Indiana Tribüne, Volume 29, Number 217, Indianapolis, Marion County, 7 May 1906 — Page 7

Jndiäna Tribüne, 7 Mai ivS.

er jüngste Bruder

Eazltler tltmn von ßntB Wlchert. (Ioitsedung.) Sarah rümpfte das feine 9!äSchen. 9iu ja, anständig ! Das setzt man voraus. Schlagen Sie sich's aus dem Siun, lieber Schwager, das kann Ihnen ja doch nicht viel Mühe kosten, wenn der Fall so einfach liegt. Sie brauchen ja deshalb nicht durchaus Ulrike zu heirathcn, obgleich. . . . Sie ist Ihnen wirklich recht gut. Aber, wie ich sage, es ist nicht nöthig. Nur mit der Friederike geben Sie sich nicht weiter ab..Was ist denn aber dagegen einzu. wenden, daß ein Tischler " Cf in Tischler ! Sie wissen, lieber Arnold, ich mcin's gut mit Ihnen. Wissen Sie das nicht? Nun sehen Sie, dann warne ich vor einem solchen Schritt. Wenn Sie ein reicher und vornehmer Mann waren, könnten Sie sich ja allenfalls so eine Tollheit crlauden. ;'ibnr wie ct dastehen Lassen Sie sich frcnndschastlich warnen. Meinem Vater kann'S doch nicht gleichgültig sein, wie Sie sich mit Ihren verwandten stellen. Und die sind wirklich nicht in der Lage, Sic so ganz vornrthcilvfrei, wie ie's wünschen, gewähren zu lassen. Versprechen Sie mir. dem Mädchen nicht weiter nachzugehen versprechen ic mir das.Sie hielt ihm die kleine rosige Hand hin. Aber er schlug nicht ein. .Er könne sich da keine Vorschrift machen lassen,- behauptete er trotzig. Und nun die Fricderike seinetwegen ganz unschul dig Knall und Fall entlassen sei, erst recht nicht. Sie mußte es aufgeben, ihn umzustimmen und gab ihm ver drießlich den Laufpaß. Bald daraus erschien eines Tages der Kommerzienrath im Kontor und nahm eine viel genauere Revision der Bücher und Kassenbestände vor. als gewöhnlich. Er äußerte sich unzufrieden und j'prach von nothwendiger Einschränkung des Kredits. .Ich habe wunderliche Dinge in Erfahrung gebracht,- sagte er, .Sie schwächen unverantwortlich meine Ga lantiecu. Wie kann man so kopslos handeln? Vergessen Sie doch nicht, daß ich Sie in der Hand habe.Liruold merkte, daß das Unwetter von allen Seiten rasch aufzog, aber er konnte sich nicht entschließen, unter das Dach zu trcteu, das allein Sicherheit bot. Er vernachlässigte das Geschäft und trieb sich viel aus den traßcn nmher, immer in der Hoffnung, Friederike zufällig anzutreffen. Er hatte die Wohuung ihrer Cousine, der Frau Angerstein, ausgespürt, von dieser aber nur erfahren, daß sie noch in der Stadt sei und ihres Dienstbuchs wegen Plackerei habe. Von der Geheimen Näthin sei ihr in'ö Zeugniß geschrieben : Entlassen, weil sie Hcrrnibesuch in der Küche an genommen. - Das ivolle sie nicht zugeben undhabe sich deshalb bei der Polizci beschwert. . Bis ein armes Dienst, nlädchcn da aber gegen ihre Herrschast zum Recht komme, dauere lange. Einen anderen Dienst wolle sie mit solchem Buch nicht suchen. .Sagen Sie wenigstens Friederike,bat er. .daß sie. sich dreist auf mein Zeugniß berufen j'olle. Aus ändere Weife wird sie ja doch auch nicht btxot'u sen können, daß sie keine Schuld hat..Sie meint, die gnädige Frau müsse es ihr beweisen, daß sie Herrenbesuche angenommen habe." .Die wird nicht mit der Sprache her auöwollen. Was , sie geschrieben hat, gilt, bis es umgestoßen wird. Ich will'S aber beschwören, daß die Beschuldigung unrichtig ist. Sagen sie ihr das nur, nnb, daß ich mit meinen Verwand ten ganz auseinander bin und über Haupt wenn sie wolle, so könne in vier Wochen Hochzeit sein, und sie brauche gar keinen Dienst weiter. Wa rum ist sie so stolz?Da er gleichwohl keine Vorladung erhielt, ging er aus freien Stücken nach dem Polizeibureau, ermittelte den Se kretär, der mit der Sache zu thuu hatte. ,und ließ sich vollständig zu Protokoll vernehmen. .Meine Schwägerin wird zugeben müssen,- sagte er, .daß dieses

das einzige Mal gewesen ist, wo sie das Mädchen mit einem Herrn in der Küche betroffen hat, und daß sich ihr Attest darauf allein bezieht.-

.So, so,- brummte der Beamte, .ja

dann erklärt sich der Verdrun der gnä

diaen Frau, eie wird Ihnen wenig j .. . 1 - Cl I -

'anl rotcii, wenn nun oas miti oc rickliat werden muß.-

Arnold war mit sich sehr zufrieden.

Bald daraus erhielt er aber einendem rüsteten Brief von semem Bruder ie sricd. .Du hast Dich nicht geschämt ' iien es in demselben, .Dich selbst an t

Pranger zu stellen. Dazu gehörte rnu

leicht wenig Ueberwindung. Du hast aber auch Deine Feindseligkeit gegen meine Familie offenkundig gemacht, das geht mich an. Erwarte von mci..er -Seite nicht mehr die geringste R ck isichtnahme. Wir 'iud geschiedene eutc..Pah!- rief er, .das braucht' ich nicht erst Schwarz ans Weiß zn ha den.Zu seiner großen Ueberraschung und Freude kam wenige Tage darauf Friedenke in seine Wohnung, um ihm Dank abzustatten. .Sie haben sich sehr ehrenwerth benommen, Herr .Berkcn,sagte sie, .das will ich Ihnen mein Le ben lang nicht vergessen. Die gnädige Frau hat auSstrcichen müssen, was sie mir da hinten angekleckst, und die Poli zel hat darunter geschrieben, eS wäre ein Irrthum geweseu.Er wollte, sie sollte sich ans'S Sopha setzen, aber sie erklärte, es sehr'eilig zu haben. .Ich bin nur so herangesprnn gen.- versicherte sie, .um Ihnen doch

nichts schuldig 'iu'blelöen. Nun wollt' ich nur, daß Sie nicht weitere Unan nehmlichkeiten davon hatten.-

Er streichelte ihre Schulter. .Dar-

aus mache ich -mir nichts. Wenn Sie

mir nur wieder gut sind, Riekchen.-

Sie lachte, .a. boie bin ich Zhnen

ehrlich gewesen. Was Sie auch für Streiche macben ! Nun sind Sie Hof sentlich zur Bernunst gekommen.

.Oder Sie. Rickchen!.Nein, nein, reden Sie nur gar

nicht von dem Unsinn, mir macht so et was keinen Spaß. Aber daß Sie mit

dem Fraulern auseinander sind, das ist

doch gut. Ich kenne m das raulcin.

und die gnädige Frau auch es wär' nichts KlugcS geworden. ' ?!un müssen

Sie sich nach einer Iran umschauen, die Ihnen nicht so weit über ist und etwas Ordentliches einbringt, damit Sie Ihr

Geschäft unabhängig machen tonnen. Arnold wurde sehr ernst. .Ach, das

Geschäft,- scuszte er. Wissen Sie,

bau ,ch gar kein rechtes Vertrauen mehr dazu habe? Es kann mir. noch recht schlecht gehen.- .

.l'aiicn Sie nur den Kops nicht han gen,- mahnte sie. .Und nun atjeS !- .Wo sind Sie denn jetzt, Riekchen?" .Ach I Ich hab' einen Dienst an-

genommen bei einem alten einzelnen

Herrn, der eine Eisengießerei und große Maschinenfabrik hat, und sehr reich

sein ioll. Die Eoufine hat ihn Mir

verschafft. Ihr Mcrnn arbeitet da T t ? ' , -. " . m .1 i .

lajon cti vielen paaren. 'juic nroeuer sollen es sehr gut bei ihm haben. Leider ist er fast immer krank." w22ie s;eict er?" .Ncsselblatt..Ach der! Ja. man ist mit ihm sehr zufrieden und fürchtet nur, daß er bald sterben wird. Er soll sich vom Schlosser heraufgearbeitet haben und in seiner Gesinnung noch immer ganz brav halten. ES ist bei ihm auch nie gestrikt worden ; dem sollen Sie also aufwar ten?.Ja, er braucht eine zuverlässige Person, die immer um ihn ist und ihm alles zureicht und den Nollstubl weiterschiebt, wenn er nicht aufsteyen kann. Er ist nie vcrheirathet gewesen, und die entfernten Verwandten läßt er nicht an sich heran. Er mag also wohl Grund dazu haben. Nun aber leben Sie wohl, ich muß fort, und nochmals schönen Dank. Wenn das Attest nicht abgeändert wäre, hätt' mich Herr Nesselblatt nicht genommen; ich hab' ihm alles genau erzählen müsscn.Sie schüttelte Arnold die Hand und entfernte sich eilig, bevor er ihr in den Weg treten konnte. .Man weiß doch nun, wo sie zu finden ist,- tröstete er sich. .Sie wird ja wohl noch mit sich sprechen lassen. Ein Blitzmädel das !" Spät Abends fand sich wieder Fritz Neichelt bei ihm ein. Er konnte den Menschen nicht lös werden. Blieb er auch einige Tage cuö, so kam er doch vermuthet immer wieder und verlangte Nachtquartier. .Bei Dir bin ich , sicher,- behauptete er. Diesmal irrte er doch. , Am nächsten Morgen ganz früh sän den sich aus dem Hof mehrere Schutzleute ein. Sie besetzten die Thür und be vbachtctcn die Knstcr. 'Niemand konnte sich ohne ihr Wissen aus , der Wohnuug entfernen. Gleich darauf erschien Polizeirath Liudemann und zog die HauSglocke. ES dauerte eine Weile, bis Ar nold ein Fenster öffnete und hinaus fragte: .Potz Schwereuoth, was ist denn da? Wo steckt die Answätterin?Er zog den Kopf rasch zurück, als er den Beamten erkannte nnd die. Schutzleute bemerkte. Das Fenster fiel wieder zu.

Er rüttelte Fritz aus dem Schlas auf und sagte ihm : .Sie kommen Deinetwegen. Nun hast Tu'ö glücklich so Vnt fiv4it C.J.s Cmvam Ans

IVlll IjkVlUUl, fl.UUl) UU. .Ich muß verrathen sein,- rief er. .Berstecke mich !- .Unsinn! Wo soll ich Dich ver-

stecken? Sie suchen sicher die ganze

Wohnung ab.

.Man muß es versuchen vielleicht

schlüpfe ich doch durch. Er warf sein?

Kleider unter das Ävpha und kroch

ihnen nach. .Du zagst nichts !" Die Glocke ertönte wieder.

.ES ist die reine Tollheit,- murmelte

Arnold, .aber eS kommt schon auf Eins

heraus.- Er öffnete die Thur. .Ich habe nach meinem freundschaft

lichen Besuch vergeblich aus dcu Ihri

gen gewartet, iaate der Polizelrath.

.Heute erscheine ich hier im amtlichen

Austrage.. Ich will Ihnen aber noch jetzt Zeit geben, sich ans Ihren Vortheil

zu besinnen. Haben Sie nur etwas zu

cioijiicn r .Was sollt' ich....?-

.Also nicht?- Er sah den Tischler

mit einem stechenden Blick an. . .Nein.-

,Sie haben zur Nacht Besuch gehabt.-

.Ja oder nein?-

.Ich weiß nichts davon.-' '

'.Herr Berken, es ist sehr unklug zu

leugnen, was schon fest steht. Sie kön-

ncir noch jetzt durch nähere Mitthci

iungen - .Lassen Sie mich in Nuhe, Herr Po lizcirath, ich weiß von nichts.-

.Wie Sie wollen. Ich thue also.

was meines Amtes ist.- Er winkte

dem Schuhmann .un'd trat ein. .Sie

mupen eine auszuaiung gctmcn. . .Ich kann Sie nicht hindcrn.Der Polizeirath sah sich nur flüchtia

im Kontor um und ging dann in'ö

Wohnzimmer. .Wem gehört diese

Mutzet fragte er. Er nahm sie vom

Tisch. .Mir.-

. Ihnen? So. Hier steht ein Paar - , iä -

riciei. ' .Das kann wohl sein..Ihre Stiefel?- . .JcdmfallS.-

.Jch denke, Herr Ber?en. Sie lü

gen. , Ist das dort Jh? Schlafzun mer.?- - . , : : -. : .

.Ja wohl, sehen Sie nur unter'S

Vett.-

.Hm ! Das wird nicht nöthig sein.

Aber Sie helfen mir gewiß das So pha ein wenig abschieben.-

Arnold mochte sich' rutsarben oder

sonst verrathen, denn der Polizeirath

ächeltc tnumphlrend. .Im kann aber

auch den Schutzmann herbeirufen, wenn

Sie. sich mcht bemühen wollen, er -ifjl'?.. 4. si"'.'C-

iiaiicjie in oie )slnoc. . ,. .Ohne Umstände, meine Herren,-

rief Reichclt, indem er unter dem So-

pha vorkroch i,WaS wünschen Sie von mir ?"

Der Poli',eirath schien nicht im min-

besten, überrascht zu sein. .Daß Sie

sich ankleiden und dem Schutzmann fol

gen," antwortete er sehr ruhig. .Sie sehen, Herr Berken " Er zuckte die

Achteln. .Befinden sich verbotene

chrlsten m Ihrem Beutz?-

.Jch wein von keinen verbotenen Schriften,- sagte der Tischler ärgerlich.

.Wenn mich so Einer hemurcitet, dem

ich zehnmal anbefohlen habe, er solle sich

zum Teufel scheren -

.Das ut wahr - bestätigte Neichelt.

der sich mit aller Gemächlichkeit anzog.

Aber waö will man eigentlich von mir t

Ich hab' nichts verbrochen."

.ES ist nnö vorläufig schon von

Werth, festgestellt zu haben, daß Sie sich hier aufhielten.- bemerkte der Bc-

amtc. .Das Weitere wird die Unter-

fuchung ergeben. Darf ich nm Ihre Schlüssel bitten, Herr Berken? Es thut mir ausrichtig leid. ..Ihre fämmtlichen Schlüssel.-

Die Durchsuchung der verschiedenen

Behältnisse ergab einen ziemlich reichen

und. Weichelt hatte dem alten Freunde fast täglich Druckschriften zugetragen, die dieser einzuschließen für

gut fand. .Das gehört mir nicht,

versicherte Arnold.

.DaS ist auch gleichgiltig.- entgegnete der Polizeirath, die Beute zusam-

menpackend. Er empfahl sich. .Sie

hatten d:c Freundeshand nicht abweisen sollen. Vielleicht haben Sie jetzt noch etwas zu bieten. Wir sind unter Umständen großmüthig." .Hund !- knirschte Arnold hinter ihm her. An demselben Abend nach Schluß der Arbeit versammelten sich die BertrauenöMänner in der Werkstätte. Es war dies der ein für allc-Mal bestimmte Wochentag.. Die Polizei mußte auch davon Kenntniß erhalten haben. Sie meldete sich, als man eben in der eifrigsten Berathung war und hob das Nest aus. Am nächsten Tage brachten gewisse Blätter einen zweckentsprechend gefärbten Bericht ans der Feder des PolizeirathS. Es war darin auch vor den .Wölfen in Schafskleidern- gewarnt. So einer habe sich, um die Behörde sicher zu machen, nicht gescheut, kürzlich seinen Namen unter den Wahlaufruf der Gutaesiuuten zn setzen. Die Täuschuug sei eine Weile gelnngen, weil hochgestellte Verwandte sich gleichfalls hätten dupiren lassen. Aber das wachsame Auge der Polizei und so weiter. Mit einem dieser ZeituugSblältcr trat Herr von Kranich in'S 5kontor.' .Daö iit der Anfang vom Ende, lieber ZZrcund,- sagte er verdrießlich. .Sie haben unö da eine schöne Suppe eilige brockt." .Ich werde Sie auch ausesscu - ent-

geguete Arnold, trotzig. .Vcsser so

als - .Sie werden sich den Maqen ver-

derben,- siel der Buchhalter ihm iu's

Wort, .und was nnch anbctrrnt

ich esse nicht mit,, wenn ich es vermeiden

kann. .Sie sind ja auch gar nicht betheiligt .Doch, doch! Ihr Geschäft ist mein Gcschäst.-

.Was hat das Geschäft damit zu thun?-

. Kindskopf! Weshalb hat Herr st. r i . a rvr...-'- c .-

jitjtgci oynen oenn cingrrtcnici r Meinen Sie, cS macht ihm Vcranüaen.

mit Sozialdemokraten unter einer Decke zu stecken ? Ihre Herren Brüder haben Sie aufgegeben, die Polizei ist Ihnen auf den Hacken. Das sagt alles, dent' ich..Er mag thun, was er nicht lassen

rann. .DaS ist eitel Renommaae. Jeden

falls ist mir'S nicht ebenso gleichgiltig, mich ruiniren zu lassen. Und rniuirt werde ich, wenn Sie umkippen. Sie Ijaben ganz unverantwortlich gegen mich,

jnren besten reuuo, gehäuselt..N, im !-

.Ja, das ist die Wahrheit. Ich habe

darauf gerechnet, mit Jhi:?n eine lange !M O- f - CfniL! . ...

mhi WH uyini lUlljlUlUiCJClIÜ jll arbeiten. Alle nuine Dispontioneu

hatten diese Voraussetzung. Ich habe

mich Ihretwegen auö sicheren Verhält nissen gelöst, mit Verbindlichkeiten be

lastet, die sehr drückend werden können.

Sie werden begreifen, daß Sie mir eine

Genugthuung schuldig sind..Jch Ihnen ?-

.Herr von Krauich lachte geärgert. .Sorgen Sie nun wenigstens in anderer Weise für mein gute's Fortkommen! Nehmen Sie das ganz wörtlich. Ich muß fort nach Amerika. Sie thäten .". t. . o tf:i. si. ,

uvtlgcuo um ttug,ien, wenn ic MiA

vegletteteu. .Sie spaßen ! Warum sollte ich?Der Buchhalter legte die Haus aus seinen Arm nnd zo ihn an sich heran. .Ich will Ihnen etwas sagen.- zischelte er. .und passen Sie gut ans. Sie haben Wechsel unterschrieben " .Wechsel?.Besinnen Sie sich doch.- . .Aus Gefälligkeit - .Ja wohl. Wir meinten damals noch lange, gnte . Frennde zu bleiben. Wenn Sie mich, nun aber nm die Mög--

lichlcit belügen, selbst die Einlösung zu sesoraen.

Aviold fuhr ans. .Was wollen Sie

damit sagen f

..Daß wir Beide guten Gründ

haben, nnß rechtzeitig aus 6em Staube zu' machen. " Wir waren. rechte

Esel, wenn wir mit leeren Taschen fortZausen wollten. Wie weit kommen wir damit? Ich will Ihnen einen guten Rath geben, Herr Berken. Aber machen Sie keine albernen Einwendungen. Heute sind wir noch Herren des Geflütia . ..?!

ia;ui morgen vicucirni niajt meor. Nützen wir die Zeit. Schreiben Sie eine Anweisung auf Herrn Hirschel über eine namhaste Summe natürlich.

o und so viel tausend Mark.- . Sie sind toll!" .Er mnß sie beute noch gelten lassen.

da Ihnen der Kredit nicht gekündigt ist. Ich werde uns aus diese Anweisung Geld verschaffen, und sie ist dann in der dritten Hand bis sie ihm vorgelegt wird, in der sechsten, die Leute kommen zu dem Ihrigen. Wir aber theilen auch daö was augenblicklich in der Kasse ? ?l ..r r . r t . . rr ,

ii lausen jojon ein vriscnoaunüiucr und -

.Schurke!- schrie der Tischler und

griff ihm an die Kehle.

ramch suchte sich loSzuwuideu. Lassen Sie doch die Albernheiten

kören Sie Hand wea !" Aber Ar

nold drängte ihn vom öteitschemel herunter, wirbelte ihn herum, so daß er

gegen die Wand flog, össnete die Thur und stieß ihn auf den Flur hinans.

einen yui warf er turn nacy. rf4jas soll Ihnen theuer zu stehen kommcn,drohtc der Buchhalter draußen, wagte aber doch nicht wieder einzutreten. Arnolds Zorn verrauchte nicht so bald. War er denn selbst in den Augen dieses Ä)!enschen so lies gesunken, daß derselbe ihm eine offenbare Spitzbüberei .if. c f i . n . : T - ri 4

zumuiyen oursie r viinen leoswui

nannte cr'S. Und was war das mit den Wechseln? Er verwünschte ihn noch zehnmal im Laufe des Vormittags, denn es stellte sich bald heraus, daß er selbst Niemand eine richtige Auskunft geben, kein Geschäft ordnungsmäßig weiterführen konnte und sich völlig lahm gelegt sah. Er wollte eben das

Kontor ganz schließen, als cut fremder

Herr erschien, der sich Rentier Pauli

nannte. Er hatte eine Brille mit dunkclblauen Gläsern auf der dicken Nase und ein schmalziges Doppclkinn, das sich bci jeder Senkung des Kopfes wulstete. Auch die Weste uud das Vciukleid über den Knieen sahen schmalzig aus. Er athmete kun nnd schleppte

den einen Fuß nach. Die Stimme m'tulirte. Er setzte sich, ohne daß eine Aufforderung an ihn ' ergangen war.

aus einen Stuhl, hing den Hut auf seinen Stock, den er dann unterhalb mit beiden Händen saßte und zwischen

den Beine ans die erde stutzte, und sagte : Herr Berken? Selbstverständlich Herr Berken. Herr Anton Berken, nicht wahr? Hat doch seine Richtigkeit ?- .Waö steht zu Ihren Diensten, mein Herr?- fragte Arnold. .Der BuchHalter ist augenblicklich " .Weiß ich. weiß ich : Herr von Kranich ist augenblicklich nicht hier. Mein sehr guter Freund, der Herr von Krauich. Habe schon die Ehre gehabt, mit ihm in Verbindung zu stehen, als er noch Lieutenant war. Ein sehr liebcnSwürdiger, zuverlässiger, hochachtbarer Herr. Dafür schätz' ich ihn, und ich dars sagen, er hat mich auch schätzen gelernt. Jeder der mit mir zu thun hat, lernt mich schätzen. Sie kennen mich nicht. O hat gar nichts zu sagen. Der Rentier Pauli, der alte Pauli, der dicke Pauli hi, hi, hi ! Zu dem kommt Jeder mit der Zeit einmal. Ich will nicht sagen Jeder, aber waö sich so anständig weiterzubringen bemüht ist. Habe eine sehr noble Kundschaft.Arnold wurde ungeduldig. .Wünschen Sie eine Bestellung zu machen? Wir sind gerade mit Arbeit überhäuft - .Ach nein! Waö denken Sie von mir? Gebe mich mit Häuserbauten nickt ab. Ja, Baugclder erste Hypothek ! Der alte Pauli - .Also was sonst?" .Nur eine Erkundigung, bester Herr, nur c'me Erkundigung. Für alle Fälle Das heißt, ich zweifle gar nicht. aber cö ist noch Niemand zu vorsichtig gewesen. Hab' ich nicht Recht? Vorsicht ist besser wie Nachsicht hi, hi, hi! Darf ich Sie bitten mir zu sagen ob....- Er grub aus der Seitentasche des Rockes ine lederne Brieftasche heraus, wickelte sie. während er den Stock mit dem Hut zwischen die Kniee klemmte, langsam auf. legte mehrere Briefe und sonstige Papiere, von der einen Seite aus die andere um und zog endlich ans einem Fach ein langes und schmales Blättchen vor. .Wollen Sie mir gütigst sagen, bester Herr aber cö hat weiter gar nichts auf sich wir haben noch Zeit, viel .Reit. . . .nur der Vorsicht wegen: ist meö zyre Unterschrift?- " Er hielt Arnold daö Blatt hin und ließ es auch nicht loS. als dieser darnach griff, um cS bequemer zu besichtigen. .Arnold Aerkcn ja wohl, das hab' ich geschrieben, aber - Er blickte über das Blättchen hin uud bemerkte oben

eine große Zahl, die ihn stutzig machte r T' . , l . ..ii

.Aver. . . .das andere slanoniairoaraus -jedenfalls uicht.Herr Pauli faltete das Papier wieder zusammen und holte ein zweites vor. lFortsetzung folgt.)

Mer den Srfrn&ett hat.

in f 'r r Ihtr f'xntn tfcm bekannten

Autler an einer starken Krümmung zu wiederholten Malen umwerfen sah): Nun. Herr Müller, das ist wohl Ihr r . f nit

leoiliigsplayazenz UorsörrUidr. ,

r 'st ? Raiht. brinäen Sie mir

aus ser Leihbibliothek ,Die verlorene 5andsckrZft' fco ??nktaa.- D i e n st

m ä b ch t n :: .Und. wenn sie f Jioch M , w rm

ma)i gesunoen yaven k ' v

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