Indiana Tribüne, Volume 29, Number 218, Indianapolis, Marion County, 8 May 1906 — Page 7
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er jüngste Bruder
Ctiltlcr Hintan tau ErnS Wlchert. (ifortfcfemig.); .RatürliÄ haben Sie auch das ge schrieben." schmunzelte er. .Nur den Namen, versteht sich, nur den Namen. Aus daS andere kommt eS nicht an. Aber den Namen haben Sie doch geschrieben?" .Ja, den Namen....- Da stand wieder oben eine Zahl mit drei Nullen. .Ich danke Jlnien," sagte Herr Panli. .eö ist nichts weiter nöthig, ich bin jetzt völlig beruhigt. Ein drittes Wechselten ist noch unterwegs ich zweifle niht, fcafc die Unterschrift ebenfalls echt ist. Herr von 5!ranich ist ein Ehrenmann oh!" Er umwickelte die Brieftasche wieder drei oder viermal mit dem Niemen, schob sie unter den Nock und klopfte mit der Hand aus die Brust, um sich zu überzeugen, daß sie sicher aufgehoben war. Arnold schwirbelten noch immer die Zahlen vor den Augen. .Und diese Wechsel, mein Herr?" fragte er. .Werde ich mir erlauben, zur Vcrfallzeit zu präscntiren. Sind bis dabin in guten Händen, in sehr guten Händen. Hat noch gar keine Eile." .Und ich soll zahlen .Sie oder Herr von Kranich, oder ein anderer hi. hi. hi! es hat ja noch gute Wege. Sie gleichen das unter einander aus, ist für mich ganz ohne Bedeutung. Also auf Wiedersehen, mein Herr, ans Wiedersehen. Nochmals besten Dank.Er ging, den linken Fuß nachziehend und sich auf den Stock stutzend zur Thür hinaus. Arnold blieb wie betäubt zurück. Er schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. .Ah. der Äube!" Es fruchtete plötzlich in seinem Kopf auf. .Diese Wechsel er hat meine Unterschrift verkauft. Zum Teufel! und ich Nein, daS darf nicht sein. Was an fangen, was in aller Welt " Er lief durch das Zimmer. .Ja, er muß eS wissen !" Er dachte an den Kommerzienrath Hirschcl. seinen Wohlthäter. ES war ihm durchaus nicht klar, weshalb der es wissen müßte und wie von seiner Seite geholfen werden könnte. Aber er hatte das Gefühl, daß er cö diesem Manne schuldig fei, die Büberei Kranich'S zur Anzeige zu bringen. Als ob die Gefahr schon drängte, warf er sich in eine Droschke und suhr uach seiner Wohnung. Er wurde sogleick vorgelassen. Der Bankier empfing ihn sehr kühl und nöthigte ihn nicht einmal zum Sitzen. .Sie ersparen mir einen Weg," sagte er. .ich wollte noch heute zu Ihnen. Sie treiben eS ja merkwürdig, mein Lieber." Arnold erzählte ihm, daß er Kranich zum Hause hinausgeworfen habe. .Weshalb abvc, weshalb?" .Er ist ein Schurke, Herr Kommcr zienrath. Nuu sagte er alles heraus, was er von ihm wußte. Herr Hirsche! hörte zu, ohne ihn zu unterbrechen. Nur ein paarmal wiegte er den Kopf und ließ einen schnalzenden Laut vernehmen. In anderer Weise äußerte sich sein Unwille nicht. .DaS Experiment ist verunglückt," bemerkte er dann anscheinend ganz ruhig. .Thun wir hent, waS doch auch ohnedies morgen hatte gethan werden müssen." .Der Herr Kommerzienrath besehlen ?" .Nichts. Gehen Sie nach Hause. .Ich schicke Ihnen Nachmittags einen anderen jungen J)!ann ; dem übergeben Sie die Bücher. DaS Weitere warten Sie ab." Er machte eine Bewegung mit dem Rücken der Hand gegen die Thür hin. Arnold verstand sie, zögerte aber noch ein paar Sekunden lang, von dem einen Fuß auf deu andern tretend. Es war ihm, als hätte er nicht daS rechte Wort gefunden, sich Herrn Hirschel verstand lich zu machen, und alS müßte es doch gesucht und- gesunden sein. .Wollen Sie noch etwas?" fragte der Bankier. - Arnold besaun sich noch einen Augenblick vergeblich, was er aus der woaendeu Masse von bestimmenden Eindrücken herausgreifen sollte; er hätte sich einbilden können, daß ein Nad mit vielen Speichen sich schnell vor ihm drehte; wollte er die eme ersahen, so war sie auch schon längst vorüber. Er gab eS auf, wendete sich ab und ging. Herr Hirschel mochte doch von seinem Gesicht etwas abgelesen haben. Oder hatte er das gleiche Gefühl, daß er dem Manne eigentlich noch eine Erklärung schuldig sei Die natürliche lLutmu thigkcit kämpfte mit der kaufmännischen Eä'lauhcit. .WaS ich Ihnen noch sagen wollte " murmelte er. Berkeu blieb an der Thür stehen. Der Kommenlenrath hatte sich )cho anders besonnen. ".ES ist auch nicht nöthig ; v o nn.u n j. gehen isie nur, oas vcriere roiro jiaj nnden." Und eS fand sich, für Arnold doch ubcrraichend. Schon am nächsten !bor 'mittaa erschien bei ihm ein Gerichtsvoll zieher und psaudete im Auftrage des i ? ir ? rf - o Verrn ommerzienraiy jjrnmu uuco, was in seinem Besitz war ; er setzte den jungen Mann, den derselbe geschickt hatte, zum Ausxher und Verwalter ein. Die notarielle Urkunde, durch die der Bankler slch im voraus gesichert hatte gab dazu den NechtStitel. Es war r. i ' e i t. . rv i gestern oavon nimi cic neoe gewe en, damit der Tischler sich nicht einfallen lasse, lnzwlschen etwas an znner Lage zu verändern. 'Wollen Sie die Exmissionsklage ab warten," fragte der Gerichtevollzieher, .oder gutwillig abziehen? Ich rathe ilönen ' .Ich gehe schon," fiel Arnold rasch em.
.Das ist verständig. Sie können
mitnehmen, was Sie auf dem Leibe tragen. Und wenn Sie sonst etwas für die nächsten Tage.... Ich soll nickt hart gegen Sie verfahren." .Nein, nnn ! lch brauche nichts weiter." Er blickte sich noch einmal in den wohnlichen Räumen um. U)te Augen wurden ihm feucht, er sah alles wie durch einen Schleier. Saß da auf dem Sopha nicht Friederike f das erste Mal, als sie mit ihm gegangen war. . Verblendniß der Sinne ! Er aina m die Werkltatte, von den Arbeitern Abschied zu nehmen. .Ich bin auf die Straße gesetzt," sagte er, aber Ihr werdet Euren Lohn bekommen. Sie betrachteten ihn mißtrauisch. WaS in den letzten Tagen geschehen war, hatte sie aus bit Vermuthung gebracht, daß irgendwo falsch gespielt sei. Das war rn immer ihr eriter (bedanke. wenn die Polizei unvennuthet einschntt. Berken schien ihnen mcht un verdächtig, seit er sich zum Lockvogel hergegeben hatte. Wer konnte wissen, was jetzt wieder im Geheimen betrieben v. it-z. :r. r - f. .. cn:i wurve r man inn iv uijuc neue res abschob, war doch ich: recht glaublich. .Es wird wohl so schlimm nicht kommen." meinten sie. Er zuckte dle Achseln und entfernte sich eiligst. 13. K a p i t e l. Er war wirklich auf die Straße gesetzt. In seinem Portemonnaie fand sich noch einiges Kleingeld vor. Davon ließ sich einige Tage sparsam leben. Aber eS war ihm gar nicht darnach zn Äeuth. seinen Zkops anzustrengen, wie er sich jetzt mit Wenigem einrichten und neuen Verdienst suchen solle. . Ganz im Gegentheil kam eine Gleichgiltigkeit über ihn. die jeden Entschluß hinderte. An den andern Tag dachte er gar nicht mehr. Er wanderte von einer Kneipe in die andere, betrank sich, nüchterte auS und berank sich wieder. Von sich gar nicht zu wissen, schien ihm der einzig erträgliche Zustand. Ede Blank, den er zufällig traf, verschaffte ihm bei seiner Wirthin Schlaf stelle. Er lag mit zwei oder drei Anderen zusammen in einer engen Kammer, die nicht einmal ordentlich gelüstet werden konnte. Als er nichts mehr hatte, versetzte er die Uhr, und dann die Kette und endlich auch den Ring. Von ihm trennte er sich am schwersten ; so lange er'ihn trug, fühlte er sich nock immer als Herr, jetzt meinte er. es müsse ihm Jeder spöttisch auf die Hand sehen. Von der alten Herrlichkeit war nichts geblieben! Er selbst sand diese Betrachtungen sehr albern, sehr lächcr lich. Hatte cr'ö denn anders gewollt? Wenn er hübsch fügsam gewesen wäre Pah! Hätte man ihn bei irgend einer Arbeit angestellt, er würde sie vrellelcht leidlich verrichtet haben; nur sie aufzusuchen, widerstand ihm. Für wen sollte er sich noch bemühen? Er begegnete seinem Bruder Ewald. Der Major hatte ihn sicher bemerkt. sah aber fort, als er vorüberging. .Natürlich ! Sie kennen mich nicht mehr." Eines Tages erhielt er eine gcrichtliche Vorladung. Ter Untersnchuna richte? drohte darin zwangsweise Gestcllung an. wenn er den Termm vcrsäumen würde. Dem wollte er sich doch mcht aussetzen. ES ergab sich, daß der Rentier Pauli gegen Kranlch ne Denunciation einge reicht hatte, sobald er dessen Verschwiuden in Erfahrung gebracht und die Tischlerei von Arnold Berken unter Siegel gefunden. Er behauptete, daß Kranich ihn schändlich betrogen habe, indem er ihm verschwiegen, wie es mit seinem Gewährsmann itehe. Der Telegraph war in Bewegung gesetzt wor den, der Durchgänger von der Polizei abgefaßt, als er eben in Vremerhafen aus'S Schiff gehen wollte, und zurücktranSportirt. Nun wurde ihm nicht nur deshalb, sondern auch wegen der Veruntreuungen, die ihm der Kommcrzienrath bei seiner Vernehmung zur Last legen mußte, der Prozeß gemacht. Ueber Berken hatte derselbe sich möglichst schonend ausgelassen, aber seine WechselUnterschriften verdächtigten ihn, sich bei der Prellerei Pauli's bctheiligt zu haben. Er wurde sehr scharf verhört und gab ganz ungenügende Autworten. .Das ist ja eine lächerliche AuSrcdc," fuhr der Nichte? ihn mehr als einmal an. . Endllch hieß eS: .Sie scheinen darauf aus zugehen, dm Thatbestand zu vcrdun keln. Ich muß Sie in Untcrsuchungs haft nehmen; vielleicht erinnern Sic sich dann der einzelnen Umstände besser, die jetzt Ihrem Gedächtniß gänzlich cntschwunden zu sein scheinen. ES. thut Ml? icio Ihrer verwandten wegen. aber S wollen eS nicht anders." Arnold wurde in'S Gefängniß abge uyrt. Er saß da viele Wochen. Anfangs war lhm auch das aleichailtiq. Seine Lebensgeister waren so erschlafft, daß et stundenlang am Tage schlief und nicht einmal Verlangen nach Beschäftigung naiic. zi vegrlss gar nicyr, was mau eigentlich von ihm wollte, nnd dachte auch nicht darüber nach. Ganz tm All gemeinen hatte er das Gefühl, irgend wie schuldig zn sein und dafür büßen zu rann. . . Er wurde wiederholt dem Richter vor geführt, auch mit ttranich und Paul konfrontirt. Er blieb dabei immer rnhlg:.Dle können eö doch auch nicht anders sagen ; lch wein es nicht be,ier. Kranich benahm sich übrigens gegen ihn in seiner Wei e sehr anständig ; er schob von dem, waS er selbst zu ve?antworteu hatte, auf ihn nichts ab und meinte nur. die Versuchung sei groß gewesen, seine Schwäche zu mißbrauchen. .Er war nicht an der rechten Stelle," sagte er f. - 4 l n- . . ivieoeryoir. .err pauit yarre wahrscheinlich sein Geld. wenn, mir Rtit ge blieben wäre, meine Plane zur Reife zn bringen: ich konnte nicht vermuthen.
v5g perr'Berkeu )o topttoö sclost den Ast absägen würde, aus den man ihn gesetzt hatte. Er. muß Thorheiten, begangeu haben, von denen in den Akten noch gar nichts steht." So viel war gewiß, daß Berken von dem erschwm
bcn Geld keinen Pfennig erhalten halte, über dessen Verlust Panli sich im Ton eines Biedermannes entrüstete. Nach nnd nach wurde ihm doch die Unthätigfeit ehr lästig, das Bedurfnii; chwand mehr und mehr. nach Nnhe beim Mangc cl der Ermüdung wollte oft 'Nacht der Schlaf nicht komanch ln der men. AJite ewig langen Nachte auf dem harten 'agcr! Er mußte sich mit der BcqucmUchkcit begnügen, die jedem Gefangenen geboten wurde ; eigene Bet' ten besaß er nicht ; cö war ihm alles fortgenommen. Auch zu eigener Vcrjflcguttg fehlten ihm die Mittel, und jciuc Brüder thaten nichts für ihn. ein Magen hatte sich an kräftige nnd gut zubereitete Speisen gewöhnt. Die Gcfängnißkost, auf die er null angcwieien war, beschwerte thu täglich mehr. Das harte grobe Brod vcrmvchte er kaum noch hcruntcrznwürgcn ; das Fett, mit dem die Gemüsesuppe abgcmacht war, verursachte ihm ein krumpf. hafteö Ausstößen. Zuletzt war lhm schon der Geruch unerträglich. Er hungerte lieber, als daß er einen Löffel zu sich nahm. Hätte er wenigstens einen Schnaps nachsetzen können ! Mitunter erquickte er sich au einer Prise Tabak, die ihm der Ansscher aus seiner Holzdose bot. Er verlangte Arbeit, um von seinem derdleust wenigstens so viel zur eigenen Verwendung zu haben, als ein gemeiner Sträfling. Aber die Uu tersuchungSgefaugenen hatten auf diese Wohlthat keinen Anspruch. Arnold wurde krank, sehr krank. Der Arzt kam in seine Zelle nnd überzeugte sich, daß sein Zustand bedenklich war. .varum haben mich aber nicht früher rufen lassen?" fragte er. Arnold hatte abgewartet, bis der Aufscher für ihn thätig war. ES fehlte ihm selbst so viel Willenskraft, sich gcgen eine Mißhandlung aufzulehnen. Mag'S gehen. wtc'S acht es it alles glcichgilttg ! Die Untcrulchung hatte gegen lhu wenig ergeben ; die Verlängerung der yaft konnte kein besseres Resultat vcrsprechen. Er wnrde vorläufig in'S städtische Krankenhaus überführt. Daß man seine Verwandten benachrichtigte, verbat er sich ausdrücklich. Hier im jtrankcuhause wurde cr nun freilich anfangs auch nurwie ein Mann aus den untersten Ständen verpflegt, aber er erhielt doch das nfoinrnliche und suhlte die gute Wirkung der Medizin. )cach einigen Tagen hieß eS zu seiner Verwunderung, es sei Geld sür ihn eingezahlt worden, nnd die Krankenkost könne jetzt verbessert werden. Mau gab ihm österS Wein und appctitrcizendc. Speisen. Er wollte wissen, wem. er diese Wohlthat zn danken habe, cr hielt aber nur halbe Auskunft. Ein Mädchen oder eine Frau habe das Geld gebracht und sei damit in'S Aürcau gc schickt ; hier im iuucrn Dienst kümmere man sich um diese Dinge nicht. Er dachte einen Augenblick an Ulrike ; aber die hätte man doch wohl eine Dame genannt. Sie konnte Jemand geschickt haben, sollte sie sich cdclmüthig bcweisen wollen ? ES drückte ihn, ihr etwas schnldia werden zu müssen. Sondcrbar. daß" cr von dem Gedanken an sie nicht loskam. Vielleicht das un ruhige Gewissen Und wer sonst konnte sich nm ihn einen Dank verdie nen wollen? .Die Geschwister gewiß nicht. Eines Nachmittags, als cr ein tündchcn geschlafen hatte und die Augen ösfnete. sah er neben seinem Bett eine so merkwürdige Erscheinung, daß er zn träumen glaubte. .Frie denke !" rief cr, den Kopf aufrichtcnd. Jia?u fragte sie lächelnd, sind Sie endlich aufgewacht? Ich wollte auchschou wieder fortgehen." mjcie sind'S wirklich," sagte er, Sie! lassen Sie mich Ihre Hand fassen, daß ich gewiß bin Sie reichte sie ihm. .Herr Gott, warum soll ich's denn aber nicht sein ? Ja, warum sollen Sie'S nicht Die Hand nnd die guten freundlichen Augen ! .Sie könnte man eher mcht erkennen. Herr Berken. Wissen sie, Sie sehen recht jämmerlich aus. Es ist freilich auch kein Wunder." .Aber wie erfuhren Sie ?" .Ich hatte schon gehört, daß Sie im Gefängniß säßcn. Da wollt' ich Sie einmal besuchen, aber man ließ mich nicht zn. Ich sollte mich auSwcifcu. was ich mit Ihnen zu thun hätte, und das konnt' ich doch nicht." .Sie scheuten sich nicht, Rickchen, zn mir in'S Gefängniß " Mcin Himmel! so ganz was Schwercs konnten Sie doch nicht verbrochen haben, wie ich ie kannte. Und vielleicht waren Sic gar unschuldig von schlechten .Menschen hineingebracht! Wie man Ihnen mitgespielt hatte ! Der Angerstein hat mir alles erzählt. Na, und vor einigen Tagen ist cr mit der Nachricht naäi Haufe gekommen, einer von unseren Arbeitern sei aus dein ttraukcnhause entlassen worden, nnd hätte in der Fabrik gesagt, daß cr Sie hier gesehen. Sie wären sehr krank. Da hab' ich' mich denn natürlich glcich erkundigt " .Sie. Niekchen ?" (Fortsetzung folgt.) gdtftfdj? unter sidj. Ella (zu ihrer Freundin, die von einem Klavierlehrer unterrichtet wird): Was findest Du eigentlich als das Schönste ' beim Maviersvielen?" Elsa (mit leuchtenden Augen): .Die Pausen!"
Allerlei jür'S HauS. Gegen Mäuse und Natte ist ein erprobtes Mittel folgendes: Man siede Kartoffeln und stecke dann, solange diese noch heiß sind, recht vie! Streichhölzchen hinein, so viel Platz haben, und lasse sie , darin stecken, biZ die Kartoffeln nur noch lcm sind, drehe die Hölzchen dann fest darin um, damit der Phosphor zurückbleibt, streue nun etwas gestoßenen Zucker darüber, nachdem die Hölzchen entfernt sind. Dann legt mc.n die Kartoffeln auf einem Papier an einen Ort, wo die Mäuse gut dazu kommen. Wenn die Kartoffeln aufgefressen sind, wiederhole man die Prozedur, bis keine Mäuse mehr vorhanden sind, was in kurzer Zeit geschieht. Um d.ie Kochofen - Platte z u reinigen, scheure man sie zunächst mit Sodawasser, Seife und Sand unter Zuhilfenahme eines harten Scheuerrohres gut ab, spüle sie tüchtig nach und mache sie trocken. Dann schabe man Putzstein über der Platte, so datz diese von einer gleichmäßig dünnen Schickt bedeckt ist.
nehme Zeitungspapier, reibe sie tüchtig ab und fahre mit einem wollenen Lappen nach. Der Herd wird dann blitzblank aussehen. Statt des PutzsteinL ist auch ein Abreiben . mit Speckschwarte oder, falls diese mcht vorhanden, mit. einem in Oel getauchten Läppchen zu empfehlen. Wenn man Teppich besen wöchentlich einmal nur 2 Minuten lang in kochendes und gleich darauf in ganz kaltes Wasser taucht, so werden sie so fest und dauerhaft, daß sie doppelt so lange aushalten, als d:e mcht in dieser Weise behandelten. Daneben kehren sie besser und beschädigen die Teppiche weniger. Hyacinthen. Um Hyacinthen zu recht reichlichem Blühen zu bringen, nimmt man grünes Moos und süllt damlt den betreffenden Blumentopf, so daß es über den Rand des Gefäßes hinausragt. Dann senkt man dle Zwiebel bis in die Mitte der Füllung ein und drückt diese fest um die Blumenzwiebel. Die Topfe werden dann reichlich begossen und in einem niedrigen Kasten in eine Unterlage von Asche oder direkt in einen Raum gesetzt, wo sie viel Licht und Luft, aber keinen ffrost haben. Bei schönem Wetter gieße man sie alle drei, bei kühlem und kaltem dagegen alle sechs bis acht Tage.Zusammenge t r o ck n ci'e Gefäße schnell wasserdicht zu machen. Wenn ein Gefäß sehr trocken geworden ist, so kann es das Wasser, das zum Aufquellen hineingegossen wurde, nicht halten, und man muß das Eingießen oft wiederholen, ehe man seinen Zweck erreicht. Man kommt aber damit sehr bald zustande, wenn man das Gefäß zuvor mit Stroh oder schlechtem Heu vollstopft, oben einen Stein darauf legt und nun das Gefäß mit Wasser anfüllt; denn wenn nun auch daS Wasser wieder abläuft, so bleibt doch das angefeuchtete Stroh zurück und befördert das Aufquellen des Holzes- in kurzer Zeit. Harz- und Wachs flecke in Sammt betupfe man gut mit Benzin, bedecke dann die betreffenden Stellen mit Löschpapier und halte sie von links über kochendes Wasser, so daß der Dampf durch die Flecke ziehen kann. Dieses Verfahren setze man unter Wiederholung des Betupfens und lZrneuerung des Loschpapiers so lange fort, bis alles verschwunden ist. Sollte sich der Stoff von der Rückfeite aus nicht behandeln lassen, so nehme man statt des kochenden Wassers ein glühend heißes Plätteisen, das der bequemeren Zugänglichkeit wegen umzulegen ist. Ueber 1)ieses halte man die mit dem Löschpapier bedeckten Stellen, jedoch so, daß das Eisen nicht berührt wird, sondern nur die Hitze durchdringen. kann. Um alte,. verstaubte Oelgemäldemit Erfolg und ohne Schaden zu reinigen, taucht man einen recht weichen Schwamm in kaltgewordenes Seifenwasser und wäscht damitl rrt i f . CYTl!l w. oas llo lorglicy ao. aui iicm wichen, reinen Leinentuch wird es getrocknet. Ist es völlig trocken, verreibt man darauf möglichst dünn und gkkchmäßiz mit den Fingern oder einem in Leinen gesteckten Wattebäuschchen einige Tropfen Olivenöl, was ihm wieder neuen Glanz verleiht. Das Waschen weißer Pelzdecken: Es wird das Fell in gut lauwarmem Wasser, in dem weiße Seife aufgelöst war, zweimal gewaschen. mit lauwarmem Wasser gespült und dann über, zwei Leinen zum Trocknen aufgehängt. Man muß es mehrmals abnehmen und rerben und klopfen, und wenn es halb trocken .ist. ausbürsten. Das Verfahren erfordert Vorsicht, damit das Fell beim Trock-' nen mcht hart wird. Will man eingedickte Tinte verdünnen, so nehme man entweder Spiritus odtt Essig. Wasser verdirbt die Tinte. Zum Befestigen von Messer klingen mache man aus fein pulverisirter Bleiglätte und gereinig tem Glycerin einen Brei, den man auf den losgelösten Theil schmiert? diesen steckt man nun schnell in den Griff, da der Kitt rasch erhärtet und nur w weichem Zustande bindet. AuS dem gleichen Grunde muß man auch den überflüssigen Brei, der oben heraus auillt. lofort abwilcken.
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