Indiana Tribüne, Volume 29, Number 214, Indianapolis, Marion County, 3 May 1906 — Page 3
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Jndlana Tibüne, S. Mal 1806
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Ruhe in
Witte's Resignation Thatsache.
Witte'S Nachfolger GoremyZm. 'Stteikbewegung in Frankreich gebrochen.
Wichtiger ReichStagsbeschlun. der Olympischen Spiele. Franireich. Scheinbar Alles vor ' über. Paris, 2. Mai. Paris bietet wieder den gewöhnlichen, alltäglichen Anblick. Die Militär, und Polizei. Patouillen find zurückgezogen worden, und die meisten Arbeiterorganisationen haben den so kurz gewesenen Streik usgegeben. Nach den gestrigen, theil. weise ziemlich ernstlichen Unruhen und ortwührenden Zusammenstößen zwi chcn Militär und Demonstranten war die Stadt heute vollkommen ruhig. Nur einige wenige Verhaftungen aus geringfügigen Ursachen wurden borge. nommen; im Großen und Ganzen kann die Streikbewegung als kläglich ge. cheitert betrachtet werden. Mehr als Dreiviertel der AuSständi gen aller Gewerbe haben sich wieder an die Arbeit begeben. Vereinzelte Kra ehler fanden sich des öfteren auf der Place de la Republique" ein, wurden edoch von der Polizei mühelos in Schach gehalten. Verschiedene Hltz! öpfe, die versuchten, die ruhigen Ele. mente von ver Arbeit abzuhalten, wur den in polizeilichen Gewahrsam gensm men. Die Truppen liegen zwar noch n ihren verschiedenen Lagern innerhalb und außerhalb der Stadt, waren ze doch heute nirgends zum Eingreifen ge nolmgr woroen. Die Behörden lind der Ueberzeugung, m alle ihre umfassmden Maßnahmen ..V A.a-X fUa SYftiMruftn k I . , rlT.,' ' . . 7 Pl und M,li,r die lu.!nSre Bewegung zur Zeit gänzlich gebrochen haoeN. 4IUQtU)lVi Bulletin. H It fl T rt tl n St. Petersburg, 2. Mai. Die ReHanation W itte'S alsPremieriftangeno m. m e n w o r d e n. AIS sein Nachsol ger wurde M. Goremykin. ehemaliger Minister des innern, ernannt. . OTifffttfirittiiiiiftAithift ta, f VVtWttJ) genug. St. Petersburg, 2. Mai. Alle Berichte, Witte werde den Posten als Präsiden! des StaatSratheS oder eine sonstige Sinekure annehmen, er weisen sich als Erfindung. Witte, zur Zeit ohne Zweifel der größte Mann im öffentlichen Leben. Rußland's, zieht sich vollständig in'S Privatleben zurück. Wenn auch sein Stur, alZ ein Sieg der Rectionilren betrachtet erden muß. wenn er auch unbeweint und undesun um, hm hoJiiif, SSaukiake j) " I "W T V I abtritt, so wird seine hervorragende Gröke doch anerkannt : denn ganz Rußland ist der Ueberzeugung, daß bei der erite aröeren Krisis, die da kom. men wird, der Zar gezwungen sein wird. Witte aus seiner Zurückgezogen kett wieder bervor,ubolen. na i ' s n i f n f it r. " n w n S t. Petersburg. 2. Mai. M. Goremykin. Witte'S Nachfolger als! Premier, ist einer von dessen bittersten Gegnern und unversöhnlichsten Fein den. Er war von 1895 bis 1899 Mi nifter des Innern gewesen, hatte diesen Posten jedoch auf Veranlassung Witte'S niederlegen müssen. Im Jahre 1899 nämlich hatte Goremykin dem Zaren berichtet, die Meldungen über die der zeitige furchtbare HungerSnoth in den I östlichen Provinzen beruhten gänzlich auf Unwahrheit. Witte, damals Fl. Nllnzminiflkr, war uoer joicgc niiiei lung der Thatsachen ergrimmt und i .ifi. . nt. r.x- sr..in.Y hatte dem Zaren Dokumente vorgelegt. auS welchen sich der wahre Zustand der Dinge klar ergab. Die Folge davon war gewzsen, daß der so wahrheitsliebende Minist des Inneren in Allerhöchste Ungnade, ge fallen und nur durch -verschiedene deh und wehmüthige Kniesälle und eine ordentliche Portion Protection vor dem Schicksale der Verbannung verschont geblieben war. Seitdem hatte Go remykin ohne Unterlaß gegen Witte in triguirt. Er gilt für einen DurchschnlttSmen schen, gleich unbedeutend cn Begabung wie an Erscheinung. Er stammt auS einer zwar alten, aber nicht besonders hervorragenden Familie in der Provinz Nodgorod, woselbst er ausgedehnte Lün
Paris.
Achtfacher Morder. Ende Toll am Kreuze sterben. dereien und eine bekannte Molkerei be fitzt. In seiner seitherigen politischen Carriere hat er sich durch Nicht her vorgethan als durch unbestimmtes Ver halten,und die allgemeine Ansicht lautet dahin, daß er der ihm übertragenen Aufgabe durchaus nicht gewachsen ist. Deutschland. Steuervorlage im R e i ch S l a g. Berlin, 2. Mai. Der Reichs, tag hat die Berathungen über die ReichZfinanzrefolm in der zweiten Lesung begonnen. Betrachtet man den Besuch deS HauseS als vollgültige? Kriterium für das Interesse, welches die Reichsboten der wichtigen Vorlage entgegenbringen, dann kann es nur als gering bezeichnet werden. Zahlreiche Mitglieder glänzten durch Abwesenheit, und auch die Anwesenden ließen einen hohen Grad von TheilnahmSlosigkeit erkennen. Als erste Position der Steuervorlage gelangte die Brausteuer zur Erörterung. Nach Yer Fassung der Regierung sollte diese Steuer einer, Ertrag von 67 Millionen bringen, während die Kommission in ihrer zweiten Lesung von dieser Summe nicht weniger als 33 Millionen ge strichen hatte. Die Berathungen über diese Vorlage nahmen einen überaus zahmen Verlauf. Acktfaüer Mörder. - r , a h , o , , Mordverdacht verhaftete Ger- ' der Mr Dietrich hat heute kW um. ffljf minm abgelegt, dem ,u. e. gauke der de.floffenen geben n?nrMhrtrn hnfirn hni 0 vi((im wHv.wwy. f m Religiöse Freiheit. Berlin, 2. Mai. Der Reichs tag debattirte heute über einen Cen trumSantrag tn Sachen der religiösen vreiyen, roeiqer oiasiung oer schränkungsgesetze der Bundeöftaaten verlangt. Der eilte Paragraph wurde angenommen mit einem radikalen Zu fatze, der religiöse Freiheit über daS ganze Reich gewährt, und mit einem sozialistischen Amendement, welches religiöse Erziehung und Kirchenzwang Minderjähriger gegen den Wunsch der Eltern verbietet. CchiffSauftrüge für China. Berlin, 2. Mai. Der Besuch der chinesischen Sludlenlommilsion. 'Ich im verflossenen März hierselbft we,,t hak. und die wührend threZ hie ften Au!IHaltZ vom Kaiser mit großer Au-zetqnung behandelt worden m, wtrd dem veunqen Schiffsbau vor auösichtlich großen Nutzen bringen. Die Chinesen haben die Kieler Wersten emer eingehenden Besichtigung unter Zogen und von dczen Leistungsfähigkeit emen o guien morua hatten, dav I 9 tfl fk . l r . - . . Ne ,aylrelqe Avslrage zugejagt haben. --S t-.- -$V-v . -iyw m - - w "asv.-:-:.-,: sVTt i',tfMt'&X ,'-!B4ii,7 ,1.4 'ri "- ( --tVitf I
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Copyrlflxt, 1900, by Judse Company. Im Centrum des Erdbeben-Distrikts in San
Der Fall Stephan y. Berlin, 2. Mai. Aus Straß, bürg kommt die Nachrrcht. daß der ehemalige Polizeikommissar Stephany von dort, welcher sich nach angeblicher Un terschlagung im Amt nach der Schweiz geflüchtet und dessen Auslieferung die deutsche Regierung in Bern gefordert hatte, nunmehr ausgeliefert werden wird. Wie vor einiger Zeit berichtet, war im verflossenen Januar Stephany'S Ekandal.Brofchüre Germanifation, Willkürregierung und Polizeiwlrth. schaft in Lothringen" von der Behörde konfiözirt, der Verfasser ab:r selbst nach der Schweiz entflohen und in ZZürich verhaftet worden. Das Vergehen der Untersilagung soll Stephany dadurch begangen haben, daß er mehrere amt
liche Schriftstücke sich angeeignet hat. Die Genickstarre. Berlin, 2. Mai. Die Genick. starre, welche scyon seit Jahren in Deutschland grasfirt, greift immer wei ter um sich, hauptsächlich in der Rhein. Provinz. Im Kreise Ruhrort haben sich im Laufe der letzten Woche fünf Todesfälle an der Seuche ereignet. In Essen liegen 20 an derselben darnieder und in Waldenburg 43. Oesterreich'lwgarn. Sieg der Unabhängig keitöpartei. Budapest, 2. Mai. Bisher ist das Resultat der Wahlen für daS neue Abgeordnetenhaus deS Reichstags in 196 Wahlkleifen bekannt geworden. ES sind 133 Anhänger KossuthS, 29 Kon ftltutionaliften und 12 Vertreter der klerikalen VolkSpartel gewählt worden. Die übrigen Mandate vertheilen sich zwischen den fiebenbürgischen und schwäbischen Deutschen. Serben und.' Rumänen. Der Juftkzminlster Polonyi, der LandwirthschaftZ. Minister Daranyi, Juft'h, der Präsident deö ver? flossenen Reichstags, sowie die früheren Ministerpräsidenten Baron Banffy und Koloman Szell sind gewählt. Zwei Fliegen mit einem Schlag. Wien. 2. Mai. DaS Offizielle Journal" kündet an, daß Premier Gautsch von Frankenthurn und Graf Arthur Bylandt-Rheidt. Minister deS Innern, abgedankt haben, und daß Prinz ttonrad von Hohenlohe.Schil lingsfürft zum Premier und Minister deS Innern ernannt worden ist. BlutigeWahlkrawalle. Budapest, 2. Mai. Die Be fürchtungen, daß eS aus Anlaß der jetzt stattfindenden Neuwahlen zum ungark schen Abgeordnetenhause zu Unruhen kommen würde, haben sich bereits be wahrheitet und die seitens der Regie, rung angeordnete Entsendung von Truppen nach vielen Bezirken hat sich als durchaus gerechtfertigt erwiesen. Einen stürmischen Verlauf nahmen die Wahlen .namentlich in Süd.Ungarn. Dort haben Rumänen bei einem Wahl' krawalle einen Gemeindevorsteher er schlagen. Dieses Vorkommniß beweift, daß die während der Krisis mehrfach zu Tage getretene Erbitterung der rumä Nischen Bevölkerung gegen das Magya renthum noch nicht nachgelassen hat. , ' m '"W , teZZ"t' , wjsfry-" y . ,wf-6lt
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Schweden. In. die Luft geblasen.
Stockholm. 2. Mai. Eine schreckliche Explosion, deren Ursache bis jetzt nicht festgestellt werden konnte, zer. Porte heute sämmtliche Gebäude der nahe Vintervlken belegenen zNitrogly. cerinfabrik. Soweit ermittelt verloren nur vier Mann ihr Leben. Griechenland. Olympische Spiele beendet. Aachen, 2. Mai. Unter den feier. lkchen Klängen der National Hymne! und begeisterten Rufen und Händeklat schen der ungeheuren Zuschauermenge erreichten die olympischen Spiele heute Abend ihr Ende. In glühender Som merhitze widmeten sich am Nachmittage König Georg, Königin Olga, Krön Prinz Konstantin und die Übrigen Mit glieder der königlichen Familie der schönen Arbeit des Vertheilet der Preise. Bei weitem die größte Anzahl von rv . ? r t- -w am Preisen yaoen na? mt Amerikaner er rungen, in 29 Fällen, wo sie an den Wettbewerbungen theilnahmen, holten sie sich elf erste, sechs zweite und fünf dritte Preise. Maroccs. Soll gekreuzigt werden. Tanger, 2. Mai. Hadj Mo. hammed MeSfiwi, jener Flickschuster, welcher überführt wurde, 36 Frauen in den Hinterhalt gelockt, ermordet, und sodann auf seinem Grundstücke ver. scharrt zu haben, wurde, wie von Ma. rakesch gemeldet wird, zum Tode der urtheilt, und zwar soll der Massenmör der am 3. Mai gekreuzigt werden. Diese TodeSart, welche seit Menschen gedenken nicht verhängt worden war, wurde angeblich gewühlt, weil daS ent rüstete Volk nach der möglichst schwer sten Bestrafung verlangte. Sase-Ball. Die gestrigen Spiele Wirten wie folgt: American-Association. Indianapolis, 2. Mai. Indianapolis .00020100 03 )?ansas City. . 00000045 09 Batterien Sommers und Kahoe, Hawley; Frantz und Sullivan. Columbus. 2. Mai. ColumbuS.... 51001020 9 MinneapoliS...1 0001001 14 Batterien Vail und Ryan; Kilroy und Viaeger. Toledo. 2. Mai. Toledo 20121013 10 St. Paul. ... 201 1 00202 3 Batterien Gillen, Pkatt und Abbott. N a t i o n a l . L i g a. Cincinnati, 2.'Mai. Cincinnati.. . .0000010001 PittLburg . . . . 01120000 04 Batterien Dorner. Schlei und Li' vkngston; Willis und Peitz. Boston. 2. Mai. Boston 200000100 0-3 New Z)ork. ..010000020 14 Batterien AmeS, McGinnity und Gtlbert. St. Louis, 2. Mai. St. LouiS.... 00010000 01 Chicago 00200002 1 5 Botterien Egan und Holmes. ' - Francisco.
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Ztrsßburgs Elltwicklung.
kluSdehnung der Stadt und materielle Bes. seruug der LZerhaltntn. Ueber die räumliche und materielle Entwicklung, die Straßburg im Elsaß seit seiner Wledereinverlelbung zum deutschen Reiche rm Jahre 1871 genommen hat, schreibt ein Reisender unter Anderem Nachstehendes: ' Man braucht nur einen Blick von der Plattform des berühmten Münsiers m Straßburg auf die Stadt herabzuwcrfen, um zu fehen, wie sie durch das Hinausrücken der Wälle einen Raum gewonnen hat. der so groß wie die ganze Altstadt und zu fast drei Viertel auch bereits bebaut ist, um den Eindruck zu erhalten, welchen ungeheuren Nutzen die Straßburger von der Annexion gehabt haben. Die Einverleibung fiel eben gerade in den Beginn der Periode, m welcher, die deutschen Städte ihren so beispiellosen Aufschwung nahmen, während die franz'öfischen Städte auf ihrer Einwohnerzahl und Ausdehnung siehengeblieben sind. Soweit, also der rern materielle Maßstab in Frage kommt, so hört man heute unter den Geschäftsleuten und Industriellen Straßburgs auch keine Klagen mehr. Im Gegentheil. So erzählte mir zum Beispiel ein Fabrikant, der Unterjacken macht, ein nun schon bejahrter Herr, daß er vor der Annexion den vollständigen Rum für sich befurchtet hatte, 'weil der französische Bauer, für den er bis dahin gearbeitet. solche zum Preise von 18 Francs ($3.60) trug, während der 'deutsche Bauer nur den dritten Theil dafür anlegte; dadurch aber, daß er rechtzeitig seinen Betrieb den neuen Bedürfnissen anpaßte, kann er mit dem Wandel nun sehr zufrieden sein. Blos keinen neuen Krieg!" hieß seine Loosung wie die der ganzen arbeitenden reichslandischen Bevölkerung, gleichviel, ob man nun mit den Altdeutschen," das heißt denen im Reich" zusammensteht, oder mfolge noch bestehender Tradition, französischer Verwandtschaft und weil man mit dem Verhalten der deutschen Reaierung nicht immer zufrieden ist, seine Sympathie Frankreich zuträgt. ' DaS Bogenschießen. In China ist erst letztes Jahr durch kaiserliches Edikt der Bogen als militärische Waffe abgeschafft worden. Bis dahin war das Bogenschießen nicht nur bei den Offizierprüfungen ein obligatorisches Fach gewesen, sondern es hatten auch die Generale, wenn sie sich aus festlichem Anlaß in ihrer schönen alten Tracht be: Hofe vorstellten, den Bogen tragen müssen. So seltsam uns derartiges anmuthen mag. so wird es doch erklärlicher, wenn wir berucksichtlgen. daß ähnliches selbst in Europa noch gar nicht so lange zurückliegt. Sind doch 1814 an der Schlacht von Leipzig bogenbewaffnete Baschkiren im russischen Dienst betheiligt gewesen, von denen zwei noch heute im Leipziger Museum aufbewahrte Bogen herstammen. Obwohl die Franzosen sich nicht ohne Grund über die Sache lustig machten, so sollen doch thatsächlich eine Anzahl Verwundungen durch Bogenschüsse vorgekommen sein. Noch heutigen Tages wird das Bogenschießen nicht nur m den afrikanischen und Südsee-Kolo-men europäischer Staaten, sondern wenn auch blos als Sport in Europa selbst betrieben. Dieser Sport wird m der Schweiz und Nordfrankreich blos von Männern, in England aber wegen der daraus sich ergebenden hübschen Körperhaltung auch von den Damen der Gesellschaft ausgeübt. Allerdings bringen es die modernen Bogenschützen und -Schützinnen selten weiter als auf cme Lange des Schuhes von 100 Nards, während die alten Meisier des Boaenschusses. die Türken, noch auf 200 bis 300 NardZ eine grosse Treffsicherheit entwickelt haben sollen. Einsturz einer Kirche. In St. Jacobs, Jll., wurde jüngst di Kirche der deutsch-lutherischen So meinde durch einen Sturm umgeweht Es war qegen zwei Uhr Nachmittags, als die männlichen Mitglieder und. ihr Seelsorger. Pastor Geiger, sich zwecks einer Geschäftssitzung in der Kirche dersammelt hatten. Sie wollten über den i Bau einer neuen Kirche berathen. Um das Gebäude heulte und tobte der Wind. Plötzlich erzitterte der ganze Bau und einige Ziegel lösten sich los und fielen krachend zwischen den Mitgliedern der Gemeinde zu Boden. Auf dies Gefahr?!lchen hin eilte Alles hmaus in's' Freie. Kaum hatte der letzic Mann die Kirche verlassen, als diese mit donnerähnlichem Geräusch gänzlich einstürzte. Ein in der Nähe wohnender Neger, der durch fallendes Ziegelwerk getroffen wurde, erlitt einen Armbruch und in einem nahe der Kirche siehenden Stalle wurde ein Pastor Geiger gehörendes Pferd erschlagm. Auswanderung von Rußland. Nach einer Statistik haben in der Zeit vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 1905 201.080 rufsische Unterthanen und 142.000 Ausländer das russische Reich verlassen. Der November jenes Jahres war besonders reich an Flüchtlingen. In diesem Monat gingen 24,874 russische Unterthanen in's Ausland (gegenüber 13.311 im Jahre 1908) und 25.785 Aussänder (gegenüber 13,160 im Jahre 1903).
