Indiana Tribüne, Volume 29, Number 278, Indianapolis, Marion County, 18 July 1906 — Page 3
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Baldige Bezahlung verlangt, oder ....? Nothbnch" über d!e denezolamsche Frage. Hoteleiustnrz um Mitternacht. .Ernste Bertvirrung Taö Vertrauen in Venezuela steigt. Kampfesmüde.Neue Methode der Arbeitsbezahlung. Der Herr Präsident ZU Haule. - Capt. Iates stürzt vom Pserde und erleidet einen Schädelbruch.
Ernste Warnung. W a s h i n g t o n, 17. Juli. Der Umstand, daß in den Ver. Staaten zahlreiche brasilianische Diamanten BergverkZunternehmungen , gegründet werden, welche zum Theil völlig schmin delhafter Natur find, während andere so venig soliden Hintergrund haben, daß dieselben ebenfalls in die nämliche Kategorie zu rechnen find, hat den ame rikanifchen Konsul in Rio veranlaßt, dem Handelsdepartement einen Bericht über brasilianische DiamantBergwerke zu übermitteln, in welchem die That' fachen ungeschminkt . dargelegt sind. Konsul Anderson lonftatirt, daß er nicht so verstanden werden möchte, als ob alle derartigen Unternehmungen in Brasilien Schwindel seien; es sei mög. lich und sogar wahrscheinlich, daß manche derselben sich als profitabel er weisen können, aber nichtsdestoweniger habe die Thaifache, daß hie und da Diamanten, gefunden feien, einen fol chen .Boom" in Diamantgruben veranlaßt und zu Gründungen von Berg Werks Gesellschaften geführt, deren werthlose Aktien in den Ver. Staaten unter schwindelhasten Vorspiegelungen abgesetzt würden, daß von Kapitalanlagen in solchen Unternehmungen abge. rathen erden sollte. .N o t h b u ch" über die vene. zolanische Frage. Washington. D. C., 17. Juli. Im Hinblick aus den Entschluß des Staatsdepartements, die Bezahlung der amerikanischen Forderungen! von der Regierung der Castro'schen Republik Venezuela von Neuem zu verlangen, hat unsere Regierung ein .Rothbuchveröffentlicht, welche? den genauen Stand jener beschwerlichen Streitfra gen, als die Unterhandlungen im März des Jahres 1905 unterbrochen wurden, wie folgt, zeigt: .Die Stellung der venezolanischen Regierung gegenüber der Regierung der Ver. Staaten und gegenüber den Interessen von Bürgern der letzteren, welche? schweres und häufiges, Willkür lkch begangenes Unrecht durcb die Regierung von Venezuela geschehen ist, er. heischt, daß nunmehr volle Gerechtigkeit ein sür alle Mal geschieht. Falls die Regierung von Venezuela endgültig ablehnt, ihre Zustimmung zu geben, zu einer unparteiischen schiedsgerichtlichen Aburtheilung, durch welche die Gewäh rung vollständiger Gerechtigkeit für die geschädigten Parteien gesichert wird, wllrde die Regierung der Ver. Staaten zu ihrem Bedauern genöthigt sein, die Maßnahmen zu ergreifen, die ihr nöthig erscheinen, um vollständige Ge nugthuung ohne schiedsgerichtliche Ad urtheilung zu erlangen. Die Regie rung der Ver. Staaten hält eö mit dem Prinzip unparteiischer Aburtheilung. die Niemanden ein Unrecht thut, und wenn ihr maßvolles Ersuchen peremp torisch von Venezuela verweigert wird. wird eS ihr freistehen, in Erwägung zu ziehen, ob, falls fie gezwungen ist, zu nachdrücklicheren Maßnahmen zu grei fen, die letzteren eine .vollständige Schadloshaltung nicht nur für die ge schädigten Bürger der Ver. Staaten, sondern auch für irgendwelche AuSga den der Regierung der Ver. Staaten, welche, aus der Vollstreckung erwachsen. einschließen sollen." Die vom 23. Mürz datlrte Antwort Venezuela'5 kam einer Verwerfung deS Ultimatums gleich, indem die venezola Nische Regierung erklärte, daß zwischen ihr und den Ver. Staaten keine Streit frage vorhanden sei, und folgende Frage an die Washingtoner Regierung richtete. Ehe fie der Note deS Herrn Hay weitere Beachtung schenkt, konfta tirt die venezolanische Regierung, daß sie erst wissen muß, ob die Ver. Staa ten die Methoden und das Ansehen der venezolanischen Gerichtshöfe refpekt! im." Herr Bowen fügte hier bei, daß diese Antwort abreisender Natur fei und ein weiteres Ultimatum unnöthig mache. Die beste Erklärung für die trotzige Haltung, welche die venezolanische Ne gierung bis jetzt angenommen hat. sin
det sich, wenn man nur die offizielle
am droht.
Korrespondenz in Betracht zieht, in der Paraphrase einer Depesche, worin der amerikanische Gesandte Bowen dem Staatssekretär mittheilte, daß Senor JesuS Paul, der damals in Washing ton weilende .Privatrepräsentant Ca ftro'S, welcher die öffentliche Meinung in den Ver. Staaten 'gegen die An sprüche der ASPHalt'Gesellschast einzu. nehmen suchte, dem Präsidenten Castro direkt gekabelt habe, die Ver. Staaten Regierung würde dcS Gesandten Bowen Bericht entweder gar nicht beantworten, oder demselben versöhnliche Jnftruk tionen zusenden. Hoteleinfturz um Mitter. nacht. MemphlS, Tenn.. 17. Juli. Gegen Mitternacht stürzte ein Theil des bekannten .Peabody Hotel" zusammen. und zwanzig Zimmer wurden in einem Trümmerhaufen verwandelt. Kurz vor Mitternacht vernahm man ein un heimliches leises Krachen und Knacken, dem man anfänglich keine große 53s deutung zumaß. Als das Geräusch jedoch schärfer und deutlicher wurde,! bekamen die Angestellten eS mit der Angst. Die Bell BoyS" wurden be auftragt, sofort sämmtliche Gäste zu wecken und auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen. In wenigen Minuten war Alles aus den Betten und flüchtete auf die Straße. Kaum waren die Leute in Sicherheit, so er folgte der Zusammensturz. Der ver urfachte Schaden an dem Theile des SebäudeS beträgt etwa 550,000, und der Verlust der Gäste an Baggage ist ebenfalls sehr bedeutend, da viele in ihren Nachtkleidern auf die Straße sprangen. NeueMethode der Ar. beitöbezahlung. Washington, 17. Juli. Der Kommandant der KriegSichiffSBau Höfe, Capt. Lautze, hat dem amtlrenden Marinefecretär, Newberrv, eine Neue rung empfohlen, welche für die Arbei ter.Organisationen deS ganzen Landes von großer Wichtigkeit sein kann. Die Neuerung besteht in der Bezahlung der Arbeitslöhne. Den Arbeiter.Unionen soll daS Recht eingeräumt werden, die tägliche Maximalarbeit eines Arbeiters zu bestimmen und dafür soll er seinen festgesetzten Lohn erhalten. Arbeitet er jedoch mehr, so erhält er dasür eine Eltrabezahlung. Außerdem sollen die Arbeiter in allen Schiffsdauhösen für Kriegsschiffe auf Wunsch auch stückweise für die gelieferte Arbeit bezahlt werden. Die Arbelterunionen, welche ln den KrlegSschiffS'Bauhöfen ln Washington repräsentirt find, werden dieserhalb mit Herrn Newberry, auf Einladung des Letzteren, demnächst konferiren. , Neuer B o t f ch a f t e r P a. last. W a s h l n g t o n. D. C., 17. Juli. Wie Frankreich wird auch das Deutsche Reich hier ein neues prächtiges Bot. schaftS'Gebäude errichten. Der Lau platz für dasselbe ist soeben in aller Stille angekauft worden. DaS Grund stück befindet sich auf Kalorama HeightS, nahe 23. Straße, uns kostete ungefähr $125000. Es liegt im vornehmsten Theile der Stadt auf einem Hügel, der eine prächtige Ausficht gewährt, und mißt 300 bei 195 Fuß. Der Projekt tirte Prachtbau, für welchen die Pläne bereits ausgearbeitet find, wird minde ftenö $250,000 kosten. Capt. Jates stürzt vom Pferde und erleidet einen Schädelbruch. Boise, Jdaho. 17. Juli. Beim Exerciren von Rekruten stürzte heute Sapt. Wm. VateS, Truppe A des 14. Kavallerieregimentes, so unglücklich von seinem Pferde, daß ihm der Schä del gebroch:n wurde und er befinnungS los tn'S Hospital getragen werden mußte. DaS Pferd eines Rekruten war störrisch und Capt. ZZateS wollte dem Retter zeigen, wie er es zu beruh! gen habe. DaS störrische Thier lief aber gegen. daS Pferd deS CapltänS und warf diesen bet dem Zusammen prall aus dem Sattel. - Es ist wenig Hoffnung auf Wiederherstellung des 35 Jahre alten Schwerverletzten vor Handen. - .
Im Zeichen des Skat
Chicago als nächste tzonventionsstadt erwählt. Buffalo. N. Y.. 17. Juli. Vorüber ist die große Schlacht deS Nordamerikanischen SkatverbandeS. Nachdem den Vorschriften der Statuten entsprechend die Gruppen der Spieler abermals durch das LooS festgestellt waren, begann das Ringen. Heiß wurde gestritten. Das außerordentlich rege Interesse, welches die Mitglieder des StaatSver bandeS für dessen weiteres Gedeihen hegen, wurde in eklatanter Weise bewie sen durch den überaus zahlreichen Be such der in der Konventshalle abgehst tenen Geschäftsversammlung und die lebhaste Betheiligung an den zur Bor läge gebrachten Anträgen. VkzePrä fident Steul, welcher in der Versamm lung den Vorsitz führte,- hatte wieder holt nicht geringe Mühe, den zu leb haft sich äußernden Eifer einzelner Mit. glieder einzudampfen. Einen sehr leb' haften Charakter erhielt die Versamm lung, als die Festsetzung der nächftjüh' rigen Kongreßstadt erfolgte. Die den Ausschlag gebenden Mitglieder traten mit dem denkbar lautesten EnthufisS muS für Chicago ein. AuS diesem Kontest ging die Stadt der Winde am Mlchigan See mit fliegenden Fahnen als Siegerin herdor. Bei der hieraus folgenden Wahl der Verbandöbeamten für daS nächste Jahr wurden den Statuten entsprechend nur Chicagoer Wenzelritter nomiairt. Die mittels Akklamation erfolgte Wahl hatte das folgende Resultat: Präsident, Max Wortmann; 1. Vize-Präfident, Aldin Gauff; 2. Vize.Präfident. Judge Mar Wolff; Sekretär, John M. Barth; Schatzmeister, Simon Wefterfeld. Zu Direktoren wurden erwählt öenrv Wulff von Buffalo, N. Y.; Max Pfifter von Cleveland, Ohio; Robert Schiller von Milwaukee, Wisc.; Wil liam Sieber von McKeeöport, Pa., Leonard Priester von St. LouiS, Mo., und I. Charles Eichhorn von Detroit, Mich. Nachdem die bisherigen National Beamten William Simon, Henry C. Steul, William Lantz, George I. Sticht und Henry Wulff, sämmtlich in Buffalo, zu Ehrenmitgliedern des Ver bandeS erwählt waren, erfolgte Vertagung. Kampfes müde. Washington, 17. Juli. Mor gen den 18. Juli soll ein Waffenftill. stand zwischen Guatemala, Salvador und Honduras eintreten, um den Ver tretern dieser kriegführenden Republi km die Gelegenheit zu geben, wegen Friedensbedingungen miteinander zu berathen. Die drei Länder find wil. lenS, unter angemessenen Bedingungen sofort Frieden zu schließen. In den letzten Tagen haben an den Grenzen Guatemala'S keine Kämpfe ftattgesun den und die Heere liegen unthätig in ihren Lagern. Nach den genauesten Abschätzungen von militärischen Sachverständigen hat die Republik Salvador 40,000 ?gut be waffnete und gut einexercirte Soldaten; Honduras hat fast 50.000, aber weniger gute Soldaten und Guatemala ver fügt über eine Armee von 61,000 Sol daten, wovon vielleicht die Hälfte militärisch ausgebildet worden ist. Die einzige Kriegsmarine in Central'Ame rika besitzt die Republik HanduraS, die zwei mit HotchkinS Kanonen armlrte KriegSschaluppen, Tatuidlo- mit 103 Tonnen und Jebrero" mit 12 Ton nen Tragfähigkeit, befitzt. Die drei Republiken find deS kurzen Krieges müde und wünschen Frieden zu schließen, wenn die ZVer. Staaten als Vermittler ihre Dienste leihen. Der Herr Präsident zu Hause. O y fte? B a y, 17. Juli. Prä fident Roosevelt verweilte die letzte Nacht mit seinen beiden Söhnen Quentin und Archie, .deren CoufinS Philip und Gray Roofevelt, Dr. Ale xander Lambert und mit Leutnant Bulwer, Kommandeur der Jacht ,Sylph", in einem Zelte an dem Ufer des Cold Spring Hafens. . Gegen Morgen fing es an sehr stark zu regnen und der Präsident mit seinen Begleitern fuhr mit der Sylph- 'zurück nach Eaton Rock. Im Lause des Tages begab der Präsident sich in'S Feld und lud mit einer Forke eigenhändig eine Ladung Heu auf. Herr Roosevelt er holt sich, zusehends und er ist luftig und vergnügt, und spricht freundlich mit allen Personen, die er auf seinen Wegen begegnet. - .-.
Venezuela.
DaS Vertrauen' in Vene z u e l a ft e i g t. Caracas. 17. Juli. Gleich nach Uebernahme der Präsidentschaft der Republik hat General Castro sämmtliche von den Gerichten ver urtheilte Verbrecher begnadigt, so daß jetzt alle Gefängnisse leer find. Großes Vertrauen herrscht in ganz Venezuela für die Zukunft, da die ausstehenden Regierung?-Bon:s in der letzten Zeit um fünf bis sieben Punkte gestiegen find. General Castro hat bisher noch nicht .sein neues Ministerkabinet er nannt. China. Dampfer von Seeräubern überfallen. Hongkong, 17. Juli. Der bis tifcheDampfer Sainam" wurde gestern Abend an einem etwa 50 Meilen von Muchow entfernten Punkte von chine fischen Seeräubern angegriffen. Der Pastor Dr. MacDonald wurde erschos sen. Der Kapitän des Dampfers wurde schwer verwundet und der Maschinist rettete fich, indem er fich hinter den Kes. seln versteckte, er trug jedoch schwere Brandwunden davon. Ein chinesischer Passagier wurde ebenfalls geiödtet. Die Piraten entkamen in Dschunken. Das britische Kriegsschiff .Moorhen" ist nach dem Schauplatze der. That ab gefahren. - , Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American'Association. KanfaS City, 17. Juli. KanfaS City. . .0 0110000 02 Indianapolis. .40001010 0 6 Batterien Swann und Leahy; Hickey und Kahoe. Milwaukee, 17. Juli. Milwaukee . . . .3 0000000 14 Columbuö 3 0020000 0 5 Batterien Merlin und Beville; Berger und Blue. MinneapoliS, 17. Juli. MinneapoliS ...0 0 0 2 1 0 0 0 3 Toledo 00000000 0 0 Batterien Ford und Shannon; WiggS und Abbott. St. Paul, 17. Juli. St. Paul.....04 0100 0 0 5 LoulSville 00 0000000 0 Batterien Morgan, Rocken field und DrlllzlPuttmann und Stoner. N ati ona l.Lig a. Clnclnnati, 17. Juli. Cincinnati 01401024 12 Boston .......000022000 4 Batterien Weimer und Schlei; Young und Sedham. St. Louis, 17. Juli. St. LouiS 201 0301 0 '7 Brooklyn 0001000001 Batterien Beebe und W. Marshall; McJntyre und Ritter. Chicago, 17. Juli. Chicago ; 10000221 6 New York 0 0 0 010 010- 2 Batterien Brown und King; Mathewson und Bresnahan. PittSburg, 17. Juli. PittSburg ....0000000011 Philadelphia. ..00200002 04 Batterien Lynch und- Gibson; SparkS und Dooin. CSiffSnaSriSten. New York: Georgic" von Liverpool; .Kaiser Wilhelm 1!.- nach Are. men, via Plymou!h und Eher bourg; Canrnto" nach Liverpool, via QueenStown. . Antwerpen: .Kronland" von NewJork, dia Dover. Cherbourg: Kaiser Wilhelm derGroßeVia Plymouth für Bremen. Bremen: 'Neckar- von Baltimore. Liverpool: .Germania" nach NewJork, via QueenStown. ifrtfsttii.n von tfaiDfi braten. Man nimmt von übrig aebliebttiem Kalbsbraten ein autes Stück fertigt' von 2 bis 3 Eiern in Buttern ei : lockeres Rührei, hackt bei des zusammen, mischt etwas geschab ten Sveck. ' &äli und aewieate Sar deelln, ger-iebene Zwiebel, noch , -zwei rohe Eier und semgeriebene Semmel dazu, rührt alles durcheinander, formt runde Scheiben wie Koteletts daraus, panirt dieselben in Beschlägenen ßltt und (Sammeln, brat sie in steigender Butter schon ' braun-und richtet , sie mit- einer pikanten ; Sau an.
Der Büchsenfleischeonsum in Deutschland. Nachrichten aus der deutschen
Neichshauptstadt zufolge macht sich dort, wie auch in anderen Theilen Deutschlands, der Rückgang im Konsum von Büchsenfleisch und Konserden in . auffallender Weise bemerkbar. Die Chicagoer Enthüllung:n haben mcht nur aus den Kauf von Vüchsenfleisch, sondern auch 'auf den der Conserven sehr bedenklich eingewirkt. Sie haben aeradezu wie eine Bombe gewirkt und die Kundschaft zersprengt. Der Import von amerlkonischem Corned beef hatte in den lekten Jahren, vornehmlich auch in der Zeit der Fleischtheuerung, großen Umfang angenommen, und zwar waren es neben den Delikateßgeschäften und Butterhandlungen die Waarenhauser, d:e davon arone Umsätze erzielten. Hauptabnehmer waren neben großen Haushaltunaen auch d:e Pensionate. Jetzt aber lautet die Parole überall: .Kein Büchsenfleisch u Man hat sich in den Geschäften dazu verstehen müssen, diese Artikel aus dem Waarenverzeichnch zum Theil herauszunehmen. Nur ganz schüchtern wird nur noch .deutsches" Büchsenfleisch angeboten. Um eö überhaupt los zu werden, hat man ganz besonders bülige Preise machen , müssen. Es wird zur Zeit die Sechspfunddose .Deutsches Corned Beef" zu 4.50 Mark. eine größere Sendung von 72 Pfund l 4 v W w v . am mil 42 Mark angevoten. Auch mt Conserden sind nicht beliebt. Hier wird als Hauptgrund in's Feld geführt, daß neuerdings vielfach von Vergiftungen infolge des Genusse? von Conserven berichtet und das Publikum dadurch kopfscheu gemach! worden sei. Neue Geheimsekte in China. In den nördlichen Provinzen Chinas. vor allem in Schantung. macht seit einiger Zeit eine neue geheime Verbindung, die Tsai-Li-Sekte. viel von sich reden. Nachforschungen haben ergeben, daß die Bewegung seit etwa einem Jahre besteht. Gewisse Anzeichen deuten darauf hin, daß ihr Ursprung aus der Mandschurei stammt. Die Tsai-Li-Sekte ist seit etwa einem Jahre nicht nur in der Provinz Schantung. sondern auch im deutschen Schutzgebiet Kiautschou ausgetaucht. Zur Zeit deS letzten chinesischen Neu jahrsfestes wurden in der Nähe des OrteS Kiautfchou eine Anzahl Chinesen, die zum Christenthum übertreten wollten, von Anhängern der Tsai-Li bedroht. Von wohlunterrichteter Seite wird behauptet, daß der größte Theil der Truppen Yuan Shikais. des Generalgouverneurs der Provinz Tschili, Mitglieder dieser Sekte seien und daß ein Theil der chinesischen Polizisten der Tsingtauer Polizei ihr ebenfalls angehören. Wenig . bekannt ist es, daß sogar in Tapautau, der Cbinesenstadt von Tsingtau, . ein Tsai-Li-Tempel existirt. Die Regierung hat bisher keine Veranlassung gehabt, hiergegen einzuschreiten. -Das soziale Moment der Bereinigung liegt zunächst ausgesprochenermaßen in der gemeinsamen AbWendung von allen geistigen Getränken, Tabak und Opium. Ein solcher Verein braucht in China, um wirksam zu sein, ein suggestives Moment. Bei der Tsai-Li-Sekte ist die FuchsVerehrung und die. damit verbundene starke Hypnose das Mittel, um von den Gewohnheiten des Rauchens, Trinkens und Opiumrauchens los zu kommen. Man begibt sich bewußt unter den Einfluß dieser Mächte, um den Teufel durch Belzebub auszutreiben. Das hat nun aber unter Umstehtden, und zwar gerade in China, recht häufig auch politische Fozen. .Man weiß sich fest organisirt und weithin über die Grenzen der Provinz hinaus durch gemeinsame Interessen verbunden. Man ist Mitverschworener aller derer, die denselben Geist verehren. Dazu kommt, daß die Mitglieder der Gesellschaft meist sozial tiefstehenden Schichten angehören und moralisch oft sehr zweideutig Pnd, da sich die Gesellschaft angeblich vorläufig auf Abgewöhnung der obengenannten Gewohnheiten beschränkt, ohne im Lbrigen auf ethische Hebung ihrer Mitglieder zu sehen. So liegt denn in der Zweideutigkeit der Situation ganz von selbst ein Moment, das unter Umständen gefährlich werden kann. Der Verdacht, daß sich in dem Programm der Gesellschaft auch anti-dynastisch-demokratische Pläne befinden, ist daher wohl nicht ganz aus der Luft gegriffen. Wie dem aber auch sei, so lange die Bevölkerung im .Wohlstand lebt, wie jetzt, der ganz von selbst in China eine gewisse Zufriedenheit mit sich bringt, ist nichts zu fürchten.' .Etwas anderes wäre, wenn, wie vor der Boxerbewegung, durch langjährige Mißernten und andere politische Ereignisse die Be dölkerung.'iN' Gärung käme In diesem. Fall. Tonnte sie zu einem äußerst gefährlichen Machtmittel des chinesischen Volks tvillens werden. ' Schon 1775 faßte die Pari ser Akademie' den. weisen Beschluß, angebliche. Lösungen deö ipetimm rnodile-Problemö nicht mehr, anzu-' nehmen, und doch beschäftigen sich noch heute Leute mit dieser Unmoß.'
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