Indiana Tribüne, Volume 29, Number 232, Indianapolis, Marion County, 24 May 1906 — Page 4

Zndiana Tribüne. V,raugez,dtn Vn dn tedrg T. Indianapolis, Ind. ßnry O.THudin Präsident. SeschSftSlocal: 1lo. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SS.

Entered at the Port Office ot Indianapolis ai second das matter. Die Prohib'S. Die Prohibitionisten hatten ihren großen Tag. Sie konnten auf ihrer nun in Tomlinson Halle tagenden Kon vention sich die Kehlen heiser schreien gegen die Wirthschaften und alles was drum und dran hängt. Sie konnten ihrer Bosheit und ihrem FsnatiZmuZ in Abfassung ihrer Platform freien Lauf lassen und nacy Herzensluft den .Saloon" alZ dieWurzel aller Uebel als Brutstätte von Graft und Korruption anließen und verdammen. Es rnufc ihnen dies eine große Erleichterung ge Wesen sein, denn das angesammelte Gift und die Galle, die sie zu ersticken drohten, konnten sie nach HerzenLluft auSgeifern. Sie behaupten in einer Planke ihrer Plutform: Wir behaupten, daß die herrschende Tendenz deö .GraftenS" feinen Ur fprung in der Bestechung der Beamten durch das gefetzübertretende Saloon"Element, um dadurch der gesetzlichen Verfolgung zu entgehen, hat, und durch hohe Licenzzahlungen um überhaupt ge duldet zu werden genährt und gefördert wird. Wir behaupten, daß das Uebel des Grast- niemals beseitigt werden kann so lange ein Geschäft, welche die Gerichte verurtheilen und die Kirchen und christliche Civilisation verdammen wegen deS Geldes und den Revmuen die eS einbringt, geduldet wird." Da haben wir eS in einer Nußschale. Der Saloon" ift die Wurzel allen Uebels. Aber der Rechenfehler den die Herren begehen liegt eben darin, daß sie über sehen, daß sie die Grundschuld trifft. daß sie einGefchäft, welches eben so ehr Ikch wie ein anderes geführt werden kann und in den meisten Rällm geführt wird, derartig verhetzen und verfolgen V 1 i.!.f. CV K ss.. O..IL..1 4.-. uufcs cd in uicuii uuuiu jluuui uu yiu felstonelle Politiker zahlen muß. Die Leute welche sich vor die Brust schlagen und sich mit ihrer Christlichkeit brüsten, sind im Grunde nichts als toiderwärtige Heuchler. . Wie' klein und erbärmlich sieht das Gesindel aus wenn es unseren deutschen Seelsorgern gegenüber gestellt wird. Diese haben so viel mit ihren Pflichten ihrer Gemeinde gegenüber zu thun, daß

ihnen keme Zeit dazu verbleM ftch um Politik zu kümmern. Sie begnügen sich damit die Zgeiftlichen Führer ihrer Kirchenmitglieder.'zu sein, sie zur Näch sienliebe nicht zum Nächftenhaß anzu spornen. Sie'gönnen ihnen auch eine unschuldige Erholung und leben nach dem Spruch des großen Narzarenen. Richttt nicht damit ihr nicht gerichtet werdet." Aber bei dieser Finfternißqllque, dem amerikanischen Methodisten, gilt ja nur salbungsvolle Anmaßung und ein ' rechthaberischer Dünkel der von der De muth und Einsicht des wahren Christen herzlich wenig weiß. Aus ihrer Mitte gingen die Bandi ten hervor die unter dem Deckmantel von gläubigen ttirchenglkedern Hunderte von Waisen und Wittwen, die ihnen ihr alleS anvertrauten, beraubten. Sämmtliche Wirthschasten in den Ber. Staaten haben nicht soviel Unheil an gerichtet wie die christlichen Privat. Bankiers in unserem Staate. Als GrasterS" aber im vollen find wohl die amerikanischen Methodisten . geistlichen obenauf. Wenn sie eine Bahnfahrt unternehmen, verlangen sie halbe Preisermäßigung. In den meisten Handlungshäusern verlangen diese Herren ein rake off" in ihrer Eigen schaft als Seelenhirten. Ja selbst ihre Prohibitionsagitation hat .Grast" als unmoralischen Hintergrund. Der graf tende Reverend scheut sich nicht sein Zeugniß mit Bild für irgend ein Noftrum", unbekümmert wie viel Alkohol oder Opium es enthält, herzu geben, natürlich gegen klingende Ge genleistung. Er ift Graster" vom Scheitel bis zur Sohle. ES ift in der That bedauerlich, daß das liberale Element diesen so trefflich organifirten Heuchlern keine eigene Or ganlsation gegenüberzustellen hat. Wäre dies der Fall, so würde mit derartigen Gleißnern bald ausgeräumt sein. ES ift Zeit, daß die liberal denkenden Bür ger dies bald und gründlich besorgen.

Bei den umfangreichen Emissio

nen. die sich-in diesem Frühjahr an den Hauptbörsen Europas vollzogen, war der hohe Dittontsatz, der sich wiederum durch den starken Goldbegehr New Yori'S rechtfertigte, eine Erschwerung. Da aber die Bank von England am 5. April ihren Diskontsatz von 4 auf 3z Prozent ermäßigte, so erhoffte die Börse daS Ende der hohen Geldsätze der anderen Notenbanken spätestens für den Monat Mai, der ja in der Regel.eine aiößere Geldflüsfigkeit zu bringen pflegt. Statt deffen hat die Bank von England am 3. Mai ihren Diskontsatz wieder auf 4'Prozent erhöht und die Niederländische Staatsbank ist tags darauf von 3z Prozent sogar auf 4z Prozent übergegangen. Bon der be vorstehenden Ermäßigung deS deutschen ReichLbankdiSkontS ist infolgedessen keine Rede mehr. Die allgemeine Ueber zeugung ift, daß die Katastrophe in San Francisco die starken Goldentnah men aus der Bau! von England für Amerika, die bis jetzt auf 3 Millionen Pfund berechnet werden, noch auf lange hinaus weiter steigern wird. Hätte die Spekulation in Amerika sich angesichts der Katastrophe fernerhin die Ruhe bewahrt, die sie anfangs an den Tag legte, so wäre die Wirkung auf den europäischen Geldmarkt keine so überwältigende gewesen. Denn mag auch die Schätzung nicht übertrieben sein, daß das Erdbeben und die Flam men in der herrlichen Metropole am pacisischen Ocean Werthe von 50 Mil lionen Pfund vernichtet haben, so wird sich doch der Wiederaufbau auf eine Reihe von Jahren vertheilen müssen, da Material und Arbeitskräfte in fol chem Umfange nicht im Augenblick be schafft werden können. Außerdem stehen ja auch die Ber. sicherungösummen zur sofortigen Ber sügung, die von europäischen Bersiche rnngSgesellschasten getragen - werden müssen. . Da setzte aber die Panik in Wall Street ein, und bei den kolossalen Kursstürzen trat die europäische Speku lation als Käuferin ein. Sie konnte aber der Muthlostgkeit jenseits des Ozeans keinen genügenden Damm ent gegensetzen und half nurdazu, den Goldabfluß auS England zu verstärken. In einer Periode der Geldflüssigkeit in London wäre die Rückwirkung nicht so schnell sühlbar geworden. Aber da seit dem Frieden die japanische Regie rung ihre Guthaben in England zu rückgezogen, und die große Zahl neuer Emissionen 'auf dem Londoner Markte so viel Kapital festgelegt hatte, wirkte die gesteigerte Begehrlichkeit Amerikas wie ein starker Ruck auf die Central' Notenbank. Das Gold, daß in großen Mengen aus Südafrika herankam, floß gleich welter nach New Jork. Um sich nicht allzusehr des Metallschatzes zu entblö ßen, wurde daS Dlrectorium dadurch gezwungen, den Diskontsatz zu erhöhen, vorläufig um z Prozent. Stärken kann sich die Bank von Eng land am leichtesten, wenn eS ihr ge lingt, von der mit Baarmltteln reich versehenen Bank von Frankreich Hilfe herbeizuziehen, wie einst vor fünfzehn Jahren beim Baring Krach. In Paris könnte man aber selbst in Verlegenheit kommen, wenn die rus sische Regierung daS riesige Gutha ben, das ihr infolge der letzten Anleihe zur Verfügung steht, plötzlich in An. fpruch nähme. So hängt die Möglich keit, die Folgen der Katastrophe in San Francisco ohne allzu große Störung des Geldmarktes zu überwinden, von der russischen Finanzpolitik ab. Kein Wunder, daß in englischen Finanzblät tem jetzt auf die Solidarität der finan ziellen Interessen der Kulturwelt, so lebhast hingewiesen wird. Von der Verständigung mit der rus fischen Regierung und von der Haltung der eingeschüchterten Spekulation iu Amerika wird eS abhängen, ob eine weitere Anziehung der DiSkontoschraube vermieden werden kann. Charles Baden, an der Dear born Straße wohnhast, wurde gestern von einem durchgehenden Fuhrwerke an der Ecke der Ohio Str. und Senate Ave. überfahren und schwer am Rücken verletzt. Er wurde in das Diakonissen Hospital gebracht. Die größte und Pas sendsteUuövahl von vchniitblumen und OlumenstüSen für alle freudigen und trau rigen Ereignisse. Wir find jederzeit gern bereit bei der uöwahl behülflich zu ew. Oertermann OroS. (lo. 841 Claff. ckve. Tel.

Das Herz eines Königs.

, vier lteghptttche Gefitze und ihr mm, würdiger Inhalt. Vor Kurzem gelang es der Admimstration der Musees Nationaux du Louvre" zu Paris nach Ueberwindung zahlloser Schwierigkeiten, vier allegyptische Gebe von seltener Schönheit zu erwerben. Sie sind mit. vortrefflich gezeichneten Inschriften versehen, die die Namen und Attribute des Königs Ramses versinnbildlichen. Drei der Gefäße waren mit den Ueberresten von Leinenbändchen gefüllt, die stark zusammengeschnürt, mit Soda imprägnirt und mit aromatischen Harzsubstanzen von rother Farbe verklebt waren. Der übrige Inhalt bestand aus unbestimmbaren, granulösen Substanzen, untermischt mit pulveriger Soda, die wahrscheinlich den Magen, die Lebe: und die Eingeweide des großen Königs darstellten. Das vierte Cefäß trug einen Deckel, auf dem ein Schakal gezeichnet war. Wie die Untersuchungen ergaben, enthielt es das Herz des Königs Ramses. Dieses Organ erscheint in eine eirunde Platte von etwa drei Zoll Länge und zwei Zoll Breite umgewandelt. Die Herzsubstanz ist derartig Hornartig geworden, daß man, um von ihr Theile abzutrennen, die Säge gebrauchen mußte. Mit Hilfe eines Rastrmessers ließen sich dann die äußerst feinen Blättchen herstellen, die zur mikroskopischen Beobachtung geeignet sind. Diese hornartige Substanz war aus deutlich erkennbaren, netzartig sich kreuzenden Muskelfaserbündeln zusammengesetzt, wie man sie beim Herzmuskel vorfindet. Da nun diese Anordnung bei keinem anderen Muskel, ausgenommen bei der Zunge, vorkommt und der 1881 bei Theben gefundenen und 1886 im Egyptischen Museum zu Kairo aufgestellten Mumie ton Ramses II. die Zunge nicht fehlt, ist es außer allem Zweifel, daß die hornartige Platte der blauen Vase einst das Herz des Königs gewesen ist, das die mehrtausendjährige Einbettung in Soda so umgewandelt hat. König Ramses II., den die Griechen Sesostris nannten, starb 1253 vor unserer Zeitrechnung. Pfefferkorn-MicthziuS. Der Miethsvertrag, mit welchem der Londoner Grafschaftsrath kürzlich einem Konsortium einen Theil der neuen Straßenflucht Aldwych auf 99 Jahre überließ, hat allerorten Beachtung gefunden; und zwar nicht nur wegen des ungeheuren Miethpreises von $275,000 jährlich ($2.25 jährlich per. Fuß), der damit den bisherigen Rekord in Miethspreisen schlägt, sondern auch wegen einer besonderen Klausel, die sich in dem Vertrag befindet. Die Miethe nämlich für das erste. Jahr soll darin als Pfefferkorn-Miethszins" bezeZch. net sein. Das bedeutet. heutzutage, daß sie ganz in Wegfall kommen bezw. der Form wegen mit einigen Schilling angesetzt werden soll. Früher aber hatte der Ausdruck eine wesentlich andere ' Bedeutung. Er stammt aus uralten Zeiten her, in denen Pfeffer eines der theuersten Gewürze war und z. V. ein Pfund. Pfeffer manchmal als ein königliches Geschenk figurirte. Damals kam es vor. daß als Miethszins anstatt barer Münze ein Pfund. Pfeffer festgesetzt wurde, vielleicht deshalb, weil die Vermiether häufig diejenigen Kaufherren waren, von welchen der Pfeffer bezogen wurde, und die demnach mit der Miethe zugleich einen geschäftlichen Gewinn einstrichen. Als das Gewürz billiger wurde, wurden zuerst die Quantitäten vergrößert, und nach und nach nahm die Pepper Corn Rent" die Bedeutung an, daß das Pfefferkorn nur noch figürlich gemeint war. Das Pfefferkorn sollte nunmebr etwas Wortloses ausdrücken, und der Ausdruck kam dort in Anwendung, wo män einen Anspruch fallen ließ, aber des Prinzips wegen eine wenn auch nur nominelle, Gegenleistung festsetzen wollte, und in diesem Sinne hat sich die alterthümliche Redensart erhalten. Orchideen-Manie. In den Auktionsräumen der Firma Protheroc & Morris in London wurde jüngst für eine O&ento glossum Crispum Pittianum" der verrückte Preis von $6181.25 gezahlt. Man sah in einem kleinen Topf zwei kleine Blätter und das Versprechen eines dritten; das war alles. Die seltene Orchidee stammte mit 119 anderen Exemplaren aus der berühmten Roßlynsammlung, die Duplikate ihrer berühmten Pflanzen verkaufte. Sammler aus allen Ländern rissen sich um sie, und im Handumdrehen waren $27,377.50 erzielt. Außer dem genannten Preis, der den bisherigen Auktionsrekord der Orchideen um über $1500 übertrifft, wurden folgende hohe Preise gezahlt: Odento glossum Crispum F. R. Sanders." ein einziger Knollen mit einem einzigen Blatt, $4300, Od. Cr. Abner Mal" $2525. Im ganzen sind 6000 Orchideenspezies bekannt. Heiraths-Billets" werden seitens der kanadischen PacisicBahn solchen Ansiedlern imNordweften btt Dominion gratis geliefert, welche sich behufs Verheirathung auf Reisen begeben wollen, und wer ein Retourbillet nebst Trauschein vorzeigen kann, ist auch zur kostenlosen Beförderung seiner jungen Gattin berechtigt.

ms vriUsche MUrcich.

fc!&4)ng;2;ctlt und Sinwohncrzahl Englands und seiner Tepenöenzen. Die Ergebnisse der im Jahre 1901 für das ganze britische Weltreich angeordneten ersten Volkszählung liegen jetzt in Form eines mächtigen Blaubuches von über 300 Folioseiten vor. Aus dem Buche wird der englische Imperialist mit Vergnügen ersehen, daß jetzt über ein Fünftel der mit Land bedeckten Oberfläche der Erdkugel englisch ist; 1801 waren 8.500.000 englische Quadratmeilen britisch. 1901 11.908.378 Quadratmeilen. Die VeVölkerungszahl ist in den 40 Jahren von 259.0c0.000 auf nahezu 400.000.000 gestiegen. Dabei ist weder Egyp ten noch der von Großbritannien, und Egypten gemeinsam verwaltete Sudan mit inbezriffen. Von diesen 400.000,000 Unterthanen des Königs Eduard (die genaue Ziffer ist 398.401.704) sind nur annähernd 54.000.000 Weiße. Ferner läßt die Zunahme erhebliÄ nach. Am auffallendsten ist dies in Indien, wo Hungersnoth und Pest die Bevölkerungdezimirten; 1871 bis 1831 betrug die Bevölkerungszunahme in Indien noch 23.2 Prozent, im nächsten Jahrzehnt sank sie auf 13.2, und zwischen 1891 und 1901 betrug sie nur noch 2.5 Prozent. In den Eingebore-nen-Staaten Indiens sank die Bevölkerung in diesem Jahrzehnte um 5.5 Prozent, und die Einwohnerzahl von Bombay ging von 821.764 auf 776.000 herunter. Außerhalb. Indiens betrugdie Bevölkerungszunahme im britischen Weltreiche von 1861 bis 1871 11.8 Prozent, im folgenden Jahrzehnte stieg sie noch auf 14.5; dann sank sie auf 11.6, und im letzten Jahrzehnt betrug sie nur noch 8.6 Prozent. Am auffallendsten war die Verringerung der Bevölkerungszunahme in SüdAustralien,. Viktoria und Neu-Süd-Wales. Der Niedergang der GeburtsZiffer im britischen Weltreich läuft jedoch parallel mit dem Niedergange der Geburtsziffern fast aller Länder. Erdbcbcn-Fortpflanzung. In welcher Weise sich das Erdbeben in San Francisco am 18. April d. I. auch in Europa bemerkbar machte, geht aus einem Postberichte aus Straßbürg, Elsaß, hervor. Auf sämmtlichen Registrirapparaten der Hauptstation für Erdbebenforschung in Straßburg begann am Nachmittag des 18. April um 2 Uhr 24 Minuten 50 Sekunden mitteleuropäischer Zeit die Aufzeichnung eines Erdbebens, welche auf den ersten Blick erkennen ließ, daß dasselbe an seinem Ursprungtortc von verheerender Wirkung sein mußte. Die Herdentfernung berechnete sich auf rund 9500 Kilometer in ost-westlicher Richtung. Das Zutreffen dieser Berechnung wurde durch die aus San Francisco nachdem eingetroffcncn Nachrichten bestätigt. Die Wellenzllge. die auf dem instrumentellen Bebenbilde um 2 Uhr 48 Minuten einsetzten, waren diejenigen, welche den in Kalifornien körperlich gefühlten Erdstößen entsprachen.' Da diese Wellenzüge sich erfahrungsgemäß mit einer Geschwindigkeit von circa 5 Kilometer in der Sekunde fortpflanzen, so gebrauchte das Erdbeben 32 Minuten, um von Kalifornien nach Straßbura zu gelangen, fand also in San Francisco 32 Minuten früher, um 2 Uhr 15 Minuten Nachmittags mitteleuropäischer Zeit gleich 5 Uhr 16 Minuten früh pacifischer Zeit statt. An den Apparaten in Straßburg hörte die vom Erdbeben ausgelöste Bewegung erst gegen 6 Uhr 45 Minuten Abends auf; es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Wellen des in San Francisco um 8 Uhr verspürten zweiten Stoßes auf dem instrumentellen Bebenbilde sich zum Theil mit demjenigen des ersten Stoßes verdeckten. Der schwerste Mann Europas. Der kürzlich in Willenberg, Qstpreußen, verstorbene Hotelbesitzer Hans Fromm, erfreute sich des Rufes, der dickste Mann Europas zu sein. Fromm wog 525 Pfund und war in den weitesien Kreisen bekannt. Bei einer Größe don 1.71 Meter hatte er eine Brustweite von 1.80 Meter und eine Gürtelweite von 1.97 Meter. Fromm war trotz seines riesigen Körpergewichts ein lebenslustiger Mann, konnte sich jedoch bei seiner riesigen Körperfülle nur langsam bewegen; auch sein Haus verließ er nur äußerst selten. Fromm sollte in Paris ausgestellt werden; eine große Summe war ihm dafür geboten. Er war auch geneigt dazu, aber ' die Eisenbahn streikte. Fromm war nicht in einen Personenwage t hineinzubringen, und in einem Packwagen wollte er nicht reisen. Es hätte also ein besonderer Cisenbahnwagen beschafft werden müssen. ein gewöhnlicher Stuhl die Last :ncht zu tragen vermochte, bemerkte ma:: in seinem Hotel einige Stühle von beso: derö dauerhafter Art. Bis 1904 war der 58 Jahre alte Engländer Thomas Longley der dickste Mann. Er hatte ein Gewicht von 584 Pfund und starb an Krebs. A u t o m o b i l - U n f ä l l e ereigneten sich in London während dieses Jahres im Januar 301, Februar 263 und März 385. Der Motoromnibus richtete ebenfalls viel Unheil an; durch ihn ereigneten sich im Januar 211. im Februar 235 und im Marz.331 Unglücksfälle, , so daß die Gesammtzahl aller dieser Fälle 1726 betragt.

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