Indiana Tribüne, Volume 29, Number 223, Indianapolis, Marion County, 14 May 1906 — Page 4
Jndlana Tribuns 11. Mai 1006.
ndiana Tribüne. Htauljaedkn von der Vtba ff. ' Indianapolis, Ind. Harry O. Thudlum ZprSfldent. GeschSftSloealt ilo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269
BnUred at the Pott Office ot Indianapolis ai ccond clats matter. Ein günstiger Ausweis Herr Konsul Lieber in Düsseldorf giebt in der Einleitung zum JahreZb richt der Bergisch'Mürlischm Bank,- deö ersten BanklnftitutZ des Rheinisch Westfälischen DiftrictZ, einen kurzen Ueberblick über die deutschen Geschäfts, und HandelZverhältnisse deS vergange mir Jahres. Danach war die GeschäftZlage im Allgemeinen günstig und zwar in fast allen Industrien und Han delZzweigen. Der. russisch japanische Friedensschluß hat da besonders günstig gewirkt und das Bestreben der beiden Länder, besonders Rußlands, dieSchä den ans dem Kriege wieder zu tilgen, haben den deutschen Fabrikanten bedeu tende Bestellungen verschafft. Die in neren Wirren Rußlands haben da, wie natürlich,, wieder einige Verluste nach sich gezogen, aber im Allgemeinen ist die Geschäftslage in Deutschland wenig dadurch berührt worden. DaS Trustfyftem, die großen Ringe von Fabrikanten und HandelSgesell schaften, haben während deS vergange nen Jahres weitere Fortschritte ge macht. Besonders daS KohlenSyndi' kat hat nach dem großen Streik in den ersten Monaten des Jahres sich wieder ungestört entfaltet. Indessen wurde die Rheinische Braunkohlen.Jndustrke durch den Streik der Bergleute im Ruhrdiftrict bedeutend gefördert. In der Eisen'Jnduftrie wie in allen Zweigen, die diese Rohmaterial bear beiten, ging das Geschäft so gut, daß vielfach tftut Unternehmungen entftan den und alte sich vergrößerten. In folgedessen besserte sich auch die Lage der Maschinenfabrikanten. Die Preise aller Metallarten waren, thellweiö noch während der zweiten Hälfte seS Jahres, fortwährend im Steigen und Kupfer, Zinn, Blei und Zink stiegen zu einer Höhe, die sie feit langer Zeit nicht ge habt hatten. Auch in der Textil'Jndustrie machte sich ein lebhaftes Geschäft unter ftändi gem Steigen der Preise für Rohmate rial bemerkbar. Infolge des letzteren Umstände? wär natürlich der Gewinn eingeschränkt' . Die Fabrikanten deS WupperthaleS bezeichneten das Jahr als im Allgemeinen geschäftlich gut, aber nicht sehr gewinnreich. , , Im Allgemeinen hat die ganze Ge fchäftSthätigkeit an Lebhaftigkeit ge wonnett und überall entstehen kleinere oder größere Syndikate in allen Zwei gen der Manufaktur. Dies, sowie ge steigerte Nachfrage in diesen Zweigen berechtigen zu den besten Hoffnungen. Der Geldmarkt hat zwei verschiedene Zeiten durchgemacht. Im Anfang deö Jahres fiel das Geld mehr und mehr, so daß die ReichSbank die Diskonto Rate von 5 auf 5 Prozent herabsetzte, bis im September Geld plötzlich und unerwartet knapp wurde und infolge deffen die DiskontoRate wieder stieg, bis sie zuletzt 'im Dezember 6 Prozent erreichte. Die Durchschnittsrate in 1905 betrug 3.82 Prozent gegen 4.22 Prozent in 1904. Ueber schlechten Geschäftsgang kann sich alfo Deutschland nicht beklagen. Wenn nach-Ansicht deS Kanzler Day den dem Syrakuse College Ehren männero aussehen wie sie in den Ver Handlungen - gegen den Standard Oel Trust gezeichnet, werden, dann verdient er den Stuhl für Morallehre in den untersten Regionen. j Wenns so weiter geht wird wohl das Institut der SitzRedakteure hier eingeführt werden. Freilich waren die Verdächtigungen in der .Sun" gegen die Ehrlichkeit des Richter Alford imverzeihlich. Wenn der Richter diese! den hätte ruhig über sich ergehen lassen so wäre er nicht, nur als Richter un möglich geworden sondern .hätte auch die Achtung seiner Kollegen eingebüßt. Zwar wäre die Geldstrafe für so'eknen armen Zeitungsmann gesalzm genug gewesen aber vielleicht sollte daS dreißig tägige Frei.LogiS die GeldZirafe . nicht gar so empfindlich machen .ja die Nichter. - '
Dah der Schrei des russischen Par lamentö um Amnestie für politische Verbrecher bis zum Zaren dringen wird bezweifeln wir, denn ür solche Sachen stellt sich bei dem höchst feinhörigen Väterchen eine gefällige Taubheit aus beiden Ohren ein.
Die Verhandlungen gegen den Standard Oel Trust in Chicago, die nun auf Veranlassung der zwischen staatlichen Handelöcommisfion geführt werden, bringen so viel Beweise von Gesetzlosigkeit und Bestechung zu Tage, daß man sich darüber wundern muß, daß eö diesen Erzgaunern so lange ge lang sich unter dem Mantel geschäft licher Respektabilitüt zu verstecken. Man sragt sich nun ob eS auch diesen Verschwörern gegen daS Volk gelingen wird der gerechten Strafe zu ent gehen. Od man auch in diesem Falle die Korporation nicht aber die Jndi viduen, welche die zusammengegauner ten Schätze aufspeichern um neue Kor ruption damit zu schaffen, verantwort lich halten wird. Wir haben eine rie ftge Verbrecherzunft in den Vereinigten Staaten, aber alles wüS diese zusam mengeftohlen hat ist minzkg im Ver gleich mit den Crsolgen" der Stand ard Oil Co. Wie eö sich nun zeigt, sollen auch in verschiedenen Staaten die Oelinspektorcn bestochen worden sein um im Interesse der Standard Oel Co. thätig zu sein. Auf diesen Punkt hin dürste eö vielleicht gelingen Rocke f.ller und Konsorten zu fassen und der verdienten Strafe zu überantworten. Der Tag an dem dies gelingt wäre für unser Volk von kaum geringerer Wich tigkeit wie der 4. Juli, denn er bedeu tet ebenfalls eine UnabhängigkeitS-Er. klürung von gemeiner Knechtschaft. Aus dem neunten deutschen Hi ftorikertage, der soeben in Stuttgart stattgefunden hat. hielt Professor -Dr. Redlich aus Wien einen interessanten Vortrag über die Beziehungen zwischen Geschichte und Geographie. Durch Karl Ritter wrde die Geographie ei gentlich zu einem Annex der Geschichte gemacht. Noch vor 25 Jahren war die Berliner Professur für Geographie mit einem Gelehrten besetzt (eö war der vor treffliche Heinrich Kiepert), der ein aus gezeichneter Linguist. Historiker, Ar chäologe usw. war, aber der naturwis senschastlichen Seite' der Erdkünde völ lög fern stand. Dann erfolgte die naturwissenschaftliche Reaktion, die die Erde ausschließlich als physikalisches Objekt betrachtete und behandelte. Ihr bedeutendster Vertreter war Ferdinand von Richthofen, der' große Erforscher Chinas, der von Hause aus Geologe war. Die Uebertragung einer Ber liner Professur an ihn bedeutete die endgültige Anerkennung dieser Rich tung, und auch sein Nachfolger, Pro fessor Peuck, gehört derselben Schule an. Inzwischen aber hat sich doch die Auffassung der geographischen Wissen schuft wieder verschoben, und die neueste Schule sucht wieder die Führung mit der Geschichtswissenschaft herzustellen, natürlich ohne die naturwissenschaft lichen Errungenschaften der Geographie preiszugeben. Wir haben also heute eine- zweite historische Schule,die frei lich nicht entfernt so einseitig ist, wie einst die Ritterschi. Yrofessor' Redlich wies darauf hin,' welch ungemeine Vor theile beide Wissenschaften aus einer systematischen Zusammenarbeit haben könnten. ES sei A nur daS Pro blem der ttlimaänderungen, sowie daS der in etwa 35jShrigen Perioden sich vollziehenden ttllmaschwankungen erwähnt. Die physikalische Erforschung dieses Problems könnte eine wesentliche Unterstützung durch die Heranziehung und Verarbeitung der zahlreichen in den alten Annalen und Chroniken über lieferten Nachrichten über reiche Wein jähre, Mißernten, kalte Winter, heiße Sommer, Elementarneignisse usw. finden, während umgekehrt diese sonst zusammenhanglosen und wenig interes sanken historischen Notizen im Lichte der Entwicklung unseres. Klimas auch für oas zernanomv ver menscyltchen Ge schichte von hoher Bedeutung werden könnten. Aeußern sich doch die Folgen solcher ttlimaschwankungen fast immer sogleich auch im wirtschaftlichen Le ben, und wie oft find nicht die Getreide preise der Anlaß hiftorisch.bedeutsamer Vorgänge geworden.' DieS eine Bei spiel mag genügen um zu zeigen, wie fruchtbar und bedeutend die Probleme find,, deren Bearbeitung der historisch geographischen Schule zufüllt. . Sottlieb Leukhardt, Die gemüthliche Ecke-, Ecke Noble und Market Str.
Europaische Nachrichten.
Frovinz Schlesien. V r e s l a u. Kürzlich beging der Bohrauerstraße 59 wohnhafte, ehemalige Gutsbesitzer Joseph Bienert mit seiner Ehefrau Dorothea, geb. Klose, das goldene Hochzeitsjubiläum im Kreise der Kinder und Enkelkinder. Bienert, der Inhaber des Hohenzollern'schen Hausordens ist, zählt bereits 81. seine Ehefrau 71 Jahre. Bunzlau. Bei den Dausel'schen Eheleuten befindet sich die 4y2 Jahre alte Johanna Mentzel als Pflegetochter. Als die Pflegemutter auf ganz kurze Zeit das Zimmer verliefe, ging die Kleine an den Ofen, wo sie Papier anbrannte. Hierbei kam sie vermuthlich dem Feuer zu nahe und alsbald stand das arme Wesen in hellen Flammen. Auf das markerschütternde Geschrei eilten Nachbarsleute hinzu und erstickten mit großer Mühe die Flammen. Der schnell herbeigeholte. Arzt fand jedoch an dem kleinen Körper nur Brandwunden. Nach schrecklichen Qualen wurde das arme Wesen durch den Tod erlöst. Groß-Obisch. Mehrere Fuhrwerke waren damit beschäftigt, .aus dem Forst des Schutzbezirkes Tammer Holz zu holen. Bei der Nachhausefahrt gerieth ein schwer beladener Wagen in ein Loch und stürzte um, wobei der Wagenlenker Gabler unter den Wagen zu liegen kam. Als es gelang, dem Verunglückten aus seiner schrecklichen Lage zu befreien, gab er infolge der erlittenen schweren Verletzungen nur noch schwache Lebenszeichen von sich. Nach Hause gebracht, starb er. H o h e n d o r f. In der Nähe don hie: wurde im Graben der Lieg-nitz-Goldberger Chaussee der 73 Jahre alte frühere Lohndiener Hoffmann aus Liegnitz als Leiche aufgefunden; neben ihm lag sein Rock, den er au-gezogen hatte. Der Tod muß infolge eines Herzschlages bei dem alten, etwas geistesschwachen Mann, der eine Wittwe von beinahe 80 Iahren hinterläßt, eingetreten sein. K r a n o w i tz. Vor einiger Zeit brach auf der Besitzung des Schneidermeisters Quittek Feuer aus. Zur Zeit des Ausöruchs des Brandes waren die Quittek'schen Eheleute nicht zu Hause. Wohnhaus und Siall brannten bis aus die Umfassungsmauern nieder. Ludwigsdorf. Der Mühlenbesitzer Ruprecht stürzte rücklings die Treppe 14 Stufen herunter. Er wurde besinnungslos aufgefunden. Durch das heftige Aufschlagen mit dem Kopfe auf den Steinboden hat er sich einen Schädelbruch zugezogen. Neisse. Sergeant Kahl vom 23. Infanterie - Regiment erschoß sich in der Kaserne in dem Augenblick, al er eine dreitägige Arreststrafe antreten sollte. N e u h e i d e. Vom Wirthshause nach Hause zurückgekehrt, verunglückte der Arbeiter Josef Seidel, indem er sich durch einen Sturz von der Treppeschwere innere Verletzungen zuzog, infolge deren er, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, nach kurzer Zeit starb. Ziezenhals. Dieser Tage beging das Schmiedemeistcr Karl Kunze'sche Ehepaar bei voller Rüstigkeit die diamantene Hochzeit. Provinz Fofen. Posen. Aus einer Höhe von 15 Meter stürzte derZimmerpolier Wendland von dem Gerüste des Schloßbaues herunter. Schwer - verletzt, wurde er nach dem städtischen Krankenhause gebracht. Bromberg. Dem Eisenbahnassistenten a. D. Stendke wurde der Kronenorden 5. Klasse verliehen. Gnesen. Ueberfahren wurde von einem Güterzuge auf dem hiesigen Bahnhofe der 46 Jahre alte Arbeiter Emil Pehlke; er war mit dem Verladen von Pferden beschäftigt und taumelte in der Trunkenheit nach vollendeter Arbeit auf den Schienen umher. Plötzlich wurde er von einem einsahrenden Zuge erfaßt und sein Körper buchstäblich in zwei Theile zerschnitten. Der Tod trat auf der Stelle ein. Pehlke hinterläßt eine Frau mit 6 unerzogenen Kwdern. G r ä tz. Landrath Bolze von hier ist wegen seiner Verdienste um die Stadt zum Ehrenbürger ernannt und ihm der künstlerisch ausgefertigte Ehrenbürgerbrief durch eine städtische Abordnung überreicht worden. K r o n a. Todt aufgefunden wurde auf der Feldmark Althof der 71jährige Ziegler Ferdinand Lemke aus Witoldowo. Lemke war hier auf dem Distriktsamte, um einen Rentenantrag zu stellen. Auf dem HeimWege ist er dann anscheinend von einem Schlaganfall betroffen worden. Feuer entstand kürzlich im Laden der Kurz- und Weißwaarenhändlerin Amalie Lindemann Hierselbst. Es sind Waaren im Werthe von 2500 Mark beschädigt und verbrannt. Kolmar. Dieser Tage feierte das Gerichtsdiener Swantes'sche Ehe paar das Fest der goldenen Hochzeit, aus diesem Anlaß ist dem Jubelpaar die Ehejubiläums medaitle verliehen worden. Vom hiesigen Kriegerverein wurde SwanteS durch Ernennung zum Ehrenmitgliede geehrt. Schubin. Nach kurzem Krankenlager starb, 80 Jahre alt, der seit einem Jahre pensionirte Kreisarzt
Medizinalrath Dr. Loeffler. Der Verstorbene, welcher 35 Jahre hier thätig war, genoß die Achtung Der Bevölkerung des ganzen Kreises. Wongrowitz. In einer Sitzung des hiesigen Lehrervereins feierte der Vorsitzende fierrn Lebrer anvgrafs aus Jakubowo, der nacy 41jähriger Thätigkeit in den Dienst trat und überreichte ihm ein vom Verein gestiftetes Rauchservice. Der Jubilar dankte in bewegten Worten. W r e s ch e n. Der Arbeiter Ottomanski wollte das Lager der im Gange befindlichen Transmission in der hiesigen Zuckerfabrik ölen. Er gerieth mit seinen Kleidern in die Welle, wurde herumgeschleudert und am Kopfe so schwer, verletzt, daß er sofort todt war. Vrovinz Sachsen. ' Magdeburg. An Stelle des in den Ruhestand tretenden Reichsgerichtsrathes Dr. v. Lippmann ist der Oberlandesgerichtsrath Meyer in Zweibrücken zum Reichsgerichtsrath ernannt worden. Bischofsrode. Bergmann Beßler von hier hatte Stroh, Heu und sonstige Futtervorräthe gekauft- und ließ sie nach Hause fahren. Als das Geschirr in den Hof einbiegen wollte, riß es einen Thorpfeiler ein, der sammt dem Thore auf Frau Beßler stürzte. Diese trug so schwere Verletzungen davon, daß sie nach dem Krankenhause geschasst werken mußte. Groß - Nottmersleben. Vor kurzem stürzte der Steinbruchsarbeiter August Schröder mit einer brennenden Lampe von der Kellertreppe, wobei das Petroleum explodirte. Später fand man die verkohlte Leiche des Verunglückten, der durch den Fall wahrscheinlich bewußtlos geworden war. Halle. Spinnereibesitzer Stadtrath Rabe stiftete 11,000 Mark als Grundkapital für eine später zu erbauende Kirche, in Giebichenstein. K r e u z e b e r. ' Ein größeres Schadenfeuer wüthete kürzlich hier. In Abwesenheit der Hausbewohner entstand in der Scheune des Ackermanns Joseph Trümper Feuer, das schnell auf die Nachbargehöfte übergriff. Das Tümper'sche Anwesen mit Wohnhaus brannte gänzlich nieder; ferner sind von drei weiteren Gehöften die (Scheune bezw. Stallungen abgebrannt. Ein zweites Wohnhaus wurde stark beschädigt. Viele Erntevorräthe und zwei Schweine sind mitderbrannt. Die Entstehungsursache ist unbekannt. N a u s e ß. Beim Spielen in der Scheune stürzte die elfjährige Tochter des Landwirths Gottlieb Schneider von eer Leiter rückslings hinab und brach dabei das Genick. Die Verunglückte war sofort todt. Ranis. Im hiesigen Kreiskrankenhause starb unter qualvollen Leiden der Mühlenbesitzer Schlotter von der Lothramühle bei Rcitzengeschwenda. ' Der Mann wollte während des Ganges der Mühle einen Riemen auflegen, ist aber dabei' in das Getriebe gerathen, so daß ihm einige Glieder zermalmt wurden. Salzwedel. Dieser Tage beging der Landrath des hiesigen Kreises, Werner von der SchulenburgBeetzendorf, sein silbernes Dienstjubiläum. Die Stadt ernannte ihn aus diesem Anlaß zu ihrem Ehrenbürger. Weißenfels. Vor kurzem wurde der 23 Jahre alte verheirathete Arbeiter Vierschenk' bei einer Schlägerei. die infolge eines unbedeutenden Wortwechsels entstanden war, erstochen. Als muthmaßliche Thäter sind die Arbeiter Otto und Günther festgenommen worden. Frovtnz Lbannover. Hannover. Erschossen aufgefunden wurde in einer im Felde hinitt Hainholz stehenden Laube der etwa 22 Jahre alte Barbiergehilfe Otto Schmeling aus Göttingen. Die Leiche kam in das gerichtliche Todtenhaus. Dassel. Dem Stadtkämmerer Sieburg, der im hohen Alter sein Amt niedergelegt, wurde das Kreuz des allgemeinen Ehrenzeichens verlieben. Göttingen. Geheimrath Professor Dr. F. Leo hat denRf alsProfessor für klassische Philologie an der Universität Bonn abgelehnt, desgleichen einen Ruf an die Universität Berlin an Stelle des Geheimraths Wahlen. Herberthausen. Vor einiger Zeit wurde am Ausgang des Waldes oberhalb des Rohns, links vom Stiege, der 29jährige Zimmermann Gustav Aue von hier mit einem Schu im Kopfe todt aufgefunden. Der Todte hatte keinerlei Schußwaffen bei sich, so daß schon aus diesem Grunde ein Selbstmord ausgesossen erschien; dagegen ließen versi.dene Fußspuren im Schnee mit Sicher h:it auf einen Mord schließen. Thatfächlich wurde auch der Schwager des Getödteten, der mit Aue in jahreinger Feindschaft lebte, bald nach der Auffindung der Leiche als muthmaßlicher Thäter verhaftet. Er mußte Zedoch wieder aus der Haft entlassen werden, da sich dringende Verdachts Momente wider ihn nicht herausstell ten. Leer. Nach längere? . Krankheit starb hie? der Bankdirekto? Senator Johannes Pannenborg im Alter von
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