Indiana Tribüne, Volume 29, Number 267, Indianapolis, Marion County, 5 July 1906 — Page 5
Indianer Tribüne, 5. Juli
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Jntcrurban Zeit-Tabcllc. I. U. T. System. I, Kraft Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. Muncie ö: Marion Division. Lawrence, Forrville, Pendleton, Anderson, Yorktown, Muncie, Middletonzn, Alexandria, Summitville, Fairmount, Gas City, Jenes
toro und Marion. 4 00 35m. 1 05 Nm. 5 05 Vm. 2 00 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. 9 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 8 00 Nm. 12 00 MttgZ. 9I05 Nm. 11 30 Nm.
Limited. Zogansport Peru Division. Carmel, Noblesville.Z Cicero, Arcadia, Allanta, Tipton, Kokomo, Galveston, Watton, Logansport, Miami, Bunker Hill, Peru und Elwood. X .
Z 00 Bin. 1 43 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nm. 7 00 Vm. 3 45 Nm. 7 45 Vm. 5 00 Nm. 9 00 Vm. 5 45 Nm. 9 45 Vm. 7 00 Nm. 11 00 Vm. 7 45 Nm. II 45 Vm. 9 00 2irn. 1 00 Nm. 11 30 Nm.
Limited. Der Zug um 11:30 Abends der Jndiana roliS-Lozansport Division geyt nach Peru Anstatt Logansport. Reue spezielle Bedienung nach Ft. Wayne. Züge verlassen Indianapolis um 7:00 und 1I:C0 Uhr Vormittags omd 3:00 und 7:00 Nhr Nachmittags, machen die Fahrt nach Lt. Wayne in 4 Stunden und 40 Minuten. euer Zug Marion Flyer Verläßt Marion 7:55 Vormittags und 1:55 Nach ittags ; Verlaßt Indianapolis 11:00 Vorittags und 5:00 Nachmittags; halt blos in nderson und Alexandria an. Anschließende Linien erreichen Dayton, Ohio, Ft. Wayne, Huntington. Wabash, Lafontaine, Swayzee, Greentown, Hartford Eity, Montpellier, Blufften, Winchester, Union City, Greenville, O., und Zwischen ftationen. v Fracht und PassagierOffice Terminal Wartezimmer. Telephon M 175. ' Indianapolis & Eastern. Limited Züge für Richmond und allen Punkten in Ohio, welche verbunden sind mit elektrischm Linien, um 8:10 und 11:10 Vor mittags, 2:10 und 5:10 Nachmittags und :10 Abends. Locale jZüge für Richmond und Zwischenstationen von 6:0) Uhr Vor mittags an und dann jede Stunde, ausge ommen die Limited Zeit, Ms .9:00 AbendS (7:00 Uhr Abends ausgelassen). Letzter Zug nach Greensield um 11:30 Uhc Abends. Indianapolis & Martinsville. . Erste Morgen-Car um 5:10 Uhr Morgens. Dann von 6:30 Uhr Morgens jede Stunde bis 11:30 Uhr Abends; ausgenommen die Stunden 8:30 und 10:30 Uhr Abends. Indianapolis Coal Traction Co. Züge lausen stündlich von Indianapolis nach Plainsield von 5:00 Uhr Morgen? 6x3 11:00 Uhr AbendS ; ausgenommen die Stunden 8:00 und 10:00 Uhr AbendS. Indianapolis & Northwestern. Züge laufen stündlich von 5:00 Uhr Mor genS bis 9:00 Uhr Abends. Anschluß in Lebanon fürThorntoronund Cramfordsville. Der Zug um 10:00 Uhr Abends fahrt blos bis nach Libanon. Der Zug um 11:30 Uhr AbendS fährt bis nach Frankfort, Anschluß in Lebanon für CrawfordSville ; derselbe fährt in der Sonn tag Rächt blos bis nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab um 8:10 und 11:10 Uhr Morgens, und 2:10, b:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für CrawfordSville um 10:45 Vormittags und 4:25 Nachmittags. Peter Schcib's Wirthschaft to 1" Ende der Brightwood Straßenbahn Linis, Alle durstige Seelen sind vlllkone Zesserson Hotel 101-105 Ost Süd ?tr. Reuet Telephon 4107. Vollständig neu umgebaut und renovirt. ...Deutsches Gasthaus... Mit meinem Hotel '.ist eine hübsche gerä mige Halle verbunden, die ich Vereinen und Logen zu mäßigen.Preisen vermuthe. Wm. F. Matthias, Manager.
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Ziünstiichcr Mannor. Stoffe, HerfieUungswcise, ?lrte und Der Wendung des Surrogates. Nachdem die Industrie die Grundstoffe der Natur aus der Laboraio-
riumsarbeit kennen gelernt hat, setzt sie gern Surrogate an die Stelle der ursprünglichen Materie. So besitzen wir heute Baumwollgewebe ohne Baumwolle. Seidenstoffe ohne Seide, Papierfasern aus Holzstoff, Möbel und allerlei technisches Material aus Papiermasse. Auch der Marmor, das edelste aller rohen Gesteine, wird heute zum Fabrikerzeugnitz gestaltet, und zwar sowohl der leuchtende weiße Marmor der kararischen Berge, als auch die farbig schimmernden und schwarzen Marmorarten, die der Künstler bisher vorzugsweise aus Griechenland, Egypten und Slld-Spanien erhielt. Mit Gips, Alaunpulver, zu Staub zermahlenem Marmor und etwas starker Leimlösung stellt man ein pastaartiges Gemenge her, das nach erfolgter Trocknung in der Härte und in seinen sonstizen Eigenschaften dem natürlichen Marmor wenigstens nahe kommt. Die plastische Masse ist aus 80 Theilen Gips, 20 Theilen gemahlenem und geglühtem Magnesit in Verbindung mit schwefelsaurer, in Wasser elösier Magnesia und fünfprozentigem Leim hergestellt. Die Politur vollzieht sich sodann ebenso wie bei sonstigem dichten Kalkstein durch Schmirgel in geschlämmtem Zustande. Der stärkere Zusatz von Magnesia kann dem künstlichen Marmor sogar hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegen Verwitterung den' Vorzug geben. Gewöhnlich wird der künstliche Marmor von den Fabriken in Form von Platten geliefert, die zur Bekleidung von Zimmerwänden bestimmt sind. Auch dienen solche Marmortafeln in ziemlich eyi facher Weise, indem man das Gemenge in ein Gestell gießt, dessen Grundfläche aus starkem Glas besteht und dessen Seitenwände, abnehmbar sind. Die genau in die Form hineingepreßte Masse läßt sich späterhin nach Trockenwerden herausheben, oder -man löst die beweglich anzubringenden Seitenkanten von der Glasfläche. und hebt die Tafel, die an der Glasseite eine glatte, marmorähnliche Fläche erhalten hat, einfach ab. Es läßt sich aber auch der warme Ton des antiken Marmors nachahmen, indem man der Paste etwas cisenoxydhaltiges Wasser beimengt; nach Verlauf kurzer Zeit verwandelt sich unter dem Einfluß der Luft das Öryd und gibt der Platte einen cremefarbenen Ton. Bläuliche Färbung wird erziel! durch die Beimengung von etwas Kup-fer-Schwefel-Lösüng. Der rosafarbene Ton, der beim künstlichen Marmor so gesucht ist, wird durch eine Abkochung von Nothholz, vemischt mit ein wenig Karmin, erzielt. Mit leichten Färbsioffen zeichnet man geschickt mit der Hand das feine Geäder hinein; pulverrsirter Glimmer und Pyrit dienen dazu, den Glanz des Marmors nachzuahmen. In der That kommen derartige Platten als Wandbekleidungen in Läden, besonders in Fleischwaarengeschäften, in Badekabinen, Vorsälen. Operationsraumen zur wirksamen Geltung. Hntmacliergehilfe alS Student. Ein ehemaliger Hutmacheraehilfe in Wien hat die Aufnahmeprüfung als außerordentlicher Hörer der dortigen Universität mit bestem Erfolge bestanden. Wie die nachstehenden Einzelheiten beweisen, handelt es sich in der That um einen Fall außergew'öhnlichen Lerneifers. Der gegenwärtig im Alter von 25 Jahren stehende junge Mann, Joseph Witternigg mit Namen und von Geburt Kärntner, lernte ursprünglich die Hutmacherei. Frühzeitig kam er nach Wien, wo er seinem heißen Bildungsdrange (er hatte nur die Volksschule absolvirt) mehr Genüge leisten konnte. Er ließ sich in verschiedene volksthümliche Universitätskurse einschreiben und besuchte auch zahlreiche Abendkurse des neuen VolksHeims. Sein ausgesprochenes Endziel war der ständige Besuch der Universität. Solange er die Hutmacherei betrieb, war dieser sehnliche Wunsch nicht verwirklichen. Er brachte es jedoch dahin, in der Universitätsbibliothek als Diener angestellt zu werden und nun erst arbeitete er mit aller Kraft daran, sich für die Aufnahmeprüfung als außerordentlicher Hörer vorzubereiten, die er, wie erwähnt, bestand. Nunmehr widmet er den Tag zur Hälfte, seinem neuen Berufe als Diener. zur Hälfte dem Studium. Vorläufig beabsichtigt er, Geschichte oder Nationalökonomie zu siudiren und sich auch in der Sozialpolitik weiter auszubilden. Seltener Titel. In Greiz im Fürstenthume Reuß ä. L. ist jüngsthin der älteste Rechtsanwalt und Notar des Fürstenthums, der Obergerichtsanwalt Dr. Rein, aus dem Leben geschie den. Den Titel Obergerichtsanwalt. der in Deutschland ein zweites Mal wobl nicht mehr existiren dürfte, hatte noch der verstorbene Fürst Heinrich XXII. verliehen, der auch in Bezug auf originelle Titelverleihungen seine eigenen Wege zu gehen Pflegte. Vorscizttappt. Dame: .Die Jagd ist doch etwas Rohes, so ein armes Thier niederzuschießen, ich brächte daS nicht fertigtS onntagsjäger: Mir ist's bis jetzt gerade so gegangen.
Zigeunerleben. Jnteteffante vharakterisirung dieser uralte Nomadenstämme. Die bayerische Polizei, die besonders reiche Gelegenheit hat, das fahrende Volk der Zigeuner zu beobachten, hat sich die Mühe nicht verdrießen lassen, nicht weniger als 3350 Zigeuner auf ihre privaten und nationalen" Eigenthül.:lichkeiten zu prüfen und in steckbriefartigen Biographien sorgfältig zu charatterisiren. Die auf diesem Wege gewonnenen Ergebnisse dürften auch für die meisten in anderen europäischen Ländern umherziehenden Zigeuner zutreffen. In ethnographischer Beziehung interessirt zunächst die Thatsache, daß Banden von reinen Zigeunern kaum noch vorkommen. Die strengen Polizeimaßregeln, die bereits seit längerer Zeit inDeutschland eine Zufuhr unverfälschten Zigeunerbluts aus Ungarn und den Battanstaaten geradezu unmöglich machen, haben allmälig dazu geführt, daß die Vermischung der Vanden mit den zahlreichen sie begleitenden deutschen Landstreichern niedrigster Sorte sich in der 'Haut- und Haarfarbe immer deutlicher bemerkbar macht, und nicht so selten mehr wie früher findet man unter ihnen ausgesprocheneBlondköpfe. Eine weitere Folge dieses Verschmelzungsprozesses wird ohne Zweifel sein, daß die Zigeuner, die bisher recht zäh an ihren althergebrachten Gewohnheiten und ihrer Sprache festgehalten haben, auch in dieser Beziehung sich zu einer weiteren Anpassung bequemen werden. Ob diese freilich in absehbarer Zeit so weit gehen wird, daß sie sich zu der Grundlage unserer ganzen Kultur, zur Seßhaftigkeit, bekehren, erscheint mehr als zweifelhaft, da bekanntlich bisher alle Versuche, sie anzusiedeln, an dem ruhelosen Wandertrieb dieser uralten Nomadenstämme' kläglich gescheitert sind. Vorläufig haben die in Deutschland umherziehenden Zigeuner es sich genügen lassen, die Sprache ihrer zweiten Heimath zu erlernen und zum großen Theil deutsche Familiennamen anzunehmen. Nicht weniger als 265 mal findet sich unter den bayerischen Zigeunern der scheinbar so echt deutsche Reinhardt, 116 mal ein Winter, während anderseits zahlreiche böhmische, magyarische, tschechische, französische und spanische Familiennamen daran erinnern, mit welcher zusammengewürfelten Gesellschaft man es in ihnen zu thun hat. Eine Anzabl von Zigeunern verfügt über drei, vier und noch mehr Namen, deren Ursprung oft gar nicht zu ermitteln ist. Der Religion nach sind die meisten katholisch. Mit Vorliebe lassen sie ihre Kinder mehrmals taufen, um von schlichten Gemüthern Pathengeschenke für ihre Sprößlinge einzuheimsen. Auch ihre ehelichen oder vielmehr unehelichen Verhältnisse beweisen, daß sie der Ehe wenig Bedeutung beimessen, ja sogar es meisterlich verstehen, den deutschen Civilstandsgesetzen ein Schnippchen zu schlagen. Unter den angegebenen Beschäftigungen überwiegt die Schirmfabrikation, ein uraltes Zigeunerhandweri; . andere beliebte Berufe sind: Musiker, Kautschuk- und Schlangenmensch. Bauchredner. Kammerjäger, Pferdehändler, Kräuter-
sammler, Bärenführer, Kesselflickerund Bettler. Als solche verschmähen sie natürlich auch den Diebstahl und Betrug nicht, der in den mannigfaltigsten und verschmitztesten Formen ausgeübt wird, häufig unter Ausnutzung der Furcht und des Aberglaubens der Landbewohner, wie denn die Zigeuner auch heute noch mit großem Erfolge Wahrsagerei und ähnlichen Hokuspokus treiben. Mitgift in früheren Zeiten. Sehr interessante Einzelheiten über die Mitgift in früheren Zeiten bringt ein Artikel der Revue des Deux Mondes." in dem ausgeführt wird, wie die Höhe der Mitgift in Frankreich von 1316 bis 1800 gestiegen ist. Man wird erstaunt sein, wenn man hört, daß im reichen Frankreich der Herzog von Montmorency, der im 13. Jahrhundert eine österreichische Gräfin heirathete, ganze 300 Francs von seinem Schwiegervater erhielt. Noch im 14. und 15. Jahrhundert bildeten in Frankreich 500 Francs eine sehr bedeutende Mitgift. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts dagegen kam es nicht selten vor, daß ein einfacher Arbeiter bereits 130 Francs Mitgift einheimsen konnte. Je höher der Stand, umso aroßer war auch die Mitgift. Man hatte sogar genau nach Stand und Gewerbe des Ehemannes die Mitaift festaesetzt. Heirathete ein junges Mädchen einen Schneider, so stattete man sie mit 1000 bis 2000 Francs aus. erwählte sie einen Bäcker, mit 3000 bis 5000 Francs, und naym sie einen Rechtsanwalt oder einen Offizier, 7000 bis 15.000 Francs. Am Ende des 16. Jahrhunderts sprach man in Paris viel von einer Hochzeit, be! der die Braut 420.000Francs erhielt. Man gewöhnte sich wdeß bald an noch höhere Summen. 3rn 17. und 18. Iabrtmn der! hielt sich die Mitgift auf der Mitte zwischen 26.000 und 50.000 Francs. Eigenartiger Selbstm o r d. Der Glasermeister Knüpfer in Ammendorf. Provinz Sachsen, verstopfte sich in selbstmörderischer Absicht die Nasenlöcher fest mit Watte und legte sich einen Niemen um den Hals, den er mit einem kräftigen Ruck zuzog. Am nächsten Morgen fand man den Mann r.t v m.ii . I00l in i einem MI vor.
Die deutschen Geburten.
Relativ, t Stillstand dcS Wachsthums der Vevöikerung-Knaben uns Mädchen. Nach den letzten statistischen Mittheilungen ist der Rückgang, der in der Zahl der deutschen Geburten in den letzten Jabrcn zu beobachten war, im Jahre 1904 sowohl absolut wie relativ zum Stillstand gekommen. Seitdem im Jahre 1898 die Zahl von 2.000.000 Geburten zum ersten Male überschritten worden ist, hat sie zwar bis 1901 eine Steigerung auf 2,097,838 erfahren, ist aber in den beiden folgenden Jahren nacheinander um insgesammt rund 53.000 zurückgeganetn und damit (einschließlich der Todtgeborenen) auf 34.94 Geburten ber je 1000 Einwohnern gesunken, womit 1903 die niedrigste Zahl seit dem Bcstehen des Deutschen Reiches erreicht wurde. Die alte Erfahrung, daß mit der Zunahme der Geburten auch der auf die unehelichen Geburten entfallende Antheil eine Steigerung erfährt, hat sich auch diesmal bewahrheitet, da die gezählten 175.720 unehelichen Kinder des Jahres 1904 gegen das Vorjahr eine Steigerung von 8.33 auf 8.41 Prozent aller Geburten bedeuten, während der Durchschnitt der unehelichen Geburten im letzten Jahrzehnt 8.82 Prozent betrug. 'Unter den im Jahre 1904 geborenen Kindern befanden sich 1,075,457 Knaben und 1.013.888 Mädchen; es wurden also 61,569 Knaben mehr geboren als Mädchen, so daß auf je 100 Mädchen 106.1 Knaben entfielen. Gegen die beiden Vorjahre, in denen das Verhältniß sich auf 100 zu 105.8 stellte, bedeutet das eine geringe Zunahme der Knabenaeburten. Die im Vorjahre beobachtete Erscheinung, daß in einem Bundesstaat die Zahl der Knabengeburten (95.9) hinter der der Mädchen zurückgeblieben ist. ist im letzten Jahre nirgends wahrgenommen worden. Die absolute Zunahme der Kinderzahl hat sich gegen das Vorjahr besonders bemerklich gemacht in Westfalen. Rheinland. Bayern. Schlesien. Vrandenburg. Hessen-Nassau, Baden. Hannover. SchleswigHolstein. Posen und Württemberg, während eine Abnahme in Anhalt, Reuß j. L.. Braunschweig. Schwarzburg-Sondershausen und Hohenzollern bemerkt werden konnte. Das Königreich Preußen überragt mit 34.7 Lebend.ieborenen auf 1000 Einwohner den Reichsdurchschnitt (34.1) nicht unbeträchtlich, wie es auch die höchsten Geburtcnzifern überhaupt aufzuweisen hat. An der Spitze steht in dieser BeZiehung die Provinz Posen (41.3). der sich Westfalen (40.5) und Westpreußen (40.2) unmittelbar anschließen. In geringem Abstand folgen Schlesien (37.7). Die niedrigsten Geburtsziffern haben Berlin (24.4). die beiden Mecklenburg, Braunschweig, Anhalt. Waldeck. Schaumburg-Lippe. Lübeck. Hamburg und Elsaß-Lothringen (alle unter 30 Prozent). Nach der Zahl der im gebärfähiqcn Alter befindlichen Ehefrauen, als das man die Zeit vom 16. bis 50. Lebensjahre betrachtet, kamen auf ;c 100 Ehefrauen 25.7 Geburten, also etwa auf jede vierteFrau ein Kind. Im Durchschnitt wurden im Deutschen Reiche tätlich 5228.5 eheliche und 480.1 uneheliche Kinder geboren; am größten war die Zahl der ersteren im September. März und Februar, am geringsten im Juni. Dezember und November. Die Zahl der todtgeborenen Kinder endlich stellt sich auf 63.500. d. h. 3 Prozent der Gesammtheit, was der niedrigste seit dem Besteben des Reiches überhaupt beobachtete Prozentsatz der Todtgeburten ist. Gepfändete Stadtkasl e. In der Stadtkämmerei zu Schmalkalden. Hessen-Nassau, erschien der Gerichtsvollzieher und sperrte kraft seines Amtes die Stadtkasse. Ein auswärtiger Architekt hatte gegen die Stadt wegen einer Forderung von etwa 800 Mark geklagt, aber das StadtoberHaupt hatte den Termin versäumt, so daß ein vollstreckbares Bersäumnißurtheil die Folge war. Die Förderung des Architekten stammte aus er Zeit, als die Stadt ein Preisausschreiben veranstaltet hatte für Entwürfe zu einem geplanten Rathhausneubau, der nun seit Jahresfrist beendet ist. Auf der Fahrt von Leisn i g nach Oschatz ist das Automobil des Lcyaer annaisralys xx. Sulzberger explodiert. Der Bezirks arzt Dr. Schmidt wurde tödtlich verletzt und ist im Krankenhaus in Leis nig gestorben. Dr. sulzberger und der Chausscur kloam yaoen schwere Brandwunden erlitten. Der praktische Arzt Dr. Wichenberg in Leisnig und der Amtsrichter Bendorf aus Doebeln wurden bei den Rettungsarbeiten erheblich verletzt.' Der jugendliche Kauf, mannslehrlinz Haase in Magdeburg machte einen Mordversuch auf du Kaufmannsfrau Wiggert. Er feuerte einen Revolverschuß 'auf die Frau ab, der diese schwer am Genick verletzte. Das Motiv der That ist unbekannt. Der Vater deö Lehrlings hatte schon vor einigen Tagen gedroht, einen Mordversuch gegen den Kaufmann zu unternehmen, der zufällig gerade verreist war. Giftige Würste. JnJnnSbrück, Tirol, erkrankten drei Kinder des Wasenmcisters, die von einer konfiszirten Wurstsendung genossen hatten. Ein Knabe starb.
Delawans neuer 0unlessenator. Tu Pont als ausgezeichneter Militär uns spätere? eschSstsmann. ' Oberst Henry A. Du Pont, der neulich bei der Bundessenatorswahl in der Legislatur von Telaware über I. Edward Addicks den Sieg davontrug, ist der Chef der seinen Namen tragenden
großen Pulverfabrik und verfügt über großen Wohlstand. Er wurde 1838 in Eleutherian Mills, Del., geboren und lstemUren' kel des berühmten französischen Piern Samuel Du Pont de Ne. mours, der 1814 nach den Ver. Staaten kam und 1817 in Dela. wäre st a r b. Du Pont trat. Henry A. Du Pont. tX eine Privatschule und hierauf die Universität von Pennsylvanien besucht, 1856 in die Militärakademie zu West Point ein, an der er im Mai 1861 als Erster seiner Klasse graduirte. Er wurde dem Jngenieurkorps der Armee zugetheilt, ging aber bald darauf zur Artillerie über und zeichnete sich im Bürgerkriege in einer ganzen Reihe von Schlachten und Gefechten derart aus, daß er zum Range eines Oberstleutnants aufstieg und mit der Kongreßmedaille für hervorragende Tapferkeit vor dem Feinde" ausgezeichnet wurde.. Im Jahre 1874 schied Du Pont aus dem Militärdienste Onkel Sams. Er war von 1879 bis 1899 Präsident und Generaldirektor der Wilmington & Northern Railroad Company; seit 1896 gehört er dem Direktorium der Reading-Bahn an. Zum dritten ZNale Seuakor. Der Wiederewzug W. WhyteS in'i StapU toi der BunVkschauptftadt. William P. Whyte von Baltimore, der an die Stelle des verstorbenen Senators Gorman in den Bundessenat erwählt ward, tritt damit zum dritten Male als Mitglied in das nationale Oberhaus ein. Whyte war bereits Bundessenator von 1863 bis 1869 und sodann von 1875 bis 1881. Er steht im 82. Lebensjahre und ist nach den beiden Veteranen Morgan und Pettus von Alabama das älteste Mitglied des Bundessenates. Trotz seines hohen Alters ist der Grand Old Man" der Demokratie Marylands, wie Whyte genannt wird, körperlich und geistig noch außergewöhnlich rüstig, eine Thatt ' ' ' ' V William P. Whyte. sache, die Whyte seiner Enthaltsamkeit hinsichtlich des Genusses von. Tabak und Spirituösen zuschreibt. William P. Whyte, der in Baltimore das Licht der Welt erblickte, besuchte das Baltimore College, studirte an der Harvard-Universität' die Rechte und ließ sich. 1846 zur Barre zugelassen, in Baltimore als Anwalt nieder. Er gehörte von 1847 bis 1848 der Legislatur des Old Line"-Staates an und war von 1854 bis 15ö5 Comptroller des Schatzamtes Marylands. Als sich Whyte 1861 bei Ausbruch des Bürgerkrieges in das Bundesheer einreihen lassen wollte, wurde er wegen körperlicher Schwäche" zurückgewiesen. Er stand von 1871 bis 1L74 Maryland als Gouverneur vor, war von 1882 bis 1883 Mayor von Baltimore und von 1887 bis 1891 Generalanmalt des Staates. Bon 1900 bis 1904 fungirte Whyte als Chef des durch einen neuen Freibrief geschafftnen Rechts-Departements der Stadt Baltimore. Whyte war seiner Zeit Anwalt des Old Line"-Staates bei der Grenzregulirung zwischen Maryland und Virginien und gehörte als Bundessenator Ende der 70er Jahre der KomMission zur Entwerfung eines Gesetzkodexes für den Distrikt Columbia an. Bei d e r A r b e i t e l e kt r o k u t i o n i r t. Der Anstreicher George Reed aus Eagle Harbor. N. Y.. griff während seiner Arbeit emf dem Dach eines Gebäudes einm Leitungsdraht an; der Mann wollte sich vor einem Fall bewahren, als er seinen Pinsel in den Farbentopf tauchte. Da diese? an einem schwer geladenen Draht hing, entstand sofort eine Verbindung und im selben Augenblick ging der elektrische Strom durch den Unglücklichen, der alsbald ohne einen Laut von sich zu geben, entseelt z Boden sank.
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