Indiana Tribüne, Volume 29, Number 276, Indianapolis, Marion County, 16 July 1906 — Page 3
Jndksna Ztbuhe, 10. Juli 1806.
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Ermordet.
cncrfll ittlolii fiel als Opfer einer Verwechselung. J '
General Kozlov ermordet. Russische
gaffen. Aus dem Wege der Genesnng. 17,000 Rekruten zn den Fahnen gernsen.-87,500,000 Hülsögelder für Nothleidende.Ter Mörder des Admirals Chonknin. Kampf um v , ' gute Regierung. ,
Rußland. Gen. K o z l o w ermordet. London. 15. Juli.- Eine De. Pesche von St. Petersburg sagt, daß General Kozlow vom Stäbe deS mlU tärischen Hauptquartiers im Park deS kaiserlichen Schlosse? Peterhof ermordet worden sei. Sein Angreiser schoß, drei Schüsse auf ihn ab, welche tödtlkch warm. Der Mörder, der anständig ge kleidet war, wurde verhaftet, konnte aber bisher nicht ldentifizirt werden. Der Mord ift noch sehr im Dunkeln ge hüllt, da General Kozlow sich niemals an einer politischen Agitation beteiligt hat und allgemein wegen seines ehr;n hasten und ruhigen Charakter beliebt war. Der Mörder, der jedenfalls ein Mit glked der revolutionären Partei ift, hatte eine Photographie bei sich, welche er längere Zelt betrachtete, bevor er auf General Kozlow die drei tödtlichen Re volverschüsse abfeuerte. Die Photo graphie wurde in einer Tasche deS Mörders gesunden und dieselbe stellt ein wohlgelungenes Bildniß deS blut, durstigen Beschützers deS russischen Kaisers Gemral Trepoff dar. Demnach beruht die Mordthat auf eine Verwechselung der Generäle Tre poff und ttozlow. Russische Garde Regimenter im Ausstände de griffen. St. Petersburg, 15. Juli. In der 35 Meilen von St. Petersburg gelegenen Ortschaft Gatchina hielten heute die Mannschaften von drei Garde deute bte licannscyasttn von oretarve Regimenter eine Versammlung ab, bei hn n omtx b Leute ermähnte. M zu einer Union, wie sie schon bei loieun egimeniern in ocn moiim Provinzen Rußlands besteht, zusam. men zu schließen. Die Union hat den Zweck, die Konstitution deS Landes zu vertheidigen und die Soldaten mit dem Volke zu vereinigen, wenn Letzteres zur Revolution bewaffnet und zum An griff fertig ist. Die Rede des Offiziers wurde mit entstusiaftischem Beifall auf gmommen und die Mannschaften wa ren bereit, der Union beizutreten. Der Mörder deS Admi rals Tschuknin. S e b a st o v o l . 15. Juli. Ein früherer Matrose, Namen Schetenko, oer qeuie veryaslei wuroe, yar einge standen, den ViceAdmlral Tschuknin ermordet zu haben. Seine Aussage wird stark bezweifelt. Revolutionäre Prokla m a t i o n. O d e s s a , 15. Juli. Eine revo. lutlonäre Proklamation, welche hier im Geheimen in Umlauf gebracht worden zst bejubelt die Ermordung des Admi ralS Tschuknin, welche als rächende Vollstreckuna des TodeSurtheilS und Sühne für das Martyrium des Leut nantS SSmidt-- aefekert wird. Weiter heißt es, daß alle leitenden bureaukrati fchen Feinde des Volkes in gleicher Weise und summarisch abgethan werden würden. Gras Witte soll wieder Premier werden. St. Petersburg, 15. Juli. Obgleich die amtliche Ankündigung des Rücktritts des Ministeriums Goremy kin innerhalb der nächsten Tage erwar tet wird, waren doch in den Wandel güngen deS Parlaments wieder beun ruhigende Gerüchte im Umlauf. ES hieß, daß die Hoskabale die Ermordung des Admirals Tschuknin in Sebaftopo benutze, um den Zaren von Neuem zur Auflösung deS Parlaments zu drängen. Dies wird allerdings von offizieller Seite in Abrede gestellt, aber da die Organe der Negierung erklären, daß de? Herrscher unter keinen Umständet, die Parlamentsmehrheit mit der Bil duna des neuen ttadinettö betrauen werde, sondern auf einem Koalition? Ministerium bestehe, ist die Situation jedenfalls wieder ernster, als feit länge rer Zeit. Der .Rech- will aus Regle rungskreisen erfahren haben, daß der Zar den zur ttur in Vichy wettenden Cl'Premier Witte durch General Tre pow aufgefordert habe, unverzüglich
Garde'Regimeuter im Ausstande Iv
zurückzukehren, um eventuell seinen frü heren Posten wieder zu übernehmen. Mädchen als Mörderin. Sebaftopol, 15. Juli. Der Mörder des Vice-AdmiralS Tschuknin, des Befehlshabers der Schwarzen Meer Flottte. ist. wie von unterrichteter Seite verlautet, ein als Matrose verkleidetes Mädchen gewesen. , Verhaftungen in Verbindung mit der Mordthat sind so weit noch nicht vorgenommen worden. Nachdem. Admiral' Tschuknin schon die Besinnung verloren hatte, traf fol gende Depesche von Kaiser Nikolaus ein: ,Jch bin auf das T!esge bekümmert ob dieses zweiten infamen Anschlage gegen daS Leben eines dcm Throne und dem Vaterlande treu ergebenen Die ners, welcher tapfer für die Aufrechter Haltung der Disziplin in meiner Schwarzen Meer Flotte eingetreten st. Möge Gott Ihnen die Gesundheit wiedergeben." Später sandte Kaiser Nikolaus die nachstehende Depesche an die Wittwe: .Ich bin tief ergriffen von der betrü benden Kunde über den Tod Ihres Gatten. Sein Verlust ift für mich und die Flotte groß. Ich theile Ihren Kummer, den zu ertragen Gstt Sie stärken möge." Jetzt wird bekannt, daß dem Admi ral in drr Nacht vor seiner Ermordung die Warnung seitens der Terroristen zugegangen war, daß die Todesstrafe, welche über ihn .wegen der Ermordung des Leutnants Schmidt- verhängt wo den, nunmehr zur Ausführung kom men würde. Die Bauern zerstören viele Güter. Woronefh, 15. Juli. Die Bauernbewegung greift in dieser Ge gend immer stärker um sich. Fünf zehn Güter, darunter auch die Liegen chaften des früheren Ackerbaumlnisterö Jermolow und deS verstorbenen Grafen Orlov Davldow, find zerstört worden. Die Bauern marfchiren von einem Be fitzthum zum anderen und die GutSbe fitzer ergreifen entsetzt die Flucht. Mi litär ist nach dem Aufruhrgebiete abge sandt worden. - . 7,500,000 Hülfögelder für N o t h l e i d e n d e. St. Peterburg, 15. Juli. Der russische Staatörath hat heute das Parlamentsgesetz, welches $7,500,000 zur Unterstützung der Nothleidenden be stimmt, einstimmig angenommen. Im Unterhause deS Parlaments herrscht darüber großer Jubel, weil dadurch dem Kabinet Goremykin ein deutliches Mißtrauensvotum vom Oberhause er theilt wird. Die Bildung eines neuen Minister kabinetS kann stündlich erfolgen, jedoch hält der Zar noch immer an einigen Personen als Minister fest, die dem Parlament nicht genehm fein können. Deutschland. Zwei Dampfer von russi schen Kreuzern beschlag nahmt. Hamburg, 15. Juli. Die .Neue Hamburger Zeltung- meldet. daß zwei ausländische Dampser, alS sie aus Memel, der ostpreußlschen Ha fenftadt, ausliefen, von russischen Kreuzern angehalten und durchsucht wurden. An Bord der Dampfer vur den 80,000 Patronen und eine Menge Dynamit gefunden. Deutsches Bundesschießen. München. 15. Juli. Heute begann hier das deutsche BundeSschio ßen, zu welchem die großartigsten Vor bereitungen getroffen worden find. Der greise Prinzregent Lultpold eröffnete daS Fest persönlich und rlne riefige Menge Leute ist von Nah und Fern hier versammelt. Die Stadt ist auf das Prächtigste dekorirt und zahlreiche Fremde find ein troffen. Vielfach wird die Verfügung der Ne gierung getadelt, durch welche der alleinige . Gebrauch der bayerischen Flagge auf den öffentlichen Gebäuden angeordnet wird. Da eS sich ün ein
allgemein deutsches BundeSschießen han
delt, meint man. hätte man an maß. gebender Sielle südlich den Partikula. ri-muö diesmal nigt zu betonen brau chen. - - Dänische Offiziere kommen zu deutschen Manövern. Berlin, 15. Juli. Zu den gro ßen Kavallerie.Uebungen, welche dem nächst im Lager von Münster stattfin den werden, bat der Kaiser . auch drei dänische Offiziere eingeladen, worin allgemein ein sprechender" Beweis für die zwischen den Höfen von Berlin und Kopenhagen bestehenden guten . Be Ziehungen erblickt wird. Italien. Umbau des Vatikans Rom, 15. Juli. Schon feit län gerer Zelt war es bekannt, daß gewisse Theile des Vatikans baufällig feien, aber erst zetzt ist entdeckt worden, daß der Palast thatsächlich in Stücke geht, Selb? die Ecke, in welcher fich die Ge mächer d?S Papstes befinden, muß ge. putzt werden, und der Papfl wird um ziehen. Die Wände, welche Risse auf weisen und fich nach außen biegen, wer den sosort temporär gestützt werden, Um das ganze Gebäude in bauficheren Zuftano zu setzen, werden S100.000 benöihlgt sein. Großbritanien. Brasilien bestellt drei Kriegsschiffe.' Newc.astle.onTvne. 15. Juli. Die große Schiffbaufirma Armftrong. Whitworth & Co. hat den Auf im von der Regierung Brafilien'S er. ? VI n T .1 ?' schiffe so schnell alö möglich auf RechXlfVl Jedes "WiH w .w,wv,wu ooer uieyr leiten. Salvador. Salvador siegreich. San Salvador, 15. Juli. Heute Abend traf hier die Nachricht ein, daß die Salvadorian Armee das Heer Guatemala's bei Platanno angriff und das letztere zurückschlug, wodurch es er. möglich wird, die beiden Armeen Sal vador'ö und Honduras' zu vereinigen. Das Heer Guatemala's erhielt einen Verlust von 2.000 Todten. Verwunde. en und Gefangenen. Türkei. 17,000 Rekrutenzuden Fahnen gerufen. Konftantinopel, 15. Juli, Der Sultan hat heute eine kaiserliche Jrade erlassen, der zu Folge 17,000 Rekruten zu den Fahnen im Gouverne ment Nemen beordert werden. Die Soldaten sollen zur Unterdrückung der Ausstände in Kleinasien verwandt werden. Guatemala. G u a t e m a la'S Truppen t t e g r e t q. Guatemala, Mittelamerika, 15. Juli. Die Truppen Guatemala'S i t-i it.li ai.'ji in großer Stärke find in Honduras und Salvador eingedrungen und größere Aekeckte finden in beiden Ländern statt. 5n Honduras sind die feinbliAen 1 i i Truppen schon sehr weit eingedrungen und haben allen Widerstand siegreich niedergeworfen. ' Oesteneich'Ungarn. Blutiger Zusammenstoß zwischen Sozialiften und Polizei. B u d a p e st 15. Juli. Ein Er laß des JuftizminifterS Geza Polonyi hat hier zu beklagenSwerthen Wirren gesührt, bei denen Blut geflossen ift. Auf die Ankündigung deS Ministers, daß er inskünftig die Preßgesetze firen ger handhaben werde, veranstalteten die Sozialiften . eine Demonstration, weil sie di, 11 X egen lyre Plirttiotaner erlqier auffaßten. Die Kundaebuna nabm einen so drg,nd,n RharnHft an. tmfc hU Nnll. .Insch.1... SI. würd. ml. SKI, , . ... T m m ' m mm m bnr AM.i.Cüi.A 4mawac c es wu.cii wviuiwu, wviuu! tutti zog und zur mxaat vorging. SUUU Personm wurden verletzt. Nur mit Mühe konnte die Ruhe wiederhergestellt werden. Frankreich. Aus dem Wege de? Ge-ne-fung. Paris. 15. Juli. Die Aerzte, welche den im Duell mit dem Deputlr ten Puglieft schwer verwundeten Unter Huu9-c4iciu uiiuui tu .yuuu f..M Rt.- K v.-Aft-GTatlXM 1 Im n.tnti iuu vwu, iwiiiu "".w. Verwundete jetzt außer aller Gesah? sei. ES ist begründete Hoffnung Vorhand::, daß Herr, Sarraut vollständig wieder aenesen wkrd. w
Brasilien. PanAmerikanische Konferenz. Rio Janeiro, Brasilien, 15. Juli. Die 3. Pan Amerikanische Conferenz wird hier am nächsten Samstag d. 21. Juli eröffnet werden. Mit Ausnahme von Venezuela und Hayti werden alle amerikanischen Re publiken durch Delegaten vertreten sein. Die Delegation der Ver. Staa ten erscheint -auf der Conserenz unter. Leltu'ug des Herrn Willkam I. Bucha. nan von Buffalo, der früher Gesandter in Argentinien . und Panama war. Ebenfalls wird Staatömknifter Root auf seiner SüdamerikaReise hier recht zeitig eintreffen und an der Conferenz theilnehmen. Viele wichtige Angele genheiten, wie Arbitntion, Naturali. sation, Handelsfragen, Steuer und ttonsulargesetze, eine Panamerikanische Eisenbahn und die Reoraaniiation des
internationalen Burtaus der amerika nischen Republiken, werden bei der Conferenz in' Erwägung gezogen werden. . . . Manama. v r l e o e l n A u s s t ch t mit Ver. Staaten als Ga rantiemacht. Panama, 15. Juli. Die Ver. Staaten Gesandten CombS in Guate mala City und.Marey in San Salva dor haben die beiden Vrästdenten der Republiken Cabrera und CScalon, Vorstellungen gemacht, Frieden zwischen Guatemala und Salvador zu schließen, rüttdent abrera ift ln fc.ff, enS in Friedensunterhandlungen zu treten, wenn die Ver. Staaten dieGaranllt bernebmen. dak all w,!,n Fdfeligkelten gegen Guatemala auf hgrm ttetDm Mexiko. Kampf um gute Regierung. Mexiko City, 15. Juli. Hier ist jetzt bekannt geworden, das General Regalado von Salvador sein Leben bei einem Rekognoizirungöritte verlor. Er stand mit seiner . Armee an der Grenze von Guatemala und beabfich tigte, dieselbe zu überschreiten. Zu diesem Zwecke unternahm er mit einer kleinen Eskorte einen RekognoSzirungS ritt und wurde dabei von einer größe ren Abtheilung regulärer Truppen des Feindes umzingelt und todtgeschoffen. Die Revolutionäre Guatemala'S wol len einen Präsidenten erwählen, der mit Präsident Roosevelt der Ver. Staa ten und mit Präsident Diaz von Mexiko Hand in Hand arbeitet Rud eine sichere Regierung gewährt. Ihr jegiger Kampf ift nur für eine gute Regierung und sie werden unter allen Umständen die Interessen Amerika'S und die der Fremden in Guatemala schützen. - SchiffönaSriSten. I rr mx., Witiuu. .vsuttuifc wti ttYH I ladelphia" von New York. QueenStown: .Etruria- nach New York. In.:- c u tn n I "P01 vlQH00NIfltt ItOfl) 2O0NON London: Carthaginian- nach Quebec und Montreal. Boston: Cymric- von Liverpool; Boftonian- von Manchester. New yoxl: .neapoman Prtnce- von Neapel, Mesfina und Palermo; .Citta dl Torino- von Genoa; .Palermo- von Messtna und Neapel ; HMa Bretagne" von Havre. ' Verbrechen im deutsche Heere. Aus der Kriminalstatistik für das deutsche Heer und die kaiserliche Ma rine ergibt sich für das Heer im Jahre smnrtm bat nähme, stattaefunden. Im Heere sind 12.493 Anaeklaate verurtheilt worden. gegen 14.047 im Jahre 1904, I i t enR I .. t frt i r, rrn litt" ,ZZ1f? Z I aI'"' w m . rm v . v ,a i j .v gen 1276 im Jahre 1904, 1144 im Jahre 1903 und 1201 im Jahre 1902, Der Rückgang betrug also im Heere der llProzent. w der Marme I 00 nS O K (n..Mt X. OnM IM VVVV tMK) IVtMl . XJW. )U4 Verurteilungen zu Zuchthausstrafen ist von 83 auf 6 zurückaeaanaen. Die Zahl der wegen Mißhandlung Unter gebener Verurtheilten, die im Jahre 1903 773 und im Jahre 1904 069 be tragen hatte, ist auf 433, also im letz ten Jahre um , 236 oder 35 Vrozen gesunken. Auch die . Verurtheilungen Wesen Beleldiauna und vorschnsts M,trt 1,4.;.f.. wiorrger Beyanölung Umergebene sind zurückgegangen. . i' Zugenommen hat die Zahl dtr .Verurtheilunam wegen unerlaubter Entfernung, von 936 aus 1003 und wegen Fahnenflucht do auf W.
Aindcrspicle. Der nationale Charakter der Kin
derspiele tritt in eigenthümlich auS geprägter Weise hcrvor. Bolksgeist und nationale Veranlaquna bilden und beeinflussen eben auch das Kinderspiel. Die chinesischen Knaben sind in ihren Spielen schon vollstänbig von dem Schachergeist ihres Voles beseelt: eme onene Verkaufsbude einzurichten oder Pfandhaus zu spieen, ist ihre liebste Unterhaltung. Nebenbei beschäftigen jie sich noch mit Drachensport, und. allerlei Jongleurunsten. Madchensplele kennt China gar nicht. Die strenge Abgeschlossenheit, in der die Chinesin aufwächst. owie das schmerzhafte und lanqwlerige Einschnüren der Füße verbieten hr das fröhliche Umhertummeln ganz von selbst. In Japan aeben Knaben und Mädchen ihre richtigen Gesellschaften . Sie schicken oder bringen selbst die Einladungen und unterhalten sich damit, Scenen aus dem öffentlichen Leben der Erwachsenen , nachzuahmen. Hochzeiten, Begräbnisse, Krankendeucke u. s. w. werden m qetreuester Darstellung aufgeführt. Die indianische Jugend unterhält sich mit Jagd und Fischfang oder den Korper tahlenden Bewegungsspielen. Dabei st die junge Rothyaut harmlos und heiter, nie stört ein Zank das fröhliche Spiel. Die afrikanische Negerrn spielt in ihrer Jugend hauptsächlich mit Puppen, die sie sich selbst anferigt. Ein Flasche oder ern Stuck Holz muß das Baby darstellen. ES wird mit Lappen umwickelt, mit Peren verschnürt und dann in der beim Stamme üblichen Tragart umhergechleppt. Die Neaerknaben baden ebenfalls ihre eigenthümlichen Spiele. Das Speerwerfen nach emein Ziele nimmt eine hervorraqende Stelle darin ein; doch kennen sie auch den , Kreisel und bauen kleine Windmüh en aus KokoSblattern. Die Basutolinder sind besonders intelligent. Nicht nur, daß sie die Reigentänze der Großen nachahmen und mit dem eigenartig schwermüthigen Gesänge der Neger begleiten: die Madchen üben sich auch schon früh in der Gärtnerei, und die Knaben beschäftigen sich mit dem Nachbilden von Ochsen, Kälkern und anderem Gethier m Holz oder Ton: Jagd- und Kampfspiele werden natürlich auch' nicht vernachlässigt. Die orientalischen Kinder ziehen daö Würfel- oder Knöchelspiel allen anderen Unterhaltungen vor. Die italienischen Knaben kennen dagegen keinen größeren Spaß, als das Leben ihrer Briganten nachzuahmen. Ueber sehr viele Völker verbreitet sind die Reigenspiele der Kinder. Meist stellen sie die Liebes" und Heirathsbräuche der Gegend in kindlicher Weise dar. Bei den Völkern, die den ffrauenraub von, altersher ausüben, tritt dies auch im Spiele der Kinder hervor. Nur auf einen engen Kreis beschrankt sivd die Reiterspicle der Kleinen und Allerkleinsten. Man sindet sie yauptsachlich bei den alten Reitervölkern, zu denen auch die germanischen Volksstämme gehören. Nock ehe das Kind lausen kann, wiegt die deutsche Mutter es auf dem Knis und singt ihm das uralte Hopp?, hoppe Reiter" vor. Des germanischen Knaben höchstes Ideal ist dat Stecken- oder Wiegenpferd. Bei de modernen Kulturvölkern tritt der nationale Charakter des Kinderspiels toax nicht mehr so ganz hervor, trotzdem hat z. B. der militärische Geist Preußens seinen Drill" auch auf die Jugend ausgedehnt, und das So!datenspielen ist den deutschen Jungens vollständig in Fleisch und Blut übergegangen. HeirathSgedräuche det den In dlanetn. Die CamiaS, die im Innern Brasiliens, in der Nähe von Uruguay, ihre Heimath haben, sind zu den gesittetsten der Jnrnanerstamme zu zahlen, so daß manche civilisirte Nation von ihnen lernen könnte. Bei ihnen traaen die jungen Leute beiderlei Geschlechts eine Art Bänder an den Ar-, men und Beinen, die mir einer Quaste geziert sind, und die sie erst an dem Tage der Verheirathung ablegen.' Die Heirathsceremonie selbst ist äußerst originell. Zur bestimmten Stunde versammelt sich nämlich der ganze Stamm und stellt sich in einer langen Reihe so auf, daß ein freier Raum zwischen beiden Reihen bleibt. Der Häuptling und die Eltern der Brautleut stehen in der Mitte und neben ihnen Braut und Bräutigam. Ehe setzterer aber die Erwählte seines Her-. zenö heimführen darf, muß er den' Beweis liefern, daß er auch imstande ist, eine Familie zu ernähren. Dieser Beweis . besteht . darin, daß der Heirathöcandidat, mit einem schweren Baumstamm beladen, die Reihe hinab und wieder zurücklaufen muß. . Gelingt ihm das ohne jeden Unfall, so wird er zur Ehe zugelassen, im andern Falle wird diese aufgeschoben, biS er die nöthige Kraft besitzt. Diese Ceremonien sollen beweisen, daß dem Manne dte zur Unterhaltung und eventuell auch zur Vertheidigung einer , Familie erforderliche Stärke zu eigen ist. .Hat .der Bräutigam. die Probe zur. Zufriedenheit bestanden, so übergiebt ihm der Häuptling die Braut, worauf ' ein " gemeinsamer SchmauS, aus Wildpret, Fischen und Kuchen bestehend, die Feier beschließt.
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