Indiana Tribüne, Volume 29, Number 212, Indianapolis, Marion County, 1 May 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, l. Mai
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er zimgste Bruder
Esz!ler Koma dan ErnK Wlchert. (fiorifefeuno.) Sie gwgen wieder eine Strecke schwcigeud. er ließ den Kopf hängen und zchicltc cm paarmal seitwärts, od er von chrcm Gesicht etwas ablesen könnte. Das Fräulein ist Ihnen also nicht recht," brach cr los. Sie zuckte. Mir?" Ich dachte nur so, meinetwegen. Sie sagten doch, ich hätt' Ihnen leid gethan. Wissen Sie was von dem Fräulein?" Ach Gott, nein!" wehrte sie eifrig ab. Es kann ja mit rechten Dingen zugegangen sein, daß eine so lange verlobt gewesen ist und nachher gcht'ö ausemander. Man braucht da an nichts schlimmes zu denken. Aber wenn eine so ein Unglück gehabt hat, die doch hoch hat hinaus mollen, und soU dann durchaus angebracht werden, und es kommt ihr auch nicht darauf an, bei wem " Sprechen Sie sich ans, Niekchcn," bat er, da sie stockte, Sie treffen cS da ganz richtig. Meine Schwägerin, die Gnädige es kann wohl sein, daß sie'S eingefädelt hat, um ihre Cousine an den Mann zu bringen. Wenn ich mir'S recht überlege cS kann wohl sein." Dagegen wär' auch sonst nichts zu agcn," meinte Friedcrike.' Warum ollen Verwandte juicht für die Ihrigen orgen ? Aber Sie sind doch auck ein Verwandter. Und gerade jiir Sie. ." Paßt das nicht, glauben Sie." Nach meinen dummen Gedanken: kein. Denn da ist nichts und soll doch lo ausleben. Und wenn sie einen ?.ii'ck in yciratytt, wird auch mazls lein iyiö doch so aussehen sollen. DaS kann für Sie nicht gut ausschlagen." Er verstand sie vollkommen, so nndeutlich sie sich auch ausdrückte. Er schob den Hut aus der Stirn, so heiß wurde ihm. Das trifft," sagte er.. Heiliges Kren; waö mach' ich da ?" Sie gab keine Antwort. Nach einer Weile blinzelte cr sie von der Seite an. Niekchcn. ..." Was wollen Sie denn noch ?" Sie dürfen mir aber nicht böse sein." Ach ! deshalb " Nein, nicht deshalb. Sondern ES kommt noch " Gehen ie nur!" Wissen Sie Rickchcn. wir beide Wir beide möchten viel besser zu cinander passen." Ach, so ein Unsinn !" rief sie und wendete sich ab. er schwenkte näher an sie heran, so daß er ihre' Schulter streifte. Nein, nein ! so dumm ist'S gar nicht," sagte er. Gerade so eine Frau, wie öic sind, könnt' ich brauchen." DaS kann d?:'; nicht Ihr Ernst sein, Herr Verken ?" Ach waS : Herr Werken ! Ich bin der Tischler Arnold Verken. und wenn Sie wollen, werden Sie die Tischlcrfrau Friederike Verken das paßt." Sie schien sich daS Lachen verbeißen zu müssen. DaS paßt gar nicht." Ich denke doch, Niekchcn. Sie haben mir gleich gefallen daS ist wahrhaftig wahr. Und wenn Sie nicht lügen wollen er stieß sie mit dem Ellenbogen an so ganz zuwider bin ich Ihnen doch auch gerade nicht gewesen. ES kann ja cin, daß Sie sich nicht viel aus mir machen ; wenn Sie aber bedenken, daß ich doch jetzt gut im Stand bin, und mit der Zeit immer bqicr " Da ist gar nichts zu bedenken, Herr Verken," siel sie ein und wurde nun ganz ernst. Wie ich sonst zu Ihnen stehe, da; ist meine Sache und geht keinen etwas an. Ich könnt' Ihnen recht gut sein, und müßte doch sagen: cS ist Unsinu. ES ist noch größerer Unsinn als daS andere. Denn da sind doch wenigstens die Verwandten einverstanden, und daß sie Ihnen der Frau wegen hinaufhelfen werden, so viel sie können, versteht sich von selbst. Wenn Sie mich aber lzeirathen ach, c3 ist ja lächerlich, gch'n Sie !" Er schien dazu gar keine Lust zu haben. Ich wüßte doch nicht " Ihre Herren Ärüdcr würden das auch wohl zulassen?" Ich steh' nicht 'unter Lormund' schaft." Und die gnädige Frau Gchcimräthin und dir Frau Major I Denen kämen Sie mit mir gut an." DaS mag sein. Sie haben sich ja auch früher um mich nicht gckum mett." Jetzt aber ! Was denken Sie sich denn? Wenn Sie den Hcrrschaften so vor den Kopf stoßen, wird'S damit abaethan i ein stc haben icfet ein gutes Geschäft und verdienen schönes Geld'. Wird daS so weiter gehen? So etwas bilden Sie sich doch nur nicht ein. Wenn die ihre Hand von Ihnen abgehen. ist'S auS damit. Und das thun sie sicherlich. Dann können Sie wieder zulehen, wo sic Arom nnoen. Was wollen Sie da mit einer Frau, die auch nichts hat und gar noch daran Schuld ist, daß eS Jhlien so schlecht geht? Es ist Unsinn, das müssen Sie einsehen, wenn S:e auch nur für einen Nickel verstand haben." Arnold sah finster auf'S Trottoir hinab. ,.ES brauchte in doch nicht gleich zu sein " murmelte er nach einer Weile vor sich hin, eine Reihe. von (Veoanien uderipringend. Die er nicht laut werden lassen wollte. Wenn Sie mir gut sind, Nlekchen " .Das wird mit der Zeit nicht besser, wehrte sie ab. mC$an im Gecleutheil ! .Ich weiß doch nicht. Wenn ich erst im Gezchäft auf eigenen Füßen stehe u .Dazu kommen Sie nicht. Wer nicht aüs eiaener Kraft von unten-unfängt. der gelangt auch nicht aus eigener ikraft obenauf. Und wie lanZe wollen, Sie
sich heimlich mit mir schleppen? Ueber-! 1. 1. r." v : . ex. f : j. i ; i.
ijuuyi ur üicvjniuuajuu vlil icu gar nicht. Darum lassen Sie mich in Frieden. Qerr Verken. Ein für alle Mal ! Haben Sie mich verstanden?lv (i a W 4 Vam OfY) 4 l a uuuc iuu;i vui Miini, unuu ui sie zu dringen, aber er seufzte ein paar i f 4. 4. mu vernemum uno ruerre irn in ocn Schultern zureckt, als ob er etwas abzufchütteln hätte. Dann sah cr nach der Uhr, gmg wieder fünfzig Schritte, ohne doch daS Gespräch aufzunehmen, zoa nochmals die Ubr heraus, kielt sie an'S Ohr und steckte sie in die Westenlajche. Ctf kam tijci nur daraus au, irgend eine Beschäftigung zu haben. Endlich mußte er sich doch entschließen, seinen Rückzug zu nehmen. .Sie werden sich noch besinnen, Riekchen", sagte er, grüßte mit einem Kopfnicken und t t .x . oiica iieyen. Sie fetzte ihren Weg sort. Er fall iur nach, bis sie um eine Ecke verschwand. So eine eiaensinniae Person knunte er. .Aber klug 4 .... eri j l.-- . r . rmg uno ein praajnnacci oci auc dem. Wenn sie wollte fie könnte einen ganz toll machen." .2va& sangt man nun mlt sich an r" fragte er sich nach einer Minute halblaut. .Ihr nachzulaufen, lohnt nicht. Und jetzt mit dem Fräulein ES ist eigentlich ein erbärmlicher Zustand.Er aina beute nickt zu seinem Bruder, dafür aöer in's Wirthshaus. J.Kapitel. ' Bald darauf besuchte ihn der Geheime Rath in seiner Wohnung. DaS geschah sehr selten : eS mußte eine Bedeutung haben, Und es hatte auch eine. Arnold meinte anfangs, er wolle ihn wegen deö letzten Ausbleibens befragen. Aber diese? Pnukt wurde nur gauz flüchtig benlyrt. :Cie gleichgültigste (ntschuldigung genügte. Weshalb ich eigentlich komme - sagte oer ueemj, slm in cic Sophaecke werfend, BDn weißt, die Wahlen stehen vor der Thür.- . Die Wahlen?- fragte Arnold verwundert. .Du liest doch wohl Zeitungen ?" .Ja, mitunter. Allerdings ganz recht, die Wahlen Ja, ich erinnere mich..ES wird diesmal ein heißer Kampf werden, ein ungewöhnlich heißer Kumpf. Alle Gutgesinnten müsjen zusmnmcnstehen, um den Feind jeder bürgerlichen Ordnung zu überwinden." So hm Was ist das für ein Feind?- fragte der Tischler etwas unsicher. .Ich denke, darüber kann kein Zwei' fel sein,- antwortete der Geheime Nath achselznckend. Die So'.ialdeniakratie bedroht Staat und Gesellschaft, sie ist der Feind, gegen den wir uns gesammt werfen müssen, wenn wir nicht von ihm erdrückt sein wollen. - .Nu so arg am Ende - murmelte Arnold, indem er sehr beunruhigt auf seinem Stuhl, den er mit beiden Händen unter dem Sitz gefaßt hatte, hin und her rückte. So arg treibt cr'S und noch ärgcr.versichcrte der StaatSwürdenträger, ihn mit einem strengen Blick strafend. Es scheint eine Krankheit zu sein, an der die Menschheit leidet, eine gefährliche ansteckende Krankheit. Du bist ja auch von ihr ergriffen gewesen und kennst ihre mörderischen Wirkungen. Man kann sie einen epidemischen Wahnsinn nennen. Hoffentlich hast Du in anderer Lust die Gesundheit wieder gefunden." Es lohnt nicht, daß wir darüber streiten,- suchte Arnold auszuweichen. Du siehst cS so an." Jcder Bcrnünstigc sieht cS so an.ciferte der Geheime, .jeder Vaterlandsfreund, jeder Monarchist, jeder fricdlicbende Bürger. Denn das ist doch nur ein feiges Versteckspiel, venn die Parteisührcr von Reformen auf gesetzlichem Wege sprechet. Sie erkennen kein Vaterland an, sie wollen die Republik und sie warten auf die Rcvolution..Du mußt cS ja wicn,- bemerkte der Tischler ein wcrng spöttisch. Bestrcitcst Du eS etwa ?- Na ja, cS gibt auch solche ich kenne viele von den AnarchiUen ganz gut. Aber waS die Mehrzahl von denen betrifft, die sozialdcmokratisch stimmen, denen ist'S nur um höheren Lohn und besiere Behandlung zu thun. Gegen die NcglerUtig wollen it nichts unter nehmen." . DaS mag sein. Sie sind eben die Benuhrten. Man mutz dafür sorgen. .daß der Einfluß der Verführer gebrochen wird, rauschen wir uns doch nicht darüber, da sie sich rn Zeiten der Auf reaunq blind zu allem werden qebrau chen lassen. Du gehörst jetzt -selbst zu den Arbeitgebern, zu den Besitzenden. Du wirst eingesehen haben, daß. eine ungeheure Gefahr lins bedroht. Du selbst hast den besten Grund, Dich dagegen zu, wassnen und aus die Seite derer zu treten, die die Fahne der Ord nung hoch haltcn. Äber cS.thut mir Niemand etwas .Willst Du warten, bis man Dir Deine Maschinen zerschlägt. Deine Kasie ausraubt, das Haus übendem ops anleckt r Arnold lächelte verlegen vor sich hin. Er begriff nicht recht, waS sein Bruder eigentlich von ihm wollte, und hatte doch die Vermuthung, daß er in ganz bestimmten Absichten gekommen sei, gegen - .. r v v..j. f.!.. . , rr . t . oie cr auf ocr ojiu fein mure. zi ocschloß. ihn sich auösprcchcu zu lassen und die eigene Meinung zurückzuhalten. Deshalb lächelte cr nnr ungläubig, sagte aber nichts. .ES ist im Werke snhr deshalb der Geheime 3!ath fort, wenigstens für den Kampf mit diesem übermächtigen Gcgner einen engen Zusammenschluß aller Parteien, die extremsten etwa ausge.schlössen, herbeizuführen. Unbeschadet ihrer sonstigen Meinungödisserenzen sollen alle guten Bürger sich zu dem Zwecke der Abwehr vereinigen. Dieses rozrammoll gelegentlich dr nächsten
Wahlen zum Ausdruck gebracht werden. Ich nehme an, Du bist damit ganz einverstanden. - .Aber daS ist doch ' sehr gleichgültig - .Durchaus nicht, lieber Arnold. Jede Stinnne ist von Bedeutung." .So sage doch endlich - .Mit einem Wort : es wird ein Wahlaufrns in dem von mir ausgesprochenen Sinne erlassen und möglichst weit verbreitet werden.- Er griff in die Seitentasche seines UebcrrockS und holte ein Blatt Papier vor, das auf der einen Seite bedruckt war. .Hier ist cr. Willst Du ihn Dir einmal durchlcscn?Der Tischler schob das Papier zurück. .Ist nicht nöthig,- sagte cr, .ich kenne das schon..Du kennst schon den Inhalt ? Unmöglich.' Die Sache ist bisher ganz vertraulich behandelt.Jch meine Es sind ja doch immer dieselben ötedcnsarten.Der Geheime Nath stutzte. Du wirst Dich überzeugen " Herr Gott, damit fangt Ihr doch sei neu," rief Arnold ungeduldig. Wer drin ist, ist drin; und wer draußen ist Aber ich will nichts sagen. Bcrsucht's doch V4 Der ältere Verken richtete sich steif auf und strcckte'daö Kinn aus der Kravatte vor. Lieber Arnold," sagte cr mit dem Ton der Unfehlbarkeit, es kommt bei solchem Wahlaufruf stets wesentlich daraus an, wer ihn unterschreibt. Der Name steht für du Sache. Wir haben die Unterschrift von vielen hohen Beamten, Kapitalisten, Jndustriellcn, namhaften Kaufleuten. DaS genügt uns nicht.' Ihrer sink wir auch oyncdtes sicher. Wir müssen da Zertrauen der mittleren Volksschichten, der Bürger, kleineren Gcschäststreibcndcn, unteren Beamten, Handwerker zu gc wiunen suchen. Deshalb bemühen wir uns u:.l möglichst viele Unterschriften gerade aus diesen Schichten der Gesellschaft. Hier steht der Schuhmacher und Schneider neben dem Präsidenten, der Budiker neben dem Ehcs einer wcltberühmten Firma. Mögen sich engere oder weitere 55rcise um die Einzelnen ziehen und tausendfach in einander gehcn die Hauptsache ist, daß wir das ganze Feld gewinnen." Arnold znpftc sein Ohrläppchen, das schon ganz roth war. Ja versucht'S doch," sagte cr noch einmal. Der Geheime Nath nickte. DcShalb bin ich eben hier. Ich bitte auch um Deine. Unterschrift." Um meine !" Arnold sprang crschreckt auf. Um Dciue Unterschrift. Gerade Deine Unterschrift ist uns von großer Wichtigkeit." Aber " Man weiß, daß Du selbst zu den Verirrten gehört hast. ES wird den besten Eindruck machen, wenn man Dich jetzt an der Spitze der Gutgesinnten sieht." Gan: im Gcacntbeil - Verlässe Dich darauf, cS wird den besten Eindruck machen. Vielen Hundertcn und vielleicht Tausenden wirst Du daS Beispiel zur Nachfolge geben. Gerade aus den Kreisen, die sich uns bisher verschlossen haben, wirst Du die gesunderen Elemente heranziehen. Sicht man Dich bekehrt, so wird man sich gern bekehren lassen. - .Nein,' das geht zu weit,- rief Arnold. .Ich bin still gewesen, ich hab' mich zurückgezogen aber daß ich so schuftig Nein. nein, nein!" Bedenke doch, was Du sprichst," rief sein Bruder, und crcifre Dich nicht. Ich meine, cö kann Dir nur angenehm sein, aus dieser Halbheit je eher je lieber herauszukommen. Hier ist Dir die Gelegenheit ' gegeben. Du willst ja doch zu uns gehören, denke ich. Warum also nicht offen und ehrlich bekennen, daß Du mit der Vergangenheit gebrochen hast?" Ehrlich? Eine solche Abtrünnigkcit eine solche " Er wollte Gemeinheit" jagen, schluckte aber daS Wort herunter. Ja, wie denkst Du Dir denn das ?"
fragte der Geheime Nath, anscheinend ganz Verwunderung. Für nichts ist nichts in der Welt.' Man erwartet mit ökecht, daß Du Dich für die Gunst, eine . . 1 - ir et. Ir geflaicric rcuung cryaitcu zu haben, dankbar bezeigst. Ich habe mich bei den Behörden alcjchsam für Dich ver bürgt. : In Folge dessen sind Dir sehr ,..--.' - . luiralloc AUfirage zugewendet, noch wichtigere zugedacht. Ich will nicht behaupten, daß man-aus eine Gegen lcistung rechnete; aber man wird sich - i . . ii i . ' gar nlcyr oie ivcogiiairclr vorstellen lonncn. daß cin so bevorzugter Mann sich weigert, die wohlwollendsten Bcstrcbungen der Regierung zu unterstützen. Ich selbst verstehe Dich gar nicht." Du natürlich ja wohl. Du " keuchte Arnold, dem der schweiß auf der Stirn stand. Aber wie ich ? Warum muß ich denn ourmaus uulmmrelveu y eun ich gewußt tiättz Zum Teufel, das ist m t "t ' f rr . i ' man nuojQi von AJir. Der Geheime Nach stand auf. In drei Tagen wird diese Liste geschlossen, lieber Arnold,", sagte cr schr ruhig. .Wenn Dein Name sich bis dahin nicht darauf befindet Du kannst ia tbun. waS Du willst, ich verliere kein Wort weiter darüber. Aber für die Folgen ! J. f.rtfi, r.. . , lanli ia) jcioiücrpaiioua) nicht gttl stehen. Adieu I" Er reichte ihm zwei zinacr der reckten Hand zum Abschiede. - nahm den Hut vom Tisch und entfernte sich. Arnold blieb in schr ungcmüthllcher Stimmung zurück. Das geschieht nicht! war wieder, sein erster Gedanke. Sie wollen Dir einen Knebel in den Mnnd stecken, einen Strick um die Hände legen ! Haben sie Dich erst s, c.:.. o .rixi.ti ' vu. . . . liu, gejll)leul Nicyr ! Er ging in die Werkstätte, trat an eine gerade unbesetzte Hobelbank und bearbeitete eiu Brett, daß die Spähne
nur so flogen. ES wurde auch da über , Ct . y . . .
oie Manien gesprochen, .n diem Bezirk haben wir unsern Mann ziemlich sicher.- meinte der Altgeselle Haber, .wenn jeder seine Schuldigkeit thut. Auch noch iu einem zweiten. Aber m den andern ist die Aussicht nicht ganz so gut. Wir müssen uns höllisch zusammcnnchmcn. daß wir wenigstens in die Stichwahl kommen. Unsere Gegner sind zum Glück gegen einander so erbittcrt, daß noch fraglich ist, ob sie sich hclscu. Nicht einer von uns darf auöbleibcn. Das ist doch auch Ihre Meinung, Meister ?- Laßt mich diesmal ganz aus sagte Bcrkm. .ich hab' meinen Kopf mit aiu dem Dingen voll..Dafür bleibt noch immer Naum,antwortcte Haber lacheud. .Ich soll Sie übrigens fragen, ob die VertraucnSmänner hicr zusammen kommen köunm. In den Wirthshäusern-ist die Polizei immer gleich hinter ihnen her.- . ..3S hier YinrneUt Vnrmt 9sfinNÄ I - .yv vvtljvifif IVVilil XJ UVVHVV nicht zu Hause biu, weiß ich nicht.sagtc Berkcn mürrisch. .Erlaubniß will ich nickt geben. Macht mir keine Uugclcgcnhcitcn..Wir verstehen wohl,- versicherte Haber. Aruold fand die Dnickschrift noch aus seinem Tisch liegen. Er me& daS Bla. mit der Hand fort, daß es auf die Erde I flog. Dann hob cr es aber doch wieder aus und warf einen Blick hincin. .awohl, mit peck fängt man Mäuse. ur immer dcu Mnnd recht voll mymcn! Versprechen, versprechen daS kostet nichts. Und ich .soll. ... ES St ja lächerlich !- r steckte daS Blatt in die Tasche uno trug sich einen Tag damit herum. WaS ihm sein Brndcr gesagt hatte, wollte ihm doch nicht ans den Gedanken kommcn. Es war ja richtig, man erwartete das von ihm. Wcß Brod ich csse, deß Lied ich singe! Eine hundsföttisch. r r i isachc, alicr : .r yar wea)i, es iji einmal so in der Welt. Die aus der andern Seite lasten auch nicht Jeden feinen Weg gehen wen sie haben, den halten sie fest. Es ist etwas dabei : die Umstände haben sich geändert. Wer kann dafür ? Man denkt an dergleichen gar nicht und geht d'rauf loS -plötzlich ist'S da nnd läßt einen nicht vorbei. Stehen bleiben? Das kann nicht sein. Und zurück? Erst recht nicht. Daun fällt hier alles über den Hauken. Ach äh ah!" Er zeigte daS Druckblatt Kranich. Was denken S!e davon? Ich soll unterschreiben." .Ja, warum denn nicht g" fragte derselbe zurück. .Wenn man da meinen Namen liest. . Eö ist. als ob ich mich umgewendet habe das Innerste nach außen. Wie wenn man in einen Sack faßt und.kehrt ihn um.Waö weiter? Er ist ja auf der anderen Seite ebenso gut zu brauchen. Und wenn doch eine andere Signatur herauf soll -.Das ist'S cben.M verstehe aar nicht, wie Sie sich mit so etwas den Kopf beschweren können ? - ES weiß ja doch Jeder, wie's gemacht wird, too eine Unterschrift. . ES ist, als ob man dem Hunde einen Knochen hinwirft, daß er einen nicht anbellt, ch kann Sie versichern, die allerfcinstcu Leute denken so. Glauben Sie dcnn, unter diesem Eirkular hier wird irgend wer aus einem anderen Grunde stehen, als weil cS ihm nützlich ist, oder weil cS ihm unbequem war abzulchucn?" .Also Sie meinen, das ist nur so. .- .Ich meine gar nichts, als daß Sie. sich doch einer falschen Quarkcrci wegen nicht mit Ihren Brüdern überwerfen nnd beim Herrn Kommerzienrath verdächtigcn werden. Er unterschreibt alles, wiffcn Sie. was man ihm von der Sorte unter die Feder legt gewiß auch nicht immer zufrieden damit, an die Leine genommen zu werden und Kunststücke machen zu müssen. Ja das ist die Politik!" Arnold sah die Sache schon gar nicht mehr so schwer an. Die Politik das war die Pfiffigkeit, sich geschickt durchzuwinden, den Vortheil richtig abzuwägen. zugleich auf zwei Stühlen zu sitzen, Ge. sälligkeiten auszutauschen. Es wurde thm ganz verständlich, daß die Arbeiter ja selbst wünschen müßten, es gehe ihm gut. Und er konnte sich'S eigentlich auch schon gär nicht mehr denken, daß eS ihm wieder schlecht gehen könnte auch nur so schlecht wie ihnen. Die Augen zugedrückt ! Am dritten Tage ging er zu seinem Bruder. Er uihm den Ausruf mit und schrieb seinin Namcu darunter. .Ich habe mir'S überlegt,- sagte, er. .cS hat am Ende so viel nicht aus sich.Er wurde roth dabei. Siegsried lächelte. .Du fängst an. ein verständiger Mensch zu werden. Nun aber auch keine Nücksälle weiter. Oder vielmehr Das ist wirklich noch sehr wenig. Wenn ich Dir rathen kann : benutze diesen Anlauf gleich zu einem so weiten Sprunge, daß Du gar nicht mehr in Versuchung gebracht werden kannst, nochmals umzukehren. Man muß dergleichen entscheidende Wendungen in seinem Lebensgange nicht schüttern machen ; man stimmt sonst diejenigen. von denen man sich trennte, nicht nachsichtiger nnd gewinnt das Vertrauen derer, denen man sich nähert, nur halb. Ich hoffe, Du bist meiner Meinung, und handelst danach.- ' V. (Fortseßung folgt.) Wege Beleidigung und Herausforderung des GesängniIdirektors Freiherrn v. Maltzahn zum Zweikamvke batte sich der Bürgermeister -der Stadt Gollnow, Dr. Vigellus. vor der Strafkammer in Naugaro zu verant Worten. Das Urtheil lautete auf 200 Mark Geldstrafe wegen oer Belelvtgung und e,e Woche, Festungshaft toe gen der Duellforderung.
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