Indiana Tribüne, Volume 29, Number 274, Indianapolis, Marion County, 13 July 1906 — Page 4
Jndtana Trlbüne, l. Juli 1906.
Indiana Tribüne. Ottaulgtaclta von dn Sttg T. Indianapolis, Ind.
gany O. Thudium Präsident. Veschaf tSloeal: 0, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 209. ärtred t the Pott Office ol Indianapolis aa aecood da matter. Reicher Erntesegen Der am 1. Juli herausgegebene und am Mittwoch den 11. Juli veröffent. lichte Erntebericht deZ Bundes - Acker bauamteZ übertrifft womöglich noch die bereits hochgespannten Erwartungen. Alle Getreideartm: Weizen, Welsch, körn, Hafer, Roggen und Gerfte mit einander genommen, waren am dies jährigen 1. Juli den Aussichten nach sogar mehr versprechend, als sie am gleichen Datum des Vorjahres waren, das mit seinen Ernten bekanntlich die jede? früheren JahreZ übertroffen hat. Die vorjährigen Anzeichen wiesen auf einen Gesamtbetrag von 4,283,673,000 BushelS, die diesjährigen stellen einen Ertrag von 4,291,444.000 BushelS in Aussicht. Allerdings ist dabei noch viel Zu. kunftSmusik. FrühjahrSweizen und an dere späte Getreidearten sind noch nicht außer Gefahr. Namentlich Welschkorn hat noch ein paar Monate guten Som merwetterZ vonnöthen, um die Hoff nungen, die sein heutiger Stand er weckt, nicht zuschanden zu machen. Auch ist zu bemerken, daß die wirklichen Ernten des Vorjahre? um 235,000,000 Millicnen BushelS größer waren, als die durch den Julibericht in Aussicht gestellten Ertrüge. Sowohl die Welsch korn wie die Haserernte waren im Vorjahre am Ende beträchtlich größer, als die Vorberichte erwarten hatten las sen. Haben die vorjährigen Schätzun gen, dank einem günstigen Spätsom mer. sich als Unterfchützungen erwiesen, so mögen durch ungünstige Witterung in den kommenden Monaten die jetzigen Schätzungenlzu Ueberschätzungen wer den. Die Wahrscheinlichkeit jedoch ist, nach den heutigen Anzeichen zu urtheilen, jDafc da? Gegentheil der Fall sein wird. Seit dem 1. Juli sind im ganzen Lande die Wetterverhältnlsse ungewöhnlich günstig gewesen. Wie sie in den Win terweizenstaaten die Einbringung der Emte und den Ausdrusch begünstigten, haben sie in den nördlichen Gegenden da5 Wachsthum der noch rückständigen Saaten, gefördert. Die so gut wie sichere Winterweizenernte ist größer, als die entsprechende vorjährige Ernte. Für Sommerweizen sind die Aussichten laut des Berichtes um 14,000,000 Bushel besser, als die Aussichten im vorjähri gm Julilvaren, und sür Welschkorn find die diesjährigen Aussichten um 66,000.000 Bushel besser. Nur Ha fer steht beträchtlich hinter dem Vor jähre zurück, doch wird der hier zu er wartende Minderertrag mehr als auf gewogen durch die anderweitig in Aus ficht stehenden Mehrerträge. Da aber. vom wlrthschaftlichenStand punkte aus beurtheilt, der Ueberschuß an Bodenprodukten noch immer das Fundament gbildet, auf welchem sich nicht nur die vermehrte Kaufkraft der einheimischen Bevölkerung, sondern auch die günstige Handelsbilanz unseres Lan des im Außenhandel aufbauen, ist der soeben erstattete Erntebericht des Acker bau.BureauS als eine zuverlässige Ge währ dafür zu betrachten, daß der gün ftige Verlauf der wirthschaftlichen Ent Wickelung in den Vereinigten Staaten für das laufende Jahr noch seinen FortgangZnehmen wird. Onkel Sara kann sogar dem Sul tan der Türkei nicht Furcht einflößen. Jetzt soll die amerikanische Gesandt. schaft in ttonftantinopel zur Botschaft erhoben werden, aber der Großtürke ig damit nicht einverstanden. HerrLelsh man bat schon als amerikanischer Ge sandte? der Hohen Pforte genug Un annehmlichkeiten bereitet und sollte er noch als Botschafter das Recht erhalten, dem Sultan persönlich seine Ansprüche auseinander setzen zu dürfen, so würde der Großtürke aus dem Schlamassel gar nicht mehr herauskommen. Deshalb sagt der Sultan nein", aber ein ame rikanischeZ Geschwader wird deshalb sohl nicht nach den türkischen Gewässern entsandt werden. Ob Gesandter oder Botschafter, die ' Forderungen der Ver. Staaten werden doch von der Türkei bewilligt verden müffen.
Unbedeutender Export nach Süd-Amerika.
Auf seiner diplomatischen Reise nach den verschiedenen Ländern SüdAme rika'S wird Staatssekretär Root auch vor allen Dingen handelspolitische Zwecke verfolgen. Bisher war der Handel der Ver. Staaten mit SüdAmerika mit anderen Ländern, wie England und Deutschland, verglichen, nur höchst unbedeutend. Und dabei find wir die nächsten induftriereichen Nachbarn jener Länder, aber die Ver. Staaten scheinen bisher kein großes Gewicht auf eine größere Ausbreitung ihres Exportes nach den mitunter sehr unzuverlässigen südlichen Landereien gelegt zu haben. Ein Bild, wie eS sich mit dem Handel zwischen den südameri kanischen Republiken und den Ver. Staaten, England und Deutschland verhält, ergibt die nachfolgende Tabelle der Ausfuhr nach den drei genannten Ländern: Räch den 1902 1904 Ver. Staaten . . $119,785,756 $120,306589 England 123,945,000 168,000,000 Deutschland . . . $126,800,000 173,000,000 Der Export nach SüdAmerika sei tenS der drei Länder war in den beiden Jahren folgender: on den 1902 1904 Ver. Staaten... 533.043,617 $ 50,825,280 England 94,715,000 110,840,000 Deutschland .... 39,975,000 64,000,000 Der Tabakhandel der drei Länder allein belief sich auf folgende Summen: 1902 1904 Per. Staaten ..5157,829,373 $171.131.874 England 218,600,000 278,640,000 Deutschland ... 168.775,500 237,153,000 Zieht man in Betracht, daß sich die Einfuhr in SüdAmerika annähernd auf $500,000,000 jährlich belauft, und bei dem raschen Emporblühen der dortigen Republiken eine rapide Stei gerung eintreten muß, so muß der nur 12 Prozent betragende Antheil, der auf den induftriereichen nördlichen Nachbar, die Ver. Staaten entfüllt, als recht klüglich und unbedeutend betrachtet werden. Nimmt man die Republik Brasilien zum Beispiel, so kauften wir im Jahre 1905 von jenem Lande für $100,000. 000 Waaren, aber verkauften dorthin nur Waaren im Werthe von 811, 000,000; also kaum den neunten Theil von dem Werthe der gekauften Waaren. Solche Zustände sollten so bald als möglich eine Abänderung erfahren und zu diesem Zwecke ist Staatssekretär Root hauptsächlich nach Südamerika gereift. , Der britische ffeldmarschall No bertS meint, im Falle eines Krieges werde England auf die Unterstützung Deutschlands nicht mehr rechnen kön nen. Schwerlich wird es das können; So dumm ist der deutsche Michel längst nicht mehr. Für kriminelle Angriffe aufFrauen und Kinder verlangt der Stadtrath von Chicago in einer in dieser Woche angenommenen Resolution die TodeS strafe. Daß derartige Verbrechen die schlimmsten und gemeinsten find, deren sich nur menschliche Bestien schuldig machen können, unterliegt keinem Zwei sel. Aber die Todesstrafe für der artige Verbrechen zu verhängen, ift gegen das menschliche Gesühl; vielmehr sollte man solche Verbrecher lebenS länglich in den Jrrenabthellungen der Zuchthäuser einsperren. - In immer weiteren Kreisen finden die gesanglichen und turnerischen Be ftrebungen der Deutsch.Amerikaner auch bei den englisch sprechenden Borgern dieses Landes volle Anerkennung. So
hatte die große englische in New Yor! erscheinende Zeitung The World- am 4. Juli zum Süngerfeft in Newark eine E?,traAuSgabe in deutscher Sprache herausgegeben, die dem deutschen Ge fange volle Anerkennung zollt und den Deutsch Amerikanern hohes Lob in ihren harmlosen, dem Herzen wohl thuenden Vergnügungen anerkennt. Auch andere englische Zeitungen, wie die New Zjorker Timeö". haben in der letzten Zeit lange zum Lobe der in Amerika wohnenden Deutschen Artikel veröffentlicht. Durch Armeebefehl find folgende Truppen der regulären Armee nach Fort Benjamin Harrison sür In ftructionSzwecke beordert: der Stab und zwei Bataillone des 4. JnfanterieRegi. mentS; Stab und zehn Compagnien des 23. Jnfar.terie.RegimentS; das 27. JnsanterieRegiment; eine Schwadron des 2. ttavallerleReglmetS; die 14. und 21. Batterie der Feld.Nrtlllerle; eine Compagnie des CkgnalcörpS und ein Detaöement des HospitalcorpS.
Adondale Seights.
Mit glücklichem Griff hat die Ge schäftöführung in Avondale HeightS den Einakter ClamS" an die Spitze des Programms gestellt. Die vielen spaßigen Wendungen in der Handlung des Stückes versetzt die Zuhörer gleich zu Anfang des Abends in die heiterste Stimmung und die später folgenden VaudevilleVorführungen sorgen da für, daß diese Stimmung bis zum Schluß anhält. Mack und Held Bag punfcher", Jeanette Marlow, Sän gerin; V. Baldwin Neal, Komödiant; Max Held, Imitator, und Jack Mack, CharacterDarfteller, find in ihren Lei ftungen unübertrefflich. Rene Inkorporationen. Die folgenden neuen Gesellschaften ließen sich beim Staatssekretär inkor porlren: .Archibald'Cleaver Company", In dianapolis; Kapital $75,000. Zweck der Gesellschaft ift Herstellung und Ver kauf von Damenkleidern jeder Art. Direktoren: Gerritt A. Archibald. Pearl A. Havelick und Jsaac N. Cleaver. Die Scott Miller Company" in Indianapolis theilt die Ausgabe von Vorzugsaktien im Betrage von $20,000 mit. - Rockport Steam Laundry Com pany-, Rockport: Kapital $700. Di rectoren: John L. BiggS, R. S. Crow der und C. C. Graham. Egypt Oil & Gas Company", Sullivan; Kapital $60.000. Dlrecto ren: Ward HawkinS, Otha L. Sprin ger, Samuel O. Self Richard L. Val ley und William tt. Bridwell. Die LouiZville, New Albany, West Baden & French Lick Railway Com pany- erhöhte ihr Kapital von $10,000 auf $250.000. B o o n v i l l e. Am Donnerstag Morgen brach in der Ortschaft Lynn ville ein Feuer auS, welches beinahe sämmtliche Wohn und GeschäftShäu. fer derselben zerstörte. Die Ortschaft hat über 1000 Einwohner und der Feuerschaden beläust sich auf ungefähr $100,000. Peru. Zwölf Meilen westlich von hier in der Nähe von DaneS gerieth ein Personenzug der Wabash Bahn durch ein falsches Flaggenzeichen auS dem Geleise. Reparaturen wurden an dem Geleise vorgenommen und die Arbeiter hatten anstatt einer rothen, eine grüne Flagge als WarnungSzeichen aufge stellt. Der Lokomotivführer fuhr mit seinem Zuge weiter, da er das Geleise in Ordnung glaubte und der ganze Zug lief von den hochgeschraubten Schienen. Bei dem Unglücksfall wurde der Lokomotivführer, fein Heizer und mehrere Paffagiere mehr oder weniger verletzt. Hai im Adriatischcn ÄNecr. Ueber den Fang eines etwa 16j Fuß großen Hais in der Nähe von Pola, Oesterttich, wird berichtet: Der Dampfer Quarnero" sichtete züngst vier 'Meilen von der Insel Cherso gegen Arbe einen großen Men schenhai. Das Schiff kam in die un mittelbare Nähe des Thieres, das regungslos im Wasser lag und die Rückenflosse über den Wasserspiegel streckte. Als das Schiff hielt, ließ sich der Hai einige Fards in die Tiefe, kam aber gleich wieder an die Oberfläche. Man befestigte an einem starken Tau einen entsprechenden Köder. Als der Hai das weiße Bündel bemerkte, besah er es erst etwas mißtrauisch und machte dann einen Versuch, anzubeißen, ließ jedoch den Koder sofort wieder los..Als der Angelhaken zum zweiten Male ausgeworfen wurde, besann sich oit Bestie njcht langer und schnappte zu. Der Dampfer zog an und der Hai walzte sich auf dem Rucken, furcht bar herumschlagend. Man lieh das Tau langsam nach, bis sich der Gefangene müde getobt hatte, was über eine Stunde dauerte. Endlich schienen die Kräfte des Fisches nachzulassen; er wurde nahe an den Dampfer herange bracht, und ihm ein schweres Tau um die Kiemen geworfen, das durch die Ankerwinde fest zugezogm wurde. Auf diese Art gelang es. die gefürchtete Meereshyäne unschädlich zu machen und sodann in den Hafen von Pola zu schleppen. Der Kapitän des Schisfes. der selbst bei dem Aufziehen des Fisches Hand anlegte, erlitt dabei eine schmerzhafte Verwunduna. Als er ae rade das Tau. an dem der Hai hin. in der Hand hielt, machte das gefesselte Thier eine Bewegung und seine Hand wurde vom Tau'an die Spierennägel gevruclt. so daß oaS erste Glied des rechten Zeigefingers zerquetscht wurde. In dem Magen des Thieres fand man ewen ziemlich großen Delphin und eimae große Knochen, die von Ochsen herrühren. . ' Fer fdpb&jtti&cKkT ' Beamter: Ich habe die Ehre!C h e f : Sie haben doch jeden Tag was anderes!- ;
Echte Daschmirschals.
Sine ergehende Industrie im Hochthal deK Himalaqa.' In dem herrlichsten Hochthale des Himalaya, dem vom Dschihlam durchflössen! Kaschmirthale, ist seit vielen Jahrhunderten die Tuchweberei als Hausindustrie sehr verbreitet. Hcute freilich geht diese Handfertigkeit mehr und mehr zurück. Noch vor wenigen Menschenaltern fand man dort ganze Dörfer, in denen Männer, Frauen und Kinder sich nur mit der Herstellung der Schals beschäftigten, und Tausende von Familien verdankten diesem Erzeugniß nicht nur ihren Unterhalt, sondern sogar einen gewissen Wohlstand. Heute findet man statt eines ehemals dichtbevölkerten Dorfes nicht selten einsame verfallene Hütten, und die Bevölkerunz ist armselig und ausgehungert. Ende des 16. Jahrhunderts, als dn Mogul von Delhi das Thal von Kaschmir seinem Reiche einverleibte, kam es zur höchsten Blüthe der eigenartigen Industrie, denn im ganzen nördlichen Indien wurden die Schals schnell Mode. Es gehörte zum guten Ton, daß eine wohlhabende Familie eine Anzahl dieser kostbaren Gewebe besaß, und das Familienoberhaupt trug sie bei religiösen Festen oder wenn dem Fürsten und den hohen Staatsbeamten ein Besuch zu machen war, mit Stolz zur Schau. Die Schals waren gewissermaßen ein Zeichen gesellschaftlichen Ranges und gewisser Vornehmheit; sie gehörten daher zum werthvollsten Besitz und wurden von Generation zu Generation vererbt. Als Kaschmir dann im Jahre 1752 von Afghanistan erobert wurde, hausten Feuer und Schwert fürchterlich, und seitdem ging die Kunstfertigseit mehr und mehr zurück. Jetzt, wo die billigen und schlechten Massenfabrikate der Engländer ganz Indien versorgen und wo auch die Kaschmirschals tausendfältig durch Maschinenarbeit meistens herzlich schlecht imitirt werden, ist das Interesse für schöne und kostbare, auf dem alten Handstuhl hergestellte Gewebe fast ganz erloschen. Das flaumige, seidenweiche Haar der Kaschmirziege liefert das Material zu den berühmten Schals. Es wird geklopft, gründlich gereinigt und gewaschen und mit Handspindeln zu ganz feinen Fäden versponnen, die dann gefärbt werden. Schwarz, gelb und roth in vollen und kräftigen Nuancen überwiegen. Ein alter Brauch will, daß das Garn in ganz bestimmten Seen und Flüssen gewaschen werde; man schwört darauf, daß nur dies Wasser die Eigenschaft besitzt, die Farben haltbar zu machen. Alsdann kommt das Garn auf den alten, ganz primitiven Handwebstuhl, auf dem es verarbeitet wird. Die Muster der Schals sind, ebenso wie die Technik, uralt und erben sich in den Familien fort. Solch ein Kaschmirschal ist etwa 11.5 Fuß lang und fast 5 Fuß breit, und bei den Prachtstücken, deren Ornamente bis in die kleinsten Einzelheiten auf's sorgfältigste durchgearbeitet sind, hat eine ganze Familie, bis hinab zu den fünfjährigen Knaben und Mädchen, oft jahrelang zu thun, ehe sie abgeliefert werden können. Der gefährlichste Giftpilz. Der gefährlichste aller Giftpilze, den schon vor 100 Jahren ein hervorragender Pilzforscher mit der Bezeichnung eines Todesengels- belegte, ist der Knollenblätterschwamm ode, mit wissenschaftlichem Namen. Agaricus phalloides." Seine äußere Aehnlichkeit mit eßbaren Formen (Champignon). sein ausgezeichneter Geschmack und seine ganz außerordentliche Giftigkeit rechtfertigen dieses Urtheil. Ein Drittel von dem Hut eines kleinen Pilzes dieser Art vermag ein zwölfjähriges Kind zu todten, wie die Erfahrung gelehrt hat. Die Waffen der Medizin gegen solche Vergiftungen sind in schweren Fällen noch recht unwirksam, daher sind weitere wissenschaftliche Untersuchungen, wie sie jetzt Dr. Ford in dem Journal für Infektionskrankheiten" veröffentlicht hat, von großem Werth. Danach gleichen die Pilzgifte den sogenannten echten Toxinen darin, daß ihre Wirkung für den thierischen und menschliehen Körper erst nach einer gewissen Zeit offenbar wird. Ferner verursachen sie Verletzungen, die denen gewisser ansteckender, durch Bakterien hervorgerufener Krankheiten gleichen. Dieser letzte Satz trifft auch oarin zu. daß sie in den Thieren besondere Gegengifte oder sogenannte Antitoxine erzeugen, so daß man daran denken dürfte, durch Gewinnung solchci Gegengifte ein Mittel zur Bekampfun.i der Pilzvergiftung durch Impfung zu erlangen, wie es I:i den ansteckenden Krankheiten durch SerumbeHandlung geschieht. Es ist Ford gelungen, solche Impfungen an Thieren versuchsweise, erfolgreich durchzuführen so daß die geimpften Thiere zehnmal stärkere Gaben des Pilzgiftes vertrugen, als sonst zu ihrer Tödtnng genügt hätte. Glück eines Austernf i s ch e r 8. Ein armer Austernfischer von Red Wing. Minn., hat einen Fund gemacht, welcher ihn mit einem Schlage zu großem Reichthum derhalf. . 6r fand nämlich eine Perle von außer ordentlicher Größe und 85 Gramm Gewicht, welche nach Ansicht von Sachverständigen einen Werth von $100, 000 repräsentirt. : ...
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e!n vernünftiger Mensch mit gesundem Mcnschenvcrstände, von dem wir doch alle unseren Theil abbekommen haben, wie kann ein solcher Mensch fortfahren die ordinären Soda Crackers" zu kaufen, alt und staubig wie sie sein müssen, wenn man für 5 Ct. schon Uimeeda WisoM frisch vom Ofen, geschützt gegen Staub durch ein Packet dessen äußere Zierde hungrig macht, erhalten kann. NATIONAL B1SCUIT COMPANY
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PEXiVSYivVAxiA rpgres Exkursionen Sonntag, 15. Juli. ,$2.00 82 00 81.50 81.50 kxezialzng derlei JndianavoliZ Morgens Abfahrt v Indianapolis um 8 05 Uhr vlor. um 7 Uhr; Rekourfahrt vom LouiSville (I4ten gen; Retourfahrt von Bincenne um 7 Uhr Strafe Station) um 7 Uhr Abends. Abends.
Ein 444 jähriger Prozeß. Große Freude herrscht in den Dörfern Lucram und Lantosque im Departeinent der Alpes Maritimes über die Erledigung eines seit 444 Jahren schwebenden Prozesses zwischen den beiden Dörfern. Ein großes Fest wurde gefeiert, und beide Orte hatten am Sonntag bis in die späte Nacht hinein illuminirt. Dieser denkwürdige Prozeß hatte am 15. November 1462 begonnen. Die Gemeinde Lantosque behauptete. Anrecht auf ein Stück Land zu besitzen, das die Bewohner von Lucöram in Besitz genommen hatten. Durch die Jahrhunderte hindurcü zog sich der Prozeß hin. Das streitige Gebiet mitsammt den beiden Dörfern fiel von' den Grafen von Nizza an die Herzöge von Savoyen. wurde der französischen Republik einverleibt, kam Anfang des vor! gen Jahrhunderts wieder unter die Herrschast der inzwischen zu Königen von Sardinien aufgestiegenen Savoher, und wurde schließlich im Jahre 1859 von diesen an das französische Kaiserreich abgetreten. Aber der Prozeß zwischen Lantosque und Luciram überdauerte das Bestehen der Staaten und bildete den ruhenden Pol in der Erscheinungen Flucht". Jetzt erst hat der oberste Gerichtshof zu Nizza das salomonische Urtheil gefällt, daß daZ streitige Land zu gleichen Hälften zwischen den beiden Gemeinden getheilt werden solle. Die Kosten dieses Monstreprozesses belaufen sich auf annähernd eine halbe Million Frank, während das Streitobjekt allerhöch stens 10,000 Frank werth ist. Zu der Unterbringung der während des Prozesses angesammelten Akten dient ein altes verlassenes Schulhaus. Das Gewicht dieser Masse von Pergamenten, die noch zierlich mit dem SchreibPinsel bemalt sind, bis zu den mit Schreibmaschine geschriebenen Gerichtsmittheilungen aus unserer Zeit beträgt mehr als 16.000 Kilogramm. Der M M Store (Etabliri 1853.) ...Jndlana'S größter Laden... Daö Letzte der Linnens Erökte aller Werthe dieses Verkaufes. 600 Yard Mill EndS von 18-,olligen gebleichten Crasy, werth Ivc, die Yard e 1500 YardS ungebleichte Crash, 17 Zoll breit, werth 9c, die Yard ttc 43 ungebleichte Linnen Mujiertücher, 66 bei 82 Zoll groß, mt Borten, , 52.00 Qualität, zur Aufräumung 01.65 27 Dtzd. große gebleichte Bad Handtllcher, ISjc Qualität, in diesem Verkauf..... 8ic 250 Yard? Mill EndS ungebleichter Damast. 2 IardS breit, die $1.00 Qualität, die Yard zu. 75c Ost Zimmer. PETTIS ÜBT 600BS C0.
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