Indiana Tribüne, Volume 29, Number 262, Indianapolis, Marion County, 28 June 1906 — Page 3
Jndiana Tibüne, 28. Juni 1906.
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LEO LANDO,
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( Große Auswahl von Grabsteinen 's yttg ) Monumenten
Keine
Dürften die, Juden vorläufig im Zarenreiche hauen. r An allen Enden drohen Judenhetzen. Hilferuf russischer Frauen. Der Vcrtrauensbruch in der deutschen Kolonialabtheilung. Die Kieler Negatta. Keine Trupp enznsammcnziehung an der russischen Grenze. Schlechter Fcrnsprcchdienst in Berlin. Erfolg der böhmischen Fahrt Franz Josephs. Drohender Konflikt zwischen Türkei nnd Pcrsien.
Keine Ruhe für Juden. St. Petersburg. 27. Juni. In allen Theilen des Reiches zittern die Juden vor neuem Massacre. Meh rere Duma-Adgeordnete haben telegra phische Nachricht erhalten, daß die Schwarzen Hundert" in Kasan; Schi tomir, Mohileff und vielen anderen Städten mit Wissen und Zustimmung der Polizei Vorbereitungen für Metze eien treffen und massenhaft Flugschrifen verbreiten, in welchen dem fanati schen Pöbel weis gemacht wird, daß der Zar die Abichlachtung aller Jsraeliten befohlen habe. Aus Uowsky in der DonProvinz wird heute ein Versuch gemeldet, eine Judenmetzelei anzustiften. In der Kirche Der Verklärung Christi" wurde ein Heiligenbild zer. stört, und sofort ward unter die empörte Bevölkerung die Kunde ausgestreut. jüdische Hände hätten die Tempelschän. dung begangen, und ein allgemeiner Schrei nach Rache an den verhaßten Juden erfüllte die Lust. Eine sofort vorgenommene Polizeiliche Untersuchung führte jedoch zu dem Resultate, daß zwei patriotische" Rus. sen das geweihte Gottesbild demolirt hatten, zu dem einzigen Zwecke, eine Judenhetze heraufzubeschwören. Mas senhaste Verhastungen von Personen, die mit der Kirchenschändung in Ver bindung stehen, find vorgenommen worden. Da? Vorgehen der Polizeibehörde in Usowöky steht in grellem Kontrast zu der Haltung der St. Petersburger Po lizei. Der dortige Polizeikavitän Äarafch mißhandelte zwei jüdische ZeilungS Herausgeber und bedrohte sie mit dem Tode, wenn sie ihre Zeitungen weiter veröffentlichen würden; er erklärte, eine Judenverfolgung werde in St. PeterS bürg vorbereitet, welche die Schrecken von Bjeloftok in Schatten stellen und dtt nicht ein einziger Jude in seinem Distrikt lebend entgehen werde. Großbritannien. Hilfeschrei russischer Frauen. London, 27. Juni. Einen auf das Tiefste ergreifenden Appell haben Frauen aus Georgien von TifllS aus an die Frauen von England gesandt. Dieser Appell trägt unter Anderem auch die Unterschriften einer Fürftin,Gemah lin eines AdelSmarschalleS, der Frauen mehrerer Generäle und hoher Offiziere. Das Schriftstück stammt also nicht aus revolutionären Kreisen; eö hat folgen den Wortlaut : Ein in der Geschichte deS russischen Reiches noch nie dagewesenes Elend sucht unser Vaterland Helm. Auf Be fehl der russischen Regierung sind Kosaken und reguläres Militär in die mittleren und westlichen Provinzen von Georgien eingedrungen. Vier Städte und über zweihundert Dörfer wurden in rauchende Trümmerhaufen ver wandelt, Felder, Gärten und Wehr berge verwüstet. Die vorher entwaff nete Bevölkerung fand theilweise in den Wäldern und in den Klüsten der wil den Berge eine Zuflucht; die Anderen sielen der Brutalität der Kosaken zum Opfer. Unmenschliche Mißhandlungen, Gefangenschaft oder der Tod durch eine Kugel waren ihr LooS. Besonders gräßlich war daS Schick sal der Frauen. Selbst Mädchen von 11 bis 12 Jahren entgingen nicht der viehischen Luft, Viele dieser Kinder, die vft von 10 Kosaken hintereinander vergewaltigt wurden, starben; Ände kämm um ihren Verstand. Klagen dürfen wir vor unseren Un terdrückern nicht laut werden lassen und eö ist uns direkt verboten, unseren ge schändeten und leidenden Frauen Hilfe zu bringen. Darum wenden wir in unserer tiefen Sorge und Verzweiflung uns an Euch, Ihr Frauen eines freien Landes. Wir find bereit, unwiderleg liche und überzeugende Beweise einer unabhängigen Untersuchung? Kom Mission vorzulegen."
Ruhe
Deutschland. Der V e r t a u e n S b r u ch in der Kolonialabtheilung. Berlin, 27. Juni- Der Ver. trauenSbruch in der Kolonialabtheilung des Auswärtigen AmteS beschäftigt die öffentliche Aufmerksamkeit noch immer in hervorragendem Maße. Der Staats anwalt, welchem vom Reichskanzler die Ermittelung und Verfolgung der Schuldigen überwiesen worden ist, ließ die Pulte der unteren Beamten der Ko lonialabtheilung durchsuchen, und dann wurde eine Haussuchung bei ihnen vorgenommen. Die fraglichen Aktenstücke, welche der Freisinnigen Zeitung" und der Germania" in die Hände gespielt wurden, gingen vom Geheimen LegationSrath Rose, nachdem noch der stellvertretende Kolonialdirek tor Erbprinz Ernst zu Hohenlohe und der Chef der Reichskanzlei Wirklicher Geheimer OberRegierungSrath v. 25 bell Einsicht in den Inhalt genommen, an den Reichskanzler Fürsten v. Bülow. Durch andere Instanzen gingen die Dokumente nicht. ES ist daher. auSge schlössen, daß höhere Beamte an dem VertrauenSdruche betheilkgt waren. Schon seit längerer Zeit standen aber gewisse untere Beamte der Kolonialab theilung im Verdachte, Durchstechereien zu verüben. Sie wurden infolge des sen von der Polizei überwacht. DaS gesammte Kanzleipnsonal ist gegen die von der Regierung gewünschte Abtren nung der Kolonialabtheilung vom Auswärtigen Amte, weil dieses bessere Aussichten auf Beförderung und Er langung von Orden bietet. Die Unzu friedenheit, welche unter dem Personale herrscht, da die Errichtung eine selbst ständigen ReichS'ttolonialamteS fest de fchlossene Sache ist und vermuthlich in der nächsten Sitzungsperlode auch die Genehmigung des Reichstages finden wird, ist wahrscheinlich benutzt worden, um der geheimen Schriftstücke habhaft zu werden und ihren Inhalt der Oeffentlichkeit preiszugeben. Man ist äußerst gespannt darauf, was bei der eingeleiteten Untersuchung herauSkom, men wird. KielerRegata. Kiel, 7. Juni. Die Jachten Meteor", Jduna", Hamburg", Clara" und Susanne" maßen fich heute in einer ledhasten Wettfahrt auf der 49 Meilen langen Strecke Eckern förde Kiel. Das Resultat war das folgende: Jduna" 4 Stunden, 7 Minuten, 39 Sekunden. Meteor" 4 Stunden, 14Minu. ten. 50 Sekunden. Susanne" 4 Stunden. 20 Mi nuten, 27 Sekunden. Clara" 4 Stunden, 20 Minu ten, 43 Sekunden. Hamburg" 4 Stunden, 25 Mi nuten, 39 Sekunden. Schlechter Fernsprech dienst. Berlin, 27. Juni. Berlin hat zur Zeit seine Telephon.Misere. Der Dienst ist gänzlich demoralifirt und die Klagen über die äußerst schlechte Bedie nung nehmen stetig zu. Die Adonnen ten verweigern die volle Bezahlung der ihnen prüsentirten Rechnungen, weil die Betriebsleitung nach ihrer Meinung kein Recht hat, den vollen Preis zu be anspruchen, da der Verkehr einfach kümmerlich unterhalten wird. Die Ursache des heiklen Standes der Dinge ist in der Umwandlung des ge sammten TelephondienfieS zu suchen, die gegenwärtig im Gange ist. Die Betriebsleitung ist mit der Einführung deS amerikanischen UmschaltungSsyftemS beschäftigt, und bis dieses zufriedenste! lend praktizirt werden kann, dürfte noch eine gewisse Frist verstreichen müssen. Vorderhand ist das Personal noch nicht eingeübt und die Verkrüppelung deS Dienstes ist die unausbleibliche Folge. Die Schwierigkeiten der . Neuarrangi rung waren ursprünglich unterschätzt worden und einstweilen ist das Chaos Trumpf.
Dr. Muck'ö neuer Kon traft mit d e r Hof Oper. Berlin, 27. Juni. Dr. Karl Muck hat seinen Kontrakt mit der kö niglichen Oper bis zum Jahre 1912 er. neuert. In den Stlpulationen ist vor. gesehen, daß dem Dirigenten ein Ur laub für nächsten Winter bewilligt wird, damit er die Leitung des Bosto. ner Symphonie.OrchefterS, welche ihm unt?r den günstigsten Bedingungen an getragen worden ist; übernehmen kann. Offizielles Dementi.' Berlin, 27. Juni. Das aus wSrtige Amt dementirt heute das Ge rücht, Deutschland und Oesterreich ver stärkten ihre Truppen an der russischen Grenze im Hinblick auf bevorstehende Unruhen in Rußland; eS wird beige, fügt, Deutschland habe eS gar nicht nöthig, seine Garnisonen zu verstärken, da Diese allen Eventualitäten gewachsen seien. Giftmord. Prozeß. Berlin, 27. Juni. Unter riesigem Andrang des Publikums hat vor dem zuständigen Gericht in Elberfeld der Prozeß gegen den städtischen Ober Assistenten Fuhrmann wegen Gift Mordversuchs begonnen. Die Affaire, durch welche die strafrechtliche Ver folgung veranlaßt wurde, erregte seinerzeit daS größte Aussehen. Nach dem die Ehefrau Goebel, welche in Ge. meinfchast mit Fuhrmann deS Mord. Versuchs angeklagt war, durch Selbst, mord im Gefängniß geendet hatte, be ging auch ihr mit dem Tode bedroht gewesener Gatte, Restaurateur Göbel, in seiner Mahnung aus Verzweiflung Selbstmord, indem er fich erhängte, nachdem er fich vorher diePulSadern an beiden Händen durchschnitten hatte. Der in Untersuchungshast befindliche Ober assistent Fuhrmann unternahm gleich falls einen Selbstmordversuch, indem er fich während seiner Vernehmung eine Scheere in die Brust stieß, doch war seine Verletzung nicht gefährlicher Art. Auf den Ausgang des Prozesses ist man
in Elberfeld allgemein gespannt. Südafrika. RebellenvonNataler geben sich. Durban, 27. Juni. Der Auf. stand der Eingeborenen vonNatal ist so gut wie beendigt. Seit der blutigen Schlacht, welche letzte Woche bei Momo stattfand, haben fich 1500 der Rebellen den britischen Truppen ergeben. Türlei. . Sultan droht dem Schah. K o n st a n t i n o p e l 27. Juni. Der Grenzstreit zwischen der Türkei und Perfien droht zu einem blutigen Kon flikte zu führen. Trotz der Proteste Englands und Rußlands hat der Sul tan große Truppenmassen an die per fische Grenze geworfen, und wenn die selben nicht rasch wieder zurückgezogen werden, wird der Schah seine ganze Armee mobil machen. In diesem Falle wäre ein Zusammenstoß unvermeidlich. Oesterreich'Ungarn. Kammersänger Schme d e S v e r u n g l ü ck t. B?ien, 27. Juni. Von einem höchst bedauerlichen Unfall ist der Kam mersänger SchmedeS dahier betroffen worden. Er ist auf einer Automobil fahrt verunglückt und hat so schwere Verletzungen davongetragen, daß seine nächste Umgebung die ernstesten Be sorgnisse hegt. Auf keinen Fall wird SchmedeS atr den Feftspielen in Bay reuth theilnehmen können, wo er den Parfifal" fingen sollte, da er geraume Zelt an's Krankenlager gefesselt sein wird. GoluchowSki wankt. Wien, 27. Juni. Die fortsäh renden Angriffe auf den Minister deS Aeußeren Graf GoluchowSki find auf'S Neue für das IGerücht verantwortlich daß der Minister, gezwungen sein werde zu resignlren, und daß sein Nachfolger Graf MenSdorff.Pouilly.Dietrichfteln der jetzige Botschafter in London, sein werde. In der ungarischen Delegation wurde am Montag von Herru Kramarz und am Dienstag von dem Grafen Batthy anyi der Dreibund, und im Besonderen die österrelchisch'deutfche Allianz, aus'S heftigste angegriffen und für werthloS erklärt. Mehrere Redner verlangten auch eine eigene ungarische diplomatische und Konsulärvertretung. Erfolg der Reise Franz Joseph'S nach Böhmen. Wien. 27. Juni. ' Mit großer Befriedigung sind hier in allen Kreisen die Ereignisse verfolgt worden, welche
fich in Reichenberg, der Stätte der
deutsch.böhmischm Ausstellung, anläß lich des Besuches des Kaisers firam ftcseph abgespielt daben. Die festlichen Tage störte kein Mißton, und der Er folg der Reise des Monarchen, welche das Werk der Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen fördern sollte. ist unbestritten. In dem geverbfleißkgen Gabtonz an der Lausttzer Neisse, das seiner hochent wickelten Glasindustrie seinen Weltruf verdankt, hat die böhmische Fahrt deS greisen Kaisers nunmehr ihren Abschluß erreicht. Dort ereignete fich jedoch ein Intermezzo, welches auf das Lebhafteste besprochen wird. Der Bürgermeister der Stadt, welche fich zu Ehren deS Herrschers in ein reiches Festgewand ge kleidet hatte, verlangte die Einziehung der schwarz.roth-goldenen Fahnen, die verschiedentlich zu sehen waren. Auf die auch be! dem deutschen LandSmann Minister Probe deshalb eingegangene Beschwerde gab dieser den demerkens werthen Bescheid, die schwarz.gelben Fahnen erfreuten den Kaiser, aber die großdeutschen Flaggen, welche daneben hingen, seien gewiß keine Beleidigung für den Monarchen, denn die Treue zu Kaiser und Reich sei unlösbar verbun den mit der Treue zum VolkSftamm. Diese Aeußerung deS Ministers ist in weitesten Kreisen mit Jubel aufgenom men worden. Zum Abschied hat Kaiser Franz Jo seph ein eigenhändiges Schreiben an den Statthalter von Böhmen, Grafen von Coudenhove, gerichtet. Der Kaiser dankt darin beiden Volksftämmen, den Deutschen wie den Tschechen, für die glänzende Aufnahme, welche ihm wäh rend seines Verweilens in ihrer Mitte zu Theil geworden ist. Auf das Wärmste empfiehlt er einen völligen Ausgleich, welcher, die fernere Blüthe Böhmens garantire und den Gesammt ftaat stärke in einem Augenblick, da auf neuer politischer Rechtsgrundlage daS öffentliche Leben durch den Zusammen schluß aller Elemente neu gefestigt werde. Sase-Sall. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. Indianapolis, 27. Juni. Indianapolis 000200000 13 Columbus. ..000100010 02 Batterien Kellum und, Holme; Berger und Blue. Toledo, 27. Juni. Toledo 00003 001 4 LouiSville 0:00120000- 3 Batterien Sutthoff und Land; Kenna und Shaw. St. Paul, 27. Juni. Erstes Spiel. St. Paul 01 01 0 3 0 0 0-5 Milwaukee ....0500200018 Batterien ParkinS, Buchanan und Drill; Oderlin, CurtiS und Roth. Zweites Spiel. St. Paul 0003000 01 4 Milwaukee 0210300107 Batterien Coy, Pierce und Sugden; Oberlin und Roth. KansaS City, 27. Juni. KansaS City. . .00002000 02 MinneapoliS. ..10000000 01 Batterien Thomas und Shannon; Swann und I. Sullivan. N a t i o n a l L i g a. ' Boston, 27. Juni. Boston 0000040004 New York 0020200026 Batterien Pfeiffer und O'Neill; Mathewson und Bowerman. Cincinnati, 27. Juni. Cincinnati ....0 0000010 0 1 PittSburg 00 00 00300- 3 Batterien Fräser und Livingston; Phillippe undGlbson. Philadelphia, 27. Juni. Philadelphia ..00000000 00 Vrooklyn 40300120 010 Batterien Roy, Rlchie, SparkS, Christ und Dooin; Stricklett u. Bergen. Das In Paris erscheinende Blatt Journal Officiel" veröffentlichte die Vorschriften für die Thatigkeit des Ausschusses ,ur Hilfelei stung füi die von der Katastrophe von Courrieres betroffesen Famuren Die einaeaanaenen Veiträae überssei gen sechs Millionen Francs. Die Unterstützung wird den Betroffenen in Form von unübertragbann Spar tassenbüchern mit spätem Auszahlungstermm überreicht werden. Mm derjähriae können den Betrag erst erheben bei erreichter Volljähriglert oder bei Verheiratung. Außer dem Sparkassenbuch erhält jeder von der Katastrophe betroffene Haushalt noch I 250 Frams in Baar.
In leHter Zeit tauchten
in Köln beunruhigende Gerüchte auf, die behaupteten, 'daß das eine große Portal des Domes baufällig geworden sei und einzustürzen drohe. Eme genaue Untersuchung des Mauerwerts hat dann erqeben, daß eine größere Zahl von Steinen dem Abbröckeln nahe sei; man mufc Vorkehrungen treffen, um die Gefahr für den Verkehr auf icner Seite, des Domes abzustellen. Es handelt sich um weichen französischen Kalkstein, -der berm Berühren wie Mehlstaub zerfällt. 'In allernächste? Zeit soll mit den Erneuerungsarbenen begonnen werden, die mehrere Jahre in Anspruch nehmen und nicht geringe Kosten verursachen dürften. Durch Verwendung wetterbeständigen Steines foll der Wiederholung ähnlicher Unannehmlichkeiten vorgebeugt werden. Ein räthselhafter Fall wird aus München berichtet. Im dortigen Packerpostamt .waren seit ge raumer Zeit wiederholt Unterschlelfc vorgekommen. Das hatte die Postbe- , n e r v i - r yvroe wraniaBi, eigene ÄUsnc!S?eam te aufzustellen, um die Thäter zu ent decken. In den legten Tagen wurde ein solcher Aufsichtsbcamter von tu mm Geschäftsdiener beobachtet, wie er hinter einem Verschlage ein Packet mit Wurstwaaren öffnete und sich den Inhalt gut fchmecken ließ. Auf erstattete Anzeige wurde der Beamte sofort vom Dienst entfernt; am anderen Tage meldete er sich wieder zum Dienste, als ob nichts geschehen wäre. Man nimmt arum an, 1a& der Beamte nicht in zurechnungsfahgem Zustande gehandelt hat. Die eingeleitete Untersuchung wird festzustellen haben, wie weit diese Annahme berechtigt ist. Eine nette P u d e l g eschichte wird aus Allenstein berichtet: Ein Allensteiner Bürger war mit seiner .Gattin nach Berlin gereist und hatte auch seinen Pudel mitgenommen. Das Paar weilte erst einige Tage in der Reichshauptstadt, als der Pudel verschwand und auch trotz aller Bemühungen nicht wieder auftauchte. Das Paar mußte Berlin si)ließlich ohne Pudel verlassen. Es hatte jedoch einen guten Freund in Berlin beauftragt, die Recherchen nach dem Verschwundenen weiter fortzusetzen. Und siehe da, der Freund hatte Glück: eine Berliner Familie meldete ihm, daß bei ihr ein fremder Pudel zugelaufen sei, der den Kindern aber so viel Spaß mache, daß man ihn gern behalten möchte; man wolle ihn kaufen. Der Freund gerieth in Verlegenheit, denn abgesehen davon, daß er keine Vollmach zum Abschluß eines solchen Handelsgeschäfts besaß, wußte er auch gar nicht, ob jener zugelaufene Pudel wirklich der gesuchte Moritz", so hieß das Thier, war, denn er war ihm niemals vorgestellt worden. War der gefundene Pudel mit Moritzchen identisch? Das war die 'Frage, zu deren Beantwortung der Herr aus Allenstein hätte nach Berlin reisen müssen, wenn nicht ein genialer Einfall ihm einen einfacheren Weg gewiesen hätte. Eines Tages wurde der Hund an den Fernsprecher geführt, der Berliner Freund hielt ihm einen Hörlöffel an das zottelige Pudelohr, und gleich darauf vernahm der Hund durch's Telephon die Stimme seines Herrn: Moritzchen, bist du da? Moritzchen. Pudelchen, hörst du mich?" Und ob er hörte! Schweifwedelnd, bellend, springend, kurz: pudelnärrisch vor Freude sprang der Pudel im Zimmer herum und er wurde nicht verkauft. Seit einigen Tagen befindet fich Moritzchen wieder in Allenstein. EinBrief, deneine Londoner Zeitung von ihrem Berichtstatter in Blantyre, Mittel - Afrika, erhielt, erzählt Folgendes: Ein ganzes Rudel hungriger Löwen kam an die Stadt" Chorumo heran mindestens fünfzehn oder zwanzig Stück. Es war schon dunkel geworden, als fie zunächst zwei Eingeborene überfielen, die außerhalb der eigentlichen ' Stadt auf einem Wege gingen. Sie tödteten einen, der andere entkam und lief nach dem Regierungsgebäude. Der dort aufgestelltePosten wollte die Geschichte nicht glauben, die der Schwarze erzählte; denn während sie noch miteinander sprachen, kamen schon die durch das Blut des bereits getödteten Mannes noch wilder gewor- -denen Löwen die Hauptstraße entlang. Sie rissen drei Mann, die zu der Wache gehörten, nieder, ehe diese nur ihre Gewehre fassen konnten, und der Angeborene, der zuerst entkommen war. wurde ebenfalls zerrissen. Ein vierter Schwarzer, der in einen der inneren Räume zu entfliehen suchte, wurde von zwei Löwen verfolgt und dann von diesen ebenfalls zerrissen. Vor einer in der Nähe stehenden Hütte spielte ein Kind, das von einem Lowen mit der Tatze erschlagen wurde, und als die verzweifelte Mutter herausstürzte, wurde auch diese getödtet. Später fielen noch drei andere Schwarze den Löwen zum' Opfer. Außerdem tödteten dieThiere noch eine große Anzahl Ziegen und anderes Vieh und liefen dann noch lange in den Straßen der Stadt herum, während sich die Leute in ihren Hütten verschanzt hatten. Einige Eingeborene flüchteten fich in ihre Boote und ruderten den Fluß hinunter und blieben während der Nacht auf dem Wasser. Chorumo liegt dicht bei der sogenannten Elephant Marsh Reserve, in der sich im vorigen Jahr noch ungesähr fünfzig Elephanten beende.
