Indiana Tribüne, Volume 29, Number 224, Indianapolis, Marion County, 15 May 1906 — Page 5

.Zlnlcnrdischc ChimscnM.

Sie Ghimniss VeS vom yeuer zerstört, (itynattton" in Zan Francisco. Durch die mit dem Erdbeben in San Francisco ausgebrochene furchtbare

Feuersbrunst ist auch das dortige, zehr. Blocks im Geviert umfassende Chinatown" Lzlich zerstört worden. Damit ist eine der größten Seheswürdigleiten der Metropole am Pacific, aber auch zugleich ihr . schlimmster Krebsschaden beseitigt worden. Die Chine sen hatten aus dem ton ihnen bewohn' ten Quartier eine echt orientalische Stadt gemacht, mit Zahlreichen schmalen und schmutzigen Gäßchen, seltsamen Häuserbauicn, einer Menge verborgener Schlupfwinkel und vielen Spielund Opiumhöhlen. Wie BZenensiöÄ waren die Häuser im Innern ausgebaut, mit kleinen Zellen und schmalen Gängen, aeheimnißvollen Treppen. Fallthüren und Ausgängen, und wie ein Bienenvolk lebten die Chinesen darin, dicht gedrängt und stets emsig thätig und bemüht, das zum Lebensunterhalt Nothwendige und womöglich noch mehr zusammenzutragen.. Die Chinesen fühlten sich in San Francisco so zufrieden, wie sonst nirends in den Ver. Staaten; denn si? hatten sich mitten im Herzen der schönen Stadt, nur wenige Blocks von der prächtigen Market Street und in unmittelbarer Nachbarschaft des vornehnisten Viertels, des Nob Hiö, ein eigenes Reich geschaffen, in dem sie, av 20,CC0 Seelen start, ganz für. sich lebten und starben. Opium rauchten und Poker spielten, einander befehdeten und massakrirten. Wenn die Knallereien in Chinatown anhuben, gab es eine schwere Zeit für San Franciscos Polizei. Während sie sonst gewöhnt war. die Chinesenstadi nur fleißig zu umkreisen, mußte sie sich dann hineinwagen, um die Todten aufzulesen. Mehr pflegte sie selten zu erzielen; denn die Thäter waren gewöhnlich sofori vom Erdboden verschwunden und wurden nie gefunden. Es wurde deshalb viel von dem unterirdischen Chinatown gefabelt, in dem die chinesischen Verbrecher ihre Zuflucht suchten, wo die chinesischen Gehetmgesellschaften ihre Kongresse abhielten und über Leben und Tod ihrer Mitmenschen befanden. Jetzt, durch die über San Francisco hereinaebro-' chene Katastrophe, ist dieses unterirdische Chinatown in der That aufgedeckt worden, und die damit enthüllten GeHeimnisse übertreffen alle Erwartungen. Chinatown stand nicht blos drei Stockwerke über der Erde, sondern auch drei unter ihr. Bis 60 Fuß unterhalb der Erde liefen die verborgenen Gänge und Tunnels. Da gab es geheimnißvolle Kammern und Säle, in denen, hauptsächlich zur Nachtzeit, ein reges Leben herrschte.. Orgien wurden .dort gefeiert und geheime Versammlungen abgehalten. Ein ganzes Netz kleiner Gassen dehnte sich unter der Erde aus. Es lag also durchaus nichts Wunderbares darin, daß die von der Polizei verfolgten ??lücktlinae stets buckstäb-

lich vom Erdboden verschwinden konnten. Kein weißer Mann kannte die Ausdehnung und die Tiefe der unterirdischen Chinesensiadt. Selbst die Polizei hatte sich dort nie hineingewagt. Wenn San Francisco wieder, wie der Phönix aus der Asche, erstehen sollte, ein neues unterirdisches Chinatown wird es dann nicht wieder geben. Die Behörden werden sich nicht wieder das Heft aus der Hand winden lassen, und wenn mit Chinatown und seinen heimlichen Verließen und Schlupfwinkeln auch ein gutes Stück weltlicher Romantik dahingegangen ist, für eine gesunde Entwickelung der Verhältnisse in der Metropole der Pacific-Küste dürfte der'Untergang des alten Chinatown von erheblicher Bedeutung sein. Die iapanisÄe Handelsflotte. Während" in der japanischen Handelsflotte im Jahre 1894 nur 745 Dampfer mit 273.419 Brutto-Regi-siertonnen vorhanden waren, konnte im Jahre 1904 fchon einBestand von 1766 Dampfern mit 797.674 Brutto-Regi-stertonnen nachgewiesen werden. An Segelschiffen zählte die japanische Handelsflotte im Jahre 1894 722 mit 46.959 Brutto - Registertonnen. Diese Zahlen sind bis zum Jahre 1904 auf 3944 Schiffe mit 329.234 Registertonnen gestiegen Im Jahre 1894 verfügte die japanische Handelsflotte nur über einen Dampfer von über 5000 Tonnen Gehalt; im Jahre 1900 zählte sie 14 soleher Dampfer und 1904 über 23. Im übrigen weist die japanische Handelsflotte sowohl bei den Dampfern wie auch bei den Segelschiffen ein ungewohnliches Maß kleiner Fahrzeuge auf. die dazu berufen sind, den Verkehr zwischen den zahlreichen unter einander nahe gelegenen Inseln aufrecht zu erhalten. Gefährliches Spiel. Zwei Knaben, John und Karl Gustafson in Georgetown. Te?.. wollten jüngst die Hinrichtung eines Negers nachahmen, und die Folge davon war die Strangulirung des zehnjährigen John. Er hatte sich mit Hilfe seines kleineren Bruders an einem Balken in der Scheune aufgehängt; zehn Minuten später wurde das Seil durchschnitten und der Kleine fiel zu Boden. Aerzte fanden ihn rn Krampfen und bald darauf starb er. Die Kinder hatten eine? Hängerei zugeseben und seitdem fast von nichts Anderem aefprochen.

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N e Kl I 0 r !, 14. Mai. Karl Schurz war während der Dauer von ungefähr einer Woche in seiner hiesigen Wohnung, 24 Oft 91. Str.. krank gelegen; er litt an einer Komplikation von Krankheiten, welche in einem Magmleidkn ihre Ursache hatten. Am Donnerstag sing sein Zustand an, zu den ernstesten Besorgnissen Veranlassung zu geben, UNd trotz kurz-r Perioden anscheinender Besserung wurde der Patient immer schwächer. Gestern Nachmittag verfiel er in einen Zustand völliger Bewußtlosigkeit, auS dem er nicht mehr erwachen sollte. An seinem Sterbelager waren sein Sohn Karl L. Schurz, seine Töchter Marianna und Agathe, sein Ge schäsUtheilhaber Edward L. Pretoria und die Aerzte Dr. Jacobi und Dr. Strauß. Von Präsident Roosevelt lief heute Morgen die folgende Depesche an Karl L. Schurz ein:. .Washington, D. C., 14. Mai. Nehmen Sie bitte den Ausdruck meines tiefsten Mitgefühle S anläßlich des Todes Ihres Vaters entgegen. DaS Land hat einen Staatsmann verloren, dessen Dienste im Frieden sowohl als auch im Kriege während der großen Krisis in der Geschichte der Republik nicht werden ver. gessen werden, solange diese Geschichte dauert. . (Gez.) Roosevelt." Von Prinz Heinrich von Preußen traf das folgende Kabelgramm ein: Berlin, 14. Mai. Bitte um gefällige Uebermittelung aller näheren. Angaden über Herrn Schurz'S Tod. (Gez.) S e i n r i ch . Prinz von Preußen." Die Beerdigung wird Donnerstag Nachmittag, und zwar, einem Wunsche des Todten gemäß, im Beiseln nur deS Familien und allerengften Freundeskreises stattfinden. Im Sterbehiuse wird eine kurze Trauerfeier abgehalten, worauf die Leiche sofort auf dem .Sleepy Hollow" Friedhofe in TarrytoWN beigesetzt WttdeN Wlrd.

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Kar! Schurz'S Name ist verknüpft mit der Geschichte zweier großer Völker, die getrennt find von einander durch die weite Flüche deS Atlantischen OzeanS; jenseits sowohl als dieseits des großen Wassers wird seine Name fortleben, solange Zungen reden werden von dem Kampfe der Völker um Freiheit. Den Werth der Thaten zu bestimmen, die Karl Schurz im Dienste der Göttin der Freiheit vollbrachthat, bleibt der Nachwelt überlassen. Er kämpfte hauptsächlich einen verlorenen Kampf so wenigstens fleht es feine. Generation , und er begann in jungen Jahren zu kämpfen. Er kämpfte in Deutschland für die Sache der Freiheit; ste unterlag, und er floh nach Amerika. Er kämpfte hier für die Sache der Freiheit; wenn auch nicht immer aus der verlierenden Seite, so doch in seinem letzten Kampfe erfolglos: als ein Führer der Sache .des Anti'Jmperialiömus gegen Expansion und die Besitzergreifung der Philippinnen. Doch ob er Erfolg hatte oder nicht, immer war er treu der Sache, die er verfocht, immer treu seinen Idealen, treu sich selbst. Am 2. März 1829 in Liblar bel Köln am Rhein geboren, absolvirte Karl Schurz in seinem 13. Lebens jähre das dortige katholische Gymnasium, um sodann die Universität Bonn als Student der Philologie und Geschichte zu beziehen. Hier wurde der Jüngling durch Gottfried Kinkel, der damals eine außerordentliche Pro. fessur der Kunst.Geschichte bekleidete, in seinen liberalen Gesinnungen stark befeyizt. Als 1848 die Revolution ausbrach, bethelligte sich Schurz mit den Massen in der Hand daran; er nahm Theil an dem mißglückten Sturm auf das Zeughaus von Siegburg und floh dann in's Badische. In das dortige Volksheer eingetreten, wurde er bald Adjutant von Gustav Tiedemann,. dem Kommandanten der in die Hände des VolkSheereS gefallenen Festung Rastatt, woselbst er wieder mit Kinkel zusammentraf. Nach dem Fall der Festung entkam Schurz nach der Schweiz, wo in ihm der Plan reifte, seinen in Spandau auf Lebenszeit eingekerkerten Freund Kinkel zu befreien; die Ausführung dieser schönen That, ein kühnes und romantisches Unternehmen, hat in ganz Europa die größte Sensation erregt und den Jüngling mit einem Schlage zum berühmten Manne gemacht. Sie hat dem bekannten Romanschriftsteller Friedrich Spielhagen Veranlassung und Stoff gegeben zu seinem Romane Die von Hohenftein", in welchem wir in Wolfgang von Hohenstein Karl Schurz und in Dr. Münzer Gottfried Kinkel erkennen. Nachdem Schurz seinen Freund Kinkel der, wie bekannt, im darauffolgenden Jahre eine Reise durch die Ver. Staaten machte in England in Sicherheit wußte, hielt er sich zwei Jahre lang in Paris und Lon don auf in letzterer Stadt verheiratete er sich mit Margarete Meyer, der Tochter eines Hamburger ßaufmannS und ging dann nach Amerika, wo er sich zuerst in Watertown, Wisconsin, niederließ. Seinem bishirigen LedenSlauf und seiner inneren Neigung gemäß widmete er sich nun mit Vorliebe der Literatur und Politik; er schloß sich, gleich fast allen Achtundvierzigern, zunächst der republikanischen Partei an, und war eifrig für die Erwählung Abraham Lincoln'S thätig. Dieser ernannte, nachdem er erwählt, Schurz zum Gesandten in Spanien (1L61), von wo er zurückkehrte, um sich am Bürgerkriege im Unionheere als General.Major zu beteiligen. In den dem Kriege folgenden Jahren war Karl Schurz an verschiedenen großen Zeitungen thätig, theils als Korrespondent, theils als Redakteur und Eigenthümer; nachdem er eine längere Deutschland reise gemacht, bei welcher Gelegenheit er eine, ihm vielseitig verübelte Unterredung mlt Biömarck hatte, ließ er sich in St. Louis nieder, ward Mitinhaber der Westlichen Post-, und wurde im Jahre 1863 von der Gesetzgebung von Missouri zum Bundes Senator gewählt; der erste eingewanderte Deutsche, der ein solches Amt lnne hatte. Seine Carriere im Senat war eine glänzende; sein Unentwegtes Festhalten jedoch an unabhängigen Prinzipien entfremdete ihn der republikanischen .Partei, mit der er förmlich identist,irt worden war, und im Jahre 1875 gab er seinen Sitz im Senat auf. - Zwei Jahre später wurde er von Präsident Rutherford B. Hayeö, der sich nach tüchtigen und gemäßig, ten Männern umfah, die ihm helfen sollten, in jener Zeit gegenseitiger Erbitterung in versöhnlich:?. UNpar telifcher Weise sein Amt zu verwalten, zum Minister des Jnnem ernannt. Ihm und seiner Verwaltung ver. danken wir die Idee der Civil Service Reform-, die Idee, daß die Aemter nicht eine persönlich; Beute für die Anhänger der siegenden Partei sein, sondern von einem fähigen, erföhrenen Beamtenstand vermal, tet werden sollen. In den letzten Jahren hatte sich Schurz in'? Privatleben zurückgezogen und lebte, theils in der Stadt New Zlork, theils auf seinem idyllischm Sommersitze am Lake George ganz seinen literarischea Studien und Arbeiten; die Veröffentlichung einer ganzen Reihe von Büchern legte Zeugniß ab von seiner geistigen Thä tigkeit. Als er auf sein letztes Krankenlager geworfen-wurde, war er mit dem Niederschreiben seiner Biographie beschäftigt,- der Biographie eines Mannes deutscher Abstammung, der seine ganze ManneSkraft dem Adoptiv.Vaterlande gewidmet und sich in diesem einen Namen erworben hat wie kein anderer Deut scher vor ihm.

Die Vereinigung der Vogelliebhaber Deutschlands- hat in Kassel ihre Jahresversammlung abgehalten. Aus den umfangreichen VerHandlungen, die der Vorsitzende Kullmann aus Frankfurt a. M. leitete, ist kurz folgendes hervorzuheben: Gegen die in zahlreichen Orten der Rhein. Provinz bestehende Unsitte, die im Bauer gehaltenen Finken zu blenden, damit die yesiederten Sänger in ihrer Blindheit auch des Nachts schlagen, ist man durch Rundschreiben an alle Polizeibehörden, Bürgermeister u. s. w. mit Erfolg vorgegangen, so daß

jetzt alle derartigen Fälle durch die Thierschutz - Vereine, zur Anzeige gebracht und bestraft werden. Als Ort der nächsten , . Jahresversammlung

wurde Leipzig,, even. Dresden, be stimmt. Am Ostersonntag unternahmen von dem Ballonplatz . des Aero-Club de France in Saint-Cloud Hauptmann Hildebrandt von der deutschen Luftschiffer-Abtheilung und

Baron Kurt von Hewald in Beglei-

tung des Pariser Lustschiffers G. Ba-

chelard in dem BallonAero-Club IH"

einen Ausstieg. Baron von Hewald und Hauptmann Hildebrandt kamen aus London, von wo aus ste einige vergebliche Versuche gemacht hatten, den Kanal im Luftballon zu kreisen. Da sie sich beide als Vertreter Deutschlands am Gordon-Bennett' der Lüfte betheiligen werden, das am 30. September vom Tuilerien-Garten in

Paris abgehalten wird, so benutzten sie ihre Anwesenheit in Paris, um sich durch einige Aufstiege über die Topögraphie der Umgegend von Paris klar zu werden.

(Sine neugierige Post

b e a m t i n hatte sich in der Person

der Postgehilfin Franziska Wanderer

aus Unterfohnng vor der Strafkammer des Landgerichts 1 in München zu verantworten; sie wurde der Verletzung des Briefgeheimnisses beschul digt. Sie hatte einen ihr zur Beförderung übergebenen Brief geöffnet.

den die Ehefrau des Oekonomen'Frey an ihre Schwägerin, die Zimmermannsfrau Schmidtner in Großenficht, gerichtet hatte. Die' Angeklagte

entschuldigte ihr Versehen damit, daß

sie habe wissen wollen, was Frau

Frey, eine mit ihrer Familie in Feind-

schast lebende Cousine, rhrer anderen

Cousine geschrieben habe; da es sich

demnach um Verwandte handelte, wäre sie sich einer strafbaren Hand-

lung nicht bewußt gewesen. Mit Rück-

ficht hieraus ließ der Gerichtshof zwar die äußerste Milde walten, mußte je-

doch auf das Strafminimum, in die-

sem Falle drei Monate Gefängniß,

erkennen.

Einer internationa

len Gaunerbande, die in Brüssel, Köln, Hannover und Haneurg in

großen - Hotels- Einoruchsvievstahle

verübte und begüterte Familien ausraubte, glaubt die Kölner Behörde auf die Spur gekommen zu sein. In allen bisher bekannt gewordenen Fällen waren die, Diebe mit deutschen Buchstaben als Kaufleute aus Antwerpen oder Amsterdam in's Fremdenbuch' eingetragen. Familien aus

Wien, München, Berlin sowie anderen nord- und süddeutschen Städten sind

durch ste um hohe Geldsummen und

Werthsachen geschädigt. Dadurch,

daß magnetische Dietriche von der

Bande benutzt wurden, gelang es ihr.

von mnen im Schlosse steckende Schlüssel zu entfernen. Auf Grund

der Hastpflicht mußten einzelne Hotel-

mhaber enorme Entschadigungssummen zahlen. ' Die Bestohlenen erwachten gewöhnlich erst spät Vormittags,

da sie von der Bande in Betäubungszustand versetzt wurden.

Mit einem d r a m a t i-

schen Knalleffekt endete eine Verlöbnißfeier, die dieser Tage im Hause des Pariser Rentiers Damignon stattfand. Um die Tochter Damignons, Fräulein Jeanne, hatte sich zunächst ein gewisser Gabriel Ormeaux beworben, der zwar als anständiger Mensch gern in der Familie gesehen wurde, aber als Freier mit Rücksicht auf seine bescheidenen Einkünfte 'einen Korb erhielt. Bald darauf tauchte eine glänzende Partie" am Horizont auf, und zwar in der Person eines gewissen Charles Delatour, der sich als reichlich mit Glücksgütern gesegneter Vertreter großer Häuser einführte. Seine Bewerbungen wurden sofort angenommen, auch Fräulein Jeanne zeigte sich sehr entgegenkaminend. Ormeaux, der Zurückgewiesene, der weiter im Hause verkehrte, schloß sich nun dem glücklicheren BeWerber an. Bald entwickelte sich zwischen ihnen eine große Intimität, die es Ormeaux ermöglichte, allerlei über die Verhältnisse Delatours zu ersahren und sich sogar gewisse Dokumente desselben anzueignen. Er stellte fest, daß Delatour kein anderer sei, als der Hochstapler Henri Rouvray, nach dem die Pariser Polizei eben fahndete. Sei es nun, daß Ormeaux sich nicht früher die nöthige Gewißheit verschaffen konnte, sei es, daß er seiner Angebeteten eine kleine Demüthigung gönnte, kurz, er verschob die Enthüllung bis zur Verlobungsfeier und zog die kompromittirenden Papiere erst hervor, als man das junge Paar am festlich gedeckten Tisch hochleben ließ. Während die Braut in Ohnmacht fiel, die Eltern wütheten und, die Gäste sich diskret zurückzogen, verduftete der angebliche Delatour, wurde jedoch von Voliieiagenten. festgenommen. ( r .

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