Indiana Tribüne, Volume 29, Number 276, Indianapolis, Marion County, 16 July 1906 — Page 7

Judiana Tribüne, 16. Juli IO0S.

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(Fortsetzung.) Tas glaubst Du; das geht aber über Deine Kraft'; ich kann's auch gar nicht verlangen. Was ich gethan hab', ist ja nur deswegen g'schehen, daß ich mir Dich erhalt soviel ist mir schon lang klar, denn die anderen Gründ' sind soviel als nichts aber ich hab mich geirrt. Ein Unrecht schlagt nie zum Gut'n-aus." Franz, ich bitt' Dich glaub' mir ich halt' mein Wort!Daß Du ein brav's Deandl bitt und es jetzt auch ganz gut und wahr mit mir meinst daran Zweifel ich net. Aber schau! Ob das Vorhalt', ob nicht einmal der Tag kommt, wo Du einsehen müßtest, daß ein Mann, der die Achtung vor sich selbst verloren hat. auch net weiter zu achten ist! Wenn ich überhaupt in der Sach' noch einen Zweifel gehabt hätt', heut' Nacht, in diese? schrecklichen Nacht, wärmir alles klar worden." Der Jäger schwieg und starrte finster zu Boden; für ihn lag Gegenwart und Zukunft in einem wüsten Trümmerhaufen. Midei weinte still, aber sie umschlang dann leidenschaftlich den Hals ihres Geliebten. Manches mag ja richtig sein, was Du sagst. Daß Du aber die Hoffnung so ganz verloren hast, das halt ich für ein Unrecht. Ist's denn überhaupt schon sicher, daß Dich der Janosch angibt? Hat er's bis jetzt bei sich behalten können, so kann er's auch noch länger. Der Mensch war Dir eh' net gut. wenngleich ich keinen Grund und keine Ursach für sein' Haß zu finden weiß. Hat er Dich doch fchon umbringen wollen und ist er nur um deswegen durch'kommen, weil er sich richtig hat herausg'loaen. Der für ibn 'schworen hnl ist derselbige Spitzbub wie er. , Schau. Franz! Ich glaub noch gar net daran, daß überhaupt die andere Sach' zur Sprach' kommt." Meinst. Midei?" fragte ungläubig der Franzl. Es that ihm sichtlich wohl, diesen unwahrscheinlichen Ausweg vor sich zu sehen. Ich mein's nicht nur, ich glaub's sogar. Und gesetzt den Fall, er gibt Dich an, so ist noch lang' nichts verlocen!" Der Jäger hob aufhorchend den Kopf. Wieso denn? Dann geht's eben seinen Gang!" Nein, den geht's net! Wer hat denn außer dem Zigeuner zugeschaut? Wer rcetJ etwas oavon, autzer mir uno oer Zigeunerin? Wenn Dir die bös wollen hätt', hätt's Dich net vor dem Janosch g'warnt. Hast Du was mit dem Madl?" MideiS Augen blitzten in eifersüchtiger Drohung. Das Blut stieg dem Burschen bei dieser unvermutheten Frage in's Ge sicht. Er verneinte jedoch mit einem solchen Scheine von Wahrheit, daß sich das Mädchen wieder beruhigte, obgleich em Stachel in ihrer Seele zurückblieb, denn sie fühlte mit weiblichem Scharfsinne, daß Maruschka sicher eine tiefere Ursache ihrer Handlungen besaß. Was die Zigeunerin dachte, konnte ihr gleichailtig sein, wenn nur Franz nichts mit derselben zu thun hatte. Einen Grund an der Aufrichtigkeit ihres Geliebten zu zweifeln fand sie nicht. Daß er sich an eine hergelaufene Dirne hänge und sie selbst damit preisgebe, das glaubte sie nicht. Laß' den Zigeuner sagen was er will und bleib' nur fest darauf, daß Du den Vater net erwischt hast. Dann kann Dir kein Mensch an. Die Nich ter glauben doch eher Dir, als einem solchen Vagabunden," fuhr sie ein dringlich redend fort. Ter Jäger griff sich Verzweiflung? voll an seine Stirne. Midei, Midei! Das werd' ich nicht können. Wenn sie mich fragen vor dem Menschen ich werd' nichts anders faqen können als die Wahrheit. Ich müßt' in die Erd hineinsinken vor Scham, wenn ich auch dann noch lügen und schweigen wollt! - Midei, bedenk mein' Eid, den ich hab' schwören, müs sen!" Midei fühlte von dem schrecklichen Kampfe, der in der Seele des Jägers tobte, nichts. Warum jetzt alles vnloren halten, wenn es sich nur darum handelte, die Konsequenzen einer früheren Handlung zu ziehen? Ja.' so seid Ihr Mannsbilder! fuhr ji erregt auf. Immer nur eine halbe Arbeit. Fu? was ecS Sorgen und Quälen die ganze Zeit her, wenn jetzt die geringste Kleinigkeit das wie der umwirft, was mühsam ausbau worden ist? Laß den Zigeuner reden was er will! Oder glaubst Du. daß es für Dich besser wär' und von Nutzen sein kann, wenn Du als auter Ker nachträglich sagst, was Du selbiges Mal mitanz'schen hast? Keine Red davon. Im Gegentheil, ang'rechne wird's Dir als ganz besondere Erschwerung, daß Du nur-nachgeben hast. weil Du net mehr aus konnt hast. Und erst Deine Forstleut! Denen ist'S hundertmal lieber, es wachst GraS über eine, solche G'schicht, alS daß zetz nachträglich einer von ihnen dasteht, wie ein Schulbub, der emgesteyt, ton tz sich vor Vruaeln fürüt'.

Warum hab ich nicht nachqeb'n mit

Bitteln und Betteln damals? Wegen dem haushohen Unglück in unserer Famili, wegen Dir und mir. Liegt heut vielleicht die Sach' anders? Ich wüßt net. aber vielleicht weißt Du's? Bist Tu dem Zigeuner, der Dir zweimal an's Leben hat wollen, vielleicht d:e volle Wahrheit schuldig? Brauchst Tu auf em' solchen Mörder vielleicht Rücksichten z'nehmen, nur daß er net Lügen g'straft wird? Das geht mir nicht em in wem Kovf und wenn Du mich noch öfter an Dein' Eid und an Deine Pflicht er innersi. Hast Du vielleicht keine Pflichten gegen Dich selber vor Mir. der Du die Eh' versprochen hast, gar net zu reden. Aber thu und laß was Du willst. Unglücklicher als ich jetzt bin kann ich kaum mehr werden." Midei brach in einen Strom von Thränen aus und schluchzte herzbrechend. Ter Jäger konnte sie nicht weinen sehen. Unwillkürlich überkam ihn eine weichere Stimmung und mit schmeichelnden Worten suchte er die Hocherregte zu trösten. Aber das ging lange her. bis die Thränen langsamer flössen. Zuletzt aber mußten auch sie versiegen, und Midei starrte, noch von Schluchzen erschüttert, ohm etwas zu sehen in die Ferne. Der Fischhaber war kem Freund der halben Maßregeln und deswegen hatte ihn schon bei der heftigen Rede Mideis etwas überkommen, das wie Trotz aussän. Ein trotziges Entgegenstemmen gegenüber dem hereinbrechenden, feindliehen Geschick. Wenn das Ganze, was er mit seiner verspäteten Reue und Wahrheitsliebe erreichen wollte, darauf hinauslief, ihn lächerlich zu machen. wenn fönst kein anderer Nutzen daraus folgte, dann konnte er es ja ebensogut unterlassen. Was thut er denn, wenn er der Anklage des Zigeuners gegenüber schweigt? Nichts, als was schon vorher geschehen war: Er hat eben damals nichts gesehen hären wollen und für heule gut das nämliche. Das ist also immer ein und dieselbe Sache, gegenüber der er sich mit seinem Gewissen abzufinden hat. Midei m an seinem Halse, er fühlte das bange Schlagen ihres Herzens, das Beben ihrer ganzen Gestalt. So viel Liebe hmz an ihm und er. sollte vielleicht blos wegen überflüssizen und übergroßen Gerechtigkeitsgefühls sie von sich weisen! Wie dunkel und einsam wird dann sein Leben vor ihm liegen, wie freudlos und ohne den Glanz, den eine, wahre Liebe hineinwirft. Unwillkürlich preßte er das Mädchen fester an sich und sie sah mit einem so rührend weichen und bittenden Blick zu ihm auf, daß er b Augen, die ihn so anblickten, küssen mußte. Mioei satte ihn verstanden, denn wann versteht ein Weib den Mann nicht, den sie in ihren Armen hält. wenn er schwach wird. So heiß wie niemals preßten sich ihre Lippen auf die feinen. Laß, Franzl, laß; es wird noch alles gut werden." Ter Jäger war in zu großer Erregung, um antworten zu können. Wortlos zog er sie nochmals an sich und schüttelte ihr die Hand zum Zeichen des Einverständnisses. Mit Müh? preßte er herauS: ' Wegen Deiner, Midei. ist's g'schehen es bleibt dabei." Das Mädchen sah ihm lange nach, so lange, bis seine Gestalt unter den Bäumen verschwunden war, die den Abhang bedeckten. Sie war mit dem Erreichten zufrieden und hielt es für natürlich,' daß es fo und nicht anders war. Ihr Gesicht legte 'sich aber in strenge Falten und ein herber Zug umspielte ihren Mund, als sie der Zigeunerin gedachte. Mit weiblichem Instinkte witterte sie in derselben eine Nebenbuhlerin. - Franz war ja ein ehrlicher Bursche- und ihr in Lieb und Treu ergeben: aber es ist auch für einen solchen gefährlich, sich einem jungen, schönen Geschöpf gegenüber zu wissen, von dem er geliebt wird. Denn ohne dieses Gefübl in ihrem Herren, hätte die Zigeunerin sicher unterlassen, einen Stammesaenossen. von dem ncch dazu die Rede ging, er werde sie heirathen, zu verrathen. Ein Glück war, daß die Maruschka verschwand. Aber warum verschwand sie? Konnt: daran Nicht Franzl, ichuld sein? Die Männer wissen oft gar nicht, wie tief ihre leichtsinnigen Worte und Scherze in Weiberherzen eindringen; wenn nur der Augenblick ihnen Befriedigung gewährt; um ein Weiteres küm mern sie sich nicht. Midei und ihr Bräutigam hatten. wie es schien, ihre Rollen gewechselt. Zuerst war Franz der Besorgtere und Muthlosere: ietzt aber sah er dem Kömmenden mit einer gewissen Ruhe entgegen. DaS Mada?en dagegen ver lor an seiner Sicherheit; es begann Zweifel zu , hegen an der Willensfestigkett Franzls, und dann war mit Ma ruschka ein., fremdes Element in die ganze Sache verflochten worden, dem es mit Mißtrauen gegenüberstand. 9. K a p i t e l. CZln solchen Gemüthszuständen ver y ging eine geraume Zeit. Wie es damals der Brauch, nahm die Untersuchung gegen den Zigeuner. der im Landgerichts-Sefananiß zu

Garmisch saß. verschiedene Monate in Anspruch. Warum sich auch damit beeilen? Den Verbrecher hatte man; eine Freiheitsstrafe erhält er fo wie so; also kommt es gar nicht darauf an, ob er etwas länger oder kürzer eingesperrt ist; denn verdient hat er dies auf jeden Fall schon längst, durch andere, dem Gericht unbekannt gebliebene Unthaten. Unsere Väter dachten eben so. und yte und öa fügte es sich sogar, daß sie recht hatten. Der Delinquent, wie er in der Gerichtssprache hieß, war am Anfange ein sehr ungeberdiger Gefangener, der entweder tobte wie ein Wilder oder in dumpfer Schwermuth ganz in sich versank und in solchen Zeiten die Nahrung verschmähte Für den ersten Zustand hatte der Herr Eisenmeister etwelche Hand- und Fußschellen, und wenn es sich um Nahrungsverweigerung handelte, aßen seine Rangen mit größtem Appetite die Portionen des Verbrechers und bedauerten nur, daß es nicht mehr solche dumme Kerls gebe, die Fleisch und Suppe stehen lassen. Endlich war aber doch die Untersuchung zu Ende geführt und die VerHandlung vor dem Münchener Schwurgericht anberaumt worden. Das dauerte bis Ende Juni; denn in jenen Tagen genügte es. wenn zweimal im Jahre Schwurgerichte abgehalten wurden. Freilich mußten die Abzuurtheilenden oft ziemlich lange auf ihren Spruch" warten. Die Anklage war auf Mordversuch gestellt und. die Sache hatte in den Kreisen der Forstleute und Gebirgsbewohnern ziemliches Aufsehen erregÜ Demgemäß war auch der nicht sehr große Schwurgerichtssaal fast ganz angefüllt mit Leuten von der grünen Farbe und Oberländer Bauern aus Garmisch und Partenkirchen, dazwischen auch einige Weiber und Deandeln, denn, so eine Verhandlung übt allzeit eine große Anziehungskraft auf das Volk aus. Auch eine Anzahl der Zigeuner vom Eibsee, darunter Miska und Äsursi. batten sick einaefunden. Sie drückten sich aber schüchtern in die

Ecken und waren offenbar in sehr traunger Stimmung. Mitten unter den Oberländern saß Midei Ihre innere Unruhe malte sich auf ihren Zügen und sie' warf häufig besorgte Blicke nach der Zeugenbank, auf welcher der Fischhaber-Frunzl, die Augen finster zu Boden gesenkt, Platz genommen hatte.Der Angeklagte wurde vorgeführt. Durch die lange Haft mager und bleich geworden, trat er dennoch festen Schrittes, an den Händen gefesselt, in den Saal. Unstet, blitzend, suchend, ließ er seinen Blick durch den Raum gehen und ein grimmiges Lächeln überflog seine Zuge, als er tnis Feindes ansichtig wurde. Nun begann seine Vernehmung, nachdem ihm die Handschellen abgenommen waren. Sicher und mit fester Stimme beantwortete er alle Fragen. Als der Präsident seine Vorstrafen, ausschließlich Gewaltthatigkeitsvergehen verlas und noch die Anklage wegen Mordverfuchcs durch Abgeben eines scharfen Schusses auf den hier gegenwärtigen Forstgehilfen' Franz Fischhaber von Garmisch" erwähnte, ballten sich seine Fäuste und es sah aus. als ob er am liebsten diesem gleich hier wieder an den Hals gesprungen wäre. Nun folgte die Vernehmung. Janosch leugnete kalt lächelnd, irgend eine böse Absicht gehabt zu haben. Er sei vor .dem Jäger an den Steg gekommen und hätte eigentlich volles Recht gchabt, diesen als erster zu überschreiten. Er wollte jedoch dem Forstmann den Vortritt lassen. Als dieser in sichtlicher Aufregung den Steg betreten und seine Büchse schlagfertig in der Hand gehalten hatte, sei er angstlich aeworden, denn der Mann hätte ihn schon einmal in's Unglück gebracht. Den Sprung, den der Fischhaber mit erhobenem Gewehre auf ihn zumachte, als dieser noch ungesähr zwei Schritte vom Stegende war, habe er als einen An griff auf sein Leben ansehen müssen und deswegen nur in gerechter Nothwehr gehandelt, wenn er nach dem Messer griff, das ihm mit dem Gewehrlauf aus der Hand geschlagen wurde. Weil der Jäger viel stärker sei. er außerdem durch den ersten Schlag seinen rechten Arm nicht gebrauchen konnte, war es diesem ein leichtes, ihn zu überwältigen und gefesselt nach Garmisch zu führen. Sonst habe er nichts zu sagen wenn die. Herren Richter und Geschworenen einen Un schuldigen verurtheilen wollen, so könn ten sie es thun, wenn ihr Gewissen es ihnen erlaubt. Darauf kam der .Forstgehilfe an die Reihe. Er erzählte im ganzen das Gleiche. was der Zigeuner berichtet hatte, be tonte aber seine feste Ueberzeugung, daß ihn dieser in den Abgrund stoßen und weil ihm dies nicht gelungen sei. mit dem Messer habe umbringen wollen. Würde er nicht durch den unvermutheten Satz Janosch aus htr Fassung gebracht habeu. läge er jetz. zerschmettert im Abgrunde und der Mörder, dem niemand seine That hatte beweisen können, ginge frei herum. . :: Eine Bewegung bemächtigte .sich aller Anwesenden. Selbst die ernsten Richter konnten sich dieser, bei der leb haften und bis in die kleinsten Um stände eingehenden Schilderung des Forstmannes, nicht entziehen. Nun verlangte der Vertheidiger des Angeklagten das Wort, ..um an dejt

Zeugen Fischhaber einige Fragen stellen

zu oursen. Diese liefen alle darauf hinaus, den Jäger bezüglich der Mordabsickt. die er dem Zigeuner unterlegte, zu verwirren. Mit welchem Rechte behaupten Sie denn, daß Janosch Ihr Todfeind ist?" ranz erzählte alle Ereignisse, vom ersten Zusammentreffen mit diesem, bis zu Dem Schusse aus dem Walde. .Das ist doch eme sehr gewagte ich möchte sagen vorurtheilsvolle Behauptung von Ihnen, deren Tragweite Sie kaum ermessen haben. Sie sprachen von der ersten Beaeanuna. Nun, damals zeigte sich der Zigeuner, weicher sich mit Recht in sehr unliebsamer Weise in seinem Spiele gestört I sah, doch sehr versöhnlich. Er reichte Ihnen sogar seine Hand! Das thut doch niemand, der einen Groll in sich trägt! Und was wollen Sie eigentlich mit 1 dem unaufgeklärten Schuß? Das ist doch eine Sache, die längst gerichtlich entschieden ist und wegen der mein Klient einen glänzenden Freispruch erhielt. Hätte sich in d-r Verhandlung nur das geringste Indizium gegen den Zigeuner gezeigt, so glaube ich mit Bestimmtheit, daß es aufgenommen und gegen den damaligen Angeklagten verwendet worden wäre. Aber nichts, gar nichts konnte ihm bewiesen werden. Nachdem also diese beiden Gründe, meiner Auffassung nach, hinfällig erscheinen, so möchte ich Sie bitten, mir einen andern Beweis für Ihre Behauptung, daß Janosch Sie nur am Abgrunde erwartete, um Sie in dcn Abgrund zu stoßen, zu geben." Der Forstqehilfe betonte wiederholt seine feste Ueberzeugung, daß damals nur von Janosch der Schuß auf ihn abgegeben worden sei. Allein er wurde in dieser Ausführung sofort vom Prasidenten unterbrochen, well abgeurtheilte Falle außer Betracht bleiben müssen in Beziehung auf folche, die das noch Nicht seien. Franz konnte dann fortfahren. Seine beste Waffe, feine Ueberzeugung, die so festgewurzelt war, wie die Berge feine: Hümath.follte also nicht in die Wagschale fallen! Wie konnte , er den Richtern und Eeschworenen erst klar machen, was er in den wenigen Sekunden fühlte und be griff, die seinem Satze an das Stegende vorangingen! Mißmuthig und verstimmt darüber wollte er sich schon setzen und keine weitere Antwort mehr geben; da fing er einen Blick Mideis auf, der ihm energisch zuzurufen schien: Rede! Und der Fischhaber begann noch einmal den Moment zu schildern, wie er Iich schon gehend über dem Abgrund be'and. Meine Herren!" rief er, und dabei wuchs und streckte sich seine Gestalt: frei warf er im Gefühle der Wahrheit und seines Rechtes den Köpfen den Nacken. Sehen Sie, so bin ich hinübergegangen " er ging in Wirklichkeit einige Schritte balancirend.vor, so hab' ich mein Gewehr getrag'n und wie ich in d:r Mitt' war da ist alles das, was ich vorher als Möglichkeit angenommen hab', mit einemmal meine feste Ueberzeugung worden. Da drüben steht er der! mein Todfeind!" Unwillkürlich hatte er sich gegen Janosch gewendet und sah diesen mit durchbohrenden Blicken an. - Dieser duckte sich in sich zusammen wie ein böses Raubthier; in höchster Aufregung nagten die Zähne an der Unterlippe. Und wie ich ihn so fest anschau' da seh' ich, wie sich seine rechte Faust hebt, wie er sie an seine Brust drückt mit zuruckgebogencn Ellenbogen wie seine Augen blitzen und funkeln, g'rad wie jetzt, meine Herren ! Alles wendete sich dem Angeklagten zu. Der Forstgehilfe hatte wirklick! recht. Halb gegen diesen hatte sich der Zigeuner gewendet, beide Fäuste krampfhaft von sich gestreckt und die schwarzen Augen schössen verzehrende Flammen. Franz fuhr fort: Und wie ich das seh', da gibt's keine lange Ueberlezung mehr er oder ich! Und einen Satz hab' ich g'macht, wie vielleicht noch nie in meinem Lebew, der den Zigeuner hat zurückprallen lassen. Seinen Stoß hab' ich freilich abbekommen. Hatt er einen Schwache ren getroffen hätt's vielleicht gelangt. Ich war aber der Stärkere und Schwe rere und hab' Arbeit genug gehabt, bis ich ihn unterkriegt hab'. Daß er, g'schwind wie der Teufel, sein Messer rausreißt, wie er merkt, daß ich net abstürz', und ich ihm dasselbig aus der Pratzen hau ich hatt , wenn ich wol len hätt', ihm g'rad so gut den Schädel einschlagen können meine Herren! DaS werdmSiswohl naturlich finden. ' Hochaufathmend setzte sich Franz. Er hatte in den wenigen Augenblicken, die er fprach, diese fürchterliche Szene gleichsam nochmals erlebt. Die Bewe gung im Saale war so heftig, daß der Präsident energisch Ruhe bieten mußte, Aber inzwischen bereitete sich schon etwas andere? vor. (Fortsetzung folgt.) Der Generalinspekteur Hilmi Pascha hat an die Malis ein Rundschreiben gerichtet, in welchem angeordnet wird, daß alle' verurtheilt gewesenen politisch? Verbrecher bulgarischer, griechischer und feilsche Staatsangehörigkeit, welche fortgeietzt agittren, aus Mazedonien auszewlesen roerden. . - -

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