Indiana Tribüne, Volume 29, Number 265, Indianapolis, Marion County, 2 July 1906 — Page 5
Jndiana Trlbüne, 2. Juli 1906
Jntcrurban ZclTabcllc. I. U. T. System. I Kraft Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. Muncie & Marion Division. Lawrence, Fortville, Pendleton, Andersen, Forltown, Muncie, Middletomn, Alexandria, Summitville, Fairmount, Gas City, Jenes
boro und Marion. 4-00 Vm. 1 05 Nm. 5 05 Vm. 2 C0 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. 9 05 Vm. 5 05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 8 C0 Nm. 12 00 Mttg?. 9I05 Nm. 11 30 Nm.
Limited. Logansport & Peru Division. Carrnel, Noblesville,? Cicero, Arcadia, Atlanta, Tipton, Kolomo, Galveston, LZalton, Logansport, Miami, Bunker Hill,
Peru und Elwood. 5 00 Vm. 1 45 Nm. 5 45 2?rn. 3 00 Nm. 7 00 Vm. 3 45 Nm. 7 45 25m. 5 00 Nm. 9 00 Vm. 5 45 Nm. 9 45 Vm. 7 00 Nm. 11 00 Vm. 7 45 Nm. 11 45 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nrn. 11 30 Nm. Limited.
Der Zug um 11:30 Abends der Jndiana polis-LoganSport Division geht nach Peru nstatt LoganSport. eue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Züge verlassen Indianapolis um 7:00 und li:C0 Uhr Vormittags und 3:00 und 7:00 Nhr Nachmittags, machen die Fahrt nach gt. Wayne in 4 Ewnden und 40 Minuten, euer Zug Marion Flyer Verläßt Station 7:55 Vormittags und 1:55 Nach mittags ; Verläßt Indianapolis 11:00 Vor ittagS und 5:00 Nachmittags; hält blos in nderson und Alexandria an. Anschließende Linien erreichen Dayton, Ohio, Ft. Wayne, Huntington, Wabash, Lafontaine, Ewayzee, Greentoron, Hartford kiry, Montpellier, Bluffton, Winchester, Union City, GreenviSe, O., und ZwischenStationen. ' : Fracht und PassagierOffice Terminal Oartezimmer. Telephon M 175. Indianapolis & Eastern. Limited Züge für Richmond und allen Punkten in Ohio, welche verbunden sind mit elektrischen Linien, um 8:10 und 11:10 Vor mittags, 2:10 und 5:10 Nachmittags und 8:10 Abends. Locale iZüge sür Richmond nd Zwischenstationen von 6:00 Uhr Vormittags an und dann jede Stunde, ausge nsmrnen die Limited Zeit, biS.9:00 AbendS (7:00 Uhr Abends ausgelassen). Letzter Zug nach Greensield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & Martinsville. Erfie Morgen-Car um 3:10 Uhr Morgens. Dann von 6:30 Uhr Morgen jede Stunde bis 11:30 Uhr Abends; ausgenommen die Swnden 8:30 und 10.30 Uhr Abends. Indianapolis Coal Traction Co. Züge laufen stündlich von Indianapolis nach Plainsield von 5:00 Uhr Morgen bis 11:00 Uhr Abends ; ausgenommen die Stun den 8:00 und 10:00 Uhr Abends. Indianapolis & Northwestern. Züge laufen stündlich von 5:00 Uhr Mor gens bis 9:00 Uhr Abends. Anschluß in Lebanon sürThorntownund Crawfordsville. Der Zug um 10:00 Uhr Abends fährt blos bis nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr Abends fährt bis nach Frankfort, Anschluß in Lebanon für CrawfordZville ; derselbe fährt in der Sonntag Nacht blos bis nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab um 8:10 und 11:10 Uhr Morgens, und 2:10, 5:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für CrawfordZville um 10:45 Vormittags und 4:25 Nachmittags. Dr. i H. fader Teutscher Thier.Arzt Office: Schellhcuse'SLeih-stal 388 Ost Sbsh St. Telephone?: Neu. U2 IAlt. Main lies. Wohnung: 173? .dison vve. Neuer 'Phone 688. Peter Scheib's Wirthschaft 6 tO 1' Cnde der Brightwood Straßmbahn Lini,. Alle durstige Seelen find villkoe ZcssersonSotel 101-105 Ost Süd Otr. vkeue Telephon 1107. Vollständig neu umgebaut und renovirt. . . . Deutsches G asth aus... Mit meinem Hotel list eine hübsche gerä
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Die .Aikgcn5?ai!khkit. Jre tstehung durch Zlbscyung von YNe geneicrn in den Organismus. Daß die Fliegen Krankheiten verUrsachen, dürfte nicht allgemein bekannt sein, freilich sind es nicht weniger die Fliegen als ihre Eier bezw. ihre Larfcen, die hierbei in Betracht kommen. Man hört gelegentlich davon, das; Fliegeneier im Darm vorkommen, wohin sie mit Speisen gelangen, aber diese Fälle sind selten und jedenfalls bedeutungsloser als jene, in denen die Eier durch die Fliegen bei Ausschlag, Geschwüren etc. in die äußere Haut oder in die Schleimhaut des eiternden Ohres oder der Nasenhöhle bei verschiedenen krankhaften Veränderungen, eventuell auch ohne solche, abgesetzt werden. Die bisher beschriebenen Fälle beziehen sich fast alle auf tropische oder subtropische Gegenden. Die Krankheit ist natürlich auch verschieden je nach dem Sitze der Larven in der Haut, der Nase, dem Ohr u. s. w. Die Larven entwickeln sich oft schon 24 Stunden nach dem Stiche der Fliege, und von da an beginnen d:e durch ihre Bewegungen veranlaßten meist entsetzlichen Schmerzen und heftigen Entzündungserscheinungen. Leider geht die Umwandlung vom Larvenstadium zum Nymphenstadium, in welchem die Fliegen den Kranken wieder verlassen, nicht so rasch vor sich. Sie kann 36 Tage beanspruchen, also eine entsetzlich lange Qual für den Kranken bedeuten, wenn er nicht vor diese? Zeit schon dahingerafft wird. Diese Gefährdung des Lebens tritt bei Fällen, wo sich die.Fliegenlarven in der äußeren Haut finden, selten ein; wohl aber in anderen, wenn die Nasen- oder ihre Nebenhöhlen, der Gehörgang, die Augenlider der Sitz sind. In welcher Unzahl die Larven vorkommen können, das beweist ein Fall, in dem in einer Sitzung über 250 Larven aus der Nasenhöhle entfernt wurden. Aber meist sieht man wohl, daß die Höhle von Larven wimmelt, sie verschwinden aber so schnell unter der Schleimhaut, daß ein Ergreifen gar nicht denkbar ist.' Glücklicherweise hat man ein Heilmittel entdeckt, dessen Wirksamkeit auf der -Tödtung bezw. Vertreibung der Larven beruht. Wenn man nämlich , Calomel (Quecksilberchlorür) einstreut ooer auf die Wunden auflegt, dann wird man die ziemlich großen Thiere alsbald in Massen aus den Wunden selbst neben dem engan-schließender-Verband herauskriechen und alsbald absterben sehen, oder man findet sie bei Abnahme des Verbandes unter diesem todt.
Europäische Bäume in Japan. Wie groß in Japan der Einfluß Oesterreichs und Teutschlands in der Forstwirthschaft ist. die in beiden Staaten in hohem Maße entwickelt ist. dafür mag nicht nur der eifrige Besuch deutscher Universitäten und Hochschulen für Bodenkultur durch Japaner sprechen, und die Thatsache, daß auf der Universität in Tokio in den Forstwissenschaften theilweise Deutsch? und Oesterreicher lehrten und noch lehren, sondern auch der Umstand, daß in Japan bereits Anbauversuche mit europäischen Waldbäumen gemacht wurden. Obgleich Japan sehr reich an Nadelhölzern ist, so gibt es doch Gegenden, wo die Kultur mit den einheimischen Nadelhölzern mißlingt, nicht etwa wegen zu schlechten Bodens, sondern hauptsach lich wegen deS Klimas. Da versuchten nun die Japaner europaische Nadelhol zer einzubürgern und hatten dabei großen Erfolg." Speziell in Jezu oder Hokkaido. wo die einheimischen Kiefern Pinus Thunbergi," Japans Schwarzkiefer. und Pinus densiflora" nicht geoeiben, zeigen me deutsche Welßkrefer (Pinus silvestns ) und die Schwarz kiefer (Pinus nigra") ein recht erfreuuches Wachsthum und bilden bereits größere Bestände. Auch die deutsche Fichte wird in Japan lulhrnn. Der Mensch in DoüarS und Cent 3. Was ist der Mann in Dollars und Cents werth? Können Fleisch. Blut und Verstand zu Werthen reduzirt werden, die man mit dem Dollarzeichen versehen kann?" Die Frage wurde' in einer AerzteVersammlung von Dr. Erasius E. Holt aus Portlano, Me., erörtert und tabellarisch erklärt. Dabei bestätigte Dr, Holt die Osler'sche Theorie, daß der Mensch heutzutage bald seinen ökonc mischen Werth verliert, und zwar der Arbeiter vom 26.. der Professionelle vom 40. Lebensjahre ao. In Dr. Holts Tabellen über die amerikanische Arbeiterklasse hat der zehnjährige Knabe einen AukunfiZwerth von 82601. der 15jährige von $4263, der 25jährige Mann einen Werth von 5488. und von da Nimmt sein Werth ab, Ms er mit 70 Jahren nur noch 517.13 darstellt und mit 80 so?ar einen Verlust zeigt. Der Professionelle hat im Alter von 25 Jab ren einen ökonomischen Werth von $25.898 und erreicht Mit dem 40. Jahre seinen höchsten Werth mit $30. 344.63. . I n China, schätzt man die Eier immer höher, je älter sie geworden sind. Wenn sie durchweg eme arune Färbung angenommen haben, was nach mehrmonatiger oder gar mehriabriger Aufbewahrung m Kalk Pulver oder .Sägespänen erfolgt, bedingen sie einen Preis wie die alten Weine oder guten Champagnersorten.
Geocn Feuer gefeit. j
tln,.,fZndsamkett der Ha gegen Rothglüh I tzttze durch Zlnwenduug von etyer. Schon seit langer Zeit ist es bekannt. daß, wenn man den Finger in Aether taucht, man ihn nachher ungestraft in geschmolzenes Blei oder kochendes Wasser tauchen kann. Man wird sich nicht nur nicht verbrennen, sondern sogar eine Empfindung von Kälte verspüren. Man lege die Hand in eine Mischung von Schwefelsäure und Ammoniaksalz, und man kann nachher ohne die geringste Gefahr rothglühendes Erz berühren. Bereits im Jahre 1819 hatte sich ein Spanier Namens Lionetto durch seine Unempfindsamkeit dem Feuer gegenüber einen großen Nuf erworben. Er machte allerlei Kunststücke mit einer rothglühenden Eisenstange, me er sich unter anderem auf die Haare legte. Es erfolgte nicht die geringste Brandwunde, man bemerkte nur. daß ein dicker Rauch sich erhob. Dann legte er die Eiienstanqe fort und nahm em Stück rothglühendes Eisen zwischen die Zähne. Trotz aller Aufforderungen wollte Lionetto nie sein Geheimniß preisgeben; aber sein Beispiel blieb nicht das einzige, denn der Professor Sementini in Neapel machte ähnliche Experimente. die ebenfalls von Erfolg gekrönt waren. Er entdeckte, daß eine Mischung von Wasser mit Schwefelsäure die Haut gegen die Wirkung des rothglühenden Eisens unempfindlich macht. und daß eine Lösung von Alaun, den man so we?t verdampfen laßt, daß er nur noch eine schlammige Masse bildet, dieselben Eigenschaften bentzt. wenn man die Haut damit einreibt. t Sementlni entdeckte ferner, daß die suhllos gemachten Theile noch unempfindlicher wurden, wenn man sie mit einem Stück harter Seife einrieb. Er konnte dann über den so praparmen Körpertheil mit einem Stück rothglühenden Eisens fahren, ohne auch nur den geringsten Schmerz zu empfinden. Er wiederholte das Experiment an der Zunge und an den Lippen und erzielte dasselbe Resultat. Diese Erscheinungen hängen ganz einfach mit der geringen Brennbarkeit der benutzten Vermittlungssubstanzen und der durch heißes Eisen oder kochendes Oel hervorgebrachten Vedunstung dieser Substanzen zusammen. Als Grundlage gilt das Gesetz, daß jeder feste Körper, der in flüssigem Zustand, oder jeder flüssige Körper, der in Gaszustand übergeht, eine ungeheure Quantität Hitze absorbirt. Wettbewerb bulgarischer Zeitungen Wie heftig bereits im Bulgarischen Zeitungswesen der Wettbewerb blüht, ersieht man aus folgender Ankündigung der Watscherna Poschta": ..Der Bezugspreis der Zeitung wird auf 13 Franken jährlich und 10 Franken halbjährlich herabgesetzt. Jeder- Iahresbezieher erhält zugleich mit der ersten Nummer eine Taschenuhr von Nickel oder einen Wecker. Jeder Halbjahrsbezieher erhält, wenn er Dorfbewohner ist, einen Strohhut. wenn er Stadtbewohner ist, eine Kette, eine Cigarrenspitze und ein Notizbuch. Jede Dame, die die Zeitung für ein Jahr bezieht, erhalt einen englischen Stroh Hut, für ein halbes Jahr zwei Wirth schaftsbücher. Jeder Soldat, der der Zeitung zehn Abnehmer besorgt, erhält ein Paar neue Achselstucke Mit der Nummer seines Truppentheils, wer 20 Abnehmer besorgt, ein Paar Stiefel trn Werthe von 40 Franken, wer 30 Abnehmer besorgt, einen Uniformrock. Arbeite? erhalten gegen einen Jahresbezug eine blaue Bluse oder einen Wecker. Agenten der Zeitung können das Blatt für drei Stotinken ( Cent) beziehen und die Anzeigen in dem Blatte zur Hälfte des vermerkten Preises annehmen. Für die alten Abneh mer der Zeitung werden Sonderzüge uno Vergnügungen angeboten wer den." In keinem der jungen Balkan staaten ist bisher ein ähnlicher Wett bewerb vorgekommen. Volitik und Heirath. In Finnland ändern jetzt Tausende aus polltlsch-nationalen Gründen ihr schwedischen Familiennamen in sin nische um. Durch diese massenhaften Namensänderungen entstehen viele Verwirrungen. Auch ein zartes Ver hältniß ist infolge der ??innissrunas manie in die Brüche gegangen. Ein Akademiker Namens Hallongren, der mit einer iunaen Dame verlobt war die neben großer Schönheit auch noch oen Vorzug eines betrachtlichen Vermögens besitzt, war so unvorsichtig ebenfalls den Namen m wechseln Dies entsprach aber keinesweas dem Geschmack der Dame. Sie erklärte, sie hätte sich mit Hallongren verlobt, nicht aber mit einem öerrn Siviülta diesen sonderbaren Namen hatte der Bräutigam angeommen. Darum hob ste die Verlobung kurzweg auf. Ein unverbesserlicke V r a n d s! i f t e r. Ein 14iäbriaer Knabe Namens Chauncey Shaw in Cincinnati. O., wurde dieser Tage zum vierten malt wegen Brandstiftung ver haftet. Beim letzten Male hatte das entartete Bürschchen an vier verschiede nen. Orten Feuer angelegt, die nicht uneryevilchen Schaden verursachten Der Schlingel konnte zu seiner Qni schuldigung nur anführen, daß er gem sehen wollte, wie schnell die Feuerwehi herbeieilen würde.
Ballonfahrt ttver den nanal.
Der österreichische Leutnant in der Luftschifser - Abtheilung Ritter Jose von Korwin hat eine aufregende Luftballonreise hinter sich. Mit knapper Mühe und Noth gelang es ihm, eine Landung bei Dieppe an der sranzosischen Küste zu bewerkstelligen und sich aus den Wellen des Kanals zu retten. Ritter von Korwm war am Pfmgst-' sonntag von dem Terrain der österreichischen Ausstellung rn London aus mit dem Ballon Meteor" in Gegenwart einer zahlreichen Versammlung von Sportsleuten aufgestiegen. Prinz Jaime von Vourbon, der älteste Sohn des spanischen' Kronprätendenten Don Carlos, sollte die Auffahrt Mitmachen, war aber in letzter Stunde daran derhindert, an der Expedition theilzunehmen, die nach dem Plane der Veranstalter erst in Oesterreich enden sollte. Der Wind war . aber absolut nicht günstig, und der Ballon konnte nur mit Kohlengas an Stelle von Wasserstoffgas gefüllt werden. Ein Anerbieten des bekannten New Forker Sportsmanns Oskar Lewisohn, 50.000 Dollars zu wohlthatigen Zwecken zu msten, falls Ritter von Korwin ihn auf der Fahrt mitnehme wollte, lehnte dieser ab, da er nur die Verantwortung für sein eigenes Leben tragen zu wollen erklärte. Als der Ballon den Blicken der Zuschauer entschwebte, nahm er eine südöstliche Richtung nach dem Kanal zu. Ueber seine Erlebnisse und Ersahrungen berichtet Leutnant von Korwin wie folgt: Der Wind wehte zunächst ziemlich langsam, und es war fast sieben Uhr, als ich Dover in Sicht bekam. Schon bis dahin hatte ich drei meiner Vallastsäcke auswerfen müssen, um die nöthige Höhe zu halten, und ich hatte nur noch acht Säcke, mit denen ich die Fahrt über den Kanal versuche wollte. Trotzdem hielt sich der Ballon sehr niedrig, da die Tragkraft des Gases äußerst gering war. Der Wind führte mich weiter in südöstlicher Richtung. als die Dunkelheit hereinbrach. Da ich dem Wasser noch zu nahe zu fein fürchtete, warf ich zwei weitere Säcke aus. Es schien mir, als ob auch danach der Ballon sich nur wenig hob, aber ich war entschlossen, mit meinem Ballast sparsam umzugehen. Da kam ein stärkerer Wind auf und es ging ein schwere? Regen nieder. Der Wind wuchs zum Sturme, und blendende Zichackblitze fuhren hernieder. Es goß in' Strömen, so daß das Ballonnetz bald vollgesogen mit Wasser war, und diese Vermehrung des Gewichts zwang mich, den letzten Rest meines Vallasts über Bord zu werfen. Dar-auf-begann ich zu sinken, als plötzlich ein.jAegenwind auftrat und mich in südwestlicher Richtung dem Atlantische'n Ocean zutrieb. Meine Lage wurde ziemlich düster und ich machte mich mit dem Gedanken vertraut, daß meine Ballonfahrten bald für, immer ein Ende gefunden haben sollten. Als ich etwa 1 Stunden mit erschreckender Geschwindigkeit südwestlich gefahren war. erkannte ich, daß ich den Kanalinseln nahe war, die ungefähr 210 engl. Meilen von der Richtung meines Kurses ablagen. Ich zermarterte mir das Gehirn, um ein Mittel zu finden, den Ballon wieder etwas höher zu bringen. Ich war naß bis auf die Haut, und ich zog meinen schweren Pelzmantel aus und warf ihn in die See. Aber der Ballon hob sich wieder nicht. Dann machte ich mich resignirt auf den Tod in den Wellen gefaßt und zündete mir meine letzten Cigaretten an. ' Plötzlich durchzuckte mich ein alllcklicher Gedanke; unten im Korbe hatte ich Lebensmittel für 48 Swnden und eine '.lnzahl Champagnerflaschen. Ich trank eine Flasche und warf die Vor räthe und die übrigenFlaschen hinaus. Auch meinen Anker schnitt ich ab, und gerade wollte ich me:ne elektrrsche Bat tcrie über Bord werfen, als der Wind sich drehte und mich nach Nordosten führte. Ich schrie vor Freude, und um den Ballon zu erleichtern, zog ich sogar meine Stiefel aus. Dann rauchte ich mir eine Pfeife an. Es war jetzt etwa 11 Uhr Nachts. Der Wind blies zuerst sehr scharf, ließ dann aber nach, und ich geneth in eine Nebel. Bald danach sah ich zu meiner großen Freude Lichter. Ich war jetzt dem Wasser sehr nahe und ich erkannte die Formen eines französischen Kriegsschisses, das sehr schnell unter mir hmhuschte, so daß ich immer noch eine sehr schnelle Fahrt machen mußte. Eine halbe Stunde später hörte ich den schrillen Ton einer Sirene, und meine Gondel glitt so nahe an einem Leuchtthurm vorüber, daß ich ihn hätte mit Händen greifen können. Ein paar Minuten später sah ich die Lichter von Cherbourg. Noch eme Stunde fuhr ich nordöstlich über das Wasser, bis ich die Lichter von Dieppe erblickte und nach wenigen Minuten auf einem Feld landete." ZwanziaSeemeilenvon Capri entfernt wurde eine im Meer treibende Barke mit einem halbverhunqerten jungen Manne aufgefunden. DerMann will Oskar Rengert heißen und m seiner kleinen Barke die Seereise von Nizza bis Neapel- unternommen haben; unterwegs sei ihm der Mundvorrath ausgegangen, und so sei er dtm Hungeriode nahe gekommen. Es scheint sich um einen Geisteskranken zuhandeln.
W M'M-I-M. M-M-I-M-Hfi
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I n l an d 4 - Durch Gurken v e r g i ft e t. In Middle'55oop. Nebr.,- sind ein Mann und ein -Mädchen fast gleichzeitig nach kurzer Krankheit unter Verglstungserschelnungen gestorben.. Drei Aerzte sagten übereinstimmend aus. daß der Tod bei Beiden eine Folge des Genusses vergifteter eingemachter Gurken war. Schreckt ödteje ihn. Ein Mann Namens George Benson in Paterson, N. I.. war zungst auf dem Heimwege unfreiwilliger Zeuge eines aufregenden' Kampfes zwischen zwei großen Hunden, der zur Folge hatte, daß er, kaum in seinem Hause ang:kommen, infolge der ausgestandencn Aufregung leblos zu Boden stürzte. Ein sofort herbeigerufener Arzt konnte nur noch den bereits eingetretenen Tod des Mannes konstanren. Mordaus Eifersucht. In Richmond, Ky., hat eine Frau Nannie Nichols aus Cartersville, Ky.. eine Frau Viana Black aus Conway, Ky., erschossen. Beide Frauen waren nach Richmond gekommen, um den Schlußfeierlichkeiten des Verea College beizuwohnen, und - die Tragödie spielte sich im Freien, im Schatten der Memorial-Kapelle ab. Eifersucht war die Veranlassung zu der That. Frau Nichols wurde verhaftet. Mit einem Billardqueue erschlagen. Beim Poolspielen hat ein Antoine Voteiri in Plymouth. Mass.. den Eigenthümer des Lokals. Louis Lodi, mit dem er spielte, plötzlich mit dem Queue mehrmals über den Kopf geschlagen, bis Letzterer todt zu Boden stürzte. Die Anwesenden wollten Lodi retten und im Ringen wurde Boteiri am Kopf schwer verletzt, doch gelang es ihm, zu entkommen. Später wurde er verhaftet. Der Mörder scheint irrsinnig zu sein. Im Getreide erstickt. In Ephrata, Pa., sprang jüngst ein neunjähriger Knabe Namens Walter Leisen auf Geheiß eines Kameraden in die Oeffnung eines Getreideelevators. Als Leiseh immer tiefer hinabsank, rief sein Gefährte um Hilfe, und bald kam Leiseys Vater herbei. Der Knabe streckte zur Zeit seinen , Kopf noch über daS Getreide hinaus und man reichte ihm die Hand, allein' das Getreide riß ihn mit sich hinunter und trotz aller Bemühungen konnte er nicht mehr gerettet werden und erstickte elendiglich. Ganzer Ort, zerstört. Der kleine Ort Scottown, O., ist durch eine Hochfluth, welche durch einen sechsstündigen gewaltigen Regen herbeigeführt war, vollständig fortgerissen worden. Nicht ein einziges Haus blieb stehen. Eine Frau Namens Sayre und ihre Tochter ertranken, vier Personen wurden tödtlich verletzt. Männer, Frauen und Kinder suchten in ihren Nachtkleidern Rettung auf den benachbarten Hügeln. In dem oberhalb Scottown liegenden engen Thalc wurden vier eiserne Brücken durch das Hochwasser fortgerissen. Verschluckte einen Diam a n t e n. Ein auf $259 geschätzter Diamant, den ein Frl. Mae Thomas vor Kurzem in einem Juweliergeschäf! in Omaha. Nebr., verschluckte, wurde vermittelst X-Strahlen im Blinddarm locirt. Die .Aerzte erklärten, daß höchst wahrscheinlich Blinddarm-Ent-zündung die Folge sein werde, welche ein: Operation nothwendig machen dürfte. Der Stein ist Ihr Eigenthum," sagte der Polizeirichter zu dem Juwelier, nehmen Sie ihn; sollte die Verhaftete jedoch gegen ihren Willen opernt werden und der Tod eintreten. können Sie wegen Mordes zur Verantwortung gezogen werden. Grubenarbeiter ausgezeichnet. Der Kohlengräber William Watkins in Edwardsville, Pa.. der vor Kurzem mit Hintansetzung sei--nes eigenen Lebens dasjenige von drei Männern rettete, hat die Carnegie-Hel-denmedaille nebst $1200 erhalten. Er ist der erste Kohlengräber, dem diese .Auszeichnung zu Theil ward. Bei einer Gasexplosion in einer Zeche wurden drei Männer so schlimm verlebt, daß sie hilflos unten in der Grube lagen; es sammelten sich rasch, Schwaden. die Decke fing an einzustürzen und der Tod schien den Verletzten sicher zu sein. Da begab sich Watkins nach unten und es gelang ihm, die Verunglückten herauszubringen. Gerade als er zum letztenmal herauskam, stürzte ein Theil des Stollens ein. Luftschiffer dem Tode entgangen. Der Aeronaut Beachey von San Francisco entging, als er dieser Tage in Cleveland, O., einen Aufstieg unternahm, mit knapper Noth dem Verderben, indem in einer Höhe von 500 Fuß das aus VambuS hergestellte Nahmenwerk der Gondel in der Mitte brach und die beiden Theile desselben sich über einander legten, f.? daß der Luftschiffer seinen Halt derlor und in höchster Gefahr schwebte, abzustürzen. Die schnell arbeitende Schraube flog gegen den Vallon und riß ein großes' Loch in denselben, so daß das Gas entströmte. Beachey wäre durch dieses beinahe erstickt, jedoch gelang es ihm, das Luftschiff fo weit zu lenken, bis es nur noch 50 Fuß vom Boden entfernt war. und die Landung ging dann ohn: Schwierigkeit von Statten. ., . . . .
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