Indiana Tribüne, Volume 29, Number 268, Indianapolis, Marion County, 6 July 1906 — Page 4
Jndtana Tribüne, . Juli ISg:
Indiana Tribüne. Ht,auztzebkn von der Vtedtra ff. Indianapolis, Ind. garry O. Thndinm Präsident. GeschäftSlocal: lo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.
tintered at tfce Pott Office oi Indianapolis ai econd dass matter. Bestimmungen Te3 neuen Naturalisattonsgesehes. Tritt am 1. Oktober in Krast. DaS vom Abgeordnetenhause gutge heißene Naturalisationsgesetz wurde noch kurz vor Schluß der Vertagung vom BundeZsenat angenommen und wenn Präsident Roosevelt dasselbe mit seiner NamentZunterschrift versieht, wird c5 gültige- Gesetz sein. DaZ neue Gesetz ist eine Ueberarbeitung des seit 1802 bestehende Gesetzes, dem das vom Jahre 1795 zu Grunde lag. Mit dem neuen Naturalisationsgesetze sollen be trügerische Ertheilung von Bürgerbrie fen an Ausländer, die sie nur erwerben, um in ihren HeimathSländern ge setzwldrige und strafbare Handlungen zu begehen,kgegen deren Folgen sie daS amerikanische Bürgerrecht schützte, derhindert werden. Der NativiSmuS hat natürlich die Gelegenheit wahrgenom men, und durch Einfügung des eng lischen SprachentesteS in das Gesetz, eine Klausel geschaffen, die für nicht englisch sprechenden Einwanderer ein scharfer Prüfstein deS Bürgerrechts sein dürfte. Um Uebrigea ist daS Gesetz gutzuheißen, so weit eS darauf abzielt, da? frühere Ansehen deS Bürgerrechts wieder herzustellen. DaS VereidigungS verfahren des neuen Bürgers wird zu einer öffentlichen Prozedur und die Frage der berechtigten Zulassung wird zum Gegenstand eines 'öffentlichen Ver fahrenS gemacht. Unter dem neuen Gesetz wird das alte EinwanderungSbureau im Departe ment für Handel zum felbstftändigen Bureau für Einwanderung und Na iuralisation erhoben. ES hat in allen EinwanderungSftationen des Landes Register zu führen, in welche die Na. men sämmtlicher Einwanderer, nebst Angabe der Personalien, welche zur Jdentisizirung erforderlich, eingetragen sind. Jedem Einwanderer wird ein diesbezügliches Eertifikat ausgestellt, welches später bei der Naturalisation zur Verwendung kommt. Wer Bür ger werden will, muß zwei Jahre vor. her, oder sobald er 18 Jahre alt wird, eidlich auf die Zugehörigkeit zu einem anderen Unterthanenverbande Verzicht leisten. Nach zwei Jahren und nicht später als nach sieben Jahren nach seiner eidlichen Verzichtleiftung auf fremden Unterthanenverbande, kann er dann daS Gesuch um daS amerikanische Bür. gerrecht (im Duplikat) einreichen. Er hat darin zu erklären, daß er die erfor derlkche Berechtigung dazu besitzt; dleS muß 90 Tage vorher geschehen, ehe er zur Vereidigunglerscheint. Dabei muß er zw-i glaubwürdige Zeugen. Bürger dieses Landes, mitbringen, die seine moralische Befähigung bestätigen müssen. Zu guterletzt kommt die Verneh. mung im Gericht. Hat der zukünftige Bürger auch diese Bestanden, dann er. hält er seine Papiere und ist amerika nlscher Vollbürger. Zur Vornahme der Naturalisirung von Ausländern sollen berechtigt sein : die Bundes.. ttreiS und DiftriktSge richte für die Staaten und Territorien und die Courts of Records in allen Ländern der Ver. Staaten. Diejenigen, die noch nicht Bürger sind und unter dem noch bestehenden NaturalisationSgesetz dazu berechtigt sind, werden gut daran thun, ihre Bürgerpapiere vor dem 1. Oktober zu erlangen, da nachher daS Bürger werden sehr erschwert und auch mehr kosten wird, als bisher. Am 1. Oktober tritt nämlich das neue vom Bundes. congreß angenommene NaturalisationS Gesetz in rast. Als leuchtende Vorbilder des Volkes haben am Vierten" die oberen Vier, hundert in Newport einen von Frau Stuyvesant Fish arrangirten Ball be sucht, bei dem die weiblichen und männ lichen Gäste möglichst umgezogen und möglichst wenig angezogen erschienen. Oben nichts, unten nichts und kn der Mitte ein Cpheublatt ein Sittenbild, das die neuesten Tragödien kn der sog. besten Gesellschaft erklärt. Psui Teufel!
Die Toledo'er sollten Nichter Kin. lade zur höchsten Richterftelle sobald als möglich befördern, die sie zu vergeben haben. Er hat jetzt zwei Advokaten, die feine richterliche Integrität in Zweifel zogen, zu je zehn Tagen äst verurtheilt. Richter ttinkade scheint einen stählernen Charakter zu haben, der für die höchste Richterftelle im Lande am richtigen Platz wäre.
Die hiesigen Eishändler scheinen Unrath zu wittern, nachdem Crtminal. richte? Alford gestern Vormittag die Großgeschworenen so scharf inftrulrt hat. Hoffentlich gelingt eS, das nöthige Anklagematerlal zu beschaffen, um die Herren vom EiStruft einige Zeit hinter Schloß und Riegel kalt zu stellen. Tie Adrüstungsvewcgung. Eine der großen Fragen, mit deren Lösung sich die heutigen Staatsmann ner und Volkswirthschaftler zu beschäftigen haben, bildet die Beschränkung der Kriegsrüstungen bet gleichzeitiger Sicherung des Friedens. Es soll in den folgenden Zeilen nicht der Schwärmereien wohlmeinender Theoretiker und Dilettantenverbände gedacht werden, die durch Beschlusse den ewigen Frieden herbeizuführen versuchen, sondern der Bewequng, welche sich gegenwärtig in den großen politischen Körperschaften geltend macht, die zur Mit-arbeit-an der Gesekaebuna und Verwaltunq der Großmächte berufen sind. In dieser Hinsicht kommen m erster Linie die Parlamente Frankreichs und Großbritanniens in Betracht. Einsichtsvolle ??ranzoien verschueßen sich nicht der Thatsache, daß ihr Volk an der äukersten Grenze militarischer Leistungsfähigkeit angelangt ist. Auch der finanzielle Druck wird schwer. Der Finanzminister Poincare kündigte der Deputirtemammer an. daß oer Staatshaushaltsentwurf für 1907 einen Fehlbetrag von 230 Millionen Franken aufweisen wird, von denen 70 Millionen auf Mehrausgaben für Kriegszwecke entfallen. Die französische Sozialisienpartei hat die Erorterung der Abrüstunzsfrage auf die Tagesordnung des Parlaments gebracht, und wird sie nicht so leicht unverrichteter Sache wieder absetzen lassen. Angesichts der wachsenden Finanznoth erklärte sich der Marmemimster Thomson bereit, in seinem Departement die arokte Sparsamkeit walten zu lassen. er betonte aber zugleich, daß die französische Flotte den zweiten Rang m Europa behalten und der deutschen zum allermindesten gleichwertig bleiben müsse. " Das englische Unterhaus faßte vor einigen Wochen bereits einen Beschluß, in dem die Regierung aufgefordert wurde, wirksame Schritte zur VerMinderung der Ausgaben für die Rüstungen zu thun. Der Staatssekretär Grey antwortete, daß die nationalen Ausaaben in den letzten Jahren be trachtlich gewachsen seien, man yosse sie jedoch wieder erheblich vermindern zu können, ohne die Landessicherheit oder Englands Oberhobeit zur tett preiszugeben. Diese Erklärungen vom französischen und vom englischen Ministertische . m ,F". V.3 ft?I lonnen ;c -öcjunroner ves iaom stungsgedankens vorerst nicht beson derZ ermuthigen. Denn wenn England seine gewaltige Uebermacht zur See wahren die neuen Schiffsbauten lassen doch wohl kaum einen Zweifel daran , und wenn Frankreich zweite Seemacht :n Europa bleiben will, so kann man von Deutschland, dessen Lage im Herzen Europas die Möglichkeit eines Kneaes mit verschie denen Fronten bietet, vernünftiger Weise doch wohl nicht erwarten, daß es den Abrüstungsvorschlägen begeisiert zustimmt, oder gar 'bei ihrer Durchführung mit gutem Beispiel vorangeht. England und Frankreich schernen das aber fast zu erwarten. Nichtsdestoweniger ist die Möglichseit vorhanden, daß die Abrüstung frage auf der zweiten Haager Konferenz zur Erörterung qelanat. und damit wäre immerhin schon Manches geWonnen. Der Lösung der Frage ihürmen sich bei der Verschiedenheit der Bedürfnisse. Lage und auswärtigen Besitzunaen der einzelnen Lander qewal tige Schwierigkeiten entgegen; wenn deshalb vorerst vielleicht nur eine Einiaung dahin erzielt werden könnte, daß die Staaten ihre Wehrkräfte zu Lande und zur See nicht noch weiter verstar ken. beziehungsweise die Ausgaben nicht noch weiter erhöhen, so wäre das immerhin ein bochbedeutsamer Schritt in der rechten Richtung. Und außerhalb der Grenzen der Möglichkeit liegt er keineswegs. Auf der Südseeinfel G o n a t o a hält man es mU der Erfüllung religiöser Pflichten so streng, daß jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, die die Kirche nicht wenigstens dreimal wöchentlich besuchen, verhaftet werden und eine Geldbuße zu erlegen haben, die der fromme König vergnüg lich einsteckt. SesrjIeidon. Gefängnißwärter (zum neuen Sträfling): Sie können hier täglich eine kleine Arbeit verrichten Womit wollen Sie sich beschäftigen.? S t r a f l , n g : .Geben Sie mir einen Abreißkalender!-
Die Macht der Gewohnheit. Das (ShricfrDort iaat: ..Gewohnheit
macht alles leicht" Gewohnheit ist die zweite Natur" ja. ein seyr oerbes ft foaar: Der Mensch ist ein Gewohnheitsthier". Ueberall ist die allgemeineUeberzeuzung von der Wichtigkeit der Gewohnheit ausgesprochen. Die Gewohnheit ist das Ergebniß der Uebung. 'welche bewirkt, daß wiederi t n Cd I V i t rt & Ct yo.ie zeliiungcn uriv viiuviuu.fc mit immer größerer Leichtigkeit abspielen. Ja, sie kann bewirken, daß man kleinere, sich täglich wiederholende. Beschäftigungen fast unbewuszt. mecyanisch verrichtet. Diese Macht könnte der stärkste Bundesgenosse sein für uns Mütter und Hausfrauen. yen m Geld!" Das gilt bei uns so gut. wie bei den praktischen Engländern. Wie rrf eit wird krsbart. wo Ordnung zur Gewohnheit geworden ist. Jedes Ding an seinen Ort. einen Ort für jedes Ding." Fanaen wir.mit unsern Kindern an. Gewöhnen wir sie schon klein, ihr Spielzeug, bevor sie zu Bett gebracht werden, wieder in die dazu bestimmten Schachteln und Schränkchen zu räumen, wenn sie größer geworden sind, ihre Schulbücher, ihre Kleidungsstücke; haben sie im Garten geholfen, ihre Gerätschaften, jedes Ding an seinen Ort! Es ist gar nicht so schwer, die Kleinen so zu gewöhnen. Schelten und Strafen ist gar nicht nöthig. vormachen, das Beispiel geben ist nur nöthig und unermüdliches Erinnern. ft das älteste Kind so gewöhnt. so ist die Gewöhnung der anderen fast mühelos, denn der Nachahmungstrieb hilft mit. Schwerer ist es schon, einem neuen Dienstmädchen diese, die tägliche Arbeit erleichternde Ordnung anzugew'öbnen. Es gehört viel Geduld und ruhiae Konseaüenz dazu, bis ein Mädchen 'schließlich einsieht, daß es ihr eiyener Vortheil ist. wenn sie Ordnung hält und daß sie dadurcheit und manchen Verdruß erspart. Darum lasse man sich peinlichste Ordnung zur Ge wohnheit werden. Höflichkeit gegen Dienende. Leide? ist sie nickt in iebern ßstuie Gesetz, und die Kleinen vergessen es nur zu häufig, Äme" und Tarle" zu sagen, denn der Dienstbote ist ihr Sklave, der sich alleZ von ihnen ge fallen lassen rnuft. Thörichte Mut ter. die ilirc Kinder mit Menlttb? verhätscheln, geben den Dienstboten grundsätzlich unrecht, um rynen zu beweisen, daß sie unter dem Willen des Kindes, in abhängiger Stelle die fern gegenüber stehen. Bleibt nun solch kleiner Quälgeist zeitweise der alleinigen Obhut des Dienstmädchens überlassen, so wird dieses dem Kinde entweder iede Unart hingehen lassen und sich um Thun und Lassen deö Pflegebefohlenen nicht kümmern oder aber, wenn es rohere Naturen smo, wird es jedes böse Wort mit einem Schlag oder Stoß vergelten. Das Kind muß frühzeitig dazu angehalten werden, im Untergebenen den Men scken ii achten, den Menschen, dem ein herrisches Wort und nichtachtende Gleichgültigkeit doppelt empfindlich sind, wenn er sich Muhe giebt, sich m nerlich dem Kinde aiizuschließen. Kindermund. Ein kleiner Knabe kam bei seinem Schulweg kürzlich an der Wohnung eines Arztes vorüber, an dessen Thür das Schild Dr. M., vrakt. Azt, au gebracht war. Als eines Tages sein Schwesterchen leicht erkrankte, sagt er altklug zu seiner Mutter: War um schickt ihr denn nicht zu Herrn Tottor M. ?" ..Weshalb denn?" fragte erstaunt die Mutter, die dei Arzt gar nicht kannte. ..Es steht doch an seinem Schild geschrieben, daß er ein Prachtarzt wäre, der würd Lilly gewiß gleich wieder gesund ma chen können." Das Wort ..Zöglinge" erklärt sich Ursel daher, daß die Kinder ab und zu von ihrem Fräulein über's Knie gezogen werden. Klein Leni berichtet eine große Ent deckuna: ..Nun weiß ich, warum im merzu Wind ist! Weil die Bäume sich so toll schütteln! Bitte, bitte, bind sie doch an! Den vielen Wind hält ja die Luft nicht aus." Wie das Dresdener Journal" meldet, hzt König Friedrich August von Sachsen einen neuen Orden zur Auszeichnung an Frauen oder Jungfrauen gestiftet, die sich im öffentlichen Dienst, im Dienst rai Hofe oder im Dienst gemeinnütziger Anstalten ehren voll ausgezeichnet oder durch hervov ragende Leistungen besondere Ver dienst um die Förderung des Ge meinwohls erworben haben. Der Orden soll zum Ge achtrnß an des K'ö nigs Mutter den Namen Maria Anna-Orden tragen. SSses Gewiyen. Lehrer (zu einem Schüler, der rv rrr . i r - . naajiajiig uns jam im lernen roar): Hör', Frieder, wenn Du Dich nicht ve er anstrengst, zu lernen und flei ßiger zu sein, muß ich Dir eben eines schönen Tages mal die Hosen anspan nen." F r i e d e r (fragt seitdem ieden Morgen seine Mutter, ehe er in die Schule geht): Mutter, ist's heute "ein tmoner Taa?"
Verschiedene Kopsschmrrzen. Ihre Ursache, Merkmale und yrscheinungS formen. Man geht nicht fehl mit der Annähme, daß die Kopfschmerzen über-
Haupt die am weitesten verbreiteten und auch beim einzelnen Menschen häufigsten Schmerzen sind. Ter Grund dafür liegt darin, daß alle möglichen krankhaften Zustände Kopfschmerzen veranlassen können. Es gibt Kopfschmerzen infolge von Blutarmuth. Sie machen sich in der Scheitelgegend bemerkbar und lassen gewöhnlich nach, wenn der Patient sich niederlegt. An dere Merkmale sind die Blässeres Gesichts und des Äugenhintergrundes, gestörter Schlaf. Müdigkeit und geschwächte Herzthätigkeit. Diese Art von Kopfschmerzen kommt vor bei allgemeiner Blutleere, Bleichsucht und allen Folgen der Schwäche. Im Gegensatz dazu" stehen die Kopfschmerzen aus Blutandrang, die gewöhnlich etwas stoßweise Klopfendes haben. Ihr Auftreten erstreckt sich auf alle Zustände, die eine Steigerung des Blutdrucks hervorrufen, also längere? Aufenthalt in der Sonne, überlange geistige Arbeit, Fieber u. s. w. Als dritte Gruppe sind die nervösen oder.Eehirn-Kopfschmers.en zu nennen. Zu den Merkmalen gehören Uebelkeit, Reizbarkeit, Lerdauungs- und SehStörungen, Verworrenheit der Ideen und Schwindel. An vierter Stee snd die Kopfschmerzen zu nennen, die durch Gifte hervorgerufen werden, wie sie entweder von außen (Alkohol-, Blei- u. f. w. Vergiftung) in den Körper gelangen, oder durch krankhafte Lorgänge im Körper selbst erzeugt werden. Von inneren Krankheiten können solche Kopfschmerzen hervorgerufen werden durch Nierenentzündung, Verstopfung, Fieber verschiedener Art (Typhus und Genickstarre, Gicht, Zuckerkrankheit und Gelbsucht). Zu den sogenannten sympathetischen Kopfschmerzen rechnet man solche, die durch verschiedene Leiden an ganz anderen Stellen des Körpers bedingt werden, z. I. durch Ueberanstrengung der Augen, durch Scknupfcn, durch stockende Zähne und ähnliches. Eine angeborene ungeeignete Beschaffenheit occ besondere Erkrankungen der Nase können andauernde Kopsschmerzen hervorrufen. Die von den Augen ausgehenden Kopsschmerzen stammen häufig von Angst Sorge, Aerger oder Aufregung und treten oft erst am folgenden Tag ein. Auf Flößen im Ozean. An einem wenig bekannten Theil der Kusie von Neu-Mecklenburg traf jüngst der Dampfer Willehad" des Nord deutschen Lloyd, der sich auf der Fahrt von dem Bismarck-Archipel nach Sydney befand, sechs Franzosen in tröst losem Zustande an. Sie gaben an, vor etwa einem Jahr mit zehn an deren Gefährten aus Noumea (Neukaledonien) entflohen zu sein, wo sie sämmtlich als Verbrecher ihre Strafe verbüßten. Die Flucht wurde auf FlofZen bewerkstelligt, auf denen sie vier Monate herumirrten und dabei eine Strecke von über 3000 Seemeilen zu rücklegten. Mit Mundvorrath und Wasser versahen sie sich auf kleinen Insein, die sie auf ihrer Fahrt passirten. Nachdem ihr Floß an der Küste von eu-Mecklenburq zerschellt war, beqa ben sie sich auf die Suche nach Ansiedelungen von Weißen. Hierbei wurden sie vom Dampfer Willehad" entdeckt und aufgenommen und vorläufig nach Herbertshöhe gebracht. Die zehn anderen Flüchtlinge ' sind spurlos ver schwunden. Lanae Solbrürke. Die längste hölzerne Brücke in Deutschland ist in der Nähe von Potsdam erbaut worden. Die alte steinerne Brücke, die dort bei Glienicke über die Havel führt, entspricht den Anforderungen des gewachsenen Verkehrs nicht mehr und soll deshalb durch eine neue ersetzt werden. Als Nothbrücke, 'die wahrend oer Arbeiten zur Erbauung oer neuen Vruae den Verkehr aufneh men soll, wurde eine Qolbrücke erriÄ tet. die 204 Meter lang'und 9 Meter breit ist. und die ängste hölzerneBrllcke Deutschlands darstellt. Sie wird bis zum Jahre 1909 im Betriebe bleiben Interessant ist es auch, daß an diesei Brücke eine kleine Stadt aus Schiffen erstanden ist, die gewissermaßen an die schwimmenden Städte Chinas erinnert Die Arbeiter sind nämlich auf sögenannten .Logirschiffen" untergebracht die auf der Havel verankert sind, und auf denen sich nach Feierabend em :n teressantes Leben entwickelt. Lebenslängliche Zuchtha:isstrafe wurde jüngst in Milwaukee, Wls., über da' 16fahrigc Jndianermadchen Lizzie Cardisb ver hängt, welche das Schulgebäud' in der Indianer - Reservation zu Kc"'ena. Wis.. in Brand gesteckt haben soll. Mörderin geht frei aus. Frau Nannie Nuckels, welche dieser Tage Frau Viana Black auf den Gründen des Berea Collegs" in Richmond, Ky., in Anwesenheit von 10,000 Personen getodtet hat. ist freigegr.ben worden. Bei der ' Verhandlung wurde nachgewiesen, daß Frau Black gegen das hausliche Gluck der Ange klagten konspirirt hatte und so weit gegangen war, ihr Leben zu bedrohen. Richter Turpin verfügte hierauf die Freilassung von Frau Nuckelö, welche in Gesellschaft ihres Gatten und dreier Kmder das Gericht verließ.
VVTVVVyVTTVVVVVTVTVVyVVVT,
5
F-a k ML. .ÄM'. fl-T"1 ;TtHVH 'MMÄnnnti?- ? I I mmmmMWMM I Z
Einige $ül)ticvf)an$ Andeutungen
Um feine Hübner zu ziehen, müssen Sie beaueme Behausung für dieselben haben. Profitabler Eierertrag erheischt dies Erfolg im Hühner-Geschäft verlangt es.
'st .speziell zubereitet, dem Hühnermann zu genügen. E ist ein schwerer Filz (kein Papier), em Theer befindet sich darm gesichert gegen klimatischen Wechsel, ann leicht von irgend . Jemand aufgetragen erden, mit Eement innen an jeder Rolle bedarf reinen Anstrich, wenn zuerst aufgetragen und liegt glatt. Sie svaren Geld und erhalten Ihre Hübner trocken und warm durch Benutzung von Paroid. Senden Sie heute noch für unser Büchlein. .Buildina Economu-. ES ist frei für die Anfrage. Theodore 1. Srnitlier, 332 West Maryland Strafe.
OssoOc)aos.c).o.O...c)c)o.O.c)O.o.o.os ? sjj. m .
m. Mmm o
...nnd Sanitarium... 5 3127 WEST WASHINGTON STRASSE. S E. XAXJX3B5S9 Eigenthümer. Neues Tel. 1999 ? Gute Zimmer. Gute Küche. Gute Behandlung. Einen neuen Brunnen, 1600 Fuß tief, enthaltend das beste Schwefel- ? Wasser. Die chemische Analyse zeigi daß es daS beste Wasser fü:Nheumatismus, Leber- und Nieren-Leiden im Westen, das bis jetzt entdeckt & worden ist. Ein Besuch wird erwünscht. 5
o
Excursivncu, Souutag, 8. Juli.
$1.50 ÄS SI.50 Spezialzug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens; Retourfahrt von Madison 6 Uhr Abends.
C. li. & D. EMrsioncn! Sonntag, 8. Juli
$1.75 Rundfahrt Abfahrt 8.05 Uhr Morgens. Retourfahrt von Dayton 6.10 Uhr Abends. (öcfccmt. Wos, Sepp. hier willst baden, wo's verboten ist? Hast denn gor ka Furcht net?" Na, aber a falsche Legitimation hob i'." Eigene Sogilr. P f ä l z e r (zu seiner Frau): Hascht ä gethu' mit dem Herrn Vetter, weil er Staatsanwalt isch was isch denn da weiter dabei wann ich aner worre wär', wär' ich aach aner!" Der M M Am (Etablirt 1853.) .Jndiana'S größter Laden.. Frauen Oxford Schuhe in wei bem Canvas sind 91.00 Hier ist der beste Schuh.Bargain elcher in dem Will End Verkauf offerirt wurde S00 Paar Frauen Oxfords in weißem Can vaö, die Sorte welche jetzt getra gen wird eine Aufräumung ' eines Fabrikanten, zu einem Preis, der es uns ermöglicht, diese 51,50 und Z2.00 Werthe ,u osseriren in allen Größen, C bis L Breiten, das Paar.... yt. 00 Frauen Kid JulietteS in allen Größen, werth 51.60, in diesem Verkauf, daS Paar 01.00 Hinten im Hauptflur. PITTIS SRI G00DS co.
O !. VT AwSVi(v MM ' YJXJjtfflZrA fi"wvAJfr ! ' DWpWMM ( WM M kMWDÄ mS ' s&b- yjM'Mß iMMd v hj J & ( -s-7
VVVY
t
, die permanente Bedachung,
Mneral - Bad i 81.25 Terre Haute u. zurück 81.25 81.00 Ereencastle und zurück 81.00 bfahrt von Indianapolis 7.30 Uhr Morgens; Netourfahrt von Terre Haute 7.30 Uhr Abends. X o o ofcxix? 81.50 Rundfahrt Verhältnißmäßige Raten nach Zwischen stationen. Jeden Sonntag. Abfahrt bei EpenalzuztS Morgens um 7 Uhr. Retonrfahrt von Cincinnati 6.30 Uhr Abend?. AWaWes eMement. Wechsel, CreditSnefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. An und Verkauf ausländischeu Geldes. j No. 35 Süd Meridian Str. erckants National Bank. ...Vackcrci . 1030 Süd East Str. Butter Ringe ioc chter Pumperaicke Zkeinste Roggendrod Malzbrod Marktftavd 5 und Columbia Erocery Co. Neuer lekerdon 9361. Gruudeigeuthum u. Miethe Agentur Feuer. Ledenk und Lnglückk.ZZersicherung. Jnformations-Bureau für Reisende per Bahn oder Dampfer. Tampslchiff.Fahrkarten. Telephon, Main 27SZ. 722 State Life ebaude. ÄMeEI 3a Irr Otcf ck.
mm
m
S. G. Spmsel
- - ('-''.' i t.' - i ' -i'-' ; - ß . ,;. , . . i r , -." i i I - t3 . .- 1 l ' ' ;. -f j-' : i ? : . , '41 V ! I ' " -: ' s ' i f v-r !- l. ' i i , ' f ' ) f' t .-v4 ! . 1 . f v -"i-A ' '- t i - ; '.v ( j f -"" rrr: , v ? 1
CD. Qschüz, Fabrikant.
