Indiana Tribüne, Volume 29, Number 214, Indianapolis, Marion County, 3 May 1906 — Page 4
Jndtana Tribüne, S. Mai ISO.
Jndiana Tribüne. Hkraulgtkbea von de Gtedrt Es. Indianapolis, Ind. Kmy O. Thudlnm ZprSfident. VeschäftSloeal: fto,31 Süd Delaware Straße. TELflPHONE 269.
B tercd t the Post Office oi Indianapolis ai accond das matter. Wcxaütx EisenvaHnverstaat' lichung. Die Nachricht, daß die japanische Ne gierung die sämmtlichen Privatbahnen de JnselreicheZ ankaufen will, hat in Europa durch die Plötzlichkeit, mit der über eine so tief einschneidende Volks roirthschaftliche Veränderung entschie den wurde, große Aufsehen gemacht. Wer aber die neueste Entwickelung deS Eisenbahnwesens in den verschiedenen Ländern deS europäischen Kontinents verfolgt, wird auch hier die Tendenz zur Verstaatlichung sämmtlicher Privat, eisenbahnen gerade aus den Vorgängen deS eben abgeschlossenen JahreS entneh mm können. Vor allem hat in Deutschland, das ja von allen Ländern Europas die größte Ausdehnung derBahnlinien hat, das StaatZbahnsyftem auch dem letzten umfangreichen Netz von Privatbahnen ein Ende gemacht. Durch daS Gesetz vom 7. Dezember 1905 ist der Ankaus der 753 Kilometer langen pfälzischen Eisenbahnen durch den bayerischen Staat abgeschlossen worden. ES bleibt jetzt nur noch die nur 131 Kilometer lange Lübeck.Büchener Eisenbahn übrig, deren Erwerb im Interesse der Einheit lichkeit deSZBetri'beS zu wünschen wäre; auch über ihren Ankauf wurden an den deutschen Börsen im letzten Jahre aller dingS unbegründete Gerüchte verbreitet. In Frankreich machen die Befürwor ter des reinen StaatZbahnsystemS statt deS jetzt herrschenden gemischten, wei tere Fortschritte. . Die geringe Mehr heit, die sich in der Kammer gegen den Ankauf der Westbahn auSsprach, wird sich in eine Minderheit verwandeln, wenn die Regierung diesem Plane mehr Interesse entgegenbringt. In Oesterreich roird dis Verwandlung der ältesten und auSgedehntestenPrivat bahn, der 1035 Kilometer langen Kaiser FerdinandNordbahn in eine vom Staate betriebene Strecke für die nächste Zukunft erwartet. ES ist ja längst kein Geheimniß mehr, daß die österrei chische Hälfte der hapSburgischen Mo na?chie-dem reinen StaatSsystem zu strebt. daK für die ungarische Hälfte bereits besteht. Holland, Belgien, die Schweiz, Dünemark, Schweden und Norwegen haben den Staatsbetrieb auf ihren Eisenbahnen bereits durchgeführt. Den größten Erfolg hat aber die Idee des StaatZeisenbahnsyftemS während deö verflossenen JahreS in Italien auf zuweisen. Dort hatte sich vor 20 Iah ren die öffentliche Meinung so entschie den gegen den Staatsbetrieb erklärt, daß sogar die bereits dem Staate gehä rigen Eisenbahnlinien an Privatgesell fchaften verpachtet wurden. Im Februar und April 1905 hat sich das italienischelParlament aber für den Staat-eifenbahnbetrieb entschieden; seit dem I.Juli sind bereits über 10 500 Kilometer durch den Staat in Betrieb genommen worden. Ueber den Ankauf weiterer Strecken, besonders des adria tischen Netzes, find bereits Verhand lungen gepflogen, die. bis jetzt aller ding? noch nicht zum Resultate geführt haben. Nach den Erfahrungen, die Italien, besonders auch im Jahre 1905. mit dem Betriebe durch Privatgesell, schasten gemacht hat, kann eS keinem Zweifel unterliegen, daß der Staat in dem Kampfe um den Bahnbesitz Sieger bleiben wird. Sehr stark trägt auch zur Verminderung der Gegner des StaatLelsenbahnmonopolS in Europa die Stellungnahme des Präsidenten Roosevelt gegen die Mißbräuche der großen amerikanischen Gesellschaften bei Festsetzung der Eisenbahnfrachtsätze bei. Mit der früher von der Theorie gefor? derten Selbständigkeit der Eisenbahn Verwaltungen gegenüber dem Staats eingriff und der Beaufsichtigung ist eö in unserer Zeit, wo daS Spiel der freien Konkurrenz zwischen verschiede nen Eisenbahngesellschaften durch Kar telle Pools so leicht aufgehoben wird. wohl auch bei unS in den Ver. Staaten vorbei. Der Kontinent von Europa ist jedenfalls dem Gedanken des Staats elsenbahnsyftemS gewonnen. Haucht die BONANZA.
Unsere Handelsstatistik. Nach den Berichten deS HandelSam
teS für die ersten 3 Monate des Jahres wird das Ergebniß am 30. Juni 1906 das erfolgreichste in der Geschichte der Nation sein, und sogar daS des JahreS 190405 übertreffen. ' In 190405 hatte der Export einen Werth von Sl.518.561.000, der Im. Port belief sich auf $1,117,512,629. Allein in den ersten 3 Monaten des laufenden Fiskaljahres überstieg der Export den der entsprechenden Zelt des Vorjahres um $190,000,000, und der Import zeigt einen Zuwachs von $71, 000,000. Der Gehalt unseres Welt Handels ist um $261,000,000 ange. wachsen und der Abschluß zu unseren Gunsten, der in 1904-05 8400,955, betrug, wird in 190506 vermuthlich zwischen '530 und 540 Millionen DollarS erreichen. Diese ungewöhnliche Ausdehnung unseres Welthandels kommt vornehm lich auf Rechnung der großartigen Ernte des JahreS 1905. In 1904 wurde z. B. kaum genug Weizen ge zogen, um den einheimischen Bedarf decken zu können; in 1905 war Korn und Weizen in Ueberfluß da, und ein anständiger Theil ging außer Lande?. Der Weizenexport stieg im Werthe von 53,710,000 in den ersten 3 Mo naten von 190405 auf $22,621,. 953 in den ersten 8 Monaten von 190506, und' der Mehlexport von S26.723.000 auf S42.093.000. Kornexport zeigt einen Zuwachs um $19,000,000, Hafer um S11.000.000 und Gerste um S3.000.000. Baum wolle wurde dieses Jahr weniger exe portirt als im vorigen Jahre, brachte aber per Psund 3 Cents mehr, somit einen ZuwachS.von S30.000.00O. In den ersten 8 Monaten von 1905 06 betrug der Werth der exportirten landwirthschaftlichen Produkte S700. 000,000, in 190001 und 190304 kam er nur auf S650,000,000. Im Verhältniß zu anderen Artikeln war der Export an landwirthschaftlichen Pro dukten in den letzten Jahren ziemlich gering. Unser Exporthandel in Manufak turen stieg in bedeutenderem Maße, als, der von Rohmaterialien. Der Zu wachs betrug in den ersten 3 Monaten an Li5.000.000. Wir verkaufen nach Europa jetzt dreimal so viel Manufak turwaaren. als wir vor zehn ' Jahren verkaufen konnten. Unser Jmporthande! klingt auS der selben Tonart. Der Ankauf von Roh. Materialien für die Manufaktur wird mit jedem Jahre größer und zeigt in den ersten 3 Monaten dieses JahreS einen Zuwachs von $40,000,000 neben einem GesammtzuwachS im Import von $71,000,000. Bemerkenswerth ist der Aufschwung der Anthrazitkohlen.Jnduftrie seit dem Streik von 1902. Die Ausbeute von 1905 war die größte bisher erzielte. In 1901, dem Jahre vor dem Streik, be lief sich die Gefammtproduktion auf 60,242,560 Tonnen. Der Werth be trug S112.504.020, der Preis der Tonne an Ort und Stelle S2.60. In 1902, wo die Arbeit 7 Monate lang ruhte, wurden 36.940,710 Tonnen ge. fördert im Werthe von S76.173.586. Der Preis der Tonne an Ort und Stelle stieg auf $2.25. In den letzten 3 Iah ren betrug die Ausbeute: 1903: 66. 613,454; 1904: 65,318,490; 1905: 69,339,152. Der Werth per Tonne an Ort und Stelle betrug: S2.50; S2.35 und $2.25, und der Nettowerth belief sich auf S152.036.448, 138, 974.020 und S141.879.000. Mit 1901 verglichen ergiebt sich also ein Zuwachs von 31.000.000. Die Koh lengräber haben nicht nur hdhere Löhne verdient, auch die Zahl der jährlichen Arbeitstage ist gestiegen. In 1901 gab eS nur 196 Arbelttage, in 1904: 200 und in 1905: 215. Die Zahl der Arbeiter in den Anthrazit.Bergwerken ist von 145.309 in 1901 auf 165.406 in 1905 geftiegm. Trotz der Steigerung der Produk tion hat aber der Absatz der Anthrazit kohle keine rechte Erweiterung erfahren. In Ansehung der höheren Förderung?, kosten müssen Hartkohlen möglichst in der Nachbarschaft auf den Mark! ge bracht werden. In der That werden denn auch in den. östlichen Staaten an 80 Prozent verkauft. 4 Prozent gehen nachdem Süden 4 nach Canada und 11 Prozent nach Punkten westlich von Buffalo und PittSburg. Im Westen gehör,! die Anthrazitkohle mehr zu den LuxuSgegenftänden Aber auch in lh r eigenen Heimath hat sie jetzt mit der Konkurrenz der Welchkohle'zu kämpfen, und zwar sowohl im Fabrik wie im
Privatgebrauche. Für den letzteren
wird jetzt per Kopf der Bevölkerung weniger verbraucht als vor 15 Jahren. In 1891 kamen im Hartkohlendistrikt 1.22 Tonnen auf den Kopf, in 1905 aber nur 1.11. Europäische Nachrichten. ZNecklenvurg. F r i e d l a n d. Vom König von Preußen erhielt der pensionirte OberPfleger Rudolf Everling das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens. Güstr o w. Der Arbeiter Günther, der in die Nebel fiel und besinnungslos wieder aus dem Wasser auPs Trockene gebracht wurde, ist bald darauf im Krankenhause verstorben. Die angestellten Ermittelungen über die Ursache des Unglücksfalles haben ergeben, daß Günther in einem auf der Nebel liegenden Kahne sich mit dem Ausschöpfen von Wasser beschäftigte. hierbei in's Wasser gestürzt und mit den Füßen an dem Tau. mit dem der Kahn, befestigt war, hängen geblieben ist. Hohenkirchen. Der 32jährige Müller Otto Metelman ging bei einem heftigen Sturm zur Mühle hinaus, um nachzusehen, ob alles in Ordnung war. Bei dieser Gelegenheit muß er wohl dem Windmühlenflügel zu nahe gekommen sein, denn man fand ihn mit zerschlagenem Rückgrat bei der Mühle todt liegen. Waren. Ihr 50jähriges Bürgerjubiläum feierten hier Kaufmann ftr. Hagen, Sattlermeisier Kay und Schleifer Kummeldöhr. Von der Stadt wurde den Jubilaren je ein ssaden Buchen - Blankholz als übliches Jubiläümsgeschenk überwiesen. Deputirte des Magistrats und der Repräs. Bürgerschaft sprachen ihnen ihre Glückwünsche aus. Prälank. Vor einiger Zeit konnte das Eigenthümer Johann Albrecht'sche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Großherzog ließ dem Jubelpaar durch den Pastor Reinhold seine Glückwünsche ausspre chen und ein namhaftes Geldgeschenk überreichen. . Rostock. Der frühere Leichterschiffer Ernst Möller Hierselbst beging sein 50jähriges Vllrgerjubiläum. Der Rath sandte dem Jubilar, der sich noch großer Frische und Rüstigkeit erfreut, ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben. Ferner gingen Möller zahlreiche Glückwünsche au seinem Freundes- und Bekanntenkreise zu. Schönberg. Dieser Tage starb hier n den Folgen eines Schläganfalls der in den weitesten Kreistn des. Fürstenthums Ratzeburg bekannt Bankbeamte Rieckhoff im Älter von 63 Jahren. Hrdenvurg. i Oldenburg. Vor Kurzem ist der auf dem Walle von einem Automobil überfahrene Landwirth Bulgei aus Wehnerfeld ,m Hospual an den Folgen gestorben. ' ' B a n t.' Am' 1. Mai d. I. ist der Hauptlehrer H. Ribken 25 Jahre hierselbst als Lehrer thätig,: Delmenhorst. .Dem Kaufmann Gerhard Bluhm, '.dem Fabrikanten Heinrich Plönjes und dem Kassirer Anton Funke in Varel wurde die Medaille für Dienste in der Feuerwehr" verliehen. Freie Städte. . Hamburg. Unsere Stadt wird in kurzer Zeit wieder um eine Kirche reicher sein. Vor einiger Zeit wurde der Grundstein zu einer in der Ditmar Koelstraße zu erbauenden Gustav Adolf - Kirche gelegt, die der schwedischen und finnischen Seemannsmisston. die bisher in einem Hause am Hafenthor untergebracht ist, dienen soll. Die Feier fand in Gegenwart des schwedischen Generalconsuls Vagge und vieler hiesiger Geistlicher statt, die Rede hielt der Missionsprediger Pastor Engelund. Die Kirche, die von dem Architekten F. Möller erbaut wirv, soll außer den eigentlichen gottesdienstlichen Räumen auch Missionssäle' und eine Wohnung für den Geistlichen enthalten.' Ter in der Weidenstraße, in Altona wohnende Zimmermann A. ' Rottgart stürzte, als er an einem Neubau in der Stresowstraße mit dem Abbrechen eines Gerüstes beschäftigt war, aus beträchtlicher Höhe ab und , zog sich derartig schwere innere Verletzungen zu, daß er in bewußtlosem Zustande nach dem Krankenhause in St. Georg gebracht werden mußte. Kurze Zeit nach der Einlieferung verstarb der Verunglückte. Der in der Gluckstraße 1 wohnende Vertretet I. Härtel überraschte seine Frau mit, einem fremden Herrn. In der Wuth zog Härte! einen Revolver und tödtete seine Frau und sein drei Jahre altes Kind. Hierauf richtete er die Wafft gegen sich selbst und verwundete sich durch einen Schuß in denKopf lebensgefährlich. Harte! , war erst einige Jahre verheirathet. Er ist ein sehr jähzorniger Mensch und bereits ein! gemal wegen schwerer Körperverletzung vorbestraft. Bremen. Ein schwerer Verlust ist dem künstlerischen Leben unserer Stadt durch das Hinscheiden . der .Frau Christiane Rassow, der Gemah. Nin des ersten Vorsitzenden unseres
Künstlervereins zugefügt worden. Nach langem Leiden ist sie - unlängst
sanft entschlafen. Frau Rassow hat auf künstlerischen und literarischen Gebieten mannigfache Anregungen gegeben und ihre Kraft in den Dienst ideeller künstlerischer Aufgaben gestellt. Der modernen Frauenbewe gung widmete Frau Rassow ihr lebhaftes Interesse und Verständnißvolle Förderung. Ihr erfolgreiches und edles Wirken wird in unserer Stadt unvergessen bleiben. Letztens wurde der Arbeiter Ueltzen aus Verden mit zertrümmerter Schädeldecke in das hiesige städtische Zrankenhaus eingeliefert, wo er bald darauf ver starb. Dem Ueberfallenen sind 85 Mark und die Uhr geraubt worden. Schlvciz. Bern. Musikdirektor Dr. Karl Munziger hat dem Pensions- und Hülfsfonds des hiesigen Stadtorchesters die Summe von 8000 Francs als Schenkung überwiesen. Prosessor Dr. A. Kolle in Berlin hat einen Ruf als Professor der Hygiene an die hiesige Universität angenommen. Basel. An der hiesigen Hochschule ist dem Dr. W. Müller die Verna Legend!" für physikalische Chemie und dem Dr. M. Großmnn die Venia Legend!", besonders für Geometrie, ertheilt worden. G e l t e r k i n d e n. Dieser Tage wurde unter zahlreichem Leichengeleite der älteste hiesige Bürger zu Grabe getragen, nämlich Jb. Hemmig-Frei-vogel, der sein Alter auf 91 Jahre gebracht hatte. Hier leben noch 14 Personen, welche das 80. Lebensjahr überschritten haben. Der verstorbene Hemmig war bis in sein hohes Alter ein rüstiger Landwirth und besorgte noch das letzte Jahr mit Fleiß seine Reben. K ü ß n a ch t. Frau Präs. Karol:ne etvier geo. Trmmann i im hohen Alter von 94 Jahren hier gestorben. Lugano. Unlängst brach im Grand Hotel du Parc et Beausöjour (Eigenthümer K. Ehret), an dessen Erweiterung den ganzen Winter über gearbeitet worden war, Feuer aus. Vom Winde angefacht, nahm es einen enormen Umfang an. Trotz der un ermüdlichen Arbeit der Feuerwehr brannte das Innere und der Dach stuhl völlig aus. Dem Vernehmen nach beläuft sich der Schaden auf über 100,000 Fr. L ü t i w i !., Ein scheußliches Vcrbrechen, das jetzt erst Aufklärung fand, wurde hier vor , längerer Zeit begangen. Man fand in einer Scheune die 16jährige Jda Gehrig. ein schönes und für sein Alter stark entwickeltes Mädchen, an einem Baiken erhängt vor. Man glaubte an Selbstmord und die Todte wurde bestattet. Jetzt hat sich .herausgestellt, daß das Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Sie hatte sich mit dem Sohne ihrer Pflegeeltern Wälti in ein Liebesverhältniß eingelassen, das nicht ohne Folgen blieb. Der junge Bursche suchte sich des Mädchens , zu entledigen, lockte es in die abseits gelegene Scheune, wo er es erdrosselte und dann, um den Schein eines Selbstmordes zu erwecken, aufhing. Die Leiche wurde ausgegraben und es ergab sich, daß die Getödtete schwanger war. Der Mörder hat die That eingestanden. Hestcrreich'Nngarn. Wien. Dieser Tage feierte der städtische Arzt Dr. Ludwig Klein sein goldenes Doktorjubiläum. Letztens ist in seiner Wohnung. 2. Bezirk, Praterstraße 38, der Präsident der österreichischen Journal-Ak-tiengesellschaft Adolf Werthner im 78. Lebensjahre gestorben. Bei den im Festsaale der hiesigen Universität stattgefundenen Promotionen wurden auch die Damen Hedwig Stern, Elise Meitner und Selma Freud zu Doktorinnen der Philosophie promovirt.' Sie haben sich die Chemie, beziehungsweise Physik zum Hauptfache erwählt und ihre letzte Prüfung mit sehr gutem Erfolge bestanden. In einem Hotel des 2. Bezirkes jagte sich ein etwa 30jähriger Mann, der als Kaufmann Jgnaz Erdös aus Monyorokerek in Ungarn dort wohnte, aus einem Revolver eine Kugel in die rechte Schläfe, und 'ver letzte sich tödtlich. In einem an den Hotelier gerichteten Schreiben bezeichnet der Lebensmüde Lebensüberdruß infolge mehrfacher Kränkungen al Motiv der That. Baronin Alexandrine Mannsberg geb. Gräfin Kornis beging kürzlich hier ihren achtzigsten Eel"irtstag. Die in weiten Kreisen hochgeschätzte Dame, ie sich seltener Geistes frische und Gesundheit erfreut, wurde aus diesem Anlasse ron ihren Verwandten und Bekannten herzlich gefeiert. B rüx. Die hier seit Kurzem als Amme bediensiet gewesene Franziska Hawlik warf sich mit ihrem vier Wochen alten Knaben von einem Güterzuge auf die Schienen. Sie erlitt schwere Verletzungen am Kopfe, denen sie erlag; das Kind blieb vollkommen unverletzt. Gratz. Hier ist der Kämmerer William Freiherr v. Morsey, der Vater des Reichsrathsabgeordneten Mor. sey. im Alter von 85 Jahren gestorben. Innsbruck. Der Schriftsteller Anton Renk ist gestorben. Im Sommer v.'J. hatte der Verstorbene int Lungenentzündung und seither war
John Perrin, Ju. 1905 Jan. 1906 Die American umziehen sobald fertiggestellt sind.' X i .mm mim t j, .-N r v .T V V r'Nf'. 1 4
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