Indiana Tribüne, Volume 29, Number 232, Indianapolis, Marion County, 24 May 1906 — Page 3

Jndiana Tibiine, 2a. Mai 1006

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Frieden

. . . Ist die auswärtige Politik Standpunkt der russischen Regierung in

lukow über die Situation in Rußland. Preßstimmen über britisch-

russische Annäherung. Fürst Bülow nach Norderney. Festspiele aus dem Hoffentwiel. Britischer Dampfer bei Kapstadt gescheitert.

Teutschland. ' Die auswärtige Politik Deutschlands. Berlin, 23. Mai. Der Staats. sekretär des Auswärtigen, v. TschirSky, hielt heute im Reichstage seine erste Rede über die auswärtige Politik des Deutschen Reiches. Die ReichSregie. rung-, sagte der Minister, verfolgt nach wie vor eine Politik, die einen all. gemeinen Frieden in Europa im Auge hat, doch fte hat dabei ein wachsames Auge auf die Interessen Deutschlands. Wir suchen freundliche Begehungen zu allen fremden Ländern zu unterhal ten, doch Deutschland verläßt sich auf sich selbst, steht aus seinen eigenen Füßen und verfolgt seinen tturS unent. wegt. ohne sich durch Preßmanöver, so geschickt diese auch sein mögen, oder durch andere politische Nunstkniffe von der ihm vorgesteckten Bahn ablenken zu lassen." Bezugnehmend auf den Dreibund sagte TschirSky, daß jede der drei Re gierungen fest zu dem Vertrage stehe; der italienische Botschafter habe bei sei ' .. t mtl.. m IVl.TI " . , 'i ? r. eint viesvezuguqr nu u Regierung uvermmeik. i uoer . .. . - r ii r 1 jeden Zweisel erhaben, daß die Unter Handlungen zwt,qen roVoruanmen und Rußland in der Bagdad-Eisen (w i . oayN'ANgelkgenyett zu innern noii slltte nm euliqiano suyren rouroen. Die Spannung zwischen Deutschland und Großbritannien sei vorüber; und die kürzlkchen Aeußerungen britischer Staatsmänner hätten bei der deutschen Realeruna sowobl 'als auck beim aan zen deutschen Volke ein Echo gefunden, Der nationalliberale Abgeordnete, Herr Bassermann. sagte der Minister. . .'r' gax aus 01c vcpciqc mm?, mr Kaiser Wilhelm an den Grafen Golugorrsiy, oem Mmiuer oes uveren in . - . . rm n w .m cw r. ? I pn.uu,u. iuuu.u.. feine Maiestät geruht solch e n persön

nl Telegramm zu senden, s Ihn, ntmm. Beide Staaten mllffen vor.

,MeS als Privatverfon, und die Wahl oer orie, oie er georauryi. peyi ,m . IN anderen Faen, eZ sich nicht um persönliche Aeußerun n,n nank.sf 1htrrtmm h'rW'lAS.I ln,ur m ;.g. mnrt fit, d.n Inhalt .wer Depesche. jedch nicht cvrt iimiiic rni urnyiii, uic, uuii mm ll'u'r.. uswru. feltt m r , . ..tx.L f.. i.!. I eoel lonnie niai umarn, oic. von

Deutschlands Dessen MBlirnaUfAn Un-U"

... '. . .,x uciüuiiuiycu ucuciiuuci4Uitucu, wciiyc zur Folge habe, daß GroßbritanlenS Politik die Wett beherrsche, und daß dieses durch Verträge mit Japan und Jrankrei. und durch Uebereinkommm mit Oesterreich, Italien und Rußland Deutschland isolirt habe Nach Norderney. Berlin, 23. Mai. Reichökanz Fürst Bülow ist heute nach Nor km. s iiffnA.n ,r s,w,n derney hMn m tt Jnm orelmonaulcyen irnauo aur oounanoi. 9. w.m yett verortngen wno. Metallarbeiter geben mp, aus. . 951 TOftl Mt rtrnfc.r Kenuatbuuna wird die Kunde bearükt. .... .t.w-.--f... .ei.

oav e?n ,,rieoensicytUV zanken Aroenvuittrvrlg um kluger oer micn

,tH OT.f.W.r l,i W 17ffAnitt. )IVtttl HHV .VV.n (V. MM...' dustrie nun doch wahrscheinlich ist. Die vom Verband der Metallinduftriellen f.ffTnffm OstnhHnnrt.tt imh hl hrn. V V Hl M..VIJM)I V . V . hende Massenaussperrung haben ihre Wi??n nif htrUm. S)U 9Ttfiitr

In Dresden. Hannover und Braun- merun-Scandal aiatA rm.i .b biu Aw j''

...Hu ...m,. z u ;r.; t, u. h. omhf nst.nin .... ... ... n..k. i t, .i .,.. e,m,rnt,. n.A!fomm uhh . im in MribR. reisen mit w Besürchtungen ent. gegengesehen wurde. Kaiser wird amerikani scheö Unterseeboot besichtigen. Berlin, 23. Mai. Eine interes sante -Nachricht bringen die , Kieler Neuesten Nachrichten". Darnach wird in der Kieler Woche die Baltimorer Firma Simon Lake dem Kaiser ein Un

gerichtet

. tm-r "V" . V I des Dcutjchcn Reiches, der Amnestie-Frage. Professor Mit,ksttkot vlNs.r.n. ml&n nackl dem Modell russtscker Unterseeboote aebaut i " , ' - i worden ist. Des Kaisers bobeS Interesse für alle Neuerungen auf ?d:m ra.M.. w ffi7Arin.fiAfft.Anif in rtfi. I , mein bekannt, und die amerikanischen V I L mj Mf. 4JkUklllLUUUlklMlllft I MMMV 1Ititrnfimr ntUn fi der Krwartuna -- ryw i "r - u hin, daß ihre Leistung des Kaisers An erkeunung finden werde. Kommentare zu derbritisch russischen Annäherung. Berlin. 23. WM. Die man cherlei Konjekturen, welche sich an den UUiyCUVUUUCl9 IUI 4JUCIl Uüll ftadt knüpfen, werden hier mit begreif lichem Interesse verfolgt. Die Mel dung des Londoner Standard- aber, daß ein rusfisch'englischeS Abkommen über Persten bevorstehe,- begegnet ftar Um Zweifel ymnqlitq lyrer. Rtcyttg. keit. Sie gilt denn auch mehr als ein Versuchsballon, um die Ansichten der maßgebenden deutschen Kreise in Er (nhrurtn 11t brinapn. &,ni(htr CSrttislr i.mi M, 0M.it.. 9.1t,-, ' " .TA l -in.ixfllIllULUt.il. UJL1UJL 111 LlliLlil ullllllilLil I ,!rt Newmd.s auskb.. : " - ' rr rr n w. . tn..r. t i , vl me Mpanoigung ubianos uno Englands über Asien ist durchaus er wunicyr. zas aoer oie agoaoayn anbetrifft, so find die darauf bezüg 11 x cm .r v . i t rr iie laoungcn in näheren rorrung oeoursiig. euliqe ani besitzt eine vollgültige Konzession für die ganze Bahn bis zum Persischen Meerbusen als ein wohlerworbenes Recht, worüber selbstredend weder Eng land nock Rukland verküaen können. und worin die Bank durch das Deutsche Reich geschützt wird. fflrltnhfrtk fntnml ln ,tft,r Dieser Grundsatz kommt in erster 2lnj ,n mxa$u mt internationale h mn. hii hur ßnolonb 7 'wr " verlangt werden mag, ist ausgeschlossen, sterabc England eS ablehnte, sich sln bem unternehmen zu de. deutschen Interessenten sich .ftigen. Eine gemeinsame Ver wünscht. .Die Auslassungen des .Standa.d' S'b!V oiuuj vc ucuiucii wiuumumimiuu aus krktisckem Raden lassen trienntn. v t rt.rt ii v MWAn 8 !" Ä i" II"" " lil " .IL. . lMuunuMmi(uiui. i S o h e n t w i e l.F e st s p i e c. Berlin, 23. Mai. Unter gün Auspizien und riesiger Betheil! ng haben auf dem durch Scheffel'S kkebard derb-rrlickten finhmimid im württembergischen Schwarzwald kreis die Jestspiele begonnen, welche un ter dem Protektorat des Fürsten von Krstender, -Ken. lAst,r K, Volksfeftspiel Unter der ReichSfturm! ' - a ' ' -1 ; :,M - - - '7' ffm . f ,.Ä - " ? Z yitour vaiprcn lupi, ouim aqxz iouu him hm arönl0r. . mnmmt I - 's I zttftült urde. (Der Name des Fest. I . . fh eI8 meist hörstuf hin. dk hnhri k,,. sonders auch die aeschichtliche Stelluna cmn-..fi t q-- v .ri fiASflnnnfriBnc mihnMWhMfnr. --"-T -"-""" T""" wmwww wm . . .j . den ist. Im Jahre 133S wurde Gras Ulrich IN. von Württemberg durch ffstifr Ludwia den Rakkrn ItrmUch , wwwwf O " V"MIH y zum Träger der ReichSftnrmfahne er nflttnM i""

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'rlin. 23. Mal. Der Kaiser , i ,n p . .. ... . 9 oaswejuta 3esto von HJUiuamets nltje dm Pogen des Gu dem.urs Kamerun genehmigt, und Puillanier icycioci nunmeyr aus oem öffentliöen Dienst. Der soaenannte Kamerun Scandal, über den imReichS tag seinerzelt so viel Lärm geschlagen wurde, dürfte damit auch im Sande verlaufen. Amtlich wird angekündigt. daß die seit Monaten im Gange gewe sene Untersuchung keine Gründe für ein disziplinarisches Verfahren gegen Putt kamer ergeben habe.

t Henrik Ibsen f.

C h r i st i a n i a, 23. Mai. Der norwegische Dichter und Dramatiker fienrl? "fis.n v MV kMIV VtUMUllilWU um 2.30 Uhr. oioogi 3o,?n t Jayressclsl krank llch gewesen war und seine Lebens fräste allmählich nachließen, kam sein heutiges Ableben allgemein unerwartet. Während der letzten Stunden war der greise Dichter bewußtlos, und das Ende war ein friedliches. Während feines letzten Krankenlagers durfte Ui kr oer zy"eiqen treunoe uno ve . . ... r i. fc. m e"r oes großen Vlcyler, Denen 31m . . . n. mer betreten, nur feine Gemahlin, fein fT.lu - w ? . rx. m i uno oer langjagnae ausarzi . r . . - - - . warm eme getreuen Velayrten uno Psteger Dkk Tod JbsenS hat in ganz Norwegen große Trauer hervorgerufen. Obwohl JbsenS llterarische Thätig. keit schon vor mehreren Jahren ihr Ende erreicht hatte, als ein Schlaganfall den Dichter zwang, jede geistige Arbeit auf zugeben, so hatte er doch nicht ausge hört, in dem Leben ChristianiaS eine Figur i spielen, und fast alltäglich

ymnü man'w. g. lndm

Straßen der Stadt sehen. In letzter Zeit hatten sich die apoplektischen an fälle öfters wiederholt, und in Anbe tracht des hohen Alters des Dichters ist fein heutiges Ableben nicht zu verwun kuu Während der ganzen letzten Woche war der Zustand des Greifes besorg nlßerregend, doch drang hiervon Nichts in die Öffentlichkeit. Gestern Nacht " 'wm weiteren Schlagankall. hm . nlftm.fi. .um m.hiiiMt.l. "M a" "WPM ttttccjit. lim 2 llfir fitut NaSmIIIaa tnurbe t - - w o ,ü fxtofl& bflfe ffi m d ihren Sohn Sigurd ach dem Krankenzimmer rief, woselbst eS schönen, friedlichen To. i vi n ' ' beg M XÜm 2)i(htct3 ttslUN. Sofort nach Empfang der Todes Nachricht übermittelte König Haakon den HinterbliebZnen fein und der Köni gin aufrichtiges Mitgefühl. Das Etorthing und andere öffentliche Körperschaften haben der nationalen auer uoer oen vertun vieler eroor. ragenden Persönlichkeit imliterarlschen 9thpn .r Ndr, rhfan. Leben der Nation Ausdruck verliehen. Alle Theater und Vergnügungslokale sind heute Nacht geschlossen. Der Echriststellerverband hat am Fuße des Denkmals Ibsen'S vor dem National Theater einen Lorbeerkranz mit schwar zer Schleife niedergelegt. Die BeerdigungSfeierlkchkelten wird (Henrik Ibsen war am 20. März 1823 zu Slien geboren und hatte sich ursprünglich dem Apotheker Berufe gewidmet. Seine hohe dichterische Begabung gab sich schon durch das Drama Catilina ,lu " . da- Ende der 40 Jahr. 1850 gad er seine Stellung ,. ms. ,,f . (lf,riHln 15 utMiHHi hhi( nia literarischen Studien obzuliegen. 3m folgenden Jahre erhielt er eine An llung als Jnftructeur- an dem von OIc ull gegründeten Nationaltheater iu Bergen, die er 1857 mit einem ühn tn in hristiania vertauschte, ZN Jahre 1863 trat er mit öffentlicher Unterstützung e.ne Reise ins Ausland Lf nf (! JL. CTi .UmaIa DI8 NlllU 910UI npicaic. i , it w. i o ii "M usoru, e cu . eutfchland brach Ibsen von Chri etm Ausoru oes rieues mu lania auf. um für lanae Jahre seinem - . m bnüik feine ifteimatb im Avril 1864 m ... und wandte sich zunächst nach Deutsch. I , . - , II w 'n u "Tr V.' I iS.M cv . oi.i;.. IQAk fAnXI. i. (In JV i- " b dramatisches Gedicht Bland I iiqq Norweaen und settdem aeno er - " .,z omä c,stC oo lvllymu nwmw 1 lOßO I CV t. f m' 3m 3?" 1Öt? rÖt.nß j,e.n wm io vHijionoe yvua, wu Smu ijiiiv, . . , f aufgenommen ward, jedoq, Mcht lange oeromo. m. . r t nttt cnnjf.fc.. ?Ja 1 ,,T T nm Norwegen (1891) - von da ad sich der Dichter meiftentheil, in Deutsch. I . . , i . BB I Mono out, mo in p.ot iunpunm8m München eine zweite Helmalh gesun. den. Hier war es, wo er die meisten seiner mooernen, iüjiuicu gramen schrieb, die ibn u dem weit über die Grenzen seines Vaterlandes und Eu ropa'ö hinaus berüWten 301m ge macht haben. Henrik Ibsen ist nicht ein volkSthüm licher Dichter zu nennen, uno er ist auch vielfach nicht verstanden worden Man hielt ihn für einen Oeift volle Zweifel, Kummer und unbefriedigter

Sehnsucht, und noch heute wird er von Vielen, infolge seiner der letzten Epoche entsprungenen Werke, für einen Pessi

misten, einen Cyniker, für direkt un moralisch gehalten. Zu den meiftbe kannten Bühnenstücken der letzten Periode zahlen Wildente. RomexS Holm-, Stützen der Gesellschaft" Nora- und Gespenster.) Nukland. Standpunkt der Regie rung. S t. P e t e r S b u r g, 23. Mai. Die Regierung hat heute die folgende Erklärung abgegeben, die ein Nicht Gewähren voller Amnestie zu rechtferti gen beabsichtigt: Die Frage einer vollen politischen Amnestie, welche ihren Ursprung hat in der Antwort des Unterhauses auf die Thronrede, ist weit entfernt, die volle Sympathie aller Gesellschaftsklassen in Rußland zu haben. ES ist unmöglich, ein starkes Ge fühl gegen volle Amnestie ln verfchie denen Kreisen zu ignoriren. in denen man sagt, daß die Zahl politischer Morde'nicht abnimmt. Täzlich kommen Nachrichten aus den Provinzen von neuen geglückten oder versuchten Attentaten auf Beamte. An gesichtS einer solch unleugbaren Dispo sition seitens der terrorift. Gesellschaften kann die Regierung die richtig denkende Bevölkerung nlcht steter Gefahr au? setzen; die Regierung kann sich nicht enthalten, Terroristen und Bomben werfer zur Rechenschaft zu ziehen. Sie kann nicht durch richterlichen Ausspruch Leute vor Strafe retten, welche solche Verbrechen begangen haben und noch begehen. Milukow über die Situa t i o n. S t. Petersburg, 23. Mai. Professor Milukow, der Sprecher der konstitutionellen Demokraten im Unter Hause, giebt heute im .Rech", dem Organ der Partei, einen ziemlich pessi mistischen Ueberblick über die äugen blickliche Lage; seiner Ansicht nach find die Aussichten, einen WiederauSbruch der Revolution zu verhindern, sehr schwache. Er bafirt seine AuSführun gen auf die bei ihm feststehende Ueber zeugung, daß die Regierung keine voll ständig konstitutionelle Regierungsform geniühren werde, welche allein eS doch möglich machen würde, die Wogen der allgemeinen Aufregung, die das Volk ergriffen, zu beschwichtigen. Er be trachtet Premier Eoremykiir'Und dessen Kabinett als Puppen, die nach der Flöte der mächtigen, den Hof beHerr schenken Einflüsse tanzen; er fürchtet, daß Kaiser Nikolaus, gleich Ludwig XVI., die sich ihm bietende Gelegenheit, dem Lande inneren Frieden zu geben, unbenutzt vorübergehen lassen werde. eXl a sCXtXl (slVftt. A fAMIMlAI - ajk z..,U vurniiuui- - tw, , , ..I chm Regimes hält Milukow für die etzte Chance der Regierung; ein Ber ehlen, die zu thun, wird den konfti utionellen Demokraten den Boden unter den Füßen wegnehmen und die revolutionären Elemente stärken, die da predigen, daß Parlamentarismus eine Illusionist, und die blutige Revolu wn und Anarchie heraufbeschwören. Mchtsoepowentger, jag oer Prosenor. . . . . tsn r rr werden die konstitutionellen Demokra. ten an ihren Bestrebungen, das Land auf eine solide, konstitutionelle BastS zu t 1 r nt ti r ni ic wx bringen, festhalten; sollte ihnen dies nicht gelingen, so fällt die Verantwor tung der unausbleiblichen, Verderben bringenden Folgen nicht auf ihre Schul tern. Die Schwarzen Hundert' Odessa, 23. Mai. Die .Schwar zen Hundert" (Organisation der schlimmsten Reaktionäre) entsalten im ganzen taoltcyen Ruszlano rege Tvattg, keit. Sie haben zahllose Petitionen gegen AmneftieGewührunz ln Umlauf gesetzt und thun ihr Möglichstes, mit allen nur möglichen Mitteln die Libe ralen aufzureizen. Ernste Zusammen flöße zwischen den beiden Parteien wer den befürchtet. . Gescheitert. Kapstadt, 23. Mai. Der briti' sche Dampfer CaibUKi".- Kapitän Crosthwaite, welcher am 18. April von New York nach Sydney, NeusüdwaleS, in .See aina. ist auf der Höhe von Duvkor Point, unweit von hier, ge scheitert. ES wird gemeldet, daß die Mannschaft, mit Ausnahme von zwei Chinesen, gerettet wurde. Die Palme lä'tzi vom Grünen mqr r.r.n im Winter, und das Menschenherz von der Hoffnung nicht inmitten des Lebens.

A e r W.e r t h Der ülle. Es darf in erster Linie nicht vergessen werden, daß die Gülle an und für sich ein unvollständiger Dünger ist, weil ihr ber Hauptaschenbestandtheil, die Phosphorsäure, fast ganz fehlt, und daß nur die festen und flüssigen Bestandtheile zusammen einen vollständigen Dünger darstellen. Es ist deshalb auch die Wirkung des Urins nur eine einseitige, hauptsächlich die Blattbildung befördernde und wird er deshalb wohl auf Gräser einen günstigen Einfluß ausüben, dagegen keineswegs auf die Kör nerfrüchte, weshalb das Begüllen der Saaten wohl viel Stroh, aber wenig Körner erzeugt. Ziehen wir noch die wohlthätigen Wirkungen des Düngers in Betracht, welche er durch seine Humusbildung auf die Lockerung und Erwärmung des Bodens ausübt, so kann davon bei der Gülle keine Rede sein, sondern sie wirkt nur durck ihren Ge-. halt an Nährstoffen. Der' Hauptvorzug der Gülle besteht aber in der leichteren und gleichmäßigeren Bertheiltarkeit derselben und in deren leichteren Auflöslichkeit, wodurch wir namentlich imstande sind, die Pflanzen in ihrem Wachsthum zu fördern und ihnen eine rasche Nachhilfe zu leisten. Der letztere Umstand empfiehlt die Gülle besonders für die Wiesen, indem man bei starkem Wiesenbesitze ohnedies nicht mit dem Stallmist auskommt. Durch den Zusatz von Stickstoff und phosphorsäurereichen Stoffen zur Gülle wird sie natürlich auch ein mehr allseitig wirkendes Düngemittel und ist dann auch zur Nachhilfe für Wintersaaten und für Sommersaaten geeignet. Brand st i f t u n g aus H a'bsucht. ' In der Londoner Vorstadt Walthamstow ist man zweier Knaben habhaft geworden, denen zum fünften Male . Brandstiftung nachgewiesen wurde. Die Brandstiftungen hatten sie verübt, nur um der 2 Shilling (etwa 60 Cents) theilhaftig zn werden, die sie für die Anzeige jedes Feuers von der Feuerwehr beanspruchen konnten. Dem einen der jugendlichen Verbrecher wurde eine Prügelstrafe auferlegt, während der andere verurtheilt ward.

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