Indiana Tribüne, Volume 29, Number 271, Indianapolis, Marion County, 10 July 1906 — Page 5
Jndkana Tribüne, 10. Juli WOGl
Jlltcrurban Zcit-Tabcllc. I. N. T. System. I, Kraft Sonntag, den 2. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. Muncie ö: Marion Division. Lawrence, Fortville, Pendleton, Anderson, Yorktown, Muncie, Middletown, Alexandria, Summitville, Fairmount, Gas City, Jones isro und Marion. 4 00 Vm. 1 05 Nm. 5 05 Vm. 2 C0 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. '9 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 8 C0 Nm. 12 00 MttgS. 9105 Nm. 11 30 Nm. Limited. Logansport 6: Peru Division. Carmel, Noblesville,Z Cicero, Arcadia, Atlanta, Tipton, Kokomo, Galveston, LZalton, Logansport, Miami, Bunker Hill, P:ru und Elwood. 5 00 Vm. 1 45 Nm. 5 45 Pm. 3 00 Nm. 7 00 Vm. 3 45 Nm. 7 45 Vm. 5 00 Nm. 9 00 Vm. 5 45 Nm. 9 45 Vm. 7 00 Nm. -11 00 Vm. 7 45 Nm. 11 45 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nm. 11 30 Nm.
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Der Außenseiter.
Eine Turfjkizze von Karl Heerdegen. Es war ein Wetter wie geschaffen für den großen Tag von Karlshorst, für das sportliche Ereigniß allerersten Ranges.' das die Tages- und Fachblätter angekündigt hatten. Ganz Berlin" war da. Gleichviel ob es im vornehmen Westen sein Domizil hatte, oder im Osten den Wochentag zum Sonntag werden ließ ... Eine reizende junge Frau sah leuchtenden Blickes von der Tribüne hinab auf die Rennbahn, von der bunte Wimpel grüßten eine Frau, bei deren Anblick man sich fragen mochte, ob die mädchenhafte Erscheinung mit den großen klaren Augen schon je in den Born der Licbe geblickt oder diese vollen, rothen Lippen erst unter dem Kuß heißer Leidenschaft so üppig aufgeblüht waren. Herbheit und frauenhaste Weiche einten sich in der rothblonden Elfe in dem hellen, eleganten Frühjahrspaletot, mit dem breitrandigen Strohhut, von dem blasse Rosen wippten. Kavaliere drängten sich in der Nähe der Dame in Uniformen aller Waffengattungen, im eleganten Sportcivil. Für diesen hatte die Schöne ein Scherzwort bereit, für jenen einen klugen Gedankenblitz. Alle umwarben sie die junge Wittwe des Barons von Sanken, der vor- zwei Jahren bei einer tollen Fahrt in Nizza Automobil und Leben eingebüßt hatte. Dem und jenen schien die Sonne ihrer Gunst heller zu leuchten, am hellsten aber wohl dem hochgewachsenen Vodo von Jtzfeld im hellen Rock der Pasewalker Kürassiere, der zur Zeit auf der Kriegsschule war. Er schien sich indessen bewußt, daß er als haushoher Favorit" galt; in jedem Blick, in jeder Miene und Jewegung. spiegelte sich das Selbstbewußtsein des Unwiderstehlichen Da ertönte die Glocke. Zum Satteln! Einer der Herren nach dem anderen verabschiedete sich von der Baronin mit galantem Handkuß. Zuletzt blieb nur ein einziger der Kavaliere zur Seite der Holden. Ein Mann mit klarem Auge, von derbem, frischen Wesen, wie es nur die Scholle zu verleihen vermag. Bewundernd hafteten seine Blicke an der anmuthigen Gestalt, doch von Minute zu Minute irren sie zu der Rennbahn, nach den Boxen ter edlen Einhufer. Der Zwiespalt beherrschte ihn, den auf dem Turf die Pflichten des Kavaliers und des Rennstallbesitzers in der Brust eines Sportmannes hervorzu rufen pflege. Joachim von Rassows Rellysollte im Preis von FriedrichZhagen" die weißblauen Farben zeigen. Acht Pferde waren in Aussicht. ,War es da ein Wunder,' daß selbst der bodenständige Baron von der Großstadtkrankheit angesteckt wurde? Frau Bilma von Sanden entging das nicht. In ihren Augen lag ein leiser Spott. Wahrhastig, lieber Baron, auch Ihre Relly zeigt sich nervös. Viertausend Meter keine Kleinigkeit. Des Herrn Auge sattelt auch die Pserde. Wollen Sie nicht selbst sehen ..." Aber theuerste Frau wie sollte ich den Platz an Ihrer Seite Na, na," drohte sie schelmisch, um einen grand Prix?" Rassow wurde ernst. Ich habe Ihren Spott verdient, gnädigste Frau Baronin. Ich hätte daran denken müssen: Wer eine schöne Frau auf den Turfplatz geleitet, lasse seine Pferde im Stall " Oder," replizirte Frau von Sanden schlagfertig: Wer seine Pferde liebt, lasse die Frauen zu Hause! War's nicht so?" Eine flammende Nöthe stieg in dem Antlitz Joachims aus Bei Gott nicht! Mag Nelly siegen oder unplacirt bleiben, wenn mir nur Ihre Gunst, Frau Vilma, erhalten bliebe, wenn " Erschrocken hielt er inne. Was hatte er da angerichtet! Die Wangen der Baronin färbten sich um eine Nuance dunkler. Im Eifer seiner Rechtfertigung hatte er die Barvnin so genannt, wie sie im Rauchzim mer bezeichn:! wurde: Frau Vilma! Doch diese schien den kleinen Verstoß nicht ungnädig aufzunehmc.:. In Ihrem Herzen tönte das Doppelwort wieder und ihre Stimme klang noch um vieles weicher, als sie sagte: . Nennen Sie mich immerhin Ftaii Vilma, Baron, ein so treuer Freund hat ein Recht dazu es kling! auch gar nicht übel aus Ihrem Mund, das Frau Vilma." Tief beugte sich Nassow über die ihm dargereichte kleine Hand und seine Lippen weilten um Sekunden länger darauf, als es die Sitte unbedingt erfordert hätte. O, konnte er, Joachim von Ras sow. sie doch festhalten für immer, diese zarte, liebe Hand! Dürste sein Mund statt des Handschuhs die rothen Lippen der Frau berühren, die er so heiß liebte! Aber er der derbe Landjunker und sie, die elegante feine Weltdame! Ein bitteres Gefühl erfüllte ihn. Wenn es der Favorit" wäre, dieser' Bodo von Jtzfeld, der vielleicht aber er der Außenseiter. Und doch, eine Stimme in seinem Herzen schien ihn torwärts zu treiben. Seine BlZcke spähten umher. Sie waren allein er und jene Frau. Wenn er es jetzt waate. wenn ez lhr
jene Worte zu flüsterte, die ihn schon lange auf den Livpen brannten? Das war die Sprache des Herzogs. Doch sofort mahnte der wägende Verstand: Joachim, bis: ou von Sinnen? In diesem Augenblick, an dieser Stelle der Dame deines Herzens Gefühle offen baren ..." Ur.d ebe das Herz Antwort auf diese Bedenken geben tonnte, war es zu sväs. Andere Herren nahten, um der Königin des SportfesteZ ihre Reverenz zu erweisen. Joachim vertröstete sich auf den Abend. Ab:r wie dann wenn er einen Korb erhielt? WZs dann? Dann konnte er getrost in die Einsamkeit von Groß-Zochbern fliehen und seinen Kohl baun. Die Berliner Tage waren für ihn tempi passati. Niemals würde er sich wieder zeigen können in dem traulichen Boudoir der Thiergartenstraße, dem Tempel seines stillen Glückes, der seine Göttin barg. Nie mehr in ihrer Nähe athmen, ihr silberhelles Lachen nicht mehr hören, ihre wzvitt Stimme an gemüthlichen Plauderabenden nein, lieber wollte er auf den Besitz Wilmas von Sanden Verzicht leisten. Das Läuten der Startglccke unterbrach seinen Gedankengang. Dann tönte Frau von Sandens helle Stimme an sein Ohr: Aber Baron! Nelly wird ungnädig sein ob solcher Mißachtung!" Rasch," fügte sie ernster hinzu, sehen Sie nach ihr es sollte mir herzlich leid thun, wenn Ihnen der Friedrichshagener Preis" entginge. Bei dem Training!" Eine stumme Verbeugung, und Joachim sah nach der Fuchsstute. Interesselos! Herzlich leid thun," hatte Frau Vilma gesagt. Herzlich leid!" Galt das der Neüy, oder galt es ihm? Oder allen beiden ... Es blieb keine Zeit für den Baron, sich darüber klar zu werden, als er an seinen Tribünenplatz zurückkehrte. Das Rennen nahm seine Sinne in Anspruch.... Aus ver attelplatzlrlvune wuroe es lebendig. Laute Worte erschallten. Anna, paß auf den Gelben auf!" dröhnte es in tiefem Bierbaß. Aus den Gelben? Ach was?" erhebt sich eine schrille Stimme. Der Gelbe macht's nicht! Die Nelly macht's todtsicher der Weibblaue!" Ja, ja die Nelly macht's, die Nelly." ertönten zahlreiche Stimmen. In der That, Rassow's Nelly war hoher Favorit, und die Nummer 3 war stark geltet. Haltet ihr nur auf euren Blauen!" ließ sich die Baßstimme wieder hören. Ich sage, der Gelbe macht das Rennen!" Endlich! Ein Aufathmen ging durch die Menge. Durch den Totalisator schrillte die elektrische Klingel. Die Starterflagge hatte sich gesenkt, pfeilgeschwind schössen die 'Renner über den Rasen dahin. Tiefe Stille auf der Tribüne der eleganten Welt, jenseits der breiten Masse.... Vilma von Sanden brachte das Fernglas nicht von den Augen. Da plötzlich lassen ihre Hände, es sinken. ein Oh" der Enttäuschung entschlüpft ihrem Munde. Auch JoaHim hatte den schlechten Sprung seiner Nelly bei der, ersten Hürde gesehen; erregt biß er sich auf die Lippem Dieser Mertens! Immer hielt der Jockei zu kurz! Der Sprung hatte der Fuchsstute zwei Längen gekostet. Doch rasch rückt sie wieder auf. Bravo! Bravo!" murmeln die AnHänger des Favoriten, und Bravo!" flüstert auch Vilma. Noch einmal um die Bahn jetzt jetzt jagen die Rosse die Gerade herunter. Alle auf einem Rudel Nelly um eine halbe Nasenlänge voraus. Ein Stimmengewirr erhebt sich. Ein Brausen geht durch die Massen der Zuschauer. Nelly, Nelly," Nelly machts!" Da was war das dreißig Meter vor dem Ziel schiebt der Gelbe" seinen Wallach nach vorn, eine halbe, eine ganze Nasenlänge, und Santasco geht als Sieger durch's Ziel. Santasco, der Außen seiter! Wieder erhebt sich ein Stimmengewoge, diesmal auf den Grundton lebhafter Enttäuschung gestimmt. Jäh bricht es ab, nur die Baßstimme läßt sich wieder hören, triumphnend: Kinder, was habe ich gesagt, der Gelbe macht's der Gelbe! Anna, hast du die Tickets? Ja, ich hab' 'ne Nase! 150 gibt's sicher!" Der Totalisator vergalt den Ueberraschungssieg des Außenseiter sogar mit 164 für 10!
Baron Joachim glaubte vor Aerger und Scham in die Erde sinken zu müssen. '' Armer Baron," weckte ihn Vilma von Sandens Stimme aus seinem Brüten. Armer 'Joachim, Sie thun mir aufrichtig leid. Ich hatte so U stimmt auf Nelly's Sieg gehofft, mich so sehr gefreut, daß gerade sie " Frau Vilma, Sie haben gehofft sich gef.reut, daß gerade ich ...!" Beinahe . hätte Joachim laut aufgejubelt. . Heiße Nöthe überflammte ihre Wangen. Halb unbewußt reichte sie ihm die Hand. Ihm war's, als ströme ein warmer, lebendiger Quell von ihr zu ihm über. Die beiden waren allein auf der Tribüne Alle hatten sich zu dem siegreichen Santasco" begeben. Heiß wurde es Joachim in Kopf und Herz. Frau Vilma Sie hätten Sie könnten " In reizender Verwirrung stand si vor ihm. Aber das zarte Händchen
entzog sich der Hand des Barons nicht. Leise vibrir.te ihre Stimme: Ja. um Ihretwillen. Joachim, hätte mich Nellys Sieg gefreut." Da verschwand alles um den Junker. Niederlage, Nelly, Mertens. der Rennplatz mit seinen bunten Menschenschwärmen lösten sich in rosigen Nebel. Näher beugte er sich zu der reizen den Frau. Heiß trafen seine Worte ihr Ohr. Frau Vilma, darf noch ein Außenseiter heute über die Favoriten üeaen Vilma ....?" Da senkten sich die langen, seidenen Wimpern über die großen, klaren Augensterne und das schöne Köpfchen neigte sich. Dann aber hob Frau Vilma von Sanden frei den Blick zu seinen Augen empor. Sie dürfen. Joachim, weil " und schelmisch lächelnd fügte sie hinzu: weil heute doch nun einmal die Außenseiter siegen . . ." Nelly" hat k'lemals wieder das Läuten der Startglocke zu hören 6e kommen. Sie avancirte zum DamenPferd und trägt die schöne Baronin von Nassow über die Fluren und durch die weiten Buchenforsten Groß. Zochberns. wenn diese an der Seite ihres glücklichen Gatten ihr Königreich inspizirt. Bedenklich. Der alte Professor und Meteorologe Sinsel wird doch recht schwach für den ganzen nächsten Monat hat er Vollmond prophezeit!" Das älteste SchauspielerDenkmal Berlins, vor etwas mehr als hundert Jahren errichtet, hat durch die Länge der Zeit sehr gelitten und soll demnächst erneuert werden. Es befindet sich auf dem alten Jerusalemer Kirchhof . an der Varutbcr Straße und ist dem Andenken des berühmten Berliner Schauspielers Fleck gewidmet, dessen 150. Geburtstag im Juni nächstem Jahres begangen werden kann. Auf einem schon ziemlich verwitterten Unterbau aus Sandstein erhebt sich eine große Vase, welche vie komische und die tragischeMaske zeigt. Eine schon unleserlich gewordene Inschrift rühmt die künstlerischen Eigenschaften des im Jahre 1801 VerÜorbenen. "Das Comite für die Vergebung des Nobelpreises wurde unlängst vom norwegischen Storthing gewählt. Die Sache wird sonst einfach dadurch erledigt, daß die vorjährigen Mitglieder wieder gewählt werden, und auch diesmal hatte die b'etreffendeCommission des Storthings diesen Modus vorgeschlagen. Nur sollte Loevland durch Björnstjerne 'Pjörnson ersetzt und Berner an Stelle de,s verstorbenen Storthingprästdenten Steen neu gewählt werden. Indessen wurde ohne Debatte der Professor und ehemalige Ministerpräsident Hagerup zusammen mit Loevland, sowie Berner gewählt. Björnsons Durchfall erregt 'Auffehen. Er finj aber seine Erklärung in dessen Auftreten gegen den Vertrag von Karlstad. B e i einer Verhandlung vor der Düsseldorfer Strafkammer machte der Gefängnißarzt Dr. EschWeiler darauf aufmerksam, daß sich unter den in Untersuchungshaft befindlichen Personen die Sucht, den wilden Mann" zu spielen, auffallend mehre. Im Gefängniß Derendorf wäre zur Zeit das Simuliren gang und gäbe, was vermuthlich auf das Beispiel verschiedener bekannter Simulanten zurückzuführen sei. Es sei soweit gekommen, daß selbst einzelne Gefangene, die es unter ihrer Verbrecherwürde halten, sich derartiger Mittel zu 'bedienen, die wilden Männer" bloßzustellen suchten. Trotzdem erforderte es theilweise' eingehender Bcobachtung, um den wirklich Geisteskranken von dem Versteller zu unterscheiden, da letztere es schon zu einem hohen Grad der Vollkommenheit gebracht hätten. Auf eine vom Echo de Paris" veranstaltete Rundfrage über das Tragen von Hüten im Theater antworteten über 111,000 Damen. Davon stimmten 58,319 für striktes Verbot des Huttragens, 51.767 sprachen sich zu Gunsten des kleitten Theaterhutes aus. Die übrigen 1656 fordern das Recht, 'jeden Hut, also auch die größten Federnungethüme im Theater aufbehalten zu dürfen. Der Zählung der Stimmzettel in der Redaktion des Echo de Paris" wohnten viele Theaterdirektoren bei, darunter auch Michel Carre und Jules Claretie. Als die beiden letzten sahen, daß sich der größere Theil der Pariser Frauenwelt für das Verbot des Hutcs aussprach, beschlossen sie sofort, vom Beginn der nächsten Saison cb das Tragen jeder Arr von Hüten in der Opera Comique und der Comedie ;5rancaise streng zu verbieten. Das älteste' Kurfcyenpferd in Paris, Chocolat mit Namen, ist bereits 15 Jahre im Dienst und arbeitet täglich 10 Stunden. Man schätzt, d-aß in Afrika in dm letzten zehn Jahren 400,000 bis 500.000 Eingeborene an der Schlafkrankheit gestorben sind. LautdemBerichtder Civildienst - Commission in Washington sind 1587 Regierungs - Clerks in Wasbinaton über 65 Jahre alt.
Ein Versuch, den AermelCanal zu durchschwimmen, ist dieser Tage abermals' unternommen worden, aber auch diesmal wieder ohne durchschlagenden Erfolg. Der englische Champion Wolff war bei fehr niedriger Temperatur des Wassers, die nur 13 Grad betrug, um Uhr Nachmittags in's Wasser gegangen. In einem kleinen Motorboote folgten dem Schwimmer mehrere Bekannte und Amateurschwimmer. Um 7 Uhr 55 Minuten Abends verließ er das Wasser wieder. Er hatte in dieser Zeit 17.7 Kilometer (etwa 11 Meilen) zurückgelegt, ohne Ermüdung zu zeigen. . In der neuen Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes, die am 1. Juni in Weimar eröffnet wurde, sind von unbekannter Seite verschiedene Rohheiten gegen ausgestellte Kunstwerke begangen worden. Es wurden mehrere Gemälde mit Bleistiftstrichen bekritzelt, und außerdem ist jetzt auch die vom Bildhauer Zauche ausgestellte Brunnenfigur gewaltsam beschädigt worden. Sämmtliche Räume werden gewissenhaft beaufsichtigt, die Thäter müssen daber auf die raffinirteste Weise ihr Werk vollführt haben. Es bandelt sich in allen Fällen um die Beschädigung von Kunstwerken, welche die Darstellung nackter Körper zum Vorwurf haben. Ein Streik von Fuhrleuten hat in Mainz zu Ausschreitungen geführt. Die Nichtstreikenden wurden in der Stadt von ihren Fuhrwerken herabgeholt und jämmerlich geschlagen. Eine Rotte zog an den Stall des Fuhrunternehmers Helfer, eines in kleinen Verhältnissen lebenden Mannes, und übte ihre Wuth an einem werthvollen Pferde aus. Dem armen Thiere wurden buchstäblich ganze Stücke Fleisch vom Körper gerissen. Der Metzgermeisier Schramm, der mit dem Streik gar nichts zu thun hatte, wurde, als er vom ViehHof mit seinem Wagen herausfuhr, mit Steinen förmlich bombardirt. Der Metzger, sein Gehilfe und die beiden Pferde waren furchtbar zugerichtet; aber nicht genug damit: der Metzger und sein Geselle wurden vom Wagen herabgeholt und in unbarmherziger Weise mißhandelt. Ein vor seinem Lokal stehender Wirth erhielt einen furchtbaren Faustschlaz in's Gesicht, so daß ihm das Trommelfell des Ohres platzte. Die Polizei rückte aus allen Bezirken heran. Es entspann sich nun eine förmliche Schlacht. Mit der blanken Waffe mußten die Veamten dreinschlagen; es gab Verletzte auf beiden Seiten. Den Schutzleuten gelang es, einige Ruhestörer zu verhaften. Eigenartige Bekampfungsversuche der Rattenplage 'werden augenblicklich auf dem zu Deutschland gehörigen Theile der Samoa - Inseln unternommen. Die dortigen Plantagenbesitzer haben sehr unter den unzähliaen Ratten zu leiden, die auf die Kakaobäume klettern, die Kakaoschoten fressen und auf diese Weise die für die Samoa - Inseln so wichtige Ernte vernichten. Wiederholte Versuche, dem Uebel abzuhelfen, haben sich als völlig erfolglos erwiesen. Der um Rath angegangene Professor Koch erklärte, daß von einem Jnfektionsverfahren eine Vernichtung der Ratten nicht zu erwarten sei. Nun unternahmen Angestellte einer Berliner Kammerjäger - Firma interessante, von Erfolg begleitete Versuche zur Bekämpfung der Rattenplage. Die Bäume werden nämlich mit Leim bestrichen, so daß die Thiere beim Hinaufklettern hängen bleiben und dann vertilgt werden können. Anfänglich mißglückten allerdings diese Versuche. Die Ratten waren schlauer als die Menschen. Die gingen nämlich zuerst in's Wasser und erkletterten dann gefe.hrlos die Bäume. Erst nachdem der Leim noch eine besondere Beimischung erhalten hatte, erwies sich die Vorsicht der Ratten als wirkungslos und sie gingen auf den Leim" in des Wortes verwegenster Bedeutung. Aus den beiden franz ö s i s ch e n Departements der Charente kommt die Nachricht, daß dort plötzlich eine ebenso seltsame wie gefährliche Seuche aufgetaucht sei. Die unter hohem Fieber sich äußernden Krankheitserscheinungen gaben anfänglich Veranlassung, die Epidemie mit den Masern zu verwechseln. Der ganze Körper der Erkrankten bedeckt sich mit sehr kleinen, hirsekornartigen Bläschen, die starken Schweiß absondern. Eine übermäßig starke Transpiration zehrt die Kräfte der Kranken äußerst auf, während starke Herzbeklemmungen den Erschlaffungszustand bedeutend steigern. Die Krankheit, die noch dazu von selten hoher Ansteckungsgefahr begleitet ist, kann sogar in galoppirenden Fällen zum Tode führen. Man nennt sie dort uett nriliaire, zu deutsch wohl Frieselschweißfieber. Schon einmal im Jahre 1887 soll sich die Epidemie in Poitou gezeigt haben. Mit großer Schnelligkeit hat sie sich diesmal über einen großen Theil der Charente verbreitet, und man zählt schon gegen .2000 Krankheits- und einige plötzliche Todesfälle. Der Tod, der bei einigen Angesteckten schon nach drei Stunden eintrat, war in diesen Fällen auf Herzlähmung oder -zu hohes Fieber zurückzuführen. Eine Aerzrecommission hat mit Unterstützung der behördlichen Vertreter energische Vorsichts- und Unterdrückungsmaßregeln getroffen.
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