Indiana Tribüne, Volume 29, Number 277, Indianapolis, Marion County, 17 July 1906 — Page 5

Jndkana Trlbüne, 17. Juli 1906;

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Jntcrurban Zctt-Tabcllc. I. N. T. System. I Kraft Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. Muncie & Marion Division. Lawrence, Fortville, Pendleton, Andersen, Forttown, Muncie, Middletomn, Alexandria, Summitville, Fairmount, Gas City, Jones

ro und Marion. 4 00 23m. 1 05 Nm. 5 05 2nt. 2 00 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Dm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. v 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 8 00 Nm. 12 00 MttgZ. 9I05 Nm. 11 30 Nm.

Limited. Logansport sc Peru Division. Marmel, Noblesville,? Cicero, Arcadia, Manta, Tipton, Kokomo, Galveston, Walton, Logansport, Miami, Bunker Hill, Peru und Elwood. 5 00 Vm. 1 45 Nm. 5 45 Lm. 3 00 Nm. 7 00 Vm. 3 45 Nm. 7 45 Lm. 5 00 Nm. 9 00 Vm. 5 45 Nm. 9 45 Vm. 7 00 Nm. 11 00 Vm. 7 45 Nm. 11 45 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nm. 11 30 Nm. Limited. Der Zug um 11:30 AbendS der Jndiana ,oliS-LoganZport lDioision geht nach Peru anstatt LoganSport. Reue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. -Züge verlassen Indianapolis um 7:00 und X1:C0 Uhr Vormittags und 3:00 und 7:00 Uhr Nachmittags, machen die Fahrt nach Lt. Wayne in 4 Stunden und 40 Minuten. euer Zug Marion Flyer Verläßt Varion 7:55 Vormittags und 1:55 Nach mittags ; Verläßt Indianapolis 11:00 Vor mittags und 5:00 Nachmittags; hält blos in Xnderson und Alezandria an. Anschließende Linien erreichen Dayton, Ohio, Ft. Wayne, Huntington, Wabash, Lafontaine, Swayzee, Greentown, Hartford lity, Montpellier, Blusston, Winchester, Union City, Greenville, O., und Zwischen ftationen. Fracht und VassagierOfsice Terminal ILartezimmer. Telephon M 175. Judianapolis & Eastern. Limited Züge für Richmond und allen Punkten in Ohio, welche verbunden sind mit elektrischen Linien, sum 8:10 und 11:10 Vor mittags, 2:10' und 5:10 Nachmittags und S:10 Abends. Locale sZüge für Richmond td Zwischenstationen, cm 6:00 Uhr Vor ittags an und dann jede Stunde, eusge ommen die Limited Zeit, H3r9:00 AbendS (7:00 Uhr Abends ausgelassen). Letzter Zug nach Greensield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & Martinsville. Erste MorgenCar um 5:10 Uhr MorgenS. Dann von 6:30 Uhr Morgen! jede Stunde bis 11:30 Uhr Abends ; ausgenommen die Stunden 8:30 und 10:30 Uhr Abends. Indianapolis Coal Traction Co. Züge laufen stündlich von Indianapolis nach Plainfield von 5:00 Uhr MorgenS bis 11:00 Uhr Abends ; ausgenommen die Stunden 8:00 und 10:00 Uhr AbendS. Indianapolis & Northwestern. Züge laufen stündlich von 5:00 Uhr Mor gens bis 9:00 Uhr Abends. Anschluß in Lebanon sürThorntownund ErawfordSville. Der Zug um 10:00 Uhr Abends führt blos bis nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr Abends fährt bis nach Frankfort, Anschluß in Lebanon für CrawfordSville ; derselbe fährt in der Sonn tag Nacht blos bis nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab um 8:10 und 11:10 Uhr Morgens, und 2:10, 5:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für Crawfordsville um 10:45 Vormittags und 4:25 Nachmittags. LEO LAND0, 142 N. Pennsylvania Str. Hauptquartier für Brillen Operngläser V?i?en werden nach den ltLtn Methoden den Augen angepaßt. Xükstliche Augen werden schmerzlos ein geietzt. Karstadt: Bros. Dampf-Färberei und Reinigungsanstalt. Haupt, Offic': 1435 N. JllinoiS Ctt. Vr an ch k : 249 Virginia Ave. 205 Jndiana Ave. 213 N. JllinoiS. .elde Vt)onc

5luf der Fahrt.

Von Fritz Gräntz. Fahr zu. fahr zu! Und tummle in den Schaaren Tcr andern Schiffe auch Tcin Schifflein gut OmauZ auf diese bohe Räthselfluthl Tas volle Leben gilt es zu erfahren. Wirf aus die Netze! Fische nach dem Wahren! 5 Schone trinle in Dein warmes Blut! An Deinem Steuer ftch' der Wagernutöl Ich rief mir's zu in meinen jungen zayren. Nun tönt mir eine leise Offenbarung AuZ lauter Wogen ungestümer Saft: Ein treuer Blick, der meinen Blick ersaßt, rn Ufcrtaa trn Maienblütbcnsnee Und eines Abschieds unacsprochncs Weh, Las sei des Lebens köstlichste rung.Sportssreunde. Eine Automobilgefchichte von Joachim Lothar. Das einstimmige, dumpflautende Signalhorn ertönte mehrmals hintereinander, und in verlangsamtem Tempo fauchte ein elegantes Automobil über die Promenade. Guten Morgen, Herr von 5xT Der Angerufene, der gedankenlos neben dem Trsttoir schlenderte und das erste Zeichen der Hupe überhört hatte, drehte sich, zur Seite springend, beim letzten Zeichen erschrocken um. Aus der lederbekleideten, überall hermetisch verschlossenen Gestalt mit der Brillenmaske war das hübsche Fräulein von Taubicht natürlich nicht zu erkennen. Aber Herr von Söck kannte den weißlackirten, mit Goldstreisen verzierten Motor, kannte die Stimme, die ihn so frisch und fröhlich anrief, und schwenkte grüßend den verwegen gekniffenen Panama. Guten Morgen, mein gnädiges Fräulein!" Die kühne Lenkerin des Fahrzeuges schaltete mit dem Handgriff den Strom aus, öffnete das Compressionsventil und zog die Bremse. Das tosende, knurrende Ungeheuer ge horchie unter Zittern. Eine in derbledernen Fäustlingen steckende Hand reichte über den Chauffeur hinweg und ließ sich von der markigen Rechten des Herrn von Söck kameradschaftlich drücken und schütteln. Haben Sie Lust mitzufahren?" Ei warum nicht?! Aber nicht so toll und nicht zu lange; um zwölf Uhr soll ich unbestaubt und unverknittert Mama bei Lattingens trefsen." Ich kann Sie ja auf Umwegen kinfahren." Das ist eine Idee! Hoppla...!" Und behend schwang sich Herr von Söck auf das Polster neben Signe von Taubicht. Der Chauffeur hatte den Aufenthalt benutzt, den Benzinbehälter zu füllen und die Batterie zu untersuchen, beeilte sich aber, als er sah, daß seine junge Gebieterin den Handgriff auf Fahrt" stellte. Bevor sich unter Summen und Brummen die Maschine in Gang setzte, nestelte Herr von Söck noch die prachtvolle Gloire de Dijon von seinem dunkelkarirten Smoking und nestelte sie mit sicherem Griff in eine der koketten Brusttaschen von Signes Lederjackett. Das Benzin wird ihren füßen Duft ersticken, aber ich danke Ihnen." Hätte die häßliche Brille ihr Gesicht nicht verhüllt, würde das jähe Erröth'en des Mädchens Herrn von Söck zu denken gegeben haben. P!P!P! Rattata... rattata... Weg waren sie! Dort bei der Brücke tauchte, von einer Staubwolke umarmt, das Fahrzeug noch einmal auf, dann eilte es, weit außen haltend, um eine Kurve, und nun sausten die beiden dahin, die Stadt im Rücken. Sie verstehen Ihre Sache wundervoll, gnädigstes Fräulein." Wirklich? Mache ich meinem Meister Ehre? Das freut mich." Sie haben Ihren Lehrer längst überflügelt, Fräulein Signe. Ich bin noch nie so kühn gewesen, ein Rennen mitzumachen." O was das anbetrifft . . . ! Ich bin ja auch die Letzte geworden." Das lag an Ihrer gefährlichen Concurrenz. nicht an Ihnen. Und dann sind Sie ja auch eine Dame." Ach so," machte sie gedehnt, Sie meinen, da müsse mc.n von vornherein einen anderen Maßstab anlegen." Das hören doch alle Damen im gern... Aber so dürfen Sie das nun wieder nicht aufnehmen," begütigte er liebenswürdig. Mein Refpekt vor Ihrer Geistesgegenwart und physischen Kraft ist eminent. Aber ich fürchte, es könnte das Rennfieber Sie einmal so packen, daß Sie wohl instinktiv thun, was einem Stärleren, Geübteren gelingt, Ihnen aber fehlschlägt." Er sorgte sich um sie. Wie süß ihr das klang. Um mich vor Tollkühnheit zu bewahren, sollten Sie mich bei derartigen Gelegenheiten immer begleiten, Herr von Söck," schmeichelte Signe. Das werde ich nun kider nicht können," unterbrach er sie-und nickte traurig vor sich him Ich gebe das Automobilfahren auf... Diese Fahrt

ist voraussichtlich die letzte, und es freut mich ganz besonders, ba ge rade Sie es waren, die mich dazu aufforderte." Signe hörte stumm zu, weniger starr über die Thatsache, als über den verschleierten Ton, der ihr an dem immer heiteren Freunde fremd klang. Unsicher, wie sie sich dagegen verhalten sollte, kam es ihr ganz gelegen, daß die in Sicht befindliche Anhöhe, die ihre Lenkkraft und Aufmerksamkeit in Anspruch nahm, sie vorläufig des Redens überhob. Indem der Chauffeur den Gashahn ganz öffnete und die entsprechende große Frühzündung gab, wurde ein gutes Theil der Steigung bewältigt, und nun ging's auf ebenem Wege wieder pfeilschnell dahin. Woher denn Ihre plötzliche Abneigung gegen diesen Sport und Ihr schönes Automobil?" nahm sie das Gespräch nach einiger Zeit wieder auf. Verlegen brachte Herr von Söck ein paar abgerissene Sätze: Manro ängstigt sich auf einmal . . . Wissen Sie, das schreckliche Unglück neulich bei der Distanzfahrt... Der Besitzer von Daimler Politz II schwer verletzt, der Mechaniker maustodt..." Signe sah den Sprechenden flüchtig, aber fcharf an. Seit wann dachte Söck an Unglück und Tod, wenn er autelte? Gott! Ihre Mutter ist doch sonst nicht so... Hat sich doch bisher immer mit der meinen verständnißvoll getröstet, wenn wir gemeinsam auf unseren vierräderigen Benzinkesseln auf und davon ritten. Da steckt etwas anderes dahinter!" Nachdem sie das so bestimmt U hauptete, rückte er mit der Sprache heraus. Na ich will's Ihnen gestehen, Fräulein von Taubicht, denn ich habe Vertrauen zu Ihnen, großes Vertrauen." Was für eine feierliche Einleitung," spöttelte sie und stimmte das Automobil auf eine langsamere Gangart. Schießen Sie los!" Ich bin in einer solchen Zwangsläge, gnädigstes Fräulein..." Durch die Riesenbrille traf ihn ein freundlicher Blick aus blauen Augen. Haben Sie eine Dummheit gemacht?" Noch nicht," lachte Söck gezwungen auf und schüttelte den hageren Charakterkopf mit dem sympathischen, bartlosen Gesicht. Noch nicht, aber es könnte eine werden!" Ja, was denn nun endlich?" drängte Signe ungeduldig und fuhr noch langsamer. Rund heraus," nahm er sich einen Anlauf und lockerte den blü'henweißen, hohen Stehkragen, Mama will mich durchaus verheirathen." Ratsch! Da hatte die Vielgewandte nun doch einen Fehler gemacht und vor Schreck alle, drei zur Verfügung siehenden Pedale am Boden des Wagens bethätigt. Gut. daß der Motor nicht in voller Fahrt war, das brüske Bremsen hätte sonst schlimm ausfallen können. ' ' Es war aber auch kein Wunder, wenn Signe blind arbeitete, denn es tanzte ihr schwarz vor den Augen, und ihr Herz klopfte rasend. Söck verhinderte sie noch rechtzeitig, mit der Handbremse entgegenzuarbeiten. und der Motor lief weiter, als sei nichts geschehen. Signe riß sich zusammen. Was hat aber Ihre Verheirathung mit dem Automobil zu thun?" Diejenige, die Mama mir ausgesucht hat, verabscheut es." Dann weiß ich schon, wer sie" ist." klang es heiser an sein Ohr, und die Maschine bekam wieder .einen Ruck.,Asta von Lattingen... ja oder nein?" Ja... die gefällt meiner Mutter riesig," gestand er kleinlaut. Hastig riß da Fräulein von Taudicht von ihrer Brust die Rose, an der sie sich so gefreut hatte, und schleuderte sie in weitem Bogen über die staubige Straße in's Feld. Was hat Ihnen nur die arme Nose gethan?!" Die Rose? Nichts. Aber ich will keine Blumen mehr von Ihnen bringen Sie sie künftig Ihrer Braut ..." Mit einer Geschwindigkeit von hundert Kilometern ließ Signe die Maschine arbeiten ,um ihren Zorn auszutoben. und säusle vorüber an freundlichen Dörfern im Kranze von grünen Wiesen und gelben Kornfeldern. über die sich wolkenlos der blaue Himmel spannte, und die aufragenden Kirchthürme schienen mitzutanzen. Knapp vor einer Kurve, die direkt in's Thal fiel und von Signe offenbar nicht bemerkt wurde, griff Sixk noch schnell besonnen in die Vorrichtungen. der Bremse ein, damit die entfesselte Kraft der mit enormer Geschwindigkeit sich fortbewegenden kolossalen Masse nicht zum Verderben werde. Schreckliches hätte passiren können! Der Wagen begann bereits zu schleudern und sich bereits zu drehen... Zitternd gestand Signe ihre Unfahigkeit, weiter zu lenken, und tauschte ohne Widerspruch auf Söcks Vorschlag hin den Platz mit dem Mechaniker. Heim!" befahl sie hart. Oder nein . .,. . lassen Sie zuvor Herrn von Söck aussieigen." , : . .Hier auf freiem Felde?", lachte er

arnüsirt. Nee nun müssen Sie mich auch wieder mit zurücknehmen!" Und ohne ir)rN Auikorderung abzuwarten, nahm er neben ihr auf dem Rücksitz Platz. Aeußerlich gleichgültig, innerlich aber voll brennenden Interesses für das Thema, begann sie: Also verheirathen will man Sie! Das ist ja nun nicht weiter überraschend, bei einem jungen Manne und einer fürsorglichen Mutter . . . Aber Asta von Lattingen nein, der gönne ich Sie nicht." Sprach's, löste die entstellende Maske vom Gesicht und ließ denentzückten Begleiter in zwei flammende Augen, auf einen blassen, zuckenden Mnd sehen. Scheuender Pferde wegen schaltete der Chauffeur soeben mittels Handgriffs die Zündung aus, und Söck benutzte diesen Moment, wo das Geräusch der auspuffenden Gase schwieg, ihr zuzuraunen: Signe, Sie sind mir gut." Aber da fuhr sie auf, wüthend, sich verrathen zu haben. Wir sind Sportsgenossen, das ist alles . . ." Schließt das die Liebe denn aus?" Empört sah sie ihn an. Sie wagen es, mir von Liebe zu reden, während Sie um eine andere freien?" Noch thue ich es ja nicht . . . Noch ist es nur ein Plan meiner Mutter, den ich nicht zu verwirklichen brauche, wenn ..." Wenn?" Athemlos wartete sie. Wenn ich in Ihnen, Signe, mehr sehen darf als die Sportsfreundin, die ihr junges Herz mit abgeklärter Wunschlosigkeit umpanzern und mir im sportlichen Zusammensein den Zauber ihrer Weiblichkeit durch die häßliche Brillenmaske gewaltsam entziehen will..." Wer den Sport so ernst nimmt, wie ich, -ihm zuliebe jede Eitelkeit abstreift, der legt keinen Werth darauf, Euch Marlnern zu gefallen." sagte sie wegwerfend. Nebmen Sie nur den Affen, die Zierpuppe Asta. die. sich in kem Segelschiff und in kein Automobil traut, theils aus Feigheit, theils aus Sorge, Teint und Frisur zu gefährden . . ." Das war reizend! Diese Leidenfchaft eröffnete ihm ein ganzes Paradies! Söck nahm ihre zitternden Hände in die feinen, befreite sie von den Ungethümen der ledernen Futterale und streichelte sie sanft. '"Signe... Einzige Signe... Es ist ja alles nicht wahr! Keine Rede von Asta . . . Mama und ich haben Sie überlistet, um Ihre Gefühle für mich endlich zu ergründen . . ." 'Aber Herr von Söck!" Die Verlegenheit stand ihr reizend, und er klmnte es sich nicht versagen, sich so tief auf sie zu neigen, daß die jungen Gesichter sich berührten. Nicht wahr. Signe, ich arf doch Mama sagen, daß wir beioe von nun an zusammengehören?" 'Das Geräusch der Maschine . verschlang ihre leise gehauchte Antwort, aber er las sie ' aus des Mädchens strahlenden Augen. , Soll ich am Palais Lattingen vorfahren?" erkundigte sich der Chauffeur. Söck sah auf die Uhr. Es ist noch Zeit. Erst mal nach Villa Taubicht bitte . . ." Und zu Signe sagte er leise: Mama Taubicht fragen, ob sie mir Dich nicht nur beim Automobilfahren, sondern auch für's Leben anvertraut... Mit ihrer Erlaubniß fahren wir dann als lebendige Verlobunqsanzeige zu Lattingens. " Eilt das so?" Aber sie freute sich doch tief, daß er's nicht erwarten konnte, sein Glück zu verkünden. Töff . . . töff ... Die Maschine that ihre Schuldigkeit. Perücken auö Käse. Es klingt manchmal schier unglaublich, was die Technik alles zuwege bringt! In neuester Zeit zeigt sich ganz besonders lebhaft die Tendenz, den aus Milch gewonnenen Käsestoff, das Kasein, zu allen möglichen technischen Zwecken zu verwenden, stellt daraus bereits ein Jsolirmaterial für elektrische Zwecke, das Galalith" dar, ferner einen Kitt zum Binden von Porzellan, ein Surrogat für Gummiarabikum. ein Bindemittel für Freskomalerei und noch eine ganze Reihe anderer Dinge. Den Vogel hat aber unstreitig ein deutscher Erfinder abgeschossen, der in Frankreich c'n Patent auf ein Verfahren ertheilt bekam, nach dem aus Käse künstliche Haare, sowie künstliche Seide dargestellt werden können! Die Einzelheiten dieses Verfahrens zeigen,, daß es sich um einen wohldurchdachten Prozeß handelt, und so dürfte es gar nicht zu den Unmöglichkeiten gehören, daß man in nicht allzu ferner Zeit Blusen von künstlicher Seide und Perücken trägt, die aus Käse hergestellt sind! Energisch. Ich schicke meinen Reisenden zu einen säumigen Kunden in der Stadt, um demselben 'mal energisch auf die Hinterbeine zu treten. Nach 'ner halben Stunde kommt mein Reisender zurück: Nun, Herr Meyer, haben sie es dem Mann gesagt!?" Ob. tch , es ihm gesagt hab' und, wie hab' ich eö ihm gesagt, und wenn er dagewesen war', . hätt', ich eö ihm noch viel mehr gesagt!" ; .. . ,

Ein prächtiges SilberService, welches die virginischen Colonial Dames of America" dem neuen Schlachtschiff Virginia" zum Geschenk gemacht haben, ist im Schiffsbauhofe zu Norfolk in Anwesenheit einer großen Anzahl von Damen des Ordens aus allen Theilen des Staates Virginien dem BefehlsHaber mit patriotischer Ansprache überreicht worden. Beim Abtragen der Maue r n eines Hauses an der West 8. Straße in New Fork entdeckte kürzlich ein Arbeiter eine Kiste mit 1000 englischen Souvereigns, gleich $5000. Der Fund wurde mehrere Tage verheimlicht, weil man noch mehr Schätze zu finden hoffte. Wie sich herausstellte, liefen, als der betreffende Arbeiter die werthvolle Kiste entdeckte, seine Mitarbeiter spornstreichs zu dem neuen Hauseigenthümer, um ihn von dem Funde zu verständigen. Diese Zeit benützte der glückliche Schatzgräber, verschwand und ward nicht mehr gesehen. In Verbindung mit dem Sängerfest in Newark wird von dort berichtet: Es ist eine allgemein bekannte Thatsache, daß die Deutschen es meisterhaft verstehen, ihre Feste zu feiern und dies hat sich auch hier wierer glänzend bewährt. Trotz des großartigen Volksfestes im Olympic Park und des kolossalen Fremdenandrangs hatte die Polizei fast gar nichts zu thun. Es war, wie die Polizei settft zugesteht, der ruhigste Sonntag seit langer Zeit. Gewiß das beste Zeugniß, daß Zwangsgesetze und Muckermaßregeln hier in Newark nicht am Platze, sind. War auch der Park der Hauptort des festlichen Getümmels, so war der Verkehr in den Straßen Newarks und vor allem im Centrum der Stadt, namentlich an den Vier Ecken", Broad und Market Str., kaum minder stark. Eine große Anzahl der Vereinsquartiere lagen in oder nahe dem Centrum und schaarenweise pilgerten die Fremden durch die Straßen. Aber allerwärts herrschte die größte Ruhe und Ordnung und echt deutsche Geselligkeit. In den Polizeirevieren hatten die dienstthuenden Sergeanten nichts zu thun, außer in vereinzelten Fällen, die nichts mit dem Feste zu thun hatten. Verschiedene große Flie-gen-und Bremsenarten sind, wie aus Minnesota gemeldet wird, für das Hochwild in den nördlichen Waldüngen des Staates eine große Plage. Die Thiere werden - von den Fliegen so bedrängt, daß sie, um ihren kleinen Feinden zu entfliehen, selbst ihre Scheu vor menschlichen Wohnstätten überwinden und sich häufig in den Dörfern zeigen. Die Durchführung einer Reise durch das Waldland ist wegen der Insekten fast unmöglich und Rinder und Pferde auf den Weiden werden von den Fliegen und Inselten entsetzlich gequält. In allen Seen kann man Musethiere und Hirsche schwimmen sehen, im Bestreben. den Fliegen zu entgehen. Gewöhnlich ist die Zeit, in welcher die Fliegen das Wild plagen, kurz.- In diesem Jahre scheint es aber zwei Gattungen derartiger Fliegen zu geben, die sich im allgemeinen ähnlich sehen, aber in Farbe und Größe verschieden sind. Die größere Gattung kommt hauptsächlich in den dicht bewachsenen Fichtenwäldern vor. Auf dem Hochlande entlang der Range kommt die kleinere Gattung vor, aber diese Fliegen sind für alle Thiere eine große Plage. Viele Farmer sagen, daß sie deswegen ihre Pferde nur zeitlich Morgens und in der Nacht verwenden können. Als ein hartnäckiger Fahrgast rwies sich ein Mann Namens John Snow aus Newark, der auf einer Car nahezu 15 Stunden ausharrte, weil diese nicht bis zu dem Punkte lief, den sie hätte laufen sollen und Snow auf seinem Recht beharrte, die Car müsse ihre regelrechte Strecke laufen, sobald das Schild diese anzeigt. Snow wurde schließlich an der Westfield Junction gemaltsam aus der Car entfernt und vor den Friedensrichter von Westfield gebracht. Wie sich aus dem Verhör ergab, bestieg Snow in Newark eine sogenannte Main Line" Car, um nach der Lackawanna Bahnstation an Plane und Broad Str. zu fahren. Als er erst eine kurze Strecke gefahren war, machte der Conducteur bekannt, dieCar würde nur bis zurCentral Ave. laufen und dann nach Bound Brook. Auf der Rückfahrt von dort wurde die Car in Plainfield beschädigt und in Westfield Junction, wo die Car um 10 Uhr Abends eintraf, wurde sie in den dortigen Schuppen gebracht. Snow, der um 3 Uhr am Nachmittag aufgestiegen war, rührte sich nicht. Er hatte einen Marktkorb bei sich, der, wie sich herausstellte, belegte Butterbrode enthielt, an denen sich Snow auf seiner Fahrt gütlich that. Er 'blieb die ganze Nacht über im Schuppen. Am nächsten Morgen sollte die Car reparirt werden und da Snow noch immer nicht seinen Sitz gutwillig aufgeben wollte, wurde die Polizei geholt und Snow verhaftet. Der Polizist, welcher die Verhaftung vorgenommen hatte, schien jedoch keine gn ße Lust zu haben, auf einer Klage zu bestehen und Snow wurde vom Friedensrichter entlassen.

Gefchäfts-Kalender. Automobiles.

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