Indiana Tribüne, Volume 29, Number 216, Indianapolis, Marion County, 5 May 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, 5. Mai 1000.
er jüngste Bruder
Sozialer fteman vs ErnS Wlchert. (fiorifefenna.) Als er erwachte, lacj er in der Stube der Vciitc auf deren öopha. ES war schon Abend. Er mußte sich lange besinnen, wie er hierher gekommen sei. Rur mit Mühe frnntc er den Kopf aufrichten. Als er aufstand, taumelte er anfangs um den Tisch herum. .AuSgeschlafen?" fragte der Wirth. .Ja. daS Zeug kann einen Goliath niedern?ers?n. Warum tranken Sie's auch so hastig?" Arnold bezahlte schweigend mit einem Aufgelde und ging. Er wär noch nicht ganz nüchtern, aber die Gedanken fanden sich wieder zusammen. Was nun mit sich beginnen? Wahrscheinlich wartete man schon auf ihn im Hause seines ÄniderS; Ulrike war jedenfalls dort. Sie hatte eine so seine viasc dafür, wenn er einmal etwas getrunken hatte. Er meinte, sie schulmcinerc ihn auch sonst ü unerträglicher Weise. Und wie konnte er sich nun ;u seinem Bruder stellen, wenn er nach dem Ergebnis der Unterredung mit dem Polizcirath fragte, was sicher' geschehen werde? Er .schlug allerhand siebenstraßcn cin. um den Weg zu verläugeru. blieb aber doch in der Richtung auf die geheimräthlichc Wohnung. Dreimal ging er an der Thür vorbei und kehrte immer wieder zurück. Er konnte nicht zu dem Entschlüsse kommen, sie sich vom Portier öffnen zu lassen. Was will ich da was kann ich da wollen ? Es muß ein Ende nehmen . . . .- murmelte cr. Endlich blieb er an dem Thorweg stehen, durch den man auf den Hof gclaltgtc. $a, das das kann helfen! sic ist doch die einzige. . . .Ja, das ! Er ging nun ohne weiteres Zögern über den Hof dem Rundlhürmchcn zu. in welchem sich die Wendeltreppe zu den Küchen der verschiedenen Etagen befand. Er stieg sie auswärts, bis zu der Thür mit dem Schilde .Bcrken." Dort zog er nicht die Glocke, sondern klopfte leise an. Seine Hoffnung, daß die alte Köchin ausgegangen sein und Fncdcrike ihm öffnen würde, erfüllte sich. .Wer ist denn da?" hörte cr innen fragen. Zu, gleich raffelte die Sichcrhcitökctte. die Thür wurde aufgezogen. Ach ! Herr Berten, Sie?" So von der Hintertreppe her war cr damals als Bettler zu seinem Bruder gekommen. Sie erinnerte sich dessen vielleicht. Es hatte den Anschein, als ob sie die Thür wieder schließen wollte, um iljii auszusperren. Aber cr lehnte die Schulter dagegen und schob sich in die Küche hinein. Ja. ich. Niekchen," sagte cr. haben ck was dagegen ?" .Mein Gott, aber was wollen Sie hier hinten?" fragte sie, offenbar nur ungern nachgebend. Sie wissen ja doch, wo der Aufgang für Herrschaften 1,1." Er drückte die Thür möglichst leise zu. .Ich komme zu Ihnen. Rickchen." u um s .'oas ii.r wom ein Irr . thum. Aber Fräulein Ulrike sitzt schon von der Kasfcczeit an und , lauert auf Sie. Na. ein freundliches Gesicht werden Sie nicht zu sehen bekommen, von der gnädigen Frau ebensowenig. Darüber dürfen Sie sich auch nicht beklagen. Warum kommen Sie so spät? Aber ' von hier kann- ich Sie überhaupt nicht einlassen. Wie sieht das au ? Gehen Sie herum und klingeln ie nau) dcr Ordnung. Auf cin paar Minuten kommt es schon nicht mehr an." Sie saßte um seinen Rücken herum nach dem Drücker der Thür, aber cr lehnte sich nun an dieselbe und fing ihre Hand ab. Nicht von hier und nicht von dort geh' ich hinein," sagte er, da können Sie Gift daraus nehmen, Riekchcn. Ich komme zu Ihnen." Er suchte sie festzuhalten, aber sie cntwand ihm die Hand und trat zurück. Pfui!" rief sie mit gedämpfter Stimme, Sie sind betrunken. So dürfen Sie sich freilich bei den Herrschasten nicht sehen lassen." X5r blickte sie traurig an und schüttelte den Kopf. Betrunken bin ick nicht." versicherte cr. nicht mehr. Daß ich getrunken habe, will ich nicht bcstreitcn. und bctrinkcn wollt' ich mich, daß ich am liebsten nie wieder Aber wenn Sie wüßten, weshalb, Niekchcn! Wenn Sie das wüßten!' Wenn ic in mich hineinsehen könnten! Ach! wer kann damit nüchtern fertig werden? Solang hab' ich mich noch gehalten aber das heute früh Wenn man denn schon cin Hund sein soll, dann auch ganz cm Hund." Sie mochte wohl merken, daß ihm wirklich ctwaS ungewöhnlich nahe gegangen war. und blieb deshalb stehen, wo sie stand. Sie antwortete nichts, aber sie sah ihn doch fragend an. als ob sie eine deutlichere Erklärung erwartete. .Sehen Sie, Riekchcn," fuhr cr dann Trnrii fort, .man kaun cincm viel aus, vacren. to eins nacy oem andern unö immer weiter eins nach dem andern. Dies ist drückend, und daS auch, und das dritte nicht weniger' aber eS ist immer nur noÄ ein BiSchcn mehr und man halt still. Zuletzt kommt doch eins. daS ist über- die Kräfte Und dann schüttelt man sich und wirft die gauz Last herunter. Ist daS nicht so?" Sie zuckte die Achseln. Ich weih nicht. ES mag sein. Aber Sie Ihnen ist'S doch wohl gut gegangen, fterr Berken.- . (5r lachte giftig. J sa! Mir ist'S so ant aezanaen Pah ! DaS i,t mtrh nar Nickt SXhv Ernst. Sie kennen jj - j - v-- i mich doch." - Friederike wurde wieder unruhia '22ir können aber hier nicht länger ml einander sprechen.- sagte sie. das mul sen Sie doch einsehen. Hier in bei tfiirfie Sie und ick ! Wenn die anä
digeSrau "
DaS ist mir nun ganz gleich." Ach reden Sie' doch nicht. Wie kann Ihnen das gleich sein?" Glauben Sie mir die gnädige Frau und dcr gnädige Herr, und das gnädige Fräulein und die ganze gnädige Gesellschaft ' Ich habe sie satt, und Majorö ebenso, und den Herrn Hirsche! und den Herrn von Kranich und alles was drum und dran hängt. Sie haben mir an jedes Bein und an jeden Arm und an jedes Fingcrglicd eine Kette gc bunden nnd einen Ring durch die Rase gezogen " o weit hatte Fricdcrike mit hochge, spannten Augenbrauen verwundert zu gehört, jetzt fing sie an zu lachen. Wie einem Tanzbären." rief sie. Ich hab' einmal so einen gesehen. Er hat Kunststücke machen müssen, und wenn cr nicht wollte"
Dann gab'S einen Ruck mit der crqanztc Arnold, um Tcu scl ! lch will von ihnen nichts weiter haden. aber sie sollen mich frei lassen." Run wurde sie wieder ernst. Ja. was meinen Sie denn damit?" nagte sie. ES paßt nicht für mich." antwortete er das alles, cS paßt abfolut nicht. ES macht mich unglücklich cS macht mich schlecht. Glauben Sie mir, Nickchen, es macht mich schlecht, es bringt mich unter mir herunter. Wie ich bin. . Das ist'S eben :' wie ich bin l Waö sie von mir verlangen ich kann'S nicht leisten, und will'S auch nicht. Ich bin :in einfacher Handwerker, darüber komm ich Nicht hinaus, wenn ich ehrlich bleiben will. Die Ehrlichkeit hat schon jetzt :inen Stoß bekommen. Roch so einen, und sie fällt gänzlich um'. Was kommt's denen daraus an ? Sie fragen gar nicht darnach. Ich soll nur aus die weiter hinauf, die sie mir halten. Aber mein Kopf ist nicht so fest mir schwindelt. Und nnn noch mit so einer Frau " Ja, das ist für Sie das Schlimmste." bestätigte sie nickend. Nicht wahr? Oh! So geduldig füg' ich mich nicht. Eh' ich mein gan?cs Leben Zum Teufel! Die - Verlobung muß zurückgehen." Herr Berkcn, bedenken Sie " Friederike schien sehr erschrocken. .Jetzt ist'S zu spät " Da ist nichts zu bedenken. Ich hab' mich bctölpcln lassen Sie wissen das am bcstcn, Rickchcn. Pfui man versteht sich manchmal selbst gar nicht. Aber wenn man sieht, wohin das führt. . Es ist nicht zu fpät." Herr Go:t. Sie wollen wirklich ? Was wird die gnädige Frau dazu faaen" .Jyrelwegcn yeirath' ich doch nicht." Und die ganze Familie!" Spektakel gibt'S freilich einen Höllenspektakel. . Aber ich bleib' fcx. wenn ich nur Eins sicher habe. Oder ich will lieber sagen: Einen. Einen Menschen einen einzigen." Er sal? sie sehr verliebt an. Den kennen Sie doch?" Fricdcrike spielte mtt dcr Stecknadel. die den chürzenlatz über der Brust festhielt. Nun saclu ic wieder, Herr Aerken." saate sie. .:;m mein s ganz ern t, Dcnimenc er, einen Schritt näher tretend. Sehen ie. Niekchen, das lit la eigentlich meine ganze Dummheit, daß ich geglaubt habe. an Zhnen vorbei kommen zu können Gleich im ersten Augenblick und nach dem ersten Wort, daS wir mit einander gesprochen hatten, wunt' lch doch " Nun sel'n tc aber still. Ich hab' Ihnen doch schon emmal meine M nuug gesagt " Er salte ihre Hand und licn sie trotz Ihres SträubenS nicht los. Nein. jetzt will ich reden. Wenn ich jetzt nicht rede, ijt'3 nv alle Zeit zu spat. Sie können doch nicht wollen, daß tch gan: zu Schanden werde. Und das geschichr. wenn tc nicht ehrlich mit mir versah ren. Sagen ie mir die Wahrheit. Rickchcn : sind Sic mir nicht von Herzen gut. und hat cS Sie nicht gekränkt . . Herr Gott ! nun sperren Sic sich nicht so. Kein Mensch kann ic doch mchr llcb habcn, als ich." Das haben Sie wohl auch bewiesen ? S'miMt si? mtrh tn& I" VH kil I V !4tlU V V . Das will ich beweisen. Sie sollen meine Frau werden. Rickcheik, und wenn die ganze Welt sich dagegen auf den Kops stellt, ic und keine Andere: Sie sind eine Frau sür mich. Jiickchen. Gcbcn Sic mir cincn Kuß und die Sache llt abaemacht. WaHrHastiq, ie werden meine Frau." Er zog sie mit Gewalt an sich heran. umfaßte ilircu Hals und bemühte sich. seinen Muud nahe au ihr Gesicht zu bringen. Sie wehrte sich. Ach. so doch nicht ! Gehen eie, Herr Berten, rief sie dazwischen. Sie sind ja ganz Nicht klug. Was fällt Ihnen denn ein t Hier" ' In ddsem -Augenblick wurde die Glasthür vom Flur her hastig aufgestoßen. Die Geheime Räthin trat zorrslammcnd über die schwelle. Was acht hier Der?" fruate sie mit bebender llmme m die uaze ylnnn. m$nz denke Schwager Arnold Sie hatten beide richt bemerkt achabt daß schon einige Minuten zuvor hinter der. Glasscheibe der Thur ein neugicng Ktndergcslcht ausgetaucht war Wanda hatte das Mädchen 'rufen wol Zen, war erschreckt stehen geblieben und dann zur Mama geschlichen, ihr die l Neurgkett m'S Ohr zu sagen, dan Onlc Arnold bei üncccnfe in der Küche ici Bei dem Herum zcrrcn hatten sie die Schritte im Korridor überhört, ;ycfe fuhren sic auseinander. Fricdcrike brach in Thränen aus und hielt die Häudc vor das glühende Gesicht. Arnold stand zur Seite nnd blickte trotzig über die Schulter nach der Schwägerin- hm deren wet&e Kippen nach Worten zu suchen schienen, die ihrer Entrüstung " . 5. ni.si. , einen gcnugcno jiaricii ;'iuöonia gevei konnten. .Ich habe keine Schuld, gnädige Frau," versicherte Friederlke. Her Betten "
Entschuldigen Sie sich nicht noch.
Sie freche Person," siel die Räthin ein. Wie wäre so etwas möglich, wenn Sie nicht die Gelegenheit geboten hätten? ' i -1 t . . a. . .r . asz le sla) aoer so weil ocrgcntii konnten. Herr Schwager " Das will ich verantworten," entgcgncte Arnold, allen Mutlz zusammenaucnd. . Fricdcrike sagt die Wahrzeit. Sie hat nichts davon gewußt. daß ich hier hinten anklopfen würde, gar nichts. Ich habe sic überrascht, und sie hat mich auch gleich fortschicken wollen. Aber ich bin nicht gcgangen." Das wird doch wohl seinen Grund gclzabt haben," meinte dic Geheime Räthin spöttisch. ,Em anständiges Mädchen wein sich tn solchem Falle zn helfen." Gnädige Frau !" schrie Friedeike empört auf. Sic sind auf der Stelle entlassen." erklärte die Geheime !)!ätl)in mit aller ntschiedcnhcit. ans dcr stelle! Packcn ie Jhre machen zusammcu und gchcn Sic. wohin Sie wollen. Jhrcn verdienten 5.' ohn werde ich Ihnen hinaus schicken." Ja. ich werde gehen." schluchzte das Mädchen. Das hab' ich nicht vcrdient. Dic gnädige Fran müssen mir bczcugcn, daß ich mir nie etwas yabc zu Schulden koimcn lassen, so lauge ich in diesem Hause bin. Und jetzt . . . Ach Gott, ach' Gott, ach Gott'! Das hab' ich nicht verdient." Das Zeugnis; soll Ihnen der Wahi )tit qcmäß ausgestellt werden," vcrsicherte die erzürnte Dame. Und nun hculeu Sie nicht unnütz. Sic hätten die Folgen vorher bedenken sollen." . Fricdcri'c beruhigte sich aber nicht. setzte sich aus ciucn Schemel an den Rü chemisch, stützte das Gesicht in die Hände und weinte laut. HD 1 . it. f am fc C A. . utio stc, Pcrr cywagcr, wcnocic die Rätljm sich an Arnold, indem sic nach der Korridorthür zeigte, .sic gchören dorthin und nicht in die Küche. Ich finde es empörend, daß Sie ml: diese Scene spielen, daß Sie so pslichtvergessen Sie wissen, wer ie drinncn crwartct." Arnold war ibcr dic Behandlung, dic Fricdcrike vor seinen Augen erfahren, so aufgebracht, daß er alle clughttt vergaß. Hören Sie cS doch, Frau chwägcrin," rief cr. weshalb ich hierher kam, gerade hierher, ic bilden sich Wunder was ein für mich gethan zu hcbcn abcr dcr Teufel mag cs Ihnen danken!" .Wollen Sie nicht weniger laut " Nein! ' Meinctwcqcn mag'S wissen. wer will. ES muß cin Ende gemacht lctn mit allen dlczcn crrückthcltcn ! Ich will wieder ein freier Ä!anu wcrdcu und nach mciucm cizcncn Gefallen leben. DaS will ich. und da soll mich Kcincr am Gäugclband festhalten ich bin ausgewachsen, .icsc hier anwesende Fricdcrike hab' ich lieb gewonnen, wie man cin anständiges, gutes und hübschcs Mädchen lieb gewinnen kann, und die soll meine Frau werden, daö lzab' ich ihr soeben gesagt " Aber lch will ja gar nicht," siel Fncdcrikc schluchzend cin. DaS ist ja ganz glcich," fuhr cr eif rig fort. ie will nicht, weil sie meint. dasz ich mich schon andcrSwo gebunden habe. Abcr das hält nicht. Es ist nicht von freiem Herzen geschehen. Sie. ,rau chwagcrin. und die chwägcnn iarah und die Brüder habcn mir's aufgezwungen. ES thut mir leid, daß Fräulein Ulrike sich dazu hat gebrauchen lassen " Die Thür nach dem Zimmcr mußte offen geblieben sein. Bon dort her tönte jetzt cin schriller Aufschrei. Zugleich war'S als ob cin Stuhl polternd umfiel. Sie tödtcn die Aermstc rief dic Räthin und cilte fort. Ulrike, dic alles mit angehört hatte, war in Ohnmacht gesunken. WenigsteuS lag sie wie leblos, bleich und mit geschlossenen Augen, neben dem Stubl. Dcr llciuc Fritz, dcn sic ans dem Schooß gehalten und mit hmabgezogcn hatte, brüllte, als ob ihm cin Lcid geschehen zu besorgen, und bemühte sich, Ulrike aufzurichten. Dcr Gchcunc Raih, dcr den varm blS in )ciu Zimmcr hinein vcrnommcn hatte, steckte dcn Kopf durch die Thür und fragte. wa'S cö gäbe. Es ist cin Skandal." fagtc seine Frau, im. incr mit Ulrike beschäftigt, bei der sich jctzt dic Borbotcu ciucö Wcinkrampscö zeigten. Dein liebenswürdiger Bruder hole ihn Dir doch aus der Küchc. Daß mau so ctwaö crlcbcn muß !" Sicgsricd trat auf den Korridor hinaus. Arnold kam ihm schon entgegen. Er wußte, daß jetzt eine Aucciuandcr, sctzuug unvcrmcldllch geworden war. und befand sich ganz in dcr trotzigen Stimmuna. den Kamvl aus;uncbmcn. m'JÜv hast doch wohl dcu Polizeiratl) zu mir geschickt," begann cr sogleich, nach dcm bcidc in das Arbeitszimmer eilige treten waren. Es wurde sehr laut und erregt darüber verhandelt. Ein Wort gab das andere. Beschuldigung folgte rn .rj i ' i.n . tJ '. aus -cia;uioigunci. ini-oio iiaiMl teilt Blatt vor den Mund, schrie allen Aerger heraus. Der Gchcimc Rath nannte ihn einen Undankbaren, cincn Grobian, einen brutalen Menschen. Arnold lachte böhnisch. DaS ist noch lange nicht so schlimm, als cin Spitzbube." Frau Mathilde kam au die Thür und meldete, daß Ulrike Arnold zu sprechen wünsche. sie will alles verzeihen sagte sie ; es wird sich bei gutem Willen wieder in Ordnung bringen lassen.' Arnold wendete sich ab. .Das kann jetzt nichts mehr nützen. Es ist einmal gesagt, und die Fricdcrike weiß, wie ich mit ihr stehe nnd an wen sie sich zu wenden hat, wenn man sie hier aus dem Hauje jagt " .Aber so schreien Sie doch nur nickt so,." bat die Räthin, das Gesicht vcr-
wäre; Wanda lzatte sich ganz verstört in eine Ecke geflüchtet. Frau Mathilde befahl ihrem Acltcstcu. cin Glas Wasscr
ziehend, ich. bin 'schon ganz' nervös.
le werden doch lzrcr Zraut nicht ein Abschicds.wort versagen wollen ?" Er schüttelte sick in dcn Sckultern zurecht und folgte ihr nach dem WohnZimmer. ic Kinder waren aus demselben ennernt. Ulrike tan am dem Sovba. in die Ecke gelehnt, und streckte ihm die i. 4 r 4 r .yiuiü cnigcgcn, oune um auszurichten. . sf. 1 v 1 - a r t. ic im; in oer yai scur icioeno aus. Ich kann es nicht alaubeu " saate sie mit thräneuumflortcr Stimme. reichen irund gab ich lOir r Keinen, keinen." versickerte Arnold. einige Schritte entfernt stehen bleibend, wahrhaftig keinen. ES ist ein Unglück, daS sich mcht abwenden läßt. Wir beide hätten niemals Abcr das ist geschehen. Und dieö ist nun auch gcscheuen uuo besser jetzt als spater. lcicyt wahr: bcncr ictzt als spater?" Und wcnu'ö nun dock Täuschuna wäre, wenn eine bloße Berirrung des lerzcno " etc können dock nie daran denken. Friederike . zu heirathcn. Schwager." mis6)tc sich Fran Mathilde ein. mein srubcrcS Dienstmädchen!" aS ist mcinc achc." autwortcte cr, cö wird sich sindcn. Und Tau. schling Ra ja, Tänschnng war'S abcr das andere, nicht das. ES thut mir leid, Fräulein Ulrike " ie zuckle bei dem .Fränlein" schmcrzlick zusammen, legte den Kops unia und schloß die Augen. Sie scheu wohl cin. dasz Sie sick in diesem Hause unmöglich machen." sagte dic Räthin. Bon dcn wcitcrcn Folgm will ich nicht sprechen." Dagegen kann ich nichts." erwiderte cr, dcn Kopf scnkcnd. Wie es ist. ist es nun einmal. Adicu. Fräulcin Ulrike. Und ncluncn Sie sick)'s nickt ;u Hcrzcn das ist die Sache wirklich nicht werth, c'cin, ncin ! wirklich nicht. giauvcn ic mir." lllnkc crhob sich und breitete die Arme ans. idn x umsassen und ilurückzuhalicn. Abcr ihre Eonsinc trat nun dazwischen und drückte sie aus das Sopha zurück, 'crgiß dcn Elenden." sagte sie. dcn Undambarcn." Arnold entfernte sick ickwciaend. Fiicdciikc ließ sich nicht mehr blickn, ; sie packte schon trotzig in dem Stübchcn über dcr Küchc ihre achcn znsammcn. 12. Kapitel. Arnold wnrdc nicht sofort anfgcgcbcn. Räch einigen Tagcn man wolltc ilsm Zeit lassen, zur Besinnung ;n kommen, fuhr dcr Maior bet lhiu vor und hielt ihm wegen seines UNverantwortlichen Leichtsinns" eine brücrlickc Strafpredigt. Du bist cin rechter Rarr," sagte er ihm, plötzlich gegen den Strom schwimmen zu wollcu, in dcn Du Dich doch sclbjt gcworfcn hast, um mit ihm vorwärts zu kommcn. Was willst Du denn? Niemand hat Dir etwas zu Leide gethan. Ulrike am wenigsten. Ich mnß gc stehen, daß sich die Partie übcr mein Erwarten gut gemacht hatte. Ulrike benahm sich durchaus klug und dcn schwlcnacn crliaUntnen angemessen. Allen Respekt ! Daß Dir in diesem Verhältniß manches unbequem war Ja, rncniit Du denn, dan Siegfried sich in allerhand Eigenheiten seiner Frau ohne stillen Seufzer fugt, oder daß ich nicht auch mit den Umständen zu rechnen habe ? So lange die Sonne t ' i . i - sazcinr. uat scocs )tng seine cyaucnscite. Und wcShalb nnn dcr ganze Lärm? Dieser dummen Person we gen" Arnold vcrbat sich cmc solche Bczcich. nung. Ach. cS ist ja zu albcrn." rics Ewald. Sich in cin bübschcS Dicnftmädchcn zu vcrgaffcn daS kann vorkommen. Ml?nn trrifit'Ä fn p?n Vtsf mit Glück. VtVi V V V -w ' f ohne Glück, je nachdem ; der Gewinn pflegt auch im besten Fall sehr zwcifcl. haftcr Ratnr zu sein nnd die Reue nicht auszubleiben. DaS mag man halten, wie man will. Abcr Ernst machcn, sich dcshalb um cinc gesicherte Gegenwart, um alle guten Aussichten für die Zukunft bringen daS ist eine nnvcrzcihlichc Thorhcit. Bccilc Dich, zur Bcrnunft zu kommcn." Ihr scht cS nicht so an. wie ich." cntgcgnetc dcr Tischler. Ucbcrhaupt Ihr scht nichts an, wie ich. DaS ist's ja cbcn. Wir kommcn nur immcr wcitcr ansciuandcr." Er blich dabci, und Ewald mußte ärgerlich wieder abfahren. Bald darauf crhiclt cr cin Billet von Frau Sarah mit cine dringenden Einladung zn bestimmter Stunde. So pcinlich es ihm war, er ging hin. Die mnnterc Frau zcigte sich ganz icbcnswürdigkcit. Habcn Sic nnr' vor mir gar seine Angst." rief sie ihm glcich zu. Ich beabsichtige gar nicht. Sie zn bczaubern nnd zn cincm willenlosen Sklaven zu crnlcdrlqcn. Aber ich bin neugierig. furchtbar neugierig. So kennen Sie mich ja. Sie müssest mir erzählen, wie das allcö gekommen ist. Gewiß eine d j.i S. stijc romaniiiqc vicucvijcu;iujiw vu nicht so?" Ach, garnicht," versicherte er.. Wic Sic'ö wahrscheinlich meinen Es x gar keine icbcSgcschichtc. Das hatt, von meiner Seile freilich na ja! Das Mädchen hat mir gefallen alle Tage mehr. Abcr ctwaS BcstimmtcS gesprochen ist nicht, bis dieses leytc LI1s . - , -. 1(1 V im, nno oo tyncocnic nun wiu uuci nicht will, das steht noch dahin." Aber Sie sind doch in diesen Tagen wieder mit ihr znsammengctroffcn?" Er schüttelte tranrig dcn ttops. Wein CM KriSm vviii, liif HlU)l viu leicht ist sie nach ihrer Heimath abge reist." .Und das ist alles?" .Ja, das ist alles. Waö soll da mehr sein V Das Mädchen ist sehr anstän-dia."
(Fortsetzung folgt.)
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