Indiana Tribüne, Volume 29, Number 271, Indianapolis, Marion County, 10 July 1906 — Page 6

6

f9t w ww wm w w j tj V ä

Vogcler's KlettenWurzel Oel $ur; Beförderung des Haarwuchses, vud zur VerschöllerNvg,Eihaltuvg und Wiedcrherstclluug der Haare.

eit Jahrhunderten ist dikses erprobte und bewayrie viawx ,tttel rübmlicbst bekannt. Die von vielen Aerzten ausgestellten Empfehlungen über dessen Güte, Kraft und Wirkung überheben uns allen ferneren Anpreifungen. TaS Klettentrurzel Oel reizt die Kopfhaut zu neuer und gefunder Thä tigkeit an, reinigt sie von Schorf und Schuppen, verhindert das Ausfallen und frühe Vrau werden der öaare, heilt die Krankheiten, die oft auf dem Kopfe erfcheinen und erzeugt einen schönen und neuen Haarwuchs. Auch giebt es dem Haar ein üppiges, alän zendcS Ansehen wie es noch durch kein nderes Mittel diestr Art geschehen ist. PreiS, 50c die Flasche. In allen Apotheken oder direkt von St. Jacobs 0iI,Lirnited, Baltimore, Md. Große QTlt3T fcf V Vt 4MiVU Vvü fc J rJt' Grabsteinen fbsy A UNO e - AUGUST DIENER, 449 Gst Washington Str. Tel. Alt Main 2525. Crcton fill Office 3333 Nord Senate Ave. Telephon Neu 6-185. AltNorth334. EDWA11D W. MESSMERv Madifon Ave. euer Tel. 8 lletnia Agent bet bkrühmten Williams gSittttytit N0 TRIX" "T0 FIX". .Satantttt eine Holzvnmpe aul 9itn gemacht.' Sieparatureu an Säumten rcerde? prompt und biüi ulflttfttjTt. Revarawren an Hu'ern wie Einlege neuer innert oder ndrinaen neuer Abslukröhre au Lwn oder galvanisirrem E'lea werden in über $ti gemalt. Aerzte. Dr. LEO HERBERT Wiener Arzt. Haut-,Gkschlechts'U.Nerven!ran!hei!tv 19 CT C$t Straße ter Mo. Reue Tel. 44. erreSstundeu.9-Il.i-4. 7-Sbmdk. i)r. J. A. Sutcliifc, Wuvd.Arzt. ti&t ; Urin nr.lZlcctnr Ltankheitsn. S!rr: Ihb OS Market Stt. Sri. Ofsitt.Ltuudtn: li 10 Uhr V ; 2 biJ 4 Uhr Nm. Dr. Carl Q.Winter Deutscher Arzt. gehandelt alle akute und'chronischelIrrar.khetU. Sveziell Rdeumatismuö, Slcctarnund Frauen'ttranlheiten. ffice : 14 weft Ghio Straße. Oifice.Stunden : 10-11 Vm." 34 Nm. Sonntags : 9.30 10.30 Vm. Tel. neu 43 Zohnnng : 1250 Madisou Avenne Telephone : Alt, 2025. Neu, 9282. Dr. Paul F. Martin, praktischer Arzt und Shirnrg. Sprechstunden: 11.0&-12.S0 .so 4.00 täglich Sonntag? Auf Verabredung.; Willoughby Gebäude, 111 Viert Meridian Vtrßi Tel.,'Maln 4414. Volznung: 1205 Nord New Jersey Str. Telephon: Main 859; New SUt.

6

jp! drb

llÄ

7

r

jrniome

Ccyl-... . ?. m j . "

Europäische Nachrichten.

Schweiz. Bern. Vor kurzem feierte das Ehepaar August fttxn und Frau Bertba aeb. Rvbiner das seltene 5?c" der diamantenen Hochzeit. Das Jubelpaar zählt 86 und 73 ebenszayre. Basel. In Basel starb der beannte homöopathische Arzt Dr. Alb. Siegrist. Ennenda. Der am 8. Oktober 1903 verstorbene Oberst Kosmus Jenny von hier, wohnhaft gewesen in Kennelbach bel regenz, hat letztwttlia für aemeinnükiae und wohlthat!ge Zwecke in der Schweiz einen Gesammtbetraa von 175.000 Francs vermacht, davon der hiesigen Gemeinde für ernen noch naher zu beftlmmenden wohlthätigen Zweck 100,000 Francs. Auch die Arbeiter der Firma Jenny & Schindler in Kennelbach, Telfs und Jmst, sowie die obigen Gemeinden und insbesondere auck die evanaelische Gemeinde in Bregenz wurden in reichem Maß bedacht. G i n b n i a s c o. Letztens aerieth bier ein Knabe von 15 fahren. Angelo Horns, in das Räderwerk einer Mühle und wurde m Stucke gerissen. Sächseln. Letztens ertrank, 70 Jahre alt, im Sarnsee der Regieunqsrath Franz Britschgi, Besitze: des hiesigen Gasthofs zum Kreuz. Die Leiche ist geborgen worden. Wülflingen. Hier starb im Alter von 71 Jahren der Schriftsetzer Jak. Deller. Der Verstorbene war etwa 25 Jahre lang ununterbrochen ür die Neue Züricher Zeitung thalg. Hellerreich'lngarxr. Wien. Joseph Slawkowsky, Villetcur der hiesigen Hofoper, beging urzllch sein vlerzlglährlges Dienstubiläum. Dieser Tage starb hier die ehemalige Hopopernsängerin Karoline Tellheim nach langem schwerem Leiden im 64. Lebensjahre. Vor kurzem feierte der rn den westichen Bezirken allgemein bekannte Obmann d:s Ortschulrathes Gottfried Stix mit seiner Gattm Marie die llberne Hochzeit. Letztens fand die Volksschullehrerin Hedwia Mayer auf entsetzliche Weise den Tod. Sie. war nach Modnna gefahren, um dort einen Besuch zu machen, fuhr aber durch ein Versehen über die Station hinaus. Als sie ihren Irrthum erannte, sprang sie aus dem fahrenden Zug, jedoch so unglücklich, daß ie unter die Rader des Wagens gerieth und buchstäblich zermalmt wur. de. In der hiesigen Fabrik waserdichte: Stosse der Firma M. I. Elsinger und Söhne lst kürzlich ein Dampfkessel explodirt, wodurch das Kesselhaus zeruort wurde. Eine große Anzahl von Arbeitern wurde unter den Trummern bearaben. Bei den Bergungsarbeiten, die sofort und mit großer Energie vorgenommen wurden, fand man den Maschinisten lLrengosch. den 38iayrigen Magazineur Franz lraft, den 33jährigen Schmiedegehilfen Johann Piribauer und den Lliahriaen Hilfsarbeiter Johann Vartl als Leichen vor. Außerdem hatten verschiedene Arbeiter mehr oder weniger schwere Verletzungen erhalten. Der Kaiser spendete für die bei der Explosionskatastroph: Verunglückten 4000 Kronen. Wegen eines Verweises, den sie in der chule erhalten haben, unternahmen die 13jährige Anna Repalek und ihre Zsreundin,. die im selben Alter siehende Johanna PichelmeZer. einen Selbstmordversuch. Sie verschafften sich um einige Heller Laugenessenz und tranken diese aus. Im Spital, wohin man fit. brachte, wurde s-st-gestellt, daß die Verletzungen wohl schwer, aber nicht lebensgefährlich waren. Aranyos. Hier wurden durch eine . Feuersbrullst die Häuser einer ganzen Gasse eingeäschert. B a d H a l l. Bei der Ausbesserung des auf der Fahrt beschädigten Automobils des Grafen Salburg in der Nähe von hier wurde durch eine Erplosion des Benzins der Wiener Maschlnenfabnkant Jgnaz Brauns Hirn getödtet. Graf Theodor Sal bürg, Baron Ludwigstorff, ein Pfer deknecht und ein Lehrling erlitten mehroder minder schwere Brandwunden. E g e r. Vor Kurzem wurde vom hiesigen Krelsgerichte der Advokat Dr. Leopold Steindlcr aus Graslitz zu drei Monaten Kerker verurtheilt, weil er das Depot eines sach sifchen Fabrikanten von rund 1000 Kronen unterschlagen hatte. Die ganze Angelegenheit spielt schon seit dem Jahre 1904. In einer früheren Verhandlung war Dr. Steindler in gleicher Angelegenheit vom hiesigen Kreisgerichte freigesprochen worden. Funsklrchen. Der Landmann Johann Holzbauer kam mit semem Wagen nach hier, und hatte mehrere Kilo Schießpulver unter Heu verborgen, um keinen Zoll zahlen zu müssen. Auf dem Wege durch die Stadt sprach er dem Alkohol tüchtig zu. zündete sich seine Pfeife an und warf dann das noch glimmende Streichholz achtlos ms Heu. Gleich darauf explodirte das Pulver . und zerriß den Landmann und den Wa gen.

Voktor Steins SustfpZcl.

Von Lothar VSttke. Seit vier Wochen saß Doktor Stein in seinem auf's eleganteste eingerichteten Arbeitszimmer, ohne daß sich auch nur der bescheidenste Säugling als Patient anmeldete. Das brachte I Herrn Stein aber nicht um feine heitere Stimmung, denn im Gegentheil zu so vielen andern Aerzten stand ihm von feiten der Eltern ein schönes Vermögen zur Verfügung, das ihm erlaubte, auch ohne Praxis gut und auskömmlich zu leben. Er hätte sich also über das mangelnde Vertrauen, das ihm die Bürger der Stadt entgegenbrachten, in der er sich als praktischer Arzt niedergelassen hatte, hinwegsetzen können, wenn ihn nicht etwas gequält hätte, von dem Wilhelm Busch sagt: Nicht ihm zum Heile, plagt ihn die Langeweile." Er hatte sonst weiter keine Leidenschaft, er spielte weder Skat noch Billard, daher wußte er nicht, was er mit der vielen freien Zeit anfangen sollte, und er sann und sann, wie er sich wohl beschäftigen könne. Sinnend griff er nach der Zeitung, die er wohl zwanzigmal fortgelegt und wieder aufgenommen hatte, und gedankenlos las er eine Kritik, in welcher ihn der Satz fesselte: Was uns fehlt, ist ein schönes, gutes Lustspiel." Stein verfiel in tiefeZ Sinnen. Plötzlich schellte er energisch und gab dem erstaunten Diener den Befehl, sofort für zwanzig Mark Eonceptpapier und eine Zweiliterflasche Tinte zu holen. Sowohl Stein's Wirthschaften. wie auch der Diener konnten sich in der nächsten Zeit nicht genug über ihres Herrn Fleiß wundern. Von früh is spat saß er m dem Schreibtisch und schrieb Bogen um Bogen, dabei nur das Nöthigste an Nahrung zu r v lcy neymeno. Muße hatte er ja genug, denn in den nächsten vier Wochen wurde weder die Nachtglocke gezogen, noch kam em Patient zu ihm. Die Stadt mußte ausnahmsweise gesund sein. Endlich war das Lustspiel fertia. und Stein übergab es persönlich dem Direktor des Stadttheaters, mit dem er in Studienfreundschaft stand und daher einerAufführung sewes Stückes s'cher war. Verehrte L.-.ec! Ist einer unUr euch, der sch;:n ein Stück aesckrieben hat? Wenn ja, so wird er mich verstehen, wenn ich behaupte, daß die Leiden eines Tantalus oder eines Prometheus nichts im Verhältniß zu den Leiden sind, die ein Schriftsteller auszustehen hat, wennem Stück von ihm sich in der Probe befindet. Nun gut, die Proben begannen. und Doktor Stein, der ja Zeit hatte. wohnte denselben von Anfang bis zu Ende bei. Da war eme Scene, von der er sich einen Bombenerfolg versprach, der Regisseur brachte dieselbe aber ganz anders, als Stein es beabsichtigte. Wie dieser den Mimen var auf aufmerksam machte, fertigte ihn der Regisseur kurz ab mit den Worten: Das verstehen Sie nicht! Verblüsst entgegnete Stein: Aber ich bin doch der Verfasser des Lustspiels." Scelenruhig wurde ihm erwidert: So. dann verstehen Sie es erst recht nicht!" Be: einer anderen Stelle, die der Autor furchtbar lustig fand, gefiel ihm die Naive absolut nicht, und er roagte es, der Dame das klarzulegen. Diese winkte den Regisseur heran und sprach mit unverfälschtem Wiener Dialekt :Hören Sie mal, mein Lieber, unser Doktor Stem meint, dos soll an Witz fein: ja, wenn's Sie dabei an Witz finden!" Dieser las den betreffenden Passus durch und meinte. daß, wenn ihn vielleicht sämmtliche Theaterarbeiter kitzelten, ihm das Lesen dieser Stelle ein kleines Lächeln entlocken würde. Am wüthendsten war die komische Alte, als Sm sie zwang, anders zu spielen, ie sie wollte. Elender Schmarren" und alter Kohl" waren die sanftesten Prädikate, mit denen sie Stern's Werk beleate. Aber wie jedes Ding ein Ende hat. so dieses hier. Nach mannigfachen Proben, nach vielem Aerger und Ver druß und schweren Geldopsern, denn Stein durfte die für den zweiten Akt geforderte Salongarnitur aus seiner Tasche kaufen, rückte endlich die Generalprobe heran, die einigermaßen klappte. Kinder," sagte Stein selig, wenn es heut Abend gefällt, dann seid Ihr nach der Vorstellung meine lieben Gäste, und Sekt gibt es!" Der große Abend nahte heran. Das Theater war ausverkauft. Der pfls fige Direktor des Stadttheaters, dem es gelungen war, Stein für schwere Geld hundert Parkett-Fauteutts aus zudrängen, schmunzelte über das volle Haus. Stein selbst, der alles, was er nur kannte, eingeladen hatte, saß mit klopfendem Herzen in einem naaelneuen Frackanzuge :m Hinter gründe einer Loge. Während unten das Gevlauder des Publikums das Zeichen zum Beginn war noch nich gegeben zu ihm heruftönte, wiegte er sich m seligen Zukunststraumen. Endlich war der Tag der Revanche für die vielen Aerger- und Bitternisse aekommen! Es war em Gedanke der immer wiederkehrte: Morgen bist du ein berühmter Mann. Telegramme nach allen Städten verkünden demen Ruhm. Man bringt spalten lange Interviews die illustrirten Zei-

tungen veröffentlichen dein Bild.

Hinweg mit dem Sezirmesser und Verbandwatte, 'dir ist ein größerer Ruhm als Schriftsteller beschicken." Das scharfe Klingeln, dss den Beginn des Stückes anzeigte, riß ihn aus seinen Träumen. Die Schaupieler gaben ihr Bestes, es war aber eine verlorene Sache, die sie vertheidigten. " Die lustigsten Stellen deS Werkes verpufften wirkungslos. Stein hatte längst darauf, verzichtet, ich für den spärlich eingesetzten Applaus dem Publikum zu zeigen, genickt saß er m seiner Loge und als der dritte Akt unter eklatantem Zichen des Publikums begraben war. da schlich er sich zum Tempel der Musen hinaus. An einem der nächsten Laternen pfähle löste sich plötzlich eine schwarz gekleidete Figur los und trat auf Stein zu. Dieser erkannte sofort den alten Dienerspieler des Theaters. Zu Stein's Trost sagte er: Mir hat's gefallen"; dieser sah in das vergrämte Angesicht des Mimen. auZ dem Bände vcn Herzeleid, enttäuschen Hoffnungen und Kummer ihm entgegenstrahlten. Stein fühlte sich dem Manne ge genüber nicht verpflichtet, aber er ver'tand, daß die Aussicht auf das verprochene Abendbrot den Schauspieler zu diesem Lobe trieb. Sollte er den armen Teufel, der mit kärglicher Gage engagirt war und wohl selten etwas Ordentliches zu essen bekam, des Genusses berauben? Er reichte dem Schauspieler die Hand und sprach: Nein, lieber Freund. Sie empfinden es selbst, daß mein Stück Schund war, und es kann Ihnen gerade unmöglich gefallen haben. Nichtsdestoweniger sind Sie aber doch für den heutigen Abend mein lieber Gast. Ein ausgezeichnees Souper m einem unserer feinsten Gasthäuser soll Ihnen einen Lichtblick m Ihrem sorgenvollen Dasein ge währen und mir über meine bittere Enttäuschung weghelfen." Und beim perlenden Sekt begrub Stein seine Hoffnungen auf Br rühmtheit nicht ohne Wehmuth. Welnstlcher. Wenn Einer die alterthümlichen Straßen einer elsässischen Stadt durchwandert und seinen Blick an den Siraßenschllvern haften läßt, so fällt ihm wohl die oftmals wiederkehrende BeZeichnung Weinsticher" oder Weinsticher und Gourmet auf. Wemsticher gibt es nur im Elsaß, in Baden und Meinhessen. An der Mosel kommt der Ausdruck nicht vor. Die Weinsticher mußten die Weinfässer anstechen und .den Wein Probiren. Sie waren beeidigte Handelsmakler, WeinkaussVermittler. Ueber ihre Obliegenheit in früherer Zeit hat Dr. August Hertzog in 'Kolmar Mittheilungen gemacht. Der Weinsticher mußte einen Käufer so lange im Ort herumfuhren, bis er zum Kauf kam, und er hatte darauf zu achten, daß Niemand mit .den Weinen Betrügereien trieb, nachdem der Gast einmal gekauft hatte. Er durste kernen Keller schein", d. h. unbesucht lassen; er durste auch Niemandem feinen Wein llltzlen", d. h. verkleinern oder schlecht machen. Wo aber am Wei ff: ein Fehler wahrzunehmen war, sollte es der WeinstZ-ber dem Eigen- ,? r i c lyumer yermilll) lagen mcyi avei oem Gaste, dem Käufer. Für seine Bemühunyen erhielt der Weinsticher einen Lohn, das 'Stichgeld. Die Weinwagen durften nur auf einem besonders dazu bestimmten Platze, auf der Sinne, durch geschworene Lader verladen werden. Solche Sinnplätze gibt es heutzutage beinahe noch in jedem deutschen Weinorte, z. B. in Rappoltswerler, Eolmar, Reichenweier, Gebersweier, Mülhausen. Gegenwärtig haben die Weinsticher ihren Beamtencharakter vollständig eingebüßt; sie sind nur noch Makler, welche die Weineinkäufe im Reblande vermitteln und' die Waare beim Verkaufsangebot prüfen. Im Französischen heißt der Weinsticher Gourmet. Dieses Wort bedeutet auch den Feinschmecker. Es mag wohl interessiren, welchen Ursprungs sich der Gourmet rühmen darf. Nach Diez tommt es her von gourme, Schleim aus den Nüstern der Pferde. Gourmet oder Gourmand ist nach ihm eigentlich ein Mensch, der so gierig ißt, daß er die Reinlichkeit darüber ußer Acht läßt, dann aber auf einmal im Gegentheil ein Mensch, der mit großem Appetit, mit Geschmack ißt, ein Feinschmecker. Köder!" ' Die verstorbene Frau Susan B. Anthcny war einmal in Rochester zu einer Hochzeit und sagte zu dem Bräutiam: Wenn Sie wollen, daß Ihre Ehe eine glückliche ist, müssen s immer sozärtlick und liebenswürdig sein. wie heute. Ich habe ein junges Paar ekannt. dessen Ebe nicht ganz so war. wie sie sein sollte: dort sagte die Frau eines Abends zu ihrem Gatten: öevor wir verheirathet waren, hast Du mir immer Geschenke gemacht; jetzt bringst Du mir gar nichts mehr." Liebes Kind." erwiderte der Gatte, hast Du jemals von einem Angler gehört, der dem Fisch Köder giebt, . Tt. . k n-rt ,fv43" wenn iy uu mi'a" Selbstbewußte Auskunft. Redakteur: Ist Ihre Arbeit ein Original?" Dichter: Nee. aber ich!"

Anerkennung.

Schwiegervater: Ei, ei, Du rauchst Cigarren zu 50 Pfennig das Stück! ... Ich habe in meinem Leben noch keine theu'rere als zu 6 Pfennig geraucht!" Schwiegersohn: Ja . . sonst könnte ich's auch nicht machen!"

Ungünstige Witterung. ! il hi-m, "i -mi xr" Sie versprachen mir doch die 100 Mark, die ich Ihnen im Winter lieh, im Frühjahr wiederzugeben?" Ach wir haben ja diesmal kein Frühjahr gehabt." Aus einem Kriminalm I I . r o m a n. . . .daraus verzeyrie oer hartgesottene Sünder drei weichg sottene Eier. Blamirt. Lehrer (mit der Hand auf eine Landkarte zeigend): Was ist das? Schüler: Ein schmutziger Finger. Heirathsgesuch. Ein Gelehrter. der nicht Zeit hat, sich um das schöne Geschlecht zu bekümmern, sucht eine Lebensgefährtin. Unter Gaunern. Mein Sohn bringt's noch zu was!... Geftern bat er eine goldene Uhr gestohlen und dazu gleich auch den Garantieschein!" Mißverstanden. Vauerntochter (die auf dem Lande bei ihrem Vater zu Besuch weilt): Ja, ja, bei uns wird alles nur mit Spiritus gekocht!" Bauer (verwundert): Hm, da kimmt ja Dei' Herrschaft 's ganze Jahr gart net aus dem Rausch außi!" ..Fopperei. Denke Dir, neulich bin ich zwischen einen Autler und einen Radfahrer gerathen." Ist denn Dir dabei nichts geschehen?" Nein, sie waren beide zu Fuß!" Boshaft. Der Schauspieler Flott schminkt sich fast gar nicht." Wozu auch? Der mag sich noch so fehr schminken, das weiß man ja, daß der kein Schauspieler ist." Die Respekts-Person. Fremder: Ich möchte 'mal einige Worte mit dem Oberkellner sprechen!" Pikkolo: Bedaure, der Herr Oberkellner sind nicht zu Haase nur der Chef ist da!" Protzig e Hyperbel. Parsümeriehandler: Außer diesem theuersten Parfüm habe ich auch noch biltigere Marken." Käuferin: Wie heißt billigere Marken!. Will ich vielleicht ä Armeleutegeruch ausströmen?"

?M, fii fc.

a .

, - , brfgf

Raffinirte Rache. Zimmermädchen: Der schuftige Reisende hat wieder keinen Pfennig Trinkgeld gegeben; wenn ich nur wüßte, wie ich mich an dem rächen könnte? Halt, da liegt ja noch die Ansichtskarte an seine Frau, die so kolossal eifersüchtig sein soll; da schreibe ich noch drauf: Herzlichen Gruß, Zenzi." Dann!! Was sagt denn Ihre Frau dazu, wenn Sie gelegentlich über die Schnur hauen?" O, ich haue nie über die Schnur; und wenn ich über die Schnur haue, dann erfährt's meine Frau nicht; und wenn sie's erfährt, dann sagt sie nichts; und wenn sie etwas sagt, dann na freilich dann gibt's aus!Zweifelhaftes Complimcnt. Wenn Sie zwischen einem haßlichen aber klugen und zwischen einem hübschen aber dummen Menschen zu wählen hätten " Aber, meine Herren, reden wir nicht viel, Sie gefallen mir beide!" Verlockend. Reisender (der sich rasiren lassen will): Ich muß, mit dem Zug fort! Wie lange kann es dauern?" Dorfbader: Schlimmsten Falls zehn Minuten!" Ordnungsliebend. Dein Chef hat Dir ja heute das Tintenfaß an den Kopf geworfen'.- Allerdings aber er hat dann gleich die Streusandbüchse nachfolgen lassen!" Schnelle Wirkung. Eben erhielt ich dies schreiben vom Hofmarschallamt!" Was steht dritf, Moritzleben?" Daß mich der Fürst hat geadelt Halt' mich, halt' mich, Moritz mir wird ganz blau vor den Augen!" Mahnung. Vermittler (zur alten sehr reichen Jungfer, welche zögert, einen Baron zu nehmen): Rehmen Sie ihn nur schnell... morgen kann er schon wieder bei Geld sein!" Die C' ans. Mutter: Wie, dreißig Mark wollen Sie für den Privatunterricht meiner Lina? Da- ?. ii- . r.ii. fit r. (.. - sUl qalie leg ja jcua cuc vyuuc iyu ben können!" Lehrer: Sieben so gar! t" Vagabunden-Monolog. ,Ha! der eine Angst, daß ich ihr -chgeh', und ich freu' mich schon auf durchgeh' mei' warm'S Quartier!"

jrftp $Mi i , Tv-f

jfjf i$ffiQ$s