Indiana Tribüne, Volume 29, Number 240, Indianapolis, Marion County, 2 June 1906 — Page 1

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Nnsregende Jagd.

Der auZ einer Strafanstalt in Peo rla, Jll.. entsprungene Fred Gilmore wurde Samstag Morgen von dem Ge heimpoliziften Larsh verhaftet. Larsh hatte sich im Postamt ftationirt in der sicheren Voraussetzung, daß der Flücht, llng dortselbst erscheinen würde, um Bri.fe abzuholen. Die Voraussetzung erwies sich als richtig; als der Beamte sich zu erkennen gab. erklärte sich Eil more bereit, demselben zur Polizei ftation zu folgen. An der Ecke der Ohio und Pennsylvania Straße an gekommen, riß sich jedoch der Gefangene plötzlich von dem Polkzel'Beamten loS und lief davon. Laish, der versäumt hatte, dem Flüchtigen Handschellen anzulegen, feuerte drei Schüge aus seinem Revol ver in die Lust ab. Gilmore jehrfc sich jedoch nicht . daran. Hunderte von Paginten nahmen durch die Schöffe aufmerksam gemacht die - Verfolgung auf und erst als Gilmore den Fehler beging, in der SuZquehanna, nahe der New York Straße einen hohen Bretter ziun übersteigen zu wollen, wurde er eingeholt. Larsh, der bei dem Ringen mit sei nem Gefangenen einen Finger der rech tm beinahe aus dem Gelenk geriffen hatte, versäumte eS diesmal nicht, dem Gilmore Fegeln anzulegen, obgleich derselbe von dem verzweifelten Laufen so erschöpft war, daß er sich kaum auf den Füßen erhalten konnte. Gasolin-Ezplosion. Am Samstag Vormittag etwa um 10 Uhr explodiite in Jacob Schawatz Schneiderladen. 533 Oft Washington Straße, ein kleiner. Gasolin Ofen. Schawatz erlitt bei den Lösch'Versuchen an den Händen schmerzhafte Brand wunden. Der durch das entstandene Feuer angerichtete Schaden betrögt un Gefahr $15. Sackereien nuffen rein gehalten werden. Der staatliche Inspekteur der Fabri ken D. H. McAöee hält wieder eine ge naue Inspektion der Bäckereien auf ihre Reinlichkeit ab. Circulare sind an sämmtliche Besitzer von Bäckereien im Staate Jndiana gesandt worden, um sie darauf aufmerksam zu machen, daß ft ihre Bückereien in einem reinlichen gesundheitlichen Zustand halten müffen, widrigenfalls sie mit dem Gesetz in Konflikt gerathen werden. Die Deputy Inspekteure, welche die genauere In spektion der Bäckereien vornehmen, sind streng beauftragt, alle Uebertretungen des Gesetzes sofort zur Meldung zu bringen. Deputy . Inspektor D. F. SpeeS sagt, daß durch diese genaue In Sektionen der Bäckereien in den letzten Jahren große Erfolge erzielt worden lind und daß dieselben im Großen und Ganzen recht sauber gedalten werden. Jedoch find immer noch einige, welche nicht in dem vorgeschriebenen Zustand geführt werden, und auf diese werden die Inspekteure ihre größte Aufmerksamkeit richten. T e r r e H S u t e, 1. Juni. Zum zweltm Male in dieser Woche raste gestern Abend um 10 Uhr ein von Westen kommender Gewitterfturm über Stadt und Umgegend dahin und richtete allerlei Schaden an Eigenthum und durch Störung des Betriebes an Straßenbah. nen, fawie Niederlegen von Telephon und TelegraphM'Drüiten, sowie Bäu men an. Vuch arbeitete das Unwetter, wie fast immer bei solchen Gelegenhei ten, den Dachdeckern in die Hände. Obfchou für Wafferableitungen fort, während viel Geld verausgabt wird, so ist das System auch heute noch einem wolkendruchartigen Regen immer noch nicht völlig gewachsen und bei jedem sollen dauert es gar nicht lange, bis die Rinnen überlaufen und ihren nicht zu bewältigenden Ueberfluß in die Straßen ergießen. Durch den Sturm und Regen der sagten die elektrischen Lichter den Dienst und die Mannschaft der Traction. & Light Company hatte bis gegen Mittag vollauf zu thun, um gebrochene Drähte zu repariren.

Grundstücke sind gelanst

Welche zum Anbau des Bahnhofs gebraucht werden sollen. Die Verkäufe von Grundstücken süd lich des Bahnhofes find abgeschlossen worden, wodurch die Indianapolis Vereinigte Eisenbahn . Gesellschaft in den Besitz von sämmtlichen Grund stücken südlich des Bahnhoss, welche an der McRabb Straße angrenzen, ge langte. Dieser von der Gesellschaft ge wonneneHlatz soll zur Vergrößerung des Bahnhofs gebraucht werden. Pläne für die bäuliche Erweiterung des Bahn Hofs find schon fertig gestellt gewesen. Noch eine Spritztour stadtischer Beawten. Die Mitglieder der städtischen Ge sundheitS'Behörde Dr. E. D. Clark, Dr. Thomas B. Noble, Dr. Frank A. Morrison, sowie Dr. Eugen Buehler treten" am Sonntag eine Reise durch den Osten an; um sich Hospital-Ein richtungen in New Aork. Philadelphia. Boston, Cleveland, Baltimore, Clncin natl und anderen Städten anzusehen. Der Stadtrath hat kürzlich $100.000 für Verbesserungen, am städtischen Ho spital bewilligt und die Gesundheit?. Behörde hält die Reise für nothwendig, um festzustellen, wie die bewilligten Gelder am zweckmäßigsten angelegt werden können. Die Kosten der Reife, welche $400 oder $500 nicht übersteigen sollen, werden aus den $100,000 gedeckt. Feldlager der Staats-Milizen. ES ist nunmehr endgültig festgestellt worden, daß das Feldlager der Jndiana Natlonal.Garde in Gemeinschaft mit BundeStruppen am 12. August begin nend zehn Tage lang in Fort Benja min Harrison stattfindet. " Die Jndiana NationalGarde erhält von der BundeS'Regierung jährlich $30,000 zur Bestreitung der Unkosten für das Feldlager der Milizen. Im letzten Jahre wurden nur $24. 000 gebraucht und in diesem Jahre wird der Betrag noch niedriger sein, da reguläre Truppen an dem Feldlager theilnehmen und deshalb die Armee Verwaltung die Unkosten trägt. Die nicht verbrauchten Beträge werden dem Staate von dem KriegS'Departement gutgeschrieben. Superintendent 'fnr DetenikonSSans ernannt. Der gegenwärtig als Clerk deS Su perintendenten der Reformfchule in Plainfield angestellte E. A. Wiley wurde von den CounlyCommissären zum Superintendenten des Detentions haufeS für Kinder, welches in Kurzem im Haufe No. 233 West New Aork Straße etablkrt werden wird, ernannt. Frau Wiley wurde zu gleicher Zeit als Matrone des Hauses ernannt.; beide zusammen werden ein Gehalt von $100 per Monat beziehen. Ueber 100 andere Bewerber hatten Gesuche um Anstellung eingereicht. Richter StubbS ist mit der Ernennung von Herrn und Frau Wiley recht zu frieden. Wunderland. Das ungünstige Wetter der letzten Tage hatte auf den Besuch von Wun verland" wenig Einfluß; Jeder, der einmal dort war, stattet dem Etablisse ment gern einen zweiten oder dritten Besuch ab. viele werden auf diese Weise ständige Besucher. Gestern Abend wurde wieder ein großartiges Feuerwerk abgebrannt; vollständig neue und originelle Ideen ln der Zusammensetzung der einzelnen Stücke kamen zur Ausführung. .The Third Degree". Bwnp the BumpS" und andere Schaustellungen desselben Charakters üben nach wie vor eine große Anziehungskraft auf Jung und Alt aus. . Naucht die BONanzÄ;

Ein überwältigender Erfolg Die 2Ninftrel Vorstellung des Indianapolis TNännerchors.

Köstlicher Humor. PrSchtiger Gesang. Eine wahre Völkerwanderung ergoß sich gestern in die Münnerchor-Halle, um der Minftrel.Vorfiellung beizu wohnen. Jeder Zoll Fußboden Raum war von der schaulustigen Menge schon um 8 Uhr AbendS besetzt und immer kamen noch neue Ankömmlinge. Aber obwohl sich so Mancher den HalS ausrecken mußte, um einen Blick auf die Bühne zu erHaschen, so freute man sich doch, trotz dieser kleinen Unbe quemlichkeit die köstlichen Witze von ben Lippen bekannter Bürger sprudeln zu hören und amüstrte sich über so manche versteckte liebenswürdige Bosheit, poli tischen oder persönlichen Charakters. Daß das Publikum sich köstlich amü sirte ging schon daraus hervor, daß alle in dem großen Saale bis zum Schluß der Vorstellung blieben. Nachdem lebenswahre, beweglicheBll der das 'gefährliche Treiben der Moon fhinerö in ttentucky illuftrirt hatten, ging der Vorhang in die Höhe und der EröffnungSchor der MknstrelS begrüßte die Anwesenden. Rauschender Beifall dankte den Münnerchörlern für die so tresflich veranstaltete Unterhaltung. Dann kamen Harry Porter mit sei nen tresflich vorgetragenen Witzen und Steinhilber und der Chor sangen das Lied vom Frosch und dem Corni". UebergangSweise flickte C. H. AdamS einige gelungene Witze ein und dann ließ R. M. Müller und der Chor das Picknick 'for Two- erschallen. Der Beifallfturm und die Lachsalven der Zuhörer erschütterten die Luft. Denn Witz folgte auf Witz. . Man hatte wohl kaum im Entferntefteirdaran gedacht zu erwarten, daß fo viel reiches Talent in einem Verein zu finden fei. Aber Victor Jose, Fred Mack, Harry Balz und H. Murbarger überzeugten einm mit den früher ge nannten Mitwirkenden davon. Vielen Beifall errangen auch die illuftrirten Lieder: Ju dear ald Geor gia- von Steinhilber und Wait till the sun shineö Nellie- von Victor R. Jose vorgetragen. Auch der wunderhübsche Vortrag: Good Bye sweet Marie" von ChaS. S. Adam und Quartett vorgetragen, verdiente den reichen Applaus. ES war ein riesiger und fchmeichel hafter Erfolg. Der jedenfalls auch einen hübschen klingenden Ertrag für den Baufond der neuen Halle abwarf. unsi-Unöstellung. In der Kunsthandlung der H. Lieber Company ist gegenwärtig eine Sammlung von japanischen Stichen auSge stellt, welche die Bewunderung und das Entzücken eller Besucher bilden. Herr Heijiro Tsugi, ; der zu der Ausstellung in St. Louis von Japan nach Amerika kam,. besucht in Zwischenrüumen Chi cago, KansaSCity, St. Paul, St.LouiS und . andere Städte, und beabsichtigt, auch Indianapolis in diesen Circle ein zuschließen; er wird für diesmal bis zum 9. Juni mit seinen ttunftschätzen hie? verbleiben. . . !! . Müssen noch einen Monat warten. Die Behörde für öffentliche Arbeiten verweigerte die Entgegennahme von Angeboten für die Conftruction des KanallfirungösystemS in West Jndla napoliö. welche heute geöffnet werden sollten. Die Bekanntmachungen, in denen zur Einrelchung von Angeboten aufgefordert wurde, enthielten nicht die Beschreibung deS Eigenthums, welches zur Besteuerung herangezogen werden soll. Dieses Fehlers wegen muß noch einmal zur Einreichung von Angeboten aufgefordert werden;-. MS zur Berge bung der Arbeiten wird also noch min bestens ein Monat vergehrn.

Convention der United StateS Brever's Association-.

Zum ersten Male feit ihrem Bestehen wird die UnitedStateS Brewer'S Affo ciation (Brauerel'Besitzer) in Jndiana. PoliS ihre Convention abhalten) die selbe, die 43. findet am 6. und 7..Juni im Claypool Hotel hierselbft statt. , Die Association umfaßt sämmtliche Staaten der Union' und werden wenig ftenö 450 Delegaten zu der Zusammen kunft erwartet? Die Brau.Jnduftrie steht in Bezug auf die Höhe deS ange legten Betriebskapitals in den Ver. Staaten an sechster Stelle; der Werth der Brauerei'Jnteressen betrögt $450,. 000,000 und der jährliche Werth deS Produkts S240.000.000. An Steuern zahlen die Brauereien an die Ver. Staaten Regierung allein S50.000.000 jährlich neben den Staats und fiädti schen Abgaben; die von den Brauereien gezahlten Löhne betragen S26.000.000 per Jahr. Seit 1370 ist die Menge das Produkt von 6,000,000 Barrels auf 60,000,000 Barrels gestiegen. Die Convention tritt am 6. Juni, Vormittags 10 Uhr. zusammen; Herr Albert Lieber wird die Delegate.i im Namen der lokalen Brauereien will kommen heißen, vorauf Mayor Book Walter die Begrüßungsrede hält. Neben dem rein geschäftlichen Theile der Verhandlungen werden das Beftre den der Brauer, durch vermehrten Ab fatz ihres Produktes wahre Mäßigkeit zu fördern, indem dadurch der Ver brauch stärkerer Getränke vermindert wird, und da? Gesetz gegen die Verfül schung von Nahrungsmitteln Haupt gegenstände der Berathung bilden. Die Brauer find bis dahin die einzigen Fabrikanten von Nahrungsmitteln, welche die Regierung in ihren Reform beftrebungen in Bezug auf NahrungS mittelvrrfälfchnng praktisch, unterstützt haben.Behörde fnr öffentliche Arbeiten. Angebote wurden entgegengenommen: Für lokale Kanalifirung ln Foun tain Point, von Boyd Ave. bis 3 Fuß nördlich der Rosevelt Ave. A. Bru ner Co., 1.78; WmW. JateS & Co., 1.18; Thomas I. Markev & Co., 81.45; John JenkinS, $.1.43. Verbesserungen wurden endgültig an genommen: . Für Cement.Eeitenwege in der 17. Straße, von Central Ave. bis New Jersey Str. Vorläufige Anschläge wurden gutge .heißen: - Für KieSbeschüttung deS Fahrweges in der ersten Alley nördlich der 12. Straße, von Windsor bis zur Larch Straße. Petitionen wurden eingereicht: Für Cement Seltenwege in der Pratt Str., von Illinois Straße bis Capital Ave. ' Für Kanalistrung in der Alley zwi schen Meridian und Pennsylvania Straße, von 25. Straße bis zum Fall Creek. Für Cement'Seltenwege in der-Shel don Str., von 16. bis 19. .Straße. Für Holzpflafierung in der Drexel Avenue, von Washington bis Mich! gan Str. ' ; FrauJ. M. JSreal, 1402 Oft 10. Straße, , wurdk gestern in der Bahnuntelführung an der Maffachu fetts Avenue von einem Neger attakirt. Auf die Hülferufe der Frau eilte Dr. Clayton, 544 Massachusetts Ave. her, bei. um den Farbigen zu züchtigen, wo rauf der Schwarze sein Meffer zog und dem Doktor drohte näher zu kommen. Die Polizei wurde gerufen, jedoch war der schwarze Bursche, verschwunden, als dieselbe ankam. Die Beamten erhiel ten eine genaue Beschreibung des $au nerS, die wahrscheinlich zur Verhaftung desselben führen wird. . " ' P e t e r S ch w a r tz, 15 Jahre alt, 2450 Süd Meridian Str. wohnhaft, wurde gestern unter- dem Verdacht des ttleindiebftahls verhaftet. Schvartz soll von einem Pferdegeschirr zwei Mes. singringe gestohlen haben.j 4 -

Aus den Gerichte.

Schadenersatzklage. Lydia A. Gulick strengte gegen Tho Inas Madden Son & Company eine Klage auf. $2000 Schadenersatz an. Am 13. Februar 1905 wurde ihr Sohn Ralph Wilcock, der bei der obenerwähn ten Firma angestellt war, bei der Be dkenung einer Maschine durch die Nach lüsfigkeit der Gesellschaf! an der rechten Hand schwer verletzt. Da der Sohn sür den Unterhalt der Mutter sorgen mußte, so erlitt dieselbe durch die Ver letzung desselben den erwähnten Scha den. Auf die Verletzung deS SohneS begründet sie ihre Klage. Bundesgericht.Forderungsklage auf S500,000. Daniel B. Ghepp, Horace Rhawn und Red Arden Flood von Philadel phia strengte gegen die Mishawaka Woolen Manufacturing Company in Mishawaka, Ind., und ihre Aktionäre eine Forderungsklage auf S500.000 an. Die verklagte Firma hatte mit den Klägenr ein Nebereinkommen ab geschlossen, und dieselben mit den Ver kauf ihres WaarenbeftandeS beauftragt. Die Klüger erhielten von der United StateS Rubber Company eine Offerte, die auf S5.000.000 lautete. Die verklagte Firma weigerte sich je doch, für diesen Preis ihren Waaren bestand zu verkaufen, gab aber den Klägern 60,000 für ihre Bemühun gen, mit dem Bemerken, daß sie ihnen 5 Procent vom Verkaufspreise geben würde, wenn der Warenbestand später verkauft würde. Die verklagte Firma verkaufte kurze Zeit daraufihren Bestand für .sieben Millionen Dollars an die United StateS Rubber Company, verweigerte aber die Zahlung der, versprochenen Commission im Betrage von S350.000, worauf die Klage begründet ist. Die Erforschung :r. dianersängen wird im Auftrage der Bundesregierung eifrig von einem befähigten Manne, Harold A. Loring, fortgesetzt. Wie die .verschiedenen Idiome, so werden die verschiedenen Melodien und Texte der zahlreichen noch vorhandenen Jndianerstämme von genanntem Forscher zusammengetragen. Er ist seit letztem Sommer an der Arbeit; er hat die elf SiouxReservationen, die Cheyennes, die Krähen-, die Flächköpfe", die Ojibways, Umatillas, Cayuses und Puyallupes, besucht. Aber er erwartet, daß er mindestens drittehalb Jahre ?urBew'altigung seiner Aufgabe brauchen wird, zumal da viele derStämme weit von der Eisenbahn in unwirthlichem Lande wohnen. Und die Ausammenstellung des gewonnenen Stoffes wird noch länger dauern. Loring läßt sich überall hin von zwei Jndianerpolizisten und einem Dolmetscher begleiten; er selber versteht .nur die Sprache der Sioux. Und beim Aufnehmen der Lieder verfahrt er folgendermaßen: Er läßt sich von einem der älteren Stammesmitglieder in einem 5Zelte vorsinaen. meistens unter Trommelbegleitung. aber so langsam wie möglich, und schreibt entweder mvmt lobte notenweise nach, oder nimmt sie mittelst phonoqraphischer Platte 'auf. Manchmal geschieht beides zugleich, so r je w!- on . i rjcin cn c oa iaj oic ycoicnjcgiiji- am Pyonoaravben vrüfen läkt. und umaekebrt. Auch werden die Singenden oft, wenn sie überhaupt in Worten singen, um rr-ii'j ev . -r i i tsiiiaiungcn dzs ezies cijucyi. tau Anna' B. Moore in Kerlen -Eitv.' eine arme Wtttwe. d:e sich durch Waschen ernährt, hat die Aufforderung hatten, nacy nglano ,u kommen, um ibren Antheil an der ihr von einem Onkel zugefallenen Erbschaft zu erheben. Das hmter lassene Vermöaen soll 5250.000 be tragen. Im Juni wird sich Frau Moore nach' ihrer alten Heimath begeben, um das angenehme Geschäft abzuwickeln. Der Bildhauer Albert Jaegers in New York, dessen Modell für dasein Washington dem General Steuben zu errichtende Denkmal von dem aus Kriegssekretär Taft, Senator Wetmore. und- Congreßmitglied McCleary bestehenden Comite als das beste auserwählt worden war, nachdem sie vorher noch das Gutachten des bekannten Bildhauers . Augustus St. Gaudens eingeholt, hat nunmehr den Auftrag erhalten, dcs inöronze auszuführende "Denkmal herzustellen -

Nachrichten aus Jndiana.

L og anSport, 1. Juni. Bei dem Versuche die Geleise der Pennsylvania Bahn zu kreuzen wurde das Pferd des jungen Carl JoneS von einem in dem selben Moment vor'überfahrenden Zuge erfaßt und zermalmt. JoneS wurde nicht verletzt und blieb ruhig im Wagen sitzen, von welchem nur die Deichsel abgeriffen wurde. , Rushville. 1. Juni. Durch Bisse elues tollen Hundes wurde auf mehrere den Farmern W. O. Nouna und William Johnson gehörige Kühe die Wasserscheu übertragen. Der Hund wurde getödtet, als er im Begriff stand. Frau John Gösch zu beißen und wurde dieselbe dadurch vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt. , , K o l o m o, 1. Junk. Der in der Apparson'schen Automobil.Fabrik an gestellte ; 25.jährige Maschinist Frank Wyman, wurde gestern Abend durch Dampf und heißes Wasser derartig' verbrüht, daß er nicht mit dem Leben davonkommen wird. Ein eiserner HeißwafferBkhälter war geplatzt und ergoß seinen Inhalt über den Unglücklichen. Sein Bruder Will Wyman, der zu seiner Rettung herbeieilte, erlitt eben falls schwere Brandwunden. tt o k o m o, 1. Juni. T. E. Eil. leck aus Ekln wurde in Russiaville in sterbendem Zustande von seinem Wa gen gehoben; kurz nachdem er zu einem Arzt gebracht worden war, trat der Tod ein. Eine leere Flasche mit' der Ausschrift .Morphium" wurde im Wa gen gefunden. Bekannte des Todten erklärten, daß derselbe dem MorphiumGenusse ergeben gewesen war und wird deshalb vermuthet, daß eine zu große Dosis des Giftes den Tod herbeiführte. Elmer Parklfon, der mit dem Berftor nenen zusammen gewesen war, wurde bis zur Beendigung du eingeleiteten Untersuchung festgehalten. M u n c k e, 1. Juni. Der Beweggründ zum Selbstmord des GeschäftssührerS der hiestgen Telephon.Filiale Willkam A. Welsh, ist noch immer nicht aufgeklärt. Der Coronor gab sein Berdlkt dahin ab, daß der Tod durch eigeneLVerschulden herbeigeführt wurde. Zwei Stunden vorher,' ehe Walsh Selbstmord beging, sandte ; er . einen Brief an seine Mutter, in, welchem -er hoffnungsvoll über seine .ZukunftZPläne sprach und ihr mittheilte, daß ihr Besuch recht angenehm sein "würde. ES kann keine andere Erklärung gefun den werden, als daß die That in momentaner Geistesstörung begangen wurde. EvanSville. 1. Juni. Der Sheriff Miller, von Sullivan, hat wirtlich eine Reife nach EvanSvMe gemacht, von der er noch lange und- viel erzählen kann. Hier hat er bekanntlich feine Familie verloren, so daß die Polizei sie suchen helfen mußte. Kaum helmgekehrt, ließ eine Frau Bonfield den Sheriff durch einen Conftabler verhaf ten, well er sich auf jener Reise und im Bahnwagen in ungehöriger Weise gegen sie benommen haben soll. Der Mann der Frau soll, mit einem Gewehr bewaffnet, den Sheriff gesucht haben, doch kam der Konftabler ihm zu vor. T e r r e Haute, 1. Juni. William Bowne, der bis vor zwei Wochen hier an der Ecke von 4. und La-fayette-Avenue eine Wirthschaft hielt, schoß gestern zu Champaign, Jll., in mörderischer Absicht auf seine Frau und brachte sich dann durch einen anderen Schuß um'S Leben. , . Bowne lebte früher mit einer Frau und fünf oder sechs erwachsenen Kindern zwölf. Meilen ' südlich von hier. Diese Frau ließ Bowne im Stiche. Nachdem sie sich hatte von ihm scheiden lassen, helrathete er eine gewisse Ella Wllson konnte sich aber auch mit ihr nicht vertragen, worauf Trennung erfolgte; sie begab sich dann nach Champaign, Jll.. . - V , - Bor zwei Wochen verkaufte.Bovne seine Wirthschaft an John MileS. Am Dienstag Abend sagte er dem Polizisten Harry Willis, er werde sich näch Champaign,.Jll., begebm und dort erst feine Frau und dann sich selbst umbringen.

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