Indiana Tribüne, Volume 29, Number 265, Indianapolis, Marion County, 2 July 1906 — Page 7

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V , fl o m a tt t n von dolf Hit ö-oooo ox Oo Oo O ü (Fortstdung.) Licktschein, den die Glaskugel durch das dunkel sendete, richtete sich gerade darauf und ließ alle Linien und galten derselben deutlich erkennen. Wie losgelöst Ecm übrigen Körper, erschien diese blendend beleuchtete, starke, aber nicht unschön: Hand, um welche sich die Linke der aeunerin spannte. Tiefe betrachtete, von der Handwurzel beginnend, aufinerksam das Inner: derselben, verfolgte auch einzelne Linien mit tinern weißen Elfenbeinstäö-ch-n und nickte nur hie und da.rnit dem Kopfe. Was schaut Ihr denn so lange? Ich bin neugierig und rnöchte rnal endlich etwas hören." drängte der Franzl, d:r sich unbehaglich zu fühlen begann. Tie Alte sah zu ihm auf. Was ich bis jetzt sehe ist gut. Ihr habt Elück. wenn auch keinen Reichthum; Ihr werdet " hier brach sie schnell ab. Nun. nun; was werde ich?" Ihr habt zuviel Glück in der Liebe. Zwei sind es ganz besonders, die nach Euch trachten." Der Franzl lachte etwas gezwungen auf. Viel zu viel; ich hab' mit einer rechtschaffen genug." Seht, hier schneiden sich die Linien. Tas bedeutet Sorgen und Zank, und hier Toch. was ist das! Hier steht " Wie von Schrecken ergriffen, ließ sie die Hand fallen. Ter Jäger erblaßte ein wenig; denn, wenn er aucn der Wahrsagerin keinen rechten Glauben beimaß. so hatte ihn doch der ganze Vorgang, das mystische Gebahren, in einen hohen Grad von Aufregung versetzt. . Macht weiter! Ich bin nicht so schreckhaft, daß ich nichts Zuwideres hören könnt." stieß er heraus. Auf Rosen liegt selten ein Mensch und dann " Er wollte eigentlich sagen: Sage was Tu willst, ich glaube Tir doch nicht. Die Worte saßen ihm auf der Zunge, in seinem Herzen fanden sie jedoch keinen Widerhall, denn dort zeigte sich ein unbehagliches Furchtgefühl. Macht weiter! Was ang'fangt ist, muß zu Ende g'führt werden." Die Alte schüttelte verneinend den Kopf. E5 wird Zeit, daß Ihr aufbrecht; bis Garmisch ist bei dem Schnee ein schlechter und weiter Weg." Franz! hätte um alles in der Welt die Furcht, die ihn beschlichen, nicht zeigen mögen und deswegen verlangte er dringend, daß ihm Zsursi, was sie aus seiner Hand lese, auch sagen möge. Diese? schien es einen harten Kampf zu kosten; sie machte sich sogar laut Vorwürfe, soweit gegangen zu sein und bat den Jäger wiederholt, ja gegen Miska und Maruschka darüber zu schweigen, daß sie ihm aus der Hand sein Schicksal gelesen habe. Was sie gesehen hatte aber zu sagen, das weigerte sie sich entschieden. Sie fiel, ihre Hände vor das Gesicht schlagend, auf ihren Stuhl zurück. Zugleich erlosch die Lampe; ob mit oder ohne Absicht. Es herrschte völlige Dunkelheit und kurze Minuten ein lautloses Schweigen in der Kammer. Gewaltsam mußte sich Franz aufraffen. Es war ihm bei den Worten der Zigeunerin geworden, als ob er Todtenglocken hätte läuten hören. Vielleicht war es auch nur das Brausen seines wallenden Blutes, das er vernahm. Der kalte Schweiß stand dem starken Manne auf tet Stirne. Lluf einmal lachte er grell hinauZ. Jttlo Ihr wißt mir nichts zu sagen! Nun es war Hokuspokus genug dabei, um ein Hasenherz zittern zu machen. Ich hab' zum Glück keins; deswegen lümmert's mich auch nicht. Aber einen guten Rath möcht' ich Euch geben: Wenn Ihr wieder wahrsagt,- macht'S nicht so graulich. Wenig Menschen haben so gute Nerven als ich, und die könnten sich den Schwindel, den Ihr ihnen vormacht, zu Herzen nehmen." Die Stimme der Zigeunerin klang rauh, als sie entgegnete: Hab' Euch schon gesagt, daß keine Zauberei dabei ist, sondern nur Kunst und Erfahrung. Menschenwerk ist's und deshalb ist Irren möglich. Wollte Gott, ich hätte mich getäuscht. Es steht etwas Fürchterliches in Eurer Hand. Aber jetzt geht. geht. Wenn Ihr konnt, thut Ihr gut. diese Stunde zu vergessen. Lei diesen Worten liest sie ein Licht aufflammen, ging hastig voran und führte den Jaaer wieder m das vor dcre Gemach, in dem seine Büchse und Gerätschaften lagen. Noch ein kurzer Gruß und Dank, vnb Franzl stand vor der Hütte. Das Wette? schien sich ändnn zu wollkJ; in furchtbaren Stößen heulte oer Wind um die Felsenwande der Zugspitze und schüttelte die Tannen und Fichten, daß sie sich beugten. Kracheno flogen abgebrochene Aeste herun ter, und treibende Schneewolken fegten durch das Gezweige. Die Finsterniß war fast vollständig, und nur der weg kundige Jäger war imstande, die Rich hing nicht zu verlieren. Doch trotz dieses Aufruhres der Elemente athmete er freier und sein Herz schluq ruhiaer. als vorher Zn.er Hüjte

der Zigeuner. Ja.' Franz konntefet sogar iitr seine Furchtanwandlungen

iacr,ein. &t:r narre er es mrr erwas Bekanntem, etwas Vlra-utem zu thun; war er doch ein Sohn des Waldes und Gebirges und wußte, wie diesen Schrea'en zu begegnen sei, während dort, trotz der Versicherungen der Wahrsagerin, das Uebernatürliche sein: Gewalt aus ihn ausübte. .Lächerlich!" meinte er bei sich. Dummes Zeug. Kein Mensch kennt seine Zukunft' und kein Mensch kann einem anderen lein Schicksal voraussagen. Das Schicksal kennt nur Gott. Wunder wär' es freilich !ems, wenn mich schon heut ein stürzender Baum oder ein herabsausender Ast erschlagen würde. 2lber wie oft war ich schon in ähnlichen und noch gefährlicheren Lagen und bin gut durchgekommen. Dummes Zeug." brummte er und tastete jicö langsam aber sicher durch den dunleln Forst weiter. Endlick stand er auf der Landstraße. die gänzlich verschneit und verweht, sich von der üorigen Umgebung nur wie ein niedern Wall abhob, der sich stellenweise ganz zu verlieren schien. Hie? angekommen, war für ihn auch alle Gefahr vorbei und er schritt, so rasch es geben wollte, mit neuen Kräften Garmisch zu. Beim Husarenwirth ging es noch munter zu, als er vollständig mit Eis und Scknee bedeckt in die untere Stube trat. Die wohlthätige Wärme und die lustigen Kameraden von der Jägerei, die ein kurioses Stücklein und Äbenteuer nach dem andern erzählten, ließen ihn bald den ganzen Vorfall vergessen. Auch der Schlaf brachte ihm keine traumhafte Wiederholung desselben, und als gegen Morgen der Sturm sich gelegt hatte und die Sonr.e hell die weißbeschneiten Berggipfel beschien, Milliarden von Eiskrisiallen wie glänzende Diamanten das Licht zurückstrahlten, da war auch sein Sinn und Gemüth wieder hell geworden. Er pfiff feinem Hunde, der es sich neben dem warmen Ofen wohl sein ließ, und wanderte auf das Forstamt, um dort über seinen letzten Waldgang zu berichten. Ten 2lufenthalt in dem Zigeunerblockhaus verschwieg er aber. 4. K a p x i t I. angsam begann es Frühling zu werden. Im breiten Loisachthale und jenem des Kankerbaches bei Partenkirchen lag stellenweise noch tiefer Schnee, trotzdem einige Schritte daneben die Gänseblümcken ihre Köpfchen herausstreckten und die gelben Primeln Anstalten rnachten zu blüh?n. Oben im Walde und auf den Wergen xühxit sich noch nichts. Kaum, dfe die ,5lnosv:n der Buchen um ein fast VLnmtxUi&tZ anschwollen. Nur ab und zu sah man einen Vogel, den der Wandersinn verfrüh! in seine Heimath getrieben hatte. So ein armes Kerlchen hatte Mühe genug, um sich durchzubringen, wenn es nicht die Wanderlust mit dem Leben bezahlen wollte. Der Winter war aber altersschwach geworden. Schritt für Schritt machte ihm die neuerstarkende Sonne sein Feld streitig, und wenn auch West- und Nordwinde so um die Vergriesen stürmten, daß Felsblöcke aus ihren Fugen weichen mußten und in wilden Sprüngen zu Thal rasten, so kam ihnen der weiche, warme F'öhn von Süden her entgegen, trieb sie in wildem Wirbel um die Ecken und Schrofen, daß sich daö vom Thale aus ansah, als wenn zu Häupten der Zugspitze, des Wachsensteins oder des Kramers, der sich hinter Garmisch erhebt, die Wolken tanzten. Tagelang, wochenlang war überhaupt nichts zu sehen, als ein dicker grauer Nebelschleier, hinter dem der Kampf um die Herrschaft des Lichtes unentwegt weiterging. Hatte dann nach rnühevollem Ningen die Sonne die Tunstmasscn niedergezwungen und leuchtete klar über die eisalanzeuden Funen und Cnpfel, da athmeten auch die Menschen irn Thale auf und sagten: Jetzt kommt doch der .Auswärts." So unverständlich dieses Wort einem Fremden auf das erste Mal dünkt. wenn er es hört, so leicht wird er dessen tiefen Sinn begreifen, wenn man ihm sagt, daß Auswärts den Frühlinz bedeutet. Denn, überall wohin daö Auge schaut, ist ein Auswärtsdrangen sichtbar, in der ganzen unS umgebenden Natur. Was der Winter im Bann hielt, will heraus, strebt zu Licht und Sonne, und die ruhenden Kräfte tre ten, kaum aufzuhalten durch EiS und Schnee, wreder in Thätigkeit. Es rst ein giaantischer Kampf ewig schaffender Mächte, der sich Jahr für Jahr erneut und den ein -denkender Mensch immer mit neuem Staunen betrachtet. Endlich siegt die Gewalt der Sonn. Wenn aber draußen rm Flachlands die Wiesen schon im jungen Grün prangen, weiße Blüthen sich ungezählt an den Fruchtbäumen drängen und auf den Saatfeldern die Lerch: singend in die Luft steigt, so ist es im Gebirge noch lange nicht so weit. Wohl führen die Bäche, die von den Bergen kommen, bräunliches Schncewasser und die Flüsse in den Thälern beginnen zu steigen, bis aber die weißen Massen alle wieder geschmolzen und als schmutzige Wogen 'weggeführt worden sind, da kann es Mitte Juni und noch später werden. Vorher aber, da tobt mit Donner und Schneedampf eine furchtbare Larolnenschlacht auf den himmelstrebenden Felsmassen. Ein von der Sonne an den Gipfeln abgeschmolzenes Eisstück, ein Schneeklumpen, den der flüütiaen &mfe fiufc in's Wei

cyen dringt, ein Stein, der in'ö wollen

gerath, v.n Schuß, em Schrei, rrgeno eine Lufterfchütterung, die sich in den hohen Regionen, wo die Atmosphäre dünnflüssiger geworden ist, ungleich mehr bemerkbar macht und sich den locker gewordenen Scheemassen Mittbeilt. kann Ursacke einer Lawine werden. Vielleicht ist das rollende Stück zuerst nur faustgroß. Aber der nasse Echnee ballt sich daran. Es wächst und wächst, reißt ganze Schichten mit sich. Was ihm entgegensteht, wird im tollen Wirbel mitgerissen, zerschmettert. begraben. Und mit der Große der rasend fallenden Massen wächst auch deren Getoie. Mit Donnergepolter. vielfaches Echo und vielfache neue Lawlnen hervorrrusend. fallt sie endlich in ein; klaffende Spalte, in eine tiefe, Thalung, dort Berge von Schnee bildend, die unter Umständen auch während des übrigen Sommers nicht von der Sonne aufgezehrt werden. Ruhig sieht vom Thale aus der Mensch zu, wie sich die Berge ihres Wintermantels entledigen. Er weiß, er ist gesichert durch Thal und Hügel, die in den Hohen sich demjenigen vorlegen, das er selbst bewohnt, und durch den Gürtel der Wälder, die sich um die Bergstöcke schlingen. Aber bis m die untere Waldgrenze herein stehen die Höfe und Häuser, die er bewohnt. Freilich kann deren Bewohnern, die Zeit vom ersten Schneefall, bis daß die Berge Aber," das heißt schneefrei werden, lang vorkommen, doch thut auch hier die Gewöhnheit das ihrige. Noch memals wurde im EwanötnerHofe der Frühling so ersehnt als in diesem Jahre, denn der Bann der (Äewohnheit war für das Haupt der Familie gebrochen. Früher konnte der Bauer an gunstigen Tagen aufsteigen und nach seinem Wilde sehen; Futterplätze dafür anlegen; den Füchsen und Mardern nachgehen jetzt war alles mit der Abaabe der Jagd vorbei. Zwar ließ er durch die Knechte Berghcu und Hafergarben rn den Wald schleppen, damit das hungrige Gethier nicht ganz verkomme, wie er sagte, denn nach seiner Ansicht sorgten die Königlichen nur ganz ungenügend dasur. Wenn ihm dann die Knechte berichteten, daß Futter und was dazu gehört, in überflüssiger Menge an den Futterplätzen sei, so hieß er sie dumme Kerls, die davon nichts verstünden. Seine Stimmung war also grandiz." wie es im Munde des Volkes genannt wird, wenn einer den Humor verloren hat, und darunter litten die Familie und die Dienstboten sehr. Das Mlde: ging stlll herum und nur selten trat ein flüchtiges. Lächeln auf ihr bleich gewordenes Eesichtchen. Manchmal ruhten die Augen ryres Vaters wie forschend und mit einem stillen Mitleid auf ihr. Das waren jedoch nur Augenblicke, nach denen sich seine Mienen wieder mehr als je verfinsterten. Die Bäuerin war. entgegen ibrcr sonstigen Gewohnheit fast wortkarg geworden, denn sie konnte nicht überwinden. daß durch das Midei ein großer Theil des jetzigen Zustandes geschaffen worden sei, auch nährte sie einen gehcimen Verdacht, die Geschichte mit dem Jäger fei noch nicht zu Ende oder könnte eines Tages wieder aufleben. Freilich hatte sie dazu einige Ursache, denn der Fischhaber -Franzl ließ keine günstige Gelegenheit vorübergehen, ohne den Weg hinter dem Gartenzaun zu Passiren. Ab und zu ein freundliches, halbscheues Zunicken oder eine von den Blumen, die Midei hinter dem Fenster zog und an einen Zaunpfahl gesteckt hatte, das war alles, wovon sich die Liebe der beiden nährte. Es ist aber ein gar eigen Ding mit so einer Liebe. Je mehr Hindernisse, destomehr kommt sie in's Glühen. Das Fünklein oder Feuerlein, angeblasen von heißer Sehnsucht, kommt zum hellen Aufflammen und packt trotz Widrigkeit und Widerstand d:n ganzen Menschen. Midei hielt wohl das Versprechen, das sie dem Vater gegeben hatte. Aber je mehr es Frühling wurde, desto öfter gaben sich die Gelegenheiten, wo sich die Liebenden einige Augenblicke sahen und sprachen. War es nun nach dem Kirchgange, wenn nach gutem, christlichen Gebrauche die Gräber besucht wurden, oder wenn Midei aus dem Dorfe nach dem Hose aufstieg oder gar beim Krämer, wo das Mädchen ihre Einkäufe besorgte einen Händedruck, einige Worte, oder die flüchtige, aber doch so tief gründende Versicherung, daß unentwegt gehofft und ausgehalten werde, setzte es doch ab. Was aber das Ende sein werde diesen dunkeln Punkt konnte freilich keiner dieser Lichtfunken erhellen. Es war schon gegen Mitte Mai, als der Fischhaber-Franzl eines Tages wieder einen Reviergang an den Steilabhängen der Zugspitze gegen den Eibsee zu machte. Das Wetter war launig. Jetzt schien die Sonne; dann flogen dunkle Wolken in zerrissenen Fetzen vor sie hin, oerdunkelten sie, und ein kalter Wind erhob sich, der die Felstrümmer fegte. Manche Stellen waren nur mit äußerster Vorsicht zu'begehen. denn ein Ausgleiten auf einem breiten oder schneebedeckten . Stein würde einem Sturze in die Tiefe gleichgekommen sein, und von den Steilhängen 'donnerten die durch die steigende Wärme losgelösten Lawinen. Der Jäger war durch den Winterlichen Wald aufgestiegen. Mit Mühe hatte er sich übtt vom Schnee noch yalbverdeckteZ Fallholz, übn Sesteknötrümmer und die glitscherigen Grasbil.

den heraufgearbeitet. Macht schon der Gebirgswald in der guten Jahreszeit einen wilden Eindruck, so verstärkt der Winter und Frühling denselben noch bedeutend. Frisch:ntwurzelte, vom Sturmwinde niedergeworfene Stämme, strecken ihre Wurzeln empor. Der Steig ist verwaschen, stellenweise vereist oder die Rinne desselben mit Schnee ausgefüllt. Das Moos hat eine schmutziggrünbraune Färbung bekommen.' Das Gras der Halden ist durch die lang auf ihm lagernde Schneelast fahl und hellbraun geworden. Auch das Grün der Fichten und Tannen ist viel tiefer und stumpfer, als es im Sommer war. Und dazu kein Laut, als das ferne Donnern und Tosen fallender Lawineu oder das Brechen eines dürrgewordenen Astes, wenn der Wind in Stößen durch 'die Baumwipfel saust. Das Rothwild ist tiefer herabgestiegen und steht in der Nähe der FutterPlätze oder an den untern Waldrändern, von wo es mit weniger Mühe an die Saatfelde? und Wiesen gelangen kann. Der Berghirsch, der zur Sommerszeit allnächtlich vom Gipfel oder den über der eigentlichen Waldregion liegenden Zonen der Krüppelkiefern, Latschen genannt, auf einen Aesungsplatz an den Thalrändern herabwechseit, somit einen stundenlangen, beschwerlichen Weg macht, scheut im Winter eine Strecke von einer halben oder viertel Stunde. Selbst die Gemsen müssen die luftigen Höhen, in denen sie fönst stehen, verlassen und suchen entweder den schützenden Wald oder jene Punkte auf, wo sie einigermaßen zur Nahrung gelangen können, die sie sich, gleich den Hirschen, mit ihren Läufen unter der oft sehr tiefen Schneedecke frei scharren. In solchen Höhen und bei solcher Umgebung überkommt den Menschen nur zu leicht das Gefühl völliger Vereinsamung und Verlassenheit. Er allein ist der. welcher durch Aufwand aller seiner geistigen und körperlichen Kräfte diese harte Natur bezwingt, und doch gelangt er selten so weit über sein eigenes Ich heraus, da er in einer solchen Leistung auch ein Genügen findet. Denn ganz geringe Dinge: ein ah bröckelnder Stein, ein tiefverschneiter, verwehter Steg, ein Felsspalt, der sich erweiterte, können seinen Schritt hemmen oder noch mehr sein Leben ernstlich gefährden. Und wird die Frage gestellt: Warum wagt er es denn? So lautet die Antwort: Entweder, um sich, wie der Holzknccht, des Lebens karg zugemessene Nothdurft zu verdienen, oder wie bei den Forstleuten: weil die Pflicht des Dienstes es fordert. Beides sind mächtige Triebfedern und sie genügen. So sehen wir also den FischhaberFranzl mit aller Kraft auswärtsstteben. Manchmal wehte es an vorspringenden Ecken und den Graten der Felsen. über die er hinweg mußte, daß er sich mit den Händen hielt. Im Walde hatte er nur sehr vereinzelte Gemsen weggegangen und er vermuthete deshalb, daß sich das Wild auf den schmalen, bereits aber" gewordenen Grasbändern eingestellt habe, wo die feinen Futterpflanzen schon unter der Schneedecke zu wuchern begannen. Der Jäger wußte aber aus Ersahrung, daß gerade über diese Grasbänder, von den Steilwänden herab, die Lawinen in Menge stürzten und in ihrem Falle dem Gemsstand sehr verderblich wurden. War dies der Fall, so galt es die Thiere von dort zu vertreiben. Einige Tage hielt der Schrecken doch vor. während welcher Zeit sie den gefährlichen Standplatz mieden, was ohne Zweifel vielen das Leben rettete. Vorsichtig nahm Franzl sein Glas heraus und äugte die Grasbänder, eines nach dem anderen ab. Richtig, da waren sie. Gerade vor ihm auf einem ganz schmalen aber schon grünlich aussehenden Felsbande. über und unter demselben stand ein sehr starkes Rudel. Ein unmuthiger Laut entfuhr den Lippen des Jägers, denn die Thiere waren ebensowohl hoch über ihm. als auch ganz unter dem Winde. Er hatte deshalb ein hartes Stück Arbeit vor sich, ehe er seinen Zweck erreichen konnte. Während er noch das Glas vor den Augen hatte, konnte er die Gemsen flüchtig werden, die Wand herabspringen und in einem tiefen, fluchtartigen Graben verschwinden sehen. Das war im höchsten' Grade auffallend, denn von ihm aus konnte der Schreck nicht in die Thiere gefahren sein. Er war viel zu weit entfernt und der Wind stand gegen ihn. Ein Raubthier? In diesen Bergen haust nur der Fuchs und der ist zu solcher Jahreszeit nicht so hoch zu finden. Der zieht das Thal vor. wo er hoffen kann Nahrung

zu finden. Und wenn auch! Vor, emem Fuchs werden ausgehungerte Gemsen nicht flüchtig, sondern nehmen ihn eher mit dem Gehörne an. Es blieb also nur übrig, daran zu denken, daß sie von einem Menschen beunruhigt worden waren, und der konnte wieder nur ein Jäger oder ein Wildschütze sein. denn zum Spazierengehen steigt niemand bei der Zeitkauf die Zugspitze. . (Fortsetzung folgt.) ' tf" CD in lieber Vatte. ' Sie: Der Brillantring, den Du mir zum Geburtstag , schenktest, ist wirklich echt;' ich habe mich beim Juwelier erkundigt! E r : Natürlich. Du sollst doch wenigstens etwas Echtes an Dir haben!"

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