Indiana Tribüne, Volume 29, Number 219, Indianapolis, Marion County, 9 May 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 9; SDlai 1006

Der jüngste Bruder Eszlklc? tltmzn dsn ErnS Wlchert. (ZZortfttzung.) Dabei ist doch nichts zu vcrwundern. Soll:' ich Sie so ganz hilflos liegen lassen, da sich doch wahrscheinlich Niemand sonst um Sie bekümmerte?" Und dann haben Sie auch das Geld Versteht sich von selbst. Sie sind' ja doch besser gewohnt, und nun m du Krankheit Machen Sie doch nicht so ein komisches Gesicht, sonst muß ich lachen, undeS ist mir eher zum Weinen, wenn ich ie ansehe, wie Sie so jämmerlich 'heruntergekommen sind, daß Ihnen die Backenknochen vorstecken." Aber Sie haben von Ihrer Armuth Gin armer Mensch muß doch dein anderen helfen. Und von meinen Ersparnissen kann ich das schon. Nun sorgen Sie nur. daß Sie bald gesund werden, damit es mir nicht zu viel wird. Da) heißt eine ganze Weile kann ich schon...." Sie schnitt ein Gesicht. Das ist dumm ! Sie wcrdcn'S ja schon verstehen.Er wischte sich mit dem Rücken der Hand über die Augen. Ja," sagte er. das versteh' ich. Ueberhaupt alles, was von Ihnen kommt Sie thaten ganz recht, sich mit mir nicht cinzulassen.' Da zeigt sich nun, daß das HauS auf Sand gebaut wär."

Friedcrike sah vor sich hin. kann wohl sein, Herr Berkcu. .Das Und nachher hätten Sie vielleicht geglaubt, es sei zusammengestürzt, weil ich nicht hinein gehörte. Wacklig genug war'x schon ohnedem. Was werden Sie denn jetzt anfangen?" Daran hab' ich noch gar nicht gedacht. (5S hat mir nicht gelohnt bis heut. Ich hab' einmal einen Maurer gesehen, der vom Gerüst gefallen war. Er lebte noch und hatte sich auch nicht die Arme und Beine zerbrochen ; aber er konnt' nicht aufstehen es war innen etwas entzwei. Und er sagte nur immcr: laßt mich liegen, lccht mich liegen. eS lohnt mit mir nicht mehr. Ich weiß jetzt, wie ihm zu Muth gewesen ist." DaS ist doch bei Ihnen nur Einbildung. Herr Verkcn." Ja freilich. Und jetzt ...." Er reichte ihr die Hand. Wie mich das freut, daß Sie zu mir gekommen sind, Riekchen l Ich hätt' gar nicht mchr z:waat, Ihnen nnterdie Augen zu treten. Nein wirklich ! Wenn einer im Gesangnitt qcieiicn hat " DaS ist uock das wenigste," siel sie ein. Aber wie Sie sich vorher ausgeführt haben, nachdem Sie herausgesetzt waren Ich hab' alles gehört. Pfui. so liederlich zu werden und täglich wie ein Stuck ibicl) " Er zuckte schmerzlich zusammen. Fric derikc bemerkte es und unterbrach sich. DaS thut Ihnen jetzt gewiß leid," fuhr sie freundlicher fort, mt dürfen aber nicht mehr zurückfallen ! Sonst ist es ganz ans mit uns." Wenn ich nur erst kräftig a::f den Beinen bin " sagte er ihr zunickend. DaS dürfen Sie mir nicht anrechnen, Niekchcn. Ich. muß ja schon arbeiten. um Ihnen das abgeben zu können, was Sie an midj gewendet haben und noch wenden wollen. Gezchenkt mag ug'S nicy! yaven. Dazu' sind Sie zu stolz. Na ja. von einem armen Dieuitmadchen ' Nein, Niekcheu, wahrhaftig nicht! Da verkennen Sie mich. Aber Ich bin jetzt zu weit herunter, und wir muncn ent wieder ans die gleiche l'iuic. Er senkte traurig den Kopf. Wenn im nur niHi rcicoer m s Msaugniß ju rück mng!" Haben Sie denn wirklich etwas verschuldet?" fragte sie. Daß ich furchtbar dumm gewesen bin. 10111t wünt' ich Nicht." Friedenke stand aus. Sie müssen nun schon auf sich nehmen, was kommt. Aber hinterher Nicht wahr. Herr Bcrken. Sie werden wieder mit frischem ,Muth Herangehen und sich weiter keine Schande machen? DaS müssen Sie mir versprechen." DaS versprcch' ich Ihnen," rief er. Und den Strick um den Hals, wenn ich'ö nicht halte!" Sie sagte ihm Adieu. Er bat sie. doch einmal wieder zu kommen und nach ihm zu sehen. $? Arzt kaun mir so helfen." Wenn sie in'S Bureau gehe. meinte ne, könne sie ia vielleicht an prc cheu. Aber so lange dürfe sie sich nicht nochmals aufhalten lassen. Zvricderike kam wieder. Sie fand ihn nach einer Woche schon sehr gcbcert und wieder nach einer Woche außer dem Bett. Er war jefet immer in heiterer Stimmung und freute sich schon aus die Arbeit, die er gleich nach seiuer Entlassung suchen wollte. Ob mich wohl Herr Neelblatt annehmen mochte ? erkundigte er sich bei ihr. 5U. als was?" fragte sie. ' Als Formtischler. Das ist mein Metier." Sie wollen als ganz gewöhnlicher Arbeiter. ... .Gewiß! Je eher, je lieber. Ich bin ill meinem Fach aan geschickt und Herr Nesselblatt soll -seineu Arbeitern den hoch ten l'olm zahlen." Ja, das thut er, wenn sie ordentlich sind und nicht trinken " Niekchen! " Und wenn Sie sich in der Fabrik friedlich verhalten und Nicht von den unnützen Menschen aufwiegeln lassen. die letzt unter den Arbeitern das grone Wort führen und alles auf den opf stellen wollen Auf die ist der Herr Nelielblatt schlecht zu sprechen .DaS will ich ihm mcht übel nehmen. ' WaS mich anbetrifft, Riekchen ich hab' wohl früher auch mit den Wölfen geheult, aber lieber bin ich in anderer

Gesellschaft, daS können Sie mir glan-

den. Man macht seine Erfahrungen." Sie versprach, einmal durch Angerstein anfragen zu lassen, ob noch ein ormtlschler gebraucht werde. Arnold war froh, alö ihm der Ant mittheilte, daß er sich als hergestellt be trachten und nde der Woche abziehen dürfe. Noch froher stimmte ihn die Erklärung des Inspektors, daß das Gericht seine Zurückführung in die Uutcrsuchungshast nicht verlange. Er habe nur i einen Ausenthalt anzuzeigen. damit man ihn jederzeit finden tonne. Er bekam freilich wieder einen Schreck, als er am Sonnabend im Büreau, wo er sich abzumelden hatte, den Polizcirath Lindemann traf und aufgefordert wurde, ihm in das anstoßende Sprechzimmer zu folgen. teic waren dort mit einander allem. Was acdcnkcnSie nun in beainnen?" fragte der Beamte, seine Brille zurccht rückend. .Man hat mir gesagt, daß ich frei bin," antwortete Berkcn, sehr bcunru higt. Ist das ein Irrthum?" Nciit. Die Untersttchnna hat gegen Sie nicht so viel erbracht, daß der Herr Staatsanwalt es hätte für seine ge botene Pflicht erachten müssen, Sie auk die Anklagebank zu setzen. Daß et unter sol)en Umständen Rücksicht aus Ihre Verwandten nimmt, finde ich. wenn ich mir da überhaupt ein Urtheil erlauben darf, nicht zn tadeln. Drückt doch aus demielben Grunde auch die Polizei wegen Ihrer Umtriebe mit Reichelt ein Auge zu." Er zog grinsend den Mund fchies. Kurzum, Sie sind frei, und es fragt sich nur, welchen Gebrauch von dieser unerwartet günstigen Wendung Ihres Geschicks zu machen gedenken." Arnold athmete auf. Dann habe ich Ihnen also nicht weiter Rede zu flehen, err Polizeirath," sagte er, und bitte mich zn entladen." .vitiie freundschaftliche Aufrage wer den Sie wohl noch gestatten," meinte der Beamte. Ich darf doch voraussetzen, daß Sie sich überzeugt haben, hier ganz unmöglich geworden zu tnr Wie verliehe ich daS?" Wie es gesagt ist. Sie haben keine Subsistenzmittel." Zch werde arbeiten." Ja wohl. Aber nickt hier. Sie haben eine zweideutige Rolle gespielt. das U?el trauen Ihrer neuen, wie Ihrer alten Freunde verscherzt, sich geschäftlich ruinirt, Ihre Verwandten arg kompromittirt dafür müssen Sie doch ein Gefühl haben. Ich in Ihrer stelle würde mich ungern auf der Straße sehen laiien. In Ihrem eigenste In teresse liegt es, meine ich. wenn Sie fosort von hier aus nach einem BahnHof gehen und mit dem ersten besten Zuge abfahren. Wenn es Ihnen an dem nöthigen Neiiegeld fehlt, bin ich gern erbötig " Bemühen ie fich nicht, Herr Po lizeirath." fiel der Tischler ein. ich werde nicht abfahren, sondern hier Ar bett suchen. Sie wiesen nicht. . . .Aber das geht Niemand etwas an." .Was?" Ich -sage, das geht Niemand etwas an Sie auch nicht. Ich habe meinen Grund." . Der Polizeirath z'eigte ihm ein sehr strenges Gencht. Hören Sie mal. lieber Freund, die Polizei hat tausend Mittel, Ihnen sehr unbequem zu wer den." Wenn man mich chikaniren will " O bewahre! Die Polizei chikanirt Niemand. Es ist aber ihre Pflicht, die staatö- und gesellschaftsgefäkrlichen Elemente unter Aufsicht zu behalten und das geht leider nicht gut an ohne eine gewisse sagen wir Unbequemlichkeit sur die Betheuigten. Wenn man dem aus oem Wege gehen kann " Worauf Sie da auipielen, Herr Po lizeirath das trifft mich nicht mehr. Ich will'ö einmal reinweg mit der ehr lichen Arbeit versuchen. An meinem Werktisch wird mir doch die Polizei beim besten Willen nicht unbequem werden können." Der Beamte lächelte gallig. So, so hm ! Das sind ja sehr löbliche Vorsätze. Also Sie wollen nicht verschwinden ?" Er bewegte die Hand, als ob er etwas zur Seite leate. Wollen nicht?" Nein, Herr Polizeirath," antwortete der Tischler, ich will nicht. Es ist mir jetzt eine Ehrensache, hier gerade Arbeit. $u finden nnd zu beweifen, was ich lei flen kaiiu" Ja ja ja Das ist sehr fchon, mein ueber, nörgelte der Rath, ,,fehr schön, aber Gut denn ! ich will Ihnen ganz offen sagen. waS mich dazu bestimmt hat, mit Ihnen über diese Dinge zn reden. Ihre Bruder " Dacht ich's doch !" Ja, das liegt aus der Hand. Sie haben ihnen viel Verdruß gemacht. Die Zeitungen, immer nach ötlatfch begierig. haben sich naturlich deö pikanten Stof fes bemächtigt und ihn, je nach dem Parteistandpunkte, geformt und gefärbt. Die Herren haben den sehr begreiflichen Wunich, in Znkunst wenigstens unbehelligt zu bleiben, und eS ist da auch, wie Sie ja wissen, (ine Dame, die wünschen muß, Ihnen nicht wieder zu bc acancn. Wenn ich Ihnen nun iac. daß ich im Auftrage dieser Herrschaften handle, forte huen mcm guter Rath oann niq)i anocre Veoeiming gewinnen?" Arnold sah sinstcr zur Erde. Der Daumen der rechten Hand hatte er in die Westentasche gesteckt, und die Spitze des nßes bewegte- sich ungeduldic;. Meine Brüder - murmelte er, ia die . . . . Und das Fraulein versteht sich. Für die was ich am liebsten gar nicht aus der Welt. Und die Schwä gerin Geheime Räthin .... Wenn sie . ' t . mlcy vcrglflcn ronnle " . - Reden Sie doch uicht Insinn." - -

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...v V i y ven Ich ! Ob ich irgendwo am Zaun ieaen bl?ibe. das beschwert sie nickt. Wenn'S nur nicht in die Zeitungen ommt. Und da geben sie mir nun einen Fußtritt aus den Weg Oh!" Der Polizeirath entichlon sich verdrießlich, den letzten Trumpf - auSzupiclcn. Äle find doch im Irrthum," agte er, die Brille auf die Nase hiuabchiebend und über die Gläser hin auSugcud. Ihre Herren Brüder möchcn Sie auch jetzt nicht verloren geben, sie sollen keineswegs so nackt und kahl aus die Straße gesetzt sein. Damit Sie draußen vor erfuchung bewahrt bleibeu und etwas ansangen können, wollen ic gern ein paar hundert Mark zuzamncnschießen " Herr Polizeirath !" um Ihnen nicht nur die Ueberahrt zu ermöglichen, sondern Sie auch drüben in den Stand zu setzen, anstäudig für sich sorgen zu können. Ueber die Summe wird sich reocn iaen. Was sagen Sie nun zn dieser Generoität?" Daß ich !" fuhr der Tischler auf. mäßigte sich aber gleich wieder. Ich . ' . . ä. oanie ia) wlu von nzuen nicms iai hab' schon zu viel von ihnen angcnommcn. Äie fouen mim in mwt ia?ien. Ich werd' ihnen nicht mehr beschwerlich allen, aber sie sollen mich in Ruhe lassen. Sie mögen sagen, daß ihr Bruder gestorben ist. Den Namen Bcrken kann doch wohl auch irgend ein Arbeiter haben, der mit ihnen gar nicht verwandt ist. Ich bin todt für sie." Wie f Sie wollen cigem innig daraus bestehen " rief der Polizeirath. Hier zu bleiben." ergänzte Arnold. Nun erst recht ! Meine Brüder sollen ihr Geld behalten oder Herr Hirschcl soll fcin Geld behalten, denn ans seinem Beutel wollen sie doch gewiß wieder zahlen, so ungcrathcn bin ich nicht, daß ich mich von der Verwandtschaft außer Landes schicken lassen muß. Ich werde beweizen, daß ich noch ZtwaS tauge. Nicht ihnen das ist gleichglltlg aber mir und und noch Einem. Nun erst recht!" Der Polizeirath rieb die Hände in einander nnd ließ vernehmlich die Finger knacken. Es war ihm offenbar sehr un angenehm, hier den urzereu ziehen zu sollen. Er schielte ein paar Mal über die Bnlle weg, ob noch ein Angriff lohnen könne. Und wenn auS den einigen Hundert einige Tausend Mark würden t" fragte er letic. Ich bleibe hier." entgegnen Berten mit aller Entschiedenheit. Nun, denn " der 3kath machte eine Bewegung, die andeuten sollte, er sei am Ende, nnd zog zugleich den jlopf Zwilchen die schultern, sie handeln sehr thöricht, aber zn Ihrem Glück zwingen kaun ich Sie auch diesmal nicht. Sie sind entlassen." Arnold eilte un ihm-vorüber, durch das Büreau und sogleich auf die Straße hinaus.- Iu weiter Entfernung vom Krankcnhaufe erst blieb er stehen nnd schöpfte tief Athem. Jetzt erjt suhlte er sich wieder frei. 14. Kapitel. Er boa in den Vark ein und hiit sich im dichtesten Gebüsch auf eine Bank. Er war hier ganz allein und konnte sich a rr4t V am AfcAa u A c umjiiuu uui uci yiutcu iuiC vcschäftiaen. wie er nun sein Leben eilnnrichten habe. Daß er in die vorige chlafsteuc nicht wieder zurückgehen ", ..7. v k i f. r.fj. orc t.n.r ourse, illliio vei inm iqi. ?iccr leioil in dem bescheidensten Gasthau sc ein vorläufiges Unterkommen zu suchen, fehlten ihm die Mittel. Er hatte nickt nöthig, sein Portemonnaie zu öffnen, um sick davon m übcrzcuncn : es war leer. Seine Hände bewegten sich an den Hosen-, Rock und Westentaschen tastend herum, ob sich da vielleicht irgeno ein ?egensino verjieal yaiie, der versetzt oder in abluna acacbcn werden könnte. Ganz vergeblich. Und es war doch sehr zweifelhaft, ob er bei Herrn Nessclblatt Arbeit erhalten wurde. Wolnn daun? Ja, so soll'S sein!" rief er nach einer Weile laut. Wenn sie kann, tbut sic'S." Er dachte an -,ricdcrike. erhob sich auch sogleich und entfernte sich in der Nicktnna nach der Nenel.blatt'schen Eisengießerei, deren hoher chorultein ocnn auch bald sichtbar wuroe. Der Fabrikhcrr wohnte m einem ein stückigen Haufe au der Straße, dich neben der Einfahrt. ES war eines dcr kleinsten in dem Viereck von Gebäuden, die den geräumigen, mit Materialien aller Art beladciicu Qof umstanden. Bis auf die Straße hinaus ertönte dcr o v .c vaim ver luiimueu uuo .pammcr. Durch daS Gitter sau mau eine An:akl Arbeiter damir beschäftigt, eine ciferuc Bruae zuiammettzujetzett und einzelne uette oerfcivcn zn verbolzen. $i eisernen Traaekörben brannten Koblen seucr. von denen schwarze Rauchwolken auffliegen. Darin wurden die Bolzen acalübt. edcr Scklaa mit dem .vSarn wer auf die festliegenden Eifenbalkcn gab einen klingenden Ton ; das Konzert war ohrbctäubcnd. Die .Hausthür befand sich auf der TTJ V q . . . r .. q r k. " ujuiuijcut viv ojuujco naa) ocui .y hin. Sie stand für jedermann one Der Vortier fraate Bcrken -aber nack seinem Aeqchr. Wenn er im Eomvtoir zu thun habe, so müsse er um die Ecke C V.. OI.. 4. .. .- iiaaf wem nvu getjeu uuo onrfe ocn kranken Herrn nicht belästigen. Da ,.. rt - . . -f. 1 1. 1. , . iuuuc ii 'uuu; iiiuji, riilgcglicie zeucr er hälts nur -mit einem Mädchen ;i sprechen, das bei ihm diene und Friede rike heiße. Nun wurde er die acht Stu fen hinauf in'ö Hochparterre gewiesen wo er au der Thür links läuten solle. Er würde von einer alten Magd, die f .7 1 a a I . V . scttivuriv in icr icueye vefN)afligl ge wesen war. in den Korridor einaelassen dessen Wände ganz einfach weiß aetünchl " ". i;vr- , . r waren. üncccnic zu 3jat fei fragte er. Gewiß," lautete die Ant

wort, sie ist immer zu Hause bei dem tj ctd.a . . c . 1

iiuuiiu jfrni. rooucii isie oenn I von ihr?" DaS länt sick nickt so durch einen Anderen bestellen," meinte er auöwei-! chciio. ie kennt mich aber gut." - , Die Alte musterte ilrn mit einem rasch über seineLestalt hinfliegenden Blick, j Ack i finh InnM 5?r ?N Vt im n ir -. vv.ft (v Krankenhause besucht hat?" uvenn !ic das wien " Sie sehen noch immer so milckweik ! aus wie einer, den die Sonne lange iiichl vefchlenen hat. Na, warten Sie nal ?" Sie önnete einen Verscklun an der Wand und sprach hinein : öttekch en i Tino iie da?" Was gibt'S " tönte es nack einer leinen Weile leise zurück. Da ist ein Herr, der sie m svrecken wünscht." ' .'. " ' Wer ist'S denn?" .Ach der. zu dem Sie " Sie manote sich an Arnold. Wie heißen Sie denn?" Berkcn Arnold Verkeil." Herr Arnold Bcrken," rief sie hinein. öassen Sie ihn in meine Stube, ich komme gleich." ic tiibe lag neben der Küche und hatte ein Fenster nach der Straße, das durch weijze Gardinen verhängt war, so daß Niemand von außen hineinsehen konnte. Aus einem Wandbrettchcn standen Figuren, die er einmal zur Unterhaltuug der Kinder seines Bruders auS ftolz geschnitzt hatte. Sie mochten von innen varo sottgeworfen fnn. r freute sich darüber, sie hier wiedenufinden. Nach einiqcn Minuten trat Friedcrike ein. Sie ließ die Thür offen, ging auf ihn zu und reichte ihm freundlich die Hand. Also da sind Sie nun glücklich wieder gesund," sagte sie, und auö dcr Anstatt hinaus. Ich dachte wohl, daf; Sie sich bei mir melden würden." Natürlich auf der Stelle," versicherte er. Sie find ja doch der einzige Mensch, den'ö etwas angeht." Setzen Sie sich doch!" bat sie und schlug mit dem Zipfel ihrer Schürze über den Stuhl, als ob er voll Staub fein könnte. Der Rauch von dcr siuche schlägt hier manchmal nieder," erklärte sie, man kaun mit Wischen gar nicht gerathen. Die Gardinen sind auch schon wieder ganz schwarz." Hören (sie mal, Riekchen," fagte er, ohne Platz , zu nehmen, 'ich will Sie nicht länger aufhalten, Sie haben gewiß d'rin zu thun, und auch ich Ra ja, ich möckte doch auch bald mit mir in Ordnung kommen." DaS ijt gut." meinte sie, werden Sie gleich morgen in Arbeit gehen?" Ja, wenn es sich so macht. Ich n ciß nicht, ob der Mann Ihrer Eousine " .Ich alaube nicht, daß er im Kontor etwas ausgerichtet hat." Caiiii ist'S jchllinm. US wird eine Weile dauern, bis ich sonst Arbeit nach Wunsch finde. Wenn ich hätte fortgehen wollen " Und er erzählte ihr, waS ihm eben vom Polizeirath angeboten war und wie er ihn abgewiesen hatte. Friederike war nachdenklich geworden. Sie stand an die Kommode gelehnt und strich den Saum ihrer Schürze zwischen den Fingern wieder und wieder aus. Vielleicht haben Sie doch unklug gehandelt," sagte sie ein wenig zögernd. Ach," rics er. wie hätt' ich denn von Ihnen fortgehen können, Rickcheu?" Sie wurde roth und lächelte verlegen. 'Das.wär' wohl auch zu bedenken aewesen! Aber sonst Es ist doch recht, daß Sie sich nicht haben verleiten lajfcn. Man sagt ja auch : viewe im Lande und nälire Dich redlich." Ja. das sagt man." bemerkte er. und ich weif; schon wie'S einem oraußen ergeht. DaS bischen Geld pah ! Aber ganz ohne freilich " Es schien ilun im 5alse ;u kratzen, denn er räusperte sich und schluckte, als ob er etwas bcrunter m würacn bättc. Ich will zu Ihnen ganz offenherzig ! . r u i .... t. ! M fein, Nlttüzen, vcganu imuj cuici kleinen Weile wieder, und Sie dürfen mir das nicht übel nehmen, auch wenn Sie... Es ist eigentlich eine unverschämte Ansorderuna. Sie haben schon so viel für mich gethan, was Sie gar : i si.' t .11 ii iiiuji ,ivll)ig i;aucu Ach, reden Sie doch nicht !" Ja. eö ist wahr. Aber was soll icij nun machen ? Wenn ick ein ordentliches Leben anfangen will und das will ich, Sie wissen eö. Ich bin so ausgetrieben mit dem, waS ich gerade auf dem Leibe habe, nnd das hab' ich dann auch nicht geichont. cnn fey' ich aus wie einer, der einmal 5)errentaae gelebt hat und heruntergekommen ist Alles r ' . . n ."i f. . 1 i L -f. 11 feiner Heil vom ?eleu, auu 11 u;ubia und nickt mein- reckt fest die Stiefel besonder. Eö fehlt mir ein tüchtiger Arbeitsanzug-Wäsche und foult allerlei, üch mufz aua) pranumerando Mietbe nableu können, wenn ich ein gutes Logis haben will. DaS Geld aver Zch kann'S ja eyrim) avgeoen. sobald ick erst Sl beit babe. Und eS soll uicht lange dauern ! Aber wer vertraut .... . . . ... ...... r. mir o an ? 'a dacht' ich oenn via eben das .dacht' ich und kam zu Ihnen. Riekcken - . Ihr ganzes Gesicht lachte: Sie Li " , r. t sin oaujicn, lcy four zonen i (Fortsetzung folgt.) Die deutsche Regierung war auf das Bcacliren deS Schweizer Bundesgerichts um Aktenergäwnng ' tr. :-r ofrf CT)T1 1 ni f iin i'm$iieyeiruiiguu wu vv"z-".'." mZsiarS tphfislnn. der in Zürich ver Kästet ist. nickt einaeaanaen. Durch erneuten motivirtcn Beschluß belzarrte das Bundesgericht auf Akteneraan. zung. Dem Bundesrath blieb n:cht5 anderes übria. als die deutsche Regie riMK nochmals . im Aktenergänzunz zu ersuchen. ' ' ' ' .

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