Indiana Tribüne, Volume 29, Number 278, Indianapolis, Marion County, 18 July 1906 — Page 5

Jndlana TrlbAne, IQ. Juli 1906

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Jnterurball Zeit-Tabelle.

I. N. T. System. ' I Kraft Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassm Indianapolis. Muncie & Tlaxion ioifion. Lawrence, Forts ille, Pendleton, Andersen, Vorttown, Muncie, Middletomn, Alexandria,Summitville, Fairmount, Gas City, Jones

tro und Marion. 00 Lm. 1 05 Nm. 5 05 Sa. 2 00 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 "Nrn. S 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 3?m. 8 C0 Nm. 12 00 MttgZ. 9205 Nm. 11 30 Nm.

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siezt.

TrSgerische Tluge.

Von H. W. PleüH. - Tu lachendes Mädchen Mit strahlendem Blick, Du hast mir genommen Tie Nuh und das Glück. Ich sah.w die Augcn - tief dir hinein. - Xch glaubte den Schelmen -Mit lachendem Schein. 8Mi hätt' i$ geschauet Tir tiefer ins Herz,, Wär' rncin's nicht verwundet Und fühlt' nicht den Schmerz. Der Tolpatsch'. Von Lucien Tescaves. bellaate ihn aufrichtig, den armen Aristide, meinen Jugendfreund. Er war ein reizender Junge, der beste Mensch von der Welt, aber schließlich war es ihm gelungen, sich überall unertragllch zu machen. Ja, aber wie hatte er das fertiggebracht. da er doch, wie ich selbst sagte, der beste Mensch von der Welt war? Durch seine-Ungeschicklichkeit. Er war unheilbar, ungeschickt; er war in einem Grade ungeschickt, wie man es sich überhaupt, gar nicht vorstellen kann. Wenn er an all' die Häuser dachte, die er sich verschlossen, an alle alten Kameraden, die er nur noch gelten, zu selten sah. so fragte er sich: Was habe ich ihnen gethan?" .Oder richtiger, gesagt, er fragte sich: Was habe ich bei ihnen zerschlagen?". Er hatte bei allen die verhängnißvollen Spuren seines Erscheinens zurückgelassen, und gewlsseHauser wagte er nicht mehr zu betreten, selbst wenn man ihn von neuem eingeladen hätte. Manchmal legte er die. Hände flach auf seine Knie und betrachtete sie mit unsagbarer Traurigkeit, denn sie waren die Ursache seines Unglücks. Er sah sie traurig an, zürnte ihnen aber nicht. Sie schrien förmlich um Gnade, e war nicht ihre Schuld. Sie versprachen auch, es nicht wieder zu thun. Und wenn er sie so trostlos, verwirrt, unverantwortlich daliegen sah. dann hatte er nicht den Muth, ihnen länger zu zürnen. Es war ein 'Verhängniß; man schien sie behext zu haben. Er mochte sie noch so sehr und eifrig üben, sie blieben in seinem vierzigsten Jahr für die Gegenstände, die sie anrührten, ebenso verhängnißvoll gefährlich, wie Hände von sechs Monaten. Butterhände" hatte seine Mutter gesagt, als sie noch klein waren. Dieses Bild hatte auf Aristide einen so tiefer. Eindruck gemacht,- daß er selbst im stärksten Winter die Hände nicht an das Feuer hielt, aus Furcht, sie könnten schmelzen. Doch fo verbrannt und' abgehärtet ffc auch waren, sie - waren - deshalb nicht weniger ungeschickt im Gegentheil! Das Alter hatte sie nicht gekräftigt. Sie waren großer und dlier ge worden, waren gewachsen und hatten sich entwickelt, ohne etwas zu lernen oder geschmeidiger zu werden .. .-Und die ruhige, harmlose Miene, die sie im Leben beibehielten, erhöhte noch ihre Gefährlichkeit, denn sie machten sich der Heuchelei verdächtig. . Weit entfernt, ihnen zu fluchen, hatte Aristide Mitleid mit ihnen., wie ein Vater, dessen Zärtlichkeit gegen seine mißrathenen Zwillinge den Sieg über feinen Groll davontragt. Ich muß hinzufügen, daß der treff liche Mensch kurzsichtig, war. Die Kurzsichtigkeit trug zu seiner Unae schicklichkeit bei, doch in geringem Maße; denn dieser Unvollkommenhei! half ein Augenglas ab. wahrend An stide seinen Fingern keine Brille auf setzen konnte. Er bedauert? gewissermaßen sein halbes Gebrechen und beneidete die Blinden um ihren wunder baren Takt, weil sie sozusagen Augen an den Fingern haben. Ach, was hätte er nicht darum gegeben, um diesen Privilegirten gleich zu werden, von denen man behauptet, daß sie mit ihren Fingern alles machen können was sie wollen, während die seinen ihm den Ruf eines regelrechten Tölpels verschafft hatten. Seine unteren Gliedmaßen waren ihm übrigens nicht weniger hinderlich. als die oberen, denn, die Wahrheit zu sagen, war er ungeschickt vom Kopfe blsu den Fußen. Wo er vorüber kam, warf er etwas um. Man brauchte ihn bloß zu war nen und ihm zu sagen: Nehmen Sie sich in acht!", dann war die Dummheit schon gemacht.' Die Ungeschicklichkeiten, die anderer mit ihrer Zunge, beging er mit den Handen. Er wa? der Mann, der den Leuten in den Omnibussen auf die Füße tritt, sich auf Hüte setzt. - htn Damen auf den Soireen die Schleppe, zerreißt, bei den Diners das Geschirr zerschlägt, sich in die aufgehobenen .Teppiche . verwickelt und mit den .Konsolen niederfallt, ran die er sich instinktiv anklammert. Man warnte ihn vergebens. Kaum hatte man ihm gesagt: Nehmen Sie sich m acht, da ist eine Stufe!", so lag. er auch fchon auf der Erde. Zitternd reichten' ihm die Hausfrauen" die Kaffee- oder Theetassen, 'und da er noch mehr zitterte als sie, so vollzog sich tu gelmaßig . das unhell, das sie , gesurch tel hatten. Setzte sich dieser, unheimliche Gast bei den' Dlner5 irgendwo so 'zerbrach er. etwa?.' : Er 'bezahlte - 'den Bruch; ' der Preis, bestand darin daß' er nicht

mehr eingeladen wurde. Man war

ihm qegenuber um so weniger zur Nachsicht geneigt, als seine Ungeschick lichleit rassinirt schien. Der Gegenstand, der er zerbrach, war nämlich in der Negel irgend ein Andenken, so daß er ihn nicht einmal mit schweren Kosten ersetzen tonnte. Man' yatte grauUn können, er hätte sich gerade das betreffende Stück ausgesucht, mit einem Wort es absichtlich gethan. . Das war aber nicht wahr; denn hätte er es absichtlich gethan, dann wäre es ihrn nicht gelungen. Er hatte es versucht. Er hatte sich zu Hause Gegenstände hergenommen, um sie zu zerschlagen; aber nicht daran, zu denken, daß es ihm gelungen wäre. Nur wenn er es' nicht darauf anlegte, glückte ihm das unfehlbar Darum erschien ihm die Geschicklichkeit gewisser Leute auch geradezu wunderbar. Er bewunderte die Kutscher von Paris, wie sie durch die dielen Wagen hindurch kamen, die Maurer auf ihren Gerüsten, die Dachdecker, die Cafökellner, ( wenn sie mit ihren Tabletten voller Speisen in den gefüllten Lokalen herumbalanc'irten, die Uhrmacher und Optiker, die mit ganz kleinen Gegenstanden arbeiteten. Namentlich einer haite , ihn ganz entzückt. Und wer war das? Em ganz einfacher Tellerzerschlager, der sich in den Chantants producirte. Seme Originalität bestand dann, daß seine angebliche Ungeschicklichkeit der Gipfel der Gewandtheit war, und daß es schwieriger war, die Teller so fallen zu lassen, wie er es that, als sie im Fluge aufzufangen. Dieser Mann war die Karikatur der Ungeschicklichkeit. Anstatt den ganzen Stoß auf einmal fallen zu lassen, was sehr leicht war, ließ der unvergleichliche Künstler die Teller nacheinandere herunterrollen, entweder einen nach dem anderen, oder zwei auf einmal. Aristide war den Vorführungen des Tellerzerschlagers eifrig gefolgt, doch er beobachtete sie mit ernsthafter Miene und konnte die Leute nicht verstehen, die sich darüber amüsirten und da capo schrien. Er fühlte sich versucht, ihnen zuzurufen: Ihr findet das komisch? Nun, wenn ich so etwas ganz natürlich zu Werke bringe, dann lacht man durchaus nicht, sondern setzt mich vor die Thür." Damit hatte er nicht unrecht. Ich war so ziemlich der einzige von allen Freunden Aristides, der ihm treu g,e blieben war, und darum bemühte ich mich, ihn zu trösten und zu zerstreuen. Wenn er mich besuchte, dann zerschlug er allerdings immer etwas; aber, Gott verzeihe es mir, ich forderte ihn sogar noch dazu auf. Nur nicht ängstlich, alter Freund.' zerschlage nur. thue-ganz, als ob Du zu Hause warst! Darauf antwortete er naiv: . Aber ich bitte Dich, bei mir zu Hause zerschlage ich nur ab und ZU etwas; ungeschickt bin ich immer nur bei den anderen. ' ' ' - Ein Grund mehr, um so zu thun. als wenn. Du zu '.Hause wärst," versetzte ich lachend. , Leider konnte ich nicht voraussehen, daß diese kleinen Komödien einen tragischen Ausgana nehmen sollten. Eines Abends hätte ich die traurige Eingebung ich werde sie . mir mein ganzes even zum orwurf machen Aristide in's Theatre Franais mitzunehmen. Man spielte Der Schwiegersohn des Herrn Poirier." Wir saßen in der Mitte einer Orchestersauteuilreihe, was mich gleich geärgert hatte, denn wir störten etwa zehn Personen, um auf unsere Plätze zu kommen, und dieselbe .Unannehmlichkeit wiederholte sich, als wir nach dem ersten Alt hinausgehen wollten. Ich zog mich aus der Verlegenheit, indem ich mich überall entschuldigte; doch Aristide, der es aus gutem Grunde ebenso machte, verhütete dadurch nicht die Unverschämtheit eines Herrn, dem er auf die Füße getreten war und der ihn einen Dummkopf nannte. Selbst Dummkopf!" ...... Ich hörte den Schall einer Ohrfeig und drehte mich gerade noch zur Zeit um, um zu sehen, wie mein Freund die Ohrfeige, die er eben bekommen hatte, zurückgab. - Es fand der ' übliche Kartenaustausch statt; dann gingen wir, Aristide und ich, in das nächste Caf6, um eingehend . über den Fall zu sprechen. Jetzt erst fragte mein Begleiter nach dem Namen semes Angreifers. - Es war ein Herr v. Casteljoux, Leutnant der Reserve und Präsident des ontre-de-ixte. Kennst Du das Contre-de-Sixte? fragte mich Aristide. Ja," versetzte ich. das ist . ein Fecht-Club." ' , Sein Präsident muß eine feine Klinge schlagen. - Du . hast Pech! - Glücklicherweise scheint es mir nicht unmöglich. . die Sache beizulegen. Es wäre ja - zu. dumm, wenn Du Dir von ' zemand. der Dich beleidigt hat, den Bauch auf schlitzen lassen wolltest."- ' Aber, ich denke nicht daran." ver setzte mein Freund lebhaft. Meine verdammte .Ungeschicklichkeit hindert mich doch nicht, tapfer zu fern. ' Ich könnte' im dringenden Nothfall das Duell ablehnen, wenn ich eine Frau, Kinder, odr alte Eltern hätte, denen mein Tod wehe thun oder Verlegen?' heit bereiten wurde. . . Aber, ich stehe

allein da, ohne Familie, bin ein ganz nutzloser Mensch; icy habe also nicht das Recht, mich dieser Verpflichtung zu entziehen."

Ich kam seinem Ersuchen, ihm als Zeuge zu dienen, nach,' er bezeichnete den anderen, und wir erschienen am naüziten Morgen bei Herrn von Casteljoux, der uns sofort mit zweien seiner Freunde zusammenbraute. Da jeder Versöhnungsversuch scheiterte so wurde das Duell bestimmt. ' Aristide hatte als Beleidigter ' die Wahl der Waffen und wählte den Degen. as fällt Dir ein?" rief ich. Das ist ja gerade so aut. als. wenn Du Dich selbst umbringen wolltest." Um so schlimmer." versetzte Anstide. Wenn ich die Pistole wähle, so würde es gerade so aussehen, als zitterte ich vor diesem Rausbold oder als wollte ich ihm die Genugthuung ver weigern. Da 'ich die Nutzlosigkeit meiner Vorhaltungen einsah, bestand' ich einfach darauf, daß mein Freund, der ja nie einen Degen in der Hand, gehalten, wenigstens bei einem Fechtmeister eine kürze Lektion nehme. - Er willigte ein und lernte in einer Stunde Pariren und Ausfallen. Nun," sagte ich dann, ebenso sehr um ihn zu beruhigen als mich selbst, hoffentlich riskirst Du jetzt nichts weiter als eine leichte Wunde an der Hand." . , . Und das hat sie reichlich ; verdient," sagte er, denn er fand es durchaus richtig, daß die Strafe sich endlich auf den Haupturheber seines Unglücks entladen sollte. Am nächsten Tage trafen sich die beiden Gegner in Villebon. Sobald sie die Klingen kreuzten, hielt ich Aristide für verloren. Er schien alle UNsere Vorhaltungen vergessen zu haben und schlug sich linkisch, mit gekrümmtem Arme. Als er ihn ausstreckte zu spät, dachte ich machte Herr von Casteljoux gerade einen Ausfall. Der Stoß ging' unter Aristides Arm durch, wäyrend der Degen ' des letzteren seinen Gegner durchbohrte, der sich gewissermaßen darauf gestürzt hatte. Er vergoß reichlich Blut, fiel nieder und starb kurze Zeit darauf. . Der Schwurgerichtshof erklärte den Mörder für unverantwortlich. Als der Präsident ihn fragte, ob er die Absicht gehabt habe, zu todten, versetzte Aristide: O, im Gegentheil, ich rechnete eher daräuf' getödtet zu werden." Dieser Unglückliche ist also das Opfer ihrer Ungeschicklichkeit gewor d'en?" 'Leider ja!" 'lZr wurde fremsvrocken. &och umsonst zeigte ich ihm nun. uz?'ihn moralisch laufzurichten.- die 'Vorderseite einer Medaille, von der er bisdahinnur die Kehrseite kannte. Alles ' in allem ist es ds erste Mal. daß Deine Ungeschicklichkeit Dir einen Dienst erwiesen hat. Zweifellos Hai sie Dir da Leben gerettet, während der aeschickte Fechter.- der femes Stoßes sozusagen sicher'' war, , ' sich selbst aufgespießt rat, ohne Dir auch nur eine Schramme beizubringen. Von dem Zufall unterstützt, hat der Instinkt der Selbsterbaltung Deine armen Hände rehabürnrt. Ja. aber um welchen Preis!" ' Von diesem Tage an wurde die Laune des armen Jungen immer dü sierer und ich sah ihn nur noch ab und zu. Eines Tages, erfuhr ich ohne große Verwunderung, daß er einen Selbstmordversuch unternommen hatte, und noch weniger wunderte ich mich, daß er sich Nicht getootet, son dern nur verstümmelt hatte. . Einige Zeit darauf erhielt ich seinen Besuch. Er war' einäugig. Der Re'volverschuuß, den er auf sich abgegeben, hatte ihm nur ein Auge aus gebrannt. Er gestand mir daß dieses Unglück ihn wieder mit dem Leben ausgesöhnt hatte. u oegrey t, iagre er zu -mir, von jetzt ab kann ich fast straflos un geschickt sein. Ich habe mir ein Recht auf die Nachsicht erworben . . . Man sieht mich an und bedauert mich; kurz und gut, endlich habe ich eine Ent schuldigung!" ' Triftiger Grund. A.: Meine Frau habe ich auf einem Wohlthätigkeitsfest kennen gelernt! B.: So, so darum sind. Sie so -hartherzig geworden. Zerstreut. Gattin: Mann, unsere Köckin ist gefallen und hat .sich die Kmeschelbe'zerbrochen!" Profe, for: Entlasse sie auf der Stelle. Ich habe ihr beim Dienstantritt gesagt, sobald : sie etwas zerbricht, wird - sie entlassen!". '.Abergläubisch. Comvo nist: Gestern hab' ich meine dreizehnte Oper eingereicht!" Kritiker: Die w'.rd ganz bestimmt zur Auf suhrung angenommen! Compomst: Woraus folgern Sie dies?" Kritiker: Weil die Zahl 13 immer ein Unglück bedeutet!" r. Anerkennung. Seit 5 Jahren litt mein Mann an Rheumatiömus und Asthma und konnte oft wochenlang das Seit nicht verlassen.' Von diesem. Uebel ist er jetzt durch das vorzügliche Antirheuma so vollständig geheilt, daß er regelmäßig er.sZ ttuh gegen 4 Uhr nach Hause kommt. " Frau Klotilde Leidens kelÄ."

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Wie in Warschau Hinrich-1 tungen vollzogen werden, schildert ver Correspondert der Rußk Sslowo": Auf dem Hinrichteplatz erhebt sich ein schwarzgestrichener Galgen, zu dem eine schwarze Treppe hinaufführt. Einen etatmäßigen" Henker hat man in Warschau nicht auftreiben, können. Doch sollen sich freiwillige Henker von Fall zu Fall in großer Anzahl melden. Sie erhalten 50 Rubel für ihre jedesmalige Arbeit.' Ihre Namen werden naturlich streng geheim gehalten, da ja ihr Leben nach vollbrachter Hinrichtung auf dem Spiele sieht. Ihre Schritte unternehmen die Henker mit größter Heimlichkeit. Sie erschei nen auf dem Richtplatz maskirt und traaen auch Masken, wenn sie der

Festungsobrigkeit ihre Dienste anbietey kommen. Da die Henkeraspiran ten in großer Zahl sich melden, so finden sie in bestimmter Reihenfolge Anstellung. Die Pariser Advokaten waren bislang in großer Verlegenheit. Wenn einer der Herren gezwungen war, vor dem Handels- oderGewerbcgericht zu erscheinen, fo mußte er in der Robe und anaethan mit ' allen Zeichen seiner Würde vom Justizpalast quer über die Straße, den Boulevard du Palais,-zum Gewerbegericht gehen. Namentlich- bei 'Regenwetter und ungünstiger Witterung war dieser Gang nicht nur unangenehm und b schwerlich, sondern der Rechtsanwalt im Talar und Barett mit Regenschirm machte auf der Straße auch einen komischen, viel belachten Eindruck. Nunmehr haben sich die Pariser Rechtsanwälte zus ammengethan und eine Sammlung veranstaltet, die bereits 6700 Francs ergeben hat. Aus diesen Mitteln soll ein Tunnel zur Verbindung ' des Justizpalastes und des Gewerbegerichts erbaut -werden. Allerdings fehlt noch ein beträchtlicher Betrag an der Summe, denn der Tunnel wird ungefähr 50,000 Francs kosten und seine Herstellung wird nahezu zwei Jahre erfordern. In etwas ünangeneh mer Weise sollte ein französischer Unterpräfekt aus , der Provinz den ausgelassenen Humor der Pariser kennen lernen, als er für einige Tage nach der Hauptstadt kam, um sich zu zerstreuen. Zu den Pariser SehensWürdigkeiten, die heute jeder Durchreisende aufsucht, gehört ein kleines, sehr . elegantes - Nachtkabarett.' , Die Spezialität dieses Theaterchens' besteht darin, daß ?s keine BüZne besitzt, indem die aufgeführten Stücke durch Schauspieler mitten im Saale dargestellt werden. Die Handlung wird gewissermaßen durch das Publikum improvistrt, da man die Schauspieler von den Gästen nicht unterscheiden kann. Kürzlich wurde in dieser Form ein Stück: Venez chez nous" gespielt, das unter anderen die aktuelle Frage der Kassirung sämmtlicher .Unterpräselten - Posten behandelte. Der Unterprafekt hielt 'es selbstverständlich für feine Pflicht, das Kabarett zu besuchen, und traf dort in später 'Nachtstunde mit zwei Freunden und drei Damen aus der Halbwelt etwas angeheitert ein. Da die Diskretion nicht zu den Tugenden der Pariser Halbweltlerinnen' gehört, so erfuhr die Umgebung bald daß ein Unterpräfekt im Saale sei. Die Nachricht verbreitete sich blitzschnell und rief einen He:terkeiissturm hervor. 'Man hielt den eleganten Herrn selbstredend für. einen Schauspieler, der einen Unterpräfekten darzustellen hätte, u. rief ihm in fröhlichster Laune von allen - Seiten zu: Demission!" Hinaus!. Der Herr Untervräfekt, Sohn eine? ehemaligen' Ministers, ' mit den Lokalsitten noch unbekannt, faßte die Sache schief., auf ' und' .machte einen richtigen Krawall, während das Publikum sich wälzte.. Endlich wurde der -tiefge? kränkte' Beamte handgreiflich; 'dieser Spaß ging dem Publikum zu weit, man antwortete ihm mit -gleicher Münze, eö. entspann sich etnHandgemenge, und erst die herbeigerufene Polizei brachte die Lösung deö diesmal wirklich improvisirten Stück:?. "

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