch wird eine kleine Anekdote verständlich, die man von der berühmten Schauspie lerin Mlle. Mars berichtet. Sie erbat eines Tages von ihrem Direktor de la Fert6. dessen Spitzname Schmetterling" war, Urlaub. Da die Mars eine eifrige Vonapartistin, und de la Ferto ein enragmer Bourbonenfreund war. so sagte er: Ich werde Ihnen Urlaub geben, wenn die Veilchen sich in Lilien verwandeln werden." Und ich, mein Herr," sagte die temperamentvolle Schauspielerin. werde Sie noch einmal um Urlaub bitten, wenn sich die Schmetterlinge in Adler verwandeln werden." In Deutschland ist, seitdem die Lieblingsblume des alten Kaiser WilHelm, die Kornblume, nach seinem Tode m Vergessenheit gerathen ist, keine Blume mehr beliebt, durch die bestimmte Gefühle ausgedrückt würden. Der Kaiser von Oesterreich aber hat noch eine ausgesprochene Lieb lingsblume, das Edelweiß, von dem er in jungen Jahren seiner Braut als kühner Bergsteiger einen rollenStrauß gepflückt haben soll. Kürzlich bemerkte ein Schutzmann bei der Eisenbahnstation von West Eroydon (London) eine sehr fashionabel angezogene Dame, deren ausfälliges Benehmen ibn veranlaßte, an sie heranzutreten und sie zu ersuchen, sich zu entfernen. Die Dame antwortete mit rauher Stimme, wobei sie sich einer nichts weniger als salonfähigen Sprache bediente. Der Schutzmann drohte ihr mit der VerHaftung und erhielt als Antwort einen Faustschlag in's Gesicht; er versuchte dann die Dame zu fassen, die ihn aber alsbald mit einem anderen Schlage zu Boden streckte. Andere Schutzleute kamen herbeigeeilt und versuchten, sich der Dame zu versichern, die aber alle Versuche höchst erfolgreich abwehrte und sich durch den Beifallsjubel einer rasch 'zusammengeströmten Menschenmenge in ihrem Widerstande ermuthigt ' sah. Zwei Polizisten wurden mit blutenden Nasen und verschwollenen Augen außer Gefecht gesetzt, und es bedürfte sieben Schutzleute, um die Dame endlich zu überwältigen - und nach der Polizeiwache zu bringen. In dem Kampfe hatte sie ihr Haupthaar, eine fchöne goldhaarige Perücke, verloren und auch ihr Seidenkleid war in Stücke zerrissen worden, wobei es sich herausstellte, daß man es nicht mit. einem' Mitglied des zarten Geschlechts, sondern mit einem herkulisch gebauten Mann zu thun hatte. Es war ein Matrose, der, von seinem Kriegsschiff auf einige Tage beurlaubt, nach London gekommen war, um sich zü amüsiren, wozu er jetzt bei dreimonatiger Zwangshaft ausreichend Zeit finden wird. Macht der Gewohnheit. Buchhalterin: Was unter stehen Sie sich...!Schreiber: Pardon, Fraulein, ich wollte nur den kleinen Tintenklez ablecken, den Sie da auf der Ober lippe haben!- . Zweifelhaftes Kompliment. Alter Förster (nachdem er zwei Rundtänze gemacht): Ah jetzt kann ich aber nicht mehr, das ist ja schlrmmer Is 'ne Saujagd! Eingegangen. Onkei (zu seinem armen Neffen, der ihn in den Universitatsserten baucht hat und nun wieder abreist) : Hier, lieber Richard, hast du noch ne echte Upmann mit dem Ringe zum Rauchen auf. der Heimreise. Swdent (der vom Onkel nur das Fahrgeld 3. Klasse erhalten): Aber, lieber Onkel würde das nicht im. CoupS & Klasse zu sehr suffallen?
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x?eik Haversacks Schreibebrief.
r.4 Veöhrter Mister Edithor! Well, in Jhne sin ich auch dissepeuntet worde. Jnstett daß Sie zu en alte Suppschkreiber un langhärige Mitarbeiter sticke dehte un sein Part nemme dehte, da essiste Sie noch, wann die annere Rindsviehcher in mich cinpitsche un nacke. Das is kein neißer Weg. un ei tell juh, ich wer'n Widder ernol iehwen mit Jhne. Es Hot mich en guter Freund verzählt, daß Sie den annere Obend in den Saluhn, wie von meine Lecksche? getahkt is worde un wie die annere in mich enei gefehlt sin for den Ständpeunt, wo ich an die Lickcrkwestschen einnemme, gesagt hen, ach. was brauche mir uns um so en Sohk zu battere". Denke Sie, das is recht? Well, ich duhn nit! Das is e schuhres Ding. Sie gucke nur aus, for daß Sie mt zu kurz, komme, un gewwe gar nicks for die arme Brauer un Saluhnkleper. Ich denke awwer. en jeder brave Mann soll lewe und lewe losse. Das is, was ich duhn. Wie ich den Dag nach den Leckscher in die Zittihahl komme sin, do Hot der Mister Mehr e langes Fehs gemacht un sagt: Seh Meik, do Host du uns e schöne Meß eingebrockt mit dein Spietsch. So ebbes kann'mer ia denke, awwer mer duht's doch nit in poblick sage. Die Zittisens müsse ja denke, die , Zitti - Ettministrehschen hätt en Dreibund mit die Bruhjersch un die Galuhnklepersch geschlosse, un das nächste Ding wär, daß mer in die. Zittihahl e Ehtschenzie von e Bruhjerie ufsmache dehte. No, Meik, so Sache derfe mir mt duhn. Du mußt wisse, mir hen hier Piebels von e große Differenz in die Oppinjien, das meint, Piebels, wo Lickersch juhs:, Piebels, wo keine Lickersch juhse, un Piebels, wo sage, se dehte keine juhse un duhn se doch juhse. Das sin Peunts, wo mer all als en Zittie-Of-fischel kannsiddere muß, un for den Riesen will ich auch, daß du so ebbes nit mehr duhn duhst, sonst komme mer all in große Trubel". Well, mit den Trubel is er nit so viel aus den Weg gewese, bikahs mit jede Mehl sin Briefe komme, wo die Piebels drin gekickt hen iwwer mein Spietsch. Ennihau siwwezig von die Briefe sin komme, UN dabei Ware auch welche von die Membersch von den Bohr5. off Ettjukehschen, die all iwwer mich komplehnt hen un wo gesagt hen, se müßte sich vor die Schulkinner schehme, bikahs die hätte all von den Spietsch gelese un dehte jetzt nit mehr glaube, daß Bier Peusen is. Sieh. Hot der Mister Mehr bei jedem Brief gesagt, ei told juh so! Wisse Se awwer, wen ich do espeschjiellie for blehme? Niemand annerschter als wie Jhne, Mister Edithor. An meine Schreiwebriefe duhn Sie imm:r crum docktern, un wenn Se en Peunt odder e Eckspreschen sinne, wo nit so ganz korreckt is, dann duhn Sie Ihren Penniewerth Schmartneß eneibringe un korreckte mei Reitings. Meine Schreiwebriefe von mein Leckscher, die hen Se off Kohrs nit getotscht do hen Se simplie gedenkt, der alte Mann kann's ja ausfresse. Wenn Se in den Kehs e wenig ab und zugewwe hätte, dann, hätt alles ganz different gzguckt un die Pibeles hätte so keine schlimme Appinjien von mich kriegt. Die Selma war auch in den Leckscher, un wie es iwwer war, do is se zu mich komme un Hot mich kongrättilf lehtet; se sagt: No.Meik, was ich awwer so froh sin, daß du die Fellersch emol ihre Klack gesickst Host. Das is der Stoff, un ich hen nur gewunnert, daß du dich fo gemäßigt Host un bist nit noch viel dicker iit die Wahrheit eraus komme." Den Weg Hot se nach die Leckscher gesproche. Wie 'awwer die Kicks komme sin un die Briefe, wo die Piebels iwwer mich komplehnt hen, do sagt se: Well, offe gestände, Meik, ich hen gleich so ebbes eckspecktet; du bist awwer auch zu deutlich erauskomme; ich hen gleich gewüßt, daß das Trubel mache deht. Wann du mich vorher gefragt hättst, dann hatt ich dich manchenPeunt gewwe könnebikahs e Lehdie is viel mehr sennsietief als wie en Mann." Dtt Christ Hot dann auch noch enei gebottet und sagt: Ich hen ja den Leckscher gut genug gegliche, das.is ahlrecht, awwer so ebbes derf mer doch nit in poblick sage. Der Mister Mehr is ganz recht, wann er meint, daß du en arige Mißtehk gemacht Host. - Ich hen's reitewez gewußt." Do hen ich gesagt: Ich will Euch emol ebbes sage, Ihr seid alle beide große Kameeler un in Fäckt noch größere, als wie Ihr selber, denkt. Ihr seid Nackers. wie se,im Buch stehn. Ihr seid wie die Hämmel. Wann, der Leithammel
vayy macy:, vann mtcht Jyr auch au bähh! Ihr seid - Kälwer, un wann der alte Ochs Muh! macht, dann macht Ihr auch all Muh! Mit annere Worte, Ihr habt keine eigene Oppinjien UN duht nor nachmache, waZ die annere Rindviehcher duhn. Im Allaemeine will ich Euch den gute Ettweis gewwe. Euch nit mit Sache zu datiere, wo nit euer Bißneß sin, un wo Ihr doch nicks von versteh duht. Ich henin mein Leckscher gesagt, was ich meine, un ich sin noch nie nit esfreht gewese, meine Meinung zu sage. Sobald ich noch mehr Stoff gesammelt hen, dann halt ich noch en Leckscher an das nämliche Sobscheckt; ich sin so. kein trauriger Seckel, wo den Mantel nach den Wind drehe duht. Wann ich ebbes gesagt hen, dann stick ich dazu, un wann der Mister Mehr mein Weg nit gleiche duht, dann kann ersch sage. Dann will ich ihn emol e. Pies von mein Meind gewwe. Dann geb ich entwedder mein Schapp uff odder, mehbie, ich duhn mein Meind tschehnsche. Mit beste Riegards, JuhrZ trulic Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Appel JaZ, HolZe Terrer Kauntie. Zpiel um Millionen.
Kürzlich wurde berichtet, daß der Zar einen Zungen Offizier der kaiserlichen Garde verabschiedet habe, weil er beim Kartenspiel so hohe Cinsätze gemacht hatte, daß er im Verlaufe einer Stunde 80.000 Rubel gewann. Der Zar hat damit augenscheinlich gegen eins der schlimmsten Laster der russischen 'Aristokratie Einspruch erheben wollen; aber wenn er etwa der Meinung gewesen sein sollte, fraß dieser hohe Einsatz einen Rekord für Spieler darstelle, so befand er sich in einem Irrthum; denn er blieb noch weit hinter den Einsätzen zurück, die bei anderen Gelegenheiten von Spielern gewagt worden sind. Ein ungarischer Edelmann, der sehr reich ist, halt den Weltrekord" für Spielgewinne mit Karten; er hat drei- oder viermal den Satz von 50.000 in der Stunde, den jener russische Offizier erreicht hatte, bei Weitem übertroffen. Er ist unter seinen Bekannten wegen seines Glückes berühmt; so gewann er vor einigen Jahren während eines Spiels von 1 Stunden Dauer in Budapest eine halbe Million Dollars, also über $5000 in der Minute. Von dieser Summe, die ein respektables Vermögen darstellt, hatte der Graf Michael Karoly über die Hälfte und zwei andere Spieler den Rest verloren. Einmal setzte sich der glückliche Spieler an den Kartentisch und verlor hintereinander $40,000, ohne 'daß er auch nur einen Pfennig gewann; dann aber wandte sich das Glück zu seinen Gunsten, und als er vom Spieltisch aufstand, war er um $70.000 reicher, als er sich hingesetzt hatte. Im Allgemeinen sind aber doch die Russen die größten Spieler unserer Tage. So verlor Graf Potocki an einem einzigen Abend in noch nicht vier Stunden $800.000 beim Kartenspiel wahrscheinlich den größten Betrag, den je ein Spieler in einer Sitzung verloren hat. Schon bevor er sich zu diesem Spiele niedersetzte, hatte er eine Reihe von Spielen beendet, bei denen er $150.000 verloren hatte. Von seinem verlorenen Mammon gewann dann der eine Partner eine halbe Million und der andere $300.000. Auch in der Londoner Gesellschaft herrscht, wie in der letzten Zeit öfter betont worden ist, die Spielleidenschaft in erheblichem Maße, namentlich seitdem das Bridge so beliebt geworden ist. Aber die Einsätze sind doch nicht mehr so hoch, wie sie in früheren Zeiten waren, da namentlich White's Elub wegen des hohen Spiels einige Berühmtheit erlangt hatte. 'In einzelnen Fällen kommen aber immer noch recht ansehnliche Verluste vor. So verlor kürzlich ein junger Engländer beim Bridge, das er mit Damen spielte, an einem Abend $2000, und ein junger , Gardeoffizier mußte seinen Abschied nehmen, weil er an zwei Abenden in einem Club, wo hohes Spiel nicht die Regel, ist, $55,000 verloren hatte. Früher dagegen galt ein verwegener Spieler in den Äugen der Gesellschaft als ein Held, so z. B. der Oberst Mellish, der ein sehr großes Vermögen im Spiel, durchgebracht hat. Bei einem einzigen Spiel verlor "einmal fast eine halbe Million Dollars und bei anderen Gelegenheiten Summen von $50.000 bis $200.000, ohne vom Tisch aufzustehen; ein einmaliges Würfeln kostete ihm $50.000 und ein Abheben -der Karten ebensoviel. - Mit dem dieser Tage in. Swakopmund im Hamburger Hafen eingetroffenen Dampfer Ernst Wärmann" ist auch die 12jährige SelmaPaasch mit.nach Deutschland befördert worden, deren Eltern und ältere Ge schwister seinerzeit von den HereroZ ermordet worden sind, während sie selbst als Gefangene fortgeführt wur- ' de. Dem unglücklichen Mädchen, dem mehrfach mit Ersiechen gedroht worden wär gelang es. schließlich, bei einer Verfolgung der'HereroS durch die deutschen' Schutztruppen zu entfliehen. Das verwaiste Kind wurde -der Ham burger Behörde übergeben, die es nach seiner Heimath in Sachsen beförderte.
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