Indiana Tribüne, Volume 29, Number 236, Indianapolis, Marion County, 29 May 1906 — Page 5

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Das Dezimalsystem in England.

Die Bemühungen um Einführung des Dezimalsystems in England toti den eifrig fortgesetzt. 2)le DezimalAssociation, deren stellvertretender Porsitzender der berühmte Physiker Lord 5lelwin ist, will einen, neuen Feldzug unternehmen, um die Ein bringung eines Gesetzes im UnterHause vorzubereiten. Der neueste Bericht, den die Vereinigung erstattet hat, weist darauf hin, daß die Ver fechter des metrischen Maßes und Gewichtes in den Vereinigten Staaien durch die Einbringung eines Gcsetzes im Abgeordnetenhause ermuthigt worden seien; dieses Gesetz, sehe den ausschließlichen Gebrauch der D:zimalmaße und -Gewichte in allen Regierungsverwaltungen vor, und es sei zu hoffen, daß die Ausschußberathung, der es jetzt unterliege, günstig verlaufe. In dem Bericht wird ferner der Association of Trade Protection Societies" besonders gedankt für ihr fortgesetztes Eintreten zugunsten der Zwangseinführung der metrischen Maaße und Gewichte; da diese Vereinigung sowohl Klein- wie GroßHändler umfaßt, so bedeutet ihre Hilfe eine Widerlegung der Behaupiung, daß die Kleinkaufleute die Annähme des .Dezimalsystems nicht erwünschten. Bemerkenswerth ist noch die Mittheilung, daß die kanadische Regierung einen Professor der Universttät Toronto beauftragt hat, ein Jahr lang in allen größeren Städten von Halifax bis Vancouver Vorlesungen über die metrischen Maaße und Gewichte zu halten. ClrDer Schwan als HauSthier. Es ist eigentlich wunderbar, daß die Menschen in historischer Zeit kein neues Hausthier herangezogen haben. Brehm hat bereits darauf hingewiesen, daß unter den Thieren noch manche Arten sich zur Zähmung eiguen dürften. So läßt sich die über aus scheue Graugans leicht zähmen und pflanzt sich in der Gefangenschaft sowohl mit ihresgleichen wie mit der zahmen Gans fort. Zum Mindesten könnte . sie also zur Auffrischung des Blutes herangezogen werden. Bedeutend werthvoller aber wäre es, den Schwan als Hausthier zu gewinnen. Er liefert gemästete Rümpfe von 20 bis 30 Pfund. Und daß er ein sehr wohlschmeckendes Fleisch besitzt, wissen die Jagdheger in den Gebieten, wo er noch zahlreich brütet, toie z. B. auf manchen Seen von Mecklenburg und Ostpreußen. Da wird' mancher junge Schwan im Herbst, wer.n er sein volles Gefieder angelegt hat, mit der Kugel geschossen und als Festbraten verspeist. Sein Fleisch ist zarter als das der Gans und ähnelt im Geschmack mehr der Ente. Die Zähmung des Schwans ist leicht. Man braucht ja nur auf die vielen Schwäne zu derweisen, die in halbwildem Zustand die Havel bevölkern, und zum Winter sich, m den Schutz des Menschen beeben, oder auf diejenigen, die in Parks zur Belebung der Schloßteiche gehalten werden. Die Thatsache, daß der Schwan nur zwei bis vier Eier legt, -sich also langsam vermehrt, ist kein 'Hinderungsgrund, denn auch unser Haushuhn hat, als der Mensch es zähmte, sicherlich nicht wie jetzt 150 Eier und darüber in einem Jahr gelegt. Das Gleiche gilt von der Gans, die in wildem' Zustand höchstens 6 bis 8, als Hausthier aber 60 Eier und darüber legt. Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß auch der Schwan diesem lobenswerthen Beispiel folgt. Und wie man hinzufügen kann, gründet sich diese Annahme auf Erfahrungen, die neuerdings in England gesammelt worden sind. Schon seit vielen Jahren liebt es der jetzige König Eduard, im Herbst ei nige Male den Schwan auf. seiner Tafel zu sehen. Vor allem darf er zu Weihnachten nicht fehlen. Das Beispiel hat beim englischen Adel Nachahmung gefunden. Da nun aber alle Schwäne auf öffentlichen Ge wassern unter strengem Schutz stehen, haben die Liebhaber dieses Bratens begonnen, den großen schönen Vogel als Hausthier zu behandeln und zu züchten. Und thatsächlich kommen jetzt bereits geschlachtete Schwäne in England zur Weihnachtszeit auf den Markt. Sie kosten, allerdings nicht wenig: $8 $10. Es würden aber jetzt schon viel mehr. Schwäne versheist werden können, wenn nicht die Nachfrage nach jungen Thieren zur Zucht sT überaus groß wäre. Man kann also mit Sicherheit erwarten, daß der Schwan in England völlig zum Hausthier wird und als hoch geschätztes Geflügel den Züchtern reichen Ersatz für Mühe und Kosten bringen wird. In Deutschland sind Versuche dieser Art noch nicht angestellt worden. Kasernenhofblüthe. Sergeant (zum Einjährigen, der beim Springen einen sehr . großen Anlauf nimmt): Sage Sie mal. Einjähriger, woll'n Sie zum Anlauf nicht lie ber erst um Urlaub einkommen?"

Die feinere Höflichkeit

Ein der -italienischen Botschaft, m Washington attachirter Conte, der jetzt durchaus gewandt und fast dialektlos englisch spricht, erzählte dieser Tage, daß eine Art falsche Höflichkeit der guten ' Gesellschaft die Vervoll kommung in der englischen Conversaiion sehr erschwert. Während Italiener rnd Franzo sen einen Fremden, der sich bemüht, ihre Sprache gut sprechen zu lernen, auf etwaige Fehler freundlich und verbindlich aufmerksam machen, geschieht hier nichts dergleichen.. Ich will Ihnen ein Beispiel geben. In Newport lud mich eine Dame, die de ren Hause ich zu Gaste war, zu einer Spazierfahrt ein.' Ihre herrlichen Pferde tanzten förmlich die Bellevue Ave. entlang. Ich wollte ihr ein Compliment über das schöne Gespann machen aber ich konnte nicht auf das englische Wort für nun, Sie werden hören. Ich klopfte also auf meine Beine und fragte: Wie nennen Sie doch das?" Trousers", antwortete die Dame. Ja doch. Und nun kann ich sagen, Ihre Pferde und überhaupt amerikamsche schwingen ihre Zzoü sers wie eine Prima Ballerina". Die Dame verzog keine Miene. Am nackten Tage hatten wir ei Picnic auf den Klippen über dem Meeresstrande. Madame tranchirte ein Huhn und fragt mich: Was für ein Stück kann ich Ihnen geben?" Eins von den Trousers. wenn ich bitten darf." Da konnten sich einige junge Da men nicht enthalten laut aufzulachen. Die ganze Gesellschaft stimmte ein, und ich erklärte. Wäre es nun nicht eine feinere Höflichkeit gewesen, wenn jene Dame meinen Irrthum sofort corrigirt hätte?" Salbadern. 'Daß dieses Wort so viel wie lang weiligen, unnützen Schwatz führen heißt, ist bekannt; nicht so allgemein bekannt dürfte jedoch seine Herkunft sein. Es sind nunmehr fast dreimal hundert Jahre verflossen, da wohnte in Jena am Mühlbache, auch die kleine Saale" genannt, ein Bartscheerer oder Bader, der seine Kunden, während sie sich von ihm bedienen ließen, durch allerlei lustige Einfälle und Schnurren zu unterhalten pflegte und bei dieser Art der Unterhaltung nahezu ausschließlich dasWort führte. Man nannte den Mann nun nicht, wie jeden anderen, Hinz oder Kunz, sondern auf Grund seines Berufs und der Lage seiner Werkstatt einfach den Saalbader", und später so jeden, der immer vielerlei zu reden hatte und keinen andern zu Wort kommen ließ. Man darf wegen dieser feststehenden Abstammung des Worte denn auch nichtSalbaader, salbaadern aussprechen, sondern es heißt richtig Saalbader, saalbadern. Eine Tyierfavel der Hottentotten. Unter der eingeborenen Bevölke rung Deutsch-Südwestasrikas nehmen die Hottentotten hinsichtlich ihrer Intelligenz weitaus die erste Stelle ein. Schinz nennt sie gute und logisch denkende Redner, und ihre scharse und logische Denkungsweise kommt trefflich auch in den zahllosen Thiersabeln, die sie. dichten, zum Ausdruck. In diesen Thierfabeln, die eine hohe Begabung und Sinn für Humor bekunden, spielt der Schakal die Hauptrolle. Man könnte ihn als den asrikanischen Reineke Fuchs" bezeichnen. Eine der besten Erzählungen vom Schakal sei hier mitgetheilt. Sie betitelt sich Des Löwen Krankheit" und lautet etwa folgendermaßen: Es wird erzählt, daß der Löwe einst krank war. Da kamen alle, ihn zu besuchen. Nur der Schakal kam nicht, weil die Spuren derer, die zu dem Löwen gegangen waren, nicht wieder zurückführten. Deshalb verklagte die Hyäne den Schakal beim' Löwen und sprach: Ich komme und besuche dich, aber ver Schakal läßt sich nicht herbei, zu kommen und nach dir zu sehen." Da sandte der Löwe die Hyäne zum Schakal, er solle kommen. Als sie ihn brachte, fragte der Löwe: Warum kamst du nicht, mich zu besuchen?" Der Schakal sprach: Nicht doch, Herr! Als ich hörte, daß mein Oheim (d. h. der Löwe) so krank sei, ging ich zum Arzte und fragte ihn, welche Medizin meinem Oheime gegen seine Schmerzen helfen würde. Der Doktor sagte: Er soll die Hyäne fangen, ihr das Fell abziehen und sich hineinwickeln, fo lange es noch warm ist; dann wird er wieder gesund werden. Die Hyäne kümmerte sich aber nicht um meines Oheims Leiden." Da ward der Löwe zornig, ergriff die Hyäne, zog ihr die Haut über die Ohren, während sie aus Leibeskräften schrie, und wickelte sich hinein. Der Schakal aber ging unbehelligt von bannen. - Verkannt. Gerichtspräsident: Zeuge Feuchtinger, Sie haben augenscheinlich in übermäßiger Weise Alkohol zu sich genommen das sollte ein Mann unterlassen, der über sehr ernste Dinge sein Zeugniß ab zugeben berufen ist. FeuHtinger: .Bitt' schön, Herr Präsident, ich hab' mir nur a bißl Courage angetrunken; ttfct to'nnen's von mir verlangen, wäS Sie wollen, ich beschwör' alles! ,

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Tawney, der Vorsitzende, ist von Minnesota. Er wurde in GettyZburg, Pa..

geboren und begann seine Lebensbahn als Grobschmied und Maschinist.' Epä ter, als er sich zum Advokat ausgebildet hatte, wurde er in den StaatS'Senat und dann in den Congreß gewählt. Er ist ein liberal gesinnter Republikaner.

Mißlungene Ausrede George Washington Grant Lee Jackson, ein kleiner Neger, wurde in einem Washingtoner Polizeigericht unter der Anklage vorgeführt, Steine geworfen und ein Fenster zertrüm-, mert zu haben. Als er davonrannte, wurde er abgefaßt. Er bestritt seine Schuld. Aber wenn Du das Fenster nicht eingeworfen hast," fragte ihn der Richter, warum bist. Du dann weg gelaufen?" Ich wollte nur nach Hause und das Geld holen, um es zu bezahlen, Herr." Nicht im Hause. Die Frau eines Bundesabgeordneten verscheuchte eines Nachts einen Einbrecher aus ihrer Wohnung in Washington. Sie hörte ein verdächtiges Geräusch, stand auf, machte Licht, und der Einbrecher entfloh. Ehe die Frau wußte, daß die Ge fahr vorüber war, weckte sie ihren Mann: .Steh' auf. Mann," rief sie, steh' auf; es sind Diebe im Hause." Unsinn," antwortete, oer. Congreßabgeordnete, indem er sich wieder der Wand zudrehte. Vielleicht im Senat. aber im Hause nicht." Theurer Leichenschmaus. Ein Leichenschmaus im. württembergischen Frankenland kann trotz aller Bemühungen der weltlichen und geistlichen Behörden gegen übertriebene Bertheuerungen ländlicher Gebrauche auch in der Gegenwart noch hoch zu stehen kommen. So berichtet ein genaeuer Kenner und Aufzeichner des Volkslebens aus -den fränkischen Gebietstheilen Württembergs iber den Verbrauch bei einem. Leichenschmaus nach der Beerdigung eines vermögenden Bauers, der vor einigen Jahren in dem früher zur Reichsstadt Hall gehörigen Pfarrdorf Honhardt starb. Die Leichengäste waren in zwei Wirthshäusern untergebracht, im Gasthof zur Eiche und im Hällifchen Wirthshaus. Da nach alter schwäbischer und nicht minder hohenlohisch fränkischer Sitte der Todte tüchtig beweint" wurde, so wurden bezahlt in der Eiche 503 Liter Wein zu 1 M. gleich 503 M. und 5 Liter Wein zu 1.20 M. gleich 6 M., im Höllischen Wirthshaus 445 Liter Wein zu 1 M. gleich 445 M., zusammen für Wein 959 M.; ferner in der Eiche für Bier 40 M., für Cigarren 36, für Essen für auswärtige Gäste 88 M. und für Kaffee 30 M., im Hällifchen WirthsHaus für Bier 10 M. und för Cigarren 36 M. Ganz außerordentliches wurde im Verbrauch von Käfe geleistet. Es wurden nämlich in beiden Wirthshäusern zusammen gegessen 280 Pfund Emmenthaler und 180 Pfund Backsteinkäfe, d. h. für 473 M. Käse. Der Verbrauch des Brotes beim Leichenschmause wird zu 300 M. berechnet, und .da die Leichenkosten erster Klasse sich auf 260 M. beliefen, so kostete die Beerdigung sammt Leichenschmaus 2237 Mark. - . Erkannt. Dame (Tochter eineö reichen Kohlengrubenbesitzers): Ich weiß gar nicht, was Sje an mir Anziehendes finden, Her? Baron?! Baron (schmeichelnd): Shre Grübchen haben mir's angethan! Äame:' Sollten Sie nicht die Gruben meines Pspaö meinen?! " '

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: 5V' , , X s A SjSr y 4 . " i , -t l ' - ") , .1 - - t" V f r 1 x ) - & V S?& m Zj -, V-'-" des Appropriations-Lomite's. Hauses im Conareß ist das wichtigste. Ein eigenthumliches Miß geschick ist einem Manne in Tacoma, Wash. passirt. Er wollte rasch aus dem Fenster auf die Gasse hinaus sehen und vergaß das Fenster vorher zu öffnen. Die Folge war, daß er mit dem Kopfe durch die Glasscheibe fuhr und sich im Gesicht schwere Verletzungen zuzog. In einem Zustande momentaner Geistesgestörtheit hat Bragini Giacomo, ein italienischer Bergmann zu Jron Mountain, Mich., der Frau Enrice Montonatto ihr vierjähriges Kind entrissen und dessen Kopf gegen eine Wand geschlagen, so daß es sofort getödtei wurde. Er verfolgte dann auch die Mutter, doch eilten auf ihre Hilferufe noch rechtzeitig Leute herber, die den Rasenden überwältigten und in's Gefängniß .einlieferten. Äle Vüchererzeugung in Deutschland ist wieder mächtig gestiegen. Während 1901 25,331 Werke erschienen, waren es im letzten Jahre bereits. 28,886. Die sogenannten heiligen Nenn - Ochsen von Ceylon bilden die kleinste Ochsenart; einer Mitthellung .nach sollen sie nie höher als 30 Zoll werden. Eine genaue Zählung der Inseln Norwegens ohne die Aemter Romsdal und Drontheim ergab 36,171 Inseln. Geelmnyders Atlas schätzt daraufhin die Gesammtzahl auf 50.000. Die Kellner in London haben in. einer kürzlich abgehaltenen Versammlung die 'Erklärung abgegeben, das Geben von Trinkgeld sei ein Fluch, ein Skandal und eine Schande für die Nation. In den Ver. Staaten giebt es 19,794,000 Milchkühe, die .auf annähernd 583 Millionen Dollars bewerthet sind: 47 Millionen anderes Rindvieh hat einen Werth von 746 Millionen Dollars. Neugierig. 27lll, rr erkennt man's, wenn ein Chinese die Gelbsucht hat?" Ack so ! Wir wollen uns doch duzen, lieber Freund tarnt getraue ich mir viel eher, Sie anzupumpen! Schrecklich. Sie: ...Ja,. eine innere Stimme sagt mir. . . Er: Was, eine innere Stimme hast Du auch noch?! Boshaft. Ist das die erste Gedichtsammluna. Serr Iustizrath, die der Schmier! veröffentlicht?" rr ?r V tt Minn riirffÄTTml" ff "Vltl VI V VUUiV). Eine Praktische. Meine Frau macht alle Einkäufe selbst nur die Postmarken und Theäterbillets darf ich kaufen, weil sie dabei nichts abhandeln kann!" In der ersten Freude. Diener eines jungen Arztes (den ersten Patienten meldend):, ...Und jung is er noch, Herr Doktor... Den können wir lang haben!" Der kranke Arzt. Professor: Wenn ich mal sterbe, müßt Ihr mich sezieren und vor Allem nach der Leber sehen lassen das interessirt mich, was da los ist!" - I a so! A. (nachdem er die Kneipe verlassen hat): So ein Pech; da habe ich meinen Schirm vergessen!" B.: Geh' doch schnell zurück!" A.: Ja. ..ich habe aber auch zu bezahlen vergessen!" ' Unangenehm. Laura, hast Du Deinem Lebensretter schon gedankt, der Dick am Sonntag auS dem Wasser gezogen?" Ach, da tn w cv w. -c.ir ivuitu vrci tficuuuc ücijauuucn aber jetzt will's keiner gewesen sein!"

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Die Einweihung der

Heilstätte für tuberkulöse Kinoer der Provinz Sachsen, und Anhalts fand kürzlich in Oranienbaum statt. Bei der Feier war die Protektorin der Anstalt, die Herzogin von Anhalt, anwesend und ferner als Vertreter der betheiligten Regierungen OberPräsident von Bötticher und Staatsminister von Dallwitz. Die Kaiserin sandte ein herzliches Glückwunschtelegramm. Durch die neue Anstalt wird zum ersten Male das Prinzip der Bekämpfung, der Schwindsucht durch Licht- und Luftbehandlung verwirklicht. Die Franzosen bauen eine neue Alpenstraße, eine sogenannte Noute nationale", quer durch das französische Alpengebiet. Die projektlrte Straße, von der mehrere Theile als Routes departementales et vianales" schon jetzt bestehen, wird bei Thonon am Genfer See beginnen und über die Pässe von Flumet, Jseran, Galibier, Bars und Eayolle nach Nizza führen, also eine der großartigsten alpinen Verkehrsrouten darstellen. V:i der Route nationale des Alpes", wie die neue Straße heißen wird, durften wohl vor allem strategische Rücksichten für den Entschluß zum Baue ausschlaggebend gewesen sein. Sie wird nach ihrer Vollendung ein Wunder der Straßenbautechnik darstellen. Auf dem Alten Matthäifriedhof an der Groß-Görschen-straße in Berlin fand am 5. Mai, als an seinem, Geburtstag, die feierliche Enthüllung des Denkmals für den verstorbenen Geographen Prof. Ferdinand von Richthofen statt. Das innere Postament trägt auf gelbem Marmor das wohlgelungene Bildniß des Verstorbenen, modellirt von BildHauer Äannhäuser. Das ganze Denkmal, entworfen und erbaut von Architekt Vaader in Friedenau, ist reich an Beziehungen zur Persönlichkeit Richthofens und zu seiner großen, der Erd-'und Meereskunde zugewandten Lebensarbeit. Zu Füßen des Mittelpostaments erhebt sich aus dem brandenden Meer in dunkler Bronze aufsteigend eine hellbronzene Erdschabe, die Asien, sein hervorragendstes Wirkungsfeld, im Mittelpunkt des Bildes zeigt. Das Ganze überragt in flachem Giebelfeld ein bronzenes, reich verziertes . Kreuz. Laut Beschluß des türkischen Staatsrathes wird man in nächster Zeit zu dem Verkaufe der außerordentlich reichen Eollektion alter türkischer Briefmarken schreiten. Bekanntlich sind, seitdem in den fünfziger Jahren die ersten türkischen Briefmarken hergestellt wurden, große Vorräthe von jeder einzelnen Ausgabe zurückgeblieben und im Archiv des alten türkischen Postgebäudes in Stambul aufbewahrt. Es ist zu wie derholten Malen die Frage berührt worden, was mit diesen werthvollen Schätzen begonnen werden sollte, jedoch ist bisher stets die Ansicht durchgedrungen, daß man diese Marken nicht zum Verkauf bringen dürfe aus Pietät für 'die Tughra, welche aus den Marken dargestellt sei. Aus diesem Grunde wurden bereits Angebote, die für den türkischen Staatsschatz recht günstige waren, zurückgewiesen. Nun hat man aber gefunden, daß ein Verkauf dieser Marken zum Besten der Bahn nach den heiligen Stätten des Islam, der HedjazBahn, eine Pietätlostgkeit gegen die Tughra ausschließe, und es wurde eine Spezialcommifsion ernannt, die stch vorläufig mit der Ordnung, Negistrirung und Abschätzung dieser großen Markenvorräthe zu beschäfti- " i nj L. m - r - V gen yai. oen Aeriaus rocioca auch die alten thessalischen Marken mit eingeschlossen fein. Die Einzelheiten eines Dramas, das sich zwischen den serbischen Studenten Pejic und Jsakowitsch in Wien abgespielt hat, werden nun bekannt. Die beiden jungen Leute stammten aus Neschica und waren Cousins. Pejic stieß wiederholt gegen Jsakowitsch Drohungen aus, da er ihn für den Verfasser einer anonymen, gegen ihn gerichteten Anzeige beim Dekanat hielt. Jsakowitsch, der dessen leidenschaftliche .Natur kannte, äußerte, daß ihm sein Vetter Angst einflöße, weil er seine Drohungen ausführen könne. Er beschloß also, bei der Behörde gegen ihn die Anzeige wegen gefährlicher Drohungen zu erstatten. Hätte er dies an dem dem Morde vorangehenden Tage gethan, wie es seine Absicht war, so hätte er voraussichtlich sein Leben gerettet. Doch eine Tarockpartie hatte ihn an der Erstattung der Anzeige gehindert. Statt sein Vorhaben ungesäumt auszuführen, setzte er sich Nachmittags in einem Kaffeehause zu einer Tarockpartie hin. Das Spiel riß ihn derart hin, daß er bis spät in die Nacht am grünen Tisch verblieb und Pejics Drohungen vergaß. Als die Partie zu End: war, war es zu spät, die Anzeige zu erstatten. Er verzehrte noch sein Abendbrod in einem Gasthaus und ging dann heimwärts. Als er sich ahnungslos seiner Wohnung näherte, schoß ihn der in einem Hausthor auf ihn lauernde Pejic meuchlings nieder. Dieser hatte sich eine Revolvertasche -umgeschnallt. Seine Koffer waren gepackt, er dachte unmittelbar nach der Mordthat abzureisen. Dann aber ergriff ihn Reue, und er schoß sich selbst iwei Kuaeln in den Kofis.

GeschäftS-Kalender.

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