Indiana Tribüne, Volume 29, Number 266, Indianapolis, Marion County, 3 July 1906 — Page 3

!t

Jndlana Tibüne, I. Juli 1906. a

i

Alöbel, Teppiche, Ofen und ansausstattungen. Das neueste und vollständigste Lager der Stadt. Die mäßigsten Preise, Kelche je für Waaren erster Klasse verlangt rrurden. Ein Besuch in unserem Ver kausslokale rcird sich für Sie bezahlen. Sie werden zuvorkommende.Behandlung erhalten. WILLIG'S 141 West Washington Str. Beachten Sie unser Schaufenster für Montags oder Freitags Bargains.

EDWA11D W. MESSMER 1025 Madison Ave. Neuer Tel. 9SS3 2eiizer Agent der berühmten Williniiis Pumpcil NO TRIX" "TO FIX". kZarantirt eine Hvlzvumde cc8 Eisen gemacht.' Reparaturen an pumpen werden prompt und fciüts auzzesädrt. Redarature an Häusern wie einlegen ueuer Rinnen oder Anbringen neuer Lbftubrdhren aus ßntn oder galvamsirtem Eisen werden zu jeder Zeit gemacht. Karstadt Bros. Dampf-Färberei und Reinigungsanftalt. Haupt Okk ice: 1435 Illinois Str. Brencht : 29 Virginia Ave. 205 Jndiana Ave. 213 N. Illinois. ....Beide Phon. F. J. slack & Co. Sans- und Schilder-Maler. -rorationS und FreSco Malerei. Scenerie Llnsftaffirnng . ...26 Kentuckh Abenue... Neues Telephon 1726. AUGUST DIENER, 449 Gst Washington Str. Tel. Alt Main 2523. Crown Hill Office 3333 Nord Senate Ave. Telexhon Neu 643. Alt North 3&i. k Züge ersten Ranges Schnelle Zeit! Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 üge zwischen Indianapolis und incinnati. Züge zwischen Indianapolis und Dayton. Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis' und Decatur, Illinois. Züe zwischen Indianapolis uns Spnngfleld, Illinois. 4 Varlor WagaonI an aSen Tage und Scdlas azzonj an allen Nacht-Zäzen. Indianapolis Office.: Union Bahnhof und 8ZNord Illinois St. R. P. Algeo, D. P. . LUKE ERIE & VESTERU 0,0. Etdt?lcket.Offte : , 1 Cfl ashingto Str. Vhon 351. ....Fahrzeit der Züge... fahrt Nukunst 53m. 8m. kokdo.h'eao nd vttchigan ViVre. 7.15 fio.15 Nm. Nm. r.ltdo.rttrvitnnd khicago 2tm......tli.S0 f 8.! - . Stm. Ci$iaa U1,, Munei, u.Lafay?Ntepli. .50 f 1 Täglich, aulgtnomm oantagl.

1 1

ff Große Ausmahl von li'yK Grabsteinen (yf$ ) , Monumenten fjö srx

Die gestrige Katastrophe In Salisliury scheint öurch allzugroßc Fahrgcschwindiglcit vcrnrsalyt worden zu sein. Leichname werden zur Bestattung nach den Ver. Staaten geschickt. Der Zar dem Wahnsinne nahe. Tie Bauern zum Losschlagen bereit. Keine Tisziplin mehr in der Armee Tie .schwarzen Hnndcrt" als Terroristen. Kein amerikanische Büchscuflcisch für deutsche Armee. Epochemachende Ersindung. Der Trcyfus'Fall.

Großbritannien. Nachklänge der ttata ft r o p h e. Saliöbury, 2.Ju'i. Die Einbalsamirer haben alle Hinde voll zu thun, UM die Leichname der bei dem gräßlichen Eisenbahnunglück gestern um'S Leben gekommenen Amerikaner zum Versand nach ihrer Heimaih zu präpariren, die die Lebenden frohen Muthes und schöner Hoffnungen voll verlassen hatten. Der heutige Jnquest war eine eintönige, langweilige Formalität, die kein Licht brachte in die Dunkelheit, welche die Ursache der schrecklichen ttata strophe umgiebt. ES scheint jedoch kein Zweifel darüber zu herrschen, daß daS Unglück durch übertrieben schnelles Fah. ren verursacht worden ist. In den heutigen Londoner Zeitungen wird das Unglück eingehend besprochen, und die Presse ist einig in ihrem Verlangen nach einer gründlichen Untersuchung seitens der zuständigen Behörden. Besondere Aufmerksamkeit wird den Aussagen deS Herrn George A. Strachan von Boston, Mass., ge schenkt, der da behauptet, die Fah geschwindigkeit sei eine solch unerhörte gewesen, daß er mehrmals im Begriffe gestanden habe, die Nothglocke zu ziehen; nur das Zureden von Freun den habe ihn davon abgehalten. i Das Befinden der Verwundeten ist, mit zwei Ausnahmen, verhältnlßmäßig befriedigend; nur Herr Robert S. Eritchell von Chicago ist noch immer bewußtlos, und auch der Zustand von Fräulein L. S. GrieSwold von Heath, nahe Epsom, giebt zu den ernsteften'Be sorgnissen Anlaß. Rußland. , D e r arme Zar. Berlin, 2. Juli. Der Zar befindet sich am Rande deS Wahnsinns. Von der Hofkabale ebenso hart bedrängt, wie von der ReichSduma und dem Volk?, ist er völlig zusammenge brachen. Er windet sich, wie der St. Petersburger Correspondent des LokalanzeigerS" meldet, seit der Meuterei deS PreobradschenSky Regiments be ständig in WeinkrSmpfen und hatte in letzter Zeit mehrere OhnmachtSanfälle. Sein Zustand ist so bedenklich, daß die Leibärzte kaum mehr von seiner Seite weichen. Zu verwundern ist die wahrlich nicht; denn seine Lage gestaltet sich mit jedem Tage verzweifelter. Er möchte sich, nur um Ruhe zu finden, dem Wil len deS Volkes beugen, aber die reactio näre Sippe versucht ihn, im Verein mit einem Theile deS Ministeriums, zu zwingen, da? Parlament zu sprengen, und droht ihm mit Absetzung, wenn er den EntscheidungSkampf nicht sofort wagt. ES ist in den eingeweihten Kreisen von St. Petersburg ein offenes Geheimnis daß die Großfürften.Elique alle Vorbereitungen zur Einsetzung einer Regentschaft getroffm hat und den in seinem Elend bedauernZwerthen Autokraten nach einem einsamen Schlosse schicken oder in ein Kloster stecken wird, falls er nachgiebt und eine konstitutionelle Regierung bewilligt. Unter den degradirten und in die Verbannung geschickten Offizieren deS rebellischen 1. Bataillons des Preobrad schenöky'RegimentS befinden sich meh rere Sprossen des höchsten Adels, wie die Söhne der als liberale Führer be kannten Fürsten Trubetzkoi und Obo lenSky. Die Organe der Reactionäre verfu chen, wie der (Korrespondent der KM Nischen Zeitung- telegraphirt, den Ein druck zu erwecken, daß der Zar seine Entscheidung über die Forderungen der ReichSduma nach seiner Begegnung mit dem deutschen Kaiser fällen werde. Der Zweck, der damit verfolgt wird, ist ein doppelter: Vorläufig soll daS Par lament hingehalten werden, und wenn dann schließlich die gegen daS Volk ge richtete (zutscheldung erfolgt, hofft die Bureaukratie, die Wuth der Massen gegen Deutschland entfachen und so im Trüben fischen zu können. Ob indeß die Begegnung der beiden Monarchen überhaupt stattfindet, ist immer noch nicht sicher.

Bombenfabrik. St. Petersburg, 2. 'Juli. In Moskau ist von der Polizei eine große, mit einem regelrechten revolutio nären Arsenal verbundene Bomben Fabrik entdeckt worden. Zwanzig Per sonen, darunter mehrere Mitglieder des sozialistischen Eentral'EomiteS, wurden verhaftet. Die Lage in Odessa. St. Petersburg, 2. Juli. Der Streik der Schauer- und Seeleute in Odessa ist in eine neue, gefährliche Phase getreten. Erbittert darüber, daß die Regierung einer Rh:derei zur Bemannung ihrer Fahrzeuge Matrosen von Kriegsschiffen lieferte, drohen die Ausständigen und ihre revolutionären Gesinnungsgenossen, dieStadt an allen Ecken in Brand zu stecken. Da die Garnison mit den Streikern sympa tisirt, sind zwei Kosaken-Regimenter von Kiew und Kasan abgesandt worden, um den drohenden Aufstand im Keime zu ersticken. Alle Bande der Disziplin gelockert. St. Petersburg, 2. Juli. Es ist sehr fraglich, ob eö in der ganzen Armee noch ein Regiment giebt, das nicht mehr oder weniger vom Geiste der Rebellion angefressen ist, denn selb? unter den Kosaken gährt eS mehr und mehr. Gestern verweigerten zwei Eom pagnien des ZaraiSk'RegimentS, die in Kursk gegen Streiker.'geschickt wurden, den Gehorsam, und heute Morgen wurde ein verhaßter Sergeant des Oneda.RegimentS, der eben von den Ostsee.Provinzen zurückgekehrt war, in KraSnoj.' Selo von seiner eigenen Compagnie erschossen. Der Mensch hatte sich seiner Schneidigkeit- den Revolutionären gegenüber gerühmt, und heute beim Exercieren traf ihn eine Kugel. Wie sein Mörder, der wahr. scheinlich niemals ermittelt werden wird, sich die scharfe Patrone ver schasste, ist noch nicht aufgeklärt. Die Schwarzen Hundert."

St. Petersburg, 2. Juli. Die Schwarzen Hundert- und sonst! gen Reaktionäre fangen an, die Methoden der Terroristen nachzuahmen. Die sozialistischen Bauern und Arbei terführer Annikyn und Aladyn sind in Kenntniß gesetzt worden, daß die Liga zur Rettung Rußlands" sie zum Tode verurtheilt bat und sie ihrem Schicksal nicht entgehen können, wenn sie ihren Kampf gegen die Regierung nicht auf. geben. Bauern bereit zum Los schlagen. St. Petersburg, 2. Juli. Gestern stnd die Mitglieder der von der Arbeiterpartei kreuz und quer durch'ö Land gesandten Deputation hierher zu rückgekehrt, und das Bild, das sie von der Situation in den ländlichen Di strikten entwerfen, sieht düster aus für die Regierung. Sie versichern, daß die Bauern überall zum Losschlagen bereit sind und nur auf das Signal warten. Die Delegaten riethen den rebellischen Landleuten, sich wenigstens bis Ende August zu gedulden, da die Duma immer noch hoffe, dem Zaren die Bewilligung aller Forderungen des Volkes abringen zu können. Frankreich. Delcaffe wird Amerika besuchen. Paris. 2. Juli. Der frühere Minister des Auswärtigen, Delcasse hat auf Einladung seiner vielen amerl tanischen Freunde einen Besuch in den Ver. Staaten geplant. Das Datum seines Besuches ist noch nicht festgestellt aber da er sich für amerikanische poli tische Einrichtungen interesfirt und Washington zu sehen wünscht, wenn da? politische Leben in Thätigkeit ist so ist eö wahrscheinlich, daß er nicht vor dem Wiederzufammentritt des Kon gresseö nach den Ver. Staaten kommen wird.'

Deutschland. Kein amerikanisches ' Büchsenfleisch für Armee. Berlin, 2. Juli. Der amerlkaNische Flelschtruft hat infolge der Cni. hüllungen über die gräßliche Wirth, schaft in den Viehhöfen von Chicago, St. LoulS etc. nicht nur den deutschen Markt, sondern auch die Kundschaft der Regierung verloren. Wie bekannt wird, hat- das Kolonialamt trotz der Pasfirung der Jleischbeschau.Bill durch den Kongreß der Ver. Staaten be. schlössen, kein amerikanisches Büchsen fleisch mehr für die Truppen in Afrika, China etc. zu kaufen.' Jedenfalls wird das Marineministerium diesem Beispiel folgen, und der Trust verliert daher ein Absatzgebiet, aus welchem er jährlich verschiedene Millionen holte. Der Fall DreyfuS. Berlin, 2. Juli. ' Dem franzö

sischen Ex.Hauptmann DreyfuS, der jahrelang auf der Teufelsinsel schmach tete, scheint völlige Rehabilitirung sicher zu sein. Wie der Pariser Korrespon dent der Berliner Zeitung" meldet, ist in dem vorige Woche zu Ende gelangten Revisionsverfahren von der Vertheidi gung ein schriftliches Geständniß deS früheren Majors Esterhazy vorgelegt worden, in welchem dieser bekennt, daß er daS berühmte Bordereau fälschte und DreyfuS vollständig unschuldig ist. Gattenmord. Berlin, 2. Juli.' In Frankfurt a. M. ist soeben ein brutaler Gatten mord an'S Licht gekommen. Vor eini ger Zeit verschwand dort der Schiffer Karl Korn, der mit seiner Gattin in be ständigem Unfrieden lebte und dieselbe fast täglich prügelte. Die Frau äu ßerte Nachbarn gegenüber, daß sie herz lich froh sei, den brutalen Menschen endlich loS zu sein und hoffe, daß er niemals zurückkehren werde. Vor eini gen Tagen wurde die Leiche des Ver mißten aus dem Main gefischt, und die Obduktion der Leiche ergab, daß er er schlagen und dann in'S Wasser gewor fen wurde. Die Wittwe hat bereits gestanden, daß sie die That beging, be hauptet jedoch, daß sie aus Nothwehr handelte. Gedenktafel für Feld, marschall Gneisenau. Berlin, 2. Juli. Die Gedenk tafel für den Feldunfchall Grafen von Gneisenau wurde Sonntag, den 1. Juli, in Würzburg enthüllt, und zwar am Hause Domerschulgasse 11, in dem der Marschall seine Jugend verlebte. Die Mutter des Feldherrn war be kanntlich nach der Schlacht von Torgau nach Würzburg in ihre Heimath ge flüchtet, und nach ihrem Tode fand der junge Neidhardt Aufnahme im Haufe seines Onkels, des Oberstleutnants Mueller, der in dem genannten Hause wohnte. Die Gedenktafel wird vom historischen Verein für Unterfranken in Aschaffenburg, errichtet. T y p h u S'E p i d e m i e. Berlin, 2. Juli. In der Ort schaft Hirschland in Niederelsaß ist eine TyphuS'Epidemke ausgebrochen. Die halbe Bevölkerung der Ortschaft liegt an der Seuche darnieder, und mehrere Personen sind derselben bereits er legen. Haussuchungen bei Anar ch i st e n. Berlin, 2. Juli. Den hiesigen Anarchisten wird neuerdings, nament lich feit dem Madrider Attentat, in der schärfsten Welse aufgepaßt. Die Polizei hat soeben zahlreiche Haussuchungen bei Personen vorgenommen, die ihr als Anarchisten bekannt find. Außerdem tft das sozialdemokratische Blatt Der freie Arbeiter" beschlagnahmt worden. Schwenninger nach München. Berlin, 2. Juli. Prof. Dr. Schwenninger, der berühmte einstige Leibarzt deS Eisernen Kanzlers", sie. delt nach München über. Er wird in der Nähe der bayerischen Hauptstadt ein Sanitarium errichten. Deutscher wlrdPatriarch von Jerusalem. Berlin, 2. Juli. Der nächste Patriarch von Jerusalem wird voraus sichtlich ein Deutscher sein. Wenigstens telegraphirt der römische Korrespondent deö Tageblatt", daß der deutsche Abt Clrlllus für den Posten, der eine der höchsten Ehrenftellen der katholischen Kirche bildet, auSersehen ist und seine Ernennung demnächst erfolgen soll.

Epochemachende Erfin d u n g. Berlin, 2. Juli. Alle hiesigen Zeitungen widmen einer bereits erprob ten, hochwichtigen Erfindung des Inge nieurS Fischer lange Besprechungen. Dieselbe wird, im Falle ihrer allgemei meinen Einführung, Kollisionen zur See so gut wie unmöglich machen, da sie automatisch eine drahtlose telegra phische Verbindung zwischen den Schif fen herstellt. Wenn einem Fahrzeug sich ein anderes auf drei Meilen nähert, ertönen auf beiden gleichzeitig Alarm signale.

Cchisssnachrichten. New York: Minnetonka" von Lon .don; Lombadna" nach Genoa Neapel. Rotterdam: Pottödam" von New York. Liverpool: Athenia" von Montreal. Glasgow: Laurentian" von Boston. Shanghai: NeedleS" von Vancouver. London: Maryland" von Philadelphia. Neapel: Napolitan Prince" nach New York; Prinz Oskar" nach New York; Sonnia" nach New York. Triefte: Franceöca" von New York. Bremen: Bremen" von New Dork via Plymouth und Charbourg. Familie BurnS vet Hofc. Vci dcm jüngsten Hofcmvfong für Samen wurde u. a. die Gattin des Präsident dcs Lokalvcrwaltungs amtcs, John Vurns, der Königin vorgcstc'llt. nrau Bryco, b'xc crnan Iin des Ministers für Irland, hat!! die Pathinstcllc übernommen, rau Bums erschien in der vorgeschriebe nen ausgeschnittenen SchleppcnZracht, für die sie Perlgrau gewählt hatte, und die ihr. da sie eine hübsche und noch junge Person ist, recht gut stand. Tie Szene war, wie das so oft in der modernen Literatur vorkommt, vor her in einem Roman beschrieben war den, Saints inSociety", von VaillieSaunders (London. Fisher Unwin). worin allerdings der in der Politil cmporgckommcne Gemahl in bedaucr licher Weise umschlägt, und dazu macht Herr John Vurns nicht die a ringsten Anstalten, sondern benimmt sich als Minister durchaus wie ein Mann mit klarem Kopf und gcsun dem Verstand. Man erzählt sich, daß er allerdings einer Anzahl Personen unbeauem aewordcn ist, und das sind die Beamten des Lokalverwaltunas. amtes. Er selbst nahm seine Arbeit von Anfang an ernst, sal, sich ctizr l-äufig Morgens früh allein in seinen Arbeitsräumen. Eines guten TagcS ließ er denn seine Räthe, wie man in Tcutschland sagen würde, antreten und blies ihnen ob ihrer Unpünktlich seit den Marsch, wobei er nicht unter' liefe, auf die hoben Gehälter 'iinzu weisen, die sie bezögen und für die daS Land von ihnen Dienste erwarte. Tas wirkte natürlich, aber Herr Vurns ist im Tiemte keine beliebte Persönlich kcit. Was thut's? Träger berühmter Namen. . Die Neue politische Korrespondenz" schreibt: Ein Blick in die soeben auZgegebene Rangliste für das preußische Heer für 1906 zeigt, daß bei 11 preu ßischen Offizieren entweder die Allerhöchste Entscheidung oder eigener Wunsch, oder der Zufall es gefügt haben, daß diese Offiziere Regimentern angehören, die deren Familiennamen führen. So stehen beim Regiment Graf Kleist von Nollendorf (No. 6) ein Oberleutnant von Kleist, beim Regiment Herwarth vonVittenfeld (No. 13) ein Oberstleutnant Herwarth von Bit tenfeld, beim Regiment Graf Schwerin (No. 14) ein Leutnant von Schwe rin, , beim Jnsanterie-Regiment von Courbire (No. 19) ein Leutnant de l'Homme de Courbiöre, beim Regiment öon Winterfeldt (No. 23) ein Leutnant von Winterfeldt. beim Regiment von Lühow (No. 23) ein Leutnant von Lützow, beim Regiment Graf Bose (No. 31) ein Oberleutnant von Vosö, beim Regiment von Stülpnagel (No. 48) ein Leutnant von Stülpnage!, beim Regiment von Voigts-Rhetz (Ns. 79) ein Oberstleutnant von VoiqtS Rbek und- beim Dragoner-Regiment von Wedel (No. 11) zwei Leutnants von Wedel. &t avgevrannte D istrikt in San Francico entspricht etwa dem Stadttheile Manbattans von der 37. Straße bis zur Battery. Ein eigenthümlicher Unfall hat jüngst eine bei Stoddard. Wis., ansässige Frau Scheck betroffen, als sie sich bei einem heraufziehenden Unwetter mit ihrem Baby im Arme in den Hausflur begab, um die Thür zu schließen. Von der"gewaltigen Windsbraut wurde die 'Frau zurückgeworfen und zwischen Thür und Wand festgeklemmt, während der andere Theil des Hauses und die Lbrigen Gebäude von dem Sturme wegoefegt wurden. Nachdem der Swrm nachgelassen, konnte sie sich wieder be freien. Die Frau sowohl wie daS Kind waren unverletzt geblkben.

?1rfsiiMi StMf.mnMtfn

r v 3ti)i, Besa,a,igug. unterricht und tett, lichkeitsrate der Gefangenen. Nach einer vom preußischen Ministerium des Inneren veröffentlichten Statistik waren im Rechnungsjahre 1904 auf 1903 in den 33 Zuchthäusern des Königreichs Preußen 20.197 -männliche und 2139 weibliche Gefangene untergebracht; die tägliche Durchschnittsziffer betrug 12,913 männliche und 1421 weibliche Personen. In den 20 größeren Gefängnissen befanden sich insgesammt 56,141 männliche und 12,846 weibliche Gefangene oder nach dem Tagesdurchschnitt 8671 männliche und 1039 weibliche Personen. Alle Gefangenen, deren Haft sich auf eine längere Dauer erstreckte, wurden im Arbeitsbetrieb beschäftigt. Tiefer richtet sich zuerst auf alle Bedürfnisse der einzelnen Anstalten und der 'gesammien Gefängnißverwaltung, ferner auf die Herstellung von Gebrauch-s.e-genständcn für Reichs- und StaatsbeHorden. Eine große Anzahl wurde bei Landeskulturarbeiten beschäftig, namentlich wurden in fast allen ProvinZen Moorkulturen, Dünenanlagen und Beseitigung von Hochwasserschäden ausgeführt. In der Eifel wurde für die Domänenrerwaltung Oedland kultivirt. Die Hauptarbeit der RheinProvinz besteht in der. Umwandlung von Lohhecken in fiskalische Weinberge, so an der Mosel bei Trier, an der Saar bei Serriz und an der Nahe bei Niederhausen. Bei allen diesen Arbeiten waren täglich durchschnittlich 1623 Gefangene in Abtheilungen von 40 bis 80 Mann beschäftigt. Die übrigen Gefangenen wurden an Unternehmer zur Ausführung von Industriearbeiten vergeben, wobei besonders darauf gesehen wurde, daß freien Arbeitern nicht eine lästige Konkurrenz bereitet wurde. Seit dem Jahre 1869 ist die Zahl der durch Unternehmer beschäftigten Gefangenen von 73 Prozent auf 24 heruntergegangen. Den Gefangenen werden Arbeitsbelohnunqen je nach Fleiß gutgeschrieben, taglich bis zu 20 Pfennig für Zuchthaus-" und bis 30 Pfennig für Gefängnißsträflinge. Unbeschäftigt waren täglich im Durchschnitt 1044 männliche und 185 weibliche Gefangene, von ersteren aus Mangel an geeigneter Arbeit 94. Schulunterricht genossen 3762Zucht-Haus-und 4321 Gefängnißgefangene; 4262 Entlassene wandten sich an die' Fürsorgevereine, die für 3501 Beschäftigung vermittelten. Die Sterblichkeit stellte sich bei den männlichen Zuchthausgefangenen auf 10, bei den weiblichen auf 13.6 auf je 1000 Personen. Mit Ausnahme dcr weiblichen Zuchthausgcfangenen wiesen alle Gefangenen eine niedrigere SterblichkeitsZiffer auf als die freie Bevölkerung. Die Zahl der Selbstmörder stieg in den Zuchthäusern von 6 auf 9, in den Gefängnissen von 9 auf 13. An Tuberkulose starben imZuchthause 91 mannliche. 6 weibliche Personen oder 4.5 und 2.8 auf je 1000 der Gesammtzahl, im Gefängniß 24Männer und IFrau. Außer Influenza in einigen Anstalten kamen Epidemien nicht vor. Vom Heckt. Der Hai des Süßwassers ist der rjfL rti. rnYY y.'i ri . yiuyi. il OVUlViiUHtUlll CUU3 VC' bisses. seine große Muskelkraft, seine Schnelligkeit, Behendigkeit, Schärfe des Gesichts und seine unglaubliche Kühnheit und Gefräßigkeit stempeln ihn zu dcm gefährlichsten Räuber des SüßWassers. Außer den verschiedenartigsten Fischen, wobei er seinesgleichen nicht verschont, stellt er Wafferratten, Enten, Gänsen, Wasserhühnern und anderen Warmblütern nach. Er fürchtet den Kampf mit der. Fischotter nicht, er vermag den Schwan zu bewältigen, indem er ihn am untergetauchten Kopf erfaßt und erwürgt. Fischer der Havelseen sahen einst einen Fischadler mit rasender Schnelligkeit und ausgebreiteten Flügeln über die Wasserfläche dahinfahren. Mit einem Kahn setzten sie dem Räuber der Lüfte nach und fingen ihn und einen großen Hecht. Der Adler hatte feine Krallen tief in das Fleisch des Hechtes eingeschlagen, konnte indessen die schwere Beute nicht heben, noch seine Krallen lösen, der Hecht hingegen vermochte nicht seinen Feind unter Wasser zu ziehen, um ihn zu er siZcken. . '. - - . ' ki Kinder im Koffer erstickt. Eine Frau Adelaide Van Slette in Beaverville. Jll.. fand jüngst ihre drei jüngsten Kinder, nachdem sie vier Stunden lang nach ihnen gesucht hatte, todt in einem Koffer im oberen Stocklverk ihres Hauses. Die Kinder. dreiAadchen, hatten gespielt und waUZusammen in 'den Koffer gekrochen, ' wobn oer Deckel zufällig herabfiel und, das Schloß zuklappte. Die armen Klein? erstickten, ohne daß ihr Geschrei gehört wurde. f. D Z e Dicke der Masser, s ch i ch t des Meeres, die sich in einem Jahre zu Wolken verwandelt, wird jetzt nahezu auf 13.2 Fuß geschätzt. Die Winde treiben die Wolken dann über die Landfeste, wo das Wasse? als Regen' niederfällt und darauf wieder den Weg zu den Weltmeeren findet. Diese Zahl gilt aber nur für die tropischen Meerestheile. Modern. ö ch i n : Wie ist denn Deine neue Hckuöfrau?- D ienstmädchen: zO, sie gibt sich ja alle Mühe, meine Söbenbeit zu erlangen."

!

A "'Tl ' TT WHf-'Wri' - -C K 1- 1 i.s r. r Tfs- - t'-& - i-1 ()