Indiana Tribüne, Volume 29, Number 235, Indianapolis, Marion County, 28 May 1906 — Page 4
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ganz V.THudlum 9 9 9 9 präfüeut. mATWl"! GeschSftSlocalz tfio, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. Ertcred tt the Fost Office oi IndUntpolta ccond dtii matter. Verfolgung? Ein recht merkwürdiger Fall, der ganz nach rusftschen Methoden riecht, spielte sich kürzlich unter dem freien Sternenbanner in unserer Stadt ab. Ein junger Mann, Joseph Gunter mann, der als einer der Hauptbela ftungZZeugen in einer der von den Großgeschworenen gegen Polkzeichef Metzger erhobenen Anklagen vernom nun wurde, ift anscheinend Gegenstand einer polizeilichen Verfolgung gewor den, die jeden rechtlich gesinnten Bürger auf das Tiefste empören muß. D junge Mann hatte am Samstag Abend, den 12. Mai, bis 10 Uhr Abends für die Minnesota Grocery Co. gearbeitet und um 11 Uhr wurde er in unmittelbarer Nähe seiner elter lichen ' Wohnung. No. 425 Virginia Ade., vom Polizei.Sergeanten Hagerty wegen HerumlungernS verhastet. Sein Vater, der Musiker Joseph Gunter, mann, stellte noch am selben Abend Bürgschaft für ihn und erwirkte seine Entlassung aus der Hast. Am Montag, den 14. Mai, als der Fall gegen Guntermann im Polizeige. richt aufgerufen wurde, ließ die Polizei den Fall bis zum 17. Mai verschieben. Am 17. Mai erwirkte die Polizei einen weiteren Ausschud des Falles bis zum letzten Freitag, den 25. d. M. Als am Freitag der Fall endlich zur Verhandlung kam, traten als Bela ftungSzeugen gegen Guntermann Poli zei'Capitain .Asch und Sergeant Ha gerty auf. Sie gaben an, daß sie Guntermann häusig vor Beck'S Wirth, fchaft an der VirginiaAvenue auf dem Bürgerfteige herumlungern fahen. Die Wirthschaft befindet sich. bei. läusig gesagt, vier Häuser von Gunter mann'S Wohnung, also in dessen näch ster Nachbarschaft. Herr F. A. Soltau bezeugte hinge gen dokumentarisch, daß Guntermann seit drei Monaten bis zum Abend der Verhaftung ununterbrochen für ihn gearbeitet! habe, und zwar an dem ge nannten Abende bis 10 Uhr. Auch ein Zeugniß des Inhabers der Cooperative Grocery lCo., Herrn Robert Keller, giebt demfjungen Manne die beste Cm pfehlung für Fleiß und Zuverlässigkeit. Trotzdem wurde der junge Mann von Polizeirichter Whallon der Vaga bondage, die darin bestand, daß Gun termann, der bis 10 Uhr Abends hart gearbeitet hatte, um halb 11 Uhr vor seiner Wohnung auf und ab ging, schuldig besunden und zu $10 nebst Kosten verurtheilt. Ehe der Vater des jungen Mannes, der auf einen solchen Ausgang' des Ver fahrenS nicht im Entferntesten gefaßt war, die Strafsumme erlegen konnte, befand der junge Mann sich auf dem Wege nach dem Arbeitshause. Guntermann sr., telephonlrte als er von dem überraschenden Urtheil hörte, sofort an den Superintendenten deö Arbeitshauses, man möge seinem Sohne die Verbrechertollette, d. h. das Haarabschneiden erlassen, da er die Eirassumme sofort erlegen würde. Die ArbeitshauS'Verwaltung hatte aber keine Zeit verstreichen lassen, um dem Jüngling den ArbeitShäuSler Stempel aufzudrücken. Das Haar waren ihm .mit rekordbrechender Ge fchwindigkeit bereits geschnitten worden, als der Vater wenige Minuten nach seiner Einbringung ihn abholte. Trod deS eindringlichen Versuches eines politisch einflußreichen städtischen Beamten, Guntermann sr. von Ein bringung einer Berufung abzuhalten, ließ sich der entrüstete Vater nicht ein schüchtern und appellirte im Crlminal gericht gegen die Verurtheilung seines - Sohnes. Der Fall ift überaus ernst. Im ersten Falle gegen den Polizei chef erfolgte feine Freisprechung aus dem Grunde, weil die Zeugen gegen ihn aus abscheulichen, schweren Verbrechern, demAbschaum derMenschheit bestanden. In einer der noch schwebenden An klagen ift Jos. Guntermann der Haupt zeuge. ' Hielt man-es für rüthlich, auch ihn zum Polizekcharakter zu machen? ' Hat man ihm fo ellig das Haar ge
schnitten, damit er den Eindruck eineS GesängnlßvogelS macht, wenn er auf dem Zeugenftande erscheint?
DaS sind Fragen,' die sich bei Be. sprechung dieser Angelegenheit einem jedm denkenden Menschen ausdrangen, und für-die ohne Mühe auch die richtige Antwort zu finden ist. Selbstverständlich ift eö fern von uns auch nur andeutungsweise behaup ten zu wollen, daß Polizeirichter Whal lon von der Verfolgung die gegen Guntermann geführt wurde, über Haupt etwa? wußte. Der Fall wird jedenfalls im Crimi nalgericht eingehend untersucht werden und eS stehen wahrscheinlich hochinter essante Enthöllungen bevor. DaS Mailüfterl" war durchaus nicht wonnig. gestern Nur verschoben aber nicht ausge hoben ift die Eröffnung des. Germania Park. Wenn daS in Rußland so weiter geht, wird England höchst wahrschein lich um seine geplante Flottmdemon ftration vor Kronstadt kommen. Die,Amnestiesuchenden sollten in Rußland eigentlich die Bureaukraten sein. Die Terroristen würden sich viel leicht erweichen lassen und nicht gar so fürchterlich aufräumen. Die Anti'Saloon Liga erhielt bei ihrer letzten StaatS'Konvention in Milwaukee zu ihrer größten Ueberra fchung die folgende energische Zurecht Weisung von dem hochgelehrten Bischof Meßmer: .Eine flöele Kneiperei ift nicht das Schlimmste für einen Mann; denn an und für sich und unter normalen Ver Hältnissen ift der mäßige Genuß eines erheitemden Getränkes kein größeres Unrecht als der einer kühlenden Portion Fruchteises, oder der einer mit leichtem CitronenAroma präparirten Portion Auftern oder eines Glases süßer Limo nade. ES ist sast unnöthig, hinzuzu fügen, daß ich den Ausdruck .Tempe renz" hier in dem auf berauschende Getränke beschränkten Sinne und nicht in seiner weiteren Beziehung auf Mä ßigung in dem Gebrauch und Genuß irgend welcher irdischen Güter benutze. Man sagt uns, daß Alkohol dem Sy ftem sehr schädlich ist und daß die Naturgesetze eS dem Menschen verbieten, ohne Veranlassung seine Gesundheit zu schädigen. Deshalb muß eS stets Un recht sein, ihn zu nehmen. Aber ist denn Alkohol wirklich immer schädlich? Mir scheint diese Behauptung einer jener unvernünftigen Uebertreibungen zu sein, die manchmal von unbewachten Lippen professioneller Temperenzredner kommen. Weder Wissenschast, noch Medizin, noch Erfahrung unterstützen diese Behauptung; sie widersprechen ihr direkt in jedem einzelnen Fall." In einer Nede vor dem 20. Cen tury Club faßte Pros. Peibody, der gerade von Deutschland zurückkehrte, unter Anderem Folgendes: .DaS deutsche Volk auf seiner gegen wärtigen Entwicklungsstufe zeigt eine außerordentliche Ähnlichkeit mit unfe ren eigenen Zuständen und Problemen. Ihm droht Gefahr von, seinem eigenen Wohlstand. Aber Deutschland wird durch einen ererbten und auch unS glücklich überlieferten Idealismus auf rechterhalten. Hier liegt daS Hell Deutschlands, und hier muß die Hoff, nung jedes Volkes liegen. Diese Ver wandtschaft der Zustände sollte dazu führen, daß wir in Deutschland unse ren natürlichen Verbündeten erblicken. Meine eigenen Beziehungen zu Deutschland waren mehr akademisch als diplomatisch. Lassen Sie mich zwei Eindrücke wiedergeben, die aus diesem akademischen Verhältnisse her vorgehen. Was den deutschen Profes sor betrifft, - so ift er nicht, wie wir zu glauben geneigt sind, aus anderem ge! ftigen Stoffe gemacht, als die akade mischen Lehrer unseres Landes. Ja, eine gewisse Schnelligkeit und Anstellig keit findet man hier häufiger als drü den. Der Unterschied zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Pro fesior besteht hauptsächlich darin, daß jener schwerer und ausdauernder arbei tet als wir, und vor Allem darin, daß sie drüben schon mit zehn Jahren an fangen, thätig und ernstlich zu arbeiten und nie mehr aufhören, so lange sie leben. DaS bringt den besonderen Gelehrtentyp hervor.' Der deutsche Ge lehrte begnügt sich mit seiner Arbeit, ift nicht ehrsüchtig, dem commerclellen, dem diplomatischen, dem Hosleben, der Großstadt fern, bei seinen Aufgaben glücklich und zufrieden damit, der Ge nosse großer Bücher und großer Gedan km zu sein.
Allgemeiner Wetter - Woyen-
berirht. s DaS WetterBurcau der Vereinigten Staaten veröffentlicht folgenden allge meinen Wetterbericht für die dritte Mai.Woche: Die am Montag beendete Woche war im Durchschnitt kühler als gewöhnlich in den mittleren und nördlichen Di strikten der Pacific.Küste und über die westlichen Theile der mittleren und nördlichen Plateau Gegend. Der Fehlbetrag in der Temperatur rangirte von 3 bis 8 Grad über die inneren Theile des mittleren und nördlichen Kaliforniens und von 3 bis 5 Grad täglich im westlichen Nevada, in Ore gon und den anschließenden Theilen von 3dabo und Washington. An der unmittelbaren westlichen Golsküste und im äußersten Süden von Florida war die Woche im Durchschnitt ein wenig kühler als sonst; im Uebrigen aber wärmer als sonst östlich von den Fels gebirgen und über die südliche Plateau gegend hin. Entschieden warm war es am mittleren Abhang der Felögebirge und über die mittleren Thäler hin, in der Seegend und in den mlttelatlanti schen Staaten, wo der durchschnittliche Temperatur Ueberschuß per Tag im Allgemeinen von 6 bis 10 Grad ran glrte. In weitaus dem größten Theil des Landes östlich vom Felsgebirge ranglr ten die Maximal Temperaturen von 30 bis 90 Grad: sie waren unter 80 Grad in Theilen der Seegegend und im im nördlichen Neu England, über 90 Grad in den atlantischen Küsten Di strikten südlich von Neu England und in Theilen der östlichen Golfstaaten. .GefrlerTemperaturen kamen in der mittleren Plateau und der nördliche FelZgeblrgSgegend vor, sowie in den äußersten nördlichen Distrikten östlich vom oberen Missourithal. Die Mini mal Temperaturen waren unter 40 Grad in einem großen Theil der See gegend, NeuEngland und den inneren Theilen der mlttelatlantischen Staaten; sie rangiren von 40 bis 50 Grad in dett Central.Thälern, von 50 bis 60 Grad in den nördlichen Theilen der Süd ftaaten, und von 60 bis 70 Grad in den Golf Distrikten. Ungewöhnlich niedrige Temperaturen kamen in der unteren Seegegend am Morgen des 21. Mai vor. Was den Regenfall anlangt, so wär die BerichtZwoche trockener als sonst; denn ein großer Theil der Atlantischen Küsten und der östlichen Gols.Staa ten, sowie Theile der ZentralThäler und die Seegegenderhielten überhaupt keinen nennenöwerthen Regen. DeS gleichen fehlte eS daran in der südlichen Plateaugegend und in den südlichen Gegenden der Pacific.Küste. An der nördlichen Pacific.Küste war der Re genfall beträchtlich über dem Durch schnitt. Mehr als 1 Zoll wird von den Küstengegenden beS nördlichen CalisornienS. Oregon und Washington berichtet. Schwere Regen kamen im nördlichen Texas, in Theilen von Oklahoma und vom JndianerTerritorium vor. Auch Minnesota, das östliche NordDakota, Montana, und Theile von SüdDa. kota, Jowa.ferner das südliche Florida erhielten mehr Regen als im Durch schnitt. In Jndiana war die Temperatur bis Freitag hoch, als Gewitter ein traten. Während des Rests der Woche herrschte entschieden kühlere Witterung vor. Die Schauer am Freitag waren unbedeutend, und im Allgemeinen ist die Trockenheit andauernd. Von einer neuen Seelen. Veschwörerin berichtet' die Benthener Grenzzeitung: Kaum ist es den Behörden gelungen, den Unfug, den die Hell und Gottseherin Agnes Slabon in Soßnitza seit Jahren betrieben hatte, zu dämpfen, so tauchte jetzt eine neue Veschwörerin mib Erscheinungen auf. die die Kunst ihrer Vorgängerin weit in den Schatten stellen. Die neu? Zauberin, eine Ortsarme narneni Paczyna. läßt die Seelen der Versiordenen in ihre Wohnung marschiren unterhält sich mit ihnen in Gegenwar: von Angehörigm, vermittelt Fragen und Antworten zwischen den Lebender und Todten, so daß die Besucher than sächlich des Glaubens sind, mit de? Seelen der Verstorbenen eine Unterredung gehabt zu haben. Die Kunde von den Wunderthaten verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit. Die Wohnung war fast jeden Abend bis zur frühen Morgenstunde mit Neugie rigen überfüllt. Die Polizei bekam hiervon Kenntniß, stellte das Haus unter Bewachung und trieb die Leute hinaus. ant die BONANZA.
Sie Zauberkraft des Phono
grapyen.
Die meisten Leute betrachten den Phonographen nur als ein Spielzeug und freuen sich, wenn sie in ihrem Hause in aller Vequemlilkeit - die Arie einer Primadonna oder ein Stück einer berühmten Kapelle hören können. Aber die Sprechmaschine ist auch von grossem Nutzen für ernstere Dinge und hat sich als gewaltiger Faktor zur Förderung der Civilisation und Wissenschaft erwiesen. Weit verbreitet ist bereits die Verwendung des Phonographen, eine gute Ausspräche im Sprachunterricht zu erzielen und gewisse Dialekte, die im Aussterben begriffen sind, genau zu fixiren. Aber auch in bestimmten einzelnen Fällen hat der Phonograph schon merkwürdige Dienste geleistet, an die sein Erfinder wohl kaum gedacht. So hätte der Oberst Harding ohne seine Hilfe kaum feine große Forschungsreise in das wilde Innere des Barotselandes und zur Sambesiquelle machen können. Die Reise führte durch ein Land, das nur von Schwarzen bevölkert ist, die dem weißen Mann und seinem Gefolge sicherlich Widerstand entgegengesetzt hätten. König Lewanika war jedoch der Expedition günstig gesinnt, und um den vielen Unterthanen in den entlegenen Theilen seiner Besitzungen seine Wünsche zu übermitteln, nahm man die Hilfe des Phonographen in Anspruch. Der Herrscher des Barotselandes sprach seine Befehle in den Schalltrichter hinein und ermähnte alle seine Unterthanen, Oberst Harding möglichst behilflich zu sein. Mit diesen Walzen bewaffnet, trat der Forscher seine gefährliche Reise an. Ost genug zeigten ihm die eingeborenen Häuptlinge auch offen ihre Feindseligkeit. Dann setzte der Reisende nur den Phonographen in Thätigkeit, und fast zu Boden gestreckt vor Schreck hörten die Eingeborenen die Befehle ihres Herrschers aus dem Sprecheisen" hervortönen. Mit offenem Munde starrten sie auf das Instrument, jeden Augenblick glaubten sie, der Geist LeManilas werde aus dem Zauberding" aufsteigen, und dann stellten sie sich dem Oberst bereitwillig zur Verfügung und unterstützten ihn in Zeder Weise. So konnte er 8000 engl. Meilen zurücklegen, ohne belästigt zu werden oder sich gegen die Schwarzen vertheidigen zu müssen. Unsere Regierung verdankt dem Phonographen zum Theil die friedliche Erwerbung einer kleineren Inselgruppe südlich von den Philippinen mit einer Bevölkerung von 1,500,000 Seelen. Als die Insel annektirt werden sollte, erhoben sich die Eingeborenen in offener Empörung, worauf ein Kriegsschiff zu, ihrer, Unterwerfung ausgeschickt wurde. Schließlich gelang es General Bates, dem Leiter der Strafexpedition, den Sultan und seine Mutter, die in Wirklichkeit die Regierung leiteten, zu einem Besuch des Kriegsschiffes zu bewegen. In der Kajüte brachte einer der Offiziere -einen Pho'nögraphen zur Belustigung der Gäste herbei. Die Wirkung war überraschend, die Besucher waren starr vor Staunen. Diese günstige Gelegenheit benutzte der General, ließ den Phonographen abstellen und legte dem Herrscher den Vertrag zur Unterschrift vor.. Aber sofort wandte sich der Sultan verdrossen ab, und er wurde von seiner Mutter in seiner Ablehnung energisch bekräftigt. Schließlich erlaubte sie jedoch nach vielem Hinund Herreden die Unterzeichnung des Vertrages unter der Bedingung, daß sie den Phonographen als Geschenk erhielt. Natürlich opferte der Offizier ihn gerne im Interesse des Vaterlandes, der Sultan unrerfchrieb entzückt, zog mit dem so heiß ersehnten Apparat ab und beglückwünschte sich im Stillen, ein so gutes Geschäft gemacht zu haben. Mit Hilfe eines Phonographen wurde in Ungarn vor einiger Zeit ein Testament gefälscht. Nach ungarischem Gesetz ist der letzte Wille, den ein Erblasser auf dem Todtenbette in Gegenwart von Zeugen mündlich äußert, rechtskräftig. Das benutzte Alois Szabo aus Szegedin. Kurz vor dem 2de seines Vaters rief er alle Diener deS Hauses an das Krankenbett, von dem her sie eine Stimme hörten, daß der Erblasser sein ganzes Gut seinem ältesten' Sohn Alois hinterlasse. Die übrigen Familienmitglieder fochten dies Testament an, aber das Gericht wies sie mit ihren Ansprüchen ab. Später erhielt jedoch die Polizei Kenntniß davon, daß nicht der Sterbende die letzten Worte gesprochen hätte, sondern ein u::ter dem Bett verborgener Phonograph. Es wurde eine Haussuchung bei dem Erben abgehalten und richtig auch die verrätherische Walze gesunden, lt als Hauptbelastungszeuge bei dem darauf eingeleiteten Verfahren wegen Betruges diente. I n Williams bürg, Va., erschoß, der Anstreicher Julian Pavlinic neulich Sonntags seine Gattin, und zwar, wieder sagt, auf ihren eigenen Wunsch. Unlängst kehrte die Frau aus dem Eaftern State Hospital" nach Hause zurükk und sagte zu ihrem Manne, ehe er sie wieder nach dem Hospital gehen lasse, möchte er sie lieber todten. Dieses ifot er dennauch. Er schoß seine Frau fikben Mal, kleidete sie in ihre bestens Kleider und stellte sich dann der Polizei. . , ' i 5
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