Indiana Tribüne, Volume 29, Number 224, Indianapolis, Marion County, 15 May 1906 — Page 4

- Jndtäna Tribüne, lS Mai 190g.

Hndiana Tribüne. Väugtkbenvon der Ottttnftet g S. Indianapolis, Ind.

garry O. TZndlum - yräfldeut. GeschäftSloeal: Ho, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 Eaterel at the Pott Officp oi Indianapolis ai econd claaa matter. statt &ä)ut. Aufrichtige Tramr erfüllt das Herz jedes patriotischen Amerikaners über das Hinscheiden von Karl Schurz. Ueber ein halbes Jahrhundert wid mete er seine besten ttrüste nicht nur dem Dienste unserer Republik, sondern der ganzen Freiheit erstrebende Mensch helt. Fremdgeboren kam er als Flüchtling in dieses Land. Ein reiches Wissen, Begeisterung sür alles Schöne und Ideale und sein deutsches Gemüth war die Morgengabe, welche er seinem neuen Vaterlande brachte. Nie ist ein Vater durch einen Adop tivsohn herrlicher belohnt worden als unser Nation durch den Adoptidbür ger Karl Schurz. Alle seine Verdienste für die Nation aufzuführen ist unmöglich; sein Haupt verdienst aber war die glückliche Te monftrirung der Unabhängigkeit des wahren Patrioten von Parteiwesen und politischen Klkquen. So groß war die Achtung, welche ihm selbst seine Gegner entgegenbrachten, daß als er sich von der einen politischen Partei der anderen zuwandte um dem Gebote seines Gewis senS zu folgen eS Niemand wagte ihn einen Sollet" zu nennen. Seiner Ueberzeugung stets treu zu sein, war der Leitstern seines Leben und selbst im bittersten Kampfe der Parteien als man seine politischen Ueberzeugungen bekümpste, wurde die Lauterkeit seiner Absichten und die Eh. renhastigkeit seines Charakters niemals in Frage gestellt. Im vollen Buch seines LebenS daS vorder Nation aufgeschlagen daliegt, ist jedes Blatt ein Ehrenzeugniß, jede Zeile ein Triumph für deutsches' Gei fteSleben. Der Fremdenhaß der Nativisten muß vorder Größe dieses AdoptivbürgerS beschämt verstummen. Das Deutsch Amerikanerthum aber kann mit Stolz darauf hinweisen, daß der große ame rikanische Patriot Karl Schurz auö seinen Reihen kam. Bescheiden und anspruchslos selbst in den Stunden größten Erfolges war Karl Schurz. Aeußere Erfolge ver mochten ihn nicht zu blenden, er kannte nur einen Führer fein Gewissen. Er war stolz aus seine deutsche Stam meözugehörigkeit. , Er war VolkZmann bis zu seinem Tode. An uns Deutsch'Ameri kaner ist eS durch eine im posante öffentliche Kund gebung unserer Trauer umdaSHinscheiden u n s e reS Karl Schurz auch hier in Indianapolis würdi genAuödruckzugeben. Der Verband deutscher Vereine wird kaum dieser Anregung bedürfen, um fofort geeignete Vorkeh rungen für einenTralier aktuözutreffen. Unzwei felbaftuerdendie Deutsch. Amerikaner in allenStaa t e n d e S L a n d e S a m B e g r ä b nißtage, unseren großen verschiedenenMitbürger e .h r e n. DaS Begrübniß findet am Donnerstag Nachmit t a g st a t t. Die Sänger, Turner, Landsmannschafter und Private werden eS als Ehrenpflicht betrachten des deutschen Vorkämpfer für Freiheit. deS großen amerikanischen Staats mann es, in Liebe undVer ehrungzugedenken. Am 6. Oktober 1904 bei ver deut fchen Tagfeier auf dem Weltauöftel lungsplatze in' St. Louis, sprach Karl Schurz die folgenden Worte:? D deutscheAag ln Amerika, gilt der Feiernder FWdschast zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Volke. Wir Deu'tsch'Amerikaner find daö Bin deglied zwlschm Deutschland uud Ame rika, die lebendige Bekundung der Thatsache, daß ein großer Bevölke rungStheil'au? einem Lande in ein an-

dereS verpflanzt sein, dem neuen Vater land aus Leben und Tod ergeben sein kann und doch eine verehrende Liebe für die alte Heimath zu bewahren ver mag. Keine internationale Freundschaft ist natürlicher wie die zwischen dieser Re publik und dem deutschen Reiche. Sie sind nicht bloß durch die Bande der Ver. wandtschaft und gemeinsamen germa Nischen Geist sondern auch daL Fehlen jeden großen Jnteressen.Confl'ktS. der sie trennen könnte, verbunden. In der That, ich fordere Jedermann auf, mir auch nur einen einzigen Punkt zu nen nen, bei dem die großen Interessen der beiden Länder oder selbst die rechtmäßi. gen Bestrebungen ihres Ehrgeizes sich feindlich gegenüberstehen. Was könnte also die Freundschaft dieser beiden Nationen in Feindschaft verwandeln ? Wohl kenne ich die Ver suche, beide gegen einander zu Hetzen. Ich hörte sogar von Leuten, daßDeutsch land und Amerika, 2 neue Seemächte mit ehrgeizigen Flotten, eines Tages mit oder ohne Grund ihre Stärke auf dem sogenannten Felde der Ehre zu messen haben werden und daß auf bei den Seiten abenteuerliche Köpfe unter den JlottenOffickeren Pläne und Vor

bereitungen für den Kampf auödenken. Sollen wir aber die Ansicht hegen, Krieg fei nur ein Sport gleich einem Fußballspiel zwischenStudenteN'ClubS? Wer immer solche Meinungen vertritt, der gehört aus der Gesellschaft gesitteter Menschen mit Tritten entfernt. - Wer immer auch daS abgedroschene Märchen erzählt, deutsche ?Ossiziere reisen als Spione verkleidet durch dies Land, dem sagt kühn auf den Kopf zu, daß er selbst solche Lügen erfand, oder die Schwindeleien Dritter verbreitet. Der kennt Deutschland überhaupt nicht, der nicht weiß, daß die Deutschen eine ruhige, friedfertige und ehrenhaste Nation sind, die den Krieg nicht als Sport betreiben. Und wären sie selbst weniger friedlich, Amerika wäre das letzte Land, mit welchem sie die Waffen zu kreuzen wünschten. Und welcher deutsche Staatsmann, sei er noch so gierig auf Colonialerwerb, könnte so thöricht sein, auch nur einen Augenblick zu vergessen, um wie viel werthvolleriAmerika'S Freundschaft für Deutschland ist, als irgend eine Colonie in Amerika. Somit ist die Möglichkeit eines der. artigen Streites nichts als eine leere, ich möchte sagen, kindische Geiftesver wlrrung: werden solche Fabeln zur künstlichen Schaffung von Völkerhaß erfunden, so liegt eine Schurkerei vor, sür die eS keine Entschuldigung giebt. Mit neuem Vertrauen in die Zu kunst, vereinigen wir uns hier in dem großen Stkchworte: VölkerFrjede und .Freundschaft für alle Zeiten.-' Diese Worte verhallten nicht auf dem AuöstellungSplatze, sondern ihr Echo drang in die Administrationskreise in Washington, in das Auswärtige Amt in Berlin und bis nach London. Denn Redm von Karl Schurz erheischen Auf merksamkeit. Der Mann, der in 1860 eS vermochte, den Nativisten in Boston den Star zu stechen, der die Einverlei. bung der Antl'Nativisten.Klausel in die republikanische Platform durchsetzte und dem die Vereinigten Staaten die Einführung der Civildienftreform, als Minister des Inneren in HaveS' Cabi net zu verdanken haben, konnte nicht achtlos bei Seite geschoben werden. Haben wir des Staatsmannes und Patrioten Schurz gedacht, so wol len wir nunZauch des Schöngeistes und begeisterten Freundes der Musik geden ken. Er schrieb über Musik: Die Musik ist eine Sprache, die sich nicht in Worte übersetzen läßt; jeder mag sie anders verstehen, aber jeder fühlende Mensch versteht sie richtig für sich selbst. Für diese Sprache trägt jeder sein eigenes Wörterbuch ln der eignen Brust, in jedem rust sie andre Gedanken nd Empfindungen wach, aber in allen nur gute. Ein obscöneö Bild oder eine obscöne Sculptur mag unsre Phantasie beflecken, aber noch niemand hat aus Tönen oder Harmonien etwas schlechtes gelernt. Einer MelodieZmag man schlechte Worte hinzufügen, aber die Melodie selbst, den Worten entzogen, ist unschuldig. Entkleiden wir die schlüpfrigste Oper von Offenbach ihres Textes, und die Musik mag nichtssagend erscheinen; aber sie fagtlnichtö, was vom Uebel ist. Die Musik hat viele erhoben; sie hat noch niemand erniedrigt; durch sie ist noch niemand zumSchlechten verführt worden. . Sie mag Gefühle erregen, ja Leidenschaften entflammen, aber nur die edlen. Die Musik ist die reinste, die tugendhafteste -aller Künste. Sie

bebt uns vom Gemeinen hinauf zu dem.

was über uns schwebt. Sie ist die Stimme des Unaussprechlichen, die Farbe des Unabsehbaren, ihr Genuß läßt keine Flecken, keine Reue zurück. In ihr finden sich die Menschen in ih. ren reinsten Empfindungen vereinigt." Ein Mann, der inmitten deS bitteren Kampfes der Parteien stand und den noch einem so lauteren Gefühl für die herrliche Kunst Ausdruck in so schönen Worten verleihen konnte, mußte seine Zeitgenossen geistig weit überragen. Wohl gewann ihm sein Wagemuth als Freiheitskämpfer in 1843 u. bei der Befreiung Kinkels die Gunst der Men fchen, aber selbst ohne diese war er stark genug sein Schicksal zu schmieden. Als Journalist, Literat, Staatsmann und Schöngeist zwang er die widrigsten Verhältnisse ohne sich jemals untreu zu werden. Eine innige Freundschaft ver band ihn mit Herrn Dr. Emil Pree. toriuS, Redakteur und Herausgeber der Westlichen Post" in St. Louis, mit dem er zusammenwirkte zur Auf. klärung des Westens und der Verbrei tung liberaler Ideen. Schmerzlich traf ihn der Verlust des Freundes der ihm vor wenigen Monaten im Tode voranging. Auch in Indianapolis war Karl Schurz kein Fremder. Wiederholt führte ihn seine national.politische Thätigkeit in unsere Stadt und viele unserer Mitbürger werden sich der sym. pathischen Persönlichkeit des größten der Deutschamerikaner , dessen jedes Wort von glühendem Patriotismus und echter Menschenliebe durchweht war, erinnern. So sammelt Euch denn zu einer wür dkgen Bezeugung Eurer tiefen Trauer Deutschamerikaner von Indianapolis, gewärtig des RufeS unseres Verbandes. Neue Jncorporatlouen. Die folgenden neuen Gesellschaften ließen sich beim Staatssekretär inkor poriren: Die Wabash Jndustrial Leggue". Wabash; Capital S500; Jncorpora toren: Charles Latphem, Jsadore Deit man, C. H. Lasselle, C. A. Klunk, August Waöman, Frank V. Connet und Neil Lamarree. .Die Kipp.Link Phonograph Co. von Indianapolis meldete, daß sie ihr Capital von $6,000 auf 510,000 er. höhte. Die Columbia Harneß Company"'; W. H. Pye, -Präsident; W. Mort Martin. Vice-Präsident und LewiS C. Stoelting, Secretär.Schatzmeifter, aus diesen drei Herren und William F. Wocher und P. W. Levlfton besteht der Directorenraeh; daö Capital der Com. pany betrögt 975,000. Vase-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: AmericanAssociation. KansaS City, 14. Mai. KausaS CUY...1 00 0 00 000 1 ColumbuS 0 2 0 0 0 0 0 0 02 Batterien - Swann und Leahy; Flaherty und Blue. Mlnneapollö, 14. Mai. Minneapolls. 0 00100000 01 LouiSville ..001 0000000 - 1 Baiterien Kilroy, SessionS und Veager; Elliott und Shaw. St. Paul, 14. Mai. St. Paul.. .100000001 2 Indianapolis .00000000 00 Batterien Morgan und Peirce; Fisher und Weaver. National-Liga. Cincinnati. 14. Mai. Eincinnati.... 0000001 02 3 New York ....00001 00056 Batterien Overall und Living. fton; Mathewfon und.Brennahan. PittSburg. 14. Mai. PiitSburg . . . . 040020001 7 Philadelphia.. 012000300- 6 Batterien Leever, Hillebrand und Reitz; Ritchie Lush und Dooin. ' St. LoulS, 14. Matt St.LouiS .... 31 0 0 0 1 0 1 6 Boston-.. .... 0 0 0 010 0 0 01 Batterien Brown und M Carty; Whlte und O'Nelll. ; " .. Chicago, 14. Mai. Chicago'. ..... 0 4 0 0 3 0 2 1 10 vrooklyn 1 0 0 000.0001 Batterien Aeulbach . und Kling; McJntyre und Bergen. " "

Zum Metzger-Prozeß.

Die Jury welche über die Schuld oder Nichtschuld des Polizeichefs Metz, ger zu entscheiden haben wird, setzt sich wie folgt zusammen : Sheridatt Willlamson. . Indianapolis ; George W. Krouch, Indianapolis; I. H. Gordon, Perry Tshp.; I. H. Jghn son, Jndplö.; Geo. W. Larr. JnddlS.; C. C. Fritchke, JndplS.; John C. Appler, Perry Tshp.; Harry Harbin. Pipe Tshp.; A. M. Dunlag, JndplS.; John Trotter, JndplS.; John H. Kemper, Washington Tshp.; Wesley Paff. Decawr Tshp. AlS der Hauptzeuge in dem .Prozesse, Walter KoonS gestern Nachmittag auf den Zeugenftand gebracht wurde, machte sich eine große Unruhe unter den ' Anwesenden - im Gerichtssaale bemerkbar, welche - lebhafter wurde, als der Advokat Spaan sein Ver brechen erörterte, dessen er verur. theilt wurde. Bei der Vorführung seiner Opfer, die den Geschworenen vorgestellt wurden, nahm die anwe sende Menge eine drohende Haltung an, sodaß dem Zeugen vor Angst die Schweißtropfen auf dem Gesichte perl, tm. Wieder beruhigt, beantworteie der Zeuge klar die Fragen, die an ihn gestellt wurden. Auf die Frage, ob Polizeichef Metz, ger ihn bei d.-m Verhör in der Polizei, station gefchlagcn habe, antwortete er deutlich, daß er ihn, indem er ihn einen Lügner genannt habe, zweimal so stark in das Gesicht geschlagen habe, daß er Nasenbluten bekommen habe. Als zweiter Zeuge wurde ein gewisser Addkson Harris auf den Zeu genftand gerufen, dem Fragen über den Charakter des Polizeichef Robert Metzger vorgelegt wurden, die der Zeuge zu Gunsten des Polizeichefs beantwortete. Dem Zeugen A. Bishop, ein Neger, welche? ebenfalls als Gefangener von dem Polizeichef Metzger geschlagen wor. den zu sein angiebt, suchten die Ver theidier durch allerlei juristische Kniffe von dem Zeugenstand zu entfernen. Im Verlause dieser Für und Ge genreden vertagte der Richter Wilson die Verhandlung auf heute, nachdem den Geschworenen den ausdrücklichen Befehl ertheilte,' mit Niemanden oder unter sich selber über den Verlauf der Verhandlung zu sprechen. 59. ttongrekHa u S. Washington, 14. Mai. DaS HauS hatte heute GesetzeLvorlagen unter Berathung, die ledglich auf Vermal tungSangelegenheiten des Distrikts Co. lumbia Bezug hatten. Die Vorlagen betreffend Reorganisation deS Schul, syftems in Washington wurden voll endet. Da daS zu einer Abstimmung erforderliche Quorum nicht vorhanden war, vertagte sich das HauS nach kurzer Sitzung. Senat.Die heutige Senatösitzung verlief sehr ruhig und ohne daß ein einziges der vielen AmendementS zur Eisenbahn Ratenblll angenommen worden wäre; im Gegentheil, ein Amendement nach dem anderen wurde entweder durch Ab stimmung verworfen oder auf den Tisch gelegt. , ' Unter den auf diese Weise Abgemurk ften befanden sich auch einige, welche die Haftpflicht der Eisenbahn.Gesellschasten bei Verletzungen von EisenbahnBeam. ten klargestellt haben wollten. Senator La Follette suchte seiner diesbezüglichen Vorlage Beachtung zu verschaffen, in dem er die folgenden statistischen. An. gaben, die in ihrer Ungeheuerlichkeit für sich selbst sprechen, vorlegse: infolge von Eisenbahn Unfällen verloren im Laufe des letzten Jahres 10,617 Pas. sagi.re und 43,437 Eisenbahn.Ange stellte ihr Leben! In England, wo die doppelte Anzahl von Rei.'Mden im gleichen Zeitraume befördert wurde, kam nur der zehnte Zheil der cU t an gegebenen Zahl von tödllichen Unfällen vor. Die bis zu 70 Fuß hohen Stadtmauern von Nanking sind 25 Meilen lang. In den arktischen Gewässern. wurden dieses Jahr 337,000 Seehunde erlegt. ' ' ' .J n d-en Atlantischen Ozean könnte man das Mittelländische Meer L8mal hineinsetzen. ' ES nimmt 4 "Pfund Traube n, um ineFlasche Cham pagner zu fabriciren.

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MM Eine Paravez aus V,arl. Wie alle Orientalen, hören die Marokkaner gern unter dc?n Zelt am Abend oder während der starken Hitze des Tages. Fabeln, Märchen, Parabeln, in welchen die nachdenkliche und resignirte Weisheit der Anhang des. Koran sich in einer wunderbaren Sprache ausdrückt. Wir lassen hie: eine dieser Erzählungen, die von einem Reisenden aus dem Arabischen übersetzt worden sind, folgen: Als Harun, der Kalif, in einer Nacht in Bagdad spazieren ging, sah er einen nur mit einem dünnen Hemde bedeckten Mann, der sich an das verschlossene große Thor des Basars der Goldschmiede lehnte. Es war aber in dieser Nacht sehr kalt. Wessen Sohn bist Du?" fragte der Kalif. Der Mann erwiderte: Ich handle mit Amuletten. Man kauft mir aber nicht genug davon ab. Deshalb habe ich. da ich Hungers .sterbe, von meinen Kleidungsstücken eins nach dem andern verkaufen müssen. So zieht im Herbst ein Baum vor, sich von einem grausamen Winde seiner Blätter berauben zu lassen, um nur nicht ganz zu fallen und zu sterben." Da sprach der Kalif die Worte: Nimm dies, iß, trink un) sei vergnügt." Und er gab ihm den großen Rubin, den man Auge der Liebe" nennt. Dann setzte er ruhig seinen Weg fort. Als Harun in der folgenden Nacht wieder vor dem verschlossenen großen Thor des Basars der Golbschmiede erschien und den Händler so erschöpft vorfand, daß der arme Mann aus Mangel an Nahrung dem Hungerstode nahe war, rief er aus: Warum hast Du denn meiner, kostbaren Edelstein nicht verkauft, um zu leben?" Der sterbende Mann erwiderte: Ich habe versucht ihn zu verkaufen. Aber die einen sagten, daß er nicht echt, die andern, daß er gestohlen sei, so daß ihn niemand kaufen wollte. Es passirte mir, was sich immer ereignet, wenn Allah einem Mann aus niedrigen Stande einen zu scharfen Geist gibt: das trägt ihm nichts weiter ein als Spott! Aber waS kommt es jetzt darauf an! Ich besitze das Amulett, das Tod genannt wird, und werde bald weder Hunger noch ir-. gend eine Sorge haben." Mit diesen Worten starb der Mann. Der Kalif nahm das Auge der Liebe" von den starren Fingern des Todten und setzte seinen nächtlichen Rundganz in der Gesellschaft eines neuen Gedankens fort. 'Der Schmerz des Botanikers. Daß die Dame meinen Blumenstrauß gleichgültig aufgenommen hat, will ich ihr verzeihen; aber daß ihr nicht aufgefallen ist, daß eine Typripedium calceolus, Klasse II a, mit sechs gerippten Kelchblättern, dreizehn Staubgefäßen und dem abnormen Fall von drei Stempeln dazwischen war, verzeihe ich ihr niemals!" Rache. Junge Frau (am Tage .nach der Hochzeit vor einem Hutladen): Weißt Du noch, Egon, wie ;?ir uns kennen gelernt haben?" Er: O ja; es war in einem scheußlichen Regenwetter, zwei Stunden war ich hinter und neben Dir hergegangen, ohne den Muth zu finden. Dir meinen Schirm anzubieten..." Frau (zornig): Ja, und während der Zeit verdarb mein ganzer Hut, das habe ich mir, damals zugeschworen, wenn ich Dich zum Mann krgte, solltest Du mir dafür büßen. . .und nun ist der Augenblick gekommen. Aus Argentinien wurden letztes Jahr 3.325,124 geschlachtete Schafe und Lämmer und 1,922,757 Viertel Rindfleisch ausgeführt. Der schnellste Fisch ist der Delphin, der in der Sekunde seine I? Kilometer macht, abxr auch der Hering bringt es auf 22 . Kilometer. Die PerlmutterknopfIndustrie von Birmingham, Eng land, ist, da diese Knöpfe wieder mo dern sind, im Aufblühen begriffen. I n C h i n a werden jetzt zahlreiche Regimenter von freiwllligen Miliztruppen organisirt'. die zweimal in der Woche Exerzierübungen halten. Kleine 'Bosheit. Der Meier läßt sich ja, jetzt, zu seinem Schnurrbart auch nachweinen' Vollbart stehen?" .Ja zum Unterschied von seiner Frau." Das rechte Wort. Herr Doktor, ich habe oft das. Gefühl, wie wenn ich in einem Automobil gegen den Wind rasen würde..." . Autosuggestion nichts weijer!"

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