Indiana Tribüne, Volume 29, Number 222, Indianapolis, Marion County, 12 May 1906 — Page 6

Jndiana Tribüne, 2. Wlai 1906

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Merhand Erdbeden.

Zur Naturgeschichte des unterirdischen Feindes der Menschheit. Vulkani. sche und nichtvn'kanische Erdbeben. Niemand kann wijsen, wo letztere ans brechen! Gebäude Einstürze und Fluthwellen". Di: jüngste Erdbeben- und Feuercatastrophe am Goldenen Thor gemahnt eindringlicher als je ein ähnliches früheres Ereigniß in unserem eigenen Lande daran, daß die furchtbaren rumorenden Mächte der UnterWelt ebensowohl tn Theilen der Ver. Staaten die schwersten Erschütterungen und grauenhaftes Massenunheil verursachen können, wie in gewissen amerikanischen Nachbarländern oder in Japan, dem südlichen Italien und anderen in dieser Hinsicht berüchtigten Gegenden. , Und welche Theile unseres Landes sich auf dergleichen gefaßt halten dürfen, läßt sich gar nicht genau sagen! Wenn alle Erdbeben vulkanis ch t n Ursprungs wären, so ließen sich chon eher diesbezügliche Berechnungen anstellen. Aber man ist mebr und mehr dahinter gekommen, daß diese Anschauunq eine emsemoe ist von so aroßer und verhänanißvoller Bedeutung die Verbindung von Erdbeben und Vulkanen auch sein mag. Wenn, wie der Geologie-Gelehrte Prof. Berkey im Hinblick auf die neueste schreckliche Heimsuchung darzuthun gesucht hat, und wie auch Prof. Pickering und andere unserer hervorragendsten Sachverständigen bei sonstiqen Gelegenheiten behauptet haben. ein unregelmäßiges Sichzusammenziehen. resp, stoßweises Zusammenrutschen der Erdkruste, m Ver bindung mit ihrer Abkühlung, ebensowohl so fürchterliches Verderben herausbeschwören kann, so darf man nie mit Sicherheit von einer lokalen Veschränkung sprechen: denn es läßt sich me sagen, welche Lokalitäten solche Unregelmäßigkeiten am schwersten zu spüren haben werden! Heute mir morgen dir" heißt es hier im unheimlichsten Sinne des Wortes. Man braucht darum Nicht alle die Schauerprophezeiungen, wie sie gelegentlich in dieser Beziehung aufgetaucht sind, für baare Münze zu nehmen. Aber, wie gesagt, man sollte sich auch nicht in zu große Sicherheit wiegen, wie man es im größten Theil des Landes trotz der vielen milderen Erdbeben und trotz der Catastrophe von Charleston, S. E., und ihren immerhin zahlreichen Opfern vor zwanzig Jahren gethan hat. Milde Erderschütterungen von der Sorte, die sich etwa wie das Vorüberfahren eines schweren Lastwagens oder eines Bahnziizs in der - Nähe der Wohnung, oder wie der volle Betrieb einer Schmiede in irgend einem Raum unter dem Fußboden fühlbar macht und beim Sitzen oder Liegen bedeutend mehr empfunden wird, als beim Stehen oder Gehen, sind ja im Osten sowohl wie im Westen der Ver. Staaten nicht gerade etwas Ungewöhnliches, und man kann sagen, daß eine gegebene Lokalität ungefähr einmal in zehn Jahren eine derartige kleine Ueberraschung erfährt, deren eigentlichen Charakter viele Tausende erst durch nachträgliche Berichte kennen lernen, mögen auch tut paar Sachelchen umgefallen und einige Uhren stehen geblieben sein. Ueber solche Erscheinungen hat sich indeß noch Niemand sehr ernstlich beunruhigt, und die Charlestoner Catastrophe wurde von den Allermeisten schließlich doch nör als eine sehr merkwürdige Ausnahme angesehen, soweit unser Land in Betracht kommt. Ja Viele hatten sie fogut wie völlig vergessen und erinnern sich erst angesichts des jetzigen Unheils wieder daran. Kein Wunder, daß man erst rech! die schweren Erderschütterungen vergessen hat, welche im 18. Jahrhun dert sogar das nüchterne Neuengland gelegentlich heimsuchten! Ohne Zweisei hatten auch diese gar nichts mit vulkanischen Erscheinungen zu thun; aber furchtbar genug waren sie jedenfalls, den vorhandenen dürstigen Se--richten nach zu schließen. Daß ihre Folgen nicht so sehr verhängnißvoll waren, das lag nur an äußerlichen Ursachen. Man erzähl! u. A., daß bei einem dieser Erdbeben, im Jahre 1727 zu Cambridge eine Anzahl ziemlich weiter Spalten im Boden entstanden sei. Nun stelle' man sich vor, welche hochverderbliche Wirkungen eine solche Erschütteruna.beutzutage auf die hohen Gebäude in der Metropole Neuenglands haben würde! Aller Wahrscheinlichkeit nach . ? rr i n . am wäre oa eine aianropye zu verzeichnen, die em würdiges" Seiten stück zur jüngsten San Francisco'? böte. Ein großer Theil des Publikums, welcher nie in elgentllchen Erdbeben ländern war und auch nicht mit dies bezüglichen Schilderungen vertraut ist' lebt noch immer rn dem Glauben, die Hauptgefahr be: sehr bedeutenden Erd beben bestehe darin, in irgend einen plötzlich gebildeten Erdspalt zu stürzen und lebendig begraben zu werden. Auch gewisse Episoden in Verbindung mit der kurzllchen vulkanischen Er schütterung in der Gebend von Neapel mögen wiederum in dieser Auffassung bestärkt haben. Solches Verschluckt werden durch die gespaltene Erde

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Frauen leiden Qualen durch Schmerzen, von denen Männer keinen Begriff haben. Eines dieser Leiden ist der schreckliche niederdrückende oder ziehende Schmerz der bei manchen Frauen so oft eine Begleiterscheinung der monatlichen Perioden ist und bei anderen von Monat zu Monat, Woche zu Woche, Tag zu Tag andauert, bis selbst der Tod als Erleichterung willkommen sein würde. Was bedeutet das ? Es bedeutet möglicherweise, datz Ihre Gebarmutter .sich verrückt, umgekehrt, verdreht oder gesenkt hckt in Folge einer gewissen Schwache, jener Muskelfasern, welche dazu dienen sollen, dieselbe gerade nnd in Stellung zu halten. Es bedeutet, daß, Sie keine Zeit verlieren müssen, sondern zur Erleichterung und Eur die eine Medizin nehmen, welche mit Gewitzheit von Nutzen für Sie ist nnd Sie kurirt wie sie schon eine Million von anderen glücklichen, erfreuten Frauen kurirt hat, nämlich ' . !

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rommt allerdings mitunter vor, wie namentlich bei dem Erdbeben auf der Insel Jamaica im Jahre 1692; aber es ist doch ein sehr seltener Fall. Die allermeisten Menschenkinder, welche einen solchen Spalt zu ihren Füßen sich öffnen sehen, werden sich keinen Augenblick besinnen, sich schleunigst aus dem Gefahrreich zu entfernen, und werden es auch können, wenn nicht etwa ringsum Alles zusammenkracht! Dagegen ist bei den meisten Erdbeben an einer Seeküste, besonders wenn diese sehr niedrig und flach liegt, die Ertrinkungsgefahr eine unheimlich große, da beinahe jedes schwere Erdbeben in einer solchen Region von einer sogenannten Fluth- oder Gezeitwelle begleitet ist. Haben doch auch die letzten Monate wieder verschiedene Beispiele dieser Art namentlich im südlichen Theil des Stillen Oceans geboten. Nur haben diese Wellen einen , ganz falschen Namen erhalten; sie haben durchaus nichts mit Fluth und Ebbe zu thun, sondern sind lediglich Erdbebenwogen. Manche derselben steigen bis zu 60 Fuß über die Strandhöhe, und in manchen Fällen sind Tausende von Menschenleben ihnen auf einmal zum Opfer gefallen! Noch heute kann man an der Küste von Chile, unfern der Stadt Arica. die riesigen Dampfkessel eines Kriegsschiffes der Ver. Staaten. Wateree". sehen, welches auf dem Kamm einer solchen Schreckenswoge volle zwei Meilen landeinwärts geschwemmt wurde und dort strandete. Das war bei dem großen chilenischen Erdbeben von 1868. In zweiter Linie aber gibt es di: meisten Todesopfer bei Erdbeben durch klnstürzende Gebäude. , wofür die neuesieCatastrophe wieder eine grauenhafte Veranschaulichung bildet. Und :n den eiaentllchen südlichen Erdbebenländern ist diese Gefahr oft noch ganz unnöthigerweise durch die Thorheit der Bevölkerung gesteigert worden, welche sich, sogar gegen die entschiedene Einsprache der Geistlichen, mit aller Gewalt in die Kirchengebäude drängte, deren Einsturz sodann eine Menge Opfer forderte, namentlich grauen und Kindern, wolcye Beispiele hat man u. A. bei dem furchtaren Lissaboner Erdbeben von 1753 V.tl -f. ' c erlevl, vor wenigen sauren ucy in oer chilenischen Hauptstadt Santiago, und erst kürzlich wieder in Verbindung mit den vulkanischen Erschütterungen m der Umgegend des Vesuvs. Bei einer heftigen Erdschutterung ist unbedingt noch der sicherste Platz das freie Feld; innerhalb der Stadt sollte man schleunigst einen der freien Plätze aufsuchen, oder im Hause wenigstens einen osfenen Thürweg oder ein Fenster, wo man noch am besten umherfliegenden Trümmern ausweichen kann, wenn nicht Alles zusammenstürzt! Es läßt sich nach dem Obigen leicht denken, daß, wenn nördlichere Groß städte schon einmal von so große Erderschütterungen heimgesucht werden, wie sie in den hierfür berüchtigten südlichen Regionen oder in gewissen Theilen des Orients vorkommen, bei den im Allgeminen viel zahlreicheren hohen Bauten das Einsturz - Verhängmß entsprechend schlimmer sein muß. In den classischen Erdbebengegenden hat man sich beim Bauen auf solche Catastrophen eingerichtet. Die Japaner verstehen es, Vambusbauten hinzustellen, die, auch wenn sie hoch sind, nicht leicht einstürzen, so stark sie auch schwanken mögen. Doch kommen sie vielfach schlimm aenua bei Erderschütterungen weg. Aber an ihren Bauten i i jfc V!. nM... ....St leiven gewoynllcy nur ic nurniuc unu ähnliche Gebilde. ' Wiederum ganz anderer Art ist der Bau-Stil in der peruanischen Stadt Arequipa im Anden-Gebirge, nahezu 8000 Fuß über dem. Meeresspiegel. Hier muß man auch besonders warme Häuser haben, da die Nächte oft unglaublich kalt sind. Die bessergestellten Klassen wohnen in Steinhäusern, deren Mauern bis zu drei Fuß dick

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sind; die Decke besteht aus schweren Steinwölbungen, und man kann sich im Innern eines solchen Hauses beinahe wie in einem Gefängniß fühlen. Aber es kann hier nie sehr heiß oder sehr kalt werden, und soweit die Erfahrung geht, leistet ein solcher Bau auch den heftigsten Erderschütterungen Widerstand, so lange er nur aus einem Stockwerk besteht. Mitunter wird ein zweites Stockwerk aus leichtem Holzfachwerk darauf gesetzt; Holz, und zwar Bambus, bildet aber nur die äußere und innere Verkleidung, während d:r Zwischenräum mit Erdschlamm und kleinen Sternchen aufgefüllt wird. Auch werden die Wände mit Kalk vergipst. Dieser korbartige Oberbau gibt bei heftigen Erschütterungen zwar nach, aber gewöhnlich wird nur der Kalk rissig und fällt ab. Nebenbei bemerkt, ist in Arequipa das Holz sehr rar, und der Bedarf wird fast ausschließlich aus den Ver. Staaten gedeckt. Arequipa hat in zwei Jahren nahezu ein Halbhundert Erdbeben gehabt! Die meisten derselben stellten sich in den dortigen Wintermonaten Juni und Juli ein; im Durchschnitt aber kam auf je zwölf Tage im Jahr ein Erdbeben. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen rufen diese Erschütterungen, auch die weniger bedeutenden, stets die größte Angst bei den Eingeborenen hervor; mehr als bei irgendwelchen anLeren Menschenkindern hat sich bei thnen dieses Furchtgefühl vererbt! Schon bei dem geringfügigsten Anlaß dieser Art rennen sie sofort, zu irgend einer Stunde des Tages oder der Nacht, unter dem Schreckensgeschrer Misericordia, misericordia!" (Erbarme dich, erbarme dich!) auf die Straße. . Ihre baulichen Gegenvorlehrungen waren freilich nicht immer solche, wie sie heute sind Bei dem großen 1868er Erdbeben wurde in Arequipa schwerer Schaden verursacht, und noch beute kann man viele auffallende Spuren davon in Gestalt zerbrochener Säulen und demolirter Mauern bemerken, obwohl schon beinahe 40 Jahre seit dieser denkwürdigen Tragödie verflossen sind. In manchen Gegenden, namentlich in Chile, ist nicht selten eine merkwürdige Erdbeben-Erscheinung zu bemerr , ri . c i T: jC len: um lames y$tiot lunolgl namiug das Ereigniß an, aber es ist gar keine Erschütterung zu verspüren. Vermuthlich besteht in diesem Fall die Bewegung aus einer Reihe langer und langsamer Schwingungswellen. Andererseits kann der Stoß mitunter zwar an sich .viel sanfter, aber so rasch und lebhaft sein, wie ein leichter Schlag mit der spitzigen Seite eines Hammers. Desgleichen ist besonders in Japan häufig beobachtet worden. Eine andere ungewöhnliche, aber auch höchst ungemüthliche Erfcheinung. die nur in Verbindung mit starken Erderschütterungen vorkommt, besteht darin, daß der ganze Erdboden sich in ine Reihe Wogen verwandelt, die mehrere Fuß lang und bis zu 8 Zoll hoch sein mögen und einander rasch folgen. Das ruft ein mehr oder minder starkes Erbrechungsgefühl hervor und macht es sehr schwierig, eine aufrechte Stellung zu bewahren. UeberHaupt beeinflußt es das ganze Nervensystem und erhöht auch bei kaltblütigeren Personen den Schrecken bedeutend. Um eine damit verwandte Ersahrung zu erwäbnen. moae auf die Empfindungen des Schiffsreisenden aus stark erregter See hingewiesen sein. Hier Ibsen sich ja ähnliche Folgen aus, o lange der Reisende nicht daran ge wöhnt ist. Aber die Schwinaungs wellen unmittelbar unter den Füßen sind doch in diesem Fall nicht kleiner. als ver Lange und Brette des Schiffes entspricht, und können daher nicht in solchem Maße zerrüttend wirken, wie jene kurzen Bodenwellen bei Erdbeben. Ueberdieö weik der Schiffsvassagier. daß dieses Schaukeln des Fahrzeuges in der Regel nicht mit Unheilserscheinungen in Verbin dung steht, wenn sich auch manche

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Leset dies Panagiere fast evenso toll gebakvrtt. wie die Opfer jener Erdbebenbewegungen. Es ließen sich auch manche dankbare Beobachtungen über das Verhalten von Thieren zu Erdbeben anstellen. Was die Thiere anbelangt, welche in Gesellschaft des Menschen leben, so sind namentlich die H u n d e sehr empfindlich für solche Erschütterungen. Auch wo letztere nur sehr leicht sind, sodaß man im Stehen sie nicht fühlt, kann man zu allererst durch das Bellen sammtlicher Hunde der Nachbarschaft auf das Zittern des Bodens aufmerksam gemacht werden. Schwere Erdbeben sind nicht blos von vertikalen' Veränderungen der Lage, sondern öfters auch von recht bemerkenswerthen horizontalen Verdrängungen begleitet. So mußte nach der großen Erderschütterung, welche vor 15 Jahren Japan heimsuchte, Sie Regierung eine ganz neue Vermessung der hauptsächlich betroffenen Gegend vornehmen lassen, besonders um die Besteuerung nach den veränderten Flächenverhältnissen anders zu vertheilen. Denn es kam z. B. vor, daß ein Grundstück, welches vor dem Erdbeben 48 Fuß lang gewesen war, nachher nur 30 Fuß daß! Die Baupläne für eine Anzahl neuer Brücken mußten bedeutend abgeändert werden, weil sich das Längeverhältniß beträchtlich geändert hatte. He Schon so lange es Menschheitsgeschichte gibt, hat man über die Ursache der Erdbeben nachgegrübelt. Abge sehen von mannigfachen abergläubifchen Vorstellungen, zu denen auch unsere Indianer rhr Theil lieferten, suchte man die Ursache bald in Wind oder in Dämpfen des Erd-Jnnern, welche zu entweichen strebten, bald .m dem Wirken chemischer und sväter auch elektrischer Kräften. Eine besonders weite Verbreitung gewann die vulkanische Theorie, welche schon in früherer Zeit zunächst aus der Beobachtung der Erderschütterungen in den Mittelmeeraeaenden beraeleitet worden war und schließlich von Vielen auf alle Erdbeben ausgedehnt wurde oder noch heutigen Tages wird. Aber diese Verallgemeinerung hat sich keineswegs zur Erklärung aller betreffenden Vorgangs bewährt. Ganz unzweifelhaft ist eine Menge Erdbeben vulkanischen Ursprungs. Auch gehen Erderschütterungen ger . . ? r jn (f..3t;:i. . woymlcy 0lliiaiiii.cyeri nusvrucyen voraus und begleiten dieselben oft. Derartige Erschütterungen haben indeß nur einen sehr örtlichen Charakter und erstrecken sich selten über eine Gebietsfläche von mehr als einigen Tausend Quadratmeilen; sie entstehen durch die Explosion von Dampf, welcher sich unter der Erde entwickelt hat und einen Ausfluß sucht. Aber gerade die großen, d. h. weitverbreiteten Erderschütterungen der Welt, deren Wirkung sich über Millionen von Quadratmeilen erstreckt, entstehen gewohnlich in mcht-vulkanischen Gegenden! Von den etwa 10.000 Erdbeberr. welche das Reich des Mikado zu verzeichnen gehabt hat, entstand nur ein sehr kleiner Theil in der Nähe von Vulkanen; die übrigen hatten meistens ihren Ursprung unter den Wassern des Stillen Oceans östlich von den japanischen Inseln, bewegten sich landeinwärts und erstarben oft, ehe sie eine vulkanische Region erreicht hatten. Nur wenige werden auf der westlichen Seite der Gebirge verspürt. Was von JaM gilt, trisst entsprechend auch auf die Westküste von Nord und Südamerika zu, deren Erdbeben meistens unter dem Ocean entstehen. Wohl findet man beinahe alle Vulkane in der Nähe des Oceans; aber ibre Grundlage baben sie meist am oberen Ende steiler Abhänge, wie sie aus dem Meere aufsteiaen. Grove , Erdbeben entstehen wohnlich ganz l auf dem Boden dieser Abhänge, ! und dies legt jedenfalls die schon er1 wähnte Theorie vom Ausammenru:

WINE P A IB) IM 11' 0F WMWlUli

Ich litt an niederziehenden Schmerzen nnd Vorfall der Gebär mntter, "schreibt Frau Ina Bayle-5 von Sbenvood. Tenn. ..Meine

Gesundheit war sehr angegriffen und ich konnte kaum meine Arbeit j verrichten. Cardui kurirte mich." an 3er flauen i Heiimilleü 1 schen eines Theiles der Felsschichten nahe. . Sicher ist übrigens, daß Erdbeben niemals in der Nähe des Centrums der Erde ihren Ursprung nehmen; denn sonst müßten sie manchmal auf den entgegengesetzten Seiten beinahe gleichzeitig fühlbar sein, was nicht vorkommt. Im Ganzen wissen wir aber noch immer ziemlich wenig über die Entstehung und Verbreitung solcher unheilvollen Erscheinungen, und die wissenschaftliche Voraussagung derselben wird trotz Falb wohl noch lange ein frommer Wunsch bleiben! Ein Vielsprachiger. Friedrich Engels, der Begründer der Deutschen Sozialdemokratie, war in seiner Exilszeit in Manchester im Geschäfte Lafargues Kommis. Dieser Industrielle war ein fröhlicher Kumpan, der sein eigenes Reitpferd hielt und bei Fuchsjagden tapfer mitmachte, daneben mit leidenschaftlichem Eifer Studien der verschiedensten Richtungen trieb. Der bewegliche, ungestüme Engels," sagt der Sohn, Paul Lafargue, war auch methodisch wie eine alte Jungfer; er bewahrte alles und registrirte mit peinlicher Genauigkeit.... Seine Kenntniß der europäischen Sprachen, ja sogar der Dialekte war unglaublich groß.... Er legte sogar eine gewisse Koketterie darein, den Personen, mit welchen er correspondirte, in ihrerMuttcrsprache zu schreiben; er schrieb russisch an Lawroff, französisch an Franzosen, portugiesisch an Portugiesen, polnisch an Polen u..s. w. Er schwelgte in der Lektüre von Lokaldialekten, beeilte sich, die populären Schriften von Bignami kommen zu lassen, die im Mailänder Dialekt aufgefaßt waren. Am Strand von Ramsgate zeigte ein Schaubudenbesitzer, der von einer Menge Volk umlagert war, einen bärtigen Zwerg .in brasilianischer Generalsuniform. Engels sprach ihn portugiesisch, dann spanisch an keine Antwort. Endlich ließ der brasilianische General ein Wörtchen fallen. Aber das ist ja ein Jrländer", rief Engels, ihn sofort in seinem Dialekt anredend. Der arme Bursche weinte darob vor Freuden. Engels stottert in zwazig Sprachen, sagte einmal ein Kommunefluchtling. über Engels leichtes Stottern im Moment der Erregung scherzend. Auf Umwegen. . Ja, Sepperl, was willst denn Du heut'?" Der Vater hat rni' halt 'rum g schickt!" . Warum denn?" I' sollt halt hat er gmeint so a' bißl auß'n umifrag'n, ob Ihr unser Hackl net g'stohl'n habt!" In der Auskunftei. Aber sage nur, lieber Freund, warum gibst Du denn über Fräulein Müller so zweifelhafte Auskünfte? Das Mädchen ist doch hübsch, wohlhabend, unbescholten. . Ja. Aber ich möchte sie 'selber heirathen!"

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