Indiana Tribüne, Volume 29, Number 232, Indianapolis, Marion County, 24 May 1906 — Page 5
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Gewicktsverhaltnifse einiger Stosse. Daß sich der Ungeübte beim Schätzen von Entfernungen arg täuscht, ist bekannt., Noch stärkeren Falschschätzungen ist man ausgesetzt, wenn es sich um Kubikraumangaben handelt. Am größten aber sind die Differenzen zwischen Schätzung und Wirklichkeit bei Gewichtsbestimmungen größerer Körper. Nur wenige werden z. B. vermuthen, daß ein Kubikmeter Kork das beträchtliche Gewicht von 5 Centnern hat. Holz ist Holz, denkt man gewohnlich. Es wiegt aber ein Kubikmeter Vuchsbaum 26 Centner und em Kubikmeter Pappelholz nur 7h Centner. Ein Kubikmeter Wachs wiegt 19Z Centner. und doch hätten wohl die meisten Leser, wenn sie über das GewichtsVerhältniß des Pappelholzes zum Wachs plötzlich ihre Ansicht hätten äufcem sollen, keinen so großen Unterschied vermuthet; ja vielleicht sogar das Wachs für leimter gehalten! Auch das Gewichtsverhältniß des Wassers zum Mahagoniholz würde manchen arg enttäuschen: beide sind gleich schwer. Ein Kubikmeter von jedem wiegt fast genau 20 Centner. Viele werden auch nicht anstehen, das Aluminium für weit leichter zu halten als die Kohle. Es wiegt aber ein Kubikmeter des ersteren 53 Centner, und ein Kubikmeter Steinkohle nur 36 Centner. Ein Kubikmeter Platin wiegt 410, ein Kubikmeter Gold 384, ein Kubikmeter Blei 226, ein Kubikmeter Silber 210, und ein Kubikmeter Eisen 150 Centner.
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Alumllttumpaptcr. Zur Haltbarmachung von Nahrungsmittel besser geeignet alS Ttaniol. Aluminiumpapier, as ' neuerdings an Stelle des Stanniols zur Haltbarmachung von Nahrungsmitteln empfohlen wird und diesemals weit billiger gegenüber steht, dürfte für das Stannwl ein starker Nebenbuhler werden. Luft, Wasser. Wein. Bier, Apfelwein, Kaffee, Milch, Oele und Fette wirken weniger auf Aluminium ein als auf Blei, Zink und Zinn, und auch don Milch- und Essigsäure werden Zinn und Nickel stärker angegriffen als Aluminium; Kochsalzlösung wirkt mehr. Bei festen Nahrungsmitteln sowie für die Venuhung als Umhüllungsmittel von Schokolade, Bonbons u. s. w. kommt diese Anzreifbarkeit nicht in Jrage. Tas Aluminium wird in zwei verschiedenen Arten in den Handel gebracht, einmal als mit Aluminium uberzogcnes Papier, dann als feingewalzies - Aluminium, sogenanntes Blattalumimum. Zur Herstellung des ersteren wird Pergamentpapicr mit einer Schicht weingeistiger oder ätherischer Harzlösung Gestrichen. Die Lösung wird durch einen Luftstrom, verdunstet, darauf das Papier erwärmt, bis sich das Harz wieder etwas erweicht hat, und das Ganze nach Aufstreuen von Aluminiumpulver scharf gepreßt. Der so geschaffene metallische Ueberzug ist gegen Luft und fettige Körper unempfindlich, und die chemische Untersuchung von Aluminiumpapier hat ergeben, dah es wenig fremde Bestandtheile enthält, frei von Arsen und giftigen Metallen ist, und daß die zur Herstellung benutzten Aluminiumplatten, von etwas Aluminiümoxyd abgesehen, verhältnißmäßig rein sind. Das Blattaluminium besteht aus reinem Aluminium, das nach Art der Zinnfolie bis auf 1-100 Millimeter ausgewalzt ist. Da die Verwendung von Aluminiumpapier undFolie vom hygienischen Standpunkte aus unbedenklich ist, so wird es sich wohl in kürzester Zeit einbürgern und dem Stanniol den Rang streitig machen. Die Gelsterfliege. Ein merkwürdiges Insekt hat stch während der letzten Jahre in der Stadt Birmingham, England, eingebürgert und ist dort allmäliz zu einer wahren Pest geworden. Es ist eine kleine weiße Fliege, die im Volk mit dem Namen Geister- oder Schneefliege bezeichnet wird und die Gewächshäuser von Birmingham in ungeheuren Mengen heimsucht. Das kleine Thier zeigt eine eigenthümliche Verwandtschaft mit den Blatt- und Schildläusen. Sein ganzes Leben verbringt es auf der Unterseite der Blätter von Pflanzen, indem es seine Eier zunächst auf die unteren Blätter niederlegt, dann immer weiter bis zur Spitze hinaufsteigt. Gewöhnlich finden sich die Eier in unregelmäßigen Gruppen von 7 bis 9; sie sind sehr kleine, glatte, durchscheinende, etwas längliche Körper, die allmälig von einer fast weißen in eine grünliche und nach drei b! vier Tagen in. eine bläulichschwarze Farbe übergehen. Sie sind an ihrem breiteren Ende mit einem kurzen Stiel auf der Unterseite des Blattes befestigt. Unter Glas werden sie in 8 oder 9 Tagen ausgebrütet. Das eben zum Vorschein gekommene Insekt hat einen kleinen ovalen Körper mit zwei schwanzähnlichen Haaren hinten, ein Paar Fühle: amKopf,drei noch schwach entwickelte Beinpaare, ein Paar große Augen und einen langen Säugrüssel. Mitte! gcgcn TÄlangcngift. Seit geraumer Zeit hat man stch mit der Frage beschäftigt, inwieweit sich die Erfolge eines Heilserums gegen Schlaugengift verwerthen ließen. Die hervorragendsten Arbeiten hat in dieser Beziehung Professor Ealmette in Lille, Frankreich, geliefert, der ein Serum durch die Impfung von Pferden mit dem Gift der indischen Brillenschlänge herstellt. Leider aber besitzen die verschiedenenGiftschlanzen außer einem Giftstoff. d:r ihnen allen gemeinsam ist, noch andere Gifte, gegen die das von Ealmette hergestellte Serum keine Sicherheit gibt. Man muß sich also, ehe nicht ein ähnlicher Heilstosf gegen jedes Schlangengift zur Berfügung steht, noch nach anderen Mitteln umsehen, um den Schlangenbissen ihre Gefährlichkeit zu nehmen. Dazu wird insbesondere eine Lösung von Chlorkalk im Verhältniß von 1:12 empfohlen, die mit gekochtem Wasser verdünnt und dann in die Bißwunde gebracht wird. Auch eine einprozentige Lösung von Chromsäure ist als wirksam kefunden worden. Da in den meisten Fällen das Gift seine tödtliche Wirkung äußern wird, ehe ein Arzt zur Stelle ist, so muß für baldige. Unterbindung des verletzten Gliedes Sorge getragen werden. Offiziere der japanischen Marine. In der japanischen Marine waren von den Schiffs Offizieren erster Klasse im Jahre 1895 607 Japaner und 475 Ausländer. Im Jahre 1904 standen 1096 Japanern nur noch 219 Ausländer gegenüber. Von den Schiffsführern waren 1893 227 Japaner und 303 Ausländer, 1904 waren von den Kapitänen 475 Japaner und 169 Ausländer. An Schiffsoffizieren und Maschinisten zählte man 189.? noch 839 Ausländer und 4135 Japaner. 1904 aber nur, noch 349 Ausländer und 17.032 Javaner
Fortpflanzung Itt Sccflschk.
Merktsüröiae. Vrütvcrlah?en uud Orte ur Unterbringung des Laichs. Ueber die Fortpflanzung der Seefische hielt Professor Nußbaum von der blologischen Anstalt aus Helgoland unlängst in Berlin einen interessanten ortrag. Eler, die am Boden liegen, aber frer flottiren, wie z. B. bei dem Laich des Lachses der Fall ist. kommen im Meere kaum vor. Manche der Meeresnutzfische suchen ihren Laich am Gestein oder Tang zu befestigen. Solche festsitzenden Eier kann man namentlich im brakigen Wasser oder am Strande becbachten. So legt der Hornhecht an den Pflanzen des Wattenmeers seine Eier ab. Ganz eigenthümlich, verfährt der Seesttchttch. Er umschnürt die Brutstätte lose mit weißen Fäden. Ist das Wlckelgeschaft beendet, so legt das Weibchen hier die Eier hinein, und das Mannchen bewacht das Nest, bis die Eier vollkommen entwickelt sind. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Jungen aus. Noch seltsamer geht es be: den Seenadeln zu. Das Weibchen legt dem Mannchen dle Eler auf den Lelb, dle dieses dann -zur Rette bringen muß. Mitunter hat das Männchen eine formItche Bruttasche. rn der dle vom Welbchen hineingelegten Eier zur Reife kommen. Die am hinteren Ende des Körpers bis zum Schwänze verlaufende orelecklge, der Lange nach durch zwei dünne Klappen verschließbare Furche dient oft dazu. Der meiste Laich schwimmt stet um her. Die einen bis anderthalb Millimeter großen Glaskügelchen," die im Meereswasser frei umherschwimmen. sind meist Eier des Kabeljaus oder Dorsches. Es bewohnt der Kabeljau fast nur die großen Tiefen der Ozeane. Nur zur Laichzeit verläßt er die tiefen Gründe des Meeres und sucht die seichten Stehen, die großen Hochplateaus der Meere auf, um dort zu laichen. Das Plankton, die Gesammtheit der den Meeresströmungen folgenden Organismen. birgt zahllose solche Eier. Dieselben weisen in ihren ersten Entwicklungsstadien fast gar keine Unterschiede auf. Die Einwohner von Zoqo, Die Einwohner der deutsch-afrika-nislben Kolonie Toao aebören dem Stamme der Eiveer an und sind keinesWegs Wilde"; denn es gibt unter ihnen Schlosser. Schmiede. Küfer. Tischler. Eoldarbeiter. Weber. Ein Zeugniß für ihre Fertigkeiten . legen Ichon oie schulen, Kirchen und sonstiaen Gebäude in der Kolonie ab. die nur von Schwarzen unter Aufsicht von Europaern erbaut wurden. Die Frauen ernähren sich theils durch Arbeiten in den Kaffee-. Mais-. Jams-, Kassawa- und Bananeng'ärten, theils treiben sie Handel mit LebensMitteln, wie Hühnern, Eiern. Tomaten. Orangen. Die Männer dagegen, soweit sie nicht auf den größern Pflanzungen verwandt werden oder ein Gewerbe betreiben, finden als - Arbeiter in , den Faktoreien die verschiedenartigste Beschäftigung. Sie haben die eingekauften Produkt? weiter zu verarbeiten oder für den Versandt vorzubereiten; sie werden als Ruderer für Kanus oder als Träger auf den Buschreisen verwandt und bekommen für ihre Beschäftigung in der Faktorei einen Wochenlohn von etwa 75 Pfennig, auf Reisen jedoch 25 Pfennig für den Tag mehr. Da die Lebensmittel sehr billig sind, genügt diese Bezahlung und entspricht vor allem der Leistung. Bootsleute, welche die Waaren nach und von den Dampfern befördern, bekommen für jede Hin- und Rückfahrt des beladenen Bootes 4 Mark, so daß namentlich bei Salzladungen von etwa 1000 oder 2000 Sack, von denen 50 bis 60 Sack ein Boot füllen, eine ganz stattliche Einnahme herauskommt, die dann unter acht bis zehn Leute vertheilt wird: allerdings müssen sie wieder warten, bis ein Dampfer kommt, worüber mitunter Wochen vergehen. Berlin als Industriestadt. Nach dem jüngst erschienenen Iahresberichte der preußischen Regierungsund Eewerberäthe" nimmt Preußen, sowohl was die Zahl der Fabriken und der diesen gleichgestellten gewerblichen Anlagen anlangt als auch in Bezug auf die Zahl der industriellen Arbeiter der Regierungsbezirk Düsseldorf mit 16.170 Fabriken u. s. w. und mehr als 415.000 Arbeitern die erste Stelle ein. gleich an zweiter Stelle aber folgt der Landespolizeibezirk Berlin mit rurw 286.000 Arbeitern in 13.646 Fabriken, während die dritte Stelle der Bezirk Arnsberg beansprucht. Von den rund 286.000 Arbeitern in Berlin waren im Jahre 1905 aber nur 178.000 erwachseue Arbeiter. Außer ihnen wurden beschäftigt 90.265 Arbeiterinnen (davon 35.463 im Alter von 16 bis 21 Jahren), ferner 16.950 junge Leute von 14 bis 16 Iahren (9411 männliche und 7539 weib" liche) und endlich 45 Kinder unter 14 Jahren, eme Zahl, die freilich der amtliche Bericht selbst als in Wahrheit vermuthlich nicht unbeträchtlich- höher bezeichnet. In ganz Preußen waren im Jahre 1905 noch immer 2352 Kinder unter 14 Jahren (gegen 2430 im Vorjähre) in Fabriken beschäftigt, das heißt nach den amtlichen, wahrscheinlich zu niedrigen Ermittelungen. Herr König." nicht JSttt" oder Majestät." wird der nue König von Norwegen bis jetzt noch angeredet.
Zum Dienst im lmt CrdllM. Le, neue Gouverneur Tenlscki Ostasrikas dorten kein Fremdling. Mit Dr. Albrecht v. Rechenberg, der die Stelle des bisherigen hochverdienten Gouverneurs von Deutsch-Osi-afrika, A!ajors Graf v. Götzen, einnehmen wird, kehrt nach jenem Schutzgebiete ein Mann zurück, dessen Name dort einen guten Klang hat. Rechenberg, der 1859 geboren ward und die Rechte siudirte, steht seit 1889 im Dienste des deutschen Auswärtigen Amtes und war v?n 1893 bis 1895 Vezirksamtmann in Deutsch-Ostafrika. Es war das die Zeit, da es galt, in der Kolonie die Folgen des Araberausstandes zu überwinden und das Schutzgebiet in friedlicher Arbeit einer gedeihlichen Entwickelung entgegenzufahren. Von 1836 bis 1900 war Rechenberg zuerst Vizekonsul, dann Konsul in Sansibar. Dieser Posten erforderte außerordentlich viel Takt und politisches Geschick. Im Jahre 1890 war Sansibar durch den Helgolandvertrag in englischen Besitz übergegangen. Jener Vertrag war von den Deutschen in Ostafrika als eine ungeheure Enttäuschung empfunden worden. Einzelne Rechtsfragen waren noch ungeklärt, und deutsche und englische Ansprüche standen sich schroff gegenüber,
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Tr. Albrecht v. Rechenberg. und gerade auf Sansibar, wo der Sultan unter -englischem Protektorat noch nominelle Herrschastsrechte ausübte, schufen fortwährende Intriguen immer neue Konflikte. Hier galt es also. einerseits die deutschen Ansprüche fest zu vertreten und andererseits mit geschickter Hand politische Differenzen zu schlichten und zu vermeiden. In diesem Widerstreit zeigte sich Rechenberg als ein außerordentlich geschickter Diplomät, der sich bei Teutschen und Engländern fast der gleichen Beliebtheit erfreute. . ' .Im Jahre 1901 wurde Rechenberg Konsul in Moskau; seit 1905 fungirte er als Generalkonsul in Warschau. , . , ; Bcivcglichkr Fahrdamm. Einführung eines neuartigen LerkehrSmit ' tels i Llvlaud, L. Die.. beweglichen Stiegen,, die in den großen Etablissements mancher Städte zur Beförderung der Kauflustigen von einem Stockwerk nach dem andern als willkommene Neuerung eingeführt wurden, ebenso wie die beweglichen Treppen der Hochbahnen, welche die Passagiere ohne die geringste Anstrengung ihrerseits, von der Straße aus den Perron der Stationen hinaufschaffen, gehören noch immer zu den außergewöhnlichen Erscheinungen des Großstadtbildes. Aber ein noch größeres Novum als die beweglichen Treppen bildet der bewegliche Fahrweg für Fuhrwerke, wie er jüngst in Elevelazid, O., zur Erleichterung des Wagenderkehrs über eine Brücke zur Einführung mwMsmm . Ein beweglicher Fahrweg. gelangte. Dieser Fahrweg mißt 420 Fuß in der Länge, steigt bis zu einer Höhe, von 65 Fuß empor und hat eine Beförderungs - Kapazität von 600 Vehikeln per Tag. Als Betriebskraft wird Elektrizität verwendet. Der Anblick des ununterbrochenen, Stromes von Fuhrwerken, wie sie fast geräuschlos und ohne sichtbare Anstrengung von Seiten der Pferde über den beweg lichen Fahrweg dahingleiten, ist von einzigartiger Wirkung. '
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Die Aorkgcwmnnng. Knlliviruug, Wachslhumöbeoiugung? Nutzbarkeit oer orkeiche. Die Korkindustrie, so schreibt die Zeitschrift ..Natur und Kultur," wird einen neuen Aufschwung nehmen, nachdem es durch ein neues Verfahren möglich geworden istgrößere Gegenstände aus kleinen Korkbruchstücken zusammenzusetzen. Dadurch wird nicht nur die Herstellung von so großen Geräthen ermöglicht, wie sie aus einem Stück bisher t,icht verfertigt werden konnten, sondern es bietet sich auch Gelegenheit, die KorZabfälle in ganz andern Maßen als früher zu verwerthen. Der letztere Umstand wird dadurch besonderZ wichtig, daß der Kork von Tag zu Tag theurer wird, einmal weil sich der Bedarf fortwährend steigert, anderseits, weil der Gewinn an Rohstoff abnimmt. Früher war Italien ein Hauptlieferant von Kork, aber ein unsinniger Raubbau hat dort bereits den größten Theil der herrlichen Korkwälder vernichiet. Der Wandalismus hat sich nicht auf eine übermäßige Ausnutzung
der Rinde beschränkt, sondern in manchen Provinzen, wie in Kalabrien, hat man die ganzen Baume abgehauen und in Holzkohle verwandelt. Anderswo hat man sie gezallt. um ihren reichen Gehalt an Pottasche zu gewinnen. Außer in Italien finden sich größere Bestände von Korkwaldern noch in Spanien und Portugal, in Frankreich, in Algier und Tunis. In Kleinasien fehlen sie ganz, und in Griechenland und der europäischen Türkei sind sie nur spärlich vorhanden, obgleich das dortige Klima ihrem Wachsthum günstig ist. Die Oberfläche, die von den Korkwäldern heute noch bedeckt ist, wird in Portugal auf 300.000 Hektar geschätzt, in Spanien auf 250.000, in Algier auf 280,000 nd in Italien nur noch auf 80.000. Während Spanien jetzt noch jährlich 328.000 Centner Kork liefert, ist die ErzeugungJtaliens auf 40.000 heruntergegangen, und die Ausfuhr beträgt für letzteres Land kaum noch 1.000.000 Mark, gegen 25.000.000 Mark für Spanien. UeberHaupt ist die, Korkgewinnung jetzt in ersterem Lande nur noch auf Sizilien und Sardinien einigermaßen ertragreich, während die großen Korkw'alder in Kalabrien fast völlig vernichtet, sind. Die Korkeichen erreichen leicht ein Alter von 200 Jahren und liefern während ihres Lebens mindestens je 18 Centner Kork. Sie sind von ihrem 30. Jahre an verwerthbar und geben alle sieben Jahre eine Ernte. Für ihr gutes Fortkommen ist insonderheit vulkanische? Boden geeignet. Drei muthige" Landwirthe. Eine ergötzliche Diebesgeschichte hat jüngst in Breitenbach, Elsaß, allgemeine Heiterkeit erregt. Ein Landwirth hörte in der Küche ein verdächtiges Geräusch. von dem er anfänglich glaubte, daß es von der Katze herrühre. Als er aber das Klirren von Fensterscheiben hörte, stand cr auf und bemerkte einen Dieb, der gerade an der Arbeit war.. Er schlug Lärm, und im Nu waren zwei Nachbarn dabei, um die Verfolgung des fliehenden Schelmes aufzunehmen. In sausendem Galopp ging es über Stock und Stein, worauf sich der Flüchtling auf die Straße begab und die Richtung nach Münster einschlug. Die drei Helden waren immer dicht auf den Fersen und verursachten ihm große Athembeschwerden. Endlich in Münster mächte der Ausreißer in der Nähe eines Gartens Halt und ergab sich ruhig in sein Schicksal. Doch nun fiel auch den drei herzhaften Verfolgern das, Herz in die Hosen. Einer schickte den anderen vor, um den Dieb festzunehmen. Doch alle drei hatten gleich gewaltigen Respekt vor Revolver und Dolch, so daß sie sich begnügten, den Dieb zu beobachten. Endlich begaben sich alle drei (denn keiner wollte allein auf Posten bleiben) zur Stadtpolizeiwache. Als diese aber herankam, war der Einbrecher längst unerkannt über alle Berge. Irrfahrten einesHus a r e n. Wegen Fahnenflucht im Rückfalle in Verbindung mit anderen Strafthaten war der Husar Mertinat vom 1. Leibhusaren-Regiment von seiten des Kriegsgerichtes im Juni 1903 zu insgesammt fünf Jahren Zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt worden. ' Der Angeklagte war ?u der wiederholten Fahnenflucht durch die Untreue seiner Braut veranlaßt worden. Ein abenteuerliches Leben hatte den Deserteur nach verschiedenen Welttheilen, unter anderem auch in die französische Fremdenlegion gebracht, bis er nach jahrelanger Abwesenheit don seinem Schicksal ereilt wurde. Nachdem er über die Hälfte der Strafe verbüßt hatte, wurde ihm jüngst der Rest im Gnadenwege erlassen. Einen schweren golden e n Siegelring mit der Inschrift: Napoleon Empereur 1865" fand man auf einem Acker in Mer?leben, Provinz Sachsen. Der Stein war verloren gegangen, die Fassung aber noch gut erhalten. Vermuthlich hat der Ring einem an der Schlacht bei Langensalza im Jahre 1866 betheiligt gewesenen höheren hannoverschen Offizier gehört, der ihn gelegentlich der Pariser Weltausstellung im Jahre 1865 vom Kaiser Napoleon zum Geschenk erhielt. In unmittelbarer Nähe der Fundstelle hat in der Nacht vom 26. zum 27. Juni 1866 eine hannoversche Brigade Hwakirt. . -. . .
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