Indiana Tribüne, Volume 29, Number 276, Indianapolis, Marion County, 16 July 1906 — Page 5
Jndkana TriWne, Juli WOG
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innere ich Sie an die Bahnraten.Frage, an die bekannten ttohlmdahnen, Standard Oel und an die Vorgänge bei der'lürzlich passtrten Vorlage gegen Verfälschung der LebenZmittel. Und vaZ sagt das Volk dazu? Faft Niemand erhebt im Interesse der Bürger dieses Landes den öumanitätZruf um Abhilfe. ES ift barbarisch, wie Kor porationen hier mit Menschenleben um springen, und eS ift miserabel, wie die Vertreter deS Volkes dessen Rechte mit Füßen treten. Kann das Volk nicht einsehen, dab die frevelhafte Sucht nach Geld und das übertriebene Haften nach Rang und Reichthum Fahrlässigkeit, Pflichtdergessenheit und Dlebftahl her. aufbeschsören? Kann daZ Volk nicht einsahen, daß die schamlose Verletzung der Menschenrechte endlich einmal U straft uerden muß? Sie sehen meine Freunde, wie noth uendig. es vlrd, um mit den Fragen der Ze.it zu rechnen, und wie dringend eö Wird, Antheil zu nehmen am öffent lichen Leben. DaS deutiche Element muß sich emporheben über die klägliche Rolle, die es bisher' hier, gespielt hat; eS darf den Deutfch'Amerikanern nicht mehr länger einerlei sein. - ob man sie alS Kultur dünger. oder als ttullurfaktor behan delt." . . Auch Dr. Andrew D. White in fei nen geschichtlichen Betrachtungen läßt durchblicken, daß nicht Enzland, son dern dem durch Blutsbande, alt durch gemeinscha?:lichtS höchstes GeifteSftreben eng verbundenen deutschen und ameri konischen Volke der ttulturfortschritt der Menschheit in der Zukunft anzuver trauen sei. Die Hüter dieser heiligen Freund. schaftSbande zwischen der alten und der neuen Heimath sind die Deutschen in Amerika; s i e haben darauf zu sehen, daß der Friede zwischen beiden Völkern ewig erhalten bleibe. Eine weitere Aufgabe noch haben wir zu erfüllen, die ich hier kurz erwäh nen will. ES gilt. daS geschichtliche Bewußtsein zu haben; denn der DeutschAmerikaner ift nicht unterrichtet über die Vergangenheit seines VolköthumS in Amerika. Durch die ttenntnik sei ner, amerikanischen Geschichte wird der Deutsche sein Selbstgefühl stärken und er wird in den idealen Gütern des DeutschthumS das einigende Band sin den. Unendlich viel hat der deutsche
Stamm an der Entwickelung dieses Landes gethan. Wird eS allgemein anerkannt? Lesen Sie amerikanische Schulbücher und achten Sie darauf, wie dürstig und armselig das Deutsch thum darin behandelt wird; beobachten Sie, wie in den Amerikanischen Se schlchtöbüchern, deutsche Thaten der kleinert, und deutsche Namen umgeän dert werden. Deshalb muß die Ame rikanlsche Geschichte umgeschrieben wer. den. der Antheil muß gebucht werden, den der deutsche Stamm am Baue die. ser Republik geleistet hat. Wieviel deutsches Schaffen und Wis. sen ift unbemerkt und unbesungen in'S Grab gesunken? Und ist es nicht fon derbar, daß ein Volk, das einen Ranke, einen Schlosser, einen Ratteck, einen Mueller u. s. . hervorgebracht, in der neuen Welt nicht versuchte, die Thaten seiner GeifteShelden und großen Män ner der Nachwelt zu erhalten? Erst in letzter Zeit sehen wir diS Entstehen historischer und ethnologischer Gesellschaften in verschiedenen Staaten und als Zweige des deutsch.amerikani scheu Nationalbundes, die versuchen die Schöpfungen von Männern wie O. Seidenfticker, Kapp, . 3nst. Woerner und Rattermann fortzusetzen, aber noch kein einziger unserer reichen Deutschen hat mitgeholfen, das Geschichtswerk der Deutschen finanziell zu fördern. Dann weiter meine Freunde noch etwa? ift rS, das wir von ganzer Seele zu beherzigen haben, das ift die:Anhäng lichkeit und die Liebe an das Land wo unsere Wiege gestanden, und ws . die Gebeine unserer Ahnen ruhen.' Unser ser ganzes Sein, unsere straft . unsere Energie gehört Amerika, ...doch soll Deutschlands Wohl und Wehe auch tiefempfundener Nachhall findm in unseren Herzen. Amerika ift unsere Helmath. seine Ehre ift unsere Ehre, seine Zukunft ift unsere Zukunft, doch vollen wir auch mit der letzten Faser unseres Herzens an dem Lande hängen das uns geboren. Konrad ttretz giebt diesem Gedanken herrlichen Ausdruck. Er sagt: Land meiner Bäter - . . . . Länger nicht dak meine, -. ' - So heilig ist kein Loden , . Wie der deine. . ' Und knüpfte dich an mich Irin lebend and, ES würden mich die Todten an dich ketten, Die deine Erd deckt mein Vaterland.."',
Geloben wollen wir uns heute, anzu. kämpfen gegen Schsächen,' die imibon Hause aus anhängen; wir wollen UN fer Deutschthum nicht wegwerfen schon in den ersten Wochen nach unserer Lan dung, wir wollen nicht versuchen eng lisch radezubrechen. statt der schönen deutschen Sprache uns zu bedienen, wir wollen unsere liebe alte Heimath nicht beschimpfen, bevor wir Amerika kennen
'gelernt, und wir wollen uns daran er. innern, daß jener Mensch ein schlechter Bürger und kein braver Mensch ist. der ftch seiner Heimath schämt. ES belebe und stärke unS in diesen Tagen d;r deutsche Geist, und eS mögen. unsere Nachkommen die Bedeutung deS Deut schen'TageS- nie vergessen; denn aus den Reihen der Alten müssen die Lücken gefüllt werden. ' Ihr Jungen! Löst im Kampfe ad die Alten. Ich kann nicht umhin, heute Jenen unserer Stammesbrüder, die bei jeder Gelegenheit ihre brave deutsche Her. kunst zu verläugnen suchen, und die ftch selbst, und ihre Eigenen um ein her? licheS anererbteS Gut betrügen, die schönen, kräftigen Worte von Felix Dahn mahnend aa'S Herz zu legen: Das Blut, der Stamm dem Manne flicht, Da? heiligste der Bande: Der Deutsche, der kein Deutscher nicht, DeS Name fei die Schande. Und nun meine Freunde, gebe ich Ihnen die Worte wieder, die Professor ttuno Francke von der Harvard Univer, sität den Verewigten deutschen Gesell schasten von New York einst zugerufen: Und so schwebe denn um uns Geist des alten Vaterlands auch in der neuen Heimath, stärke, tröste , und entflamme uns zu echtem Le ben. Hilf uns. daS - im vollen Sinne zu werden, wozu du uns be stimmt haft, und was daS Vaterland unserer Wahl so nöthig braucht: Per. sönlichkelten aus einem Guß, Charak tere von ausgesprochener Eigenart: schlichte, wahrhaftige, ernste, tieffinnig beschauliche und vor Allem trotzig streit, bare Männer..Treu zusammenhalten sei unsere Losung, treu dem Bunde unser Paß. wsrt! Und nun gestatten Sie mir zum Schlüsse, Ihnen die Worte eine: der herrlichsten Gestalten der deutschen Geschichte, des Sängers und des Helden Theodor Koerner widergeben zu dürfen: ' Doch Brüder sind wir allzusamm'. ? Und da sch'ellt unsern' Mutb ' . UnS knüpft der Spruche heilig Band, UnS knüpft ein Gott, ein Vaterland, Ein treues deutsches Blut." - Stürmischer Beifall lohnte den Redner. Der Indianapolis Münnerchorsang darauf unter Direction deS Herrn Professor Max Leckner das herrliche Lied Der Wald-. Fepräfident Kühn stellte dann den englischen Redner, Herrn Jerry A. MatthewS aus Washington, D. C., vor, der in zündender Rede die Ver. dienfte der eingewandertenDeutschen um ihr Adoptiv.Vaterland Amerika feierte. Herr MatthewS sagte u. A.: ES ift ein 'schönes und patriotische? Gefühl, welches die deutsch'amerikanlschen Bär er von Indianapolis veranlaßt, ein mal im Jahre den Deutschen Tag zu feiern und der Verdienste der Ange hörigen der deutschen Nation um ihr Adoptiv Vaterland, die Vereinigten Staaten von NordAmerlka, zu geden ken. Ein guter Deutscher muß noth wendig ein guter Amerikaner sein, da der Grundzug des deutschen Charakters neben Liebe zu Gott und Menschenliebe die Liebe zum Vaterlande ift. Ein weiterer Charakterzug deS Deutschen ift sein starker Wille, gepaart mit einem starken Selbstvertrauen; schon in Martin Luther äußerte sich dieser Charakter zug, als er der ihm feindlich gegenüber stehenden Welt die .Worte entgegen schleuderte: Hier stehe ich. .. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir, Amen." , Aber auch schon früher und in allen späteren . Generationen gab eS Männer Kriegshelden. Staatsmänner, ttünft' ler und Männer der Wissenschaft , die dieselbe Willensstärke und dasselbe Vertrauen auf den eigenen Werth be saßen. Der Name Deutschland - und . das deutsche Volk find in unseren, der Äme rlkaner. Augen mit den größten mllilärlschen .'Errungenschaften . verknüpft, die die Weltgeschichte kennt, und vikl fach herrscht : die Anficht vor, daß die Deutschen vornehmlich ein kriegerische? Volk find.. . Diese Annahme ift irrig. Auf dem Gebiete, des Handels, der ttunft, Literatur und Wissenschaft so. wie auf demSediete deS vollkommensten Ausbaus des UnterrichtS'SyftemS.vel. cheS die Welt kennt, ift eS, wo dkeDeut
fchen ihre größten Triumphe errangen. Die Tläger der berühmtesten Namen in der Kunst, Wissenschaft und Literatur find Deutsche; Humboldt war für die Wissenschaft was Goethe für die Lite, ratur war, der Staatsmann Bismarck und der Stratege Moltke waren gleich bedeutend mit Wagner, Beethoven, Mendelsohn und Meyerbeer als Mu fike?. BiSmarck war in vieler Hinficht der größte Staatsmann, aller Zeiten. Er
hatte den konstruktiven Genius Napo leon'S, aber er war frei von des Letzte ren persönlicher Eitelkeit und Grausamen Ehrgeizes. oyalltät, fester Wille und Einfachheit waren die Grundzüge feines Wesens.' Er verabscheute Titel und öffentlichen Pomp und' liebte die Natur und die Kinder der Natur. Die Grundzüge deS Charakters deS ganzen deutsch: Volkes find dieselben. BiS' marck und das deutsche Volk haben der Welt die unschätzbare Wahrheit erken nen gelehrt, daß die besten und klar gen politischen Gedanken von Leuten kommen, die eng mit Grund und Bo den und mit dem Walde vezbnnden find. Deutschland lehrte unS ferner den Werth der Jorft'ttultur als na tlonale Wissenschaft erkennen und als eine Folge dieser Erkenntniß , find, erft in den letzten Jahren in - den Ver. Staaten große Lündereien für die Forst, wirthschaft reservirt. Deutschland hat im Verhältniß zu seiner Größe, einen bedeutend größeren Waldbestand als die Ver. Staaten. . ES ift eine geschichtlich .festgestellte Thatsache.- daß ' daS- amerikanische Volk den Deutschen für die Hülfe bei den Kämpfen, welche die Etablirung einer republikanischen Regierung zur Folge hatten, großen Dank schuldet. Senn nicht der deutsche Baron Steuben zur rechten Zeit etschienen wäre, ift eö sehr zweifelhast, ob sich General Washing tonS Armee jemals von den Strapazen w Valley Forge erholt hätte. Er kam zu einer Zeit, als in den Reihen der revolutionären amerikanischen Armee Mißtrauen und Intriguen auftauchten und als das Vertrauen zu Washington im schnellen Verschwinden begriffen war. Der Energie Steuben'S war es vorbehalten, einen gesunden Geist durch Einführung einer strammen - DiS ziplin im amerikanischen Heere zu er wecken. Erst spät, doch nicht zu spät kam das amerikanische Volk dazu, Steuben'S Verdienste durch die Errich iung eines Denkmals in der Bundes Hauptstadt anzuerkennen. In unmit telbarer Nähe deS Weißen Hauses wird dieses Denkmal ein stummer Wächter über Amerika'S Freiheit sein Drei der größten Generäle im Revo lutlonSkrlege waren Deutsche und Georg Washington'S Leibgarde war auSschließ lich aus Deutschen zusammengesetzt..,' Aber auch im Bürgerkriege waren eS die Deutschen, welche durch ihre Opfer und KampseSfreudigkeit wesentlich zur Erhaltung der Union beitrugen. Die erste amerikanische Unabhängig keitS'Erklärung wurde von den Deut fchen in North Sarolina in einer am 19. Mai 1775 abgehaltenen. Conven tion proklamirt, mehr als ein Jahr vor der Unterzeichnung der Unabhängig? keitS'Erklärung in Philadelphia. . : Neben vielen . anderen deutschen Re glmentern aus anderen Staaten sandte Jndkana da 22. Regiment als erfteS ausschließlich aus Deutschen zusammen gesetztes Regiment in den Bürgerkrieg, welches nacheinander, von Willich, von Treba. und dem Jndianapoliser.Bür ger Erdelmeyer - befehligt hatte; im Ganzen hatte der Staat Jndkana in seinen FrekVlllkgenRegimtntern 6456 deutsche Soldaten. Albert Lange lei stete dem siriegS'Gouverneur Morton unschätzbar Dienste und der Deutsche John A. Lutz führte die Truppen In diana'S gegen Morgan. Das 32. Indkana Regiment war zum größten
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Theil von Deutschen aus Dearborn, Floyd, Allen und Jefferson County'S gebildet. ' ' Unter den vielen' Deutschen, die sich um die amerikanische Republik so hoch verdient gemacht haben, darfKarlSchurz
nicht Vergessen werden. Er war einer der reinsten, seldftlojeften Naturen, die ihr ganzes Leben dem Kampfe für Menschenrecht weihten. Als Kriegs. Held und Staatsmann leistete er seinem Adoptivvaterlande bis zu seinem Tode unschätzbare Dienfte. Als Präsident Garfield im Jahre 1879 als Congreß.Abgeordneter eine Rede zum Andenken an Gustav Schleicher hielt, sagte er: .Wir find gewöhnt, England unser Vaterland zu nennen. DaS ift ein Irrthum. Einer - der bedeutendsten modernen Historiker sagt in seiner Geschichte deS englischen Volkes, daß nicht England sondern Deutschland daS Vaterland der englisch sprechenden Völker ist.Mit einem Verse deS Liedes WaS ift deS Deutschen Vaterland- schloß der Redner seine trefflichen Ausführungen, die durch brausenden Beifall belohnt wurden. Die drei Gesangvereine Männer chor,- Liederkranz und Mufikverein san gen darauf im Massenchor .Der Tag deS Herrn" von ftmifeci unter der Dl rection deS Herrn Professor Karl Rieg ner, und das kurze, aber um so mehr eindrucksvolle Programm der offiziellen Feier haite damit sein Ende erreicht. Auf der durch die Firma ChaS. Trümper & Söhne in künstlerischer Weise prächtig durch Fahnen in deut schen und amerikanischen Farben und Blumen geschmückten Rednertribüne vor dem Weißen Rößl'" befanden sich außer den Festrednern als Ehrengäste Herr H. A. Rattermann aus Cincin nati, Herr Professor Carl BaruS, Herr Emil Martin und Herr Julius Car mann. Ein äußerst fröhliches Treiben be. gann darauf auf dem durch große und kleine Fahnen besonders geschmückten Feftplatz. Die verschiedenen Verbands Vereine,' deren1 Mitglieder In voller Stärke .erschienen waren hatten' ihre Hauptquartiere, an langen Tischen aufgeschlagen und amüfirten sich köstlich. Jmpromptu.Reden wechselten mit Ge sängen ab und Frohsinn herrschte überall. Liebhaber deö ttegelspieleS stillten auf den Kegelbahnen in fried li'oem Wetikampfe um die SiegeSpalme und das junge,Volk begab sich in den Tanzsaal, um Göttin Terpfichore ihrem Tribut zu zollen. Für die Kleinen waren allerhand Spiele arrangirt; beim Wettlaufen, am letkezbaum beim Sackhüpfen, .Eier suchen, Ekertragen u. s. w. maßen die Kinde? ihre tträste und GeschicklichkeltUm keinen Neid aufkommen zu lassen, bekam jedes Kind einen Preis; diejenigen für die Sieger waren natürlich et wag werthvoller. Unter Obhut des Waisenvaters Herrn Roesener waren die Kinder auS dem Deutschen Protestantischen Waifenhause erschienen und nahmen, nachdem sie mit CiScream, Kuchen und Früchten bewirthet worden waren, an den Spielen Theil. Jedes der Waisenkinder er. hielt selbstverständlich ein schönes Ge schenk. Um 8 Uhr AbendS wurde , das von John Trümper arrangtrte prachtvolle Feuerwerk abgebrannt. Durch laute Ausrufe' der Bewunderung gaben die Zuschauer ihrer Anerkennung . für daS schöne pyrotechnische Schauspiel AuS druck. AlS' das . prächtige Schaustück Deutscher Tag 1906V to amerlkani schen Farben erschien, wollte der Jubel schier kein Ende nehmen. Mit dem in farbigen Flammen erscheinenden .Gute Nacht" ' nahm 'das Feuerwerk, "eine Glanzleistung im wahren .Sinne des Wortes, sein Ende. Noch lange nachher tummelten sich die ' Feftthellnehmer in ungebundener 8u ji und Freude, zu der die .City Band' durch ihre ausgezeichneten Con certvortrüge nicht wenig beitrug, in den Anlagen des schönen GermaniaParkö, und erst spät begaben sich die Letzten, wenn auch ungern, so doch vollbefrie digt.'.nach Hause. . Der in jeoer Beziehung so schöne Er folg des Festes ift in erster Linie den unermüdlichen Bemühungen ' der föl genden' Festausschüsse zu danken: : : Empfang Capt. Jacob L. Vieler, A. M. Kühn, Prof. Rob. Ni& H. O Thüdlüm. Joseph Behringer, Ernft I. ttn'odel. " . Einladungen Joseph Keller und Fred. I. Mack. - - ! .Presse- Wm. Rleß, Armin Bohn HanS O. Stechhan. , .
Wirtschaft Theo. Wörner, JoS. Schaub, Franz HapperSberger, Karl Meier, Theo. Volkere, Wm. Keller, O. N. Wald. NicholaS Steinmetz. Lorenz Willhoss, Wm. Kleis, .Gottlieb Leukhardt,' Frank Wörner. . Ordnung Karl Kofahl,: Robert Obergfell, Michael Derleth.' Philip Graff, Albert Ledig. Joseph Lauler, Henry Maag, Guft. Dongus, Christ Hoeberle. James Larnb, Aügug Ae.
gula. Karl Freund, Fred. Stick han. David Pfaff, Auguft Dreyer, Tobias Roch, Seb. Hurrle, Geo. Hänle. Transportation Jacob W. Loeper, Chzg. Adams, Albert Wlttlln. Mustk Prof. Max Leckner. ChaS. Adams. Albert Krull, Ernst Michaelis, Prof. Carl Riegner. Unterhaltung Franz SchSfer.Franz Binnlnger, ChaS. Trümper fr., Otto Graf, Ed. Meßmer, H. F. Schlueter, Herman Fellmann, John Bernlöhr. Fritz Mekmberg. Feuerwerk Jacob W. Loeper. ChaS. Trümper fr., Karl ttofahl, Anton Bayer. Ader auch das gefammte Deutsch. thnm hat gezeigt, daß eS bei richtiger Leitung sehr wohl im Stande ift, ein specifisch deutsche? Fest in würdiger Weise zu feiern und kann man den Festausschüssen sowohl 'als auch dem Deutschthum km Allgemeinen zu dem erreichten durchschlagenden Erfolg nur Glückwünschen. Möge eö auch in Zukunft so bleiben. Deutschland's schlaue Diplomatie. Die deutsche Diplomatie mit Kaiser Wilhelm II. an der Spitze, sucht ihnö Gleichen. Der englische König Edward wird demnächst nach Wien wallen und dem Kaiser Franz Joseph einen offiziellen Besuch abstatten. Diese Etikette Visite wurde zweifellos von Kaiser Wilhelm arrangirt, als er letzt. hin in der schönen Kaiserftadt an der Donau weilte, sie wird, wenn verwirk licht, jedenfalls zur Stärkung des Dreibunds . beitragen. . Und daS ift der Humor von der Geschichte der aller dingS weder in St. Petersburg, noch in Paris besondere Würdigung finden wird. Das perfide Albion" scheint aber doch allgemach zur Einsicht zu ge langen, wo eö seinen größten Vortheil finden wird. Frau Canl'e Nation" ietomai'S jetzt mit Onkel Sam zu thun. Sie ift angeklagt, unmoralische Schriften durch die Poft versandt zu haben. Dafür mag sie einige Jährchen' eingesponnen werden. DaS würde ihr Zeit geben, ihren Fanatismus etwas abzukühlen. AuS dem Eisenbahntunnel nuter der Beringftraße zur Verbindung amerikanischer und oftafiatischer Bahnlinien wird bis auf Weiteres nichts werden. Die RegiezungSbehörden in PeterS bürg haben die Erlaubniß verweigert. Vielleicht befürchten sie eine Invasion amerikanischer HandelSintereffen. In Denver hat eine ffnrn es fertig gebracht, fünf Jahre lang unter einem Dach mit zwei Männern in ehelicher Gemeinschaft zu leben, ohne daß der eine Gatte von der Eziftenz deS anderm eine Ahnung hatte. Wieder ein Bei spiel dafür daß die eine Hälfte der Menschheit heute nicht weiß, wie die andere lebt. - - ' Die jetzt begonnene Untersuchung über den Getreidehandel wird zu neuen Sensationen führen. ES wird sich er weisen, waS die Farmer schon seit vielen Jahren behauptet haben daß sie von den Eisenbahnen vnd Spekcherbe fttzern ausgeraubt werden. Unser schlech teö F!nanzSyftem, welches den Far mern das Geld vertheuert, schröpft den Farmer nicht minder. Die Einwanderer deS abgelaufe nen Fiskaljahres haben ein Baarver mögen von 19 Million Dollars mit in'S Land gebracht: eine ganz .ansehn liche Vermehrung deS NationalvermS genS. Viel größer ift natürlich der Werth ihrer Arbeitskraft für das Land, umso mehr, da der. weitaus größte Theil der Einwanderer im Alter zvi schen 14 und 40 Jahren-ftand. . ' : Yersonal-Netij. . 1:;. Herr'H i , a m S ch m e b e i, 716 Oft. vkcCarty Straße, kehrte' .gestern von seiner .Neise uaü St. LouiS, wo er fich einige Wochen, zum Äluch .leine Sohnes John aufgehalten hatte,, nach Hause zurück. . . , , ' :
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Frenze
