Indiana Tribüne, Volume 29, Number 231, Indianapolis, Marion County, 23 May 1906 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Frsvknz Westfnren. Annen. In der abschüsstqen ProvinzZalstraße vergnügte sich die hiesige Jugend mit Schlittenfahren. Der ILiahrlge Bergmann Mummeshohl verlor bei dem rasenden Hinabgleiten die Gewalt über sein Gefährt. Er rannte mit dem Kopfe aeaen einen Baum und mußte besinnungslos davorgetragen werden. Auf dem TransPort zur elterlichen Wohnung ist der Verunglückte gestorben. Biele eld. Von den Vüraern hierselbst sind rund 35.000 Mark gestiftet worden für den Neubau eines Kaiserin Augusta Viktoria - Stifts aus Anlak der silbttnen Hochzeit des Kalserpaares. Baten brock. Ein Qvfer deZ Alkohols ist der hier wohnende Koksarbeiter Anton Cempel geworden. Er stürzte in betrunkenem Zustande in seiner Wohnung die Treppe hinunter und blieb todt liegen. B e r g h e ? m. Veranüat und munter fuhr der etwa 80jäbriae PferdeHändler Eisenstein von hier nach Hannover, um auf dem in Hannover stattV.. cm.e. ii. r rrt . pMri. iiuucnucn nicqmariie leinemescyasie nachzugehen. In Lude zedoch mußte oer alte Herr bereits als Leiche aus dem Zuge getragen werden; ein Schlaaanfall hatte seinem Leben ein Ziel gesetzt. Herford. Beim Spielen mit einer geladenen Schunwaffe verunglückte der 13jährige Knabe Gütschow aus Enger. Die Waffe ein Pistol entlud sich plötzlich und das Geschoß drang dem Knaben in den Unterleib. Unter großen Schmerzen wurde der Schwerverletzte, an dessen Aufkommen gezweifelt wird, in das hiesige Krankenhaus eingeliefert. Soest. In der Plange'schen Mühle platzte das zwischen derSchlosserei und dem Maschinenraume liegende große Hauptdampfrohr und die :n diesen Räumen sich aufhaltenden Arbeiter erlitten sämmtlich mehr oder weniger schwere Verletzungen durch Verbrühen. Der Schlosser Schäfer von hier erlitt derartig schwere Verletzungen, daß er mittels Tragbahre zum t. Marienhospttal geschasst werden mußte. Weitere schwere Verletzungen trugen die Schlosser Vonse aus Weslarn. und derMaschinist Junker von mer davon, welche nack Anlegung eines Nothverbandes mittelst Wagen zum Krankenhause geschafft wurden. Im Ganzen sind 5 Pcrso. nen schwer, einige andere leicht verletzt worden. Thülen. Letztens erhängte sich Hierselbst der Ackerwirth August Ludrrs f r r i , roig. er ncy in zeyr georonelen und guten Verhältnissen befindet, so ist anzunehmen, daß Ludwig die That :n einem Anfall von Trübsinn vollbracht hat. - Mitten. Der Monteur Bölte aus dem benachbarten Wannen und der Arbeiter Franke von hier waren im hiesigen städtischer Gaswerke mit Reparaturarbeiten beschäftigt. Sie standen auf einem Hängegerüst, als plötzlich einer der Haken, an dem das Gerüst bestlgt war, sich loste und c'. o t .i " -tir: jt "i"c. CClüC aua i yvijc ui uic Tiefe stürzten. Während Franke mit leichten Verletzungen davon kam, blieb Bölte, der einzige Ernährer seiner betagten Mutter, aus der Stelle todt. 'NHinproviz. Köln. Zur Erbauung eines evangelischen Jugendheimes stifteten derschiedene Wohlthater der Gemeinde die Summe von 90.000 Mark. Barmen. Der Oberbürgermeister Dr. Lentze in Barmen wurde mit 75 gegen 6 Stimmen zum Nachfolger des in den Ruhestand tretenden Ooerourgermeisiers Schneider gewählt. Bonn. Der Schneider prunael aus Eckenhagen war wegen Mordes hier in Untersuchungshaft gebracht worden. Er hatte mit dem Dienst Mädchen Meta Pock ein Verhältniß, das nicht ohne Folgen Mied. Unterdessen nahm er sich eine andere zur Braut und stand kurz vor der H.eirath. Um die unbequeme Angelegen mit der Vock aus der Wett m schaffen, lockte er das Mädchen in den Keller seines Hauses, würgte und ses selte es und warf dann sein Opfer in emen Brunnen. Diesen hatte er zu Ä.v,.Ji kc r o.n UtVtUl, V VUH iUUll iUtlUtiC )tii. geblich nach der Vermißten suchte. Die Obduktion der Leiche fand an dem Tag? statt, an dem der Morde? ftoäiitil ikiern wollte. Er war oestandig. Auch sein Vater, ein 75iah iu- i - uriger Mann, ist wegen des Verdachts, an dem Morde betheillgt zu seni, fest genommen worden. Sprunge! machte im hiesigen Gefängniß seinem Leben durch Erhangen nn Ende. Dusseldorf. Außer einer bereits früher anläßlich der silbernen Hochzeitsfeiu deö AaiserpaareS be willigten Summe von 100.000 Mark für eine Wilhelm-Viktoria-Stis tung" (Errichtung eines Ledigenheims) hat das Stadtverordnetenkollegiüm weiterhin ein Grundstück im Werthe von 150,000 Mark hergegeben. Aus privaten Sammlungen wurden für die . gemeinnützige , Anstalt ebenfalls schon 90,000 Mark zur Verfügung stellt. Essen. Vor einiger Zeit hat sich der Oberrcoisseur Jacobs vom hiesigen Stadttheater aus Eifersucht durch einen Stich in die Herzgegenv ge

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Sorgen Sie sich wegen nichts? Erschrecken Sie vor Kleinigkeiten? Fühlen Sie reizbar, mißmnthig traurig und verstimmt? Leiden Sie an Neuralgie, Migräne, Schwindel, Rückenschmerz, niederziehenden! Schmerzen? Falls dies der Fall ist, so sind Ihre Nerven bis aufs Aeußerste angespannt, wie die Seiten einer! verstimmten Moline, die bei der geringsten Berührung einen Mißton hören läßt. Sie befinden sich in einem' gefährlichen Gesundheitszustand und brauchen eine Medizin, um die Anspannung Ihrer Nerven zu beseitigen.! Wenn Sie eine Frau sind, so ist vielleicht die Ursache dieser Nerven-Ueberreizung gestörte Menstruation, welches bei Frauen mehr Beschwerden, Schmerzen und Nervenleiden hervorruft als irgend eine andere Ursache. 2öa: man zu thun hat ist, dem Beispiel zu folgen, das taglich von Tausenden von Frauen gegeben wird, und das

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Fulcrum. Auf der nahe gelegenen Zeche Humboldt wurte der Häuer Schulz von plötzlich hereinbreLenden Wassermassen erfaßt und in die Tiefe gestürzt; er war sofort todt. H a a n. Mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen wurden die Webermeister Wilhelm Bochum und Ed. Busch ausgezeichnet. Mühlheim. Ein Opfer seines Berufes wurde auf Zeche jftoland" im nahen Dümpten der Bergmann Franz Crapentin von hier. Man fand ihn im Bremsschacht mit zerschmettertem Schädel entseelt vor, und man nimmt an, daß er unbemerkt den etwa 100 Meter tiefen Bremsschacht hinuntergestürzt ist und dabei den Tod gefunden hat. Der Verunglückte stand im 33. Lebenswahre und war verheirathet. M e t t m a n n. Letztens wurde hier ein Mord- und Raübanfall auf den Bauer und Kalksteinarbeiter Oberrath verübt. Dieser hatte sich zu Bett begeben. Plötzlich wurde er von einem Menschen überfallen und mit einem Messer in den Kopf und die Brust gestochen. Ein Stich traf ein Auge und verktzte es so schwer, daß es auslief. Oberrath behielt trotz der schweren Verletzungen das Bewußtsein, rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster und floh in ein benachbartes Haus. Mehrere Nevolverschusse, die ihm nachgesandt wurden, trafen ihn nicht mehr. Als er fcyttekttcv me velam, war Der Thäter verschmunden und mit ihm ein Geldbetrag von 140 Mark. Seine Frau will von dem Vorgange nichts gehört haben. Man vermuthet, daß sie mit dem Thater, einem ihrer früheren Kostgänger, unter einer Decke steckt, denn man will sie einige Zeit vorher mit dem Menschen zusammen auf dem Weqe von Vohwinkel nach hier gesehen haben. Sie ist auf Grund dieser Verdachtsmomente verhaftet worden. Der Thäter ist entflohen. . Neun. Von einem Xuat überfah ren wurde der Lademeisterdiatar Peters und sofort getödtet. Mtkekdeutsche Staaten. Braunschweig. Den Tod in der Oker gesucht hat der Arbeiter Karl Feierabend, der sewe in der Abelnkarre wohnende Familie seit längerer Zeit verlassen hat. Seine Leiche wurde am Jnselwall aus der Oker gezogen und nach der Leiche.Halle des hiesigen Krankenyaujes gebracht. Blankenvurg. or Kurzem konnte der Lehrer Heinrich Goedicke auf seine 25jährige Thätigkeit an der hiesigen ersten Knabenschule zurückblicken. Eisen ach. Für den hiesigen Bachhausfondö stifteten der Leipziger Musikalienverlaa Peters 10.000Mark, die Güenich Concertgesellschaft Köln 2000 Mark. Dadurch ist die Restkaufschuld getilgt und daZ Bach Museum gesichert. Finsterberaen. Letztens kam der Steinbrecher H. Oschmann hier, ein ca. 60 Jahre alter Mann, im Steinbruch zu Schaden. Bei Entfernung eines Steines wurde Oschmann an der , Schurze ersaßt, bekam das Uebergewicht und stürzte mehrere Me ter hoch von einem Felsen auf Bruch sieine, so daß er außer einem Bein m m t . rwv t orucy auch eine schwere Wunde am Köpft erlitt. Es machte sich die Ueberführuna des Verunglückten in das Landkrankenhaus nach Gotha nothwendig. Gotha. Der Handarbeiter Albert Möller, wohnhaft Steinstraße No. 29, stürzte beim Backsteintragen an einem Neubau in'HLhe des ersten Stockwerks von der Leiter in die Tiefe und erlitt erhebliche innerliche und äußere Verletzungen. Er. würde m das Landkrankenhaus überführt - Holzminden. Erhänat ha! sich der bei dem Kaufmann .Kugelmann beschäftigte Lagerhalter Kar Reese. Verletztes Ehrgefühl, Rees,

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wurde vers chiedener Veruntreuungen beschuldigt, die ihm übrigens nicht nachgewiesen sind, scheint die Veranlassung gewesen zu sein. P r o b st z e l l e. Wahrscheinlich infolge von Brandstiftung brach am Markt Feuer aus, das die Wohnhäuser von Eberhardt und Zienert vollständig in Asche legte. Das anstoßende Jahn'sche Wohnhaus wurde durch die reichlichen Wassermassen schwer beschädigt. Von dem Mobiliar konnte nur wenig gerettet werden. 'Arovinz Keffen'rassau. Kassel. Verliehen wurde: Der Rothe Adlerorden 4. Klasse dem Landgerichtsrath Klepver Hierselbst; die Rothe Kreuz-Medaille 3. Klasse, , ' . . . I der Oberin der Krankenpfleaeanstal! vom Rothen Kreuz Dora Röthe, dem Stadtverordneten Glasermeister Schäfer, dem Schlosser Busch, sämmtlich hier: dem Bürgermeister Sopp :n Bebra und dem Rechnungsrath Bureauvorsteher des Oberprasidiums Kühlborn. Frankfurt a. M. Der Schuh macher Berg wurde verhaftet, weil er in dem dringenden Verdachte steht. sein neun Mo::ate altes Kind durch fortgesetzte Mißhandlungen getödtet zu haben. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Buchhalter H. Nipp beging sein 26jähriges Geschäftsjubllaum bei der Firma Schmidt und Clemens. O ck e r s h a u s e n. Ein beklagenswerther Unglücksfall ereignete sich in der Gobel schen Lehmkante unweit von hier. Der dort mit Lehmgraben beschäftigte Arbeiter Wilhelm Bury, ein zunger verheirateter Mann und Va ter zweier Kinder, blieb seiner Gewohnheit entgegen . länger wie üblich nach Feierabend aus. Seiner Frau siel dies auf und auf deren Ansuchen hin begaben sich mehrere Leute in die Lehmkaute und hier fanden sie, daß sich ein großer Absturz von Erdmassen ereignet hatte. Die eine Hand des Unglücklichen, ragte noch aus den Erdmassen hervor. Man grub sofort nach und nach kurzer Zeit gelang es, die Leiche zu bergen. Reichensachsen. Dieser Tage beging hier Hauptlehrer Blum sein 25jähriges Ortsjubiläum. . Veckeryagen. Letztens wurde hier in der Nähe der Ziegelhütte eine männliche Leiche angetrieben. Es ist der Vahnarbeiter Johann August Koch aus Hedemünden, geb. am 22. Juli 1863 zu Kleinawerode. Der Verstorbene wurde seit dem Dezember vorigen Jahres vermißt. Ein Eifersuchtsdrama, das eine allgemeine Panik zur Folge hatte, spielte sich dieser Tage in 'einem eleganten Restaurant der Rue SaintMartin in Paris ab. An. einem , der kleinen Tische saß eine Dame und soupirte in Gesellschaft eines älteren Herrn. Plötzlich betrat ein junger Mann den Raum, stürzte sich sofort auf die soupirende Frau und zog un ter lauten Verwünschungen ein langes Messer aus der Tasche, das er ihr mehrmals in die Brust und den RUcken stieß. Der an demselben Tische sitzende Herr wollte dem Rasenden in den Arm fallen, wurde aber ebenfalls mit dem Messer bedroht und mußte schleunigst flüchten. Der übrigen Gäste bemächtigte sich eine große Angst, und sie stürmten rn panikartl ger Flucht, unter Zurücklassung ihrer Garderobe, die Damen schreiend und jammernd, hinaus auf die Straße. Inzwischen hatte der Inhaber des Restaurants nach einem Arzte und der Polizei, geschiöt. Der Thäter begab sich zedoch selbst nach der nächsten Po lizeiwache, wo er gestand," seine Frau ermordet zu haben, weil sie ihn verlassen und ein Liebesverhältniß mit einem Schauspieler angeknüpft habe. Die Uebersallene hatte so schwere Ver letzungen erlitten, daß der Tod bereits eingetreten war, als der herbeigerusene Arzt an Ort und Stell r"

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zu nehmen, welches einen (p-A so) hlM In dem Käfig der Ei.sbären in dem Bronx'er Zoologischen Garten in Groß New York trug sich kürzlich eine aufregende Episode zu, als der Thierwärter Fred. Schlosser unvermuthet von dem Eisbären, der größeren der beiden Bestien, die außer einem Grizzle - Bären in dem Käfig Hausen, angegriffen und bös fugerichtet wurde. Schlosser begab sich mit seinem Assistenten Thomas Mulvihill in den Käfig, um diesen zu reinigen. An dem einen Ende des Käfigs besindet sich eine künstliche Höhle von mächtigen Felsstücken, und zu Füßen dieser ein Wasserbassin zum Herumtummeln für die Bären. Der Wärter stand oben auf den Felfen, als die Schlüssel des Käfigs, die er in der - l ! i-r!n. . . r. . yano rneu, !ym caigtliicii llüll lluijclhalb des Gitters rollten. Die Thüre des Käfigs war binter den Wärtern. als diese den Kastg betraten, tn's Schloß gefallen, und es handelte sich in erster Linie darum, wieder in den Besitz des Schlüssels zu gelangen. Schlosser beugte sich vornüber, um die Schlüssel zu ergreifen, als er von e:nem der beiden Eisbären unversehens angegriffen wurde. Durch emen Hiev der Tatze flog Schlosser von den Felsen hinunter in den Staub. Ehe der Mann sich erheben tonnte, wurde er wk . i m " r von neuem von oem aren ersanr, und einen Auaenbl'ck rollten Mann und Bestie auf dem Boden des Käfigs umher. Im nächsten Augenblick waren Wärter mit großen Stangen zur Stelle und schlugen durch das Gitter auf den Bären ein, während einer von ihnen den Käfig mit den Schlüsseln öffnete. Hageldicht sausten die Hiebe auf den Baren nieddr, der dann von seinem Opfer abließ. Als man den Wärter aufhob, blutete er aus mehreren Wunden. S;rn rechtes Bein wies mehrere schwere Verletzungen auf, die linke Hand war bis auf den Knochen aufgerissen, und der ganze Korper war m:t Kontusionen wie besärt. Eine Tragödie des Spiritismus hat sich in Enghien abge-Ci-i.rL . . . i jpieii. 2iie junge, yuojaze eyroame Juliette Graneche machte die Bekanntschast der erheblich ältere Schneiderin Marie Lheriteau und freundete sich mit i'hr sehr inniq an. weil Frau Lheriteau in allen Kllnsten. des Spiritismus wohl erfahren war und diese geheimnißvollen Mächte eine besondere AnzZebunaskratt auf Juliette ausübten. Sie lernte Tischrücken, Wahrsagen aus dem Kaffeesatz usw. Frau Lheriteau brachte ihr aber auch die praktischste Methode bei, wie man sich unbequemer Personen entledigt. Man zaurt die Seele eines Menschen m die Flamme einer Kerze, 'dann bläst man "bie Flamme einfach aus und vernichtet damit zugleich die Lebenskraft des zum Tode verurtheilten Menschen. Von diesem Tage an hat der Verurtheilte ein Unglück nach dem anderen bis es ihn schließlich in den Tod treibt. Die beiden Freundinnen lebten längere Zeit in bestem Einvernehmen, bis eines Tages Juliette Graneche erzürnt das Haus ihrer Freunbin verließ. Aber ach, von diesem an erlebte sie eine ununterbrochene Reihe von Unglücksfällen. Alles 'ging ibr schief, und Juliette kam zu der Ueberzeugung, daß Frau Lheriteau ihr Lebenslicht ausgeblasen hätte. Nun wollte sie nicht allein sterben, sie begnügte sich aber nicht damit, Frau Lheriteau Mit einer Stearinkerze umzubcingen; vielleicht zweifelte sie selbst an der Wirksamkeit des Zau bers; denn sie kaufte sich einen Revolver und streckte d Zauberkunst lerin durch vier Schüsse zu Boden. Frau Lheriteau ist schwer verletzt, und Juliette Graneche wanderte ins Gesangmß. Auf einem Gute bei Antwerpen hat ., eine Henne emem vierjährigen Knaben, der ihren Ku ken nachlief, die Augen ausgepickt und daö Gesicht so arg zugerichtet, daß das Kmd den Verletzungen erlag.

Fünf Zaire lang war ich so krank, daß Ich kaum Lbcr iai Zimmer geben konnte, nd sehr schach und nervös," schreibt Frl. Rat ie Slusicr on Camiria, Ba., aber nach, dem ich Carimi genommen, fühlte ich sehr er leichtert."

Necord von 70 Jahren de v o nn Der Lvausn Heilmittel. Ein i n vieler Beziehung interessanter Prozeß ging vor dem Pariser Schwurgericht zu Ende. Angeklagt war ein heißblütiger Korse Namens Bose, ein ehrlich und ritterlich denkender Mann, der nur durch die fabelhafte Aehnlichkeit mit seinem großen Landsmann Napoleon dazu getrieben wurde, eine politische Rolle zu spielen. Bose war früher Archivbeamter in seiner Heimaty. Er verlor aber diese Stellung und kam mit seiner Frau nach Paris. Die Noth trieb ihn, das Handwerk seiner Gat tin zu erlernen, die eine ausgezeichnete Kunststickerin war; und der wilde Korse saß friedlich am Stickrahmen und verdiente -sein Brot. Plötzlich wurde er von seiner Aehnlichkeit mit Napoleon tief ergriffen, und er widmete sich der Politik. Er ließ sich als Candidat gegen den verstorbenen Syveton ausstellen, er kämpfte gegen Deputirte und Zeitungen. Alle seine emuhungen schlugen indeß fehl. Diesen Mißerfolg glaubte er dem Abgeordneten Bugliesi - Conti zuchreiben zu müssen, und eines Tages gab er auf diesen auf offener Straffe mehrere Revolverschusse ab, d. h. er schoß daneben. Aber Bose behauptet. daß er das mit Absicht gethan habe; er wollte seinem Feinde nichts Böses zufügen, sondern nur in öffentlicher Gerichtsverhandlung Gelegenheit haben, alle seine politischen Ansichten darzulegen. Das hat er denn auch weidlich gethan. Nun, nachdem er vor Gericht bewiesen hatte, daß er em zwar etwas verrückter, aber anständiger Kerl war, versprach er, daß die Angelegenheit sur ihn erledigt ser.und daß er sich mit Politik nicht mehr beschaftigen wolle. Stt nehmen -das auf Ihr Ehrenwort?" fragte der Präsident. .Auf mein Ehrenwort!bekräftigte der feurige Korse, worauf die Geschworenen die Schuldfrage verneinten. Ueber die 5?olaen eines schlechten Scherzes wird aus Minot, N. D., berichtet: Hilfs - Sheriff Williamsen von Ames County, Flonda, ist aus dem Wege zur isrngolung Lester Swains hier durchgekommen. Die Ursache der vorzunehmenden Verhaftung ist in einem schlechten Scherze gelegen, der ganz unerwartet schlimme Folgen hatte. Im Vorjahre am Halloweentage wurde im 'Hause von Frl. Jvy Nicholas eine Gesellscbaft gegeben, und es wurde viel von Geister- und Spukgeschichten gesprochen. Swain hatet-nun kurz bevor die Gesellschaft aufbrach, hinter der Ege eines Ganges, den Frl. Nicholas passiren mußte, um zu ihrem Schlafgemach zu kommen, eine weiße Gestalt aufaestellt. deren Gesicht er mit Phosphor anstrich. Als Frl. Jvy NicholaS mit ihrer Schwester sich in ihr Schlafzimmer begeben wollte, erschrak sie vor dem scheinbaren Gespenst so, daß sie in Ohnmacht fiel und trotz aller Bemühungen der Aerzte später wahnsinnig wurde und schließlich vor kurzem starb. Swain hatte sich später nach dem Westen begeben, und als er von dem Tode des Mädchens hörte, hat er sich bereit erklärt, sicb verhaften zu lassen und die Verantwortung sür seinen unüberlegten Scherz zu tragen. -. Erklärt. Sie meinen, vt Weiber widersprächen immer den Männern ich erkläre Ihnen: wenn ich eine gefragt habe, hat noch nie eine Nein" gesagt'.- Wer sind Sie denn, daß Sie sich in unser Ge, spräch mischen?- Ich bin Standesbeamter.Einfach. Student: Herr Ober, Sie müssen heut' noch 'mal aufschreiben!" Kellner: Thut mir i-leid!- Student: Gut. dann bleibe ich sitzen bis zum Ersten!" Ausgenützt. Wirthin: Schau nur, dort, drüben . sitzt ein Gast, der hat ein Büchserl Fleische;trakt dabei.- Wirth: So? Für den . thut's nacha a Wasser aa als Sup-pen!-

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