Indiana Tribüne, Volume 29, Number 225, Indianapolis, Marion County, 16 May 1906 — Page 3

Jndkana Tibüne, I. Mai 1906

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Raten

Von Vcrsichcrnngs-Gcscllslhastcn in San Francisco. Ein Irrsinniger auf dem Kriegspfad. Sternburg über die deutsche Gefahr." Zugrä'uber gefangen. Californien's Oelfelder. Diebischer Schatzmeister. Junge Frau in schrecklicher Weise ermordet. Wittwe verliert 10,000 Lebensversicherung. Räthselhaste Geschichte.

VersicherungS-Raten erhöh!. San Francisco, 15. Mai. Eine ganze Reihe von FeuerversicherungS'Gesellschaften. welche hier Ge schäfte betreiben, haben ihre Raten für lokale Versicherung verdoppelt. Verschiedene Gründe hierfür werden ange führt; z. 33., daß der Wasserdruck im. mer noch ein sehr schwacher ist; daß das Feuer-AlarM'System außer Ordnung ist, und andere mehr. Zugleich mit der Ankündigung der Verdoppelung der Raten ist bekannt gegeben worden, daß späte? Rabatte werden gewährt werden, sobald erst wieder normale Verhältnisse hergestellt und die UnderwriterZ" Zeit gehabt haben werden, daS Feld zu überschauen. 65 ist kein bestimmter Zeitpunkt fest, gestellt, doch wird gesagt, daß die ge genwärtigen erhöhten Raten wohl nicht länger als ein Vierteljahr bestehen werden. SreckenSthaten eines Irrsinnigen. Atlanta, Ga., 15. Mai. JameS H. Clark, Racht'Telegraphift in Chamblee, einer kleinen, zwölf Meilen nordöstlich von hier belegenen Eisen bahnstation, wurde letzten Abend, wüh rend er in Dienst war, plötzlich irrsinnig, bewaffnete sich und ging auf den KriegSpfad. Er begab sich zunächst nach dem Hause von S. Purcell, woselbst er logirte, und verlangte Einlaß. Als ihm dieser verweigert wurde, brach er die Küchenthür ein, nahm eine Kanne Erdöl und setzte hiermit das Haus in Brand. Als die Insassen, die beiden Purcell'S, Vater und Sohn, und W. Mark, aus dem Hause kamen, um da Feuer zu löschen, eröffnete Clark erst aus einem Revolver und dann aus einer Flinte Feuer auf die Männer! .mV lia.htllMV(. ß äTT rt.fX&vTJ I uuu utiurnuuiifc it uui uiti uiiuyttiiy. Hierauf wanderte er, dem Eisenbahn geleise entlang, nach dem fünf Meilen entfernten Dunwoody, wo er heute in der Frühe anlangte, betrat den La den von Nash & Clark und verlangte Patronen. Der Verkäufer, William I. CheekZ, der telephonisch gewarnt worden war, weigerte sich, daS Ge wünschte zu verkaufen, worauf Clark ihn durch einen Schuß in'S Herz töd tete. Einer der Eigenthümer entging demselben Schicksale nur durch einige Flucht. Der Wahnsinnige versah sich nun in dem genannten Geschäfte auZgiebig mit Munition und verschwand in den Wül' dern von Dekalb und Fulton County. Polizisten und Freiwillige machten sich auf die Suche nach Clark, und als die ser sich gänzlich eingeschlossen sah, that er da Gescheiteste, was er thun konnte: er erschoß sich selbst. Sterndurg über die deutsche Gefahr." W a s h i n g t o n, 15. Mai. In diplomatischen Kreisen wird heute sehr viel gesprochen über einen Artikel, den der deutsche Botschafter. Baron von Sternburg, in einer Zeitschrift ver öffentlich: hat, und der sich über die so genannte Deutsche Gefahr" in Brasi llen auZläßt. Er bezeichnet das Ge cücht, Deutschland versuche die AuZ Wanderung deutscher von den Ver. Staaten ab und nach Südamerika zu lenken, als Lüge. An Hand offizieller statistische? Be richte weift der Botschaft?? nach, daß und 96 Prozent aller Emigranten von Deutschland nach den Ver. Staaten kommen; in dem Zeitraume von 1871 bis 1894 sind 54,719 Deutsche nach Brasiliien und 2.380,792 nach den Ver. Staaten ausgewandert; noch in keinem Jahre hat die Zahl der in Bra Mien einaewanderten Deutschen 821 überstiegen. In klarer Weise widerlegt Stern bürg das Gerücht, daß bis deutsche AuSwanderungS'Bureau die Emigran ilüxi mit allen nur möglichen Mitteln auch SüdAmerika lenke, nm in der gemäßigten Zone Territorium zu ge wlnnm und eine Suprematie des deut schen Handels herzustellen.

erhöht

59. Kongreß. Senat, a s h i n g t o n , Washington, 15. Mai. Mit Ausnahme der Paßklausel erledigte heute das SenatZcomite die Berathun gen über die FrachtratenVorlage, und so bald die Paßfrage erledigt ist, wird die RateN'Vorlage vom Senat in Be rathung gezogen werden. Besonders lange dauerte die Bera thung über die Mitglieder der zwischen staatlichen HandelZcommisfion. Sena tor Tillman sprach wiederum über die Untzrhandlungen mit dem Präsidenten. Haus. Das Haus entschloß sich heute dem Obergericht beS Distrikts von Columbia die Machtvollkommenheit zu gewähren, den Schulrath für Washington zu er nennen. Nach weiteren unwichtigen Verhand lungen vertagte sich da? Hau? bis morgen Nachmittag. Die reinsten Räuber. C o l u m b u S, O., 15. Mai Infolge einer heutigen Entscheidung deS StaatS-ObergerichteS ist die Mu. tual Reserve Fund Life Associatin" nicht verpflichtet, Frau Sarah M. Fin negan von Cincinnati den Betrag einer LebenZversicherungSpolice von $10,000 auszubezahlen. John Finnegan, der sein Leben bei obiger Gesellschaft zu genanntem Be trage versichert hatte, begab sich letztes Jahr an dem Tage, da die Prämie fällig war, nach dem Geschäftszimmer des Agenten der Gesellschaft, fand dieses jedoch geschlossen. Infolgedessen kam er am nächsten Tage wieder und bezahlte. Der Agent nahm das Geld gegen Quittung an, die Keiellickakt Zedock derweiJerte die Annahme und schickte das Geld zurück. Während diesbezügliche Verhand. lungen zwischen den beiden Parteien noch in der Schwebe waren, starb Jin negan und die Gesellschaft weigerte sich das VersicherunaSaeld auszuzahlen. Die Wittwe wurde klagbar und gewann ihren Prozeß in erster Instanz. DaS Obergericht, an das die Gesellschaft sich hierauf wandt, entschied zu deren Gunsten. Zugräuber g.e fangen. Vancoucer, B. C., 15. Mai. Eine Depesche aus KamloopS meldet, daß die Banditen, welche letzte Woche den Jmperial Expreß" der Canadian Pacific Eisendahn anfielen, letzte Nacht gefangen genommen worden sind. Sie sind von berittener Polizei umringt worden und haben sich ergeben, nach dem Einer verwundet worden. Geköpft. Denver, Col., 15. Mai. Die erst 14 Jahre alte Ehefrau des George Contesti wurde heute im Schuppen hin ter ihrer Wohnung todt aufgefunden; ihr ganzer Körper war mit einem Beile schrecklich zugerichtet worden; der Kops war vom Rumpfe getrennt. Das junge Frauchen, deren Mädchenname Selva tore Sarico gewesen, war erst seit einem halben Jahre verheirathet. Sie war nach dem Erdbeben mit ihrem Manne von San Francisco hiergekommen. Die Polizei sucht eifrig nach dem 'spur los verschwundenen Contesti. KrummerSchatzmeifter. C l e v e l a n d, O., 15. Mai. William T. Spaith, Rechnungsführer der Hggenbeck'jchen Menagerie, wurde letzte Nacht hier elbft verhaftet unter der Anklage, in seiner Eigenschast als Schatzmeister des Forepough SellS CircuS dieser Gesellschaft im Oktober 1904 30,000 gestohlen ,u haben. Der Diebftahl geschah in Tardoro,- H. C., und sobald die AuSlieferungSpapiere werden ausgestellt sein, wird Spaith nach Nord Carolina vor gebracht werden. Häuser zerstört. Atlanta, Ga.. 15. Mai. Etwa 40 Häuser wurden hier im Ne gerviertel durch Feuer zerstört. Schaden 040.000.

Gruben-Explosion.

Sieden Todte, zwölf Schwerverletzte. Bulletin. Shen andoah, Pa., 15. Mai. Die Explosion hat sieben Grubenarbei ter in Stücke gerissen, während zwölf weitere lebensgefährlich verletzt find. Das Unglück entstand dadurch, daß eine Kiste Dynamit, die ein Arbeiter trug, von dessen Schulter fiel, wobei der Sprengstoff explodirte und daS Grubengas in Brand steckte. Die Katastrophe trug sich im ersten Schacht zu, und keiner der daselbst Arbeitenden entging dem Tode oder mehr oder weni ger schweren Verletzungen. Die Ge tödteten find buchstäblich in Stücke ge rissen, sodaß eine Identifikation der Einzelnen unmöglich ist. Die Gewalt der Explosion war eine furchtbare: Thüren und Zwischenwände wurden niedergerissen, und nicht nur in allen Theilen der ausgedehnten Grude wurde die starke Erschütterung verspürt, sondern auch in dem weiter entfernt gelegenen WohnungZdiftrict, von wo die Verwandten und Freunde der Bergleute in banger Sorge sofort nach der Grubeneinfahrt eilten. Der Andrang der halb Verzweifeiten war hier ein so großer, daß es nothwendig war, die Grubenpolizei zwecks Auf rechterhaltung der Ordnung zu rcqui riren. Die Rettungsarbeiten wurden sofort unter Aufsicht der MinenJnspectoren und verschiedenen AbtheilungSSuper intendenten in Angriff genommen und gingen, nachdem das Feuer gelöscht war, rüstig von statten. Die sämmtlichen Getödteten waren Ausländer. Der entstandene Sach schaden ist ein geringer. Mysteriöse Geschichte. Portland, Ore., 15. Mai. Eine Depesche von Pendleton, Ore., enthält einen kurzen Bericht über einen räthselhasten Vorfall; sie meldet, daß nahe Foster, Ore., ein Güterwagen und in diesem eine Person verbrannt und daß eine andere Person erschossen wor den sei. So weit ließ sich das Fol gende feststellen: Der in Rede stehende Güterwagen enthielt HauShaltungSgegenftände und zwei Pferde des Obersten I. W. Tay lor, des Kommandanten von Fort Morton, Wash.; die Aufficht über den Wagen, der von Fort Riley, KaS., nach Port TownSend, Wash., ging, hatte der. Freiwillige William Wilscn von der 25. Batterie der Küftenartille. rie. Dieser saat. er sei aeiiern Mor. gen, als er eines der Pferde striegelte, von diesem gegen die Brust getreten worden, so daß er daS Bewußtsein ver loren habe; wieder zu fich gekommen, habe er bemerkt, daß der Wagen in Flammen stehe. Sofort habe er die Thür geöffnet, worauf die Pferde aus dem Wagen gesprungen und zu Tode gestürzt seien. Er sei dann in die Ka buse geklettert, habe den Zugführer von dem Feuer benachrichtigt und mit dessen Hülfe den brennenden Wagen loöge koppelt. Nachdem dies geschehen, sei ein leb loser, halb verbrannter Körper aus dem brennenden Wagen gefallen. Ein Arzt conftatirte an der Leiche Merk male eines, der Verbrennung voraus gegangenen gewaltsamen Todes. Im gleichen Augenblicke sei ein Mann hinzugekommen, habe erklärt, es seien zwei Landstreicher auf dem Zuge, und habe schleunigst daS Weite gesucht. Dieser Mann wurde von dem herbei gerufenen Sheriff verfolgt und. als er auf wiederholten Anruf nicht stille stand, erschossen. Er gab, kurz ehe er starb, sich als John Condley von Pendleton, Ore., aus. Wilson wurde verhaftet und nach Foster, Ore., gebracht. Er behauptet, allein in dem Wagen gewesen zu sein. was allem Anscheine nach den Thatsa chen widerspricht. G r o ß f e u e r. New York, 15. Mai. DaS sechsstöckige Gebäude der Piano.Fabrik von Jacob Doll und Söhne, No. 402 412 Oft 30. Str. und das drei stockige Gebäude der .John H. Carls Sash & Door Factory" wurden heute Abend ein Raub gieriger Flammen. Der Schaden wird zum mindesten $250,000 betragen. Oelfelder unbeschädigt. San Francisco, 15. Mai. Berichte über eine sorgfältige Prüfnng . fc- . 9 vm . . ver umeio im laaie neuen die er freuliche Thatsache fest, daß die Oel Industrie unter dem Erdbeben nicht gelitten hat.

Altegyptischc Studenten. De? alte Wen Akiöa hat immer recht: Alles ist schon einmal dagewesen; dik Erscheinungen find immer die gleichen, kaum daß die Form wechselt. Es muthet uns durchaus modern an, wenn wir im Papyrus Sallier den Vries eines alten Herrn, Namens Ameneman. an seinen Schüler, den Studiosus Petaur, lesen, worin es vorwurfsvoll heißt: Es ist mir mitgetheilt worden Du vernachlässigst das Studium un! gehst von Kneipe zu Kneipe. Wer nack Bier riecht, ist für alle abstoßend; de: Viergeruch hält alle fern, er machj Deine Seele verhärtet. Du findest für gut," so überseht der bekannte Egyptologe Lauth weiter, eine Wand einzurennen und das Vretterthor zu durchbrechen. Dein Ruf ist notorisch, tl liegt des Suffes auf Deinem Gesichte, Thue doch nicht die Krüge in Deine Gedanken, vergiß doch die Trinkbecher Du trommelst auf Deinem Bauch, Du strauchelst, Du fällst auf Deinen Bauch." Und dieser feuchtfröhliche Petaur ist keineswegs eine Ausnahme geWesen. In einem anderen Schreiber ermahnt z. V. ein gewisser Ani seinen Sohn Chunsuhetep: Verbring nicht Deine Zeit im Vicrhause. Leicht falls Du zu Boden und brichst Dir die Glieder, keiner aber reicht Dir die Hand zum Beistande. Sieh, Deine Genossen trinken und sagen zu Dir: Geh nach Hause, Tu hast genug getrunken." In einem Briefe schilt ein Vater das verfluchte Hag" (gleich Bier) als den Quell der Verderbniß der' Studenten, Wenn die Herren des edlen Gerstensaftes voll, pflegten sie nämlich, tout

comme chez nous," allerhand Allotria zu treiben. Sie rissen die Zäune ein. demoarten Thuren u. s. w. Merkwürdigerweise waren schon damals die berühmtesten Brauhäuser in den Univei' sitatsstadten gelegen, so ein sehr bekanntes in Alexandrien, der Gelehrten stadt par ercellence, gleichsam dem München zur Zeit des Rhamses, wc man beim alten Columella schon Rapunzel und Rettiche als Reizmittel beim Pokuliren genoß. Wie der Wein wird auch das Bier gelegentlich die Seife der Sorge" genannt, und Bier und W V i , mm m )an eoraten ant als lottere nen trn Himmelreiche. Auch die Examina machten den Studiosen damals nicht geringen Kummer. Wer in die Domäne der Schrift" aufgenommen werden wollte in Heliopolis studirte man in erster LinieTheologie, in Memphis Medizin, in Theben Militärwissenschaften mußte vorerst die Prüfunq ablegen. Eine zweite Prüfung erschloß dem Studenten dik Laufbabn des Staatsbeamten, eine dritte endlich die höchsten Aemter. Eine seltsame Karriere. Bekanntlich haben Verbrecher nicht selten auffallend treue Genossinnen Ob sie nun bescheiden? Räuber oder stolze Räuberhauptleute sind, die Erwählte ihres Herzens hält meist in allen Wechselfällen eines derartigen Lebens treu und fest zu ihnen. So hat denn auch das Julchen" des berühmten Schinderhannes eine Beruhmthei erlangt, der jener ihres Gemahls wenig nachgibt. Frau Juliane wurde von ihren Zeitgenossen als eine der besten Gattinnen geschildert, die es je gegeben hat, und als des Hannes schwere Stunde kam, da mußte sie ihre Treue auch redlich büßen. Allerdings wurde sie nicht hingerichtet wie ihr berühmter Eheherr, sie kam mit zwei Jahren Gesananiß davon. Nach ihrer Entlas sung aber war es mit ihrer Treue vorbei. Schinderhannes war ja auch todt die Würmer nagten längst an ihm. Und so vermählte sich die Wittwe des Räuberhauptmanns zum zweitenmal und zwar zur Abwechslung mit einem Polizeidiener. Das geschah im Jahre 1807. Als Frau Polizeidienerin wurde sie denn auch in Ehren alt, sie starb 1851. nachdem sie noch ihren 70 Geburtstag gefeiert hatte. Gewiß eine seltsame Karriere! König und Treiber. Von dem Könige Ernst August von Hannover stammt solgenoe Äneioole die er gern und oft zum besten gab Im Jahre 1845 kaufte er ein Gut zwischen Halberstadt und Quedlinburg Der alte Herr war sehr kurzsichtig, hiel sich aber für einen tücktiaen 5läaer Bei einem großen Feldtreiben schoß und fpflii ,r s,s? nfiiifia. Da flina ein Hase dicht vor ihm auf; er schoß und rief einem in der Nähe stehenden Treiber die Frage zu: Schweißt (blutet) txr Der Treiber, welcher die Kunstaus drück, de? tnner nickt verstand, rief m w . JZ) 7 l l w rück: Noch nicht; aber wenn er noch Taa. s L.llfMtiri tntvS tnn&s in uiiyc U lUt UCUUU l, lb iwijl Schweiß kommen!" in Gedankensplitter. ffln itnsifinfslr Mensck cftotnnt fcfor im Ansehen der Anderen, wenn sie baare scheine bei ihm sehen. Eine Frau ist am mächtigsten, wenn ihr Mann etwas thut, was nich' ganz in der Ordnung ist. ES gibt Männer, die nur deshalb eine I l n st e r e Miene zur vcyau tragen, um den der Menge für erleuchtet gehalten zu werden. Wenn dir ein Unglück geschieht und ei drücken dir tausend freunde die Hand so wird dir nicht einer was in die and drücken! Auf einem Standpunkt soll man stehen, ever nicht auf ihn versessen sei.

Wenn die Erde bett.

Von dem Schauplatz der jüngste Kataftro ph in Kalifornien. Die Zahl der Erdbebenbilder aus Kalifornien wächst begreiflicherweise n's Unendliche, so daß eine Auswahl. die allen Wünschen gerecht wird, zu den unmöglichen Dmgen gehört. Aus gut Li lk MMSV-WA Ifefein pirdL hsteÄ-ä?.--. fii. - MMMMM-Ä.r" V' i . STer Zerstörung Werk. Glück seien hier zwei Bilder herausgegriffen, welche die Gewalt und die Art des Zerstorungswerks ziemlich gut illustriren. Das obere zeigt die Wirkung des Erdbebens an einer Oelrnederlage. das untere an einem einfachen WohnHaus. Neuer Va!lon-Anl:rr. Die Gefahr deS LandenSd die sogenannt Tchleiffahrt." Von den mannigfachen Gefahren, die den Luftschiffern drohen, sind dieieni gen, welche sich beim Landen darbieten, entschieden die größten. Kommt der Ballon aus höheren Luftschichten wieder herunter in die Nähe der Erde, so heißt es zunächst, sich einen geeigneten Landungsplatz aussuchen, womöglich eine Wiese oder em freies Felo, woraus keme Baume stehen, deren Aeste Gefahren herbeiführen können. Ist ein solcher gesunden und der Ballon ziemlich entleert, so muß ebenso, wie bei einem Schiff, der Anker ausgeworfen werden, der. nach dem er sich in die Erde eingehakt hat, dazu dient, den Ballon festzuhalten. Faßt der Anker keinen festen Fuß oder reißt er sich, nachdem er eingehakt war, wieder los, so kann dies für die .MQSl l ' w -: -n--Luftballon.Anker. schiffer lebensgefährlich werden. Der Ballon wird dann durch den Wmd oft über weite Strecken in der Nähe des Erdbodens fortgeschleift, und bald auf diesen niedergestoßen, bald wieder emporgerissen, wobei schon vielfache Verletzungen und Todesfalle vorgekommen sind. Schon mancher Luftschiffer hat es vorgezogen, anstatt eine solche Schleiffahrt" mitzumachen, sich lieber durch einen kühnen Sprung aus der Gondel zu retten. Man hat aber alles mögliche ersonnen. um solche Schleiffahrten unmöglich zu machen und neuerdings ist ein Anker konstruirt worden, der ganz be sonders geeignet sein dürfte, die Sicher heit des Landens um ein Beträchtliches zu erhöhen, da er Fuß fassen muß. ganz gleich, ob sich der Ballon wieder hebt, oder ob er niedergedrückt wird. Der Anker besteht aus einer großen Anzahl von einzelnen Ankern, die in Form einer Gelenkkette zns.immengefügt sind. Jnfolgedesi"? cxt::i nicht nur, wie bei den fHy.-:v.n , 'ü'ern, ein oder zwei Haken in btu Selen ein. sondern es müssen, sobald der Ballon niedrig genug über der Er ist, stets eine ganze Anzahl fassen, il sich auch stets eine ganze Anzab on Gliedern der G?l?nkkette auf dein Erdboden be finden wird. Wird der Ballon im erstem Moment noch etwas geschleift, so Ieaer. ,ä diese Glieder nacheinander au die Erde an und ihre Haken bohren sich in diese ein. Seldstverst'ändlich nicht dieser Anker in Form einer Gelenkkette nicht bis zur Gondel selbst hinan, fondern er längt, wie jede? andcre ' iker auch, s , einem langen Ankerse'.', mit ir. sammen er ausge worfen wird Vom Vls erschlagen. Bei einem m :toa, Sachsen, nieder gegangenen Gewitter wurde der auf dem Felde beschädigte 20 Jahre alte Knecht des Gutsbesitzers Kkpping sammt zwn Pserom vom Blitze er schlagen.

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