Indiana Tribüne, Volume 29, Number 262, Indianapolis, Marion County, 28 June 1906 — Page 5
Jttdiana Trlbüne, 28. Juni 1906
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Jntermban Zcit-Tabclle. I. 11. T. System. I Kraft Sonntag, den 2. Mai 1906. Z2ge verlassen Indianapolis. Muncie Marion Division. Lawrence, Fortville,' Pendleton, Andersen, Forktown, Muncie, Middleto'vn, Alexandria, Summitville, Fairmount, Gas City, Jones
fccro und Marion. 4 00 33m. U05 Nm. 5 05 SSrn. 2 00 Nm. 6 00 Vm. 3 05 Nm. 7 05 Vm. 4 00 Nm. 8 00 Vm. 5 00 Nm. 9 05 Vm. 5I05 Nm. 10 00 Vm. 6 00 Nm. 11 00 Vm. 7 05 Nm. 11 05 Vm. 8 00 Nm. 12 00 MttgZ. 9 05 Nm. 11 30 Nm.
. Limited. Logansport d Peru Division. Carmel, Noblesville, Cicero, Arcadia, Atlanta, Tipton, Kokomo, Galveston, Walton, Logansport, Miami. Bunker Hill,
Peru und Elwood. ' 5 00 Vm. 1 45 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nrn. 7 03 Vm. 3 45 Nm. x 7 45 Vm. 5 00 Nm. 9 00 25m. 5 45 Nm. 9 45 Vm. 7 00 Nrn. 11 00 Vm. 7 45 Nm. 11 45 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nrn. 11 30 Nm.
. Limited. Der Zuz um ll:30'AbendS der Jndiana roliS-LoganSpört Division geht nach Peru nstatt Logansport. eue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Züge verlassen Indianapolis um 7:00 und 11:C0 Uhr Vormittags und 3:00 und 7:00 Uhr Nachmittags, machen die Fahrt nach 8t. Wayne in 4 Stunden und 40 Minuten. Reuer Zug Marion Flyer Verläßt Marion 7:55 Vormittags und 1:55 Nach ittags ; Verläßt Indianapolis 11:00 Vor ittags und 5:00 Nachmittags; hält blos in nderson und Alexandria an. Anschließende Linien erreichen Dayton, Ohio, Ft. Wayne, Huntington, Wabash, Lafontaine, Swadzee, Greentown, Hartford Cit?, Montpellier, Blufften, Winchester, Union City, Greenville, O., und Zwischen Pationen. Fracht und Passagier-Osfice Terminal Wartezimmer. Telephon M 175. Indianapolis & Eastern. Limited Züge für Richmond und allen Punkten in Ohio, welche verbunden sind mit elektrischen Linien, um 8:10 und 11:10 Vor Mittags, 2:10 und 5:10 Nachmittags und 8:10 Abends. Locale Züge für Richmond nd Zwischenstationen von 6:00 Uhr Vormittags an und dann jede Stunde, ausge ommen die Limited Zeit, bis .9:00 Abends (7:00 Uhr Abends ausgelassen). Letzter Zug nach Greenfield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & Martinsville. Erste MorgenCar um 5:10 Uhr Morgens. Dann von 6:30 Uhr Morgens jede Stunde biS 11:30 Uhr Abends; ausgenommen die Stunden 8:30 und 10:30 Uhr Abends. Indianapolis Coal Traction Co. Züge lausen stündlich von Indianapolis nach Plainsield von 5:00 Uhr MorgenS bis 11:00 Uhr Abends ; ausgenommen die Stun den 8:00 und 10:00 Uhr Abends. Indianapolis & Northwestern. Züge lausen stündlich von 5:00 Uhr Mor, gens bis 9:00 Uhr Abends. Anschluß in Lebanon fürThorntoronund Cran?fordsville. Der Zug um 10:00 Uhr Abends fährt blos lis nach Libanon. Der Zug um 11:30 Uhr Abends fahrt bis nach Franksort, Anschluß in Lebanon für ErawfordSoille; derselbe sährt in der Sonn tag Nacht blos biö nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab um 8:10 und 11:10 Uhr Morgens, und 2:10, 5:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für Crawfordsville um 10:45 Vormittags und 4:25 Nachmittags. Peter Scheib's Wirthschaft tO 1' . Ende der Brightttood Straßenbahn 2int Alle durstige Seelen sind willkommen Zcsscrson Hotel 101-103 Ost Süv Vtr. Vkeuk Telephon 4107. ToUstandig neu umgebaut und renooirt. ...Deutsches Gasthaus... Mit meinem Hotel ?ist eine hübsche gerä mige Halle verbunden, die ich Vereinen und Logen zu mäßigenPreisen vcrmiethe. Vsm, F. Matthias, Manager. Dr. A. H. Wacter Teutscher Thier.Lrjt Ortet i Schellhouse'sLeih-Stakl 2?S0ftObsb et Telephone: Neu. 232 'Alt. Maw 1161. Wobnuna : 113 vk.difo . euer 'Phgne 9s.
Kamerad Zjofmeifter. Skizze von Maximilian Strack. -.Zu Panie Feldwebel!" ZZeldwebel Hofmeister fährt arger-
lich von seiner Beschäftigung auf. Er ist gerade dabei, die Kompagmelai.se abzuschließen. Heute ist Löhnungsappell gewesen, es sind verschiedene Zahlitnaen einaeaanaen und morgen ist einiges zu berichtigen. Das Kassabuch ist kollatlonirt und addirt und die Summe festgestellt, die vorhanden sein muß. Eben will Hofmeister das Geld nachzählen und hat zu diesem Zwecke Papiergeld, Gold, Silber und Kleingeld dem Blechkasten entnommen und sie in vier Haufen auf den Tisch gelegt, da kommt die unliebsame Störung. .Was zum Schockschwerenoth Ach so der Kaczmarkiewicz! Was will denn das krumme Luder?" Wollt ich fragen, Panie Feldwebel, ob ich könnte fahren nach Hause auf acht Tage is sich Vater meiniges krank, hat sich Mutter geschrieben " Und dabei reicht er dem Feldwebel mit vertrauensvollem Grinsen seines etwas reichlich groß gerathenen MundWerkes ein zerknittertes, schmieriges Blatt Papier hin. Xtx Mann sieht überhaupt ziemlich malerisch aus. Sein Drillichanzug, in dem er vor der gestrengen Mutter dcr Kompagnie erscheint, ist von unbestimmbarer Farbe. Daß er einmal weiß gewesen sei, kann man nur ahnen. Seine frischgeschmierten Stiefel sind von geradezu unheimlicher Dimension, die reinen Flußkähne, von der Nummer, in denen man im Siehen sterben kann", und sie verbreiten einen penetranten Thrangeruch. Das kurze, schwarze Haar sträubt sich borstenartig auf einem riesigen eckigen Schädel, und aus dem beinahe kupferfarbenem Gesicht blicken ein paar etwas schiefgeschlitzte kleine schwarze Aeuglein stupide und zugleich tückisch hervor. Der Ausdruck der Stumpfheit wird noch verstärkt durch die starken Backenknochen und die charakteristische Plattnase. Der Mann ist das Schreckenskind der Kompagnie und dem tüchtigen, pflichttreuen, strammen Feldwebel ist er gar ein Greuel. Was, Du Schmutzfink," fährt er ihn denn auch gleich an, Du Faul pelz, Du Schlappier Du willst Ur laub? Den Brief steck weg ich kann nicht polnisch und die Krankheit vom Vater Teimges das ist natür lich blanker Schwindel! Hast Du Deine Bedingungen beim Schießen erfüllt?" Nein, Panie Feldwebel " Wie oft hast Du in der letzten Woche nachezerzirt? Dreimal, Panie Feldwebe!." Mehr nicht? Das ist ja günstig das kann ja so bleiben! Kannst Du denn nun endlich Deine drei vorschriftsmäßigen Klimmzüge und den Auszug?" Nein, Panie Feldwebel!" Und dann willst Du Urlaub haben? Das wäre noch schöner! Da soll doch gleich " Da öffnet sich wieder die Thür, ein Musketier tritt eilig herein, bleibt auf der Schwelle stramm stehen und sagt schier athemlos: Der Herr Feldwebel möchten schnell mal zum Herrn Hauptmann kommen, der Herr Hauptmann sind mit Herrn Leutnant v. Arnim auf Stube 54. Der Herr Feldwebel möchten aber sofort kommen." Was ist los?" fragt der Feldwebel bestürzt, rafft seine Mütze vom Haken, vergißt den Mann, der auf die endgültige Entscheidung wegen seines Urlaubes wartet und vergißt auch das Geld, das auf dem Tische liegt, und stürmt davon. Kaczmarkiewicz's Gesicht verzieht sich zu einem breiten Grinsen und seine Augen funkeln tückisch. Er streckt den Kopf vor und horcht, bis die Schritte draußen verhallt sind dann ist er mit einem Sprung beim Tisch rafft einen blauen Schein an sich, faltet ihn ganz klein und schiebt ihn in denMund zwischen Backe und Zahnfleisch. Dann kehrt er wieder an seinen Platz zurück, steht stramm wie eine Holzpuppe, und sein Gesicht hat wieder seinen stumpfen, fast thierischen Ausdruck. Die Konferenz mit dem Hauptmann hat nicht lange gedauert, eine Minute kaum es handelte sich um eine einzige Frage, und eilends kehrt der Feldwebel in sein Bureau zurück. Was machst Du noch hier, Du Lümmel? fahrt er Kaczmarkiewicz an. Mit Deinem Urlaub ist es nichts scher Dich weg!" Der Mann macht kehrt und verschwindet im Augenblick. Draußen lieht er sich schnell um hebt die Faust gegen die Thür und murmelt: Fährt sich doch in Urlaub aber lange lange kommt sich nix wieder, Pame Feldwebel pfia krew! Er eilt die Treppe hinunter zur Latrine, klettert von dort über die Mauer, springt hinab m's dichte Gebüsch und gelangt auf einem Feldwege in der frühen Dämmerung des Winterabends unbemerkt zur Stadt. Der Feldwebel beginnt sein Geld zu zählen aber er wird unterbrochen, der Unteroffizier' vom Dienst tritt em und macht ihm eine Meldung, die er unwillig entgegennimmt. Dann zählt er weiter. Jetzt addirt er die Summen der einzelnen Geld sorten stutzt, addirt nochmal immer dasselbe es ist ja wohl nicht
möglich es fehlen yunver: Mark!
Donnerwetter, kann ich denn nicht mehr rechnen?" Er addirt das Buch nach es stimmt er kollationirt jeden einmeinen Posten mit der Kladde uns mir den Beleaen es stimmt er zählt das Geld nochmals nach es wird nicht mehr es fehlen hundert Mark! Wie ein Rasender läuft er im Zimmer auf und nieder schlägt sich vor den Kopf, rauft sich das Haar. Herr Gott im Himmel was ist denn das bloß?" Er kehrt den Kasten um, er durchsucht den Kassenschrank wie ein Verzweifelte? es findet sich nichts. Ihm kommt ein Gedanke Kaczmarkiewicz! Sollte der aber nein das ist doch unmöglich! Er reißt die Thür aguf. Ordonnanz!" Herr Feldwebel?" Ist der Herr Hauptmann und der Herr Leutnant noch da?" Nein, Herr Feldwebel beide Herren sind soeben mit einem Wagen weggefahren!" Richtig der Hauptmann wollte ja heute Abend ausfahren. Dann bring mir mal den Kaczmarkiewicz her und alle Stubenältesten sollen kommen!" Bald traten Unteroffizier, Gefreite und Musketiere ein.Halten Sie sofort Spindrevision ab und sehen Sie die Brodbeutel nach und an dem Polacken nehmen Sie eine Leibesdurchsuchung vor." Zu Befehl!" Die Ordonnanz kommt wieder. Kaczmarkiewicz ist nicht da keiner hat ihn gesehen er ist wohl mal nach der Stadt. Das ist aber " Die Spindrevision ergibt nichts die Lelbesdurchsuchung ebenso wenig und Kaczmarkiewicz kommt auch Nicht. Feldwedel Hofmeister ist außer sich Er geht zur Kasernenwache, beschreibt den Mann und ersucht den wachhaben den Unteroffizier vom Dienst zu sen den. So ist es sieben Uhr Abends geworden Feldwebel Hofmeister sitzt im Bureau am Tisch, stutzt dre Ellbo gen auf und bedeckt das Gesicht mit den Handen. Seine Frau kommt und bittet ihn. zum Abendbrod zu kommen. Er fährt sie barsch an und sagt, er habe keinen Hunger außerdem habe er noch zu thun. Da klopft es an die Thür ganz . . . ..r r n c ooriazrlilswlorig. Herein!" Es ist der Einjährige Langham mer em Hamburger Patriziers söhn, ein junger Krösus. Er dient bei der Infanterie zu Pferde geht es nicht, weil er zu schmal in der Brust ist. Kein besonderer Soldat. Aber die Unteroffiziere schätzen ihn aus verschiedenen Gründen. Der Feldwebel hat sich nie mit ihm eingelassen er mag das Muttersöhnchen nicht besonders und gilt überhaupt als unbestechlich. CYl V Ad m nanu, angyammer, lagte er denn auch nicht eben freundlich, was wollen Sie denn noch und was fällt Ihnen denn überhaupt ein, anzu klopfen?" Der Herr Feldwebel verzeihen aber ich komme gewissermaßen in einer privaten Angelegenheit. Ich habe gehört, der Herr Feldwebel interessiren sich für alte, fremde und seltene Münzen. Ich bin leidenschaftlicher Munzsammler trenne mich niemals von meinen Münzen.. Ich habe sie in meinem Quartier und ich bitte den Herrn Feldwebel, mir die Ehre zu erweisen, sich meine Samm lung mal anzusehen." Wie kommt der Mann dazu? Freilich für seltene Münzen ha sich Feldwebel Hofmeister schon immer rnteressirt. Und der Mann da ifi schwer reich hundert Mark sind ihm eine nielNigieii. Wie kommt er auf den dummen Gedanken? Er scheucht ihn auch sogleich energisch weg. Aber die Münzen kann er sich doch mal ansehen das bringt ihn aus andere Gedanken In seiner Angelegenheit kann er doch nichts mehr unternehmen die Ossi ziere der Kompagnie sind nicht erreichbar und oo Kaczmarliewicz wirk lich nicht wieder kommt, kann sich erfl beim Zapfenstreich ausweisen. Also kann er doch aus eine Stunde mit gehen. Na ja ich komme mit." Langhammers Sammlung ist wirk lich äußerst werthvoll und sein Wein und seine Zigarren vorzüglich. Ers! wollte der Feldwebel ja nichts davon nehmen aber dieser Einjährige konnte ja so einschmeichelnd bitten. Hofmeister besichtigt die Münzen lange 'ledes' Stuck mit ver größten Auf merksamkeit und dabei trinkt er ein Glas des schweren Bordeaux nach dem anderen, Endlich aber ist das letzte Stück der Sammlung besehen der Feldwebe setzt sich m die Sofaecke, stützt den Kopf in die Hand und starrt vor sich hin zwei dicke Thränen stehlen sich nus seinen großen blauen Augen und rollen in den starken röthlichen Schnurrvart. Der ungewohnte, reich lich genossene Wein löst in ihm eine Empfindung aus, die eine verzweifelte
Aehnlichkeit mit dem grauen Elend
hat. Um Gottes willen." Herr Z?eldwebel." ruft Langhammer aus, was hat. . l cen ie oenn r Der Feldwebel will nichts saaen er beißt die Zähne knirschend zusammen. Aber wieder kann der andere so rtt?rttth "tkir tviS iiststvKi&af 'bwlv VIIUU UJIW JClUlUtUtl. bei dem der Wein jetzt seine volle Wirung entfaltet, erzahlt ihm alles. Langhammer schlägt erstaunt die Hände zusammen und fast vor wurfsvoll ruft er aus: ,Aber Herr Feldwebel, ich bitte Sie um Gottes willen so ein Aufhebens machen Sie um so ein paar elende lumpige Kröten ein Wort von Ihnen und die ganze lächerliche Bagatelle ist aus der Welt. Hier. Herr Feldwebel, n..v i yt , ? ... ? . . uw ylllioeri 'jjiaxi oie legen ?ie IN die Kasse und der Fall ist erledigt." Hofmeister protestirt er wird es auf keinen Fall thun er nimmt von Untergebenen kein Geld. Lieber eine Kugel! Herr Feldwebel," ruft der andere geradezu zornig bedenken Sie Sie haben eine Frau und zwei Kinder!. Was wird aus denen, wenn die Geschichte zum Klappen kommt? Sie blicken auf eine fünfzehnjährige vorwursssreie Dienstzeit zurück das ist alles für die Katze, wenn der Hauptmann die Geschichte zu wissen kriegt. ?ie werden m Untersuchung gezogen im besten Falle glaubt man Ihnen. daß Ihnen das Geld gestohlen wurde, und steckt Sie nicht ein aber nur, wenn man diesen Himmelhund, diesen Kaczmarkiewicz, erwischt, und ein paar Tage Arrest gibt es in zedem Falle, weil Sie das Bureau verlassen und das Geld in Gegenwart des' Soldaten offen haben liegen lassen. Der Hauptmann aber, Sie kennen ihn, kapitulirt dann nicht mit Ihnen weiter und wenn Sie dann nicht gleich eine Zivilanstellunq bekommen, so können Steine klopfen oder oieStraße fegen. Seien Sie vernünftig und nehmen (i:e. Der Feldwebel sträubt sich mit letzter Willenskraft aber zuletzt nimmt er doch das Geld und stellt dem Einlahrigen eine kleine Quittung darüber aus nur der Ordnung wegen". Langhammer, läßt nun durch seinen Zwilbedlenten noch, em opulentes Abendbrod holen und als der Feldweöel spat in der Nacht nach Hause geyr, ti er in oer rostguen aune. r t n t r ri So. Kamerad Hofmeister!" mur melt Langhammer, ihm nachblickend. Jetzt hab' ich Dich jetzt wollen wir uns ein gemüthliches Dienstjahr machen." ' Einige Wochen später. Feldwebel Hofmeister geht in ein Gasthaus, um ein Glas Bier zu trinken. Die Thür zum Saale steht offen, es wird drin getanzt. Der Einjährige Langhammer ist mitten drunter schwer bezecht. Es ist elf Uhr und er hat doch keinen Urlaub! Feldwebel Hofmeister sieht nicht hin er will nichts sehen. Da ein Wortwechsel im Saale Langhammer itf wegen einer Tan zerrn mit einem Zivilisten in Streit gerathen. Ein paar Unteroffiziere le gen sich in's Mittel er fährt sie grob an. Da kann der Feldwebel nicht anders er schreitet em. Einjähriger, gehen' Sie nach Hause!" Der faßt ihn am Rockknopf und raunt ihm zu: Seien Sie ganz ruhig Käme rad Hofmeister Sie wissen doch Bescheid, wie?' Einjähriger ich gebe Ihnen den dienstlichen Befehl, nach Hause zu gehen!" Machen Sie sich nicht lächerlich ich bleibe!" Der Feldwebel verläßt das Lokal auf der Kasernenwache meldet er den Vorfall eine Patrouille geht nach dem Lokal und kommt gerade ' recht, als die Schlägerei im vollsten Gange ist. Langhammer wird arretirt und zur Wache gebracht. Feldwebel Hofmeister sitzt in seinem Bureau die ganze Nacht hindurch an seinem Tisch und grübelt zu Bett geht er nicht. Morgen wird man Langhammer vernehmen er wird die Quittung vorzeigen dann wird man ihn, den Feldwebel, vor's Kriegsgericht stellen. wird ihn verurtheilen wird ihm die Tressen vom Kragen und von den Aufschlägen schneiden und ihm den Degen nehmen. Dann kann er, wenn er aus dem Loche kommt, als gemeiner Soldat die Zeit abdienen, für die er noch kapitulirt hat. Der Zeiger der Uhr rückt weiter und weiter noch eine Stunde und der Hauptmann kommt in die Kaserne bald weiß er alles er läßt ihn rufen den Ungetreuen Bestechlichen Nein! Nur das nicht das nicht! Auf den Zehen schleicht er hinaus in seme Wohnung an oas et seiner Kinder. Er streicht sie über die Blondkopfe, kehrt in's Bureau zurück, verrammelt die Thür und nimmt den Dienstrevolver zur Hand Als man des Morgens die Thür er bricht, liegt Feldwebel Hofmeister mi einen? bun m ver cylafe am Boden. Hell Gegenstände sind in der Nordsee bis 16 Meter Tiefe, im Mittelländischen Mere zum Theil bis 43 Meter, in tropischen Meeren bis 60 Meter WiHu
In dem Glauben, ihr Hund habe einen Hasen unter die Veranda ihres väterlichen Hauses in Page County. Va., gejagt, grisf Frl. Daisy Buracker unter dem Vorbau, um den vermeintlichen Meister Lampe zu fan-
gen. Ihre Hände stießen aber aus eine Klapperschlange, die ihre Giftzahne tief rn die Hand des Madchens einschlug. Mehrere Pint Branntwein retteten Daisy das Leben. Um eines Hundes willen hat ein New Jorker sein Leben einge-1 büßt. Um seinen Foxterrier Nerne zu retten, der am Fuße der Ost 32.1 Str. in s Wasser zu fallen drohte, sprang der 39jährige Otto Günther, l der Abends um 9 Uhr mit seiner Frau den Pier aufgesucht hatte, schnell an's Ende des Piers, verlor dabei aber das Gleichgewicht und stürzte in's Wasser. Die schnelle Strömung trug ihn fort, sodaß keine Rettung mehr möglich war. Ein origineller Schwindel ist einem unternehmenden Kopf in Meaderville, Mont., - gelungen. Er gab vor, ein Opfer der Erdbebenka tastrophe von San Francisco zu sein und erzählte, daß seine Familie sich in größter Nothlage befinde. Dann wies er angeblich silberne und goldene Uhren vor, von denen er behauptete, daß e.r sie aus den Ruinen von San Francisco gesammelt habe. Er verkaufte diese Uhren zu $10 bezw. $20; etwa ein Dutzend Leute sind auf diesen Schwindel hereingefallen, und sie waren dann sehr überrascht, als ein Juwelier ihnen erklärte, daß er derartige Uhren für $1.25 bezw. $2.50 verkaufe. Jetzt, nachdemsichinKe ntu cky eine Gesellschaft gebildet hat, um die Lincoln Farm in Larue County in einen National-Park umzuwandein, ist es zweifelhaft geworden, ob Abraham Lincoln wirklich dort gebo ren wurde. Man hat genaue Nachforschungen angestellt, die namentlich von Pendleton Barkley und Clarence Dallam geleitet wurden, und sie haben ergeben, daß Lincoln vielleicht in Washington County geboren wurde, wo seine Eltern zuerst wohnten. Er kam aber sicherlich schon als ganz kleiner Junge nach Larue County, und sah selbst die dortige alte Farm' immer als seine Geburtsstätte an. Der Anspruch Washington Countys ist unter allen Umständen kein sicher begründeter, und das allgemeine Publikum wird woh! immer das Blockhaus, das dieser Tage in Louisville ausgestellt wurde, als das Heim betrachten, in welchem der Märtyrer-Präsident zuerst das Licht der Welt sah, und ' die alte Larue County Farm als den Platz, wo die Heimstätte stand. Der Leichenbestatter Patrick Casey von Plainsield. . N. I.. kann von Glück sagen, daß er noch am Leben ist oder nicht wenigstens schwere Verletzungen erlitten hat, als er sich in seinem Todtenwagen befand und die Pferde plötzlich durchbrannten. In Gesellschaft mit seinem Kutscher und einem Helfer wollte er sich nach einem Trauerhause begeben, und da auf dem Kutschersitz nicht genügend Platz war. so ging er in den Wagen und ließ die Thüren hinter sich schließen. Plötzlich brach eines der Vorderräder des Wagens und der Helfer wurde durch den Stoß von semem Sitze geschleudert Die erschreckten Pferde rasten im Galopp davon, obwohl der Kutscher sich alle Muhe gab, sie zu halten. Casey befand sich während dieser Zeit in dem dunklen Wagen und stand, da er sich nicht befreien konnte, große Angst aus. Mit Mühe vermied der Kutscher Colli. sionen mit anderen Fahrzeugen, bi die Pferde aufgehalten wurden. Di: angesammelte Menschenmenge glaubte zuerst, ein Todter im Wagen sei wieder zum Leben gekommen. Schließlich össnete Jemand, und der vor Angst bleiche Leichenbestatter kam ans Tagesucht. Einen Beweis, daß die Dummen immer noch nicht alle wer den, lieferte dieser Tage in New Fork der 40jährige Hyman Karp. Unter der Beschuldigung, Karp um $1085 gebracht zu haben, hatte sich der 30zahrige Joseph Sturm im Tombs Polizeigericht zu verantworten und wurde unter $1000 Bürgschaft zum Verhör festgehalten. Karp war durch einen Trick reingelegt worden, der schon oft bei einer gewissen Klasse von Leuten mit Erfolg angewendet worden ist. Er lernte, nach seiner Erz'ählung, den Beschuldigten vor einigen Monaten kennen; dieser erwarb sem Vertrauen, indem er ihm erzählte, daß er aus derselben Stadt in Rußland, wie er selbst, sei, und alle seine Verwandten kenne. Nach einiger Zeit, in der sich beide immer besser kennen lernten, erzählte Sturm seinem Freunde von einer Schachtel Mit zau berischen Kräften, die er erfunden habe, und die bestimmt sei, in der Hand von richtigen Personen die herkomm lichen Wege des Reichwerdens umzu stoßen. Die Schachtel könne nämlich aus einem Dollar, den man hineinthue, zwei machen, ja sogar aus $10, $20. Kacp glaubte, verkaufte seinen eintraglichen Sodastand, gab Sturm den Erlös von $1085, aber gerade das eine Mal funktionirte die Zauberschachtel Nicht, und Karp war sein Geld loS. Er mußte von neuem schwer zu arbeiten anfangen und verbrachte seine freie Zeit damit,' nach Sturm zu suchen. Eines Abends traf n ihn endlich uno veranlaßte seme Lerhastung.
Geschäfts-Kalender.
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