Indiana Tribüne, Volume 29, Number 231, Indianapolis, Marion County, 23 May 1906 — Page 7
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töorisefcuug.) Frau ton Zernwitz sah mit "einem aufsteigenden, leisen Mißbehagen in das ehern ruhige, undurchdringliche Gesicht der Sprechenden, die sich ihr langsam um einige Schritte genähert hatte. Dann deutete sie mit der Rechten auf einen Stuhl und sagte in gemessenerem Tone als vorher: . Jch bitte, sprechen Sie." Nach einem kurzen Nachdenken begann Martha Weltzien: " G wird mir schwer, den Anfang zu finden. l?he ich nämlich die Sache in ihrem Kern berühren kann, muß ich die gnädige Frau bitten, mir ein Versprechen zu geben Das klingt ja seltsam." O, es ist auch seltsam, recht seltsam, was ich zu sagen habe." bestätigte die andere kopfnickend. Wären Sie also bereit, gnädige Frau, mir zu versichern, daß unter allen Umständen, stets und immer, mein Name ungenannt bleibt, wenn Sie die Mittheilungen, die ich Ihnen zu machen gedenke, jemals weiter benutzen sollten?Sie glauben doch nicht im Ernst, daß ich Ihnen eine solche Zusage geben werde?" lehnte Frau von Zernwitz sehr kühl ab. Ihnen, einer Fremden, die ich erst vor wenigen Stunden kennen lernte und mit der ich noch kaum ein Dutzend Worte gewechselt habe." Martha Weltzien blieb ganz gelassen. Schade schade für Sie, gnädige Frau. Es dürfte einmal eine Zeit kommen, da Sie Ihr Seelenheil verpfänden würden, könnten Sie dadurch diese Stunde und zugleich die Macht zurückrufen, von Ihrem Kind schweres Unheil fernzuhalten." Frau von Zernwitz zuckte zusammen. Eine fliegende Angst drängte sich in ihr Herz. Dennoch sagte sie noch immer abweisend: Sie werfen da mit recht großen Worten um sich, mein Fräulein." Martha Weltzien schüttelte den Kopf. Das ist gar nicht meine Art. Ich bin eine ziemlich nüchtern erwägende Natur und sage auch in diesem Falle nur, was ich denke. Sie wollen mich also nicht hören?" Ich bat Sie ja doch schon, zu sprechen. Allein ich kann nicht auf Ihre theatralische Forderung eingehen, dcn Preis Ihres Geheimnisses vorher zu bezahlen." ..Den Preis meines Geheimnisses." lächelte Martha Weltzien schattenhaft. Wenn ich wirklich einen Preis verlangte, gnädige Frau sollte Ihnen nicht zuviel sein, die Schätze der Welt zusammenzubetteln, um mich zufriedenzustellen. Wenn Sie freilich Ihr Kind nicht lieben " Sprechen Sie nicht so mit einer Mutter!". Verzeihung. Ich wiederhole, ich kam in Ihrem Interesse, gnädige Frau." Ein zweckloses Hin- und Herreden liebe ich jedoch nicht. Sie gestatten deshalb, daß ich wieder gehe." Und sie wandte sich wirklich der Thür zu. Eine angstgeprcßte, heisere Stimme rief ihr nach: Bleiben Sie. Ich möchte erst noch rine Frage an Sie thun Bitte." entgegnete Martha Weltzien, höflich zustimmend, verharrte aber auf der Schwelle, die sie schon erreicht hatte. Wird in der Angelegnheit, in der Sie auf mich eine unedlen Zwang ausliben wollen " Ich finde es nicht klug, daß die gnädige Frau mich zu beleidigen suchen." Frau von Zernwitz machte eine unklare, nervöse Handbewegung. Spielt also in der bewußten Angelegenhcit auch Herr Rüttenauer eine Liolle?" Die Hauptrolle antwortete Martha Weltzien -rasch und sicher, im BeIvußtsein, daß sie nun Siegerin sei. Sollten Sie das wirklich nicht schon von Anfang an gewußt haben, gnädige Frau?" Ja," sagte Frau von Zernwitz. die andere starr ansehend. Und darum muß ich Sie auch hören und muß Ihnen das verlangte Versprechen geden." Sie schwören mir also zu, nie eine Andeutung über die Quelle dessen, was Sie nun gleich erfahren werden, fallen zu lassen? Mit anderen Worten meinen Namen strengstens geheim zu halten?" Martha Weltzien bewegte tin wenig ungeduldig die Schultern. Es wäre mir lieb, Ihre Zusage in einer etwas feierlicheren Form zu besitzen. Wollen Sie mir Ihr Versprechen nicht bei dem Haupte Ihres Kindes geben?" Ein schwerer Athemzug entrang sich der Brust der gemarterten Frau. Bei dem Haupte meines 'Kindes," stieß sie dann entschlossen hervor. Martha Weltzien eröffnete ihre Mitthcilungcn mit twx Frage: ' Gnädige Frau, haben Sie wohl jemals sagen wir innerhalb der letzten Monate das Gesicht Herrn Rllttcnau'ers so recht aufmerksam betrachtet?
Ich meine, mit jenem Blick, der Herz und Nieren prüfen möchte? Dann müssen Sie auch den Eindruck empfangen haben, daß er unmöglich zu den seelenruhigen Menschen zählen kann. Habe ich recht?" Ich will Ihnen ja nichts sagen, sondern etwas von Ihnen hören." Richtig. Nun denn, ich hab' es zu meinem Studium gemacht, jede Miene dieses Gesichts auf ihren Ursprung hin zu durchforschen, ihre tiefinnersie Bedeutung zu enträthseln, und mit immer zwingenderer Gewalt hat sich mir da die Ueberzeugung aufgedrängt, daß Egon Rüttenauer eine Schuld mit sich herumträgt eine schwere Schuld. Diese mußte und wollte ich ergründen." Und das ist Ihnen gelungen?" warf Frau von Zernwitz athemlos ein. Hören Sie nur weiter. Ich stellte allen Scharfsinn, dessen eine Frau sähig ist, die etwas finden will, in den Dienst meines Vorhabens. Allein all mein Nachspüren wäre vielleicht doch vergeblich geblieben, wenn nicht jener Dämon es kann nur ein Dämon sein der im Finsteren so oft unsere Schritte lenkt, mir die Richtung angegeben hätte. ' Es kam ein Augenblick, da stand ich im starren Entsetzen einer furchtbaren Erkenntniß. Nur ein Gedanke hatte Raum in meinem Kopf, dieser: Egon Rüttenauer befand sich zu derselben Zeit in Berlin, vermuthlich in derselben Nacht, da dort sein Wohl thäter Herr Rudolf Bärndorf und dessen alter Diener auf so räthselhafte Art um das Leben kamen." Wie von einer unsichtbaren Faust emporgerissen, war Frau von Zernwitz aus ihrem Polsterwinkel emporgeschnellt. Todtenbleich, in einem krampfhaften Zittern des ganzen Körpers stand sie da. Sie sind ja wahnsinnig!" ranz es sich von ihren blutleeren Lippen. Martha Weltzien blieb ruhig sitzen. Aus ihrer Haltung, die eben noch ziemlich lässig gewesen war, sprach jetzt aber die größte Spannkraft und in jedem Zug ihres Gesichts prägte sich eine eiserne Energie aus. Sie sprach leise, jedoch messerscharf: Gnädige Frau, ich habe keine Beweise für meine Behauptung. Ich wollte Ihnen auch nur einen Fingerzeig geben. An Ihnen ist es nun, auf dem angegebenen Wege weiter zu forschen. Denn Sie werden Ihr Kind wohl kaum der Möglickkeit preisgeben wollen, eines Tages in den Armen eines Mörders aufzuwachen." Frau von Zernwitz griff mit beiden Hcnden nach ihrem Hals, als ob sie in Gefahr stehe, in den Tiefen einer unbarmherzig herandrängenden Wasserfluth zu ersticken. Da zuckte ein Gedanke durch ihren Kopf, der ihr einen Theil des verlorenen Gleichgewichts wiedergab. Ah." rief sie. Sie hassen Herrn Rüttenauer und wollen sich nun durch diese entsetzliche, aus der Luft gegris. fene Anschuldigung an ihm rächen Martha Weltzien lächelte mitleidig. Wenn jemand ein Engel ist, so würde es ihm herzlich weniz schaden, wenn ich daherkäme und behauptete, er sei ein Teufel. Ich hasse Egon Rllttenauer auch nicht aber ich liebe ihn mit allen tiefskn und gewaltthätigsten Kräften meiner Seele! Darum wies ich Sie auf die Spur, seiner Schuld, wei! ich weiß, daß Sie einem Verbrecher ;$nre lochtet nimmermehr zur Hrau geben werden. Es blieb mir kein anderes Mittel, die Nebenbuhlerin aus dem Wege zu räumen. Verstehen Sie nun mein verzweifeltes Spiel?" Frau von Zernwitz stand jetzt erst recht in rathloser Verwirrung. Sie lieben einen Menschen," fragte sie, und wollen ihn dennoch vernichten?" Vernichten? Wer denkt daran; Wenn er nicht selbst hingeht und ruft: Das habe ich gethan! ich werde ihn wahrhaftig nicht der lieben Gerechtigkeit überliefern. Und Sie werden es ebenso wenig um Ihrer Tochter willen, die Egon Rüttenauer in ihrer Art wohl ebenso sehr liebt, als ich in der meinen. Sollten Sie aber doch daran denken, aus sogenanntem Pflichtgefühl gegen die Gesellschaft sprechen zu müssen so verbiete ich es Ihnen! Hören Sie? Ja, ich untersage es Ihnen! Und ich habe, denke ich. die Macht, Sie meinem Willen gefügig zu machen. Denn würde der Äann. den ich liebe, jemals durch Ihre Bezichtigung dem Untergang verfallen, so wäre mir keine That grausam genug, an Ihrem Kinde dafür Rache zu nehmen." Sie sind ein furchtbares Geschöpf!rief Frau von Zernwitz zusammenschaudernd. Ich bin. wie ich bin," antwortete Martha Weltzien hart. Und dem Mann meiner Wahl würde mein Herz auch dann gehören, wenn er selbst noch Schrecklicheres gethan hätte, als wir vermuthen. Ja, ich würde keinen Augenblick zögern, mit ihm in eine neue Schuld hineinzuschreiten! Darum gehöre ich an seine Seite ich nicht aber ein Wesen von der stillen, zarten Art Ihres Kindes! Sollte ihm viel, leicht bald schon die Entscheidungstunde schlagen, so werde ich ihn aus der Verzweiflung emporzureißen und ebenso jede unfruchtbare Reue in ihm zu ersticken suchen! Ich werde ihn stützen, leiten, meine Aufgabe soll es sein, ihn, fern von hier, einem neuen Leben wiederzugeben! Nur um ihn sein und ein Anrecht auf ihn haben dürfen in dieser Erwartung allein athme' und handle ich! So liebe ich ihn!" In diesem Auaenblick. rockte .es an
die"Thür.' Sie sah nach wer da sei. Ein Mädchen stand draußen und überbrachte den Wunsch der Köchin, das Fräulein" doch einmal sprechen und um einen Rath fragen zu dürfen. Ich komme sofort hinunter antworiete Martha Weltzien. Sie schloß aber erst die Thür noch einmal und trat wieder ein paar Schritte auf Frau von Zernwitz zu. Ueberlegen Sie nun, gnädige Frau, was Sie in Ihrem und Ihrer Fräulein Tochter Interesse zu thun haben. Ich brauche Sie wohl nicht erst zu der unumgänglichen Vorsicht im Anfassen der schwierigen Angelegenheit zu ermahnen. Es eilt ja auch nicht, die Klarheit braucht nicht von heute aus morgen herbeigeführt zu werden, da die Hochzeit erst für den Mai festgesetzt ist. Sie werden des feierlichen Versprechens eingedenk bleiben, das Sie mir gegeben und daß Sie das arme schöne Haupt mit dem rothen Haar über der weißen Stirn schonen werden, dasür habe ich ja in gleicher Weise Ihre Zusage, wenn .sie auch unausgesprochen geblieben ist. Ich gehe jetzt und muß Ihnen .Auf Wiedersehen unter dem Weihnachtsbaum' zurufen. So voll schreiender Widersprüche ist das Leben!" Sie hatte das Zimmer verlassen. Frau von Zernwitz war wieder in ihren Polfterwinkel zurückgesunken sie saß da wie gelähmt. Dabei sauste und brauste es ganz unerträglich in ihren Ohren und ihre Lippen wollten sich immer wieder von neuem zu dem Aufschrei öffnen: Mei Kind die Braut eines Mörders!" aber sie blieben stumm, wie ein Siegel der Ohnmacht lag es darauf. Gott im Himmel, was mußte nun geschehen? Das dämonische Weib, das eben gegangen war, hatte ihr die Übermenschliche Aufgabe zugeschoben, in einen Abgründ voll Nacht und .Grauen mit dei Wahrheit hineinzuleuchten! Wie aber sollte sie. die Kranke, Schwache, Hilflose, solch Ungeheuerliches vollbringen? Namentlich unter den erschwerenden Umständen, die ihr Martha Weltzien zur Pflicht, zur Bedingung gemacht hatte! Und doch, sie mußte ihre letzte Lebenskraft daran setzen, ein furchtbares Verhängniß von ihrem Kinde fernzuhalten. Sie fühlte sich von dem heißen Drang gepackt, aufzuspringen, hinauszueilen zu jenem stillen Weiher im Wald, Olga an sich zu reißen und mit einem einzigen schonungslosen Wort jenen Elenden zu entlarven! Aber nein, sie wollte und konnte nichi ohne weiteres eine solche Unthat Egon Rüttenauers glauben und an die noch größere, daß er dann gewissenund reuelos die Hand ausgestreckt nach einem reinen, unschuldigen Wesen, um es mit in sein Verderben hineinzuziehen! Nein, nein, vielleicht deuteten die düsteren Anzeichen in seinem Gesichi doch nur auf einen unglücklichen Menscheu hin, nicht aber auf einen verlorenen! Jedenfalls blieb es ihr nicht erspart. Licht zu schaffen in dem tiefen, schauerlichen Dunkel! Und sie besaß memand, dem sie sich hätte anvertrauen können. Da brach ihr ein Laut von den Lipden. der wie ein Ruf der Erlösung llang. Berthold Schönholzer: )vaß sie an ihn nicht sofort gedacht hatte! Sie kannte ja doch seine treue Ergebenheit für sie, war von seinem goldechten Charakter so tief überzeugt! Ja. ja. ihn mußte sie anrufen, daß er ihr beistehe, er zauderte wohl keinen Augenblick und wenn es für ihn gewisscrmaßen auch einen Kampf mit dem vergötterten Freund bedeutete, ihm mußte ja selbst daran gelegen sein, Klarheit darüber zu schassen, mit welchen Augen er fortan Egon Rüttenauer anzusehen habe! Die frühe Dämmerung des Dezenbernachmittags sank schon herab. Der Himmel zeigte nicht mehr seine volle, so lange bewahrte Klarheit ein einförmiges Grau überzog ihn langsam. Wahrscheinlich gab es wieder Schnee ja, da taumelten schon einzelne große Flockengebilde auf die Erde nieder. Frau von Zernwitz blickte mit starren Augen hinunter in den Park. Dort den breiten Mittelweg mußten sie, auf die sie harrte, einherkommen. Wie sollte sie Egon Rüttenauer entgentreten! Mußte sie nicht mit jedem Wort, mit jedem Blick verrathen, was ihr in der armen Seele stürmte? Nein, das durfte nicht sein! Es galt, ihre volle Selbstbeherrschung aufzubieten. Dort jetzt nahten sie. Zuerst kamen Berthold Schönholzer und seine Mutter. In einem größeren Abstand folgten Egon Rüttenauer und Olga. Das junge Mädchen hing in seinem Arm und die gequälte Frau am Fenster sah nur zu gut, wie ihr zartes Gesichtchen zu ihm empor gerichtet war. als erwarte sie in unbegrenztem Vertrauen von iym fortan alles Heil und allen Segen für ihr junges Leben! Aufstöhnend trat Frau von Zern Witz von ihrem Spähcrpostenzurück. Die Kniee zitterten ihr gar zu sehr. Leichtfüßig flog es draußen die Treppe empor die Thür öffnete sich und in dem Spalt erschien Olgas Antlitz, hinreißend schön mit den blitzenden Augen und dem frischen Roth, das die Winterluft über die zartgerundeten Wangen hingehaucht hatte. Störe ich Dich auch nicht im Ausruhen, liebe Mama?" fragte das junge Mädchen mit gedämpfter Stimme. Nein? Nun. dann komme ich zu Dir. O, es war wunderschön auf demEiö
wirklich' wunderschön! Egon ist auaz eine ganze Weile allein gefahren, allerlei Figuren hat er auf dem Eis beschrieben 0 Mama, so schön, so kunstvoll und sicher, daß wir alle uns gar nicht satt daran sehen konnten. Schließlich drehte er sich auf einem Fuß im Kreise, so blitzgeschwind und lange, daß mir ganz schwindelig vor den Augen wurde, ich mußte ängstlich rufen: ,Egon, lieber Egon, laß gut sein, komm zu mir.' " Sie hielt erschrocken inne war aus der dunklen Ecke, in die sich die Mutter zurückgelehnt hatte, nicht ein Aechzen an ihr Ohr gedrungen? Olga glitt vor der hingeschmiegten Gestalt zu Boden nieder und rief: Mama, was ist? Fühlst Du Dich nicht wohl?" Leidlich wohl, mein Kind," erklang die Antwort. Damit wollen wir zufrieden fein. Also Du hast einen schönen Nachmittag verlebt? Du fühlst Dich also im tiefsten Innern glücklich und hoffst auf eine Zukunft, die Dir einmal alle Deine Wünsche erfüllen wird? Oder quält Dich wohl auch manchmal die Empfindung, es könnten unvcrmuthete Schatten aufsteigen und Dir Deine Sonne trüben? Will sich Dir nicht zu Zeiten ein Druck auf du Brust legen eine unbestimmte Ahnung, es dürfte doch vielleicht alles anders kommen, als Du es von einem gütigen Geschick erhoffst ja. sage mir, ob Dich solche Gedanken nicht bisweilen beschleichen, gerade dann, wenn Du die Hand Deines Bräutigams hältst und in seine Augen blickst?" Mama, ich verstehe Dich gar nicht recht namentlich Deine letzten Wortk nicht," erwiderte Olga herwirrt. Oder doch ich errathe, was Du meinst. Dir ist nicht entgangen, daß Egon osi düster vor sich hinblickt daß er nichi so glücklich erscheint, als ich esbin. O. ich weiß, was daran die Schuld trägt. Er hat eine so traurige Jugend hinsei sich, und auch sein späteres Leben Hai ihm nur wenig Freuden gebracht. Voi allem muß er aber wohl gar oft ar seine unglückliche Mutter denken! Jetz hätte er sie nun an seine Seite rufer und sein Glück mit ihr theilen fönner statt dessen muß sie für immer ferr von ihm weilen und in unheilbarem Eeisteskranlheit ihre Tage zu Endi leben. Das bedrückt ihn das macfy ihn so oft ernst und finster. Abei dann brauche ich nur zu ihm zu treten sprach sie weiter, brauche ihm mit bt: Hand über die Stirn zu streichen un der böse Geist ist gebannt. Seine Augen leuchten dann seltsam heiß auf, ei zieht mich an sich und flüstert: ,Ja, komm, komm zu mir, Du avein kanns mich das Vergessen lehren!' und dabei küßt er mich so voll leidenschaft licher Liebe, als wollte er mich er sticken." Er soll Dich nicht küssen er sot nicht." wollte Frau von Zernwitz ir zornigem Schmerz aufschreien alleir sie bezwäng sich noch im letzten Augenblick. Ihr Kind, ihr armes beihörte! Kind mußte vorläufig noch ahnungs' los bleiben der Schlag hätte ihi zartbesaitetes Gemüth zu schwer ge. troffen, vielleicht unheilbar. Da gali 3 die größte Vorsicht, und Schonunc und vor allem mußte ja auch erf Jewißheit geschaffen werden. J0, es wird mir schon allmälig gelingen," fuhr das junge Mädchen indessen fort, halb zu sich selbst sprechend. die düsteren Anwandlungen Egons mit meiner großen, geduldigen Liebe zu besiegen." Aufhorchend schwieg sie und wandte den Kopf nach der Thür hin, der sich hastige Schritte näherten. Er kommt. Mama," rief sie. O. sei heute am Weihnachtsabend recht, recht freundlich mit ihm! Du wirst es sein, wenn Du Dein Kind lieb hast." Egon Rüttenauer trat ein. Im Dunkeln, meine Herrschaften?" fragte er. Darf ich mich nach Ihrem Befinden erkundigen, verehrte Frau Mama?" Frau von Zernwitz segnete die hereingebrochene Dämmerung, die dem jungen Mann den Ausdruck ihres Gesichts entzog. Seine Nähe übersiel sie mit jenem unsäglichen Grauen, dessen willenlose Beute wir oft in schweren, schreckhaften Träumen sind. Sie suchte sich jedoch mit aller Kraft zu beHerrschen und es gelang ihr denn auch, in ziemlich unbefangenem Ton zu antWorten: ..Ich danke es geht mir nicht schlecht." (Fortsetzung folgt.)
Einflußreiche Schweizer Zeitungen erklären, der eidgenössische Vundesrath könne nur dann einen schweizerischen Offizier als Polizei, kornmissär in Marokko pr'äsentire. wenn die Mächte der Schweiz aus divlomatischern Wege die Garantie bieten, daß ihr aus dieser Mission Witj Nachtheile erwachsen können. Narii drnr Kommers. Wirth (zum Hausknecht, der 1 .:.UC.I.:44. TY nnige luoenien yeim.cn. Spund, hat viel Geld bei sich. Johann den geben Sie nur gegenQuittuna ad!" Netto pflanze. Mutter: Aber Max, nu mach man fix, daß De zur Schule kommst, 's is jleich um!" M a x : .Ach. laß man, Mutta, der Lehra sangt ooch ohne mir an!"
IZF Haucht bis Tish Hingo.
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