Indiana Tribüne, Volume 29, Number 220, Indianapolis, Marion County, 10 May 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, L0 Mai 1006.
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et jüngste
Bruder
eruier neratttt Vn SrnS Wlchcrt. (fiorifc&imo.) mTaix leihweise natürlich. Weil ich Sbnen doch das andere schon schuldig war und am Ende ein bischen mehr v . Ä w lf a ? CV t m a I oder weniger und weil es hnen doch auch nicht gleichglltlg lern könnte, wem ich in die Hände fiele, dacht ich. . . und wenn ic'S hatten Nber habcn'ö wohl gar nicht?.I. so viel !" rief sie. ,DaS ist wirklich hübsch von Ihnen, Herr Vcrken. bat ic dcöhalb zu nur kommen und mir'ö gerade heraussagen. Tmn seh' ich. daß Sie auf dem richtigen Wege jino. öcnn um mlr'ö abzugeben, werocn etc jchon arbeiten; das iocir ich. Ich yall s Jyncn aucy angeoolen.avcr 1.0 reu: miar rnciir. aricn ie nur ein Angcnblickchen, ich will'S Ihnen gleich holen !" Sie lief fort, in daö Zimmer hinein, aus ocm iz gekommen war. rnnoio wute gar nicht, wie ihm geschehen war. willig ihre Ersparnis los- ' i tt rt lassen und sich obendrein den Anschein -Uj) w y aeben werde, da er ihr mit seiner Äitte einen (cfJllcn thue, das hatte er nicht erwartet. Tcn Anschein! Nein, daö kam ihr aus dem Herzen, und auch sein ften wurde ,'rol,. Tas tln:t sie blos ?ur cinen. der " murmclle er nun J . ',. . I schluckte das Weitere herunter. 1 ' . , I Ctf dauerte doch Ziemlich lange, in sie wiederkam. Sie war feuerrotl, im Gesicht und hatte ein Vüchclchen mit blauem Deckel in der Dand. a haden Sie mein Sparkassenbuch." fagte . , - er. I sie ViZi crnsler C13 vorycr. .ycoen le davon io viel ab. als tc brauchen Jinnelwegen auch den ganzen est. cn hatte das Buch dem Herrn Nesselblatt :n bcnvalzrnng gegeben, und der . . ' ! . - j- . IC IÜUU. ,-iStX hat Ihnen abgeredet." sagte Aniold. I ff-y-, uwv vjiiict ik-iuyi ins uiii yui) I vernünniaen (ründcn. Aber .... er n -i ssMtf ,ts n-, f nnn-i bat doÄ nickt i-cd.t. wein. waS ick thue. Und wcnn'S verloren fein sollte - es soll mir doch nickt leid sein!" i? fcknh ihm w .ftv Es soll nickt verloren sein!" rief er. Un! Sie werden nicktö zu bercncn baden! Jetzt weiß ich. wie wir mit einandr stehen, da möacn Sie saaen. waö Sie wollen." prägen etc mal bet meiner Cousine an," sagte sie, als ob sie gar nicht verstanden hätte, was er meinte, ob die mckt für Sie 'dlak bat. Sie nimmt zwr sonst nicht Schlafsteller, aber vielleicht macht sie mal eine Ausnahme, Bestellen ie ihr nur, da ich sie grunen lasse, und nächslen Sonntag kam' ich ein Stündchen, wenn der Herr mich I entbehren kann." s Er dankte ihr sur diesen Vorschlag, steckte daö Buch in die eitentasche, drückte ihr die Hände und wollte fort- - eilen. .Daü ich'ö nicht veraesse." sagte sie in der hür, Herr Nesselblatt möchte le sehen und sprechen." .nerr Nesselblatt r -n fl'Snnnt nsptsfl fttltftn ilf flPtt. I Ich hab' ihm zu verstehen gegeben, daß ' " V .. , ie gern Arbeit - .rleoerite:" gewinnt; das Wichtigste von Ihnen weiß er schon." Sie ließ ihn vorangehen, öffnete eine Thür nnd schob ihn hinein. Das ist der Tisckler Berken " meldete sie. laut. Im zweiten Zimmer saß auf einem Nollstuhl ein alter yerr mit grauem
Es war schon cm Mnndausmachen. nehmergewinn, er fließt aber zum KaNun sprechen Sie nur recht verständig, pital. bis er groß genug ist, das Risiko daß er gleich gute Vertrauen zu Ihnen mittragen zu können, und wer bis da-
Kops nnd Bart an einem großen -u,ch, durch Schiedsrichter beider Theile geauf dem Bücher und Planzcichnungeu schlichtet, und ich unterwerfe mich un-
lagen, mit denen er sich bcschastlgt zu haben schien. Das runzelige Gesicht war wachögelb, der Iiacken gebeugt, die
Bruzt clngesalicn, aber oie Augen teucy- und keinen Dank verdiene, da die cigcntteten dem Eintretenden mit lebhaftem lichen Forderungen hier erst anfangen.
Glanz entgegen. Eine wollene Decke umhüllte seine Beine und tfüne. Er hustete von Minute zu Minute rn ein Taschentuch, das er sich mit zitternder jpano vonjicii. vir winiic irnoio ipan w t .i . eis iv , I uno veiraa reie iun eine oene pru eno. .Sie sind also der " sagte er mit ras selndcr Stimme. Wie ich höre, wollen Sie als Formtischler bei mir eintreten." Arnold verneigte sich. Wenn ich Arbeit erhalten konnte, Herr vatl vlatt...." DaS kommt darauf an." Dann nach einigen clunoen, wahrend deren er die m , , crr - Veovaa)iung sorisere : oucn ic VDixma) aroelien r Gcwlsz. Herr Nesselblatt. l - JZm. A AIia V- A I ,0ui mtuic, Öu3 uiuurnuiy ui v11 . . . ..... Arnold stutzte, unsers gcyl es oocy Nlcyl. jinn. ?enn man mu oer iiiocu ,X-ä. (T3v uiiwVi! hrf I cqiuui ciu -üiüü uuuiuiui jüiu uuü auf sie angewiesen ist. Sie sehen mir. n t t srt aiä ' I uuim;iuj ytiuH v Friedcrike war hinter ihn getreten und schob ihm das Federkissen lm 'uacn zurecht. Sie sehen mir so auö. als hielten Sie sich eigentlich für solche arbeitömäßige Arbeit zu schade." Das machen die Kleider, Herr Ncsselblatt ; sie sind nicht vom richtigen Schnitt für den Arbeiter. Ich sollte ja auch " Das ist'S nicht allein. In Ihrem ganzen Aussehen Natürlich ! Sie er. -V ..It . . i rv;f (7 ii 'n -
smo uuo gmet uaimiic. jju oicioi sv gingen, jag er wicocr aus wie ein !iretwas haften." beiter. Seine alten Kleider wurden
Dafür kann ich doch nicht, Herr Nesselblatt." 'jmn. dafür können ic nicht. Aber eS ist sur stc kein Gluck." Das hab' ich schon erfahren." . Der Alte nickte. Er selbst, jetzt der reiche Fabrikherr, zeigte ganz den Kops eines auö dem Arbeiterstande'hervorgegangenen Arbeiters, . starke Knochen,
oerve (Veilcotszuge, rauhe paut . QU die großen, breiten Hände mit den knochiaen, wie abaestumpften Fingern, ob.
gleich sicher seit vielen Jahren geschont, wiesen auf eine schwere Lehrzeit zurück. le, wouen atjo aroeilen."- jagte er. Ja. Herr Nesselblatt. das ist mein ernstes Vsrnehmen.Uno cit können auch arbeiten?" Was ich aelernt habe. Ich bitte. mit mir eine Prüfung anzustellen ! Tt . in .ii Uöut. üx nahm ein Älatt vom Tisch und hielt eS Arnold hin. Wikr. den Sie die Holnormen zu diesen Gußstücken herstellen können ? Die Maße sind belgejchneben." Arnold bejah die Zeichnung ausmerksam. Ja, das könnt' ich mir über nehmen." antwortete er. .Aber die Form für dieses Stück hier muß wohl aus zwei Theilen bestehen, sonst läßt lC nch nicht auö dem Sandeheben. Nesselblatt nickte wieder. Gan; richtig, daö hat der Zeichner übersehen. un. wir konntcn'S nnma mit emander versuchen." Er lächelte. Friedenke hat sim tür Sie verwendet, und da sie ein tüchtiges Mädchen ist, dem ich Vertrauen schenken kann Friedcrike hob wie erschreckt den Kopf, Ach, Herr Nesselblatt, deshalb doch nirfit I .Ja, vorläufig deshalb. Ich werde ja weiter sehen, was Ihr Herr Berken als Arbeiter leistet, leistet er nichts, so soll es ihm bei mir nicht helfen, daß eine gute Melnuna von ihm haben.' . i... ei j. i. r rocnocic iira nneoer enr ern r zu w nold. und noch inö ! 'as merken . m . v . . sie )ia) gut! lll den sogenannten Socialdemokraten will ich-nichts ?n schaffen haben. ES haben da crleuchkte meiner uno Phantasten eme yeone ausgestellt, die vielleicht m sich selbst. ."! j .. : . v. , ccrx.ti. m uajer niaji in oer reaun eu erca)iiuna hat. Wer sie aan: verstebt. kür den mag sie unacfäbrlich sein, aber die j j s j j ri Masse, die daraus schwören soll. vcr steht sie nicht, kämpst für ein Hirngespulst, leidet für cinen nnauSglcichbarcn . . rtYi . c r,.. i rr Streit der Meinungen nnd Interessen. ohne sich zenen legten fielen nalzcr zu r-rt-rra hnnslcit. uno veriummeri nrn oao vlo " ' " ichen Lebensfreude, das bescheidenen An sprüchcn nicht versagt ;u sein pflegt. Ich will dem Arbctterstandc nicht das Nccht absprechen, sich zu organistrcn nnd lax Ä cssern IM seiner Laac einen Druck auf die herzlosen Kapitalisten auS nüben. die allezeit nur der Macht zu weichen entschlossen sind; aber wo die Arbeiter ein billiges Entgegenkommen finden, da sollen sie auch ihre Macht nicht mistbraucken. um unbillige Förderungen durch Kontraktbruch durchzn. setzen und das für sie selbst unentbhrliche Kapital zu entwerthen. Ich habe von diesen neuen Ideen, die eigentlich recht alte Ideen sind, bei mir auö freiem Antrieb ausgenommen, waö praktisch ausführbar ist. Darüber hinaus halte ich sie für verwerflich und betrachte Jeden, der sur sie wirkt, als einen neind der Arbeiter selbst und der ehrlichen Arbeiterfreunde. Ich bin selbst Arbeiter gewesen und aebe ickt iu. dan ick ic auwebört babe. c3 , sein. Da weiß ich. wa? noth thut. und da weiß ich auch, wo die Grenze deS Erre ckbareu l eat. Me ne GelnlU Sor- CHrh; ,U1le, lUren QnUrt im vvi vtwit tiiiuiikii iiivwii 'v.vtitt nach den Zeitumständen zugemessen : er verbessert und verringert sich mit ihnen. Sle erkalten auch Antkeu am unter' hin ausscheidet, verliert ihn zu Gunsten der treu Beharrenden. Unsere Kran ken-. Wittwen- und Waisen UnterstützungSkassen stehen unter der 23er waltuna selbstgewählter Vertreter der Jnteresfenten. aber unter meiner oberstcn Kontrolle. Jeder Streit wird weiaerlich ihrem Spruch. Uebcrall Vertrauen aeacn Vertrauen ! Wer mci ncn Arbeitern sagt, daß daö nichts sei den leide ich nicht in meinen Wken. Er maa auswandern nach der alnck lichcn Insel, die irgendwo im Monde lieat. und dort sein &eil vcrsuckcn. Sie . . or . - wissen nun, wie ich gesinnt bitt. Ich nebme 'lknen ke n M rnvrcckcn ab. aber ich selbst halte Wort. .Sie sollen mit mir zufrieden sein. Herr Nesselblatt," versicherte. Werken elsng. Da musste emer doch schon ganz den Verstand verloren haben, wenn er einem solchen Herrn - ,(9ut, gut.- ncl der Alte ein. Mo qc:i können Sie sich . I' zum Arbeitsantritt melden ! Friedcrike gab Arnold cinen Wink. sich zu entfernen. Er verstand ihn. ' . . ' ' ' CItnzcUc ihr vergnügt zu und ging rück' wartS zur Thur hinaus, weniger auö Ehrerbietung gegen den alten Mann. als um das Mädchen möglichst lange m Äuge ZU behalten. , 4 yr vcaat) um nun oaicicn ZU ivrau Angerstein, machte ihr die aufgetragene m.rift . , , , ? - . eslcuung, zeigte iyr gleichsam zu seier besseren Legitimation das Spar. kanenbuch . vor nnd äußerte seine Wünsche. Wegen der Schlafstelle müsse sie erst mit ihrem Manne sprechen, antwortete sie, für die nächste Nacht drfe er sich aber jedenfalls , nicht anderweitig bemühen. Sie begleitete ihn auch nach der Sparkasse und dann zu einem Kleiderhändlcr, bei dem ihr Mann seinen Bedarf entnahm, sowie zu einem Wäscheladen. Am anderell Morgen, uls beide Männer früh uach der Fabrik rc . . . ? . at.. von der vorsorglichen Frau einem Flick schneide? zur Ausbesserung übergeben. Er konnte damit noch immer an Fest tagen Staat machen, meinte sie. Angerstein behielt ihn vorläung aus Probe. Er war ein sehr ordentlicher Mensch, tank nicht und händigte stets seinen ganzen Wochenverdienst der Frau aus, die damit die kleine Wirthschaft in
bester Ordnung hielt, die zwei Kinder
sehr anständig sur Die Schule kleidete und noch Ersparnisse zu machen verstand. Arnold gab sich ihr in Kost. Die Männer wurden bald gute Freunde, so daß sich der Vertrag stillschweigend von &5oche ZU Woche verlängerte. Arnold arbeitete sehr fleißig in derTischlcrci der Fabrik, führte den ersten Austrag Ncsselblatts zu dessen vollster Zusncdenhcit aus und erhielt nun nach und nach immer schwierigere Arbeit zugcwiesen, die denn auch nach sehr angemessencn Sätzen bezahlt wurde. Es war stets ein hübsches Sümmchen, das er am Sonnabend nach Hause trachte. Wenn er Frau Angerstein befriedigt hatte, bat er sie allemal, den Nest in ihre Verwahrung zu nehmen und dem Sparkanenbuch beizulegen, das er ihr ebenfalls ausgehändigt hatte. Monate lang erlaubte er sich nicht die kleinste Ausgabe über das Nothwendigste, immer auf's Sparen bedacht. Er hatte im Bürcan des Ürankenhauscö erfahren, wie viel von ricderike für ihn eingezahlt worden war. Diesen Betrag und dann den weiteren, den er von der Sparkasse erhoben, mnntc er erst mit reichlichen Zinsen zusammen haben, bcvor er wieder an sich selbst denken konnte. Das war aber auch eine reudc, als das ganze Geld dalag. Er zahlte es auf das Buch ein und konnte dann kaum den nächsten Sonntag erwarten, an dem Friedcrike dke Eousine. besuchen wollte, um eS ihr zurückzugehen. sciucn Besuch in der ?lcssclblatt'schcn Wohnung hatte sie sich gleich beim ersten Zusammcntrcffcn so ernstlich verbeten, daß er dagegen anch nur in einem zr außeror dentlichen Falle zu sündigen nicht den Muth sinden kon:ne. Fnederlke kam immer nur aus wenige Stunden. Sie wollte den kranken Herrn, der sich an sie gewöhnt hatte. , . f.. . , O 'j. . . " f- f ! -f. man sur längere Jen verlassen, ouflicinj er selbst sie gar nicht beschrankte. ':)t onntaasnachmittagc Verliesen immer aus dieselbe Weise. Frau Angerstein hatte ihre tubc schon am Morgen aus i r- , . ? . f "r oas auoersie gcrelNigi uno ok ocncic Decke auf den Tisch gelegt. Die Kinder mußten ganz still in einem Winkel spielen und durften nicht auf die Straße, um nicht Schmutz in's HauS zu brincf .-i.?.. .r.x. ? ' or.:;. gen. ngcrslein iauu)ic leine scisc in der, Kammer, in der Arnold schlief, und laS dazu die Zeitungen von der ganzen Woche, mitunter auch in einem alten Prcdigtbuch, das er von seiner Mutter geerbt hatte. 'Nach dem Mittagessen. daS in der Küche aufgetragen wurde, nahm Frau Angerstein die Tassen mit den Goldaufschristcn und Bildnissen von allerhand berühmten Persönlichkeiten aus dem GlaSschränkchcn. legte die silbcrncn Theelöffel dazu, die ihr ganzer Stolz waren, und spülte nochmals die weiße Kanne aus, in welcher der Kaffee aufgetragen werden sollte. Sie besaß auch etnen Brodkorb, "der wie ein Porzcllangcslecht hergestellt schien und scdcS Mal wegen der getreuen Nachahmung bewundert wurde, ein zierliches Sahnetöpfchen mit Goldrand und Goldstrcifcn über dem Henkel, eine Zuacrschale von gegossenem Glas und ein mit sehr merkwürdigen Blumen und Vögeln bemaltes, lackirtcS Thccbrett. Alle dicsc Sachen kamen aus den Tisch. Der Korb war mit Wcißbrod beladen, und ans einem Teller nebenbei pflegte auch ein 'Napskuchen zu stehen, nach dessen Umsang zu schließen aus eine größere Zahl von Gästen gewartet werden mußte. Es kam aber immer nur die Eoustne Fnc dcrikc. und sie versäumte niemals, etwas für die Kmdcr oder für die Wirthschaft mitzubringen, was ihre Aufnahme minbestens quitt machen konnte. Man hätte sich sicher auch sehr gewundert, wenn eS nicht geschehen wäre, obgleich Frau An gcrstcin nicht versäumte, zu versichern. daß daS ja gar nicht nöthig sei. Man trug gern gegenseitig eine gewisse Wohl habenheit zur chau : mein Himmcl. wir können eS ja haben!" Nun durften auch die Männer er scheinen und sich an den Tisch setzen. Die -Hausfrau wirthschaftete noch ein wenig in der Küche, auö der bald ein kräftiger Duft von kochendem Kaffee uv& Zimmer drang. ES wurde dann sehr viel Kaffee getrunken und sehr viel Weiszbrod gcgcsscn. nur von dem Narn suchen mußte , ein Stück übrigbleiben. daö forderte der Anstand. ' Daraus cr hielten die Männer Erlaubniß, eine Ei garre zu rauchen, die aber erst angesteckt wurde, nachdem auf die Bemerkung Allgcrltems : Wenn's Ihnen Ulcht uy lommoölrr. yctcfmcir der ast ver sichert hatte : Im Gegentheil, ich rieche den Tabak sehr gern und auö den Kleidern wird er sich ja wohl auf der Straße wieder herausziehen!" Friedcrike war immer sehr hübsch angezogen, und auch die Andern trugen ihre Sonntagskleider, die sorgfältig vor Kaffecflcckcn bchütet wurden. Die Untcrhaltuncj war nicht gerade lebhaft, brachte aber doch nach und nach alle die kleinen Ereignisse oer icyrcn $tii zur L?praci)e, 01c sicy aus Die Familie oder aus die Mlink bezogen. War etwas Komisches passirt, so fand der Erzähler em dankbares Publikum. so ungeschickt er'ö auch zum Besten gc bcn mochte ; man zehrte eine ganze ÄZcue daran und lachte uuch bei der zehn ten Wiederholung. ' War daö Wetter gut, so wurde gewöhnlich noch ein gemeinsamer Spaziergang gemacht. Äci der Verabschiedung vor dem Nessclblatt'schen Hause bedankte Fttedenke sich sur die srcundllche Aus nähme mit der Versicherung, cö fei wie der sehr nett gewesen, uno Frau Angerstein unterließ mait leicht, mit schenhar ter Anzüglichkeit darauf zu erwidern. künftig könnten sie mit einander abwechseln, wogegen die Cousine keinen Einspruch erhob, oder allenfalls bemerkte : .'as hat noch gute Welle !" Ueberhaupt schien darüber ein allgc meines Einverständniß zu herrschen, daß Arnold Berken und Friederike em Paar r ' v !i V a. nif r r i inen UNS mii oer glllell osiMumglU
gen, einander zu yetralyen, sovald es an der Zeit sein werde. ES verstand sich aber auch ebenso von selbst, daß es noch nicht an der Zeit sei und deshalb am Besten über die Sache noch gar nicht ernstlich gesprochen werde. Sie saßen am Kaffeetijch freilich stets ncbcneinan-
der, und Arnold ging auch auf den Spazierwegen an ihrer Seite, aber Vertraulichkeiten oder gar Zärtlichkeiten wurden nicht ausgetauscht. Auch nicht einmal, wenn bei schlechtem Wetter Arnold Friederikc allem nach Hause begleitete, was wieder als selbstverständlich gestattet wurde. Das Verhältniß konnte nicht genug einen ehrbaren" Anstrich haben. Und Arnold fügte sich willig der Anschauung der Freunde ; er fühlte, daß sie ihm wohlwollten, daß er sich aber ihr volles Vertrauen erst zu verdienen habe. Es ging auch nicht anders an dem Sonntage zu, der Friedcrike wieder in den Besitz ihres Sparkassenbuchs brachte. Arnold hatte sxai Angerstem gebeten. es ihr auszuhändigen, da es ihm selbst gcnirllch" sei, und das geschah nun auch in seiner Gegenwart ganz gcschastlich. Da ist auch Dein Buch zurück. Der Herr Berken hat Alles, was er Dir schuldig war, wieder mit Zinsen eingczahlt. ES ist ganz richtig so." ivncdcrne hatte zunächst nur daS Bedürfniß, zu erkennen zu geben, daß sie in keiner Weife des BuchcS wcgen be sorgt gewesen sei. Hcrr Gott!" ncs sie. hat daö solche Eile? Es war ja in guten Händen." Sie sah dabei nicht die Eousine, sondern Arnold an, der zur Seite stand. ES ist doch bei Ihnen in noch besscrcn, Rickchcn," sagte er schmunzelnd, und ich bln's gern wieder los na, Sie verstehen mich schon." DaS ist aber schnell gegangen mit dem Abzahlen." lobte sie. Ich hatte noch gar nicht daran gedacht. ?ie müssen hübsch Geld verdienen m der Tischlerei?" Ja, ich arbeite auf Akkord," antwortcte er, das heißt eine richtige Abmachung ist'S eigentlich nicht, sondern Hcrr "Nesselblatt tarirt die Arbeit und bezahlt sie je nach dem. Vabcl komme ich nicht zu kurz." Nun ging das Gespräch gleich aus Herrn Nesselblatt über, während Fri denke das Buch unter ihren vut schob, der auf dem Bett lag. Wie er trotz seiner Krankheit überall sei, vom cnstcr auS den Hof beaufsichtige, sich aber auch in seinem Vollwagen in den Werkstatten herumfahren lasse, und von je- .-. ... . " t i oe:n Kleinsten wi c. 'can mu c nnr wünschen, daß cr noch recht lange am Leben bleibe, denn cinen solchen Herrn bekomme man so leicht nicht wieder. Sicher war auch dieses Thema schon oft abgesprochen, aber es zeigte sich im mcr wieder ergiebig. Friedcrike ließ übngcnS heute Arnold doch merken, daß sie sich über ihn gefreut habe. Sie .gönnte ihm öfters einen Blick, der etwas zu sagen hatte, und ruckte ihm am Kasfcetisch so nahe, daß cr nicht vermeiden konnte, sie mit der Schulter zu berühren, wenn er nach seiner Tasse griff oder ans Zureden der Frau Angerstein noch ein Stück Napfkuchen vom Teller nahm. Sie mochte ganz still dies und das in Gedanken haben, das sie Beide nahe anging, denn daS hübsche Gesicht lachte mitunter nnd wechselte auffallend die Farbe, auch wenn gerade nichts Komi schcö" erzählt wurde, und keine anzüg liche Bemerkung fiel. er Himmel war start vcwoltl geWesen, als Friedcrike kam. Nun regnete es scho.n sclt einer stunde und es reg nete noch immer, als sie an den Auf bruch denken mußte. Arnold erbot sich natürlich, sie mit einem Schirm nach Hause zu bringen. Die Cousine lieh 'f rx j v 'l. r: - iyr einen alten cocr, oamn k vvi unten nicht naß würde." Ueber dn Hut band sie der Sicherheit wcgen ein Taschentuch. Sie könne ja auch eine Droscüke nehmen, meinte sie wohl, setzte aber diese Vorbereitungen zum Gange fort. DaS Sparkassenbuch wickelte sie sorgsam in ein citungsblatt. .Dem bekommt'S schlecht, wenn es naß wird. schcrtte sie. Sie behielt eS in der Hand. Als sie auf die Straße kamen, sing es noch heftiger zu regnen an. Am Ende fahren wir doch lieber," sagte Arnold. Das 'könnt' ich auch allein." ant mottete sie ncckllck. Aber lassen te nur. die Wolke zieht bald vorüber. Warum soll man sich die Ausgabe ma cheu? Er hielt den Schirm mit auSgcstrcck4m Qs lt.. CIa I. itr tt ir r rtf t-fft viui liutl lt 1 IVV)HIH zu dcckcn. Aber Sie werden ja ganz naß," bemerkte sie nach einer Weile. .Xa. das acbt Nickt anders ver sicherte cr. Wenn zwei mit einen Schirm auskommen wollen, so müsset sie...." Er sah sie fragend an, ob er'S wagen dürfe. Wann müssen sie schon Arm in Arm. ..." Er krümmte den Arm, der den Schirm hielt, und trat ihr ganz nahe. Waö mcmcn Sie, 3'" imnujtu r Sie besann sich ein 'kleines Wcilchei und folgte dann der Einladung. Es regnet wirklich ganz abscheulich," sagte sie, und es leckt Ihnen ja sonst vom Wchirm aus den Hut. (Fortsetzung folgt.) Gewann die Wette. Ein gewisser Mar Brenton in Sac City, Ja., legte jüngst infolge einer Wette . . i rr'.. .. Jf. mi3 oit anecke von cic liun naeg is marck, N. D.. zu ftuk zurück und ver diente dabei noch $100. Er hatte ge wettet, daß er in 90 Tagen dies aus führen werde. Er bat auf seiner Ton in verschiedenen Orten athletische Vor stellungen gegeben und so leicht das in der Wette vorgesehene Geld verdient ttnS m c. v.:. 3 on V tvlifr um ii uuctuica uui öv uijfc vfc am Ziele angelangt.
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