Indiana Tribüne, Volume 29, Number 221, Indianapolis, Marion County, 11 May 1906 — Page 3
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3 tt Diana Tibüne, II. Mai 1906
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Das erste Parlament Wird in St. Petersburg mit großem Pomp eröffnet.
St. Petersburg im Festschmuck. Ankunft des Zaren. Ausschreitungen der Ctreiker in Italien. Ter Laudesverraths-Prozeß und die Presse. Schwarze Seeräuber. Des Kaisers Besuch in Wien. Großes Schadenfeuer auf Cuba.
Der erste Tag der neuen Epoche. St. P e t e r's b u r g, 10. Mai. Gleich einem glückbedeutenden Augu rium begrüßte ein idealer Maitag das Aufheben deS Vorhangs vor dem neuen bedeutenden Akte in dem großen histo rifchen Drama, Rußlands inneremFrel heitSkampf. Niemals hat die prächtige nordische Hauptstadt PeterS des Gro ßen ein glänzenderes Bild gewährt denn heute, bei der feierlichen Eröss nung von Rußlands erstem Parlament. Ein feiner Nebelschleier hing über dem Golf, rundete den Hintergrund zart ab und gab der ganzen Scenerie etwas Weiches, Zauberisches. Die sich über die zahllosen grünen Inseln des Flusses ausbreitende Stadt schien in einer Fluth hehren Lichtes zu schwimmen; die breite, langsam fließende Newa mit ihren dem Meerbusen sich entgegenbreitenden Armen schim merte im azurnen Reflex deS Himmels, während die goldenen Kuppeln der Dome, die prächtigen Thürme deS Ad miralitätSpalasteS und der Peter und Vaul.NeNuna und die alännden ' I Minaretts der Aalässe über der Masse der braunLelben Häuier zu schweben r:,nm " Bräutlich geschmückt war die ganze Stadt. Die aelbe kaiserliche Standarte Mit dem doppellköpsigen Adler wehte auf dem Winterpalaft, in Flaggen dranate lauf volittiliöe Anordnuna!) csftits mth,i 5M, vielfarbiger Wimpel flatterte von den Jachten und Schiffen im Hafen. cim ii k w(U4 UIC UllUlU UUlillillll, UU Fluß und Kanälen verkehrenden Passa gierboote,, die Straßenbahnwagen und Miethskutschen prangten in den rufst schen Nationalfarben. SRan?rr ctslufffthm." Anlen und Fabriken waren zu Ehren deS großen Ereignisses geschlossen, obwohl kein all. gemeiner Feiertag verkündet worden war; denn die Regierung hatte be fürchtet, daß bei einem Schließen der Fabriken die Arbeiter in Schaaren nach der Stadt strömen und Unordnung ver. Ursachen, Ausschreitungen begehen oder gar Blutvergießen heraufbeschwören möchten. Des Zaren Ankunft. Die Umgebung des Winterpalastes glich einem militärischen Feldlager. Zwei Garderegimenter hatten die ganze Nacht daselbst bivouakirt, und bei Ta uut uiv vui. , ßm biZ zu kiner Entfernung um drei. dieriel Meilen, Niemandem Durchlab ? ; 17. rV. MM für die 'n Tag auSg.ftellten P18 j'!31"01?"5'?101' "
" , l ,7 7, L "ließen der Herrscher und seine AngehS-
punicnoiuac oiici Hoi"I HUinanoi . . . . . m genommen, damit die kaiserlichen Yach ten mit Jkren Majestäten an Bord vorüberfahren und die Landungsbrücke am Winterpalaft erreichen konnten. Eine ganze Flotte Polizei . Patrol boote, mehrere Fluß.Torpedoboote und eine Anzahl Galeeren bildeten auf der Neroa Spalier. Aus Gründen der Vorsicht wurde die Ankunft deö Herr, schecö nicht durch den üblichen Salut von 301 Kanonenschüssen angezeigt, und so wurde das feierliche Glockenge, läute durch keinen lauten Ton unter krochen. Tenn naq auer ru,mc?er Sitte mußte das Ereignlß durch große religiöse Ceremonien eingeleitet werden, So wiederballte denn um 10 Uhr Vor mittags ganz St. Petersourg von ven tiefen Tönen der Glocken und dem vf lodischen Klänge der. Glockenspiele der Myriade von Kathedralen, Kirchen und Tempeln, die daS Volk zu einem Dank gotteSdienye zusammenriefen. Unter diesem eindrucksvollen, , felerli chen Geläute dampfte die kaiserliche Jacht Alexandra, die kaiserliche Stand arte gehißt, majestätisch die Newa her auf, um an dem Englischen Quai, vor dem ValaiS Leuchtenberg, em frühe ren ! amerikanischen Botschaftsgebäude, zu halten, wo der Zar, die Zarina und die KaiseriN'Wittwe ein Boot bestiegen, UN so die kurze Strecke, an dem Win terpalaft vorüber, nach der Peter, und
Paul Festung zurückzulegen, wo die Majestäten über die kaiserliche Wasser. terrafse die Kathedrale betraten und vor den Grabsteinen der Romanows den Segen des Himmels erflehten. Dasselbe Boot brachte sie sodann nach dem Winterpalast, der Zeuge war von der Eröffnung des ersten russischen Parlamentes. Die Eröffnung des Par l a m e n t e S. Alles, was irgendwie in Zusammenhang stand mit der Eröffnung deS Par lament, zeigte das Bestreben der Re gierung, den Volksvertretern ihre ganze Macht recht deutlich vor Augen zu führen. Nicht nur die Umgebung, auch das Innere deS immensen Palastes strotzte förmlich vor Militär; die ganze Stärke der Autokratie war entfaltet. Die ErössnungS'Ceremonie begann mit -einem eindrucksvollen ?e Deum" unter dem Metropolitan von St. Pe teröburg, nach dessen Beendigung der Zar in der Mitte seines großen Eta
beS und Gefolges den Saal betrat. , i . cr.i x cmiru.. ..w ra. mP cn ämin vuumi unu c mten enthusiastisch, von den Parla mentSmitgliedern demüthig, aber kühl begrüßt. Nachdem der Zar auf dem mittleren elfenbeinernen Sessel, zwi len der Zarina und der Kaiserin Wittwe Platz genommen hatte, trat liefe Stille ein. Der Herrscher verlas feine Thronrede, seine erste Ansprache an die Vertreter seines Volkes. ' Mit klarer, ruhiger Stimme trug Nikolaus die kurze, in Gemeinplätzen gehaltene Rede vor. Der Monarch erklärte, daß Ordnung und Friede für Rußland ebenso nothwendig sei wie Freiheit, er sprach sein Interesse aus an der Wohl fahrt der Bauern und bat die Volks Vertreter um ihre volle Mitwirkung bei großen Aufgabe, ein neues Ruß. 10110 iU Kaum hatte der Zar. der eine an ihm ungewohnte Ruhe und einfache Würde zur Schau trug (im Gegensatze zu sei ner mit Schmuck uud Orden überlade nen Umgebung trug der Monarch die einfache blaue Uniform eines Obersten deS PreobrashenSky'fchen Regiments und als einzige Dekoration das Schar lachband des Alexander NewSky'OrdenS und den Diamantstern des St. An dreaSOldenS), die letzten Worte der Thronrede gesprochen, als ein lautes Heil' und HochRusen erschallte und ht Mttsik dk? 5l?attnnlkNmn an. D Enthusiasmus j.dch ttat l.diglich aus die Grokisürsten. S. jm Dfj . bk Bureaukratie be. schi,; die Parlamentsmitglieder der. hielten sich VW und zurUSballend. mm m zzurch die sich tief verneigende nächste Umgebung der. ,, .. , ifsi-tw .ti y Ifc 14 Vtil WUM, M.VM.W I f h,mU,Un m,n, , Utl VVUIkVll V tt.VHIHIH nach Schloß Peterhof zurückzukehren. tturze Sitzung. Die erste Sitzung des Parlaments war begreiflicherweise nur von kurzer Dauer und von wenig Interesse. In teressant dagegen ar die Zusammen s.tzung der ersten gesetzgebenden Körper schaff Rußlands in all' ihrer Vielfül tigkeit von Rassen und Klassen und st0flömen. Da faßen Adelige und sonst höher stehende Persönlichkeiten ne &en einfachen Bauern und schmutzig aussehenden Arbeitern; elegante Groß steter, beturbante Muselmanen und Buddhisten von Bokhara, Götzendiene von den Kirgisenfteppen, orthodoxe Priester in schwarzen Talaren, katho tische Bischöfe in purpurnen Gewän dn, Tscherkeffen, Armenier und Tar xflrcn vom Kaukasus, Juden, Burina nen von CentralAsten, Lithauer und Efthen von den baltischen Provinzen. Fast all' Diese waren in ihren be treffenden Natlonalkoftümen erschienen und boten in ihrer Gesammtheit für wahr ein bunt.malerischeö Bild. Die Sitzung wurde durch eine trockene Ansprache deS temporären Prä fidenten, Baron Frisch, eröffnet. Etwas mehr Bewegung kam in die Versamm lung, als Prof. Serge! Andreivich i Mouromtseff zum Präsidenten erwählt
wurde. Frenetischen Beifall wußte
Iwan Petrunkevitch, das Idol der Ll beralen, zu entfesseln, als er Amnestie verlangte für die, welche im Kampfe für die Sache der Freiheit gelitten haben. Nach einer Sitzung von kaum mehr als einer Stunde wurde das Parlament vertagt. Anklagen gegen Gorki. Moskau, 10. Mai. Der hiesige Prokurator hat gezen Maxim Gorki, außer der Beschuldigung' der Theilnähme an der revolutionären Propa ganda, die weitere Anklage erhoben, daß Gorli hier an dem DezemberAuf rubr detheiligt gewesen sei. ES geht das Gerücht, daß die russische Regie rung Gorki'S Auslieferung von den Ver. Staaten verlangen 'werde. Italien. Schlimme Excesse' Rom, 10. Mai. Der gestern er klärte allgemeine Streik hat schon zu bedenklichen Ausschreitungen Veranlassung gegeben. In Bologna wurden verschiedene Offiziere und eine Anzahl von Soldaten nnd Streikern verwun det, während die Letzteren öffentliche Gebäude, unter diesen Hospitäler, mit Steinen bombardirten. In Rom griffen die Ausständigen heute mehrere Werkstätten an, deren Fenster sie demolirten; nur den ernsten Ermahnungen einiger sozialistischer Deputirter, die in überzeugenden Wor ten zu friedlichem Verhalten aufforder ten, ist eö zu danken, daß wellere Ruhe ftörungen vermieden wurden. In der Deputirtenkammer -sagte heute der Ministerpräsident, Baron Sonnino, in Beantwortung einer den Streik be treffenden Interpellation, daß die ge genwärtige Bewegung daZ Werk von RowdieS und Revolutionären sei. Be hörden und Militär träfe keine Schuld, sie erfüllten nur ihre Pflicht. Der so zialiftische Abgeordnete Biffolati drohte mit Resignation der ganzen sozialifti schen Gruppe in der Kammer und mit Ausführung einer ObftructionStaktik als Protest gegen die Haltung des Mi nisteriumS, wenn nicht die Kammer unverzüglich mit der Besprechung einer sozialistischen VesetzeSvorlage beginne, die eine Regelung im Gebrauch der Waffe seitens Militär und Ponzei vor sieht. Portugal. Gefunden.' Lissabon, 10. Mal. DaS portugiesische Kriegsschiff Baptifta Andrade" verschwand vor einigen Mo naten mit dem neuen Gouverneur für Mozambique an Bord. Jetzt endliq ist sein Schicksal klargestellt worden. DaS Schiff wurde durch einen furcht baren Wirbelsturm an die Küste einer unbewohnten Insel geworfen. Die Mannschaft rettete sich an'S Land und führt, dort ein Leben wie Robinson Crusoe. Sie befanden sich alle wohl. als sie endlich entdeckt wurden. Oefterreich'Ungarn. oulä-be-. Leiter ver urtheilt. Wien. 10. Mai. Ein Mann Namens Frazer, aus Großbritannien gebürtig, wurde' beute zu zwei Jahren Zuchthaus verurthellt, well er sich für den Sohn von Jofevh Leiter aus Chi cago ausgegeben und Checks in Leiter's Namen auf die Londoner Bankiers Brown, Shipley & Company gezogen htt:. Ein Washington'Denk mal. Budapest, .10. Mai. Der Premier Dr. Alexander Wekerle em psing heute eine Abordnung, welche bei ihm wegen der hier geplanten Errkch tung einer WashingtonStatue vor sprach. Er erklärte, daß nach seinem Dafürhalten die Enthüllungsfeier in einer Weife, welche der Bedeutung der Wer. Staaten entspräche, vor sich gehen sollte. Deshalb würde er den Kaiser König Franz Joseph ersuchen, ' den Präsidenten Roosevelt zur Theilnahme an der Enthüllung einzuladen. Weiter sagte der Premier, er würde die Ange legenheit . dem Kabinett unterbreiten und in jeder Hinsicht sein Möglichstes thun, um die Wünsch: der Abordnung zu erfüllen. (Im Jahre 1902 errichteten die Un garnvereine der Ver. Staaten in Cle veland, O., eine Kossuth Statue Bald darauf wurde unter den U.igaen in den Ver. Staaten wie in Ungarn selbst eine Agitation für Errichtung einer WashingtonStatue in Budapest begonnen. Im Juni vorigen Jahreö beschloß der NationalClub von Buda pest, daß die Statue errichtet werden sollte, und daraus wurden die endgül tigen Pläne vereinbart.)
Deutschland.
.Preßkommentare zum LandeSverraths Prozeß. Berlin, 10. Mai. Die deutsche Presse läßt sich heute über den gestern vor dem Reichsgericht in Leipzig begon neuen LandeSverrathS.Prozeß aus, bei welchem eS sich um Verkauf militärischer Geheimnisse an Amerika handelt; sie adelt eS bitter, daß die Ver. Staaten die Methoden der alten Welt. Geheim nisse anderer Länder mit allen Mitteln aufzuspüren, nachahmen. Die Blätter stellen es als eine traurige Thatsache hin, daß die euroväischen Nationen olch' unmoralische Methoden befolgen, und verleihen der Ansicht 'Ausdruck, eine amerikanische Republik solle über ein derartiges Bestechung und Spio nage.Syftem erhaben fein. Des Kaisers Besuch bei F r a n z I o s e p h. Berlin, 10. Mai. Selten hat eine politische Ankündigung die Ge müther derart in hohe Erregung ver etzt, wie die plötzliche Meldung von dem für den sechsten Juni in Wien an gesagten Besuch deS Kaisers Wilhklm. Sie erweist sich in der That als eine Ueberraschung ersten Ranges, zumal bisher jede Andeutung darüber fehlte, daß der Kaiser eine derartige Visite beabsichtige, welcher im Lichte der jüng sten Ereignisse auf internationalem Gebiet die höchste politische Bedeutung beizumessen ist. Niemand unterschägt die Wichtigkeit und Tragweite dieses Entschlusses im gegenwärtigen Augen blick, und mit begreiflicher Spannung wird dem bevorstehenden Ereigniß ent gegen gesehen, welches das allgemeine Tagesgespräch bildete. Man zweifelt nicht daran, daß bei dieser Gelegenheit eine gründliche Erörterung der allge meinen politischen Lage erfolgen wird. Und da der Besuch so bald nach der I Marokko-Konferenz in AlgeclraS statt findet, deren Verhandlungen dar haten, daß Deutschland in Wahrheit nur in Oesterreich'Ungarn einen der äßlichen Freund befitzt, so kann nach allgemeiner Anficht der überraschende Besuch nur die eine Bedeutung haben, daß im gegenwärtigen Augenblick die besondere Betonung des festen und un verrückbaren Bündnisses zwischen den bilden ändern für erforderlich erachtet wurde. Wie des Weitere angekündigt wird. Hat Kaiser Fr-n, Jsepi die Adsicht, den Empsan, del deutschen i er, in JiSim ""," z bI0"i. r kaiserlichen Gas! am Bahn. m m k,e,,un ,mm,.,er '' yerzoge oegruben. n seleruqer uu fahrt wird Kaiser Wilhelm nach dem m Südwesten der Stadt gelegenm Luftschloß Schönbrunn geleitet werden, während Truppen entlang der ganzen Route Spalier bilden. Der Aufent. halt in Wien ist auf zwei Tage be. messen. Wilhelms Hochzeitsge. schenk für Alfonso. Berlin, 10. Mai. Ein eigen artiges HochzeitSgeschenk hat Kaiser Wilhelm für König Alfonso von Spa nken auSersehen, wenn derselbe nächsten Monat mit der Prinzessin Ena von Battenberg Hochzeit macht." Das selbe besteht auS den sorgfältig prüpa ritten Köpfen der Hirsche und Eber, - - - T I wm - welche Alfonso, als er letztes Jahr den Kaiserin Potsdam besuchte, beiden ihm zu Ehren veranstalteten Hofjagden erlegte. Diese Jagdtrophäen find - prächtig ornamentlrt und mit finnigen nroiv i..-r.fc. lumungc Doch keine Einigung. , Berlin, 10. Mai. Die am 3. ... - i - dieses Monats als bevorpeyeno gemel detc Einigung zwischen den Metall, industriellen und den streikenden Ar
b.rn ,ft klder WiHJ5!fcl!ÄÄ
, . -iC.XT in XI. Tahai gekommen, im Gegentheil iftde lange befürchtete Krise nun wirklich eingetre. ten. Nach einer Meldung aus Dres den haben fich die Verhandlungen der ' ' cys,tB,i.rr.n mif h,n ArbeiterauSscküs.
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iivm uivwwi 1 w i uflenoiio icinc Au, muv i. . . . n .v T Tl L. . oen, daß die vefleyenoen Gegen,use noch ausgeglichen werden köno:n. s6nTft. h,n,tt toith die ZluSlver. .un . 300,000 IMrita morgen I7iraii ühh dies in Gemäßheit deS Beschlusses, vel chen die Vertreter deS Verbandes der Metall. Industriellen am dritten Ma gefaßt haben. DamalSurde vereinbart. Zweigvereine. Welche von Streiks betroffen find, durch eine allge meine AuSiverruna der Metallarbeiter zu unterstützen, wenn die Arbeit nicht innerhalb einer bestimmten Frist wieder ausgenommen fei. Bei der Solid'..
tät, die unter den Metall.Jnduftriellen herrscht, war vorauszusehen, daß der Beschluß vollstreckt werden würde, so bald die Situation in irgend einem der Streikcentren den Anlaß dazu gäbe, und dies geschah durch den Fehlschlag der Verhandlungen in Dresden. Der drohenden Massenaussperrung wird in weitesten Kreisen mit großem Unbehagen entgegengesehen. Von die len Seiten wird hervorgehoben, oaß zwischen Arbeitern und Unternehmern ein unüberbrückbarer Gegensatz bezüg lich der Lohnforderungen nicht bestehe und beiderseits Beweise für die Neigung zur Einigung vorhanden seien, daß aber die Abneigung der Arbeitgeber, mit der sozialdemokratischen Organisa tion zu verhandeln, unüberwindlich sei Wie ernste Wirren vermieden werden können, ist im Augenblick nicht ersichtlich.
Grubenunglück. Berlin, 10. Mai. Ein bekla genZwertheö Unglück hat sich im Kali bergwerk DeSdemona" bei Alfeld in Hannover zugetragen. Durch eine Ex Ploston wurden vier Bergleute ge tödtet. Frankreich. Unruhen in den Pro. v i n z e n. Paris, 10. Mai. In Provin zialftädten haben mehrere Wahlkra walle stattgefunden und viele Leute wurden verwundet. Truppen und Gendarme drangen wiederholt auf sozialistische Volkshaufen ein, welche unter Anderem die Fenster und eine Thür deS Wohnhauses deS aus dem Amte scheidenden Deputirten in Arrago zertrümmerten. In Cermaux wurde ein Gendarm in einem Kampfe ae tödtet. Auch in Montpellier, LenS, VenneS undThonon fanden Krawalle statt. Im nördlichen Kohlenrevier ist überall die Arbeit wieder aufgenommen worden. Cuba. Schadenfeuer. H a v a n a, 10. Mai. Feuer im Herzen der Stadt Pinar del Rio legt .in ganzes Häusergeviert in Asche und zerstörte ein anderes zum Theil. Ein fri, mehrere der leitenden Geschäfts Häuser und einige der besten Wobn hser find den Flammen zum Opfer Nkkallen. Knitr tnfltfi tnslfirtih ... ..,, NaSmiltaa.s und konnte ft, Kontrolle gebrach, werden, naä)im tMlt mmt mU amit . m, Lntt ottormnt ftmrm. , Schaden au ,deSenS .ine halbe Million Dollars gescht. Spanien. Seeräuber. Madrid, 10. Mai. Eine heute aus Ceuta (spanischer Hafen an der Küste von Marokko) eingetroffene De Pesche meldet, daß mehrere spanische Fischerboote in der Meerenge von Gibraltar von schwarzen Seeräubern genommen worden und daß die Fischer von den Räubern auf'ö grausamste mißhandelt worden find. Spanien wird Represfivmaßregeln ergreifen. Die Sparbanken Jtal i e n s verfügen über Einlagen von über 666.000,000. CT a T n KZ? rrnfcf ylnti- , JfJ 14 Jf yv, . V t f viv y" J lopenart Ostafrikas, wird häufig bis zu 1200 Pfund schwer. Die Sonne ist eins der mäch tigsten Hilfsmittel gegen krankhafte I Ort . tYY CYY C nononngen. harzen .cale uno I nAlAl A4A - 4 AVnt AAAM hAf A(t4(AA vnyuiwni, wiuit uwui puiu ui tue SSanltranfhthtn frbtt 91tL Man orfic also den Sonnenstrahlen, wenn sie nicht I . i r. n gar zu gmyeno nno, nicyi o angunen dem Weae: sie baben eine weitrei- ' chende Heükrast und wirken geradezu verzungend. Die Geburt ernes Soh iuiiwuu UUU jjlVUK Vili.V iUUiUt Ull' nW aMn tDn btn g fon, an(S) bom Stamme der Tonkawas in Oklahoma, dem die Ciscos angehö ren. mit Juhel begrüßt. Seit .drei I A. . P C SIC W m aynn ou reuno Aoevar oen onI . n fT crr i v r I fAftWfttntn AA4iAt MTUt aTaaa4 ahi mieden haben. I ' Seltene Operation. In Toledo. O.. erlitt, unlängst ein zwölflahriger Knabe Namens Harold Hur JÄI r A fpntter so sitzen' daß 'er auf das Gehirn drückte. Infolgedessen zeigten sich die schlechtesten Eigenschaften bei dem Knaben, so daß er bereits mehreremale an ihm vorgenommen und der Knochensplitter .entfernt worden. Die Operation zeitigte den besten Erfolg, indem der Knabe tii trm mUtofyz L l. 7
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