Indiana Tribüne, Volume 29, Number 219, Indianapolis, Marion County, 9 May 1906 — Page 4

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Indiana Tribüne. Herausgegeben von bet vtd?g . Indianapolis, Ind.

gany O. Thudinm , yräfident. OeschSftSlocal: 31 Süd Delaware Straße. telaphone 269. E&tcred.at tfxe Poitr Office ol Inditnipolii ai ccond clata matter. Zum Weltpost-KongreK. Auf Wunsch der italiknischen Regie rung ist der Kongreß des Weltpoftver. eins, derdieseS Jahr in Rom fiattsin den soll, l-zwei Mal verschoben worden. DaS hat den günftigm Erfolg gehabt, daß das standige Bureau des Weltpost. Vereins in Bern um so mehr Zeit ge habt hat, die Vorschlage, die von ver. schiedenen Seiten gemacht worden find, für die jetzt unmittelbar bevorstehende Berathung auf dem Kongreß Übersicht, lich zusammenzustellen und daß die Handelskammern und Stadtvertretun gen in den Haüptveikehrölündern ihre Wünsche nach l.VerkehrLverbesserungen um so eingehender begründen konnten. Denn es ist nicht leicht, die 132 selbst, ständigen! PostVerwaltungen, die auf dem Kongreß vertreten sein werden, zu einer Veränderung ihres Uebereinkcm mens zu bewegen, zumal wenn eS sich um Herabsetzung der Portogedühren, handelt. Die Richtigkeit der weit der. breiteten Annahme, daß jede Verbilli gung derjPortosÜtze sehr schnell eine so große Steigerung des Verkehrs herbei führt, daß dieEinnahmen steigen statt zu fallen, wird in unseren heutigen Ver HSltnissen nicht mehr ohne weiteres zu gegeben.. -ES wird deshalb von interes. firter Seite stie unerwartet gewonnene Zeit benutzt, um. Vai statistische Mate, rial zu sammeln, auf Grund dessen ein sicheres Urtheil gewonnen werden kann. Die Hauptfrage ist, ob der diesjäh rige Kongreß des Weltpostvereins das Pennyporto für Briefe auf den ge fammten internationalen Verkehr aus dehnen wird. Der Antrag ist offiziell von der Gemeinschaft derZ australischen Kolonien lgeftellt worden. Auf dem Kongreß tolxb ihn Sir I. G. Ward der General.Poftmeister von Neu.See land, vorbringen und Herr Auften Chapman. der australische Generalpost meifter, unterstützen. Außer Egypten hat sich noch kein Staat ausdrücklich für diesen Antrag erklart. ES find aber in England und Deutschland bereits Petitionen an.dle Poftverwaltung gerichtet worden,-diesem Prinzip beizutreten. In Deutschlandhaden sich die Aelteyen der Berliner Kausmannschast an die Spitze .dieser iBewegung gestellt und schon 'Anfangs. Juni 1905 an?, den StaatösecretürZ des ReichSpoftamtS die Bitte gerichtet die allgemeine Ermüßl gung deSBräfportoS im Weltverkehr auf , die im '.JnlandSv'erkehr üblichen Sütze zu beantragen.?-.Sie haben sich auch mit .dem . rührigen Förderer der Universal . Penny Poyage in London. Herrn Henniker Heaton, in Verbin dung gesetzt, ttx tt Englischen Handelökammern dazu bewegen will, vom Britischen ZPostmaster.General densel ben Antrag beim öLeltpoftvereinScon' greß zu verlangen. Auf daZIArgument der Berliner Pe tition, daß .Rücksichten? auf etwaige, sicher nur vorübergehende Minderein nahmen nicht maßgebend fein dürfen," kommt HerrHenniker Heaton wieder holt zurück. Fragen wirZunS nun. wie hoch der EinnahmeauSfall wäre, wenn die erwartete Steigerung des Verkehrs nicht eintritt, so kommenwir allerdings zu ganz bedeutenden Summen: 7 Mil lkonen Mark Ausfall für Frankreich, 10z Millionen Mark für Deutschland. Man darf deshalb gespannt sein, wie sich die Regierungen zu .dem auftra lischen Antrag'ftellen werden. DeutschlandZhatZ den Antrag gestellt. die BriefgewlchtSeinheit im internatio nalen Verkehrs von 15 Gramm auf 20 Gramm zu erhöhen. Würde dieser Vorschlag angenommen, so würde der ÄnreU verschwinden, das überaus dünne Foreign Paper für die über feeische Conespondmz zu verwenden, durch das daSZ Lesen lost so anstrengend für dieAugen wird. Ebenso schlagt die deutschePoftverwaltung dem Welt poftvereln vor. Postanweisungen für je 50 Fr. mit 25 Centimes zu berechnen. also mit Prozent. Auch die Annahme dieser Antrüge ist sehr ungewiß. Regelmäßig hat ein Weltpostverein über die' Frage der Einführung einer Universalmarke zu verhandeln. ES wird immer wieder als ein .gleichmäßig in allen Staaten empfundenes Bedürf Niß" angegeim, selch' ein Mittel des

Austausches kleinster Werthe zu besitzen. Auch dies Mal hat der.Congreß diesen Vorschlag zu .berathend DaS er ange nommen wird, ist kaum zu erwarten. Schon die Ungleichheit der WührungS syfteme macht diesen Vorschlag unan nehmbar. ,; Denn da eS ohne Abrun dung nach . oben oder unten nicht geht, ergeben sich kleine Weithdifferenzm, die dem Lande der niedrigsten Werthsetzung fast den ganzen Absatz zuwenden wür. den. Von der ElnheitSmarke des Welt postvereinS erhielte man für 1 Pfd. Sterlin in Frankreich 250 Stück, in England 240, in Deulschland 205 Stück. Da lohnt eS sich schon, einen großen Vorrath in Frankreich zu kau fen und in den Nachbarlandern zu ver werthen; in Deutschland betrüge der

Gewinn des Importeurs 18 Prozent. Solchen Schädigungen wird sich um der Einheitlichkeit willen kein Landaus letzen; deshalb bleibt die Universal marke eine Utopie. Seitdem Generalpoftmeister Stephan im Oktober 1874 den Weltpostverein in Bern begründete, ist noch selten den Verhandlungen des CongresseS so viel Interesse in den entferntesten Ländern engegengebracht worden, wie diesmal den Verhandlungen in Rom. Im Kampfe gegen den Oel'Trust ist kein Knüppel zu vick. . MS Mailüftern waren die gestri gen Windstöße jedenfalls nicht zu klas stficiren. Das Auditorium ist ja nun ge sichert. Jetzt alle Eisen in'S Feuer, für das Süngerfeft. In bombenhasten Argumenten cheinen die FcaJzosen den Russen den Rang ablausen zu wollen. Tt Wnlfivrtrtt OnMttffvtf ist V MHItUVtt .V4bt4fr glücklich beendet, aber ein paar Men r . " r - i-.f . . . qenttoen yai er irog seiner urze gc oftet. Der Verfaffuugsfcherz den die ruf fische Autokratie verübt, wären Stoff für eine erfrischende Komödie, wenn dem Volk der Humor nicht fehlte. . Der Aussall der französischen Kam merwahlen hat bewiesen, daß das Volk zur Regierung steht. Die Regierung' treuen haben eine Majorität von 100 Stimmen, in .der Kammer erlangt, die zwar genügend ist aber ein Überwal tigendeS VertrauenSVotum ist eS ge rade nicht. Bauerlaubnißschein e. William C. GeiS, Umbau, Syelby Str., S3.000.W. Hannan, Cottage. Webb, nahe Raymond Str., $800. Central Trust Company, 3 Wohnhüu ser. Park Ave. nahe 20. Str.. $1,800. F. R. Mcttiney. Wohnhaus, 29. und Bellesontaine' Str., $2,800. A. Minier. Frame.Gebüude, 1215 Ca lifornia Str., ..655. Harry W. Fuehring. Reparaturen, McKlm Ave., $500. William Johnson. Wohnhaus, 26. nabe Sberman. $1.400. M. Meyer, Wohnhaus, Arsenal Ave. nahe 14. Str.. $1,50. Direkt?? i5arl in Wien war bekannt lich nichts weniger elö nobel. Er hatte in seinem Theaterorchester einen aus gezeichneten Violinspieler, welcher be sonders in Variationen aus dem Steg reife geradezu Vorzügliches leistete. Aus dieses Talent wurde Carl auf. merksam gemacht, er ließ sich von dem Virtuosen etwas vorspielen und war von dieser Probe so entzückt, daß er denselben schon am nächsten' Tage im Zwischenakte spielen ließ. Der Violinkst gefiel unaemein und jeden Abend war das Theater ausverkauft. Der fujiter hosste aus Ausbesserung seiner kleinen Gage, doch Direktor Carl bestand auf seinem Vertrag, nach welchem Ersterer verpflichtet war, im Theater, das Herr Carl leitete, Violine zu spie len. Alles Bitten war vergebens. 'An einem der nächsten Taae stand Direktor Carl hinter den Coulissen und der Musiker wlcverholte seine Bitte um ein Ezctrahonorar. Geben'S mir zwei Gulden, Herr Direktor. i fohln nifrie den .Nein GotteS Namen geben' nur elnen Gulden!" .Nein! Schaun'S daß auskommen und spiel'n 'S." Der Musiker trat vor das Publikum und nahm fürkbterlicke Nacke. Er spielte nämlich .nichts als O Du lieber Augusttn" ohne alle Variatio. nen. DaS Publikum tobte, der Direk. tor fluchte, der Musiker ging lächelnd ab und sagte zum Direktor Carl, daß er verpflichtet sei, Violine zu spielen, daß ihm aber bezüglich 'der Wahl freie Hand gelassen sei. DirektorCarl blieb. nichts übrig als nachzugeben und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Q eo.5l. N e m m e t t e ?. 224 Nord Pine Str. Dunkle? Und helles CapU tal City Vier ftets bei mir zu haben.

Ls Jnlaade. Gin bübsSes Liebes-Jdyl l wird aus Helena, Mont., berichtet. Während des kubanischen Feldzuges hatte Frl. Thora H. Fremming als Wärterin vom Rothen Kreuz gewirkt; damals hatte sie unter anderen auch Ambros Phelan gepslegt, der. den Feldzug als Soldat mitmachte, und verwundet worden war. Er machte ihr den Vorschlag, ihn zu heirathen, aber sie schlug seine Werbung ab, weil sie ihrem Berufe treu bleihen wollte. Später mußte sie wegen angegriffener Gesundheit ihre Thätigkeit als Krankenpflegerin aufgeben und siedelte sich in Nord - Montana an. Kürzlich nun hat Herr Phelan sich eine Heirathslicenz verschafft und kam mit dieser aüs's , Neue zu Frl. Thora Fremming, die nun seine Bewerbung annahm, und die Heirath des Paares ist bereits erfolgt. ' . - Ein junger Bursch e Namens Thomas Murphy in Harrison, N. I., wird sich in Zukunft wohl vorsichtiger benehmen, wenn er. wieder von seinen Kameraden ersucht werden sollte, mit ihnen Polizei und Einbrecher" zu .spielen und man ihm Handschellen anlegen will. Einer seiner Freunde, dessen Vater SpezialPolizist ist. hatte ein Paar Handschellen zur Stelle, die Thomas angelegt wurden. Er ließ sich -das natürlich, wie jeder richtige Verbrecher, nicht so ohne Weiteres gefallen und bei dem Kampfe ging der Schlüssel zum Oeffnen der Handschellen verloren. Houdini würde sich daraus zwar wenig machen, Thomas ' jedoch mußte die ganze Nacht in dem Marterwerkzeug scklafen. da die Polizei in Harrison keinen passenden Schlüssel besaß. Erst am nächsten Tage wurde er in der Polizeistation von seiner Qual 6efreit. Durch Operation vom Irrsinn geheilt worden ist in Ti.aqua, Pa., Conrad König ein jungcr Geschäftsmann aus auter Familie. Vor zwei Jahren glitt' er an einem Winrermorgen auf der Straße 'aus und schlug mit dem Kopfe auf. Er erholte sich aber wieder, und erst nach einigen Wochen stellte sich, zuerst Gedächtnißschwäche und' dann Irrsinn ein. Zuletzt wurde Dr. A. B. Fleming vom Staats - Hospital in Oakland herbeigezogen, und dieser vollzog unter Assistenz einiger anderer Aerzte eine Trepanation,, wobei er fand, daS. an einer Stelle der Schädel um einen Achtel Zoll eingedrückt.. war und o auf das Gehirn wirkte. . daß König irrsinnig' wurde. Nach der Operation verfiel der Patient' in einen tiefen Tchlas, aus dem er mit der vollen Erinnerung an Alles, was ihm vor seinem Unfall vor 'zwei Jahren 'vorgeschwebt, erwachte, von der Zwischenzeit aber Nichts wußte. Man hofft nun, daß König in einigen Wochen wieder ganz hergestellt sein wird. ') Auf der Reise des kürzlich in New Nork eingetroffenen HapagDampfers.. Prinz Oskar" erkrankte. der italienische .Hülssloch. Giovanni Battisto Tarabotta,- der mit einem Herzleiden behaftet war, in Folge einer Rüge, die ihm wegen einer Unregelmäßigkeit . im Dienst ertheilt werden mußte. Der Patient wurde im Schiffshospital untergebracht und da sich 'bei ihm Spuren von Geistesstörung bemerkbar machten, wurde er eingesperrt und bewacht. Nach ein paar Tagen artete sein Zustand in Tobsucht aus. Der Mann hatte von einer eisernen Bettstelle eine. Stütze losgerissen und versuchte, mit dersel-, ben die vom Hospital nach dem Deck führende Thür zu sprengen, offenbar in der Absicht, über Bord zu sfcingen. Der von den Wachen herbeiaerufcne erste Offizier Julius Tutt e-' trat mit mehreren Leuten von der Mannschaft das Hospital und rief den oben auf der Treppe stehenden Mann an Sofort folgte der Kranke dem Rufe und ließ sich. nach, einigen gütlichen Worten, ohne, den geringsten Widerstand die Zwangsjacke anlegen.Der Patient wird bei Ankunft in Neapel an die italienischen Behörden ausgeliefert werden. Dem Zoll-Ko'llektor in New York sind Beschwerden von Zwischendecks-Possagieren des White Star Dampfers Celtic" zugegangen. Die Beschwerdeführer behaupten, daß die Gesellschaft und Kapitän Ransom die Bestimmungen für den Transpport von .Passagieren im Zwischendeck nichtbefolgten, daß die Kost nicht gut und ungenügend war, daß die Kojen nicht zweckentsprechend, die Disziplin lax und die Geschlechter nicht strena von einander aetrennt waren. Der Zoll-Kollektor hat die. Beschwerden an den Bundes-Dlstrikts-anwalt zur Untersuchung überwiesen und wird erst, wenn dieser Beamte sie für begründet hält, eine formelle untersumuna einleiten. Aus die Ver letzung , des Passagiergesetzes . sind ziemlich hohe Strafen gesetzt. Durck Lieferung ungeeigneter Kost setzt sich ein Kapitän einer Geldstrafe von $500 und Einsperrung aus. Die Un terlassuna der Beschaffung anaemes sener Schlafstellen bringt eine Strafe von $5 für jeden einzeln beförderten Zwischendeckspassagur. ' General-Ge-schäftsfübrer Lee .von der. White Star Line und Kavitan Ransom erklärten die Beschuldigungen übrigens für ! ganz unbegründet. .

Im UniversitatS - Sospital zu London ist der frühere Direktor des, botanischen Gartens in Entebbe - Uganda. John Mahon an Schlafkrankheit gestorben. Es ist dies einer .der ersten Engländer, die dieser Krankheit zum Opfer gefallen sind. Von Entebbe ist auch kürzlich ein engttscher Osstzier wegen derselben Krankheit nach Hause geschickt wor den. . Neulich Nachts stürzte sich der Russe Julian Ossipow Leszczinski aus Naselsk im Kreise Pultusk ' von' der fünf Meter hohen Freitreppe des Schleichen Bahnhofs auf den asphaltirten Flur hinab.. Er wurde noch lebend nach dem Krankenhause am Frledrichsham gebracht. verstarb aber. Leszczinski hat bis zum August 1902 im 23. russischen Artillerie - Regiment gedient und ist dann desernrt. Er scheint die . That aus Nahrungssorgen verübt zu haben. r- Ein eigenthümlicher Unglücksfall ereignete sich beiSchwennenz in Pommern. Mehrere Knaben hatten dort auf einer Wiese trockenes Gras angezündet, das in ziemlich großem Umfang weiter schwelte. Als "später ein kleines, 9jähriges Mädchen die Wiese betrat, geriethen ihre Kleider . in Brand. Lichterloh brennend lief das Kind schreiend in's Dorf, wo erst das Feuer ' erstickt wurde. Die Kleine hat so entsetzliche Brandwunden davongetragen, daß sie gestorben ist. Das inPeking erscheinende Blatt Chung Hua Hao" meldet aus der Hafenstadt Fenghen, ein Japaner habe dort ' 3000 japanische Wittwen eingeführt, die er als Hausdienstboten oder als Hilfsfrauen" zum Verkauf anbiete. Kauflustigen würden zuerst Photographien gezeigt worauf sie dann, ihre Wahl treffen könnten. Die fremden Weiber würden nach dem Gewicht verkauft, zu. 60 Cents das chinesische Pfund. Im fernen Osten kommt so viel. Seltsames und mit unseren Anschauungen nicht zu Vereinbarendes vor, daß man an der Möglichkeit des seltsamen Imports nicht grundsätzlich zweifeln darf. In Aachen verschwand unlängst plötzlich der wegen höchgradiger Nervosität mit seiner Familie dort zur Kur weilende russische Finanzrath Kurinaga. Seine Angehörigen' setzten für seine Auffindung eine Belohnung aus. Bald darauf ist Kurina'gä' wieder in Aachen eingetroffen. "Er hatte sich, von allen Geldmitteln entblößt, zu Fuß ' nach Belgien begeben, war in Lüttich aufgegriffen und eine Woche hindurch mit sechs Strolchen zusammen eingesperrt worden. obwohl er Briefe russischer hoher Würdenträger bei sich führte, die an ihn gerichtet waren und auf denen seine genaue Aachener Adresse verzeichnet stand. Erst nach Ablauf mehrerer Tage sah sich die Llltticher Polizeibehörde veranlaßt, bei der Aachener Behörde anzufragen, ' ob Kurinaga etwa m Aachen wohne Als meS be jaht wurde., lieferte man den Finanzrath den' SeiNigen aus. ' Eine merkwürdige Blutthat wird aus Baden bei, Wien berichtet': In Weikersdorf wurde, seit, zwei Tagen : das Ehepaar Santominizzi, welches in" einem Grundstück ein Weichselrohrgeschäft betrieb, vermißt. Als man die . Thür des "Hauses, aufsprengte,' fand man die Leiche der Frau. Margarete zwischen Kerzen und Heiligenbildern gleichsam aufgebahrt. Neben ihr lag das Messer des Peter Santominizzi, ihres Gatten. Als mannach diesem forschte, stellte sich heraus, daß er seit dem Tage zuvor, also gleich nach dem Morde, zu seinem Bruder nach Baden gegangen war. Diesen bat er, ihn nach Wien in's Irrenhaus zu führen, da er Wahnsinn bei sich beobachtet habe. Santominizzi wurde in der Anstalt aufgenommen, sagte aber nichts von der That. Auf dem Tisch des Zimmers, wo der Mord vollbracht' worden war, lag ein Zettel mit verworrener Schrift, wahrscheinlich das Geständniß der That. Vor einigen Tagen wurde Nachts in Breslau der Schaukästen eines, Touettenartikel - Geschäft tes am Ringe erbrochen und seines Inhalts im Werthe von etwa 120 M. beraubt. Die Kriminalpolizei, ' welcher der Einbruch bald gemeldet wurde, hat nun nach der ' Art des Einbruchs vermuthet, daß der Einbrecher unter den in Kaschemmen und Verbrecherlokalen, verkehrenden Personen zu suchen sei. Diese Vermuthunz hat sich auch bestätigt; denn schon nach einigen Stunden and man in einem dieser Lokale einen Mann am Tische schlafend vor, welcher s:hr stärk nach Parfüm roch. Dem Geruche folgend, sah man sich dsen Mann näher an und entdeckte, dß seine Brust stark ausgepolstert war. Die weitere Untersuchung ergab, daß er mehrere Kartons mit Brosche.1 unter seiner Weste auf. der Brust trug. Außerdem fand mau in feinen Tasehen die übrigen gestohlenen Gegenstände, von denen nur einige Fläschchen Parfüm und einige. Paar. Ohr ringe fehlten. Ein ganzes Fläschchen hatte er für .seine nicht salonfähige Garderobe verwendet,', um sich, der lieben Eitelkeit halber, in einen besseren Geruch zu setzen. Der Einbrecher war ein- alter, mit Zuchthaus vorbestrafter Spezialist in Schaukapeneinbrüchen. ....

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