Indiana Tribüne, Volume 29, Number 273, Indianapolis, Marion County, 12 July 1906 — Page 3
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Attentat. Vicc - Admiral Schoulmn in Sebastopol tödtlich verletzt. Der Admiral Kar wcgcu seiner Strenge verhaßt gekesen. Ein früheres Attentat. Bluttgc Krawalle in St. Petersbnrg'und den Provinzen. Meuterei in einem Kavallerieregiment. Die alcssinische Frage. Britische Hetzereien. Drohender Kohlengräderstreik im Ruhrgeviet. Das Avar-chisten-Gespcnst in Oesterreich. Dcutsch-fcmdliche Bewegnng in Ungarn.
Nukland. Bulletin. Sebaftopol, 11. Juli. Um 1 Uhr heute Nachmittag wurde ein Mordangriff auf Admiral Schuknin, den ttommandirenden der Schwarzen Meer.Flotte. gemacht. Der Admiral wurde in schwer verletztem Zustand nach einem Hospitale verbracht. War nicht das erste Attentat. Sebaftopol, 11. Juli. Der Angriff auf Vice'Admiral Schuknin wurde im Garten von dessen Villa ver übt. als der Admiral feinen täglichen NschittagSspaziergang machte. Der Attentäter, ein Matrose, hatte sich hin ter einem Baume versteckt und feuerte von hier aus mit einem Revolver auf Schuknin. Die Verwundung ist eine sehr ernste, da die ttugel in der Lunge sitzt. Der Attentäter ist entkommen. 63 ist dies nicht das erste Attentat das auf ViceAdmiral Schuknin verübt worden ist. Er war wegen seiner Strenge allgemein verhaßt, und die Behandlung, welche der Bemannung der unter feinem Kommando stehenden Schiffe zuerthellt ward, war die un mittelbare Ursache der im Juni und Juli letzten Jahres erfolgten Meuterei auf dem Schlachtschiffe ttniaz Po. temkin." Der Admiral entfaltete sda malS bei der Verfolgung der Meuterer eine fieberhafte Thätigkeit, wie ersuch zur Unterdrückung der Meuterei in Sewastopol letzten November alles in seinen Kräften Stehende that. Am 9. Februar d. JahreS wurde ein Attentat auf Schuknin verübt. Eine junge Frau erschien in seinem Bureau, gab sich als die Tochter eines Admirals aus und feuerte, als sie Zutritt zu dem Vice'Admiral gewann, in rascher Aufeinanderfolge vier Schüsse auf diesen ab, von denen jeder traf. Die Attentäterin selbst wurde damals auf ihrer Fluch! erschossen. Schuknin war vorher gewarnt worden. Als ihm die über die Meuterer verhäng ten Todesurtheile zur Durchficht unter breitet wurden, erhielt er die Nachricht, daß er, falls er das Urtheil gutheiße, das Schicksal der Verurthellten theilen werde; trotzdem hatte er die Vollftreckung des Todesurtheiles empfohlen. Admiral Schuknin war 18961901 HafeN'Kommandant von Wladiwostok gewesen. Hierauf wurde er Direktor der Marine - Akademie und sodann Kommandant der Schwarzen Meer Flotte. Kurz nach dem ersten Attentat, von dessen Folgen er sich nur langsam erholte, war ihm das Portefeuille des MarinemlnifterS, angetragen worden doch hatte er abgelehnt. Blutige Krawalle. St. Petersburg, 11. Juli. Wie im ganzen Reiche, nimmt die Güh rung auch in der Hauptstadt von, Tag zu Tag zu. Nachmittags und Abends kam es kürzlich an vielen Stellen zu blutigen Unruhen. Große Menschen mengen zogen, revolutionäre Lieder fingend, mit rothen Fahnen durch die Straßen und leisteten der Polizei erbit terten Widerstand, als dieselbe sie aus. emanderzutreiben versuchte. Der Mob hielt die Straßenbahnwagen an und zwang die Passagiere, den Revolution-' sahnen Reverenz zu erweisen. Nahe dem Moskauer Bahnhofe sammelten sich mehre Tausend Menschen an, und ein Offizier, der später als ein Leutnant Namens Toms identlsizirt wurde, hielt eine revolutionäre An spräche an die Menge. Als schließlich eine Kosakenabtheilung auf der Szene erschien, wurde dieselbe mit Steinwür fen empfangen. Da jedoch die Solda ten eine Salve über die Köpfe deö Mobs hinweg feuerten und dann mit ihren Knuten und Säbeln rücksichtslos ein hieben, stoben die Aufrührer auLeinan der und flüchteten in die Häuser. M:b rere Personen erlitten Verletzungen. Auch aus den Provinzen kommen Nachrichten über weitere Unruhen. Die Gutsbesitzer in den Gouvernements, in welchen Bauernaufstände ausgebrochen sind, strömen nach Moskau und hierher und flehen um Entsendung von Trup
pen zum Schutze ihres Eigenthums. In der Nähe von Saratow wurde die ganze Familie eines adligen Ritter gutSbesitzerS von rebellischen Landleuten erschlagen, und bei Grodno lieferten Bauern, die daS Gut der Gräfin Po tesky plünderten, einer gegen sie ge schickten Infanterie Abtheilung eine förmliche Schlacht. Zwei der Bauern wurden in dem Gefechte getödtet und fünf andere schwer verwundet. Kosaken aufsässig. Uft.Medviedifta, 11. Juli. Die Kosaken der Zweiten Reserve, deren Einziehung zum Polizeidienft angeord net war, haben sich geweigert, sich zu ihren Truppentheilen zu begehen. Uznoka, 11. Juli. Eine Kom pagnke Kosaken, die. hier in Garnison stand, ist weggeschickt worden, weil die Mannschaften sich weigerten, auf $e monstranten zu feuern. Regierung rechtfertigt sich. St. Petersburg, 11. Juli. Der Minister deö Innern, Stolypin, hat dem Botschafter Meyer und den Vertretern der übrigen Mächte den amtlichen Bericht der Regierung über den Aufruhr in Bjeloftock zwecks Ueber mittlung an ihre resp. Regierungen zu gesandt. Dieser ohne Prüzedenzfall dastehende Schritt der russischen Regie rung bedeutet zwar keine Anerkennung des Rechtes ausländischer Regierungen, tn Bezug auf innere Angelegenheiten des russischen Reiches Vorstellungen zu machen, ist aber eine unzweifelhafte Anerkennung der Macht der öffentlichen Meinung des Auslandes und kenn zeichnet Dem Wunsch, den fremden Re gierungen die russische Seite der Affaire zur Kenntniß zu bringen. Der Bericht stimmt im Wesentlichen mit dem von dem Minister Stolypin dem Parlament unterbreiteten Bericht überein. Großbritannien. Neue Meuterei. London, 11.' Juli. Jmrussi. schen Heere hat sich eine weitere ernste Meuterei ereignet. Wie der St. Pe terSburger Korrespondent deö hiesigen Standard- meldet, verweigerte heute das ttafarwa Kavallerieregiment in Tambow den Gehorsam. Die Mann schaften hielten im Kasernenhofe eine Versammlung ab, in welcher sie sich entschieden für die Duma und ihr Pro grzmm erklärten, sowie die sofortige Absetzung einiger als Soldatenschinder verhaßter Offiziere und Unteroffiziere verlangten: Als ein Dragoner.Regi ment aufgeboten wurde, um dZe Auf. rührer zu entwaffnen, kam es zu einem Kampfe. In dem Gefechte wurden ein Offizier und mehrere Soldaten getödtet. Die Meuterer verschanzten sich hierauf in ihrer Kaserne und bieten dort den sie belagernden Dragonern und einer Jnfanterie.Abtheilung Trotz. In den früheren Meutereien, die im Laufe dieses Jahres vorgekommen sind, haben sich die Unzufriedenen stets unter warfen, wenn ihnen loyale Truppen gegenübertraten. Die Meuterei ist ein bezeichnendes Kommentar zu der Erklü rung des Generals Trepow, daß grö ßerer Verlaß auf die Kavallerie als auf die Infanterie wäre, weil die Kavalle rie.Offizkere mit ihren Leuten in enge rer Fühlung stünden. Deutschland. Dieabefsinische Frage. Berlin, 11. Juli. Die jüng ften Abmachungen Englands, Frank reichS und Italiens mit Abefstnien er regen hier außergewöhnliche Aufmerk famkeit. Entgegen den Bemühungen der französischen und englischen Presse, die getroffenen Vereinbarungen in ein UnschuldS'Mäntelchm zu hällen, wlt tern die hiesigen Blätter nichts Gutes von diesem neuesten Erzeugniß" der .Latente cordiale" zwischen den drei Mächten. Sie befürchten eine Ver drängung des deutschen Handels, der auf Grund des von Dr. Rosen vor einiger Zeit mit der Regierung deö Königs Menelik abgeschlossen. Ver. tragS gerade erst Wurzel zu fassen be gönnen hat. Der Inhalt des englisch.
französtfch.italienischen Vertrags ist an hiesiger maßgebender Stelle bekannt, da die italienische Regierung ihn aus vertraulichem Wege mitgetheilt hat. Von den Hauptzügen wußte man schon durch Pariser Eröffnungen, die mehr die Gestalt eines Fühlers hatten. Und was gemeldet wurde, bestätigte die Auf fassung, daß das bischen Abefstnien" dazu angethan fei, ebenso bedenkliche Verwicklungen in die Erscheinung tre ten zu lassen, wie die Marokko.Frage, welche soeben mit Ach und Krach ihre zeitwellige Lösung gefunden. i Nach hiesigem Dafürhalten haben die in dem fraglichen Vertrag gegebenen Versicherungen, daß die Integrität des abefsinischen Reichs, die Offene Thür und die gleiche kommerzkelle Stellung für alle Länder gewährleistet feien, ver. zweifelt geringen Werth gegenüber den Bestimmungen, welche sich auf den Ausbau des Eisenbahnnetzes in Abes sinken beziehen. Wenn die Bahn von Dschibutk, Französisch Somaliland, von der Küste des Golfs von Aden bis nach der abefsinischen Hauptstadt AddkS Abeba von Franzosen gebaut und be trkeben und England das Recht einge. räumt wird, diese Bahn über Addis Abeba fortzuführen, sowie Italien in den Gebieten, welche dlese Eisenbahnen durchqueren, Zollvergünstigungen er hält, so ist, wie hiesige Blätter er klären, dem wirthschaftlichen Wettbe werd anderer Mächte der Boden ent zogen. Jedenfalls zieht sich durch alle Be trachtungen der deutschen Presse wie ekn rother Faden die Besorgniß, daß daS Inkrafttreten des neuesten Vertrags sich nicht so glatt vollziehen wird, wie eS in Paris, London und Rom gewünscht werden mag, und daß die beseitigte Marokko.Frage ehestens von einer viel leicht noch gefahrvolleren abefsinischen Frage abgelöst werden wird. Britische Hetzereien. Berlin. 11. Juli. Die neu liche BefuchSreise der Vertreter der deut schen Presse nach England hat offenbar die von den Arrangeuren der Spritz tour angestrebte Versöhnung nicht näher gerückt. Die britischen JingoOrgane hetzen bereits wieder unverschämter als je. So behauptet heute die mit dem Londoner Auswärtigen Amt in enger Fühlung stehende Manchester Despatsch", die englische Regierung habe unwiderleg. liche Beweise dafür, daß Deutschland dke Bevölkerung von Egypten syfiema tisch gegen die britische Herrschaft auf. stachle und dke paniSlamitische Be wegung im Osten fördere, in der Er Wartung, vom türkischen Sultan wel tere Konzessionen in Kleinasien erlan gen zu können. Durch seine letzte Woche im Unterhause über die bedrohliche Si tuation in Egypten abgegebene Er klärung habe der Staatssekretär deö Auswärtigen, Sir Edward Gray. den deutschen Kaiser daraus aufmerksam machen wollen, daß England die In trkguen durchschaut habe und dieselben nicht länger stillschweigend dulden könne. Neuer Kohlengräerftreik droht. Dortmund, 11. Juli. Unter den deutschen Bergleuten gährt es wie der gewaltig. In 36 im Ruhrgebiete abgehaltenen Versammlungen wurden Entrüftungsbeschlüsse gegen dke Knapp. schastöreform angekommen und ein neuer Streik im ganzen Kohlenrevier scheint unabwendbar. Oberst v. Deimling nach W i n d h u k. Berlin, 11. Juli. In Deutsch. Südweft.Asrika dürste nun demnächst ein rascheres Tempo eingeschlagen wer den, UM mit dem Reste der Rebellion aufzuräumen, die schon so viele Opfer an Gut und Blut gekostet hat. Oberst v. Deimling, der neue Kommandeur der Schutztruppe, traf, laut Kabelmel dung, in Swakspmund ein und trat nach kurzem Verweilen die Reife nach der Hauptstadt an, um mit dem Gou verneur v. Lindequift über den derzeiti gen Stand der Dinge und die zunächst zu unternehmenden Schritte zu konfe riren. Veränderungen in der Marine. Berlin, 11. Juli. Der läng vorausgesehene Wechsel an der Spitze deö Marinekabinetts wird sich nunmehr vollziehen. Kontre Admiral Georg v. Müller ist an Stelle Veki Admirals Freiherrn V.SendenBibran zum Chef des Kabinetts ernannt worden, nachdem er den Posten schon zeltwellig versehen. Kontre Admiral Wodrig, bisher Ober.Werftdirektor der Werft zu Wil helmshaven, wurde zum Vice'Admiral befördert.
Oesterreich Ungarn. Das Anarchisten . Gespenst. Wien, 11. Juli. Seltsame Ge rüchte, welche sich mit der Person des Kaisers beschäftigen, waren heute eine Zeitlang im Umlauf. ES hieß, der greise Monarch habe plötzlich die Ab ficht aufgegeben, sich an den Kaiser Manövern, die im Osten Oesterreich. Schlesiens zwischen dem ersten Korps (ttrakau) und dem zweiten Korps (Wien) abgehalten werden sollen, zu betheilkgen. Diesem SinneZwechsel sollte nichts Anderes zu Grunde liegen, als Furcht vor Anarchisten, von deren angeblichen Anschlägen man in Regie rungSkrelsen Wind bekommen. Diese Gerüchte sind nunmehr offiziell für völlig unbegründet erklärt worden. ES wird versichert, daß, wenn dke Ma. növer gattfinden. Kaiser Franz Joseph an ihnen theilnehmen wird. Aber es wird hinzugefügt, daß die Manöver, die ursprünglich in großem Umfang geplant waren, vielleicht eine Verkür zung erfahren, wenn sie nicht gar ganz ausfallen, was aus Sparsamkeitsgrün den nicht ausgeschlossen erscheine. Die seö verklausulirte Dementi hat einen eigenthümlichen Eindruck gemacht. Die Regierung mag fich deshalb veranlaßt sehen, etwas deutlicher mit der Sprache herauszukommen, um weiteren Gerüch ten in dieser Hinsicht vorzubeugen. Anti. deutsche Bewegung. Budapest, 11. Juli. Die Han delökammer in Kaschau, Oberungarn, hat einen Schritt gethan, der Haupt sachlich gegen deutschen UnternehmungS geift gerichtet ist. Sie faßte in einer soeben abgehaltenen Sitzung den Be schluß, bei der Regierung Maßnahmen zu beantragen gegen die stetig zuneh mende Erwerbung von Bergwerken in Oberungarn durch Ausländer, vor nehmlich Deutsche. Ihr Verlangen zielt in letzter Konsequenz auf ein'voll ständiges Verbot ab, um dem weiteren Eindringen der Deutschen in den Gru benbetrieb ein Ende zu machen. Man ist auf den Bescheid der ungarischen Regierung hinsichtlich dieses Ansinnens sehr gespannt. Keine ungarische Schiffs Gesellschaft. Budapest, 11. Juli. Aus der Gründung einer ungarischen Schiffs. Gesellschaft, welche eine Lösung des leidigen AuSwanderungS Problems bringen sollte, wird vorderhand nichts werden. Die langwierigen VerHand lungen, die zu dem Ende zwischen Ver tretern der beiden größten deutschen SchiffahrtS.Gesellschaften, deS Nord. deutschen LloydS" und der Hamburg Amerika. Linie", sowie Vertrauens. männern der Adria" mit. der ungark schen Regierung geführt wurden, sind, so ausstchtZvoll sie auch manchmal er schienen, doch ergebnislos verlaufen und nunmehr in aller Form abgebro. chen worden. Schwerz. Wollen absolut heirathen. Zürich, 11. Juli. Die älteste Tochter des spanischen Kronprütenden' ten Don Carlos, Prinzessin Elvira von Bourbon. die vor einiger Zeit von Rom verschwand, befindet sich mit ihrem Liebhaber, dem italienischen Maler Graf Folchi, hier. DaS Paar hat daS schweizer Bürgerrecht erworben, um Folchi die Erlangung einer Scheidung von seiner Gattin, die er vor zehn Iah ren mit drei Kindern fitzen ließ, zu er. möglichen und heirathen zu können. Der Papst weigerte fich bekanntlich wie derholt, die Bande, welche den Maler an seine verlassene Gattin knüpfen, zu lösen, und der Durchbrenner wird nun mit der Prinzessin zum Protestantin muS übertreten, um die Geliebte vor dem Gesetze zu seiner Frau machen-zu können.
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