Indiana Tribüne, Volume 29, Number 219, Indianapolis, Marion County, 9 May 1906 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Sachsen. Dresden. Kürzlich beging Drechslermeister Bernhard Schädlich sein 50jähriges Bürger- und Geschaftsjubiläum. Das bestens fce kannte Geschäft wurde 1856 auf der Zwingerstraße gegründet. Heute befindet es sich Wettlnerstrake 5 uno wird von Adolf Schäler geleitet. Breitenfeld. Emen entsetzlitten Tod bat der 56 Jahre alte Gutsbesitzer Gustav Braun gefunden. Er trat lm Hose semes Anwe ens aus den zugedeckten Brunnen, der morsche Holzdeckel brach durch' und der Mann -- i.t. omix t. cv . : . liurzie in oit Äiqc. vcn üucu im Wasser hängend, vermochte er sich an den Steinen der Ausmauerung festzuhalten und rief um Hilse. Erst nach' langer Zeit wurde sein Rufen gehört. Knechte eilten herbei und liefeen einen Eimer m die Tiefe, um ih rem Herrn Rettung zu bringen, allein diesen derliestn m entscheidenden Augenblick vle Kräfte und als er ven Versuch machte, 'sich an dem Eimer festzuhalten, versan! er im Wasser. Erst nach längeren Bemühungen gelang es, die Leiche herauf zu befordern. Dölid. Ein bedauerlicher Unalücksfall ereignete sich im Grundstück Probstheidaer Straße 5. Infolge der durch den Schneesall bedingten Glatte rutschte das fünf Jahre alte Töchterchen des daselbst wohnenden Steinsetzers Henkel im Hofe aus und erlitt hierbei einen Bruch des linken Oberschenkels. Friedersdors. Die dersiorben: Frau verw. Zumpe hat der hiesigen Gemeinde ein Legat von 1800 Mark testamentarisch überwiesen. Kamenz. Vom König wurde dem Töpfergefellen August Heinrich Beyn hier für 60jährige ununterbrochene Thatlgkelt an ein und derselben Arbeitsstelle die Friedrich August-Me-daille in Silber verliehen. Leipzig. Das 25jährige Arbeitsiubiläum feierte im Hause Heinrich Vreitfeld, Rüschenfabrik, die Rüschenpressenn Fräulein Minna Ruhlig, womit sich der Kreis der Jubilare dieser Firma abermals vergrößert hat. - Neustädte!. Der Gutsbesitzer Hergert beging mit seiner Ehefrau die goldene Hochzeit. Dem noch rüstigen Jubelpaare überreichte Ortspfarrer Hacker als Geschenk des LandeZkonsistoriums eine Bibel. Kfen'Aarmlradt. Darmstadt. Der Großherzog hat der Jnstitutsvorsteherin Marie Reineck ln Darmstadt die Goldene Medaille des Ludwigs - Ordens verileyen. .' Bu bin gen. Fürst Bruno zu Jsenburg - Büdingen ist hier, 63 Jahre alt, gestorben. Gießen. Dr. Wilhelm Kleeberger, Assistent der hiesigen Universität, t"t.-l- r? c . r . r -t suurie icn in oer pyuosopyisazen Fakultät als Privatdozent für Landwirthschaft ein. R i m b a ch. In einem Steinbruche bei Glattbach wurde' von herabstürzenden Stein und Erdmassen der ledige Arbeiter Alois aus Bayern verschüttet. Außer Arm- und Beinbrüchen erlitt er lebensgefährliche innere Verletzungen' Mainz. Ober - Postschaffner PH. Korell feierte kürzlich sein 40jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde demselben von der Ober - Postschaffner Vereinigung im Bezirk Darmstad! ein künstlerisch ausgeführtes Diplom für langjährige treue Dienste überreicht. Dem Jubilar, wurde schon vor Jahren vomKaiser und vom Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste verliehen. Wyern. .München. Im Ostbahnhof verunglückte der Aushelfer im Rangierdienste Albert Leidmann bei dem Zusammenrücken eines Zuges und verstarb bald darauf. - Aschaffenburg. Nach längerem Leiden ist hier im 58. Lebensjähre Oberbahnamtsinspektor und Oberleutnant a. D.. Graf Ludwig Karl Otto Reigersberg gestorben. Er war zu Regensberg geboren als zweiterSohn des im Herbste 1895 zu Rosenheim verstorbenen Kämmerers und Oberpostmeisters a. D. Grafen Max Reigersberg. Dorfen. Hier hat sich der in Münchener Kreisen wohlbekannte, früher in München angestellte 23 Jahre alte Hilfslehrer Ottomar Mahr von Wertingen in Schwaben in der Wohnung eines Eollegen erschössen. Motiv: momentane Geistes storung. Markt breit. Vor kurzem feierten die Eheleute Friedrich und Shbilla Meister, geborene Reinhardt, im besten Wohlsein im Kreise ihrer Kinder, und Enkel die goldene . Hochzeit. . . Nürnberg. Letztens ereignete sich im hiesigen Hauptbahnhofe ein gräßlicher Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange. Als der Lokomotivheizer Jakob Schwarz die Lokomotive deZ nach' Ottensoos fälligen Vorortzuges mit dem ersten Personenwagen verkuppeln wollte, gerieth er zwischen die Puffer, ' wobei ihm der Brustkorb vollständig eingedrückt wurde. Der alsbald erschienene Bahnarzt 'Hofrath

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Ein müdes oder mattes Gefühl ist ein Zeichen von schwacher Lebenskraft, und dies ist bei Frauen fast immer dem schwächenden Einfluß weiblicher Leiden zuzuschreiben. Wenn die Menstrual-Funktionen gestört sind, werden die Nerven zur Hülfe herangezogen und die Nerven folgen dem Ruf, indem sie den schwachen Theilen alle ihnen mögliche Blut- und Lebenskraft verleihen. Natürlich schwächt dies den übrigen Körper. Natürlich fühlen Sie müde und schwach. Natürlich brauchen Sie anderweitige Hülfe um Ihre Kraft aufrecht zu erhalten und Sie gesund zu machen. Diese nothwendige Hülfe erhalten Sie durch Cardui, das reine, alte, zuverlätzige, wissenschaftliche Heilmittel für kranke Frauen. Für Müdigkeit, Schwäche, unregelmäßige Menstruation, monatliche Schmerzen, niedttziehende Gefühle, entkräftende Flüsse und alle weiblichen Leiden ist es eine sichere Cur

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Dr. Stepp konnte nur mehr den o fort eingetretenen Tod des Vediensteten, der außer der Wittwe vier noch unversorgte Kinder in den dürftigsten Verhältnissen hinterläßt, konstatiren. Regensburg. Seit längerer Zeit war die TZy2 Jahre alte Ladnerin Maria Rieger von hier abgängig. Letztens wurde die- Leiche bei Irlmauth in der Donau aufgefunden. Das Mädchen hat ohne Zweifel in geistesgestörtem Zustande Selbstmord verübt. Starnberg. Nach längerem Leiden ist der bayerische Generalmaior a. D. Franz Martin gestorben. Er hat 1870 sich an den Loirekämpfen öetheiligt und wurde in der Schlacht bei Beaugency am 8. December verwundet. ??ür sein tapferes Verhalten wurde ihm das Ritterkreuz 1. Klasse des Militär - Verdienstordens und das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Schwab ach. In der Nadelfabrik von S. Traumüller & Raum hier brach Feuer aus. dem das ganze Fabrikgebäude mit Maschinen, RohMaterial, halbfertigem und fertigem Material zum Opfer fiel. Württemberg. Stuttgart. Vor kurzem jährte sich der Tag zum fünfzigsten Male, an dem sich hier eine Schillerstiftung constituirt hat. Württemberg war eines der ersten deutschen Lände, die sich in den Dienst dieser edlen Eache stellten. Unlängst wurde der von seiner Frau getrennt lebende. 62 Jahre alte Taglöhner Gottlieb Aberle in seiner Wohnung in der Karlsvorstadt mit einem Steinhauerhammer erschlagen und seiner Baarschaft von etwa 1000 Mark beraubt. Die Staatsanwaltschaft verfolgt als muthmaßlichen Thäter einen Anfangs der dreißiger Jahre stehenden Mann. F a r u n d a u. Nach längerem Leiden ist im Alter von 65 Jahren der hiesige evangelische Pfarrer Steinmayer, ein allgemein geachteter und beliebter Geistlicher, gestorben. Er war seit 1891 hier angestellt und vorher längere Zeit in Vrenz. OA. Heidenheim, thätig. Heilbronn. Stadtpsleger Füger trat nach mehr als 60jähriger Thätigkeit im hiesigen städtischen Dienst in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger hat der Gemeinderath den bisher:gen zweitenStadtpflegebamten Raths schreibe? Burger einstimmig gewäblt. Sbtt letztere befindet sich seit 1882 im hiesigen städtischen Dienst. ' eonoerg. Aon indern wuroe bei der Siegel'schen Sägemühle die Leiche eines Mannes gesunden. Neben der Leiche lag ein Revolver. Die Perfönlichkeit deö Todten wurde als diezenige eines in der Mitte der 20er Jahre siehenden ManneS Namens König aus Magstadt festgestellt. Ob er seiner Schußwunde erlegen oder erfroren ist, ist nicht festgestellt; doch scheint letzteres wahrscheinlich, da seine Verwundung nicht tödtlich war. Neckarsulm. Auf tragische Weise ' verlor der Bauunternehmer Franz Merckle von hier sein Leben. Zur Zeit in Kirchheim a. N. beschäftigt, wollte er kurz vor Feierabend beim Einspannen der Pferde eines mit Sand beladenen Wagens behilflich sein. Als er die Stränge anzog, scheute ein Pferd, schlug aus und zerschmetterte dem Unglücklichen die Hirnschale, so daß der Tod sofort eintrat. Ravensburg. An einem Neubau in der Elisabethenstraße warf , der dort beschäftigte Taglöhner Karl Wagner einen Stein auf die Straße, der den vorübergehenden Flaschnermeiste? Wilhelm Kaspar traf und tödtlich verletzte. Kaspar starb als bald im städtischenKrankenhaus. Der Verstorbene war 36 Jahre alt und hinterläß! eine Wittwe und drei Kinder.' Tübingen. Vor Kurzem wurde der Generalsuperintendent von hier, Vrälat Dr.'v. Witticy. unter gleich-

WINE 0F zeitiger Enthebung, von der außerordentlichen Mitgliedschaft bei dem Evangelischen Consistorium- seinem Ansuchen gemäß in den Ruhestand versetzt und ihm . bei diesem Anlaß unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und vorzüglichen DiNlste das Commenturkreuz 1. Klasse des Friedrichsordens verliehen. W a l d e n b u r g. Letztens kam der 13jährige August Klemknecht, Sohn des Branntweinbrenners Klcinknecht in Untermühle, in der Brennerei einer Transmission zu nahe wurde von derselben erfaßt und sofort getödtet. . Waden. Karlsruhe. ' Der Großherzog hat bei dem 7. Sohne des hier wohnhaften Rechnungsführers Daniel Schuhmann die Pathenstelle übernommen und für das Pathenkind einen schönen silbernen Trinkbecher übersenden lassen. Baden-Baden. Vor einiger Zeit verschied nach schwerer Krankheit im Krankenhaus der evangelischen Diakonissenanstalt in Stuttgart einer der hervorragendsten hiesigen Aerzte, Hofrath Dr. Henry Gilbert. Der im 45. Lebensjahre stehende Verstorbene war von Geburt ein Engländer, von früher Jugend an aber in Deutschland erzogen worden und seit wenigen Jahren mit einer Enkelin von Felix Mendelssohn - Bartholdy verheirathet. Als Arzt des Sanatoriums FreyGilbert, das am 1. April in einen großartigen Neubau verlegt wurde, als Lehrer bei den balneologischen Kursen und als Leiter der ärztlichen Studienreisen war' er außerordentlich geschätzt. Heidelberg. Der ao. Professor der Chirurgie Walther Petersen, leitender Arzt des hiesigen Diakonissenhauses, wurde nach Leipzig berufen und nahm den Ruf an. H o g s ch ü r. Letztens brannte das Doppelhaus der Landwirthe Sottstein und Huber bis auf den Grund nieder. Das Hauö war mit Stroh gedeckt. Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren, die mit Streichhölzern spielten, zündeten die Tapete an. Das Doppelhaus war von 4 Familien bewohnt, davon sind zwei versichert. Außer dem Vieh konnte gar nichts gerettet werden. Der Schaden beläuft sich auf etwa 4000 Mark. Wallbuch. Der Metzzermeister Siegfried Wunderlin suchte schon lange mit der verwittweten 42 Jahre alten- Wirthin Anna Wunderlin in Mumpf ein Liebesverhältniß anzuknüpfen, ohne das erwünschte Entgegenkommen zu finden. Unlängst machte er noch einen letzten Versuch. Er begab sich in die Wirthschaft, in das Gasthaus zum Adler, und traf die Wittwe gerade in der 'Küche, als sie sich am Herde zu schassm machte; hier wiederholte er seine Werbung, aber wieder ohne Erfolg. Daö brachte ihn so in Aufregung, daß er seinen Revolver zog und die Wittwe Wura derlin am Herde niederschoß. Wnnderlin begab sich in das obere Stockwerk und erschoß sich im Abort der Wirthschaft, wohin er sich vor den durch den Schuß aufgeschreckten Mrthschaftsgäsien flüchtete. 'Ftyewpfarz. Altenqlan. Dieser Tage feilÄrwa erten die Eheleute Jak. Klinck sen. ttytVV tV4Vt JVtlVUilVIVIIf w.rv Enkel das Fest der goldenen Hochzeit. Binderöbach. Der kürzlich beim Holzfällen verunglückte Rottenführer Math. Nerdeck ist an den erhaltenen Verletzungen gestorben. Er hinterläßt eine Wittwe mit drei Kindern. Pirmasens. Unlängst brach in der Schulfabrlk Georg Betz in der Neugasse Großfeuer aus, daS so rasch um sich griff, daß, ehe die Feuerwehr eingreifen konnte, auch daS nebenangebaute Oekonomiegebäude der We. Jakob Krebs durch den Brand ganzttntt fllTVnrtwh O nhf imft

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beläuft sich auf ca. 30,000 ANtr5 Rheinzabern Vor kurzem war der Ackerer Jakob Steiner I von hier gemeinsam mit seinem 15 Jahre alten Sohn Peter Steiner im hiesigen Gemeindewalde mit . Holzmachen ... be schaftigt. Nach Beendigung der Arbeit schickte Steiner seinen Sohn nach Hause, um das Fuhrwerk zu holen. Dieser aber ging nicht nach Hause und brachte auch das Fuhrwerk nicht an seinen Bestimmungsort. Da er nun noch längere Zeit verschwunden blieb, machten sich seine Eltern und Geschwister unter Führung des WaldHüters auf die Suche. Sie fanden den Vermißten im hiesigen Gemeindewald erhängt auf. Was ihn zu dieser That trieb, ist nicht bekannt. Dem Ausschlagen von N u ß b a u m m ö b e l n vorzubeugen. Man reibe dieselben mit einem mäßig angefeuchteten Fensterleder kräftig ab. Der Uebelstand wird überhaupt vermieden, wenn die Möbel alle Woche in dieser Weise gereinigt werden, dann kann sich das wegen unvollkommenen Aufpolirens zeitweise ausschlagende Oel nicht mit Staub zu Schmutzflecken vereinigen. Zur Politur empfiehlt es sich, aufgelösten Schellack zu . verwenden. Ein viertel Pfund guter Schellack ist mit einem Quart Spiritus einige Tage gut verkorkt in einer Flasche stehen zu lassen, und dann ist die beste Polirtinktur fertig.' Mundfaule bei kleinen Kindern läßt sich durch fleißiges Reinigen des Mundes nach jedesmaligem Trinken verhüten. Ebenso muß auf gewissenhafte Säuberung der Saugflasche und des Saugstöpsels gesehen werden. .Ein Mundstück von Horn oder schwarzem Gummi ist den Saugflaschen mit langem Kautschukschlauch vorzuziehen. .Das Mundstück muß nach jedem Gebrauch gut gesäubert und in Wasser gelegt werden. Fliegen zu vertreiben. Ehe man daran denkt, Fliegen fort zu räuchern, sollte man ihnen die Nahrung, ws tmer möglich, entziehen. Darum achte man auf sorgfältiges Entfernen aller Ueberbleibsel, Zudecken von Töpfen, Schüsseln u. f. w. durch Decken, Stürzen, Drahtgewebe und dergleichen. Erst wenn dies nicht mehr hilft, 'räuchere man mit Wachholderbeeren' oder verbrenne einen Haufen werthloses Papier in gefahrloser Weise. Das Räuchern mit Schwefel zerstört alles Metall, daher verbrenne man auch den Schwefel nur in einem irdenen Scherben. Um das Aufplatzen von Bratwurst zu verhindern, gieße man kochendes Wasser auf dieselbe, lasse j " K äc f . cm i v ri-t,. r wende sie in Mehl oder gestoßenen Semmeln und brate sie. Durch das Uebergießen mit dem heißen Wasser wird die Haut gleichmäßig rund herum zusammengezogen, und somit das Aufspringen unmöglich gemacht. Entfernung alter An- ! striche von Thüren und Fenstern. i wi i f-?f. cm H".. !l A ujcan ruyrr zö ädcuc 4va,irr uui Theilen Mehl, 1 Theil Borax oder Alaun, 4 Theilen Schmierseife, 11 Theilen Aetznatron und 11 Theilen Aetzkali zusammen, bestreich! die ge.sirichenen Flachen mir diesem Gemen i r . rr . V . " . . " 1 ... - t - j' vv" Modernes Reiseadenteuer. .Omnibusreisender (der von einer Räuberbande überfallen wurde): Diese modernen Malefizerfindüngen soll doch der Teufel . Holt uns die elende Lumpenbagage im Auto ein, ruft mit der drahtlosen Telegraphie' Helfershelfer herbei und sucht mit den Röntgenstrohlen uns auö." D e u t l ich. Erster Sachse (der sich über - ein Dienstmädchen erkundigt): Erlooben Sie, ist das Madchen ooch redlich?" Zweiter: .Ei fo! . . .Aber norr de Haare!"

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Ich habe Wine of Cardui von solchem Nuken für mich gesunden," schreibt Iran Leota Forte von Toledo, Jll., daß ich mit dem Gebrauch fortfahren werde. Ich kann Ihre Medizw nicht genug loben."

Der Frauen Heilmittcl bei Schmerzen 3v oznz ronoenourg, üqiano jiqon Zungen Zeit eine Spannung zwischen dem Tuchsabrikanten Karl Rehn und dem Amtsgerichtsrath Jacobi, die anscheinend dadurch hervorgerufen war, daß der erstere im Bewußtsein seines Reichthums 'sich mancherlei Uebergriffe erlaubt hatte. Die Angelegenheit ist durch einen Beleidigungsprozeß allgemein bekannt geworden. Eines Abends begegnete der Tuchfabrikant in der Bahnhöfstraße dem Jacobi'schen Ehepaare. Dabei soll er die Frau Amtsgerichtsrath ziemlich heftig am Arm gestreift haben. Es kam deswegen zu einem kurzen Wortwechsel, wobei der Amtsgerichtsrath äußerte, jener müsse sich seines Betragens wegen schämen". Der Fabrikbesitze? erwiderte in verächtlichem Tone-: Ich, der reichste Mann, ich als großer Tuchfabrikant soll mich vor Ihnen, dem kleinen Amtsrichter, schämen?" Darauf folgte die Beleidigungsklage, die kürzlich vor der Strafkammer in Kottbus verhandelt wurde. Das Gericht hielt nicht für erwiesen, daß der Angeklagte die Frau absichtlich angerempelt habe, verurtheilte ihn aber wegen öffentlicher Beleidigung des Amtsgerichtsraths zu 400 Mark Geldstrafe und Veröffentlichung des Urtheils in drei Zeitungen. Angesichts der Beschuldigungen, die kürzlich der japanische Baron Snyematsu gegen den Kapitän der Zieten" vom Norddeutschen Llohd zu richten für nöthig befand, ist es nicht ohne Interesse zu ersahren. daß ungefähr zur selttn Zeit, als Herr Snyematsu bei seiner Ankunft in der Heimath zum letzten Male seine Beschwerden wiederholte, ein englischer Baron, Sir Malcolm McEachern, aus dem nächsten herauskommenden Dampfer Prinzeß Alice" dem Kapitän Polack im Namen aller Passagiere des Schiffes eine Dankadresse überreichte. Der englische Text läutet in deutscher Uebersetzung: Wir Unterzeichneten drücken Ihnen mit Vergnügen unsere volle Genugthuung über die herrliche Reise aus, die wir unter Ihrer und Ihrer Qffiziere Leitung zurückgelegt haben. Durch Ihren Takt und Ihre Freundlichkeit ist uns die Zeit in denkbar angenehmster Weise vergangen. In der That halten die ältesten und erfahrensten Reisenden unter uns diese Fahrt . t r sur die genunreicysie, vie ue je gemacht haben." Die Adresse war von 75 Passagieren unterzeichnet, von denen 40 englischer Nationalität waren. Sie ist in einem kostbaren Deckel aus wundervollem, lange unter Wasser gelegenem Maserholz (Shi-tan-Holz) eingeschlossen, dessen reiche Verzierung aus getriebenem Silber in den Ecken den Schlüssel und Anker des Norddeutschen Lloyd --Wappens und feinmodellirte Wiedergaben des Chrysanthemum und anderer in Japan beliebter Blumen trägt. In der Mitte ist auf einer silbernen Vase eine kurze Widmung eingravirt. Grau gewordene, schwarz e Damenhüte aus Stroh, Bast und ähnlichem Material reibt man mit wenig Petroleum ab. Der unangenehme Geruch verliert sich an derLuft. Auch durch 'Äufpiyseln der angenehm riechenden Benzoetinctur laßt sich die schwarze Farbe wieder herstellen, Petroleum wirkt aber besser Stumpf gewordenes Stroh jeder Färbung erhält durchAufpinseln von Benzoetinctur seinen ursprünglichen Glanz wieder. Die Flaschenkorke muh man, unmittelbar bevor sie verwendet werden, mit siedendem Wasser abbrühen und noch feucht und warm zum Verkorken verwendend. Das beim Zusammendrucken des KorkeZ in der Maschine ebenfalls ausgedrückte Wasser wischt man mit einem reinen Schwämmchen ab, bevor man die zu verkorkende Flasche darunter-stellt.

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