Indiana Tribüne, Volume 29, Number 232, Indianapolis, Marion County, 24 May 1906 — Page 6

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I Sofort sollten irgend Beschwerden der A X, ff inAmth ntfti nrfeft. X 6 Verstopfung, )t r t. a rvupivven, uucr H ,y v Sauere des Magens P axrtcn prompt gesellt durch j H S ?r. August Köuig's Xnsmhiinren JLlCtJUÜLILUl VI Tropfen Preis 0c 5 Flaschen f 2.00. 000Ö$00 LEO LANDO, 142 N. yennsylbania Str. Hauptquartier für Brillen m Operngläser Brillen werden nach den keften Methoden den Augen angepaßt. Kükstliche Augen werden schmerz e? ein Setzt. Sonnenstrahlen und Messerfalten Zeug überzogene Knöpfe ACCORDIAN PliAITING CO., Zimmer 8, Odo Jellow Gebäude, Pennsylvania und Washington, tte Telephon. Mai 347. Reue relephon 4633. Karstadt Bros. Dampf-Färberei und Reinigungsanftalt. Haupt. Office: 1435 N. Illinois Str. r a n ch : 249 Virginia Ave. 205 Jndiana Ave. 218 N. Illinois. 25 23. Ohio. ..Beide Vhonek . Verzre. Dr. LEO HERBERT Wiener klrzt. Haut-, Geschlechts' u. Nerveulraulheiteu UO Oft Oh 6rtft6 Stet Floor. Neue Itl. 4449. Sprechstunden, 9-11, 4. 7 Send. g mmmmm J. A. SuteJifito, Wnnd-Arzt, S,sch1chts, Urin rnilKicia Arankkzeiten. emt W OS Wartet Stt. Tel. U GfMtitaS II 10 tlkr .; H4 Bftt -- Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. handelt all akut und' chronische KrankheUe. Eveziell Rheumatismus, Rto' und Frauenkrankheiten. (Office: 14weft Chio Straße. OfficeSwno, : 10 11 Vm. 34 Nm. eonntags : 9.30-10.30 Vm. Tel. neu 45. ZohNNNg: 1280Madiss Vvenne Telephone : Alt, 2023. Neu, 9282. Dr. Paul F. MaMn, vraktrscher klrzt und Chirurg. Sprechstunden: 11.00 um to .oo täglich Stagi: Auf Verabredung. Oklloughby Gebäude, 'ord Okeridi trIe Id., Hain 4414.: hnuvg: 1206 nd New Jersey Str. lelepho: akut: New tau.

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Europäische Nachrichten.

Sachsen. Dresden. Der HZeflje Arzt Dr. Mattersdorf feierte vor kurzem sein 70jähriges Doktor - Jubiläum. Telegraphensekretär Venus beim hiesigen Telegraphenamte feierte kürzlich sein 50jährige Amtsjubiläum. Altlöbau. Letztens ist eine Scheune des Gutsbesitzers Schlagehan und ein aus Wohnungen, Stallungen und angebauter Scheune bestehendes Gehöft des Gasthofbesitzers Dorfe niedergebrannt. B a u tz e n. Vor Kurzem beging Privatier August Zieschank sein 60jähriges Bürgerjubiläum. B e r t s d o r f. Die Hinterbliebenen des im vorigen Jahre verstorbenen Rentiers Naumann in Zittau haben der hiesigen Gemeinde 1000 Mark mit der Bestimmung überwiesen, daß die Zinsen alljährlich am Todestage des Verstorbenen an arme hiesige Einwohner zur Vertheilung gelangen. H a i n i ch e n. Letztens vergnügte sich das 4jährige Töchterchen des Bäckermeisters Schulze in der unteren Moltkestraße mit Schlittenfahren, fuhr dabei ungesehen in den Mühlgraben und ertrank. Kremenz. Dem Vice - Hauptmann der biesigen Freiwilligen Feuerwehr. Gastwirth Otto Dietrich, wurde das für Feuerwehren gestiftete Ehrenzeichen verliehen. Leipzig. Der ordentliche Professor an der Universität Halle, Dr. Ulrich Wilcken, wurde zum ordentlichen Professor für alte Geschichte in der hiesigen philosophischen Fakultät ernannt. Professor Wilcken hat seine Thätigkeit an der hiesigen Hochschule am 1. April begonnen. Vor kurzem ist der Oberbaurath und Stadtbaurath a. D. Theodor Hättasch im 80. Lebenswahre gestorben. Marienkirchen. Vor Abschluß eines Pferdekaufes wurde das Pferd des Drogisten Thierfelder vor einen Schlitten gespannt. Bei der Versuchsfahrt ging aber das Thier durch und überfuhr dle daherkommende Gattin des Bürgers Dölling. Die Frau wurde besinnungslos in ihre Wohnung gebracht. Neugersdorf. In der Fabrik von Hermann Herzog & Co. gerieth der 18jährige Schmierer Seibt aus Waldorf in das Getriebe und wurde von der Transmissionswclle mehrmals herumaeschleudert. Der Verunglückte wer sofort todt. P i r n a. Hier verschied infolge Herzlähmung im 63. Lebensjahre Konrektor Joh. Georg Wolfram, der dem hiesigen Schulwesen seit dem Jahre 1864 mit vollster Verufstreue seine raste widmete. Schn2?rtanne. Das dem Gutsbesitzer Albert Schädlich gehörige Anwefen und die Scheune des Gastwirths Leuckner gingen vollständig in Flammen aus. Würzen. Vor einiger Zeit erschoß sich in seiner Behausung hier der Proviants-Rendant Paul Lange. Geistige Ueberanstrengung hatte bei ihm eine große nervöse Ueberreiztheit hervorgerufen, und dieser krankhafte Zustand hat den bedauernswerthen, geachteten Beamten in den Tod getrieben. Kessen-Varrnsiaöt. Darmstadt. Der Großherzog hat am Geburtstage der verstorbenen Prinzessin Elisabeth folgende Ehrenzeichen für langjährige treuaeleistete Dienste in einundderselben Familie an folgende Dienstboten verliehen: Das Goldene Kreuz mit Brillanten: 1. Margarete Ganzen aus Nieder-Beer-bach. 41 Jahre bei Frau Kaufmann Alezander Ackermann Wittwe hier. 2. Marie Rohde aus Vöhl, 44 Jahre bei Oberlandesgertchtsrath Laist Hierselbst. 3. Marie Stock ausStorn dorf, 43 Jahre bei Geh. Oberschulrath i. P. Greim, ebenfalls hier. 4. Anna Maria Hofmann aus OberFlörsheim, 45 Jahre bei Bäckermei .ster PH. Rauschkolb in Ober-Flörs-heim. 5. Emilie Krümmelbein aus Sachsenberg, 41 Jahre bei Stuhlfabrikant I. M. Reinhardt in Mainz. Eppertshausen. Eine seltene Auszeichnung wurde dem ehemaligen Marinesoldaten I. Schrob don hier durch den türkischen Sultan Abdul Hamid zu theil. Schrob genügte seiner Militärpflicht auf dem deutschen Kriegs - Schulschiff Charlotte" und machte während seiner Dienstzeit auch die Mittelmeerfahrt des Prinzen Adalbert von Preußen auf genanntem Schiffe mit. Während der Anwesenheit der Deutschen in Constantinopel brach in letzterer Stadt ein gefährliches Großfeuer aus, an dessen Bekämpfung sich die deutschen Matrosen in hervorragender Weise mit ihren Löschgeräthen betheiligten. Hierbei zeichnete sich Schrob, wie die türkische Urkunde besagt, durch besonderen Muth und Eifer aus. Als Anerkennung hierfür verlieh ihm der Sultan die Retiungsmedaille. Jngenheim. Der Großherzog hat dem Gärtner Friedrich Bauer in Diensten von Frau Ernestine Pauer das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Arbeit" verlie-he.- . Mainz. Vor kurzem ist hier er Sckrifts!er?r und Rückert-Äor-

scher Hofrath Professor Dr. Konrad Beyer-Bopvlrd im 72. Lebenszahre

gestorben. . c , i v r- i Neckar fteinacy. ocr ?uu tische Arzt Dr. Oberhof kürzlich vom Neckarhäuser Hof zurückkehrte, fiel er von der Fähre in den vitaax unv wurde von der Strömung u.ia..v den. Er konnte zwar noch vom Jährmann gerettet werden, aber spä- . . r i'JWlsljC. r"X(,n, ler lras iyn ein iiimiu.i, ?tut fall. P f u n g st a d t. Vor einiger Zeit wurde an der 81jährigen Wittwe Rothschild, oit allem ein Haus bewobnt. ein Raubmord verübt. Die Frau wurde mit durchschnittenem Halse ausgefunden. Der Thäter wurde bald daraus in der Person oes hiesigen 21jährigen Schleifers Adam Steinmetz verhaftet. Wägern. München. Im Osibahnhof verunglückte der Aushelfer im Rangirdienste Albert Leidmann bei dem Zusammenrücken eines Zuges und verstarb bald darauf. A n s b a ch. Zum stadtischen Schulrath und Vorstand der Töchterschule ist Schulrath Prütting in Kulmbach gewählt worden: es lagen zwölf Bewerbungen vor. Bad Tölz. Hier hat sich der Uhrmachermeister NabuS in seinem Laden durch einen Revolverschuß in den Kopf getödtet. Torfen. Hier hat sich der in Münchener Lehrkreisen wohlbekannte, früher in München angestellte Mayr von Werthingen in Schwaben in der Wohnung eines Eollegen erschossen. Eben hau sen. Das Schloß Waldhausen bei Ebenhausen mit großer Oekonomie ist aus dem Besitz des Barons Mayern - Hohenberg an Justizrath Dr. Rosenstein in Frankfurt a. M. übergegangen. H i r s ch a i d. Nach Ausfahrt des Zuges 1721 wurde der WagenWärter Ott aus Bamberg mit starken Kopswunden bewußtlos aufgefunden. Zweibrücken. Das Schwurgericht verurtheilte den 27jährigen verbeiratbeten Fabrikarbeiter Gustav Engel aus Marienthal wegen Ermordung seines eigenen Vaters zu lebenslänglichem Zuchthaus. Die mitangeklaate Mutter Enaels wurde freiaesprachen. Ein seltenes Jubiläum feierte dieser Tage das österreichische Post und Telegraphenamt in Karlsbad: es beging in festlicher Weise seinen 200jährigen Bestand. Am 14. April 1706 eriieß Kaiser Joseph I. ein Reskript, durch ÄaS er dem damaligen General Erblanken Postmeister Karl Grafen Paar den Austrag ertheilte, den Egerer Postmeister Johann Michael RUter v. Widmann mit der Verwaltung des PostwesenS in Karlsbad zu betrauen. Damit war die Errichtung eines PostWesens in Karlsbad anaeordnet. das von diesem Zeitpunkte ab daselbst besteht, mit der Stadt aus bescheidenen Anfangen emporgewachsen und eines der bedeutendsten Postämter Oesterreichs aeworden ist. das in verschiedenen Verkehrszweigen mehrere Landeshauptstädte übertrifft. Das neu errichtete Amt war zunächst eine Filiale des älteren Postamts in Eger; Kaiserin Maria Theresia machte es durch Reskript vom 11. Januar 1751 zu einem selbständigen Amte und verlieh es durch Entschließung vom 24. September 17dt oem oamallotn Nottmeister Johann TbomaZ Trottmann erblich. Dessen Erben verkauften das Amt an den Podersa mer Postmeister Josef Anton Korb, r. "i i m":ti u cm:. oer ipaier mii oem uuuuui v. denbeim in den Adelstand übertrat, Von diesem wurde das Amt durch Austrag Kaiser Franz l. vom 22. November 1800 durch das Aerare abgelöst und am 17. August 1801 übernommen; es -ist demnach mehr als hundert Jahre aransch. Ein Schwerenöther. Leutnant: Drahtlose Telegraphie nrnndiose Kriinduna! ocy aivt'S noch viel, viel schönere Sachen, die hnr fünsundzwarnia Jahren noch aar nicht ezistirten!" Fräulein: Zum Beispiel,- Herr Leutnant 5" eul nant: Sie, mein 'Fräuleins Wörth a. D. Das seltene Alter von 100 Jahren vollendete die Aus tragshäuslerin Katharina Heindl von hier. Der hochtetaglen Greisin waren nicht weniger als 18 Enkel und Enkelinnen und 29 Urenkel und Ur enkelinnen bescheert. K u l m b a cy. Aus der hiesigen Polizeiwache vergiftete sich ein 22jahnger Kaufmann Namens Felix Hör vath aus Riga. Landshut. Es verschied nach längerem Leiden der I. Negierunasdirektor Georg Benedikt v. Kapraun. O b e r st i m m. Kürzlich wurde im ersten Gleis der Station Relcherts hosen nach Abfahrt des Personenzuaes der verheirathete Gütler Joseph Winter von hier todt aufgefunden. Er war im Besitz einer Rückfahrkarte von hier nach München und hat vermuthlich in der Meinung, bereits auf der hiesigen Station angclangt zu sein, in Reichertshofen auf der der Station abgewendeten Seite den Zug verlassen. Bei Wahrnehmung seines Irrthums scheint er den Versuch, wieder aufzuspringen, gemacht zu haben und hierbei abgestürzt zu sein.

flie ulimmfladl Mogok.

Sie Gewinnung der koftbaren Stein u Schlamm und Sand. Fern in einem entlegenen Erdenwinkel gibt eS eine Stadt, die wie ein Pilz über Nacht aus der Erde aufgeschossen ist; sie trägt den Namen Mogok, und liegt auf einem Tafelland etwa 7000 Fuß über dem Meer, in einem der nördlichen Schanstaaten Virmas in Hinterindien. Sie besitzt nur eine Industrie, das Auflesen von Rubinen aus Schlamm und Sand. Die ganze Stadt erhebt sich nämlich auf einem ausgedehnten Rublnenfeloe. Das kostbare Erdreich, das sie trägt, gehört einer kristallinifchen' Kalksteinformation an, die von zahlreichen edelsternhaltlgen Kiesaoern durchzogen ist. Wenn man sich geradeaus in die Stadt wendet, kommt man zu offenen Plätzen, auf denen die Eingeborenen sich mit alten Schaufeln und andern Instrumenten abmühen, Erde aus der Rubinenschicht heraufzubeforoern. Alte Petrolcumkannen, Säcke und Körbe sowie einige Ba.nbusstangen machen das aus, was zum Betrieb der landesüblichen Rublnenarube gehört. Wenn das Rubinen führende Erdreich heraufbefordert ist, wird es nach einer Wäscherei gebracht, die etwas pomphaft den Namen einer Mühle fuhrt. Es wird hier viel Geschicklichkeit entfaltet. und bemerkenswerth ist namentlich die haushälterische Verwendung des Wassers, da die gewählte Ortslage es ermoglicht, dasselbe Quantum immer wieder zu benutzen. Mit denselben Schaufeln, die beim Graben verwendet werden, wird das abfließende Wasser zurückgedrängt, so daß es wieder in die Waschgrube gelangt. Die Waschmühle besteht aus einem runden Loch, in das der Rubinenschlamm gebracht wird; strömt das Wasser ein, dann rühren Manner die Mischung solange um, bis nur noch reiner Sand und Steine zurückbleiben. Dieser Rückstand wird einer andern Reihe von Arbeitern überwiesen, welche die werthvollen Steine auslösen. . Die Mühlen der Burma Mining Co.," welche von der indischen Regierung ein Monopol erlangte, sondern die großen Steine aus dem Schlamm ab, und durch eine sinnreiche Vorrichtung werden die meisten der leichten und kleinen Steine nochmals ausgelesen, so daß allein die Rubinen, Granaten, Saphire und größern Steine übrig bleiben, die nunmehr in einen besondern Raum gelangen, in dem nur Europäer beschäftigt sind und in dem die sämmtlichen großen Steine, sortlrt und hinter Schloß und Riegel gebracht werden. Das Rohmaterial kömmt dann wie der in einen besondern Raum, in dem Eingeborene es nochmals durchsuchen und alle als werthvoll erachteten Steine auslösen. Nachdem dies geschehen ist. wird der Rückstand an Unternehmer verkauft, die ihn nochmals durchsuchen lassen, um werthvolle Steine zu gewlnnen, die rn ihm vielleicht zuruckae blieben sind. Unter diesem Rückstand gibt es manchmal noch die kleinen telnchen. die an Uhrmacher und Uhr fabriken verkauft werden, und von denen das Hundert auf ungefähr 50 ients zu stehen kommt.Die Sachsen in Siebenbürgen. Unter dem kleinen Häuflein der Sievcnburger sogenannten Sachsen, die in ihren Wohnorten, ganz abgeschnitten von ihren deutschen Stammesbrüdern. 800 Jahre lang ihre deutsche Sprache und Eigenart zu behaupten wußten, wird seit längerer Zeit über einen gewissen langsamen Ruckaana der Volks bewegung geklagt. Ende 1902 betrug die Zahl, der Mitglieder der siebenbür-gisch-sachsischen Landeskirche, unter denen sich nur ganz wenige Nichtsachsen befinden, noch 219,100 Seelen, drei Jahre fpäter. Ende 1903. wurde ihre Zahl nur mehr auf 218.600 Seelen ge schäkt. . Die Ursache dieses Rückganges ist groJtentyeilZ die Auswanoerungscewe auna. die als eine ??olaeerscheinuna ver wahrlosier wirthschaftlicher Zustände im ganzen Lande stark überhandnimmt und auch das sonst wirthschaftlich kräftiae Sachsentbum erariffen bat. 5(n den acht Jahren 1898 bis 1905 sind insgesammt 18,700 Sachsen ausgewandert, davon 10.300 nack Amerika 4600 nach Rumänien und etwa 1L00 nacd Veutschlano. Von oen Ausae wanderten sind nur 4400 später wieder m lhre Heimath zurückgekehrt, so daß der reine Verlust, der dem sächsischen Ä0tte infolge der AuswanoerungSbe wegung erwachsen ist, auf 14,300 See len geschätzt werden muß. Neues Gewehr. Durch die m den Ver. Staaten seitens des Kriegs Departements ganz durchgeführte Einführung des neuen Gewehrmodelles ist der Karabiner, welcher so lange Zeit hindurch die Waffe der amerikanischen Kavallerie war. endgiltig verschwunden. Das neue Modell, eine Modlslkatwn des Modells von 1902. ist gegenwärtig noch mit dem alten Stichbajonett versehcn, doch ist kürzlich ein neues Bajonett? Modell - angenommen worden. Auch die auf den Philippinen befindlichen Truppen werden das neue Gewehr erhalten, worauf die ganze Vundes-Armee die gleiche Ausrüstung ausweisen wird. Japan besitzt jetzt eine Zeitung welche in lateinischen Typen gedruckt wird und den Namen Romaji" führt.

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Ausland Erschlug feinen Sohn wegen Schnaps. In Haymgen, Deutsch-Lothringen. erschlug ein Fabrikarbeiter seinen siebenjährigen Sohn, weil er sich weigerte, ihm Branntwein zu holen. Duell zwischen Chauffeuren und Gondoliere. In Venedia, Italien, wurde zwischen einigen Chauffeuren der Motorboote, welche den Canalazzo befahren, und ebensovielen Gondolieri, die sich durch diese verhaßte Konkurrenz in ihrem Erwerbe schwer geschädigt sahen, ein regelrechtes Massenduell ausgetragen. Ein Chauffeur wurde in sterbendem, ein anderer in schwerverletztem Zu stände vom Kampfplatze getragen. Verwischten verratherische Fingerabdrücke. In einem Hause zu London machte man die Entdeckung, daß im zweiten Stockwerke des Gebäudes Gold und Silber in hohem Werthe, gestohlen worden war. Beregtes Stockwerk war im Besitz eines Verarbeiters edler Metalle. Die Einbrecher putzten jedes Fenster, das sie berührt hatten, blitzblank, damit die Detektivs umsonst nach dcrrather:schen Fingerabdrücken suchen sollten. Es glückte ihnen, spurlos zu entkommen. Taubstummer als Ger i ch t s z e u g e. Vor dem Schöffengerichte in Metz. Deutsch-Lothringen. fand unlängst die Vereidigung emes taubstummen Zeugen in folgender Weife statt: der Richter legte ihm die gedruckte Eidesformel vor, die der Zeuge dann am Gerichtstische abschreiben und mit semer Unterschrift versehen mußte. Das Schriftstück wurde zu den Akten genommen. Hieraus machte der Taubstumme seine Aussage durch die Zeichensprache dem als Dolmetscher zugezogenen Direktor der Metzer Taubstummenanstalt, der sie dann dem Gericht übermittelte. Die Angst vor dem Richt e r t i s ch. Als kürzlich das Schöfsengericht in Rlrdorf der Berlin in einer Strafsache wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen einen Beamten verhandelte, tönten plötzlich vom Flur des Gebäudes her laute Schreie. Die Thür zum Sitzungssaal wurde aufgerissen, und mit allen Anzeichen des Wahnsinns stürzte der 29jähriqe Friseur Erdmann herein. Der Rasende suchte sich auf das Richterkollegium zu stürzen, wurde aber noch rechtzeitig daran gehindert und in sicheren Gewahrsam gebracht. Er war aus Angst vor dem Zeug'eneide, den er rn der anstehenden Sache leisten sollte, wahnsinnig geworden. Stahlen ein Haus. Infolge Ablebens seines Besitzers war in Halle, Provinz Sachsen, ein Haus einem in Berlin wohnhaften Erben zugefallen. Das Haus war seit einiger Zeit unbewohnt, und erst neulich traf der Erbe 1 Halle ein. um fern neues Besitzthum in Augenschein zu nehmen. Da er aber trotz sorgfältigen Suchen? das Haus nicht finden konnte, nahm er die Hilfe der Polizei in Anspruch. Durch die eingeleiteten Recherchen wurde festgestellt, daß das Haus gesiohlen worden war. Ein Abbruchsunternehmer" hatte die Niederlegung des Gebäudes ordnungsmäßig bei der städtischen Baubehörde angemeldet. Die weiteren Ermittlungen ergaben, daß der Abbruchsunternehmer" ein alte? Zuchthäusler Namens Block war, der das Haus mit Hilfe seiner Komplicen abriß und sämmtliche Theile zu Gelde machte. Der originelle Dieb wurde verhaftet; seine Helfershelfer konnten jedoch nicht ermittelt werden. Rabiater Angeklagter. Von einem Berliner Schöffengericht wurde der Schlächter Hardtke, der seit dem Jahre 1882 mit geringen Pausen km Gefängniß gesessen hatte, wegen Betrugs, Widerstands und Beleidigung zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt. Während der Urtheilsverlündigung fing der Angeklagte an, in wüster Weise den Gerichtshof zu beschimpfen. Ehe es die als Zeugen erschienenen Schutzleute verhindern konnten, hatte er dann blitzschnell seinen Lederpantofsel ausgezogen und dem Vorsitzenden Amtsrichter an den Kopf geschleudert. Der Mensch wurde nunmehr geknebelt und abgeführt. In dem fchmalen Gange nach dem Gefängniß schlug der Angeklagte plötzlich wie wahnsinnig um sich und durchbiß dem einen Schutzmann den linken Daumen vollständig. Da der wie ein wildes Thier Tobende das Fingerglied fest in den Zähnen hielt, mußten ziemlich kräftige Mittel angewendet werden, um den Menschen zu bewältigen. Schaumgericht. In Milch. Eidotter und Zucker eingeweichte Zwiebacke werden nebeneinander in eine mit Butter ausgestrichene Form gelegt, ein gut gekochtes Apfelmus darüber gestn chen und der Schaum der Eier, mit etwas Zucker vermischt, darüber gethan. Im Ofen gebacken. 1 1 t n 1" & u fc. Warme Bäder oder warme Abwaschungen mit Seife und nach flüchtigem Abtrocknen (damit die öaut noch weich warm und feucht) sofortiges Einreiben mit Ichthyol oder alkohol-'atherischer Jchthyollösung und Bedecken mit Watte,Flanell oder Wolle.

h-m : x-i-i-f Inland .'..r,T.vt. Hohes Alter. In Brunswick, Ga., ist Elisabeth Gates, die älteste Einwohnerin des Staates, im Alter von 114 Jahren gestorben. Sie war dreimal verheirathet und hinterließ 4 Kinder, 23 Enkel und 19 Urenkel. Ein sonderbares Testam e n t hat ein John Snyder in Spnngslelo, O.. Hinterlagen. In demselben vermacht der Mann sein ganzes, aus ungefähr $10,000 bestehen des Vermögen nach dem Tode seiner Frau den Heiligen. Die Frau starb zehn Tage nach ihrem Gatten und jetzt haben Verwandte das Testament rn den Gerichten angefochten. Selbstmord in der Kirche. Eine Frau Emma Reybert in Cincinnati. O.. bat sich dieser Taae rn einer dortigen Kirche entleibt, indem sie Karbolsaure nahm. Sie trank das Gift durch einen Strohhalm, um eine Entstellung ihrer Gesichtszuge zu vermelden. Die Unglückliche starb wenige Minuten nachdem sie gefunden worden war. Krankheit war das Motiv ihrer That. Farmer bauen Flachs. Den Vertretern der International Harvester Co.." die in der kommenden Saison in St. Paul eme Schnurfabrik eröffnen wird, ist es gelungen, die Farmer der Umgebung New Richmonds, Wis., zu ausgedehntem Flachsbau zu bewegen. Ueber 1500 Acker sind in dortiger Gegend mit Flachs bebaut und es wird erwartet, daß noch mehr gebaut werden wird. Von einem Bullen angegriffen. Bei dem Versuche, von seiner Farm bei Weverton, Md., eine Heerde Rindvieh seines Nachbars wegzutreiben, wurde der alte Farmer William Philipps von einem jungen Bullen angegriffen und schwer verletzt. Der Bulle warf den alten Mann nieder und wollte ihn aufspießen, als der Sohn Philipps, der die Hilferufe des Vaters hörte, herbeieilte und das wüthende Thier vertrieb. Mit siedendem Pech ü b e r g 0 s s e n. Der Dachdecker Pat. McCartney in Philadelphia stürzte dieser Tage, als er auf dem Dache eines Hauses einen Eimer siedenden Pechs von einem Flaschenzug abnahm, in die Tiefe, wobei sich der Inhalt des Eimers über den Aermsten ergoß. Als er das Trottoir erreichte, war er über und über mit Pech bedeckt und er starb bald 'danach eines qualvollen Todes. Hund erschießt seinen Herrn. In einem Walde bei Duluth. Minn., wurde unlängst ein ge wisser Carran erschossen aufgefunden. Da ein Verbrechen ausgeschlofzen war und auch kein Grund zu einem Selbstmord vorlag, nimmt man an, daß Carrans Hund zufällig auf das Gewehr gesprungen war, als er an seinem Herrn empor springen wollte, wie er das oft that, und dadurch die Entladung der Waffe verursachte. Wahnsinnig durch Eins a m k e i t. Der Ansiedler Alfred Johnson in Little York, Minn., ist infolge langer Vereinsamung irrsinnig geworden. Als ein Nachbar ihn besuchen wollte, fand er zu feinem Erstaunen, -daß das Haus allem Anschein nach mehrere Tage lang unbewohnt gewesen war. Man stellte eine Suche nach Johnson an und fand ihn schließlich auf einer anderen Farm, wo er gerade eine Scheune angezündet hatte, um sich die Füße zu wärmen." Des Mahors Automob i l. Der neue Mayor in Milwaukee, Wis., Becker, hat sich ein neues Automobil von 60 Pferdekräften gekauft, das mit einer Schnelligkeit von 70 Meilen in der Stunde fährt. Neun Personen finden darin bequem Sitz platz. Mayor Becker hat das Automobil angekauft, um in demselben den Gästen der Stadt Milwaukees SehensWürdigkeiten zu zeigen. Das Vehikel erregt durch seine knallrothe Farbe überall, wo es erscheint, einiges Aufsehen. Schreckliche Fahrt. Drei junge Burschen fuhren neulich aus einem Frachtzuge von Staatsburg. N. I., nach New York. Unterwegs stieß einer der bljnden Passagiere, welcher mit einem feiner Kameraden auf dem Dache eines Waggons saß. während der dritte direkt unter ihnen auf den Puffern Platz genommen hatte, gegen eine Brücke und wurde herabgeschleudert; er fiel in die Arme seines Gefährten, der den augenscheinlich sofort Getodteten festhielt, bis der Zug die nächste Haltestation erreichte. Tabakrevolte. Gefangene im ' Countygcfangniß zu Washington. Pa, welche mit der Reinigung der öffentlichen Gebäude beschäftigt waren, haben gestreikt, bis man ihnen täglich ihr Quantum Tabak, wieder lieferte. Bislang hatten die Countykommissäre den Gefangenen Tabak geliefert, allein jüngst wurde die Ordre erlassen, damitaufzuhören. Darauf weigerten sich die Gefangenen zu arbeiten und trotz der Drohung mit Einzelhaft blieben sie dabei. Der Sheriff ersuchte die Kam missäre. ihre Ordre rückgängig zu machen; sie thaten's. es wurde Tal'ak gekauft und die Leute kehrten zur Arbeit zurück.

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