Indiana Tribüne, Volume 29, Number 271, Indianapolis, Marion County, 10 July 1906 — Page 3

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Zum Ehren Adinillil

Der witschen Marine ernennt Kaiser, Wilhelm den

König Haakon. Norddeutscher Lloyd setzt Zwischendecksraten herab. Ag!o'framösisch italieni

scheS Abkommen mit Abessinicn.

Fremdenverkehr in Berlin. Diktatur in Rußland geplant? General Streik der russischen Soziallsten. Bauern gegen Judenhetzer. Großbri tanniens diplomatische Beziehungen zu Serbien wiederaufgenommen.

Norwegen. KaiserWilhelm in Dront. heim. Drontheim, 9. Juli. Kaiser Wilhelm verbrachte heute fast den gan zen Tag gemeinschaftlich mit König Haakon. Die beiden Herrscher nah men das Gabelfrühstück zusammen in dem idyllisch gelegenen Berghotel von Fjellsaeter ein und begaben sich später zu Diner nach dem königlichen Schlosse jn Drontheim. Zum Abendessen war der norwegische König der Gast des deutschen Kaisers an Bord der Ham bürg". Bei dieser Gelegenheit ernannte Kai ser Wilhelm KünigHaakon zum EhrenAdmiral der deut schenMarine. Morgen wird Kaiser Wilhelm seine Nordlandfahrt fortsetzen, während die norwegische KönigZsamilke südlich reisen wird. Deutschland. ZwischendeckSraten er n i e d r i g t. Bremen, 9. Juli. Der Nord deutsche Lloyd erniedrigte heute den ZwischendeckZfahrpreiS nach New York um 10 Mark. H a m b u r g, 9. Juli. Die Herab fetzung des ZwifchendeckSfahrpreifeS fei enS des Norddeutschen Lloyd ist die Antwort dieser Gesellschaft auf die vor Wochenfrift erfolgte Erniedrigung der ZwischendeckSrate der Hamburg Ame rika.Linie. Die gegenwärtige Lage ähnelt ganz verzweifelt einem Ratenkriege zwischen den beiden genannten großen Gesell chaften. Die Hamburger Blätter erklären die Preiserniedrigung der Hamburg'Ame rikaLinie damit, daß Hamburg be strebt fei, den ihm gebührenden Theil des AuSwanderelverkehreS, . der in der etzten Zeit bedeutend abgenommen habe, zurückzugewinnen; im Juni feien über Hamburg nur 9,011 Personen ausgewandert gegen 17,399 im Monat Mai. Aus Oesterreich und Rußland wanderten im Juni über Hamburg aum die Hälfte der Personen aus wie m Monat zuvor. An glo.franzSsisch.lt alle. nischeS Abkommen mit Abeffinien. Berlin, 9. Juli. Die italienische Regierung hat dem deutschen AuSwür kgen Amte vertraulich den Inhalt des Abkommens zwischen, Großbritannien, Frankreich und Italien einerseits und Abessinien andererseits mitgetheilt. Die Hauptpunkte des genannten Ab ommens find: Garantie der Jntegrl ät des abesstnischen Kaiserreiches; Polk. ik der offenen Thüre und kommerzkelle Gleichberechtigung aller Länder; Fort etzung der von den Franzosen begon nenen Bahnlinie zwischen Addis Ababa, der Hauptstadt AbessinienS, und der Küste und eine Ernennung von Reprä sentanten Großbritanniens und Jta ienS in dem Direktorium der genann en Eisenbahn. Roman aus dem Leben. Berlin, 9. Juli. Soeben ist hier im Alter von sechzig Jahren ein Mann aus dem Dasein geschieden, aus dessen stürmischer Geschichte sich mit eichter Mühe ein paar Hintertreppen Romane fabriziren ließen: der Graf von LeiningenWesterburg. Sein Tod war fast so sensationell, wie sein ganzes Leben; denn auf dem Sterbebette, ein paar Stunden ehe er die Angen zum etzten Schlafe schloß, ließ er stch mit einem sechzehnjährigen Mädchen, der Tochter eines Portiers, trauen. Als Sprosse eines alten, aber nicht überreich mit GlückZgütern gesegneten österreichischen AdelSgeschlechteS, trat der Verstorbene blutjung als Leutnant n das Heer ein. Nachdem er ein paar Jahre in verschiedenen Garnisonen eine glänzende Rolle gespielt hatte und bis über die Ohren in Schulden gerathen war, desertirte er eines TageS. Seine Angehörigin nahmen an, daß er sich eine Kugel vor den Kopf geschossen hätte, doch tauchte er nach nicht langer Zeit als Zuave in der damaligen PSpst.

Jndtana Wbüne, 10. Juli 1006

Ende eines Abenteurers. Riesiger lich:n Fremdenlegion wieder auf. Als der Kirchenstaat und mit ihm das Heer des heiligen BaterS zu exlftkren auf hörte, zog er abenteuernd durch die Welt. Nachdem er wieder einige Jahre verschollen gewesen war, tauchte er 1873 in Monte Carlo auf und gewann in ein paar Wochen ein Vermögen. . AlS reicher Mann begab sich der mo derne Glücksritter, trotzdem er noch im mer steckbrieflich verfolgt war, nach Wien. Dort eroberte er Herz und Hand der Tochter eines millionenreichen Großkaufmannes. Jn - weniger als zwei Jahren brachte er nicht nur feinen Spielgewinn, sondern auch die reiche Mitgift seiner Gattin durch. Seine Frau ließ sich von ihm scheiden und nun verlegte er sich vollkommen auf die Hochstapelei. Nachdem er mehrere tterkerstrafen wegen Betruges verbüßt hatte, wandte er sich nach Amerika, wo er feine Schwindel-Carriere fortsetzte und schließlich wegen Entführung eines jungen Mädchens zu mehreren Jahren Zuchthaus verurthellt wurde. Vor ungefähr einem Jahre kam er wieder nach Europa, und bald nachher fiel ihm eine kleine Erbschaft zu, mit der er je doch auch rasch fertig war. Seitdem hörte man wenig mehr von ihm. Er schlug sich mehr schlecht als recht durch, und nun hat er, um seinen wild zer klüfteten Lebenölauf mit Effect zum Abschluß zu bringen, sterbend ein ar meS, kaum den Kinderschuhen entwach seneS Bürgermädel zur Frau Gräfin gemacht. - Eine wahnfinnige Wette. Berlin, 9. Juli. Das Opfer einer im Rausche abgeschlossenen Wette ist hier der 26 jährige Kaufmann Heller geworden. Er wettete mit einem Freunde, daß er innerhalb einer Vier telstunde einen Liter Cognac trinken könne, und that dieS auch richtig. Kaum hatte er jedoch das letzte Glas geleert, als er bewußtloS.zufammenbrach. Jwei Stunden später verschied er im Hospital an Alkoholvergiftung, ohne das Be wußtsein wiedererlangt zu haben. Diktatur geplant? Berlin, 9. Juli. Die Nach richten aus Rußland lauten mit jedem Tage widersprechender. Während vor gestern berichtet wurde, daß der Zar sich zum Nachgeben entschlossen habe und das Kabinett fallen lassen wollte, mtU det der gewöhnlich gut unterrichtete St. Petersburger Korrespondent der Köln. Zeitung" heute, daß innerhalb von vierzehn Tagen die Einsetzung einer Diktatur mit dem als starker Mann" bekannten Großfürsten Nikolaus an der Spitze erfolgen soll. Väterchen" ist angeblich wieder vollständig in den Händen der Reaktionäre, und die Hof clkque redet ihm ein, daß die breiten Massen des Volkes und das Heer auf seiner Seite sein würden, wenn er sich zur Auflösung der Duma entschließen könnte. Seine Absicht war es angeb lich, seinen jetzigen bösen Geist", den Schlächter Trepov, zum Diktator zu machen, doch lehnte derselbe dankend ab. Die Militärunruhen nehmen in ganz Rußland immer mehr Überhand. Nach einer heute von der Wiener Zeit" veröffentlichten Zusammenstellung ha den sich in den letzten drei Monaten in 43 Regimentern mehr oder minder ernste Meutereien ereignet. Riesiger Fremdende r . kehr. Berlin. 9. Juli. Der Fremden verkehr der ReichZhauptstadt ist Heuer stärker als t zuvor während der Som merfalfon. Obgleich die Ferien kaum begonnen haben, find alle Hotels über füllt. Die Zahl der Fremden, die au genblicklich in den Mauern der Reichs Hauptstadt weilen, wird auf 150.000 geschätzt, und besonders stark find unter denselben die Ameriker vertreten. Beftohlene Schmuggler. Frankfurt a. M.. 9. ?kuli. Hier ist der Schauspieler Schmüttner unter der Anklage verhaftet worden. einen großen Diamantendlebgahl ver übt zu haben. Der Mime befand Rck seit längerer Zelt im Dienste eines Syndikats", das sich mit der Ein

muggelung von Brillanten na den Ver. Staaten besaßt. Vor einigen Wochen hätte er von Antwerpen aus wieder eine Reise über den Ocean an treten sollsn. aber statt nach Amerika zu fahren, ging er mit den ihm anvertrau ten Edelsteinen nach Frankfurt und vernlverte" seine Schätze dort. N ach berühmten Mustern. Are 51 au, 9. Juli. Eine deutsche Cassie Chadwick", ein weibliches Pumpgenie allerersten Ranges, ist hier in der Lehrerswittwe Ulbrick verbaktet worden. Obgleich die Frau außer ihrer kleinen Penston absolut Nichts be B, führte sie seit mebreren ?kabren einen fürstlichen Haushalt und genoß unbeschränkten Kredit. Ihre Schul oen sollen sich auf nicht weniger als iöU,Uüü Mark belaufen. 5ttr Sobn. der angeblich an ihren maßlosen frechen Schwindeleien betheiligt war, mit ihr in Gewahrsam genommen worden. Gerüchte anläßlich der Taufe in der Krön Vrinzen.Familie. Berlin, 9. Juli. Unzählige Gerüchte tauchen in Verbindung mit dem frohen Ereignisse in der Familie des deutschen Kronprinzenpaares auf. Jn die Rubrik der Gerüchte gehört vor läufig auch die schon gemeldete Kunde, daß König Edward alZ Pathe des jun gen Weltbürgers, seines Uraroßneffen. fungiren werde. ES handelt fich da um eine einfache Kombination, welche mit der Thatsache rechnet, daß König Edward um die Zeit, da die Taufe stattfinden wird, anläßlich seiner Ma rienbader Kur auf dem europäischen Kontinente weilt. Ebenso steht daS Gerücht, daß bei Gelegenheit der Taufe des Kronprinzen Sprößlings eine Amnestie erfolgen werde, auf die man schon bei der Feier der Silberhochzeit des KaiserpaareS zu Ende Februar gewartet hatte, einftwei len auf sehr schwachen Füßen. Neue Stiftung von Frau Krupp. Berlin, 9. Juli. Wie aus Essen gemeldet wird, hat Frau Krupp, die Wittwe des KanonenkönkgS, aber malS eine Million Mark zum Besten der Arbeiter in den Krupp'fchen Wer. angestiftet, und zwar anläßlich der jüngst erfolgten und schon gemeldeten Verlobung ihrer zweiten Tochter Bar bara mit dem Freiherrn v. WilmowSki. Bekanntlich hatte fie den gleichen Be trag bei der Verlobung der ältesten Tochter Bertha mit dem LegationS sekretär Dr. v. Bohlen geschenkt. Schutz für deutschePoli c e n I n h a b e r. B e r l i n, 9. Juli. Da unlängst gebildete Schutzkomite deutscher Po. icen'Jnhaber, welche in amerikanischen Gesellschaften versichert find, meint es ernst. ES ist jetzt in den Stand gesetzt, mit dem RekchSverficherungSamt zu ko operiren, und wird alle Mittel aufoie m, um die Interessen der deutschen Versicherten wirksam wahrzunehmen. Zwei Selbstmorde. Berlin, 9. Juli. Jn Weilesten Kreisen Hit die Kunde Bedauern her vorgerufen, daß Professor Drude, Di rektor des Physikalischen Instituts an der Berliner Universität, Selbstmord begangen hat. Er wurde da Opfer einer nie rastenden Thätigkeit. In olge von Ueberarbeitung traten Ge hirnftörungen ein, und in einem Anfall von Wahnsinn legte er Hand an sich. Professor Drude war am 17. Juli 1863 geboren. Wie aus München gemeldet wird, hat Gräfin Karoline von Bothmer in Bad Aibling Selbstmord begangen. Sie war infolge einer Operation schwer müthig geworden. Die Gräfin war eine geborene Bürchl, stand im 49. Lebensjahre und war mit Oberleut nant a. D. Grafen Ludwig v. Both, mer vermählt. Dienet Glaser v e r u r " theilt. Berlin, 9. Juli. Der Diener Glaser, welcher die mehrerwähnte Sil berdiebftohlö.Affalre der Fürstin Wrede enthüllte, ist vom zuständigen Gericht wegen Erpressung zu neun Monaten Zuchthaus verurthellt worden. Glaser hatte nach seiner Entlassung aus dem Wrede'schen Dienst an den Fürsten ein Schreiben gerichtet, in welchem er auf in verschiedenen Hotels gestohlene und angeblich in die fürstliche Sllberkam mer gewanderte Werthgegenftände hin gewiesen und angedeutet hatte, daß die Sache mit 50,000 Mark aus der Welt geschafft werden könne. Fürst Wrede hatte dann Strafantrag gestellt.

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- Nußland. Der General. Streik der Sozialiften. St. Petersburg, 9. Juli. Der neue GeneralStreik, für welchen die sozialistischen Gewerkschaften be. kanntlich schon seit Monaten rüsten, wird wahrscheinlich nicht viel länger auf fich warten lassen. Die Exekutive des hiesigen Arbeiterrathes hat heute eine Erklärung deö Inhalts erlassen, daß sämmtliche Eisenbahnangeftellte, die Telegraphisten, die Kohlengräber und die Arbeiter in den größeren Fa brisen sich für den Ausstand entschieden haben. Der Kampf soll am 20. d. M. beginnen, wenn der Zar bis dahin kein verantwortliches Ministerium bewilligt hat. Bauern schlagen Juden

h e tz e r t 0 d t. St. Petersburg. 9. Juli. Wie rasch der FreiheitS und Gleich. heltSgedanke selbst unter dem als un wissend und verthlert verschrieenen Landvolke festen Fuß faßt, zeigte sich gestern in Krentschug. Vor einigen Tagen 'wurden von den Schwarzen Hundert" fünf antisemitische Agitato. ren nach der genannten Kreisstadt ge. schickt. Der Telegraph hatte jedoch den Revolutionären die Ankunft der Hetzer im Voraus gemeldet, und als fie ge stern eintrafen, wurden sie von einer riesige Menge von aus der Umgegend zufammenzeströmten Landleuten am Bahnhof begrüßt. Der Empfang, der ihnen zutheil wurde, fiel ganz anders aus, als fie erwartet hatten, denn zwei von ihnen wurden von den entrüsteten Bauern auf der Stelle erschlagen und die drei Anderen find so schlimm ,uae richtet, daß fie im Hospital zwischen Le ben und Tod schweben. Wenig besseren Erfolg als in Krent schug haben die Judenfresser in Jekatri. noölawa und Elisabethgrad, wo fie seit Wochen versuchen, ein Gemekel anzu stisien. ' Einige Polizisten, die gestern in Elisabethgrad den Pöbel auf die jü dische Bevölkerung zu hetzen versucbten, wurden von einem Haufen sozialistischer Arbeiter beinahe todt geschlagen und mußten froh sein, daß fie überhaupt mit dem Leben davonkamen. Portorico. Sekretär Root. San Juan, 9. Juli. Ellhu Root, Staatssekretär der Vereinigten Staaten, ist auf seiner Fahrt nach Rio de Janeiro, wo er die Vereinigten Staaten auf dem panamerikanischen Kongresse vertreten wird, auf dem Kreuzer Charleston" hier eingetroffen. Ein glänzendes Bankett wurde ihm zu Ehren veranstaltet, an dem Vereinigte Staaten, und Jnfularbeamte, hohe Armee und Marineoffiziere PortorlcoS und eine Anzahl spanischer Bankiers und Kaufleute theilnahmen. Philippinen. Trockendock Dewey" auf den Philippinen an. gelangt. Manila, 10. Juli. DaS Trocken dock Dewey" ist heute Morgen in Olongapo eingetroffen. Die Fahrt von Singapore aus verlief ereignißloö. Türkei. Die türkisch, persischen Differenzen. Konstantinopel, 9. Juli. Ein türkischer Versuch, an der per fischen Grenze weiteres Gebiet wegzu nehmen, wurde von dem Gouverneur von Pushkar vereitelt, indem er die eindringende Streitmacht, bestehend aus 300 Mann regulärer türkischer Trup pen und 700 berittenen Arabern, mit beträchtlichen Verlusten für die Ein drlnglinge zurücktrieb. Der hiesige Minifterrath hat jetzt dem türkischen Kommandeur Zekki Pascha Weisung gegeben, seine Truppen aus den am weitesten vorgeschobenen Stellungen zu rückzuziehen und weiteren Anlaß zu einem Bruch mit Persten zu vermeiden. .Großbritannien. DieBeziehungenzu Ser b i e n. London , 9. Juli. Die diplo malischen Beziehungen Großbritanniens zu Serbien, welche vor drei Jahren un mittelbar nach der Ermordung des Königs Alexander und der Königin Draga abgebrochen worden waren, sind heute Abend formell wieder auf genommen worden, als König Edward den serbischen Gesandten Michael Mllipchevitch in Audienz empfing.

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